Archiv der Kategorie: Jazz in Darmstadt

Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung

Ekkehard Jost (Hg.): Darmstädter Jazzforum 89. Beiträge zur Jazzforschung

Hofheim 1990 (Wolke Verlag), 237 Seiten, ISBN 3-923997-40-X, 19 €

1989_darmstaedter-jazzforumBeim 1. Darmstädter Jazzforum trafen sich im Dezember 1989 Jazzforscher aus ganz Deutschland zu einem informellen, inhaltlich noch bunt-gemischten Symposium.

Die Beiträge:

  • Bert Noglik: Improvisierte Musik in der Folge des Free Jazz
  • Jürg Solothurnmann: Die aktuelle Situation des Jazz und der improvisierten Musik
  • Hans Kumpf: Sowjetischer Jazz
  • Klaus Scheuer: Zur Improvisationsweise Bix Beiderbeckes
  • Wolfram Knauer: Die Entwicklung des Jazz zwischen Bebop und Free Jazz
  • Ekkehard Jost: Cecil Taylor – Solo
  • Günter Sommer: Die Jazzszene in der DDR
  • Dieter Glawischnig: Eine Gemeinschaftsproduktion mit Ernst Jandl
  • Bernd Konrad: Probleme der Jazzpädagogik
  • Ludolf Kuchenbuch: “Notation” im Amateurjazz der 60er und 70er Jahre
  • Wolfgang Schickhaus: Das Phänomen Swing
  • Peter Niklas Wilson: Syntax und Ästhetik der Musik Ornette Colemans
  • Herbert Hellhund: Einige Strukturprinzipien improvisierter Avantgardemusik

Wolfram Knauer (Hg.): Jazz und Komposition. Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung, Bd. 2

Hofheim 1992 (Wolke Verlag), 225 Seiten, ISBN 3-923997-41-8, 19 €

1991_jazz-und-kompositionBeim 2. Darmstädter Jazzforum ging es um unterschiedlichste Konzepte jazzmusikalischen Komponierens.

Die Beiträge:

  • J. Bradford Robinson: “Jazz”-Rezeption in der Weimarer Periode
  • Hans Ulrich Engelmann: Hans Ulrich Engelmann und der Jazz
  • Lutz Neitzert: Über das problematische Verhältnis der bürgerlichen Musikkultur zu improvisierter Musik
  • Gerhard Putschögl: John Coltrane. Strukturelle Organisation als orale Komposition
  • Wolfram Knauer: Charles Mingus. Jazzkomposition nach Ellington
  • Peter Niklas Wilson: Musikalische Systemphilosophie nach ihrem Ende. Anthony Braxtons musikalische Metaphysik
  • Ekkehard Jost: Typen jazzmusikalischer Komposition
  • Ran Blake: Third Stream – Vorrang des Ohrs
  • Hermann Keller: Komplexe Vorgänge – einfache Grundlagen. Was vom kompositorischen Handwerk in meine Improvisationen eingeht
  • Ulrich Kurth: Zur Rolle der Streichinstrumente. Kompositionen von Tony Oxley, Peter Herborn und Mark Dresser
  • Bert Noglik: Komposition und Improvisation. Anmerkungen zu einem spannungsreichen Verhältnis

Wolfram Knauer (Hg.): Jazz in Europa. Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung, Bd. 3

Hofheim 1994 (Wolke Verlag), 261 Seiten, ISBN 3-923997-42-6, 19 €

1993_jazz-in-europaDas 3. Darmstädter Jazzforum versuchte eine Rundreise mit allgemeinen genauso wie mit ganz speziellen Beiträgen zum europäischen Jazz.

Die Beiträge:

  • Marko Paysan: Transatlantic Rhythm. Jazzkontakte zwischen Deutschland und den USA vor 1945
  • Erik Wiedemann: Jazz in Dänemark 1933 bis 1945
  • Kees Wouters: Von den Wandervögeln zum Wanderers Hotclub
  • Theo Mäusli: Jazz und Geistige Landesverteidigun. Zur Rezeption des Jazz in der Schweiz der Jahre 1933 bis 1945
  • Walter Ojakäär: Jazz in Estland. Hoffnungen und Wirklichkeit
  • Virgil Mihaiu: Entwicklung und Probleme des Jazz in Rumänien 1965 bis 1993
  • Lubomir Doruzka: Jazz in der Tschechoslowakei 1945 bis 1993
  • Bert Noglik: Osteuropäischer Jazz im Umbruch der Verhältnisse. Vom Wandel der Sinne im Prozeß gesellschaftlicher Veränderungen
  • Misha Mengelberg: Misha Mengelberg spricht über seine Musik
  • Wolfram Knauer: “Musicianer”, oder: Der Jazzmusiker als Musikant. Anmerkungen zum Verhältnis von Jazz und Folklore
  • Jürg Solothurnmann: Die Alpine Jazz Herd. Zeitgenössischer Jazz und natonale Folklore, paßt das zusammen?
  • Erik Kjellberg: “Old Folklore in Swedish Modern”. Zum Thema Volksmusik und Jazz in Schweden
  • Ekkehard Jost: Über das Europäische im europäischen Jazz

Wolfram Knauer (Hg.): Jazz in Deutschland. Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung, Bd. 4

Hofheim 1996 (Wolke Verlag), 287 Seiten, ISBN 3-923997-70-1, 19 €

1995_jazz-in-deutschlandBeim 4. Darmstädter Jazzforum wurde der deutsche Jazz thematisiert: von den 30er Jahren bis in die Gegenwart.

