Darmstadt
Jazz News |
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1. - 31. Mai 2010 |
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Charleston, South Carolina Die Charleston Jazz Initiative wird vom 4. bis 6. Juni mit einem "Legends"-Festival eine Reihe von Veranstaltungen abrunden, die seit Jahren die gründliche Dokumentation der Jazzgeschichte der Stadt Charleston und des US-Bundesstaates South Carolina begleiten. Die Charleston Jazz Initiative wurde 2003 von Karen Chandler, Jack McCray und anderen Jazzfreunden in Charleston gegründet, um die lange und reiche Jazztradition der Stadt zu dokumentieren. Die Initiative sammelte Material über die legendären Jenkins Orphanage Bands, aber auch über andere Musiker und Bands, die in Charleston oder South Carolina ihre Wurzeln hatten. Die Charleston Jazz Initiative wirft dabei neben dem Blick zurück immer auch einen Blick nach vorne, kombiniert die Dokumentation von Jazzgeschichte also mit der Pflege der jungen und lebendigen Jazzszene ihrer Stadt. Wir (das Jazzinstitut Darmstadt) sind seit 2005 als Berater der Charleston Jazz Initiative mit dabei und vom Engagement und dem Gemeinschaftsgeist all dieser Projekte beeindruckt. Wir werden auch vom 4. bis 6. Juni wieder in Charleston sein, um mit der Charleston Jazz Initiative während des Legends Festival den Jazz in South Carolina zu feiern, seine Vergangenheit genauso wie seine Gegenwart, mit Ausstellungen, Vorträgen und Gesprächen über Jazz und mit der Musik von Houston Person, Jimmy Heath, Slide Hampton, Charlton Singleton, Quentin Baxter und vielen mehr. Der Pianist Ellis Marsalis wird Ehrengast der Festival-Gala sein. Sollten Sie zufällig in der Gegend sein, sagen Sie Hallo!
The Charleston Jazz Initiative will host its "Legends" festival from June 4-6 to top off a series of events along a thorough documentation of Charlestonian and South Carolinian jazz. The Charleston Jazz Initiative was founded in 2003 by Karen Chandler, Jack McCray and other jazz friends in Charleston to document the rich jazz music legacy of the city. They collected material related to the legendary Jenkins Orphanage bands but also to other musicians and bands that came out of the rich musical soil of the city and the state of South Carolina. The Charleston Jazz Initiative always combined the look back with a look forward, documenting history and at the same time nourishing the young and living Charleston jazz scene of today. We (the Jazzinstitut Darmstadt) have been international advisors to the Charleston Jazz Initiative since 2005 and are impressed with both the commitment and the sense of community in all of its projects. We will be back in Charleston from June 4-6 for the Charleston Jazz Initiative's Legends Festival, a celebration of South Carolinian jazz, past and present, with exhibitions, talks about jazz, and music by Houston Person, Jimmy Heath, Slide Hampton, Charlton Singleton, Quentin Baxter and many more. Pianist Ellis Marsalis will keynote the Festival Gala. If you happen to be there, say hello!
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"Louis" Der Regisseur Dan Pritzker arbeitet zur Zeit an zwei jazzbezogenen Filmen, bei denen beide Male der Schauspieler Jackie Earle Haley mitwirkt (Wall Street Journal). "Bolden" ist ein musikalisches Drama, das in New Orleans, etwa 1907, spielt und 2011 in die Kinos kommt. "Louis" ist ein Stummfilm, der im August in fünf Städten der USA Jahres mit Live-Begleitung durch Wynton Marsalis, die Pianistin Cecile Licad und ein zehnköpfiges Jazzensemble zu sehen sein wird.
Film director Dan Pritzker is working on two jazz-related films in both of which actor Jackie Earle Haley participates (Wall Street Journal). "Bolden" is a musical drama set in New Orleans, ca. 1907, to be screened in movie theatres in 2011. "Louis" is a silent movie which will be shown in five US cities this August with live musical accompaniment by Wynton Marsalis, pianist Cecile Licad and a ten-piece jazz ensemble.
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Michael Jackson Das Center for Black Music Research am Columbia College, Chicago, wird vom 23. bis 25. September eine Konferenz über die Kunst, das Leben und die Zeit von Michael Jackson veranstalten, wie Howard Reich berichtet (Chicago Tribune). Gleich nach Jacksons Tod habe es "eine Menge recht unkritischer Feierlichkeiten" gegeben, sagt Monica Hairston, die Direktorin der Forschungseinrichtung, doch jetzt sei die Zeit reif für eine kritische Bewertung seines Vermächtnisses. Das Zentrum hatte im letzten Jahr bereits eine ähnliche Veranstaltung organisiert, in der es um die Musik von Ray Charles ging. Dabei habe es auch einige Aufführungen von Liedern des Pianisten und Sängers gegeben, was bei der anstehenden Michael-Jackson-Veranstaltung eher schwierig sei, wie Hairston erklärt: "Die Leute wollen Michael Jacksons Songs hören, wie sie sind. (...) Ohne die spezifischen Studiosounds klinge die Musik nicht so, wie das Publikum sie hören wolle."
