Darmstadt Jazz News

1. - 28. FEBRUAR 2009


Wir lesen die Morgenzeitung für Sie!
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28. Februar 2009

Jazzwerkstatt Berlin-Brandenburg

Tim Caspar Boehme berichtet über das Plattenlabel und die Jazzinitiative Jazzwerkstatt Berlin-Brandenburg und ihren Produzenten Ulli Blobel (die tageszeitung). Blobel hatte einst die legendäre Jazzwerkstatt Peitz mit aufgebaut, ein Festival der DDR, das in den 1970er Jahren zu einem Treffpunkt des Free Jazz wurde. Mit der Jazzwerkstatt will er zusammen mit dem Verein Musikern helfen, unabhängig von Markttrends ihre Produktionen auf einem Label zu veröffentlichen, das mittlerweile international wahrgenommen wird. Die Jazzwerkstatt hat bereits mehr als 50 Produktionen vorgelegt, und mehr als 100 Konzerte organisiert. Vergangenes Jahr ist in Berlin außerdem ein neues Musikerkollektiv gegründet worden, eine Kooperative von acht Bandleadern, die dem Berliner Jazz eine bessere Öffentlichkeit und so also auch mehr Publikum verschaffen wollen. Das Jazzkollektiv und die Jazzwerkstatt sind zwei wichtige Beispiele für die kulturelle Vielfalt und die kreative Atmosphäre der jungen Berliner Jazzszene.

Tim Caspar Boehme reports about the record label and jazz initiative Jazzwerkstatt Berlin-Brandenburg and its producer Ulli Blobel (die tageszeitung). Blobel had been involved in the legendary Jazzwerkstatt Peitz, a festival in East Germany that became a focus point for free jazz in the 1970s. With the Jazzwerkstatt, he and the association Jazzwerkstatt offers musicians the freedom to independently produce their records on a label that by now is being watched internationally. Jazzwerkstatt has issued more than 50 albums by now and staged more than 100 concerts. Last year, a new musicians' collective has been founded in Berlin, a cooperative of eight band leaders whose aim is better marketing and thus a bigger audience for young Berlin jazz. The Jazzkollektiv and Jazzwerkstatt are two important movements that mark the cultural diversity and the creative atmosphere on the Berlin jazz scene these days.

Lyman Woodard (Orgel / organ)
(3.Mar.1942, Owosso/MI; 24.Feb.2009, Owosso/MI)

Der Organist Lyman Woodard starb am 24. Februar in Owosso, Michigan, im Alter von 66 Jahren. Lyman war in den 1970er Jahren ein populärer Nightclub-Entertainer in Detroit gewesen und war außerdem an vielen Produktionen des Labels Motown beteiligt. Er nahm verschiedene Alben in einem Jazz-Funk-Soul Fusionstil auf, von denen "Saturday Night Special" (Strata, 1975) dieser Tage wiederveröffentlicht wird. Nachruf: Detroit Free Press.

The organist Lyman Woodard died February 24 in Owosso, Michigan, at the age of 66. Lyman was a popular club entertainer in Detroit in the 1970s, also recording extensively in Motown circles. He recorded several albums in a jazz-funk-soul fusion style of which "Saturday Night Special" (Strata, 1975) will be reissued these days. Obituary: Detroit Free Press.

27. Februar 2009

Jazz Taxi

Judit Kawaguchi berichtet über einen Taxifahrer in Tokio, der eine touristische Rundfahrt anbietet, die er mit passender Musik versieht -- insbesondere mit Jazz, der durch eine High-End-Musikanlage zu hören ist (Japan Times). Offenbar spielt er diese Musik nicht nur, sondern weiß auch alles über sie. Seine Philosophie sei: "Wenn du tust, was du liebst und gut kennst, dann werden die Leute Schlage stehen." Er sieht Parallelen zwischen dem Jazz und seiner Stadt: "Der Jazz ist improvisiert, und das gilt auch für unsere Stadt. Viele Straßen sind kurvig und eng -- sie sind wirr, nicht geplant und voller Spaß." Leider berichtet Kawaguchi nicht, welche Art von Jazz in dem Taxi zu hören ist.

Judit Kawaguchi reports about a Tokyo taxi driver who offers a tourist cruise of his city accompanied by fitting music -- especially jazz played from high-end sound equipment (Japan Times). And he obviously does not just play the music but also knows about it. His philosophy: "If you do what you love and know well, people will make a beeline to you." He sees a parallel between jazz and his city: "Jazz is improvised, and so is our city. Many streets are curving and narrow -- they are messy, unplanned and fun." Unfortunately, Kawaguchi does not report which kind of jazz exactly can be heard in the cab.

