Darmstadt Jazz News

1. - 31. July 2010


Wir lesen die Morgenzeitung für Sie!
Die Presseberichte, die wir in dieser Rubrik zusammenfassen, finden sich übrigens in unserem Archiv in herkömmlicher (papierner) sowie in digitaler Form. Wenn Sie an den kompletten Artikeln zu den auf dieser Seite notierten Meldungen interessiert sind, wenden Sie sich bitte per e-mail an uns. Darüber hinaus verweisen wir auf unseren Jazz-Index, die weltweit größte computergestützte Bibliographie zum Jazz, in der neben Büchern und Zeitschriften auch aktuelle Presseberichte aus Tages- und Wochenzeitungen gelistet sind. Sie können Auszüge aus dem Jazz-Index zu bestimmten Stichworten (also beispielsweise konkreten Musikernamen) kostenlos per e-mail erhalten. Noch ein Hinweis zu den Links auf dieser Seite: Einige der verlinkten Artikel sind ohne Anmeldung nicht einsehbar; bei vielen Online-Zeitungen ist die Lektüre älterer Artikel kostenpflichtig. Bitte beachten Sie, dass die Zusammenfassungen und die Übersetzungen auf dieser Seite unsere Zusammenfassungen und Übersetzungen sind. Wenn Sie die hier gelisteten Artikel zitieren wollten, sollten Sie zu den Originalquellen greifen.

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31. Juli 2010

Verstorben im Juli ... / Those passed away in July...

Wir erfuhren vom Ableben der folgenden im Juli 2010 verstorbenen Musiker: dem Altsaxophonisten Dave Chapman; dem Produzenten Harvey Fuqua; dem Saxophonisten Robbie Jansen; dem Kritiker Harvey Pekar; dem Klarinettisten und Altsaxophonisten Paulo Moura; dem Altsaxophonisten Rudy Wooten; dem Trompeter Harry Beckett; dem Radiomoderator Dick Buckley; dem Gitarristen und Sänger Philipp Walker; dem Saxophonisten Willem Breuker; dem Baritonsaxophonisten und Komponisten Manfred Schulze; dem Pianisten, Bassisten und Arrangeur Art Mineo; dem Pianisten Fritz Trippel. Die genauen Todesdaten sowie Links auf Online-Nachrufe finden sich auf unserer Nachruf-Seite

We learned of the following deaths in July 2010: alto saxophonist Dave Chapman; producer Harvey Fuqua; saxophonist Robbie Jansen; critic Harvey Pekar; clarinetist and alto saxophonist Paulo Moura; alto saxophonist Rudy Wooten; trumpeter Harry Beckett; radio dj Dick Buckley; guitarist and singer Philipp Walker; saxophonist Willem Breuker; baritone saxophonist and composer Manfred Schulze; pianist, bassist and arranger Art Mineo; pianist Fritz Trippel.. The dates of their death as well as links to obituaries can be found on our obituary page.

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30. Juli 2010

Siggi Loch

Ulrich Olshausen besucht den Produzenten und ACT-Labelchef Siggi Loch in seinem Berliner Haus (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Lochs erster Held des Jazz war Sidney Bechet, sein zweiter Held war Klaus Doldinger. Er träumte schon als Teenager davon, ein eigenes Label zu leiten, arbeitete dann aber erst einmal als Produzent und Repräsentant für einige große Plattenfirmen. 1992 gründete er das Label ACT, auf denen vor allem das herausbringt, was ihm gefällt. Er deke immer über die Verkäuflichkeit der von ihm produzierten CDs nach, sei allerdings auf seinem eigenen Label durchaus auch frei von ästhetischen Erwägungen. Loch spricht darüber, wie man einen Künstler aufbaut am Beispiel des Pianisten Jens Thomas, und er rechtfertigt, warum auf seinem Label vor allem europäische und kaum schwarze Musiker zu hören seien. Er sei nicht gerade optimistisch für die Zukunft der Musikindustrie und kritisiert neue Vertriebskanäle, die "eine der größten kulturellen Errungenschaften des Abendlandes" abschaffen, "das Urheberrecht".

Ulrich Olshausen visits the German producer and ACT label boss Siggi Loch in his house in Berlin (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Loch's first jazz hero was Sidney Bechet, his second hero was Klaus Doldinger. He wanted to build an own label early on but worked as producer and representative for some big labels in between. In 1992 he founded the ACT label on which he mostly records what he likes. He still thinks about what might sell well, but having his own label also means that he is free to choose by aesthetic considerations only. Loch talks about the process of building up an artist using the pianist Jens Thomas as an example, and he talks about the fact that his label features mostly European and hardly black musicians. He is not very optimistic about the future of the record industry and argues against new distribution channels that "abolish one of the biggest cultural achievements of the Western world: copyright".

 

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29. Juli 2010

Heinz Schönberger

Deutschland's verbreitetste Boulevardzeitung Bild berichtet über den 84-jährigen Klarinettisten und ehemalige musikalische Leiter der Big Band des Hessischen Rundfunks (hr Big Band) Heinz Schönberger, der seit drei Jahren im Rollstuhl sitzt, an Schwindelanfällen und wiederkehrenden Phasen von Verwirrtheit leidet (Bild). Wie nicht anders von einer Boulevardzeitung zu erwarten ist, liest man kaum etwas über Schönbergers musikalische Vergangenheit, dafür eine Reihe eher trauriger Details über einen Musiker, der zum Pflegefall geworden ist, der kein Interesse mehr an Musik zeigt, nicht mehr liest, der von seiner Frau gepflegt wird und dessen einzige Freude, wie Bild berichtet, sein Hund und die Bäume und Vögel vor dem Fenster seiner Wohnung seien.

Germany's most-circulated tabloid Bild reports about Heinz Schönberger, the 84-year-old clarinetist and former musical director of the Hessen Radio big band who is wheelchair-bound since three years suffering from dizzy spells and recurring spells of disorientation (Bild). As can be expected from a tabloid, there is not much about his musical past, only superficial notes about a nursing case, a man no longer interested in music or reading, cared for by his wife whose only joy Bild says is his dog, and the trees and birds outside the window of his apartment.

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28. Juli 2010

Prince

Es ist bekannt, dass der Popsänger Prince Jazz liebt. Nun möchte er musikalischer Leiter des Jazzfestivals in Nizza werden, das im nächsten Jahr einen Relaunch erfahren soll (Le Monde). Das Festival war einst ein großes Jazzereignis, wurde aber in den letzten Jahrzehnten immer mehr zu einem Popfestival, wenn auch regelmäßig Jazzkünstler auftraten (in diesem Jahr beispielsweise Ornette Coleman, Ron Carter, Herbie Hancock, Chick Corea, Chris Potter und Pat Metheny). Prince ließ am Sonntag seine Bereitschaft bekanntgeben, als musikalischer Leiter zu fungieren. Seine gemeinsam mit den beiden französischen Eventproduzenten Pascal Bernardin und Emmanuel de Buretel erstellte Bewerbung muss bis zum 15. September bei der Stadtverwaltung von Nizza eingehen. Gérard Drouot, der das Festival die letzten drei Jahre über organisiert hat, bezweifelt, dass ein Künstler wie Prince ein Jazzfestival organisieren könne und sieht das ganze als einen PR-Coup Bernardins und de Buretels (Journal de Dimanche).

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Prince.