The Center for Black Music Research at Columbia College, Chicago, will organize a conference on the art, life and times of Michael Jackson September 23-25, as Howard Reich reports (Chicago Tribune). There had been "a lot of uncritical celebration" immediately after his death, says Monica Hairston, the executive director of the research institution, but now the time is ripe for a more critical assessment of his legacy. The Center had produced a similar event last year to honor the music of Ray Charles. Whereas the Ray Charles event comprised some performances of Ray Charles' songs by vocalists and instrumentalists, that might prove difficult with the Michael Jackson event, says Hairston: "People want to hear the Michael Jackson songs as they are. (...) Without those specific studio sounds, I don't think audiences want to hear them."
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Hank Jones (Piano) Der Pianist Hank Jones starb im Alter von 91 Jahren in New York. Jones trat bis kurz vor seinem Tod regelmäßig auf und stand auf dem Programm des New Yorker Jazzclubs Birdland für nächste Woche. Die Jazzwelt verliert einen Meister der Musik mit großartiger Technik, aber noch mehr mit der Bereitschaft, immer musikalische Risiken einzugehen, einen Gentleman auf der Bühne und dahinter und einen Musiker, der die seltene Gabe besaß, seine Kollegen besonders gut klingen zu lassen. Ein paar persönliche Erinnerungen, teilweise aus einer Laudatio, die ich vor einigen jahren auf Hank Jones halten durfte: Henry 'Hank' Jones wurde 1918 in Vicksburg, Mississippi, geboren. Er wuchs in Pontiac, Michigan, auf, und zwar in einer überaus musikalischen Familie: Seine jüngeren Brüder, der Trompeter und Arrangeur Thad Jones und der Schlagzeuger Elvin Jones, schrieben, wie er, Jazzgeschichte. Seine Einflüsse waren die Einflüsse der 30er Jahre: das mitreißend swingende Stridepiano Fats Wallers, die hohe Kunst des Klaviervirtuosen Earl Hines, die Eleganz Teddy Wilsons. In den 40er Jahren kam Hank Jones nach New York, um mit der Band des Trompeters Hot Lips Page in einem Club auf der legendären 52sten Straße zu spielen. Dort reihte sich Jazzclub an Jazzclub, man konnte in den Lokalen Künstler des ausgehenden Swing und des neuen Bebop hören. Sie müssen sich das vorstellen: Ein junger Musiker kommt auf die 52nd Street, wo in angrenzenden Lokalen seine Heroen spielen: Art Tatum, Nat King Cole, Teddy Wilson, Erroll Garner, Bud Powell. Aber Jones machte sich bald seinen eigenen Namen. Er spielte mit allen Bands. Andy Kirk, John Kirby und Billy Eckstine waren Arbeitgeber, aber auch Coleman Hawkins, Buster Bailey und Charlie Parker. 1947 verpflichtete ihn die First Lady of Song, Ella Fitzgerald, in ihr Trio. 6 Jahre lang begleitete er sie, spielte daneben in den Jam-Session-Bands der Jazz at the Philharmonic-Truppe von Norman Granz, die auch in Europa große Erfolge feierte. In den 50er Jahren wurde Hank Jones zum meistbeschäftigten Pianisten des Jazz. Platteneinspielungen, an denen er teilhatte, sind nicht mehr zu zählen, sie übersteigen die Tausend bei weitem. Fast jeder Musiker, aus Swing genauso wie aus den modernen Stilrichtungen, nutzte seine Begleitkunst. Er war auf unzähligen Aufnahmen für das Savoy-Label und andere Plattenfirmen zu hören, tourte mit Coleman Hawkins, Benny Goodman, spielte mit Cannonball Adderley genauso wie mit Lester Young. 1959 nahm ihn dann die Fernsehfirma CBS unter Vertrag. Für die nächsten 16 Jahre spielte Hank Jones in Liveshows und mit Studiobands, trat regelmäßig in der Ed Sullivan Show und anderen populären TV-Sendungen auf. Er verließ aber nie den Jazz, war in New York ansässig und dauernd auf Platten mit anderen großen Musikern zu hören. Mitte der 70er Jahre wurde er wieder zum Freelance-Musiker, allerdings zu einem der gefragtesten. Sein Trio mit Ron Carter und Tony Williams überraschte die Jazzwelt mit einer Modernität und musikalischen Reife, wie sie kaum ein anderes Trio besaß. Das "Great Jazz Trio", wie man es nannte, belebte Mitte der 70er Jahre die Kunst des Klaviertrios im Jazz wieder. 1978 dann nahm Hank Jones einmal mehr einen regelmäßigen Job an. Er spielte in der Band der Broadway-Show "Ain't Misbehavin'". Das war eine Art Musical, obwohl der Begriff Revue es wohl besser fassen würde: Drei Sängerinnen, zwei Sänger, darunter die wunderbare Nell Carter, eine siebenköpfige Kapelle mit Arvell Shaw am Kontrabass, Virgil Jones an der Trompete und Seldon Powell am Saxophon. Hank Jones war Pianist und künstlerischer Leiter der Band, die an sechs Abenden die Woche und Mittwochs und Sonntags auch noch zu nachmittäglichen Vorstellungen von hinten auf einer kleinen Fahrbühne nach vorne gerollt wurde. Der Vorhang hob sich, vom Band erklang die Musik der originalen Fats Waller Band (vom Band), "Ain't Misbehavin'". Hank Jones betrat langsam die Bühne, ganz im Klischee der 30er Jahre gekleidet, Ärmelschoner um die Arme, holte ein Taschentuch hervor, mit dem er den Klavierhocker und die Tasten abstaubte, setzte sich und "übernahm" sozusagen von seinem Vorfahr, und plötzlich wurde die Musik der 1930er Jahre zu einer unglaublich gegenwärtigen Musik. Damals hatte ich Hank Jones bereits gekannt. Ich hatte ihn beim Festival in Nizza kennengelernt, bei dem er seit 1976 regelmäßig und an mehreren Abenden zu hören war. Als ich Ende der 70er Jahre eine ganze Weile in New York lebte, ging ich oft in "Ain't Misbehavin'" – damals war New York noch erschwinglich, man konnte ohne Probleme eine Broadway-Show und zwei Jazzclubs erleben und danach