Die Beiträge:

  • Horst Bergmeier & Rainer Lotz: Charlie and his Orchestra. Ein obskures Kapitel der deutschen Jazzgeschichte
  • Guido Fackler: Jazz im KZ. Ein Forschungsbericht
  • Bernd Hoffmann: Die “Mitteilungen”. Anmerkungen zu einer “verbotenen Fanpostille”; Die “Mitteilungen (Reproduktion)
  • Wolfram Knauer: Emanzipation wovon? Zum Verhältnis des amerikanischen und des deutschen Jazz in den 50er und 60er Jahren
  • Musikergespräch mit Michael Naura: Es war ein lustiges Völkchen
  • Komponistengespräch mit Klaus König: Reviews (A Revue for Frank Zappa)
  • Bert Noglik: Hürdenlauf zum freien Spiel. Ein Rückblick auf den Jazz der DDR
  • Ernst Ludwig Pettrowsky & Uschi Brüning: Gednaken eines Menschen aus Güstrow, der zwischen Nazi-Märschen, Stalin-Panzern und FDJ-Liedern der Faszination des Jazz erlag
  • Ulrich Kurth: “Kurze Geschichten”. Die 90er Jahre
  • Joachim Ernst Berendt: Wandel und Widerstand

Wolfram Knauer (Hg.): Jazz und Sprache, Sprache und Jazz. Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung, Bd. 5

Hofheim 1998 (Wolke Verlag), 189 Seiten, ISBN 3-923997-79-5, 19 €

1997_jazz-und-spracheBeim 5. Darmstädter Jazzforum im Oktober 1997 ging es um den Einfluß des Jazz auf die Literatur, um den Einfluß von Literatur und Literaturästhetik auf das Verständnis des Jazz, um Lyrik-und-Jazz-Projekte in den USA wie in Europa, um die Umsetzung sprachlich-literarischer Vorlagen im kleinen wie im großen Umfang, um die Sprachlichkeit oder Sprachähnlichkeit von Jazznimprovisation, um Bezüge zwischen dem Sprechen über Musik (also: Jazzkritik) und der Musik selbst.

Die Beiträge:

  • Wolfram Knauer: Jazz – Sprache – Lyrik – Kritik. Einige grundsätzliche Anmerkungen
  • Stephan Richter: Magic Books and a Jam Session. Das Spannungsfeld von Literatur, Literaturtheorie und Jazz
  • Heinz Steinert: “… und in dem allen ist der Gestus von Musik der Stimme entlehnt, die redet.” Über das komplexe Arbeitsbündnis des Genres “Jazz und Lyrik”
  • Ernst Jandl & Dieter Glawischnig: ….. ‘texte und Jazz’ …..
  • Mike Westbrook: The Westbrook Song Book
  • Ekkehard Jost: Zum Sprachcharakter von Musik im allgemeinen und Jazz im speziellen
  • Hans Ulrich Engelmann: Zur szenischen Kantate “Die Mauer”
  • Wolfram Knauer: From Ellington to Malcolm X. Vom Umgang mit Texten/Libretti im Jazz
  • George Gruntz: Jazz – Was für ein Theater?
  • Christian Broecking: Viel Lärm um große Worte. Auch fiese Sätze können swingen. Wynton Marsalis und die Verbalisierung des Jazz in den 90er Jahren

Wolfram Knauer (Hg.): Duke Ellington und die Folgen. Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung, Bd. 6

Hofheim 2000 (Wolke Verlag), 276 Seiten, ISBN 3-923997-91-4, 19 €

1999_duke-ellingtonDas 6. Darmstädter Jazzforum widmete sich erstmals einem einzelnen Musiker. Aus Anlaß seines 100. Geburtstages beschäftigten sich die referate und Konzerte im September/Oktober 1999 mit der Musik des Pianisten, Komponisten ujnd Bandleaders Edward Kennedy “Duke” Ellington. Ellington ist eine der wenigen stilübergreifenden Persönlichkeiten der Jazzgeschichte, wa auf Musiker der 20er und 30er Jahre genauso einflußreich wie auf solche der 60er bis 90er Jahre. Die referate des Darmstädter Jazzforums untersuchen ganz unterschiedliche Aspekte in Ellingtons Schaffen. Es geht um seine Rolle als Komponist, Arrangeur und Pianist, um seinen Einfluß auf die band-eigenen sowie viele nachfolgende Musiker, um seine Ästhetik und um die Rezeption seiner Konzerte in Deutschland. Die Vielfalt der Ansätze ztwischen musikalischer Analyse und musikästhetischer Betrachtung läßt bekannte wie weniger bekannte Seiten seines Schaffens in neuem Licht erscheinen.