26. Februar 2009

Ian Carr (Trompete / trumpet)
(b: 21.Apr.1933, Dumfries/Scotland; d: 25.Feb.2009, England)

Der Trompeter und Miles-Davis-Biograph Ian Carr starb in England im Alter von 75 Jahren. Carr hatte in den 1960er Jahren zusammen mit dem Saxophonisten Don Rendell ein Quintett geleitet und auch mit Musikern wie Joe Harriott und John McLaughlin gespielt. 1969 gründete er die Band Nucleus, die in den 1970er Jahren eine der führenden Jazz-Rock-Bands Europas wurde. 1975 war er Gründungsmitglied des pan-europäischen United Jazz and Rock Ensemble. Seine Biographie des Trompeters Miles Davis wurde wegen der tiefen musikalischen Einsichten gelobt. Außerdem veröffentlichte er 1991 eine Biographie des Pianisten Keith Jarrett. Während der letzten Jahre litt er an Alzheimer und lebte meist in Pflegeheimen. Nachruf: www.iancarrnucleus.net, The Independent, The Guardian, New York Times.

The trumpet player and Miles Davis biographer Ian Carr died in England at the age of 75. Carr had formed a quintet with the saxophonist Don Rendell in the 1960s, also working with Joe Harriott and John McLaughlin. In 1969 he formed the band Nucleus which became one of the foremost European jazz-rock bands of the 1970s. In 1975 he was a founding member of the pan-European United Jazz and Rock Ensemble. His biography of fellow-trumpeter Miles Davis published in 1982 was praised for its musical insights. He also wrote a biography of pianist Keith Jarrett (1991). During the last couple of years he suffered from Alzheimer's disease and lived mostly in specialist care homes. Obituary: www.iancarrnucleus.net, The Independent, The Guardian, New York Times.

25. Februar 2009

Victor Lewis (Gitarre / guitar)
(b: 29.Jul.1919, London/England; d: 9.Feb.2009, London/England)

Der Gitarrist, Bandleader und Tourneeagent Victor Lewis starb am 9. Februar in London im Alter von 89 Jahren. Der in London geborene Lewis hatte mit drei Jahren angefangen Banjo zu spielen und mit 16 Jahren das Vic Lewis Swing String Quartet gegründet, das auch im Radio übertragen wurde. 1938 reiste er nach New York, wo Leonard Feather ihm einen Gig mit Joe Marsalas Band besorgte. Zurück in England leitete er in den 1940er Jahren eine Band zusammen mit dem Schlagzeuger Jack Parnell und gründete 1946 seine erste Bigband, die im "progressive style" eines Stan Kenton spielte. Ab 1959 arbeitete Lewis als Tourneeagent, brachte Nat King Cole nach England und die Beatles nach Amerika. In den 1980er Jahren stellte er eine weitere Bigband zusammen, die unter anderem mit den West-Coast-Musikern Shorty Rogers und Bud Shank ins Studio ging. Nachruf: The Independent.

Victor Lewis, guitar player, bandleader and agent, died February 9th in London at the age of 89. The London-born Lewis started playing the banjo at age three and with 16 formed the Vic Lewis Swing String Quartet which played over the radio. In 1938 he traveled to New York where Leonard Feather arranged for him to play with the Joe Marsala band. Back in England he led a band with the drummer Jack Parnell in the 1940s and in 1946 formed his first big band which played in the "progressive" style of Stan Kenton. From 1959 Lewis worked as a booking agent bringing Nat King Cole to Britain and the Beatles to America. In the 1980s he put another big band together recording with visiting West Coast jazzmen Shorty Rogers and Bud Shank. Obituary: The Independent.

23. Februar 2009

Rahsaan Roland Kirk

Der Sender Thirteen WNET New York hat einige historische Episoden seiner Fernsehshow "Soul" online gestellt, von denen einzelne Folgen auch Jazzbezug besitzen. Wir haben etwa die Show des Saxophonisten Rahsaan Roland Kirk vom 4. Oktober 1972 gesehen und genossen, die ein hochpolitisches Interview enthält, wunderbare Musik, wild und lyrisch zugleich und eine freie Passage, während der Rahsaan langsam, aber sehr vollständig einen Stuhl zerstört. Und neben der Musik erlaubt die Folge einen interessanten Einblick in den politischen Diskurs der frühen 1970er Jahre und Rahsaans sehr selbstbewusste Haltung darin. Sehr empfehlenswert!