noch in die Disco gehen (naja... ich war damals noch jung). Und wenn ich Heimweh hatte, gab es zwei Anlaufstellen, die mich mit der Anonymität der Großstadt versöhnten: die Carnegie Tavern, in der Ellis Larkins auftrat, der wie Hank Jones einst ein kongenialer Begleiter Ella Fitzgeralds war; und das Ziegfeld Cafe gegenüber dem Plymouth Theatre auf 45sten Straße, in dem "Ain't Misbehavin'" gegeben wurde. Dort nämlich trat Hank Jones jeden Abend nach der Show auf, in einer kleinen Bar, in die das Publikum der Broadwaystücke nach dem Theater strömte, von denen allerdings niemand, aber wirklich absolut niemand wusste, welch ein legendärer Pianist hier auftrat. Das führte dazu, dass, wenn ich da war, ich meist sein einziger wirklicher Zuhörer war, und nach einer Weile hatte ich die Ehre, Stücke seiner Sets aussuchen zu dürfen. Er fragte mich, "Was willst Du hören?", und ich traute mich kaum, mir etwas zu wünschen. Mehr als zwei Jahrzehnte später traf ich Hank Jones bei einem Konzert in Deutschland, bei dem er von einem weniger als adäquaten Bassisten begleitet wurde, der normalerweise in Dixielandbands spielte und eine harte Zeit hatte, Hanks harmonischen Ausflügen zu folgen. Trotzdem lächelte Hank Jones den ganzen ersten Set lang, und als ich ihn während der Pause ein wenig bedauerte, meinte er nur, "Ach, ich habe meinen Spaß!", zwinkerte mir zu und sagte: "Wart's ab...!" Und tatsächlich, im zweiten Stück des zweiten Sets sagte er ein "Basssolo unseres großartigen Kontrabassisten" an. Er hatte diesem vorher gesagt, er solle einfach nur Pfundsnoten auf 1 und 3 spielen und ihm den Rest überlassen. Der tat genau dies, und Hank Jones füllte den Rest mit pianistischen Verzierungen auf – nicht zu viel, nicht zu wenig –, und, man mochte es kaum glauben: Das Basssolo klang wunderbar! Da begriff ich, dass ich eine der Fähigkeiten Hank Jones' erlebt hatte, die er in den Jahren gelernt hatte, als er in den Studios oft zweitklassige Sängerinnen begleiten musste. Während des ersten Sets war ich noch verärgert darüber gewesen, wie man ihm einen so schlechten Musiker beiseitestellen konnte; danach war ich froh darüber, erlebt zu haben, wie Hank Jones' große Kunst einen Kollegen weit über seine Fähigkeiten gut klingen lassen konnte. Ich traf Hank ein paar weitere Male, zuletzt im vergangenen Sommer in Salzau. Er hatte große Ohren, Musik war sein Leben, und wir, die ihn im Konzert erleben durften, können uns glücklich schätzen. Danke, Hank Jones! (Wolfram Knauer)
Pianist Hank Jones died in New York at the age of 91. Jones had been traveling and performing up to recently and had originally been scheduled to perform a week at New York's Birdland jazz club next week. He will be missed as a master musician with a great technique but even more as a musician who loved to take musical risks, as a gentleman on and off the stage, as a musician who could make others on stage with him shine like few others. Let me add some personal memories, parts of which are based on an award speech I was honored to give in his presence some years ago: Henry 'Hank' Jones was born in 1918 in Vicksburg, Mississippi. He grew up in Pontiac, Michigan, grew up in a highly musical family: his younger brothers, trumpeter Thad Jones and drummer Elvin Jones, wrote jazz history just like himself. His influences were influences of the 1930s: the swinging stride piano of Fats Waller, the high art of piano virtuoso Earl Hines, the elegance of Teddy Wilson. In the 1940s Hank Jones came to New York to join the band of trumpeter Hot Lips Page in a club on legendary 52nd Street in which you could find jazz club next to jazz club and hear all the best artists of the late swing era and the upcoming bebop style. Just imagine: A young musician coming to 52nd Street playing next door to his musical heroes: Art Tatum, Nat King Cole, Teddy Wilson, Erroll Garner, Bud Powell. But Jones soon made his own marks. He played with bands such as those of Andy Kirk, John Kirby and Billy Eckstine, Coleman Hawkins, Buster Bailey or Charlie Parker. In 1947 the First Lady of Song, Ella Fitzgerald, engaged him for her trio. He accompanied her for six years, at the same time playing in Norman Granz's celebrated Jazz at the Philharmonic with which he also toured Europe with high success. In the 1950s Hank Jones became one of the busiest pianists in jazz. You can't count the recordings he participated in; they by far exceed the thousand. Nearly every musician, from swing to modern jazz, made use of his art. He was heard on innumerable records for the Savoy label and other record companies, toured with Coleman Hawkins, Benny Goodman, played with Cannonball Adderley as well as with Lester Young. In 1959 he became a studio musician for CBS. For the next 16 years, Hank Jones appeared in live shows and played with studio bands, was seen regularly on the Ed Sullivan show and other popular TV broadcasts. He never, though, neglected jazz. He lived in New York and he continued to participate in records with other great musicians. In the mid-1970s he became a freelance musician, but one of those most in demand. His trio with Ron Carter and Tony Williams surprised the jazz world with a modernity and musical maturity, which no other trio possessed. The Great Jazz Trio, as it was known in the mid-1970s, revived the art of the piano trio in jazz. In 1978, Hank Jones got another regular job. He played in the pit band of the Broadway show "Ain't Misbehavin'". This was a kind of musical, although the term revue might be more fitting: three