Die Beiträge:

  • Wolfram Knauer: “Each Man Prays In His Own Language…” Duke Ellington und seine Welt
  • Wolfram Knauer: “Reminiscing in Tempo”. Tradition und musikästhetische Ideale in Ellingtons kompositorischem OEuvre
  • Bernd Hoffmann: “Zugunsten der deutschen Jugend”. Zur Rezeption afro-amerikanischer Musik in der Nachkriegszeit
  • Peter Niklas Wilson: “Money Jungle”. Fäden eines Beziehungsnetzes
  • Ekkehard Jost: “Open Letter to Duke”. Was Charles Mingus an Duke Ellington schrieb
  • Franz Krieger: “Piano in the Foreground?”. Zum Klavierstil Duke Ellingtons
  • Günter Lenz: “Die kulturelle Dynamik der afroamerikanischen Musik”. Duke Ellingtons Kulturbegriff und seine Bedeutung in der afro-amerikanischen Literatur
  • Bill Dobbins: “Mood Indigo”. Die harmonische Sprache Duke Ellingtons
  • Walter van de Leur: “Scores of Scores”. Einige Anmerkungen zu Manuscripten der Billy-Strayhorn- und Duke-Ellington-Sammlungen in den USA

Martin Pfleiderer: “Far East of the Blues”. Ellington und Weltmusik


Wolfram Knauer (Hg.): Jazz und Gesellschaft. Sozialgeschichtliche Aspekte des Jazz. Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung, Bd. 7

Hofheim 2002 (Wolke Verlag), 304 Seiten, ISBN 3-936000-01-8, 19 €

2003_jazz-und-gesellschaftDer Jazz war immer eine gesellschaftlich relevante Musik. Er hat das 20. Jahrhundert begleitet wie keine andere Musikrichtung, stand für kulturelle Entwicklungen, die auch auf anderen Gebieten von Bedeutung waren: den Wandel vom Euro- zum Amerikazentrismus, die Einführung neuer Medien zur massenkulturellen Verwertung, den Vorrang von Interpretation vor Komposition und individuellem Sound vor klassischem Klangideal. Um die unterschiedlichsten Aspekte der gegenseitigen Einflüsse von Jazzmusik und Gesellschaft, um die Lebensumstände der Musiker in den USA wie in Europa, um musikästhetische Fragen, um den Themenkreis Jazz und Kritik, um eine kritische Bestandsaufnahme soziologischer Forschungen zum Jazz und dergleichen mehr ging es beim 7. Darmstädter Jazzforum, dessen Referate in diesem Band zusammengefasst sind. Das 7. Darmstädter Jazzforum fand gerade mal zwei Wochen nach dem 11. September 2001 statt. Seine Beiträge über die soziale Relevanz von Kunst erhalten dadurch besondere Aktualität.

Die Beiträge:

  • Ralf-Peter Fuchs: Neue Menschen und Kultur der Moderne. Der Jazz und sein Publikum in der deutschen Nachkriegspresse 1945 – 1953
  • Christian Broecking: Adorno versus Berendt revisited. Was bleibt von der Kontroverse im Merkur 1953?
  • Tobias Richtsteig: Jazz und Zahlen. www.jazzpublikum.de – Sozialpsychologische Basisdaten im Zeitvergleich. Ein Forschungsbericht
  • Wolfram Knauer: “Wegweiser Jazz“. Anmerkungen zum Zustand der deutschen Jazzszene
  • Heinz Steinert: Musik und Lebensweise. Warum und wie sich Jazz-Musik eignet, eine soziale Position zu markieren
  • Wolfgang Sandner: Verbaler Impressionismus, wohlmeinende Apologie. Probleme der Jazzkritik
  • Ursel Schlicht: Individuelle Musik auf Jazzbasis. Arbeitsbedingungen und Ausdrucksformen von Musikerinnen in Hamburg und New York
  • Lewis A. Erenberg: Swing Left. Linke Politik und Bigband-Jazz in der Zeit des New-Deal
  • Ingrid Monson: Über Jazz, Geschichte und soziale Theorie. Theoretische Hintergründe der “Freedom Sounds“
  • George E. Lewis: “Gittin’ to know y’all“. Von improvisierter Musik, vom Treffen der Kulturen und von der “racial imagination“
  • Mike Heffley: Vom Anarchischen zum Archaischen. Zur Theorie der freienImprovisation
  • Peter Niklas Wilson: Von der sozialen Irrelevanz improvisierter Musik
  • Ekkehard Jost: Reflexionen über die Soziologie des Jazz

Wolfram Knauer (Hg.): improvisieren… Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung, Bd. 8

Hofheim 2004 (Wolke Verlag), 248 Seiten, ISBN 3-936000-02-6, 19,- €

2001_improvisieren… keine Definition des Jazz wird um diesen Eingangssatz herumkommen. Viele andere Momente spielen eine wichtige Rolle – swing, drive, Instrumentation, spezifische Soundcharakteristika – aber wo zu verschiedenen Zeiten all solche Parameter Schwankungen unterworfen, wechselbar waren, da bleibt die Improvisation sicheres Kontinuum in der Geschichte dieser Musik. Ein großartiger Musiker ist sicher auch, wer gut zu swingen vermag, an erster Stelle aber steht die Fähigkeit, in der Improvisation eine „gute Geschichte“ erzählen zu können. Die Improvisation wurde so sehr zum zentralen Merkmal des Jazz, dass die beiden fast synonym schienen: Wenn sich in den USA oder Europa ab den 1960er Jahren jemand als „improvising musician“, als „improvisierender Musiker“ bezeichnete, so erhielt er sicher in der Regel die Antwort, „Ach ja, Jazz!“ Solche Gleichsetzung zeigt nur, dass die Musikgeschichte offenbar vergesslich ist, denn auch die europäische Musik besaß ja über lange Zeit ihre ganz eigenen Improvisationstraditionen. Und in außereuropäischen Musikkulturen ist Improvisation bis heute selbstverständlich – und hier übrigens wiederum eine ganz andere Form von Improvisation als jene, die im Jazz entwickelt wurde.