Thirteen WNET New York has put many historic episodes of the TV show "Soul" online, and many of them have a certain jazz content. We watched and enjoyed Rahsaan Roland Kirk's show from October 4th, 1972 with a politically charged interview, great music, wild and lyrical at the same time and a free passage in which Rahsaan slowly but completely destroys a chair. Apart from the music the episode allows an interesting glimpse into the political discourse of the early 1970s and Rahsaan's self-confident participation in it. Highly recommended.

21. Februar 2009

Thelonious Monk

Nate Chinen erzählt die Geschichte des in Manhattan lebenden Fotojournalisten W. Eugene Smith, der den Loft, in dem er lebte komplett mit Mikrophonen verkabelt hatte und dabei unter anderem Thelonious Monk und den Arrangeur Hall Overton (der ebenfalls in dem Loft lebte) auf Band festhielt, die Arrangements für Monks berühmtes Town Hall Concert von 1959 an zwei Klavieren vorbereiteten (New York Times). Die Bänder umfassen insgesamt 3.000 Stunden an Aufnahmen, darunter Jam Sessions, zufällige Geräusche, Radiosendungen oder "das Drama einer Überdosis Drogen, die der Pianist Sonny Clark genommen hatte, der gerade auf der Treppe hockte". Auf den Monk-Overton-Bändern hört man sie "stundenlang über die Harmonien und Rhythmen diskutieren". Und sie sprechen darüber, dass einzelne Stücke nicht wie auf der Platte klingen müssen. "Wir hören vielleicht", sagt Monk, "etwas, das nicht viel besser klingt."

Nate Chinen tells the story of the Manhattan-based photojournalist W. Eugene Smith who had wired the loft he lived in and caught Thelonious Monk and the arranger Hall Overton (who shared his loft at the time) preparing arrangements for Monk's famous 1959 Town Hall concert at two pianos (New York Times). The tapes that amass to 3,000 hours of recording also include jam sessions, random noise, broadcasts or "the drama of a drug overdose by the pianist Sonny Clark, who was squatting in the stairwell at the time". On the Monk/Overton tapes they spend "hours discussing the mechanics of harmony and rhythm". And they talk about planning specific pieces different from their recordings. "We might", says Monk, "hear something else that sounds better.”

20. Februar 2009

Marcus Belgrave

Der Trompeter Marcus Belgrave, der früher in Charles Mingus' Band gespielt hatte, tourt momentan mit einem Tributprogramm an Louis Armstrong, wie Luanne J. Hunt berichtet (Pasadena Star-News). Die Idee kam ihm, als er bei einem Konzert zu Ehren des 100sten Geburtstags Satchmos aufgetreten sein, erklärt Belgrave. "Die Leute lieben diese Art von Musik immer noch", sagt er und sieht sich selbst als einen Zeitzeugen der langen Jazzgeschichte, als einen "der letzten, die mit einem ganz speziellen Geschenk ausgestattet wurden, das sie an die nächste Generation weitergeben müssen".

The trumpeter Marcus Belgrave, an alumnus of Charles Mingus' band, tours with a program paying tribute to Louis Armstrong, as Luanne J. Hunt reports (Pasadena Star-News). The idea came when he performed at a 100th anniversary celebration for Satchmo, Belgrave explains. "There's still a real love for this style of music", he says and sees himself as a witness to a long history of jazz, as one of "the last of a breed with a special gift to pass on to this new generation".

Fred Rundquist (Gitarre / guitar)
(b: 1918, Kiruna, Sweden; d: 5.Feb.2009, Chicago/IL)

Der Gitarrist Fred Rundquist starb am 5. Februar im Alter von 91 Jahren in Chicago. Rundquist war in Schweden geboren worden, aber seine Familie zog nach Chicago, als er fünf Jahre alt war. Im Alter von 18 Jahren entschied er sich, sein Geld als professioneller Musiker zu verdienen. Er spielte in der Army Air Force Band, arbeitete dann mit dem Akkordeonisten Art Van Damme, mit dem er auch ausgiebig tourte. Er spielte in Orchestern hinter populären Vokalisten wie etwa Peggy Lee, Judy Garland oder Frank Sinatra und arbeitete außerdem regelmäßig in Studiobands. Nachruf: Chicago Tribune.

The guitarist Fred Rundquist died February 5th in Chicago at the age of 91. Rundquist was born in Sweden, but his family moved to Chicago when he was 5. At the age of 18 he decided to become a professional musician. He played in the Army Air Force band, and then worked with the jazz accordionist Art Van Damme with whom he toured extensively. He worked in orchestras accompanying top singers such as Peggy Lee, Judy Garland or Frank Sinatra and did extensive studio work. Obituary: Chicago Tribune.