female, two male singers, among them the wonderful Nell Carter, a seven piece band with Arvell Shaw at the double bass, Virgil Jones at the trumpet and Seldon Powell at the saxophone. Hank Jones was pianist and musical director of the band which on six evenings a week and on Wednesday and Sunday afternoon for matinee performances was rolled onstage. The curtain rose, music sounded from the loudspeakers, the original Fats Waller band (from a recording) playing "Ain't Misbehavin'". Then Hank Jones entered the stage, dressed in a cliché of the 1930s, sleeve protectors around his arms, took out a handkerchief, dusted off the piano chair and the keyboard of the piano, sat down and "took over", so to say, from his tape predecessor, and suddenly the music from the 1930s became very much today's music. I had met Hank Jones before, at the festival in Nice, France, where he appeared regularly since 1976 and usually played at more than one evening. When I lived in New York in the late 1970s I often attended performances of "Ain't Misbehavin'" – at that time New York was quite reasonable, you could afford to see a Broadway show, go to two jazz clubs and end the night at a disco (I was still young, then). And whenever I felt homesick, there were two places to go to: Carnegie Tavern where Ellis Larkins performed, the late pianist who like Hank Jones had been a congenial accompanist of Ella Fitzgerald, and the Ziegfeld Café across the street from the Plymouth Theatre on 45th Street, which was where "Ain't Misbehavin'" played. There, Hank Jones performed every evening after the show, in a small bar frequented by theatergoers, none of whom, and I mean absolutely none of whom, had an idea what a legendary pianist was performing. The result was that often I was the only customer really listening to the music. Hank came over during intermission, talked to me and asked "So, what would you like to hear?", and I hardly dared to ask for anything. More than 2 decades later I met Hank Jones ahain playing a concert in Germany in which he was accompanied by a less than adequate bass player, a musician who usually played in local Dixieland bands and who had a hard time following Hank's harmonies. Yet, Hank Jones smiled through the whole first set, and upon my question during intermission how he could bear the situation, he just responded, "Oh, I'm having fun!" and then winked at me and said "Just wait...!" True, for the second piece of the second set he announced, "Now, you will hear a bass solo by our great bass player...". He had briefed the amateur musician to just play pound notes and leave the rest to him. That's what the guy did, and Hank Jones embellished these notes with his pianistics – not too much, not too little –, and, believe it or not, the bass solo sounded wonderful! That's when I realized that this was what Hank Jones had been doing for years when he had been accompanying less than adequate singers. I had been angry about the choice of accompanists during the first set but was grateful to have been witness to hearing how Hank was able to make someone sound great far above his capacities. I met Hank a couple of more times, the last time in Salzau, Germany, during the summer of last year. He had big ears; music was his life, and we, who were lucky to have witnessed his art in concert, can count ourselves blessed. Thank you, Hank Jones! (Wolfram Knauer)
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Medizin / Medicine Christine S. Moyer spricht mit dem Internisten und Jazz-Disc-Jockey Paul Haider darüber, was Ärzte vom Jazz lernen können (American Medical News). Auch Ärzte müssten während ihrer Sprechstunden improvisieren, erklärt Haider, und die Kommunikationskompetenz von Jazzmusikern könnte als Beispiel für Ärzte dienen. Im Sprechzimmer sollte der Arzt "sich selbst nicht als die einzige Person sehen, die das Sagen hat", sondern "Soli zuweisen", und damit "dem Patienten und anderen in den Raum ermöglichen, einer nach dem anderen ihre Anliegen vorzutragen". Zuhören, instrumentale Fähigkeiten, Patientenakten lesen ... Haider und sein Kollege Gary Onady fanden während einer Tagung des American College of Physicians weitere Parallelen zwischen Jazz und ihrer Zunft. Das Studium des Jazz scheint allerdings ein wenig sehr theoretisch zu bleiben - in den Organisationswissenschaften hat man ja mittlerweile auch die Jazzmusiker selbst gegeben, in Workshops einen Einblick in ihre Kompetenzen zu geben. Vielleicht wäre ja ein vergleichbarer Jazzworkshop bei der nächsten Tagung der Mediziner keine schlechte Idee.
Christine S. Moyer talks to the internist and jazz disc jockey Paul Haider about what physicians can learn from jazz (American Medical News). Doctors have to improvise during office visits, Haider explains, and the communication skills of jazz musicians could also be an example to physicians. In an exam room physicians should "not think of themselves as the only person in charge" but rather "assign solos", "allowing the patient and others in the room to discuss their concerns one at a time". Listening, instrumental skills, reading a patient's chart are other comparisons to jazz Haider and his colleague Gary Onady made during a session at the American College of Physicians annual meeting. The study of jazz, though, seems to be purely theoretical -- in organizational sciences jazz musicians themselves have been giving workshops to offer an insight to their skills; perhaps a jazz workshop at the next Physicians' meeting might not be a bad idea.