The popular singer Prince is known to love jazz and would like to become the musical director for a relaunch of the Nice Jazz Festival in France (Le Monde). The festival, once a big jazz event, had in the last decades become more of a pop music festival, although it regularly featured jazz artists (Ornette Coleman, Ron Carter, Herbie Hancock, Chick Corea, Chris Potter, and Pat Metheny being among this year's lineup). Prince's availability as potential musical director was made public on Sunday. His application dossier is a joined venture with two French producers, Pascal Bernardin and Emmanuel de Buretel, and has to be handed to the city of Nice by September 15th. Gérard Drouot who produced the festival for the last three years doubts that an artist like Prince can organize a jazz festival and sees the move as a PR coup of Bernardin and de Buretel (Journal de Dimanche).

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Prince.

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27. Juli 2010

Jazz Composers Orchestra Institute

Das Center for Jazz Studies an der Columbia University veranstaltete sein erstes Jazz Composers Orchestra Institute, einen fünftägigen Workshop / Crash-Kurs für Komponisten, die für klassische Interpreten schreiben, wie Steve Smith berichtet (New York Times). Die Idee sei, Komponisten aus unterschiedlichen Genres mit zeitgenössischen Themen vertraut zu machen wie "instrumentale Techniken; modernes Repertoire; praktische Belange, etwa Verleger und Kopisten; und, ja, auch Improvisation". Der Posaunist, Komponist und Forscher George Lewis, der zurzeit der Direktor des Center for Jazz Studies ist, erklärte, dass eine der Ideen hinter dem Institut sei, die Leute auf dem Laufenden darüber zu halten, "was seit... sagen wir ... 1970 so passiert ist". Bei einer Diskussionsrunde habe Lewis am Samstag darüber deutlich gemacht, dass das Wort Jazz die Musiker nicht in ihrem kreativen Schaffensdrang behindern sollte, wie Steve Smith zitiert: "Ein dummes Wort wie 'Jazz' wird mich nicht davon abhalten, das zu tun, was ich mit einer bestimmten instrumentellen Besetzung oder mit einer Gruppe von Menschen oder mit einer Umgebung oder mit einem Diskurs anstellen möchte." Bei einem Konzert am Freitag und Samstag wurden Komposition von Leroy Jenkins, Katharina Rosenberger, Richard Barrett, Bernhard Lang, Eric Wubbel, John Zorn, Anthony Davis, Earle Brown, Roscoe Mitchell und Errollyn Wallen gespielt. Zu den Lehrkräften des diesjährigen Jazz Composers Orchestra Institute zählten Alvin Singleton, Derek Bermel, Tania Léon, Jane Ira Bloom, Anthony Davis, Fabien Lévy sowie George Lewis.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu George Lewis.

Columbia University's Center for Jazz Studies organized its first Jazz Composers Orchestra Institute, a five day workshop / crash course in writing for classical performers, as Steve Smith reports (New York Times). The idea is to make composers of different worlds deal more comfortably with contemporary topics such as "instrumental techniques; modern repertory; practical concerns, like publishers and copyists; and, yes, improvisation". The trombonist, composer and researcher George Lewis who also serves as the Center for Jazz Studies' director, explained that one of the ideas behind the Institute was to get "people up to speed on what’s been happening since, let’s say, 1970", and Steve Smith adds a quote from Saturday's panel discussion in which Lewis makes clear that the word jazz should not limit musicians' creative ideas: "A stupid word like ‘jazz’ is not going to hold me back from doing what I want to do with a set of instruments, or with a set of people, or with an environment, or with discourse." The works played on Friday and Saturday came from Leroy Jenkins, Katharina Rosenberger, Richard Barrett, Bernhard Lang, Eric Wubbel, John Zorn, Anthony Davis, Earle Brown, Roscoe Mitchell and Errollyn Wallen. Among the teaching staff at this year's Jazz Composers Orchestra Institute were Alvin Singleton, Derek Bermel, Tania Léon, Jane Ira Bloom, Anthony Davis, Fabien Lévy and George Lewis.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on George Lewis.

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26. Juli 2010

Dizzy's Club Coca-Cola

Pia Catton berichtet über das Coca-Cola Generations in Jazz Festival, das im September und Oktober fünf Wochen lang im New Yorker Dizzy's Club Coca-Cola geplant ist und bei dem Musiker verschiedener Generationen auftreten sollen (Wall Street Journal). Catton erinnert ihre Leser an die langjährigen Jazzerfahrungen von Todd Barkan, dem Programmverantwortlichen des Clubs, der von 1972 bis 1983 das Keystone Korner in San Francisco betrieb, mehr als 800 Platten als Produzent betreut hatte und mit Musikern wie Grover Washington Jr. oder Rahsaan Roland Kirk befreundet war. Barkan ist besonders stolz auf sein "After Hours"-Programm, bei dem aufstrebende Bands auftreten und für das er viele jüngere Künstler verpflichten könne. Alter allerdings, ergänzt er, müsse immer mit Talent gepaart sein: "Um die Leute an der Musik interessiert zu halten, muss man nun mal gleich bleibende Qualität bieten."

Pia Catton reports on the Coca-Cola Generations in Jazz Festival scheduled for five weeks in September and October at Dizzy's Club Coca-Cola and planning to bridge generations in its program (Wall Street Journal). Catton also reminds her readers of Dizzy's programming director Todd Barkan's jazz experience running the Keystone Korner in San Francisco from 1972 to 1983, producing more than 800 recordings, and his friendship with musicians such as Grover Washington Jr. or Rahsaan Roland Kirk. Barkan is especially proud of his "After Hours" programming which features the up-and-comers and for which he can hire a lot of younger artists. Age he adds, though, has to be paired with talent: "The only thing that is going to keep people interested in the music is consistent quality."

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25. Juli 2010

Willem Breuker (Saxophon / saxophone)
(born: 4.Nov.1944, Amsterdam/Netherlands; died: 23.Jul.2010, Amsterdam/Netherlands)

Der Saxophonist Willem Breuker verstarb am letzten Freitag im Alter von 65 Jahren. Breuker gehörte zur europäischen Free-Jazz-Avantgarde der 1960er Jahre und entwickelte ab den frühen 1970er Jahren zusammen mit seinem "Kollektief" seine eigenen musikalische Konzepte, die mit Humor Traditionen aus Jazz, Klassik, Folklore und vielen andere Quellen kombinierten. Das Kollektief trat dabei in Konzertsälen genauso auf wie in Fußgängerzonen. Breukers Musik besaß in ihrer Mischung aus scheinbarem Lärm und Chaos immer eine gehörige Portion Optimismus, sie spielte liebevoll mit populären Moden, sezierte Schlager genauso wie Opernarien und verwandelte diese dabei in etwas ganz anderes. Nachrufe: Parool, De Volkskrant, Süddeutsche Zeitung, FAZ, New York Times, www.npr.org, The Guardian.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Willem Breuker.

The saxophonist Willem Breuker who died last Fiday at the age of 65 belonged to the European free jazz avant-garde of the 1960s and from the early 1970s together with his "Kollektief" developed his own musical concepts that humorously combined traditions from jazz, classical music, folklore and many other sources. The Kollektief performed in concert halls as well as pedestrian malls. Breuker's music always had a certain kind of optimism in its seeming noisiness and chaos, and it played lovingly with popular tastes, dissecting pop hits just as well as opera arias and thus transforming them to something else. Obituaries: Parool, De Volkskrant, Süddeutsche Zeitung, FAZ, New York Times, www.npr.org, The Guardian.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Willem Breuker.