19. Februar 2009

Mat Mathews (Akkordeon / accordion)
(b: 18.Jun.1924, Den Haag/Netherlands; d: 12.Feb.2009, Rotterdam/Netherlands)

Der holländische Akkordeonist Mat Mathews starb am 12. Februar in Rotterdam im Alter von 84 Jahren. Er war als einer der wenigen Jazzakkordeonisten bekannt geworden, insbesondere als er zwischen 1952 und 1964 in New York lebte, wo er unter anderem mit Oscar Pettiford, Carmen McRae, Art Farmer, Percy Heath, Kenny Clarke und anderen Platten aufnahm. Nach seiner Rückkehr in die Niederlande arrangierte und produzierte er Musik für Fernsehen, Radio und Film.

The Dutch accordionist Mat Mathews died February 12th in Rotterdam at the age of 84. He became well known as one of the few jazz accordionists, especially while he lived in New York between 1952 and 1964 where he recorded with Oscar Pettiford, Carmen McRae, Art Farmer, Percy Heath, Kenny Clarke and others. After his return to the Netherlands he arranged and produced music for television, radio and films.

Snooks Eaglin (Gitarre, Gesang / guitar, vocal)
(b: 21.Jan.1936, New Orleans/LA; d: 18.Feb.2009, New Orleans/La)

Der Rhythm-and-Blues-Gitarrist und -Sänger Snooks Eaglin starb am 18. Februar nach einem Herzinfarkt in New Orleans im Alter von 72 Jahren. Eaglin war mit vielen Rhythm-'n'-Blues- und Rock-Musikern aufgetreten und wurde allgemein als einer der "ganz Großen Musiker aus New Orleans" angesehen. Zu seinen bekanntesten Songs gehörte "Funky Malaguena". Nachruf: San Francisco Chronicle, The Guardian.

The rhythm and blues guitarist and singer Snooks Eaglin died of a heart attack February 18th in New Orleans at the age of 72. Eaglin had performed with many rhythm 'n' blues and rock musicians and was hailed as one of the "unique giants of New Orleans music". Among his best known songs was "Funky Malaguena". Obituary: San Francisco Chronicle, The Guardian.

18. Februar 2009

Be-Bop, das Auto / Bebop, the Car

Nach dem Honda Jazz hat ein weiterer Autohersteller sich entschieden, eines seiner Modelle nach "unserer" Musik zu benennen. Renaults neuester Kangoo heißt "Be-Bop" (Autogazette). In seiner Autobesprechung versucht Thomas Flehmer Parallelen zwischen der Bebop-"Revolution" im Jazz und dem zu finden, was das neue Automodell vielleicht für die Minivan-Reihe der Marke Renault bedeuten könnte. Das Auto verbrauche ein wenig zu viel gas, moniert er (und fragt sich, ob das vielleicht ein Kommentar der Hersteller auf "die Süchte mancher Jazz-Musiker" sein könnte. Und der Preis des Autos ist so hoch, dass "die Urväter des Be Bop in ihren Anfangszeiten einige Auftritte hätten geben müssen, um nicht nur Be Bop zu spielen, sondern auch Be Bop zu fahren". PS: In unserem Online-Jazzbrief hatten wir bereits in drei Ausgaben auf Beispiele der Vermarktung des Wortes "Jazz" für nicht-musikalische Produkte hingewiesen. Hier also ein weiteres Beispiel.

After the Honda Jazz another car manufacturer has decided to name one of their models after "our" music. Renault's newest Kangoo model is called "Be-Bop" (Autogazette). In his car review Thomas Flehmer tries to find parallels between the bebop "revolution" in jazz and what the new model might do to Renault's mini van series. The car uses a bit too much gas, he writes (and reflects about whether that is the car manufacturer's comment on some jazz musicians' addictions). And the price of the car is high enough that "the fathers of bebop would have had to put in quite some performances to be able to not only play bebop but also drive bebop". PS: In three editions of our Online-Jazzbrief we had looked at different examples of how the word "jazz" was used for non-musical products. This, then, is another example.