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Romare Bearden In einem Essay über den Maler Romare Bearden und seine Collage "The Block" von 1971, die sechs Paneele einnimmt (Wall Street Journal), schreibt David Yezzi über "Jazz-Techniken wie Call and Response, serielle Improvisation und Variation", die "eine visuelle Ergänzung in Beardens Arbeit" erfahre und erinnert außerdem an der Tatsache, dass Bearden ein leidenschaftlicher Jazzfan war und als Koautor des Songs "Sea Breeze" firmiert, der unter anderem von Dizzy Gillespie aufgenommen wurde.
In an essay about the painter Romare Bearden and his six-panel collage "The Block" from 1971 (Wall Street Journal), David Yezzi writes about "jazz techniques of call and response and serial improvisation and variation" that "find a visual corollary in Bearden's work" and also reminds us of the fact that Bearden was passionate about jazz and co-wrote the hit song "Sea Breeze" recorded by Dizzy Gillespie among others.
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Jazz Journalists Association Die Jazz Journalists Association hat eine neue Website: jjanews.org, die die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift "Jazz Notes" ersetzen wird. Die Jazz Journalists Association ist eine Non-Profit-Organisation zur Förderung der Interessen von Autoren, Fotografen, Journalisten in Rundfunk und den Neuen Medien mit Bezug zum Jazz. Sie ermöglicht die Vernetzung zwischen ihren Mitgliedern, organisiert außerdem jährlich die JJA Jazz Awards, die in diesem Jahr am 14. Juni 2010 im Rahmen einer Galaveranstaltung in der New Yorker City Winery verliehen werden. Der JJA Jazz Award aber zieht auch Kritik auf sich: JJA hat in diesem Jahr die Produktion "Count Basie & His Orchestra -- Live in Berlin & Stockholm 1968" als Jazz-DVD des Jahres nominiert, und die Produzenten der renommierten Jazz Icons DVD-Reihe beklagen, ausgerechnet diese DVD sei "absolut 100% BOOTLEG". "Es gibt nicht viele von uns, die es ordentlich machen", schreiben die Jazz Icons Produzenten in einem offenen Brief, "und doch wollt Ihr ausgerechnet dieses Produkt ehren? Traurig!" Die Jazz Journalists Association prüft nun die Vorwürfe.
The Jazz Journalists Association has launched its new website jjanews.org which will take the place of its former quarterly journal "Jazz Notes". The Jazz Journalists Association is a non-profit corporation, promoting the interests of writers, photographers, broadcasters and new media professionals covering jazz. Apart from enabling its members to network, it initiated the annual JJA Jazz Awards which will be presented in a gala on June 14th, 2010 at the City Winery, New York. The JJA Jazz Awards, by the way, stir up some controversy this year: JJA has nominated "Count Basie & His Orchestra -- Live in Berlin & Stockholm 1968" as the Jazz DVD of the Year, and the producers of the Jazz Icons DVD series complain that this is "absolute 100% BOOTLEG". "There are many of us out there doing it right", reads the open letter from Jazz Icons, "and yet this is whom you choose to honor? Sad." The Jazz Journalists Association is looking into the matter.
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Musikerwitwen / Musicians' widows Marc Myers spricht mit vier Witwen von Jazzmusikern, die das Erbe ihrer verstorbenen Ehemänner lebendig zu halten versuchen (Wall Street Journal). Laurie Pepper hat Kurse in Musikbusiness und Musikrecht belegt, um die Rechte an Art Peppers Musik und Aufnahmen zu sichern. Sue Mingus gründete drei Repertoireensembles, die regelmäßig Charles Mingus' Musik spielen. Maxine Gordon begann mit ihrer Arbeit daran, Dexter Gordons Musik und seinen Namen lebendig zu halten, bereits zu Lebzeiten ihres Mannes und auf seinen Vorschlag hin: "Als er diesen hilflosen, mittellosen Musiker in 'Round Midnight' spielte, hatte das eine tiefgreifende Wirkung auf ihn." Francine Bellson, die Witwe von Louis Bellson, der gerade erst im Februar 2009 gestorben ist, steht in ihrem Bemühen, die Probleme des Musikgeschäfts zu verstehen, erst am Anfang. Alle vier sprechen mit Myers über Lizenzen, Bootleg-Aufnahmen und vieles mehr. Laurie Pepper entschied für sich, dass es wohl besser sei, ihren Frieden mit den Bootleggern zu machen statt sie ewig zu verklagen. Sie habe sie kontaktiert und daraufhin oft genug perfekte Kopien der Aufnahmen erhalten, die die Grundlage einer Reihe von Alben mit unveröffentlichtem Material Art Peppers darstellten, die sie auf ihre Plattenfirma Widow's Taste veröffentlichte. Diese vier, schreibt Myers, seien allerdings die Ausnahme: Die meisten Witwen von verstorbenen Jazz-Größen würden es versäumen, sich erfolgreich um die Vermächtnisse ihre Ehemänner zu kümmern.