Harry Beckett (Trompete / trumpet)
(born: 30.May 1935, St.Michael Parish, Barbados/West Indies; died: 20.Jul.2010, London/England)

Der Trompeter Harry Beckett verstarb am vergangenen Dienstag im Alter von 75 Jahren. Von Barbados aus, wo er geboren wurde, wollte Beckett ursprünglich nach Amerika gehen; es sei aber leichter gewesen, ein Visum für England zu erhalten, wo er 1954 anlangte. Er spielte in Latin- und Dancebands, aber auch mit der Avantgarde seiner neuen Heimat, mit Musiker wie Graham Collier oder Barry Guy. Außerdem wirkte er jahrelang in der Brotherhood of Breath des im Exil lebenden südafrikanischen Pianisten Chris McGregor. Beckett nennt Charlie Parker und Miles Davis als frühe Einflüsse, aber auch die Hymnen, die er als Kind überall auf Barbados gehört habe. Er besaß einen wunderbar warmen Sound, der in späteren Jahren mehr Untertöne bekam, schon mal fast brüchig wirkte, dabei aber überall sein Feingespür fürs Melodische bewahrte. Es war ihm immer wichtig, in seinen Soli eine Geschichte zu erzählen. Er spielte mit einer sehr besonderen Art von Understatement, in der Pausen und Freiräume genauso wichtig waren wie die Melodien, die er darin ausklingen ließ. 1961 wirkte Beckett als Komparse in einem Film mit, für den Charles Mingus die Musik geschrieben hatte. In einer Szene musste er einen Trompeter zu bereits eingespielter Musik mimen. Als Mingus ihn am Abend in einem Club hörte, war er überrascht und bat ihn, bei Teilen des Soundtracks mitzuwirken. Dabei gab er dem jungen Beckett einen wertvollen Ratschlag: "Versuch nicht, wie Gillespie, Miles oder sonst jemand so spielen, spiel einfach dein eigenes Harry-Beckett-Ding! Weißt du, ich, Mingus, habe mit all den Typen gespielt, also versuch nicht, mir zu zeigen, dass du wie sie spielen kannst. Mach dein eigenes Ding, das ist alles, was ich verlange." Beckett machte sein eigenes Ding, bis zum Schluss. Wir hatten das Glück, ihn öfters in Darmstadt erleben zu können, bei Konzerten und Workshops, bei denen er seine Erfahrungen weitergab. Er wird uns fehlen. Nachrufe: londonjazz.blogspot.com, The Guardian.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Harry Beckett.

The trumpeter Harry Beckett died last Tuesday at the age of 75. Becket was born in Barbados and had originally planned to go to America but as it was easier to get a visa for England he moved there in 1954. He played in Latin and dance bands but also with the avant-garde of his new home country, musicians such as Graham Collier or Barry Guy. He also played for years in the Brotherhood of Breath of exiled South African pianist Chris McGregor. Beckett cited Charlie Parker and Miles Davis as early influences and also the hymns which he had heard in Barbados as a child. He had a wonderful warm sound, which in later years seemed to become more fragile than before but in its fragility nevertheless conveyed his sense for melody. He always made sure to tell a story in his solos. He played with a specific kind of musical understatement in which silence was just as important as the melodies which he let resonate into the silence. In 1961, Beckett had been hired as an extra for a movie for which Charles Mingus had written the music. He had to mime a musician in one scene, moving his fingers to pre-recorded music. When Mingus heard him at a local club in the evening, he was surprised and used the "real Harry Beckett" for further parts of the soundtrack. And he gave the young trumpeter some valuable piece of advice: "Don’t try to play like Gillespie, or Miles or anyone like that, just do your own Harry Beckett thing! Because I’m Mingus, and I’ve played with these people, so don’t try to show me you can play like them, just do your thing, that’s all I’m asking.“ Beckett did his own thing till the end. We were lucky to have had him play in Darmstadt several times, in concerts and several workshops in which he gave his experiences to yet another generation. He will be missed. Obituaries: londonjazz.blogspot.com, The Guardian.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Harry Beckett.

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24. Juli 2010

Herb Alpert

Scarlet Cheng berichtet über eine Ausstellung mit abstrakten Skulpturen des Trompeters Herb Alpert (Los Angeles Times). Alpert habe mit der Bildhauerei in seiner Küche begonnen und sich später ein Atelier auf seinem Anwesen in Malibu bauen lassen. Zu seinen Skulpturen gehört die Serie "Black Totems", die aus Bronze sei, "mit einer weichen, schwarzen Patina überzogen, und bis zu 18 Fuß hoch". Cheng berichtet außerdem über die wohltätige Arbeit Alperts, die er vor allem durch seine Herb Alpert Foundation organisiert und mit der er unter anderem Projekte unterstützt, durch die Kunst an Schulen gebracht wird.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Herb Alpert.

Scarlet Cheng reports about an exhibition of abstract sculptures by trumpeter Herb Alpert (Los Angeles Times). Alpert started doing sculpture in his kitchen, then had a studio built on his property in Malibu. Among his sculptures is the series "Black Totems", which are "bronze coated with a soft black patina, and reach up to 18 feet high". Cheng also reports about Alpert's philanthropic activity, which is exercised through the Herb Alpert Foundation and among other things funds arts education projects.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Herb Alpert.

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23. Juli 2010

Al Vega

Joe Fitzgerald spricht mit dem Pianisten Al Vega, der am Mittwoch 89 Jahre alt wird (Boston Herald). Vega begann 1950 als Hauspianist im Hi-Hat Club in Boston, wo er Musiker wie Billy Eckstine, Sarah Vaughan oder Ella Fitzgerald begleitete, aber auch Charlie Parker oder Dizzy Gillespie. Danach wechselte er zum Storyville Club, trat regelmäßig im Pioneer Club in Roxbury auf und spielt noch heute vier Abende pro Woche in verschiedenen Clubs und Restaurants in Boston. Freunde organisierten eine Geburtstagsparty für ihn, die unter dem Motto stand "Abschied von den 80ern" (weil dies sein letzter Geburtstag in seinen 80ern sein würde), und seine einzige Sorge sei gewesen, dass die Leute vielleicht denken würden, dass er bereits 90 ist. So alt sei er schließlich noch nicht, und er plane auch nicht, langsamer zu machen.

Joe Fitzgerald talks to the pianist Al Vega who turned 89 on Wednesday (Boston Herald). Vega started as house pianist at the Hi-Hat Club in Boston in 1950, accompanying artists such as Billy Eckstine, Sarah Vaughan or Ella Fitzgerald, but also Charlie Parker or Dizzy Gillespie. He then moved to the Storyville club, became a fixture at the Pioneer Club in Roxbury and today still plays four nights a week at different venues in the Boston area. Friends threw him a birthday party themed "Farewell to the 80s" (as this is his last birthday in his 80s), and his only concern was that people might think he's 90 already. Because he's not and he's not planning to slow down yet, either.