17. Februar 2009

Ellis Marsalis

Richard Duckett unterhält sich mit Ellis Marsalis, dem Vater von Wynton, Branford, Jason und Delfeayo (Worcester Telegram & Gazette). Mit 74 Jahren tourt er nicht mehr so viel wie früher. Er ist sich nicht so sicher, dass seine Söhne Glück hatten, einen Musiker als Vater zu haben. Er selbst glaube nicht an die Vererbung musikalischen Talents: Das Geheimnis hieße "99 Prozent Schweiß, 1 Prozent Glück". Seinen eigenen Schülern sage er immer: "Talent ist wie eine Autobatterie. Die Batterie hilft Dir nur beim Start. Für den Rest der Strecke musst Du Deine eigene Disziplin einsetzen."

Richard Duckett talks to Ellis Marsalis, the father of Wynton, Branford, Jason and Delfeayo (Worcester Telegram & Gazette). At 74 he doesn't tour too much any more. He's not so sure his sons were lucky to be a musician's sons and adds that he doesn't believe in inherited musical ability: the secret is "99 [percent] perspiration, 1 percent luck". He teaches his students: "Talent is like a battery in a car. The battery is only there to get you started. You have to have the discipline to stay the distance."

16. Februar 2009

Louie Bellson (Schlagzeug / drums)
(b: 6.Jul.1924, Rocks Falls/IL; d: 14.Feb.2009, Los Angeles/CA)

Der Schlagzeuger Louie Bellson starb am 14. Februar in Los Angeles im Alter von 84 Jahren. Bellson hatte bereits in den Bigbands von Benny Goodman, Tommy Dorsey und Harry James gespielt. Von 1951 bis 1953 war er der Schlagzeuger des Duke Ellington Orchestra, in dem er viele Drum Features spielte und für das er Kompositionen wie "The Hawk Talks" oder "Skin Deep" schrieb. Er spielte seit den 1950er Jahren außerdem für die Tourneeband Jazz at the Philharmonic und leitete die Begleitband der Sängerin Pearl Bailey, mit der er seit 1952 verheiratet war. 1969 stellte Bellson die Begleitband für James Browns "Soul on Top"-Album. Bellson legte immer Wert auf Klangfarbe und Attack auf seinem Instrument und spielte oft mit zwei unterschiedlich gespielten Bass Drums. Nachruf: San Francisco Chronicle, New York Times, Chicago Tribune, Los Angeles Times, Frankfurter Allgemeine Zeitung, The Independent, The Guardian.

The drummer Louie Bellson died February 14th in Los Angeles at the age of 84. Bellson had been a big band drummer playing with bands such as Benny Goodman, Tommy Dorsey and Harry James. From 1951 to 1953 he was the drummer of the Duke Ellington Orchestra, in which he often played drum features and for which he contributed his compositions "The Hawk Talks" and "Skin Deep". He also played with the touring ensemble Jazz at the Philharmonic since the 1950s and was the bandleader for the singer Pearl Bailey, his wife since 1952. In 1969 Bellson was chosen as the backup band to James Brown's "Soul on Top" album. Bellson was known for his emphasis on color and attack on his instrument and often used two tuned bass drums. Obituary: San Francisco Chronicle, New York Times, Chicago Tribune, Los Angeles Times, Frankfurter Allgemeine Zeitung, The Independent, The Guardian.

15. Februar 2009

Mark Morganelli

Phillip Lutz schreibt über den Trompeter Mark Morganelli, der Jazz als Livemusik seit den 1970er Jahren fördert (New York Times). 1979 hatte er sein Loft an der Cooper Union in New York als "Jazz Forum" für Konzerte, Workshops, Ausstellungen und Proben geöffnet. Als er in einen neuen Loft Ecke Broadway und Bleecker Street umzog, "folgte ihm die Menge", wie Lutz schreibt. Als steigende Mieten ihn zwangen, den Club 1983 zu schließen, organisierte er das Riverside Park Arts Festival und wurde der Programmleiter des Clubs Birdland. 1991 zog er mit seiner Frau nach Dobbs Ferry in Westchester County, und ein Jahr später präsentierte er in der dortigen Tarrytown Music Hall die ersten Jazzkonzerte. Daneben organisiert er jede Menge Konzerte ohne Eintritt in ganz Westchester County. Seine vielfältigen Aktivitäten brachten ihm und seiner Organisation Jazz Forum Arts nun den 2009 Arts Award des Westchester Arts Council ein.