Marc Myers talks to four widows of jazz musicians who try to keep the legacy of their late husbands alive (Wall Street Journal). Laurie Pepper took courses in music-business and music-law to safeguard the legal rights to Art Pepper's music and recordings. Sue Mingus founded three repertoire ensembles to perform Charles Mingus' music. Maxine Gordon started plans to capitalize on Dexter Gordon's works and preserve his name and reputation while he was still alive and on his suggestion: "Playing a helpless, destitute musician in 'Round Midnight' had a profound effect on him". Francine Bellson, the widow of Louis Bellson who only died in February 2009, is just starting to understand the problems of the music business. All four talk to Myers about licensing, bootleg recordings, and much more. Laurie Pepper decided that for her the best way to deal with bootlegs was to befriend the bootleggers instead of suing them. She reached out to them and often received perfect copies of the recordings as a gift which became the basis for a series of albums with unreleased Art Pepper material on her record label Widow's Taste. These four, writes Myers, are the exception, though: most spouses of deceased jazz greats fail to leverage their husbands' legacies.
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Lena Horne (Gesang / vocals) Die Sängerin und Schauspielerin Lena Horne starb im Alter von 92 Jahren in New York. Ihre Nachrufe feiern sie für ihre Stimme genauso wie für ihre politische Standhaftigkeit gegen jede Art von Rassismus, mit der sie den Weg für viele Kollegen auf die Bühne oder in den Studios von Hollywood ebnete. Ihre Filme "verwandelten das Image der afro-amerikanischen Frau in Hollywood", lesen wir in einem der Nachrufe. Horne begann ihre Karriere im Jahr 1933 in New Yorks Cotton Club. Später trat sie im Café Society auf, dem ersten vollständig integrierten Club der Stadt, und ging dann mit ausgeprägtem politischem Bewusstsein ins Filmgeschäft, mit dem klaren Plan, "ein anderes Bild von schwarzen Frauen" zu etablieren. Sie spielte Hauptrollen in "Cabin in the Sky" und "Stormy Weather", beide von 1943, sowie in vielen anderen Filmen, in denen sie gemeinsam mit einigen der führenden weißen Stars ihrer Zeit auftrat - obwohl diese auf der Leinwand getrennt erschienen, "so dass die Produzenten ihre Gesangsszenen herausschneiden konnten, wenn die Filme in den Südstaaten liefen". In den 1950er Jahren kehrte sie zurück zur Gesangskarriere, trat in den vornehmsten Clubs und Theater in Las Vegas und New York auf. Sie nahm Teil am March on Washington von 1963 und trat zweimal am Broadway auf, darunter 1981 in der Ein-Personen-Show "Lena Horne. The Lady and Her Music", für die sie einen Special Tony Award und zwei Grammy Awards erhielt. Nachrufe:Washington Post; San Francisco Chronicle (1); San Francisco Chronicle (2); Wall Street Journal; The Independent; The Guardian (1); The Guardian (2); The Guardian (3); Frankfurter Allgemeine Zeitung.
The singer and actor Lena Horne died in New York at the age of 92. Her obituaries celebrate her for her voice as well as for her political steadfastness when it came to any kind of racism which paved the way for many colleagues onto stage as well as into the studios of Hollywood. Her films "transformed the image of the African American woman in Hollywood", we read in one of the obituaries. Horne started her professional carreer in 1933 in New York's Cotton Club, later worked at Café Society, the city's first fully integrated nightclub, and with a rare political consciousness entered the film business planning to "establish a different kind of image for Negro women". She played major roles in "Cabin in the Sky" and "Stormy Weather", both from 1943, as well as many other movies in which she shared equal billing with some of the leading white performers of her day -- even though these were segregated onscreen, "so producers could clip out her singing when the movies ran in the South". In the 1950s she returned to her singing career, performing at the plushest clubs and theaters in Las Vegas and New York. She took part in the 1963 civil rights March on Washington, performed on Broadway twice, including in the 1981 one-person musical show "Lena Horne. The Lady and Her Music" which earned her a special Tony Award and two Grammy Awards. Obituaries: Washington Post; San Francisco Chronicle (1); San Francisco Chronicle (2); Wall Street Journal; The Independent; The Guardian (1); The Guardian (2); The Guardian (3); Frankfurter Allgemeine Zeitung.
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Deutschland / Germany Hans Hielscher wirbt fürs Elbjazz Festival in Hamburg und schreibt über eine neue Sichtbarkeit des Jazz in Deutschland (Spiegel Online). Er erwähnt die Jazzworkshops in Burghausen, die es seit 1972 gibt, bei denen Jazzstars wie Albert Mangelsdorff und Max Roach unterrichteten und durch dessen Schule jüngere Musiker wie der Bassist Dieter Ilg und der Saxophonisten Peter Weniger gingen. Und er ist erstaunt über das jüngste Jazzinteresse des "Pop-Papstes" Dieter Gorny, der die "Echo Jazz"-Gala initiiert hatte, die letzte Woche in Bochum stattfand und der bereits Pläne zu einer um ein Festival erweiterten Preisverleihung im nächsten Jahr hege. Hans Hielscher plugs the Elbjazz Festival in Hamburg and writes about a new visibility of jazz in Germany (Spiegel Online). He mentions the Burghausen jazz workshops which take place since 1972, included master classes by Albert Mangelsdorff and Max Roach and were important for younger musicians such as the bassist Dieter Ilg and the saxophonist Peter Weniger. He is astonished about the new jazz interest of the pop music manager Dieter Gorny who initiated the "Echo Jazz" gala in Bochum last week and plans to expand the award ceremony by adding a festival next year. |
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Cuong Vu Aislyn Greene spricht mit dem vietnamesischen Trompeter Cuong Vu (North West Asian Weekly). Er erklärt, dass sein Trompetenspiel durchaus auch von verzerrten Klängen elektrischer Gitarren beeinflusst sei. Er spricht über seine Jugend in Vietnam, über seine musikalische Entwicklung in Amerika, wohin seine Familie 1975 geflohen war, und über seinen multikulturellen Background, der so tief sei, "dass er manchmal selbst nicht mehr weiß, wo seine Musik eigentlich stammt". Er habe 13 Jahre lang in New York gelebt, sei dann zurück nach Seattle gezogen, wo er bald Mitglied der Musikfakultät an der University of Washington wurde. Greene besucht seinen Unterricht und bezeugt, wie er seine Studenten ermutigt, alle möglichen musikalischen Einflüsse zu verwenden, die sie brauchen können, um ihren eigenen musikalischen Weg zu finden.