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22. Juli 2010

Lee Ritenour

Jesse Hamlin unterhält sich mit Lee Ritenour über seine frühe Faszination mit der Gitarre und seine musikalische Offenheit, die es ihm ermöglichte "in einem Atemzug von Segovia zu Wes Montgomery zu Jimi Hendrix zu wechseln" (San Francisco Chronicle). Ritenour machte seine ersten Studioaufnahmen mit den Mamas & the Papas, war außerdem auf Platten von Pink Floyd, Frank Sinatra und Sonny Rollins zu hören. Er möge den Begriff "Smooth Jazz" nicht, erklärt Ritenour, weil das andeute, die Musik sei ganz "ohne Kanten". Er liebe den Groove und die melodischen Aspekte der Musik. Sein neues Album "6 String Theory" bringe 20 Gitarristen unterschiedlicher Stilrichtungen zusammen.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Lee Ritenour.

Jesse Hamlin talks to Lee Ritenour about his early fascination with the guitar and an open musical mind that could go "from Segovia to Wes Montgomery to Jimi Hendrix in a breath" (San Francisco Chronicle). Ritenour made his first studio date with the Mamas & the Papas, and also recorded with Pink Floyd, Frank Sinatra and Sonny Rollins. He doesn't like the term "smooth jazz", explains Ritenour, as it means "all the edges have been rolled off". He likes the groove and the melodic aspects of the music. His new record "6 String Theory" brings together 20 guitarists spanning many styles.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Lee Ritenour.

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21. Juli 2010

Jimmy Heath

Will Friedwald liest Jimmy Heaths Autobiographie "I Walked with Giants" und rief gleich darauf den Tenorsaxophonisten und Komponisten an, der ihm bescheiden sagte, er tue doch nur, was viele andere Musiker auch täten: "Wir alle versuchen swingende Musik mit modernem Feeling zu schreiben" (Wall Street Journal). Heath spricht über seine Zeit in der Band von Dizzy Gillespie, über die vierundeinhalb Jahre, die er im Lewisburg Penitentiary wegen Drogenvergehens einsaß, und darüber, wie wichtig es sei, jungen Musikern zu helfen: "Ich versuche Brücken zwischen den Generationen zu schlagen", erklärt er Friedwald, "schließlich höre ich schon seitdem ich ein Kind war, dass der Jazz tot sei, und ich bin jetzt 83!"

Bibliography Jazz Index: Literaturliste Jimmy Heath.

Will Friedwald read Jimmy Heath autobiography "I Walked with Giants" and made sure to call up the tenor saxophonist and composer whom he finds to be modest, saying that many other musicians do the same as him: "We're all trying to write swinging music with a modern feeling" (Wall Street Journal). Heath talks about his time in Dizzy Gillespie's band, about the four-and-a-half years he spent in Lewisburg Penitentiary for drug charges, and about how important it is to help young musicians: "I'm trying to provide some continuity between the generations," Friedwald quotes Heath saying, "after all, I've been hearing that 'jazz is dead' since I was a kid, and I'm 83!"

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Jimmy Heath.

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20. Juli 2010

VS swingt

Das Festival VS swingt (VS steht für die Stadt Villingen-Schwenningen im Schwarzwald) endete am vergangenen Wochenende mit einer bösen Überraschung, wie die Lokalzeitung ausführlich berichtet (Südkurier [1], Südkurier [2], Südkurier [3], Südkurier [4]). Festivalmacher Fritz Ewald erklärte selbst für Vertraute völlig überraschend auf offener Bühne seinen Rücktritt und begründete diesen Schritt (a) mit Kürzungen durch die Stadt sowie (b) mit dem gesunkenen Publikuminteresse, obwohl (oder gerade weil?) die Festivalmacher das Programm in den letzten Jahren immer weiter populären Formen der Musik geöffnet hatten, um ein jüngeres Publikum anzulocken. Der Tropfen, der das Fass letztlich zum Überlaufen brachte, war die Tatsache, dass das hochkarätig besetzte Konzert mit dem Duo von Yaron Herman und Michel Portal sowie der Stanley Clarke Group gerade mal 350 Menschen angelockt hatte. Die Zukunft des Festivals stehe nun in Frage, lautet der Kommentar der Zeitung. Immerhin aber werde der Jazzclub der Stadt im nächsten Jahr sein 50. Jubiläum feiern können. -- Nachtrag: Kulturamtsleiter Andreas Dobmeier sucht nun nach Rettungsmöglichkeiten für das Festival (Südkurier).

The festival VS swingt (VS stands for the twin city of Villingen-Schwenningen in the German black forest) took place last weekend and ended on a sour note, as the local paper extensively notes (Südkurier [1], Südkurier [2], Südkurier [3], Südkurier [4]). The program director Fritz Ewald who was involved with the festival for all of its 34 years, unexpectedly even to his friends announced that he would not continue in this position due to (a) cuts in funding by the city and (b) ceasing audience interest even though (or precisely because?) the festival program in recent years had been opened to more popular forms of music in order to draw a younger crowd. The straw that broke the camel's back was the fact that a high-profile jazz concert featuring the duo of Yaron Herman and Michel Portal as well as the Stanley Clarke Group had only drawn an attendance of 350 people. The future of the festival is uncertain, the newspaper notes. Nevertheless, the local jazz club will celebrate its 50th anniversary next year. -- Postscript: The head of the city's cultural department, Andreas Dobmeier, is searching for ways to save the festival (Südkurier).

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19. Juli 2010

Jazz Radio (Berlin)

Gegen das Jazz Radio Berlin wurde ein Insolvenzverfahren eingeleitet, wie eine eingeweihte Website verlauten lässt (www.digitalfernsehen.de), auf der eine Woche zuvor bereits noch darüber berichtet wurde, dass der Sender nach einem neuen Geldgeber suche und hoffe, der Insolvenz so zu entgehen (www.digitalfernsehen.de). Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg habe die UKW-Frequenz jetzt neu ausgeschrieben. Auf der Website des JazzRadio (www.jazzradio.net) war von der aktuellen Situation des Senders nichts zu lesen. Dort heißt es (allerdings ohne Datum), die Hörerschaft habe sich allein in Berlin beinahe verdreifacht.

Jazz Radio Berlin is bankrupt according to a German website (www.digitalfernsehen.de) which one week earlier had a short notice about impending bankruptcy (www.digitalfernsehen.de). The official media office is allotting its FM broadcasting frequency to new bidders. Jazz Radio's website (www.jazzradio.net) has no information yet about the current situation. There you can read (although without a date of the press release) that its share of radio listening in Berlin alone has gone up nearly threefold.

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18. Juli 2010

Manfred Eicher

Richard Williams spricht mit dem Produzenten und Gründer des Labels ECM, Manfred Eicher, darüber, "wie er die Krise der Musikindustrie" überlebt habe (The Guardian). Andere erfolgreiche Labels reagierten auf kommerziellen Erfolg mit einer Verbreiterung ihres Programms und wurden damit immer weniger sie selbst, schreibt Williams, aber ECM scheint genau den entgegengesetzten Weg eingeschlagen zu haben. In den Veröffentlichungen des Labels sei Eichers Vision immer klar erkennbar. Eicher erklärt, wie ihn zu Beginn Miles Davis' "Kind of Blue" und die Trioaufnahmen von Bill Evans beeinflusst hätten, wie er in den 1980er Jahren sein Label der zeitgenössischen Komposition geöffnet habe und wie nach einer Weile die unterschiedlichen Musikgattungen, die er da dokumentierte, sich gegenseitig beeinflusst hätten. Er spricht darüber, was er als Produzent mit zu einer Aufnahmesitzung bringt ("die Anforderungen komponierter Musik (...) zu improvisierten Aufnahmen, den Geist einer improvisierten Session zu einer Aufnahme komponierter Musik"), wie er seine Methode ähnlich derer eines Filmregisseurs sehe, über seine Freundschaft zu Keith Jarrett (ihr Vertrag geht auf einen Handschlag zu Beginn ihrer Geschäftspartnerschaft zurück), und darüber, warum Pat Metheny und Bill Frisell das Label verlassen hätten. Das Geheimnis des Überlebens von Krisen, sagt er, heiße Qualität und Kontinuität.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste ECM.