Phillip Lutz writes about the trumpeter Mark Morganelli who has been supporting jazz as live music since the 1970s (New York Times). In 1979 he had opened his Cooper Union loft (called "Jazz Forum") to the public for concerts, workshops, exhibitions and rehearsals. When he moved to a new loft on Broadway and Bleecker Street, writes Lutz, "the crowd followed". When rising rents made him close that space in 1983, he produced the Riverside Park Arts Festival and became programming coordinator at Birdland. In 1991 he and his wife moved to Dobbs Ferry in Westchester County, and one year later he began presenting jazz at the Tarrytown Music Hall. He also presents regular free concerts around Westchester County. His activities now earned him and his Jazz Forum Arts organization the 2009 Arts Award from the Westchester Arts Council.

14. Februar 2009

Gerry Niewood & Coleman Mellett

Der Saxophonist Gerry Niewood und der Gitarrist Coleman Mellett, die beide Mitglied in der Band Chuck Mangiones waren, starben beim Flugzeugabfall in Buffalo, New York, am 13. Februar. Sie waren auf dem Weg zu einem Konzert der Mangione Band mit dem Buffalo Symphony Orchestra. Nachruf: New York Times.

The saxophonist Gerry Niewood and the guitarist Coleman Mellett, both members of Chuck Mangione's band, died in the plane crash in Buffalo, New York, on February 13th. They were on their way to a concert by the Mangione band with the Buffalo Symphony Orchestra. Obituary: New York Times.

13. Februar 2009

Jon Hassell

John Payne spricht mit dem Trompeter und Komponisten Jon Hassell darüber, wie die Menschen sich immer noch fragen, ob seine Musik nun jazz sei oder nicht (Los Angeles Times). Seine Einflüsse sind vielfältig. Er studierte bei Stockhausen, nahm Platten mit LaMonte Young und Terry Riley auf und beschäftigte sich mit den Lehren des Raga-Meisters Pandit Pran Nath. Für Hassell, schreibt Payne, sei "das Streben nach einer sich ewig weiter entfaltenden Musik wichtig".

John Payne talks to the trumpeter and composer Jon Hassell about how people still ask whether his music is jazz or not (Los Angeles Times). His influences were as manifold as his musical experiences. He studied with Stockhausen, recorded with LaMonte Young and Terry Riley and engaged himself in the Hindustani raga master Pandit Pran Nath's teachings.
For Hassell, writes Payne, "the pursuit of ever-evolving music is important".

12. Februar 2009

Albert Mangelsdorff

Der Nachlass des 2005 verstorbenen Jazzposaunisten Albert Mangelsdorff wurde von der Stadt Frankfurt für sein Institut für Stadtgeschichte erworben. Das Institut hat bekanntgegeben, dass die Sammlung, die aus Mangelsdorffs Kompositionen und Arrangements, aus seinen Instrumenten, Fotos, Postern, Kritiken, Korrespondenzen, Preisen und vielem mehr besteht, soll den Grundstock einer neuen Sammlung bilden, die die Frankfurter Jazzgeschichte dokumentiert. Ein Gutachten über die Mangelsdorff-Sammlung wurde vom jazzinstitut Darmstadt erstellt. Das Jazzinstitut hatte schon früher mit dem Frankfurter Archiv zusammengearbeitet, etwa für die Buchpublikation "Der Frankfurt Sound", die die Geschichte des Frankfurter Jazz von den Anfängen des 20sten Jahrhunderts bis in die Gegenwart erzählt (Autor: Jürgen Schwab, veröffentlicht 2004). Jetzt plant Jazzinstitut eine weitere Kooperation mit dem Frankfurter Institut für Stadtgeschichte: eine Wanderausstellung über Albert Mangelsdorffs Einfluss auf den Jazz in Deutschland, die zuerst beim 11. Darmstädter Jazzforum im Oktober 2009 gezeigt werden soll, das in diesem Jahr unter dem Thema steht "Tension / Spannung. Ein Jazzforum um Albert Mangelsdorff und seine Bedeutung für den deutschen Jazz".

The estate of the late German jazz trombonist Albert Mangelsdorff has been acquired by the city of Frankfurt's municipal archive. The municipal archive announced that the collection comprising his compositions and arrangements as well as instruments, photos, posters, reviews, correspondence, awards and much more will be the most prominent part of a new collection intended by the archive to document the Frankfurt jazz history. The expert opinion on the Mangelsdorff collection was written by the Jazzinstitut Darmstadt. The Jazzinstitut had collaborated with the Frankfurt municipal archive before for the book publication of "Der Frankfurt Sound", a study of Frankfurt jazz history from the early 20th century until today (author: Jürgen Schwab, published in 2004). The Jazzinstitut also plans to cooperate with the Frankfurt archive for a traveling exhibition on Albert Mangelsdorff's impact on jazz in Germany which will be shown first at the 11th Darmstadt Jazzforum in October 2009 entitled "Tension / Spannung. Ein Jazzforum um Albert Mangelsdorff und seine Bedeutung für den deutschen Jazz".