Aislyn Greene talks to the Vietnamese trumpeter Cuong Vu (North West Asian Weekly). He explains that his trumpet playing is influenced by the distorted sounds that can be generated on an electric guitar. He talks about his youth in Vietnam, about musical struggles in America where his family moved in 1975 and about the fact that his multicultural background "has merged so deeply that he can no longer determine from where his music stems". He had lived in New York for 13 years but then moved back to Seattle where he joined the faculty of the University of Washington. Greene visits one of his classes there and sees how he tries to encourage the students to use all sorts of musical influences to find their own musical way.
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SFJazz Die gemeinnützige SFJazz, eine Kunstinitiative in San Francisco, baut sich eine ständige Spielstätte, wie Jesse Hamlin (San Francisco Chronicle), Ben Ratliff (New York Times, 1), Kim Nalley (San Francisco Chronicle) und Anna Bloom (New York Times, 2) berichten. Die Hälfte der 60 Millionen Dollar, die der Bau kostet, wurden bereits aufgebracht, darunter 20 Millionen Dollar von einem anonymen Spender. Das Gebäude wird sich zwischen der Fell und Franklin Street befinden; sein Architekt ist Mark Cavagnero, der für seine energiesparenden Konstruktionen bekannt ist. Der im Auditorium steil ansteigende Konzertsaal fasst 700 Besucher und wird voraussichtlich im Jahr 2012 eröffnet werden. Er muss eine Vielzahl unterschiedlicher Musik beherbergen können, kleine akustische Ensembles genauso wie eine Rockband oder ein Sinfonieorchester. Das neue Zentrum plant etwa 150 Konzerte pro Jahr, dazu Vorträge und ein digitales Music Lab. Es wird außerdem die Basis der SFJazz Collective sein und SFJazz neben Jazz at Lincoln Center zur einzigen Jazzorganisation im Land machen, das einen eigenen Spielort besitzt. Howard Reich beklagt derweil: "SF und NYC institutionalisieren den Jazz - und wo bleibt Chicago?" (Chicago Tribune).
The nonprofit arts organization SFJazz will build itself a permanent home in San Francisco, as Jesse Hamlin (San Francisco Chronicle), Ben Ratliff (New York Times, 1) and Anna Bloom (New York Times, 2) report. Half of the $60 million have already been raised, including $20 million from an anonymous donor. The building will be located at Fell and Franklin Street; the architect will be Mark Cavagnero who is known for his energy-saving constructions. The steeply raked concert space, seating 700, which is expected to open in 2012, will have to accommodate a variety of music, from a small acoustic ensemble to a rock band or a symphony orchestra. The new center plans 150 concerts a year plus educational lectures and a digital music lab. It will be the home base for the SFJazz Collective and will make SFJazz the only jazz organization in the country apart from New York's Jazz at Lincoln Center to actually have a permanent home. Howard Reich meanwhile is complaining: "SF and NYC institutionalize jazz - Where's Chicago?" (Chicago Tribune).