Die Beiträge:

  • Wolfram Knauer: Noodlin’ and Doodlin’ and Playin’ Around…Zum sich wandelnden Selbstverständnis des Jazz als improvisierter Musik
  • Lawrence Gushee: Improvisation im frühen Jazz
  • Martin Pfleiderer: Improvisieren – ästhetische Mythen und psychologische Einsichten
  • Thomas Mießgang: Die Kunst des Spontanen. Kann ein Bild improvisiert werden? Über Free Jazz, automatische Saxophone, Jack the Dripper, Materialaktionen und letzte Lockerungen
  • Christopher Dell: Möglicherweise Improvisation
  • George E. Lewis: “Voyager“ … Improvisieren mit dem Computer
  • Ekkehard Jost: Notizen zur Improvisation
  • Joachim Kühn und Bert Noglik im Gespräch: Improvisation und musikalische Realität
  • Paul F. Steinhardt: between the lines. Die verwunderliche Verbindung von Geld und Musik
  • Michael Rüsenberg: Improvisation als Modell wirtschaftlichen Handelns. Eine Erkundung
  • Peter Niklas Wilson: Neue Paradigmen in der improvisierten Musik

Wolfram Knauer (Hg.): Jazz goes Pop goes Jazz. Der Jazz und sein gespaltenes Verhältnis zur Popularmusik. Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung, Bd. 9
Hofheim 2006 (Wolke Verlag), 284 Seiten, ISBN: 3-936000-03-4; 22 €

2005_jazz-goes-popDer Jazz saß zeitlebens zwischen den Stühlen der ästhetischen Schubladen: Für die einen war er die populäre Musik der 1930er Jahre und Grundlage für viele Musikstile in der späteren Popmusik, für die anderen eine dezidierte Kunstmusik, ein Gegenentwurf zu den kommerziellen Seiten der Popmusik. Mit diesem Spagat mussten Jazzmusiker immer leben, mit ihm mussten sie sich auseinandersetzen, ihn konnten sie allerdings durchaus auch für ihre Zwecke nutzen. Beim 9. Darmstädter Jazzforum werden die verschiedenen Seiten im Verhältnis von populärer Musik und Jazz beleuchtet. Dabei geht es um grundsätzliche Fragen (Was macht Musik populär?), um historische Einordnungen (Wo trennen sich Jazz und Popmusik und wie entwickelte sich ihr Verhältnis zueinander?), um wirtschaftliche Fragen (den Einfluss der Plattenfirmen), um aktuelle Tendenzen (das bewusste Spiel mit Popmusik in Aktivitäten jüngerer Musiker), um ästhetische Fragen (Jazz als Kunstmusik und der suspekte Charakter des kommerziellen Erfolgs) und vieles mehr. Neben Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich, Dänemark und Australien kommen auch Praktiker zu Wort wie der britische Komponist Colin Towns, der New Yorker Paul D. Miller alias DJ Spooky. Schließlich kommen in einer Diskussionsrunde Vertreter aus der Plattenproduktion, diverser Medien, Agenturen aber auch Musiker zusammen.

Die Beiträge:

  • Martin Pfleiderer: Was macht Musik populär? Überlegungen zur (Un-)Popularität im Jazz und anderswo
  • Andrew Hurley: Joachim Ernst Berendt – Jazz, U-Musik, Pop-Jazz und die Ambivalenz (1950-1970)
  • Fabian Holt: Not a Silent Way. Populäre Musik und Jazzmodernismus nach Elvis
  • Wolfram Knauer: Healing Force of the Universe? Warum der Free Jazz zahm wurde
  • Jürgen Schwab: New Standards – Die (gar nicht mal so) neue Lust am Covern im Jazz
  • Frithjof Strauß: Zwischen Mystizismus und Funktionalismus. Zur Popularität des Jazz aus Skandinavien
  • Doris Schröder: Bunte Musik. Die Jazzbilder Tony Munzlingers zwischen Karikatur, Popart und Gebrauchskunst
  • Roundtable zu Aspekten der Produktion und Vermarktung von Jazz mit Veit Bremme, Bodo Jacoby, Harald Justin, Reiner Michalke und Olaf Schönborn
  • Peter Kemper: Wer wär nicht gern ein Global Player? – Über die orthodoxe und paradoxe Annäherung von Jazz und Pop
  • Colin Towns: Musik für Herz, Kopf und Füße. Die unterschiedlichen musikalischen Seiten des Colin Towns
  • Wolfram Knauer: Die Wissenschaft vom Rhythmus. DJ Spooky, der Philosoph der Plattenleger, erklärt die DJ-Kunst
  • Andreas Felber: Alter Greis auf der Suche nach neuer Jugend? Anmerkungen zur neuen Offenheit zwischen Jazz und populärer Musik in den 90er- und 00er-Jahren
  • Diedrich Diederichsen: Jazz als Concept-Art

Wolfram Knauer (Hg.): Begegnungen. The World Meets Jazz. Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung, Bd. 10
Hofheim 2008 (Wolke Verlag), 320 Seiten, ISBN: 3-936000-04-7; 24 €

2007_begegnungen-the-worldDer Jazz ist eine Musik mit afro-amerikanischen Wurzeln, doch er blüht überall auf der Welt in allen möglichen (Klang)-Farben. Jazz ist eine produktive Kunst: Musiker in aller Welt, die sich ihm zuwandten, mussten seine Wurzeln als afro-amerikanische Musik genauso kennen und respektieren wie sie aufgefordert waren, ihre eigenen Traditionen mit einzubringen. Von diesen Prozessen zwischen Respekt und Eigenständigkeit handelt dieses Buch. Es geht dabei nicht so sehr um “Weltmusik“ an sich als vielmehr um die produktive Auseinandersetzung mit den Traditionen, und um die Tatsache, dass der Jazz mittlerweile jede Menge Impulse aus allen möglichen Ecken der Welt erhält, wo man ihn auch als eigene Musik begreift.