Richard Williams talks to producer and ECM label founder Manfred Eicher about "how he has survived the virtual disintegration of the music industry" (The Guardian). Other successful labels reacted by diversifying and becoming less themselves, writes Williams, whereas ECM seemed to have gone into the opposite direction. In its releases the unity of Eicher's vision is clearly discernible. Eicher explains how he was fascinated by Miles Davis' "Kind of Blue" and the Bill Evans trio when he started, how he opened the label up to contemporary composition in the 1980s and how after a while the different strains of the label's output started to counterinfluence themselves. He talks about what he brings to the recording sessions as a producer ("the demands of written music (...) to improvisational recordings, the spirit of an improvised music session into a recording of written music"), how he likens his methods to those of a film director, about his friendship with Keith Jarrett (their contract is based on a handshake at the beginning of their business relationship), about why Pat Metheny and Bill Frisell left the label. The secret of survival in times of crisis, he says, is quality and continuity.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on ECM.

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17. Juli 2010

SFJazz

Die Planungskommission der Stadt San Francisco hat den Plänen der Musikinitiative SFJazz für einen 800-Plätze-Konzertsaal, Bürofläche, Lehr und Überäume zugestimmt (San Francisco Chronicle). Der neue Sitz der SF Jazz (wir berichteten) werde Teil des Kulturviertels der Stadt sein, in der Nähe von Oper, Symphonieorchester und Ballett, aber auch von anderen Spielorten für klassische Musik, Rock und zeitgenössische Musik. Als Baubeginn sei der nächste Sommer anvisiert; die Eröffnung sei für den Herbst 2010 geplant.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zur SF Jazz Collective.

SFJazz's plan for an 800-seat auditorium, office, education and practice space has been approved by the city of San Francisco's planning commission (San Francisco Chronicle). The new SF Jazz home (we reported earlier) will be part of San Francisco's art district and thus close to the city's opera, symphony and ballet but also to other classical, rock and contemporary music venues. Construction is to begin next summer, the official opening is planned for fall 2012.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on the SFJazz Collective.

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16. Juli 2010

Teddy Riley

Joe Halm berichtet, dass der New-Orleans-Trompeter Teddy Riley mit einer Plakette an seinem Haus in Uptown New Orleans geehrt wird, auf der auf sein Leben und seine Musik hingewiesen wird (New Orleans Times-Picayune). Die historische Tafel ist eine von mehr als zwei Dutzend, die Besuchern zeigen sollen, wo Musiker in New Orleans lebten. Riley, 1924 geboren und 1992 verstorben, hatte mit vielen der führenden Bands in New Orleans gespielt, und er spielte, wie Halm ergänzt, "den Zapfenstreich auf Louis Armstrongs 'Waif's Home'-Kornett beim Gedenkgottesdienst für Armstrong anlässlich seines Begräbnisses im Jahr 1971".

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Teddy Riley.

Joe Halm reports that the New Orleans trumpeter Teddy Riley was honored by a plaque highlighting his life and music at his Uptown residence in New Orleans (New Orleans Times-Picayune). The historical marker is one of more than two dozen that show visitors where local New Orleans musicians once lived. Riley, who was born in 1924 and who died in 1992, had played with many of the leading bands in New Orleans and, as Halm adds, played "taps on Louis Armstrong's 'Waif's Home' Cornet at Armstrong's memorial Service in 1971".

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Teddy Riley.

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15. Juli 2010

Preservation Hall

New Orleans' legendäre Preservation Hall plant einen Ableger in San Francisco zu eröffnen, wie Paolo Lucchesi berichtet (San Francisco Chronicle). Die Pläne des künstlerischen Leiters der Preservation Hall, Ben Jaffe, und des Restaurantbetreibers Jack Knowles aus San Francisco sehen vor, den Club um ein 135 Sitze fassendes Restaurant zu erweitern, das Spezialitäten aus New Orleans serviert. Keith Spera ergänzt, dass der Deal für einen Ableger der Preservation Hall in San Francisco nur Wochen entfernt sein mag (New Orleans Times-Picayune). Jaffe habe zuvor bereits mit dem Gedanken gespielt, "neue Clubs in New York, Paris, London und Bangkok zu eröffnen, aber nie die richtige Location und/oder die richtigen Partner gefunden", wie Spera erklärt.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Jazzclubs in New Orleans.

New Orleans' legendary Preservation Hall plans to open an offshoot in San Francisco, as Paolo Lucchesi reports (San Francisco Chronicle). The plans of Preservation Hall director Ben Jaffe and San Francisco restaurant owner Jack Knowles are to complement the club with a 135-seat restaurant serving New Orleans cuisine. Keith Spera adds that the deal for a satellite Preservation Hall in San Francisco may be only weeks away (New Orleans Times-Picayune). Jaffe had previously "considered opening new clubs in New York, Paris, London and Bangkok, but could not find the right location and/or partners", Spera explains.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on jazz clubs in New Orleans.

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14. Juli 2010

Vienna Art Orchestra

Nach 33 Jahren habe das Vienna Art Orchestra am vergangenen Freitag sein letztes Konzert gespielt, bestätigte der Orchestergründer und sein künstlerische Leiter Mathias Rüegg (Kleine Zeitung). "Chronische Unterfinanzierung, ein massiver Nachfragerückgang aus den Kernländern Österreich, Schweiz und Deutschland sowie wirtschaftsbedingtes Einbrechen von Ländern wie Italien, Spanien oder Frankreich" seien der Grund für seine Entscheidung gewesen. Der Hauptsponsor des Orchesters hatte vor drei Jahren seine Unterstützung aufgekündigt, so dass dem Orchester 200.000 Euro fehlen. Die Stadt Wien habe eine Erhöhung ihrer Mittel als Kompensation der weggebrochenen Sponsorenleistung abgelehnt. Politische Kreise fordern nun, dass das Orchester, das eines der führenden großbesetzten europäischen Jazzensembles ist, erhalten bleibt. Rüegg selbst drückte sein Bedauern aus, wollte aber keinerlei Schuldzuweisung vornehmen.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zum Vienna Art Orchestra.

After 33 years the Vienna Art Orchestra played its last concert last Friday, as its founder and artistic director Mathias Rüegg confirmed (Kleine Zeitung). Both the lack of financial support and a decrease in demand in the orchestra's core countries Austria, Germany and Switzerland as well as the economical problems in countries such as Italy, Spain and France were the basis of his decision. The VAO's main sponsor had cut its funding by 200,000 Euro three years ago, and the city of Vienna declined increasing its funding in response. Political circles demand action to preserve the orchestra which is considered one of Europe's leading big jazz ensembles, but Rüegg, though sad about the fact, thinks there is no reason for allocation of blame.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on the Vienna Art Orchestra.