10. Februar 2009

Grammy Winners 2009

Die Grammy-Gewinner wurden gestern gekürt (Grammy.com). Im Jazzfeld gewannen: Best Contemporary Jazz Album: Randy Brecker: "Randy in Brazil"; Best Jazz Vocal Album: Cassandra Wilson: "Loverly"; Best Jazz Instrumental Solo: Terence Blanchard: "Be-Bop"; Jazz Instrumental Album Individual or Group: Chick Corea & Gary Burton: "The New Crystal Silence"; Large Jazz Ensemble Album: The Vanguard Jazz Orchestra: "Monday Night Live at the Village Vanguard"; Latin Jazz Album: Arturo O'Farrill and The Afro-Latin Jazz Orchestra: "Song for Chico".

The Grammy awards winners have been named yesterday (Grammy.com). In the jazz field the winners are: Best Contemporary Jazz Album: Randy Brecker: "Randy in Brazil"; Best Jazz Vocal Album: Cassandra Wilson: "Loverly"; Best Jazz Instrumental Solo: Terence Blanchard: "Be-Bop"; Jazz Instrumental Album Individual or Group: Chick Corea & Gary Burton: "The New Crystal Silence"; Large Jazz Ensemble Album: The Vanguard Jazz Orchestra: "Monday Night Live at the Village Vanguard"; Latin Jazz Album: Arturo O'Farrill and The Afro-Latin Jazz Orchestra: "Song for Chico".

9. Februar 2009

Blossom Dearie (Piano, Gesang / piano, vocal)
(b: 28.Apr.1926, East Durham/NY; d: 7.Feb.2009, New York)

Die Sängerin und Pianistin Blossom Dearie starb am 7. Februar im Alter von 82 Jahren. Dearie hatte Kultstatus und war von erheblichem Einfluss auf eine ganze Reihe populärer Sänger. Sie war außerdem eine ausgezeichnete Pianistin und begleitete sich üblicherweise selbst. Nach klassischem Klavierunterricht begeisterte sie sich für Jazz und begann ihre Karriere als ein Teil der Vokalgruppe für Woody Hermans Bigband in den Mitt-1940er Jahren. In den frühen 1950er Jahren zog sie nach Paris und trat dort sowohl mit der Vokalgruppe The Blue Stars auf (die sich später in Swingle Singers umbenannte) als auch mit Annie Ross. Sie traf den belgischen Saxophonisten und Flötisten Bobby Jaspar, den sie heiratete. 1956 kehrte sie nach New York zurück, nahm einige erfolgreiche Alben für Verve auf und trat gelegentlich sogar mit Miles Davis auf. In den 1970er Jahren gründete sie ihr eigenes Plattenlabel Daffodil Records, und wirkte im Schulfernsehprogramm "Schoolhouse Rocks!" mit. Ihre Stimme besaß eine intime und luftige Note und eine Art Klein-Mädchen-Charme. Nachrufe: Los Angeles Times, New York Times, The Guardian, The Independent.

The singer and pianist Blossom Dearie died February 7th at the age of 82. Dearie was a cult musician and an influence on quite a number of popular singers. She also was an exquisite piano player and usually accompanied herself. After classical piano lessons she was drawn to jazz and started her career as a member of the vocal group for Woody Herman's big band in the mid-1940s. In the early 1950s she moved to Paris and performed both with the vocal group The Blue Stars (which later became the Swingle Singers) and with Annie Ross. She met the Belgian saxophonist and flutist Bobby Jaspar whom she married. In 1956 she returned to New York, recorded highly successful albums for Verve and performed, sometimes working with Miles Davis. In the 1970s she started her own record company, Daffodil Records, and performed for the educational program "Schoolhouse Rock!". Her voice always was intimate and breezy, had a little-girl touch. Obituary: Los Angeles Times, New York Times, The Guardian, The Independent.