Dieser Band enthält die Referate des 10. Darmstädter Jazzforums, in denen unterschiedliche musikalische Annäherungen, Adaptionen oder Adoptionen näher beleuchtet werden. Oft handelt es sich dabei um Ideen, die zwar aus ethnischen Musikrichtungen stammen, aber mit der Spielhaltung des Jazz so hervorragend harmonieren, dass es schwer fällt, die musikalischen Ergebnisse noch unter gängigen Genrebegriffen abzulegen. Weder kann man dann nämlich wirklich von „Weltmusik“ sprechen, noch ist es Mainstream-Jazz im herkömmlichen Sinne. Es ist ein kreativer Austausch, der den Jazz verändert, egal ob einem das gefällt oder nicht.

Die Beiträge:

  • Andrew W. Hurley: But Did the World Meet Jazz? Ein Blick hinter Joachim Ernst Berendts Plattenreihe”Jazz Meets the World”
  • Martin Pfleiderer: The World Meets Jazz. Zur Ästhetik des Jazz im Zeitalter der Globalisierung
  • Maximilian Hendler: Jazz oder nicht Jazz? Rollenpolyphonie und ihr Vorkommen auch außerhalb des Jazz
  • Torsten Eßer: Jazz in Lateinamerika – Eine periphere Erscheinung?
  • Wolfram Knauer: Blowin’ Up a (European) Storm. Eine Annäherung an die Personalstile von Harry Beckett, Tomasz Stanko und Enrico Rava
  • Gerhard Putschögl: Flamenco Jazz
  • Timothy R. Mangin: Cosmopolitan Roots. Jazz im Senegal
  • Gerhard Kubik: Referentielle Elementarpulsationen. Bemerkungen zur konzeptuellen Welt unseres Jazz aus dem südlichen Afrika
  • Günther Huesmann: John Zorn und der japanische Traditionsbegriff
  • Ralf Dombrowski: Das Originale und das Originelle. Techniken kultureller Aneignung am Beispiel des Oriental Jazz
  • Gilad Atzmon: Jazz und Jihad. Ein (Bird-)Fundamentalist erklärt seine Sicht des Jazz
  • Karl Berger: Skizzen weltmusikalischer Erfahrungen
  • Harald Justin: Jazz und World Music im Fadenkreuz des Kulturkampfes

Wolfram Knauer (Hg.): Albert Mangelsdorff. Tension | Spannung. Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung, Bd. 11
Hofheim 2010 (Wolke Verlag), 320 Seiten, ISBN: 078-3-936000-05-4; 27,- €

2009_albert-mangelsdorffAlbert Mangelsdorff galt seit den 1950er Jahren als die überragende Persönlichkeit des deutschen Jazz. Er war ein Musiker, der stil- und genreübergreifend Anerkennung fand und an Projekten beteiligt war, die zwischen Tradition, Avantgarde und Rock/Pop wechselten. Man achtete ihn international als einen Künstler mit einem ausgewiesen eigenständigen Stil, als einen Virtuosen auf der Posaune, als einen bedeutenden Komponisten und als einen Wegbereiter des Jazz in Deutschland. Für die Autoren dieses Bandes ist Mangelsdorff Ideengeber für Beiträge, in denen es um Albert Mangelsdorff geht, um die Geschichte des Jazz in Deutschland, um Instrumentaltechnik, um Free Jazz, die Frankfurter Szene, um vokale Expressivität im Jazz, soziale Ordnung im Free-Jazz-Kontext, ein erwachendes politisches Bewusstsein bei Musikern der 1960er Jahre oder das neue ästhetische Selbstbewusstsein europäischer Jazzmusiker heute.

Der Band enthält die Referate des 11. Darmstädter Jazzforums vom Oktober 2009. Er beleuchtet Facetten im Schaffen des Posaunisten, schaut auf musikalische und ästhetische Parallelentwicklungen, aber auch auf jüngste Entwicklungen im deutschen Jazz. Der rote Faden ist dabei letztlich die musikalische Offenheit, die Albert Mangelsdorff vorgelebt hat.