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13. Juli 2010

Butch Morris

Pia Catton, erklärt Butch Morris' '"Conduction"-Konzept, das der Dirigent im Juli an jedem Montagabend im Club NuBlu auf Manhattans Avenue C präsentiert (Wall Street Journal). Egal, wie sich jeweils sein Nublu Orchestra zusammensetzt, Morris erklärt den Musikern vor dem Auftritt, was genau seine Handbewegungen bedeuten und dass es an ihnen liege, den Rest zuzugeben. Sie müssen sich letzten Endes den ganzen Abend lang konzentrieren, weil sei auf eine Art Morris' Instrument sind und auf seine Signale reagieren müssen. Im September wird Morris eine Streichoktett-Performance im Whitney Museum als "Conduction" dirigieren sowie einen Chor von Dichtern -- ja, von Dichtern!

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Butch Morris.

Pia Catton explains Butch Morris' "conduction" concept which Morris will present every Monday night in July at the NuBlu on Manhattan's Avenue C (Wall Street Journal). No matter who shows up in his NuBlu Orchestra, Morris will meet with the musicians present before the performance to remind them of what his hand movements mean and that the rest is up to them. They have to stay attentive all night as they kind of become Morris' instrument and have to react on his signals. In September Morris will conduct a string octet performance at the Whitney Museum as well as a chorus of poets -- yes, poets!

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Butch Morris.

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12. Juli 2010

Louis Armstrong

Die Louis Armstrong Skulptur im Armstrong Park von New Orleans wurde durch unvorsichtige Bauarbeiten beschädigt, wie Katy Reckdahl berichtet (New Orleans Times-Picayune). Die Bildhauerin Elizabeth Catlett sei inzwischen 95 Jahre alt und lebe in Mexiko, wie wir erfahren. Reckdahl berichtet von früheren Schäden und spricht mit Kunstrestauratoren darüber, wie die Skulptur wohl repariert werden könne. Die Bautruppe hatte der Armstrong-Statue einige Risse beigebracht, dann die Bronze zu sehr gedehnt und so den linken Schuh Armstrongs vom Sockel abgetrennt.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Louis Armstrong.

The Louis Armstrong sculpture in Armstrong Park, New Orleans, had been damaged by a careless contractor, as Katy Reckdahl reports (New Orleans Times-Picayune). She relates how the sculptor, Elizabeth Catlett, now 95 and living in Mexico, had dealt with former damages and talks to art restoration specialists about how the sculpture can be repaired. The construction crew had cracked part of the Armstrong statue, "stretching the bronze and separating Armstrong's left shoe from the statue's base".

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Louis Armstrong.

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11. Juli 2010

Jason Moran

Andrew Dansby spricht mit dem Pianisten Jason Moran über sein neues Album "Ten", das, wie Dansby erklärt "eine wunderbare Balance sei zwischen Musik, die einen zum Denken anrege, und solcher, die Gefühle hervorruft" (Houston Chronicle). Die beiden sprechen über alte Stühle, den Komponisten Conlon Nancarrow, die Pianisten Jaki Byard und Thelonious Monk, den Saxofphnisten Charles Lloyd, Morans Studium an der High School for the Performing and Visual Arts in Houston sowie über die Debatte, welche Richtung der Jazz wohl in Zukunft einschlagen würde - Innovation versus Tradition -, eine Debatte, die Moran als reichlich flach ansieht.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Jason Moran.

Andrew Dansby talks to the pianist Jason Moran about his new album "Ten" which, as Dansby explains, "strikes a fine balance between music that makes you think and music that makes you feel" (Houston Chronicle). They talk about old chairs, composer Conlon Nancarrow, pianists Jaki Byard and Thelonious Monk, saxophonist Charles Lloyd, Moran's studies at Houston's High School for the Performing and Visual Arts and about the debate over jazz's direction - innovation versus tradition - which Moran sees as a rather shallow one.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Jason Moran.

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10. Juli 2010

Spyro Gyra

John Benson spricht mit dem Saxophonisten der Band Spyro Gyra, Jay Beckenstein, der erklärt, es sei ein Segen für die Band gewesen, dass sie nur eine Hit-Single ("Morning Dance") hatte und dann keine weitere. Der Hit habe die Band bekannt gemacht, der fehlende Folge-Hit habe ihnen die Freiheit gegeben, sich auf die Musik konzentrieren, die sie machen wollten (Youngstown News). Die Leute hätten immer Schwierigkeiten bei der Kategorisierung der Musik von Spyro Gyra in Begriffe wie Jazz, Fusion, kein Jazz. Die Band wurde elf Mal für einen Grammy nominiert, habe den Preis selbst aber nie erhalten.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Spyro Gyra.

John Benson talks to Spyro Gyra's saxophonist Jay Beckenstein who explains that it was a blessing for the band to have only one hit single ("Morning Dance") and then no other, because the hit had made the band known widely, and the no-follow-up-hit had given them the freedom to concentrate on the music they wanted to make (Youngstown News). People always had difficulties categorizing Spyro Gyra's music into labels like jazz, fusion, no jazz. The band was nominated for a Grammy 11 times but never so far got the award.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Spyro Gyra.

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9. Juli 2010

Lionel Ferbos

Sheila Stroup schreibt einen etwas frühen Geburtstagsgruß an und über den Trompeter Lionel Ferbos aus New Orleans, der am 17. Juli seinen 99. Geburtstag feiern wird (New Orleans Times-Picayune). Auf die Frage nach dem Geheimnis seiner langen Karriere antwortet Ferbos "Ich übe hart, und ich habe noch alle meine Zähne." Er spricht auch über die Anfänge seiner Karriere, als er mit der New Orleans WPA (Works Progress Administration) Jazz-Band spielte und darüber, dass er neben seinem Musikerberuf jahrzehntelang als Klempner arbeiten musste, um seine Kinder durchs College zu bringen.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Lionel Ferbos.

Sheila Stroup sends her wishes to New Orleans trumpeter Lionel Ferbos who will celebrate his 99th birthday on July 17th (New Orleans Times-Picayune). Asked about the secret of his long career, Ferbos said, "I practice hard, and I still got my teeth". He also talks about the early days of his career when he played with the New Orleans WPA (Works Progress Administration) jazz band and working as a tinsmith besides being a musician to get his kids through college.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Lionel Ferbos.

Svend Asmussen

Will Friedwald spricht mit dem 94 Jahre alten dänischen Geiger Svend Asmussen, dem "wahrscheinlich einzigen lebenden Musiker, der, ob ganz offiziell oder nur bei Jam Sessions, mit Fats Waller, Django Reinhardt, Stéphane Grappelli und Duke Ellington zusammengespielt hat" (Wall Street Journal). Asmussen erzählt ihm von seinen ersten Jazzerfahrungen, als er 1933 in Kopenhagen Louis Armstrong im Konzert hörte, über Einflüsse wie Joe Venuti und Stuff Smith, über Jam Sessions mit Fats Waller und Django Reinhardt, aber auch über seine Kriegserlebnisse, als er wurde von der Nazis verhaftet und in einer kleinen Zelle in Berlin eingesperrt wurde. Als er 1963 ein Album mit Duke Ellington einspielte, lobte ihn der Schlagzeuger Sam Woodyard danach mit den Worten: "You really played your ass off." Asmussen, erzählt Friedwald, habe ihm geantwortet: "Ich hoffe nicht -- denn dann wäre mein Name von jetzt an nur noch 'Mussen'!"

