Ausstellungen

Deutscher Jazz / German Jazz

Die Fotodokumentation zum deutschen Jazz ist endlich auch im Jazzinstitut zu sehen.
Ab 1. April in der Galerie des Jazzinstituts Darmstadt

Der Jazz kam in den 20er Jahren nach Deutschland, war im Dritten Reich verboten, stand nach dem Krieg für Demokratie und Freiheit, emanzipierte sich in den 60er Jahren von seinen amerikanischen Vorbildern, ist heute eine aus dem Musikleben der Bundesrepublik nicht mehr wegzudenkende Musik.

Die umfassende Fotodokumentation „Deutscher Jazz / German Jazz“, die ab ersten  April in der Galerie des Jazzinstituts Darmstadt zu sehen ist, spürt dafür auf insgesamt 30 großformatigen Tafeln der Entwicklung und der Stimmung der deutschen Jazzszene nach. Erzählt wird die Geschichte dieser Musik bis in unsere Zeit, mit ihren Clubs und Festivals, Plattenlabels oder der Rolle des Rundfunks und stellt prägende Persönlichkeiten und stilistische Tendenzen vor.

Vor ein paar Jahren für das Goetheinstitut entwickelt, tourte die Ausstellungsdokumentation zum deutschen Jazz einige Jahre durch Welt. Jetzt ist sie erstmals auch an ihrem Entstehungsort dem Jazzinstitut Darmstadt zu sehen.

Jazz hat sich im Kulturleben Deutschlands einen festen und wichtigen Platz erobert. Musiker wie Albert Mangelsdorff, Peter Brötzmann oder Till Brönner sind international bekannt. Die Rundfunk-Bigbands des NDR, WDR oder HR geben einem ganzen Genre, dem modernen Bigbandjazz, wichtige Impulse. Plattenlabels wie Enja, ECM oder ACT haben mit ihrem musikalischen Programm Weltruf erlangt – sie stellen ihrem internationalen Publikum neben amerikanischen Künstlern immer auch spannende Projekte aus Deutschland vor. „Deutscher Jazz / German Jazz“ erzählt, wie es dazu kam, dass die Jazzszene in Deutschland heute eine der lebendigsten Europas ist. Die Ausstellung erzählt von Einzelleistungen und Regionalszenen, von Strukturen in West und Ost, vom Wandel einer Musik, die über die Jahre ein Selbstbewusstsein entwickelt hat, das sich in den Musikern, ihrer Musik und dem Publikum widerspiegelt.

Fast 50 Hörbeispiele, passend zu den jeweiligen Tafeln, begleiten diese Ausstellung als stimmungsvolle Kulisse und verdeutlichen immer wieder, worum es eigentlich geht: die Musik. Ebenfalls ist eine Ausstellungsbroschüre im Jazzinstitut erhältlich.

Zu sehen während der Öffnungszeiten des Jazzinstituts: Mo, Di, Do 10-17 Uhr, Frei 10-14 Uhr

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Sehenswert

Free Music Production (FMP):
The Living Music
im Haus der Kunst in München
10.03.2017 – 20.08.2017
Die Ausstellung mit Konzertreihe zum 1968 gegründeten Berliner Avantgarde-Plattenlabel FMP

Das Jazzinstitut Darmstadt beherbergt seit fast 20 Jahren eine große Sammlung des innovativen und experimentierfreudigen deutschen Musikerkollektivs Free Music Production [FMP]. Neben dem Gründer Jost Gebers und der Fotografin Dagmar Gebers ist das Jazzinstitut eine der Hauptleihgeber für die fundierte und beeindruckende derzeitige Ausstellung im Haus der Kunst in München.

Fast fünfzig Jahre nachseiner Gründung lohnt es sich, die Werke einzigartigen Musikerlabels sowie ihre bahnbrechenden Leistungen auf dem Gebiet der zeitgenössischen Musik erneut zu beleuchten. Wie die Ausstellung in München zeigt: „Mit über 500 veröffentlichten Aufnahmen, zahllosen Konzerten, über 100 Festivals und einem umfangreichen Archiv aus Filmen, Fotos,

Plakaten sowie anderen grafischen Arbeiten steht FMP in einzigartiger Weise für stetige künstlerische Radikalität, die überkommene Normen kollektiver Praxis infrage stellt. Kuratiert von Markus Müller „Free Music Production (FMP): The Living Music“ ist eine Kooperation mit dem Goethe-Institut. (Quelle: Pressetext Ausstellung München)“

http://www.hausderkunst.de/ausstellungen/detail/free-music-production

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Beendete Austellung  in der Galerie des Jazzinstituts
18. November 2016 – 31.1.2017
Hinter den Kulissen –
Jazzfotografie von Ulla C. Binder

jazzkantine_2012Seit einigen Jahren präsentiert das Jazzinstitut in regelmäßigen Abständen Kunst in der institutseigenen Galerie im dritten Stock. Es handelt sich dabei immer um visuelle künstlerische Werke, die etwas mit Jazz im weiteren Sinne zu tun haben. So werden Fotografien, Bilder oder andere Kunstwerke gezeigt, die sich mit Jazzermusikerinnen und -musikern oder dem Sujet Jazz allgemein beschäftigen, aber auch abstrakte Gemälde, die von Jazzmusik inspiriert wurden. Besonders spannend wird es, wenn Musiker und Künstler sich in einer Person vereinigen. Das Jazzinstitut Darmstadt konnte schon zahlreiche dieser „Doppelbegabungen“ für die Galerie und anschließend für den Konzertraum gewinnen.

Neben unseren Galerie-Ausstellungen bieten wir diverse Wanderausstellungen zur Ausleihe an.