Beiträge:

  • Wolfgang Sandner: Ein Prototyp und Sonderfall: Albert Mangelsdorff, Jazzmusiker in Deutschland
  • Rüdiger Ritter: Jazz-Musiker als „Gründungsväter“ für nationale Jazzszenen? Krzysztof Komeda und der polnische Jazz
  • René Grohnert: Bilder zur Musik. Jazzplakate (von Günther Kieser und Niklaus Troxler) zwischen Ankündigung und Erinnerung
  • Wolfram Knauer: Es sungen drei Engel. Zum Umgang von Jazzmusikern mit deutscher Musiktradition
  • Martin Pfleiderer: Singin’ the Blues. Vokale Expressivität im instrumentalen Jazz
  • Kai Stefan Lothwesen: Emanzipation, Jazz-Dissidenten und Paradigmenwechsel. Anmerkungen zur Diversität des europäischen Jazz
  • Harald Kisiedu: „European Freedom“. Zum Verhältnis von Musik und Politik bei Peter Brötzmann
  • William Bares: Play Your Own Thing „Our“ Thing: „Young German Jazz“ und die deutsche Jazzidentität
  • Silvana K. Figueroa-Dreher: Was kann die Soziologie vom Free Jazz lernen?
  • Harald Justin: Jenseits des Skandals. Albert Mangelsdorff: Autobiographisches Erzählen im Kontext (und mögliche Paradigmenwechsel im deutschen Jazz)
  • Michael Rieth: Goethe und der Blues, Kropotkin und die Krone, Albert und die Anarchie
  • Jürgen Schwab: „50 Jahre institutionalisierte Subkultur“. Das hr-Jazzensemble, eine Bestandsaufnahme
  • Michael Rüsenberg: „Ein musikalisches Zwiegespräch zwischen dem weltberühmten Posaunisten und dem unbekannten Wal“. Anmerkungen zu Albert Mangelsdorff

Wolfram Knauer (Hg.): JAZZ.SCHULE.MEDIEN. Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung, Band 12
Hofheim 2012 (Wolke Verlag), 256 Seiten, ISBN: 978-3-936000-92-4; 24,- €

2011_jazz-schule-medienAuch eine unmittelbare Musik wie der Jazz kommt nicht um Vermittlungsstrategien herum. Die Beiträge in diesem Buch beleuchten unterschiedliche Facetten einer solchen Jazzvermittlung. In einem ersten Block geht es darum, welchen Stellenwert Jazz im schulischen Unterricht besitzt, wie er in Lehrpläne eingebaut werden kann, welche pädagogischen Ansätze sich mit jazz-affinen Themen verbinden lassen, worauf die Musiklehrerausbildung achten muss, um Jazz und Popularmusik an Allgemeinbildenden Schulen gezielt einsetzen zu können. In einem zweiten Block wird aus unterschiedlichen Sichtweisen der Stellenwert diskutiert, den Jazz in den tagesaktuellen Medien besitzt, also in Tageszeitungen, Blogs etc. Schließlich kommen auch Jazzmusiker selbst zu Wort, die über Strategien berichten, ihr Publikum zu erreichen, in einer Zeit der kurzen Aufmerksamkeitsspanne Lust auf die Konzentration machen, die der Jazz verlangt, Neugier zu wecken auf das spontane Experiment der musikalischen Improvisation.

Die in diesem Band enthaltenen Beiträge entstanden aus Anlass des 12. Darmstädter Jazzforums im September 2011, das der theoretischen Diskussion über Jazzvermittlung auch einige praktische Workshops und Konzerte zur Seite stellte. Mit der Publikation wollen wir den Leser mit in den Diskurs darüber einbinden, wie der Jazz auch in Zukunft ein breites Publikum erreichen kann, ohne sich zu verbiegen, ohne seine kreative Freiheit dreinzugeben.

Beiträge:

  • Walter Turkenburg: Jazzpädagogik in Europa . Straße und Schule
  • Joe Viera: Jazzpädagogik. Zur Geschichte in Deutschland nach 1945. Aufgaben – Methoden – Zukunft
  • Siegried Busch: Jazz für Lehrer
  • Bert Gerhardt: Jazz in der Schule – nur was für die Elite?
  • Jürgen Terhag: Jazz als Basis der musikpädagogischen Arbeit mit Populärer Musik. Wege aus dem Ghetto
  • Günter B. Schmidt und Cordula Groß: Black Music als Teil der Schulsozialarbeit
  • Daphne Lipp und Sascha Wild: Jazz und improvisierte Musik in der Schule.! Eine Förderausschreibung der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main
  • Olaf Stötzler und Jochen Stolla: Vermittlung durch Begegnung. Jugendprojekte der hr-Bigband. Bedingungen und Chancen musikalischer Bildung durch eine Rundfunk-Bigband
  • Wolfram Knauer: jazzwissen.de. Online-Modul als Hilfe zur Vermittlung von Jazz im Schulunterricht
  • Michael Rüsenberg: “Amylgada: das Jazz-Zentrum im Gehirn”. Eine Exkursion zu den Neurowissenschaften
  • Elena Ungeheuer: Herausforderungen der Musikvermittlung heute
  • Bernd Hoffmann: Spieglein, Spieglein an der Wand. Präsentationen des Jazz in deutschsprachigen Medien
  • Hans-Jürgen Linke: Alltagsraunen. Über inhaltliche FRagen, Jazz in der Tagespresse, Feulleton-Betrieb und andere langsam veraltende Probleme
  • Reinhard Köchl: Jazzjournalismus heute: Ohne Anzeige keine Zeile?
  • Nils Wülker: Über dem Publikum muss die Sonne aufgehen
  • Roundtable Jazzjournalismus: Reporter, Kritiker, Vermittler
  • Arndt Weidler: PSSST! … und wenn das Jazzpublikum schuld daran ist, dass so wenig Publikum zu Jazzkonzerten kommt?!
  • Roundtable Musiker: Das Publikum: Amorphe Masse oder Energiespender?