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Svend Asmussen.

Will Friedwald talks to 94 year old Danish violinist Svend Asmussen whom he considers "probably the only living musician who played, whether formally or just jamming after hours, with Fats Waller, Django Reinhardt, Stéphane Grappelli and Duke Ellington" (Wall Street Journal). Asmussen tells him about his first jazz experiences, like hearing Louis Armstrong in a Copenhagen concert in 1933, about his influences, Joe Venuti and Stuff Smith, about jamming with Fats Waller and Django Reinhardt and about his war experiences when he was rounded up by the Nazis and incarcerated in a small cell in Berlin. When he recorded a violin album with Duke Ellington in 1963, drummer Sam Woodyard complimented him, saying, "You really played your ass off." Mr. Asmussen, Will Friedwald reports, replied, "I hope not -- then my name would have to be 'Mussen' from now on!"

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Svend Asmussen.

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8. Juli 2010

Moers Festival

Thomas Wittenschläger berichtet, dass die Zukunft des Moers Festival gerettet sei, nachdem die Stadt den Vertrag mit dem künstlerischen Leiter Reiner Michalke um drei Jahre verlängert habe (Der Westen). Aufgrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten habe die Stadt allerdings ihre Förderung senken müssen, so dass das Festival ab nächstem Jahr nunmehr um einen Tag gekürzt werde.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zum Moers Festival.

Thomas Wittenschläger reports that the future of the Moers Festival seems save as the city of Moers signed a renewal of artistic director Reiner Michalke's contract for the next three years (Der Westen). Due to economic hardships the city has to reduce its subsidies, and the festival will be one day shorter from next year.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on the Moers Festival.

ESP

Larry Blumenfeld spricht mit Bernard Stollmann, dem Gründer und Besitzer des Independent-Labels ESP über das Albert Ayler Festival, das am Samstag am Riverwalk Commons auf Roosevelt Island stattfindet (Wall Street Journal). Stollman erzählt außerdem, wie es mit dem ESP-Label angefangen habe, wie er neben Avantgarde-Musikern in den 1960er Jahren auch Folk- und Rockmusiker mit Protestliedern zum Vietnamkrieg aufgenommen habe, die die Billboard-Charts erklommen und ESP ein wenig Geld einbrachten. Dann allerdings seien seine Hits von Bootleg-Labeln gestohlen worden, so dass er 1974 die Firma schloss, nur wenige Monate, bevor die Regierung ein Gesetz gegen Bootlegging erließ". Stollman arbeitete in verschiedenen juristischen Jobs, bevor er 2005 ESP wieder aufleben ließ.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu ESP.

Larry Blumenfeld talks to Bernard Stollman, the founder and owner of the independent record label ESP about the Albert Ayler Festival to be held at Roosevelt Island's Riverwalk Commons on Saturday (Wall Street Journal). Stollman also talks about how he got started with the ESP label, how apart from avant-garde musicians he also recorded folk and rock musicians with anti-Vietnam War numbers that climbed the Billboard charts and brought ESP some needed cash. Then his hits were bootlegged, and Stollman closed up shop in 1974, "just months before federal antibootlegging laws were enacted". Stollman worked in several legal positions before resuming ESP's operations in 2005.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on ESP.

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7. Juli 2010

Till Brönner

Jürgen Overkott findet heraus, warum der Trompeter Till Brönner Jurymitglied für die Casting-Show "X Factor" wird, und der Trompeter erklärt, was man von so einer populären TV-Show erwarten könne und was nicht (Der Westen).

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Till Brönner.

Jürgen Overkott finds out why German trumpeter Till Brönner becomes a jury member for the casting show "X Factor", and the trumpeter reflects about what can and what cannot be expected from such a popular TV show (Der Westen).

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Till Brönner.

Lou Reed

Lou Reed beschloss, bei einem Konzert auf dem Montreal International Jazz Festival zusammen mit Musikern wie Laurie Anderson und John Zorn frei improvisierte Musik zu spielen (The Guardian). Das Publikum, das eher einige der populären Titel Reeds erwartet hatte, beklagte sich lautstark, worauf Zorn ihnen zurief: "Wenn Sie finden, das hier sei keine Musik, dann verschwinden Sie doch!" ... was ein Teil des Publikums dann auch tat. Reed hatte bereits im Vorfeld des Konzerts angekündigt, was zu erwarten sei: "Furchtlose Nacht des Non-Rock", "100% improvisiert". Das Festival allerdings war in seinen Ankündigungen weit weniger klar gewesen und hatte immer wieder auf Reeds Zeit mit der Band Velvet Underground verwiesen.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Lou Reed.

Lou Reed was invited to the Montréal International Jazz Festival and decided to play a concert of freely improvised music for which he invited musicians like Laurie Anderson and John Zorn (The Guardian). The audience which had come expecting some of Reed's popular hits, complained loudly to which Zorn reportedly responded, "If you don't think it's music, then get the fuck outta here." Which they did. Reed had clearly announced what to expect: "fearless night of non-rock", "100% improvised". The festival had been less clear, referring to Reed's past with the Velvet Underground.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Lou Reed.

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6. Juli 2010

Jazzmobile

Larry Blumenfeld berichtet über die Non-Profit-Organisation Jazzmobile, die 1964 vom Pianisten Dr. Billy Taylor und von der Mäzenin Daphne Arnstein als eine Organisation gegründet wurde, die sich der Jazz Education widmete, außerdem den Jazz in ganz New York und insbesondere in Harlem lebendig halten will (Wall Street Journal). Jazzmusiker wie Dizzy Gillespie, Lionel Hampton und viele andere haben die Organisation über die Jahre unterstützt. Von heute bis zum 28. August wird Jazzmobile wieder sein jährliche Summerfest organisieren mit 47 Veranstaltungen an 30 Spielorten, die meisten davon ohne Eintritt. Jazzmobile sei nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der Jazz Education in der Stadt, und es sei immer noch in der Community verankert, verbinde also Musikschüler mit "Profis, älteren Leuten, ehemaligen Musikern oder Rentnern oder einfach nur Menschen, die an diesem Projekt teilhaben wollen".

Larry Blumenfeld reports about the non-profit organization Jazzmobile which was founded in 1964 by the pianist Dr. Billy Taylor and the arts patron Daphne Arnstein as an organization dedicated to jazz education and to keep jazz alive all over New York, but especially in Harlem (Wall Street Journal). Jazz musicians like Dizzy Gillespie, Lionel Hampton and many others have supported the organization over the years, and from today until August 28th Jazzmobile will again organize its annual Summerfest with 47 events at 30 locations, most of them free of charge. Jazzmobile still is an important part of jazz education in the city, and it still is community-based, thus connecting music students with "professionals, older folks, former musicians or retirees or just people who want to share in this".