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Jazz Echo Deutschlands Grammy heißt Echo, und er kommt neben der normalen (Pop)-Kategorie auch in speziellen Kategorien wie Klassik und Jazz, die alle in eigenen Galashows vergeben werden. Jazzmusiker hatten auch zuvor schon Echos erhalten, aber 2010 gibt es zum ersten Mal eine eigene Echo Jazz-Show, bei der die Preise morgen, am 5. Mai, in der Jahrhunderthalle in Bochum vergeben werden. Als Moderator fungiert der Trompeter Till Brönner und Live-Musik erklingt unter anderem von Dee Dee Bridgewater, Curtis Stigers, Nils Landgren, Silje Nergaard, Vijay Iyer und den deutschen Musikern Klaus Doldinger und Götz Alsmann sowie von den "Echo Jazz Allstars", zu denen die Sängerin Céline Rudolph, der Trompeter Frederik Köster, die Saxophonistin Angelika Niescier, der Pianist Michael Wollny, der Bassist Henning Sieverts und der Schlagzeuger Wolfgang Haffner gehören. Die Preise werden von populären Stars überreicht wie etwa dem Schauspieler Uwe Ochsenknecht, dem Komiker Piet Klocke, der Rocksängerin Helen Schneider und dem Hip-Hop-Sänger Sido. Die Show wird aufgezeichnet und im Fernsehen wie im Radio ausgestrahlt. Echo-Chef Dieter Gorny meint, der Jazz habe in den letzten Jahren so viel an Selbstbewusstsein zugelegt (sie habe sich "im positiven Sinne selbständig gemacht") und daneben eine neue populäre Anziehungskraft gezeigt, dass dies eine eigene Preisverleihung-Show allemal rechtfertige (Welt Online). Wenn man nun Künstler einem Fernsehpublikum präsentiere, die massenkompatibler seien, könne dies auch helfen, Jazz-Projekten zu größerem Ansehen zu verhelfen, die "eher avantgardistisch und schräg sind". Josef Engels fragt Gorny, wie er denn dem Vorurteil begegne, dass Jazz und eine Glamour-Gala in Deutschland nicht zusammenpassten. Gorny entgegnet, dies sei vielleicht gerade die Herausforderung. Musik sei für ihn Kommunikation und müsse nun mal ihr Publikum erreichen. Er findet, dass die Diskurse in der (deutschen) Jazz-Szene momentan viel interessanter seien als jene in der Pop-Szene. Gorny, der in vielen nationalen Verbänden aktiv ist, die populäre Musik vertreten und fördern, spricht des weiteren über seine eigene Liebe zum Jazz und darüber, dass er in seiner Jugend Free Jazz gespielt habe. Auf seinem iPod befände sich zu etwa 10 Prozent Jazz, und in der letzten Zeit höre er wieder intensiv Charles Mingus, John Coltrane und Miles Davis. Berichte nach der Show finden sich in der Frankfurter Rundschau, Der Westen. Germany's Grammy is called Echo, and it comes in its normal (pop) category as well as in a special classical and jazz category all of which are awarded in different shows. Jazz artists had been awarded Echos before, but 2010 for the first time sees a specific Echo Jazz show, staged at the Jahrhunderthalle in Bochum tomorrow, May 5th, moderated by the trumpeter Till Brönner and featuring live music acts by Dee Dee Bridgewater, Curtis Stigers, Nils Landgren, Silje Nergaard, Vijay Iyer and the German musicians Klaus Doldinger, Götz Alsmann as well as a joined performance by the "Echo Jazz Allstars", among them the singer Céline Rudolph, the trumpeter Frederik Köster, the saxophonist Angelika Niescier, the pianist Michael Wollny, the bassist Henning Sieverts and the drummer Wolfgang Haffner. The awards will be presented by popular stars such as the actor Uwe Ochsenknecht, the comedian Piet Klocke, the rock singer Helen Schneider and the hip-hop singer Sido. It will be recorded and aired both on TV and radio. The Echo's boss Dieter Gorny argues that jazz in recent years has shown so much new self confidence as well as popular appeal that it deserves its own award show (Welt Online). To bring some of the tamer acts with popular appeal in front of a big TV audience might also help jazz projects that are more on the avant-garde side of the music. Josef Engels asks Gorny whether it might be a conflict to present jazz in a glamour gala context in Germany where the two are said to not go together. Gorny replies that this may just be the challenge, that music is communication and needs to reach its audience. He sees the discourses happening on the (German) jazz scene as more interesting than much which is happening on the pop scene. Gorny who is active in many national associations supporting and funding popular music talks about his own love for jazz and how he played free jazz in his youth. About 10 per cent of his iPod's content is jazz, and recently he re-listened again to Charles Mingus, John Coltrane and Miles Davis. Reports after the show can be found in the Frankfurter Rundschau, Der Westen. |
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Oberlin College Im Oberlin College in Ohio wurde am Samstag das neue Bertram and Judith Kohl Building eingeweiht, eine 24 Millionen Dollar teure Erweiterung der dortigen Musikhochschule, wie Mark Gillispie berichtet (The Plain Dealer, Cleveland). Das neue Gebäude beherberge Oberlins Jazzstudiengang und besäße zahlreiche Übungsräume sowie ein State-of-the-Art-Tonstudio. Die Eröffnung wurde mit einem Konzert von Stevie Wonder und einer Performance von Bill Cosby gefeiert, wie John Patrick Gatta (Morning Journal) und Kevin Freeman (Baltimore Sun) zu berichten wissen. Oberlin College opened its new Bertram and Judith Kohl building on Saturday, a $24 million dollar extension to Oberlin's Conservatory of Music, as Mark Gillispie notes (The Plain Dealer, Cleveland). The new building is home to Oberlin's jazz studies program and provides plenty of practice rooms as well as a state-of-the-art recording studio. The opening was celebrated with a concert by Stevie Wonder and a performance by Bill Cosby, as John Patrick Gatta (Morning Journal) and Kevin Freeman (Baltimore Sun) report. |
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Bobby McFerrin Francis Marmande spricht mit Bobby McFerrin vor seinem Pariser Konzert (Le Monde). Er sieht sich selbst nicht so sehr als Sänger, sagt McFerrin, sondern eher als "vocal improviser". Jazz sei die Grundlage dessen, was er mache, aber ihm gefalle jede Art von Musik. Wie er sich auf ein Konzert vorbereite? Er bereite seine Stimme vor und seinen Körper. Vielleicht sein Repertoire. Er betrete die Bühne. Er öffne seinen Mund. Voilà!
Francis Marmande talks to Bobby McFerrin prior to his Parisian concert (Le Monde). He doesn't see himself as much as a singer, says McFerrin, than as a vocal improviser. Jazz it at the base, but he likes all kinds of music. How he prepares for a concert? He prepares his voice, his body. Perhaps his repertoire. He enters the stage. He opens his mouth. Voilà!
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