Wolfram Knauer (ed./Hg.): Jazz Debates / Jazzdebatten, Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung Bd. 13
Wolke Verlag (Hofheim), 2014, English and German, 224 pp., Photos, Paperback, € 24,-, ISBN: 978-3-95593-013-4

2013_debattenDebates in jazz history are aesthetic marks which reflect discourses about the directions the music might take. In September 2013 experts from Europe and the USA met at the Darmstadt Jazzforum to discuss how such debates inform the perception of jazz to this day. The essays in this book focus on the effects of jazz debates on the aesthetic opinion. They examine historical as well as current debates within the German jazz scene. They discuss the gender debate in jazz, asking how an ideal of masculinity influences both the music and its reception as well as where in the jazz discourses one might find room for women and the LGBT community. Finally, they focus on the latest debate about the term “jazz” itself, touching questions about both historical and aesthetic ownership of music.

Debatten in der Jazzgeschichte sind ästhetische Wegmarken. Sie spiegeln Entscheidungsdiskurse wider darüber, wie es in der Musik weitergehen kann. Beim Darmstädter Jazzforum im September 2013 ergründeten Experten aus Europa und den USA, wie solche Debatten bis heute die Wahrnehmung des Jazz bestimmen. Die Beiträge dieses Buchs fragen etwa nach den Auswirkungen von Debatten auf das ästhetische Urteil. Sie beleuchten historische und aktuelle Jazzdebatten der deutschen Jazzszene. Sie diskutieren die Genderdebatte, fragen also, wie das Ideal von Maskulinität die Musik und ihre Rezeption prägt und wo in den Jazzdiskursen Raum etwa für Frauen oder die LGBT-Community ist. Und sie thematisieren die jüngste Debatte über den Begriff “Jazz” selbst und damit die Frage, wem der Jazz seiner historischen und ästhetischen Entwicklung nach “gehört”.

Beiträge:

  • Jürgen Arndt: Schlager, Jazz und Argumente: 1953 und 60 Jahre danach oder: Als der Jazz seine Stimme verlor
  • Siegfried Schmidt-Joos: Jazzpapst Revisited. Rückblick auf einen Konflikt
  • Martin Pfleiderer / Wolf-Georg Zaddach: Der gegenwärtige Jazzdiskurs in Deutschland. Versuch einer empirischen Rekonstruktion anhand von Jazzzeitschriften
  • John Gennari:  Remapping the Boundaries of Jazz: The Case of Jason Moran
  • Peter Elsdon: The Potential of the Jazz Record
  • Nichole Rustin-Paschal: Self Portrait: On Emotion and Experience As Useful Categories of Gender Analysis in Jazz History
  • John Gill: Miles in the Sky: Dismantling the glass closet in jazz
  • Tony Whyton: Crosscurrents: the cultural dynamics of jazz
  • Christian Broecking: Not Black enough? Debating jazz in the post-blackness time space
  • Wolfram Knauer “Jazz” or not “Jazz”. From Word to Non-Word and Back

Wolfram Knauer (ed./Hg.): Gender and Identity in Jazz, Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung Bd. 14
Wolke Verlag (Hofheim), 2016, English and German, 308 pp., Photos, Paperback, € 28,-, ISBN: 978-3-95593-014-1

2016knauerThe 14th Darmstadt Jazzforum held in October 2015 focused on different aspects of identity in jazz. The participants talked about the perception of female instrumentalists, about “male” or “female” sound, about homosexuality, about references to the body as well as about the denial of the erotic element in music, about Jutta Hipp, Ivy Benson, Clare Fischer, Sun Ra and others. The conference participants looked at jazz history, but they self-confidently also looked at the jazz scene of today. They discussed how common prejudices can be overcome and how to describe the gender discourse of the 21st century. It is perfectly clear that the view of jazz musicians and their art may be distorted if we reduce them to any parts of their identity, be it their gender, their sexual orientation, their ethnicity, or anything else. However, to ignore these facets, be it in jazz history or today”s jazz scene, is a proof of neglect as well. With this publication we hope to contribute to a discourse which is and remains important in our changing modern world.

Das 14. Darmstädter Jazzforum im Oktober 2015 befasste sich mit ganz unterschiedlichen Aspekten von Identität im Jazz. Es ging um die Wahrnehmung von Instrumentalistinnen, um “männlichen” oder “weiblichen” Sound, um Homosexualität, Körperlichkeit und die Verleugnung des erotischen Moments in der Musik, um Jutta Hipp, Ivy Benson, Clare Fischer, Sun Ra und andere. Die Teilnehmer der Konferenz reflektierten über Jazzgeschichte und schauten selbstbewusst auf die Gegenwart. Sie diskutierten Wege, wie sich Vorurteile überwinden lassen und wie man den Gender-Diskurs des 21sten Jahrhunderts im Jazz angemessen beschreiben kann. Dass der Blick auf den Jazz verfälscht wird, wenn man seine Protagonisten auf einzelne Teile ihrer vielfältigen Identität reduziert, ist klar. Diese jedoch in Jazzgeschichte und -gegenwart völlig außer Acht zu lassen, ist ein genauso großes Versäumnis. In diesem Buch wollen wir somit einen Diskurs fortführen, der auch in unserer bereits erheblich veränderten Welt wichtig bleibt.