7. Februar 2009

Blue Note

Nate Chinen würdigt die Plattenfirma Blue Note, die seit 70 Jahren existiert (New York Times). Er spricht unter anderem mit Blue Notes Präsidenten Bruce Lundvall darüber, wie wichtig es sei, im Labelkatalog auf eine Balance aus Qualitätsmusik und kommerziellem Erfolg zu setzen. Lundvall hat dabei durchaus auch auf Musik gesetzt, die ein wenig abseits des Jazz stünde, sei aber dem Jazz dennoch immer treu geblieben, wie er erklärt. Bei "ernsthaften Jazzkünstlern" versuche er wenigstens "mit einer schwarzen Null rauszukommen oder zumindest einen kleinen Profit zu machen". "Man achtet auf das Budget, macht das Marketing so gut es irgend geht und bleibt den Künstlern treu, während sie sich entwickeln." Der Blue-Note-Katalog historischer Aufnahmen ist dabei immer noch ein Eckpfeiler des Geschäftes. Das Label, das heute Teil des EMI-Konzerns ist, setzt die neuen Technologien für den Vertrieb ein, aber auch, um ein jüngeres Publikum zu erreichen. Lundvall ist seit 49 Jahren im Plattengeschäft und hofft auch im eventuellen Ruhestand noch als Berater für die Firma arbeiten zu können.

Nate Chinen pays homage to the Blue Note record label which is on the scene since 70 years (New York Times). He talks to Blue Note's president Bruce Lundvall about balancing the label's program between quality music and commercial success. Lundvall extended the label's reach beyond jazz but "stayed very true to jazz", as he explains. With "serious jazz artists" he looks "to break even or make a small profit". "You keep the budgets in line, do the best marketing job that you can, and stay with the artists as they develop.” The Blue Note catalog of historic recordings is still a cornerstone of the business. The label which today is part of EMI has embraced new technologies both for distribution and reaching a younger audience. Lundvall is in the record business since 49 years, and he hopes to continue as a consultant for the company after his eventual retirement.

3. Februar 2009

Fred Hersch

Fred Hersch hat im letzten Jahre gegen einige lebensbedrohliche Erkrankungen gekämpft und sich von ihnen wieder erholt, "darunter eine Lungenentzündung und ein erschreckender Anfall AIDS-bezogener Demenz", wie Jesse Hamlin berichtet (San Francisco Chronicle). Der Pianist wurde 1986 als HIV-positiv diagnostiziert. Vor kurzem nun spielte er wieder eine Woche lang im Village Vanguard. Er konzentriert sich dieser Tage auf die Arbeit mit seinem "Pocket Orchestra", einem Quartett mit dem Trompeter Ralph Alessi, der Sängerin Jo Lawry und dem Perkussionisten Richie Barshay. Er spricht über einige seiner letzten Kompositionen, seine musikalischen Einflüsse, über schwule Jazzmusiker und Homophobie im Jazz -- er sagt, die Jazzwelt sei da "ein Mikrokosmos der Gesellschaft im großen". Am wichtigsten sei immer noch die Musik, findet er.

Fred Hersch had been fighting with but is recovering from several "life-threatening maladies, including pneumonia and a frightening bout of AIDS-related dementia" during the last year, as Jesse Hamlin reports (San Francisco Chronicle). The pianist had been diagnosed with HIV in 1986. Recently he again played a one-week engagement at the Village Vanguard. He currently concentrates on working with his "Pocket Orchestra", a quartet with trumpeter Ralph Alessi, singer Jo Lawry and percussionist Richie Barshay. He talks about some of his recent compositions, some of his musical influences, about gay jazz musicians and homophobia in jazz -- he says, the jazz world "is a microcosm of society at large". What still matters, he finds, is the music.

2. Februar 2009

Susanne Schapowalow

Ralf Hanselle spricht mit der 87-jährigen Photographin Susanne Schwapowalow, deren Fotos im Mittelpunkt einer Ausstellung der Galerie Camera Work in Berlin stehen (Spiegel Online). Sie arbeitete für einige der wichtigsten Illustrierten Deutschlands. Im Gespräch erzählt sie, wie sie Quincy Jones bei seiner Europatournee Ende der 1950er Jahre begleitet habe und wie sie ohne Fahrkarte mit dem Zug gefahren sei, im Gepäcknetz, in das sie die Musiker gehievt hätten. Jones habe ihr letzthin ein Buch mit Widmung geschickt. Aber ihre Erinnerungen scheinen der Fotografin bis heute noch weit mehr zu bedeuten.

Ralf Hanselle talks to the 87 year old photographer Susanne Schapowalow whose photos are the focus of a recent exhibition at the Galerie Camera Work in Berlin (Spiegel Online). She took photos for some of the major illustrated magazines in Germany. She talks about how she accompanied Quincy Jones when he toured Europe with his big band in the late 1950s, and how she used the train without a ticket in the baggage rack of the train into which she was lifted by the musicians. Jones recently sent her a book inscribed to her. But her memories of those days are even more valuable to her.


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