In der Sammlung des Jazzinstituts finden sich auch einige kuriose Gegenstände...
The collection of the Jazzinstitut also contains some more curious stuff...
"Jazz. Das moderne Gesellschaftsspiel" / "Jazz. The modern parlour game"
Ein Geschenk der besonderen Art erhielten wir Weihnachten 2002 von Bettina und Reiner Schimkat (Darmstadt). Sie hatten bei der Haushaltsauflösung einer verstorbenen Verwandten ein Gesellschaftsspiel gefunden, in dem die Wortmarke "Jazz" schon recht früh als Markenzeichen verwandt wurde. "Jazz. Das moderne Gesellschaftsspiel" ist ein dem "Mensch ärgere dich nicht" ähnliches Brettspiel, bei dem die Wege für die einzelnen Figuren allerdings reichlich wirr und verschlungen scheinen. Das Spielbrett hat zwei Seiten, eine für das Spiel zu zwei, die andere für das Spiel zu viert. Das Spiel scheint aus den späten 1940er, evetuell den frühen 1950er Jahren zu stammen. Wer immer mehr über Herkunft, Datierung oder sonstiges zu diesem Spiel weiß -- wir sind für Hinweise dankbar. Hier die Spielregeln, wie sie auf dem Deckel abgedruckt sind (dort übrigens in deutscher und englischer Sprache):
An diesem sehr beliebten und äußerst spannenden Gesellschaftsspiel "Jazz" (ges. gesch.) können sich 2 oder 4 Personen beteiligen.
Zum Spiel mit 2 Personen gehören 7 gleich 14 Figuren in zwei Farben, zu dem mit 4 Personen gehören 5 gleich 20 Figuren in vier Farben.
Der Grundgedanke des Spiels ist folgender: Jeder Spieler muß seine Figuren in die ihm gegenüberliegenden schwarzen Kreise seines Gegners ziehen, wem dies zuerst gelingt, ist Sieger. Je mehr der Spieler durch kluge Kombinationen seinen Gegner zwingt, auf Umwegen seine Figuren zum Ziel zu führen, je spannender und interessanter ist der Kampf.
Spielregel: Das Spielfeld besteht aus schwarzen Kreisen (Setzkreise) und bunten Kreisen (Spielkreise). Die Kreise sind mittels Linien untereinander verbunden. Einen Zug nennt man das Rücken einer Figure von einem Kreis nach dem anderen auf der Verbindungslinie. Der Spieler setzt nun seine Figuren auf die ihm zunächstliegenden schwarzen Kreise. Das Los estimmt, wer den ersten Zug macht. Es darf vor- und zurückgezogen werden nach allen Richtungen. Das Einschließen des Gegners ist verboten, es muß ihm immer die Möglichkeit eines Zuges gegeben sein.
We received a nice present for christmas 2002 from Bettina and Reiner Schimat (Darmstadt). While browsing through the assets of a recently deceased relative, they found a parlor game which already used the word "jazz" as its name. The game "Jazz. The modern parlour game" is similar to the highly popular "Mensch ärgere dich nicht" board game. The gameboard has two sides, one for the game with two persons, the other for the game with four persons. The game seems to have been sold in the late 1940s or early 1950s, but we do not have any further information on it. If anyone knows more, please contact us. Here are the rules as printed on the inside of the game box (in German and English, by the way):
Either 2 or 4 persons can play this well-liked and captivating parour game.
When it is played by 2 persons, each one must have 7 figures, that means 14 in 2 colours; when played by 4 players, each one must have 5 figures, that means 20 in 4 colours.
The aim of this game is as follows: each player must push his figures in the black circles of his opponent. Who does this first is the winner.
The more the player, through clever combinations forces his opponent to make a detour with his figures in order to bring them to the goal, the more exciting and interesting is the game.
Rules: The playground consists of black circles (place circles) and coloured circles (play circles) the circles are connected by lines. A move means advancing a figure from one circle to another on the connecting line.
The player now places his figures on the black circles nearest to him.
The toss decides who begins. One may push backwards and forwards in all directions. Shutting in the opponent is forbidden; he must always have the possibility of making a move.