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5. Juli 2010

Frank Foster

Der Saxophonisten und Komponisten Frank Foster könne nach 45 Jahren endlich alle Tantiemen für seine Komposition "Shiny Stockings" einstreichen, die er 1955 für das Count Basie Orchestra geschrieben hatte, wie Felix Contreras berichtet (NPR / A Blog Supreme). Foster hatte die Nutzungsrechte an eine Firma verkauft, die Verlagsrechte sammelte, weil er "er es nicht besser wusste", wie er Contreras erzählt, und habe nun den Rechtsstreit gewonnen, und zwar mit Hilfe eines Rechtsanwalts-Teams, dem vor allem Jurastudenten der Rutgers University in Newark angehörten. Contreras Bericht ist eine Fortsetzung seiner vierteiligen Rundfunksendung zum Thema "Jazz Musicians, After the Spotlight Fades", die er 2005 für NPR Radio produziert hatte und die immer noch auf der Website des Senders nachzuhören ist.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Frank Foster.

Felix Contreras reports that after 45 years saxophonist and composer Frank Foster finally can collect *all* songwriting royalties for "Shiny Stockings" which he had written for the Count Basie Orchestra in 1955 (NPR / A Blog Supreme). He had basically sold the royalties to a company collecting publishing rights because he "didn't know any better", and now won a legal fight in which he was helped by a Rutgers-Newark legal team made up mostly of law students. Contreras' report is a follow-up of a four-part series on "Jazz Musicians, After the Spotlight Fades" which he put together in 2005 for NPR radio and which still can he heard on the station's website.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Frank Foster.

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4. Juli 2010

Kermit Ruffins

Andrew Dansby spricht mit dem Trompeter Kermit Ruffins über die Auswirkungen der Ölpest für die Golfküste und die Wirtschaft seiner Heimatstadt New Orleans, darüber, wie der HBO-Fernsehserie "Treme" das Interesse an New Orleans erhöht habe, über seine Zeit in Houston, wo er nach Hurrikan Katrina fünf Monate lang lebte, sowie über sein letztes und sein bald erscheinendes neues Album (Houston Chronicle).

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Kermit Ruffins.

Andrew Dansby talks to New Orleans trumpeter Kermit Ruffins about the effect of the oil spill in the Gulf had on his hometown's economy, about how the HBO series "Treme" has increased interest in New Orleans, about his time in Houston where he lived for five months after Hurricane Katrina, as well as about his most recent and his forthcoming album (Houston Chronicle).

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Kermit Ruffins.

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3. Juli 2010

Jazzgutachten für Hamburg / Jazz assessment for the city of Hamburg

Gerüchte und Hinweise, dass sich in Hamburg möglicherweise Großes bewege in Sachen Jazz, gab es schon länger (wir berichteten). Nun inseriert die Freie und Hansestadt Hamburg in der Wochenzeitung DIE ZEIT für einen "öffentlichen Teilnahmewettbewerb mit anschließender freihändiger Vergabe". Gesucht werden Kultur- und Musikwissenschaftler, Soziologen und sonstige Qualifizierte, die für die Hamburger Behörde für Wissenschaft und Forschung eine "Machbarkeitsstudie im Hinblick auf die Realisierung eines Zentrums für Jazz, Pop und aktuelle Musik in Hamburg“ erstellen. In diesem Zentrum sollen nach Vorstellung der Kulturbehörde akademische Ausbildung, Forschung und Veranstaltungen zusammengeführt werden. In der Studie sollen neben Bedarfsanalyse und Finanzierbarkeit des Projekts auch stadtwirtschaftliche Fragestellungen beantwortet werden. Die Studie soll noch im Jahr 2010 fertig gestellt werden.

There were rumors and hints humming around in the city of Hamburg for a while now that big things might be planned for the city's jazz scene (we reported). Now the German weekly newspaper Die ZEIT runs an official ad by the city government's office for culture and sciences which calls for an advisory report on the projected implementation of a jazz and pop music center in Hamburg. The city is looking for musicologists, sociologists or other experts in related fields to render a feasibility study about the establishment of a center for jazz, pop and contemporary (popular) music in Germany's second largest city. One of the main aims of this future center would be to bring together academic music education, music research and musical events. The contractor expects a market analysis, a calculation of the emerging costs as well as a study of economic and social issues relevant to the city. The report has to be finished by the end of this year.

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2. Juli 2010

Oscar Peterson

Die britische Königin hat bei ihrem jüngsten Besuch in Kanada eine lebensgroße Bronzestatue des kanadischen Jazzpianisten Oscar Peterson enthüllt (BBC News). Peterson habe ein paar Jahre vor seinem Tod im Jahr 2007 für die Queen gespielt. Petersons Witwe war bei der Enthüllung anwesend und sagte, dass ihr Mann von der Statue bestimmt sehr gerührt worden wäre, und dass er eine Ihre Majestät und Prinz Philip sehr schätzte. Die Skulptur zeigt Peterson an einem Klavier sitzend; neben ihm auf dem auf dem Klavierhocker ist Platz für Passanten, sich auszuruhen.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Oscar Peterson.

The British Queen has unveiled a life-size bronze statue of Canadian jazz pianist Oscar Peterson during her latest visit to Canada (BBC News). Peterson had played for the Queen a few years before his death in 2007. Peterson's widow was present for the unveiling and said that her husband would have been very humbled by the statue, and that he had a special fondness for Her Majesty and Prince Philip. The sculpture shows Peterson sitting at a piano with space on the seat beside him for passers-by to sit down.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Oscar Peterson.

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1. Juli 2010

Paolo Fresu

Sylvain Siclier spricht mit dem in Sardinien geborenen Trompeter Paolo Fresu, der heute außerdem musikalischer Leiter des Bergamo Jazz Festival ist (Le Monde). Fresu wurde beim diesjährigen Montreal Jazz Festival für die Konzertreihe "Invitation" ausgewählt. Das Festival, sagt Fresu, habe dabei seine musikalischen Partner ausgesucht, Ralph Towner, Omar Sosa, sowie die Musiker für sein Trio. Natürlich gäbe es jede Menge anderer Projekte, an denen er zurzeit arbeite, etwa ein Trio mit Sosa und dem Perkussionisten Trilok Gurtu oder auch ein Quartett mit dem Trompeter Steven Bernstein. Er sei selbstverständlich stark von Miles Davis beeinflusst, gesteht Fresu, aber er habe daneben viele andere Wege erforscht. Neben seinen musikalischen Aktivitäten habe er kürzlich das Plattenlabel Tuk Musik gegründet, auf dem im September eine Aufnahme seines "historischen" italienischen Quartetts erscheint, das 2008 für die Aufnahme wieder zusammenkam. Auf dem Label sollen in Zukunft auch CDs von anderen jungen italienischen und europäischen Musikern veröffentlicht werden.

Bibliography Jazz Index: Literaturliste zu Paolo Fresu.

Sylvain Siclier talks to the trumpeter Paolo Fresu who was born in Sardinia and today is musical director of the Bergamo Jazz Festival (Le Monde). Fresu was selected for this year's "Invitation" series at the Montréal Jazz Festival. The festival, Fresu says, chose his musical partners, Ralph Towner, Omar Sosa, and the musicians for his trio. There are plenty of other projects he is working on, he says, a trio with Sosa and the percussionist Trilok Gurtu for instance or a quartet with the trumpeter Steven Bernstein. Of course, he was heavily influenced by Miles Davis, Fresu admits, but he has explored many other roads. Apart from his musical activities he recently founded a record label, Tuk Music, which in September will release a recording by his "historic" Italian quartet which came together again in 2008, and then proceed with records by young Italian and European musicians.

Bibliography Jazz Index: Bibliography on Paolo Fresu.

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