Beiträge:

  • Wolfram Knauer: Clash of Identities
  • Mario Dunkel: Sexuality, Eroticism, and the Construction of the Jazz Tradition
  • Katherine Williams: “Alright for a Girl”, and Other Jazz Myths
  • Michael Kahr: Chromaticism and Identity in the Music of Clare Fischer
  • Yoko Suzuki: Gendering Musical Sound in Jazz Saxophone Performance
  • Ilona Haberkamp: Hipp Style or Adaption?
  • Martin Niederauer: Male Hegemony in Jazz – Trying to Understand One Important Element of Jazz’s Gender Relations
  • Joy Ellis and Adam Osmianski: Women and the Jazz Jam
  • Christopher Dennison: One-Armed Ball Players: The Language of Homophobia in Jazz
  • Jenna Bailey: “Play Like a Man and Look Like a Woman”, Exploring the Role of Gender in Ivy Benson’s All Girl Band
  • Ilka Siedenburg: Bigbandklassen: Ein Weg zur musikalischen Praxis jenseits von Geschlechterstereotypen?
  • Mane Stelzer: „Für uns war es fremde Musik“, Wie junge Instrumentalistinnen zum Jazz finden (oder auch nicht)
  • Nicole Johänntgen: SOFIA und mehr, Eine persönliche Annäherung an ein Frauen-Musikprojekt
  • Sherrie Tucker: A Conundrum is a Woman-in-Jazz: Enduring Improvisations on the Categorical Exclusions of Being Included
  • John Murph: Exploring Queer Notions Inside Sun Ra’s Outer Space Ways
  • Christian Broecking: “Authentic Lesbian As I Am”, Aspects of Gender, Marginalization and Political Protest in the Life and Work of Irène Schweizer
  • Nicolas Pillai: Watching Men Play. The Erotics of the Hollywood Jazz Film

Wolfram Knauer (ed./Hg.): Jazz@100. An alternative to a story of heroes. Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung Bd. 15
Wolke Verlag (Hofheim), 2018, English, 296 pp., Photos, Paperback, € 28,-, ISBN: 978-3-95593-015-8

In the centenary of jazz ­the Darmstadt Jazzforum conference in 2017 looked at the pitfalls of jazz historiography, which often relies on myths and legends that distort what is even more important: the multi-perspectivity of a music which is being created not only by great masters, but certainly by many individualists. The fifteen essays in this book try to shift our perspectives on people, places and styles. They focus on what we think we know about jazz in order to question the same knowledge and make us aware both of the ways in which our understanding of the music, its history and its aesthetic has been shaped, and of how that understanding continues to change to this day.

Im hundertsten Geburtsjahr des Jazz warf das Darmstädter Jazzforum 2017 einen Blick auf die Tücken einer Jazzgeschichtsschreibung, in der Legenden oft den Blick auf das verstellen, worauf es in dieser Musik noch viel mehr ankommt: auf die Multiperspektivität einer Musik, die nicht nur von den großen Meistern, auf jeden Fall aber von vielen Individualisten geprägt wird. Die fünfzehn Aufsätze in diesem Buch wagen die Perspektivverschiebung im Blick auf Personen, Orte oder Stile. Sie legen den Fokus auf scheinbar Bekanntes, um genau das zu hinterfragen, und sie machen uns dadurch darauf aufmerksam, auf welche Weise unser Verständnis von Jazz, seiner Geschichte und Ästhetik geprägt wurde und wie es bis in die Gegenwart Veränderungen unterworfen ist.

Beiträge:

  • Arne Reimer: My Encounters with American Jazz Heroes
  • Nicholas Gebhardt: Reality Remade. Narrative and the historical imagination in Alan Lomax’s Mister Jelly Roll
  • Katherine M. Leo: The ODJB at 100. Revisiting Essential Narratives and Copyright Control of Victor 18255
  • Klaus Frieler: A Feature History of Jazz Improvisation
  • Andrew Wright Hurley: In and Out: Processes of Inclusion and Exclusion in Joachim Ernst Berendt’s Jazzbuch, or Towards the Biography of a Book
  • Tony Whyton: A Familial Story: Hidden Musicians and Cosmopolitan Connections in Jazz History
  • Mario Dunkel: Darcy James Argue’s Uchronic Jazz
  • A talk with pianist and composer Orrin Evans: “Just be me!”
  • Krin Gabbard: Syncopated Women. Gender and Jazz History in 1942 Hollywood
  • Wolfram Knauer: Four Sides of a House. How Jazz Spaces Irritate, Fascinate, Stimulate Creativity or Become Icons
  • Oleg Pronitschew: Die Institutionalisierung des Jazz. Wie die westdeutsche Jazzdebatte der 1970er Jahre das Selbstverständnis einer Szene veränderte
  • Rüdiger Ritter: Myths in Jazz – Artistic Prison or Productive Element? The Shaping of “Polish Jazz”
  • Karen A. Chandler: Bin Yah (Been Here). Africanisms and Jazz Influences in Gullah Culture
  • Scott DeVeaux: Was Bebop a Mistake?
  • Nicolas Pillai: A Star Named Miles. Tracking Jazz Musicians Across Media

2007: Begegnungen … The World meets Jazz

Programmheft 2007 als pdfDas 10. Darmstädter Jazzforum befasste sich vom 4. bis 7. Oktober 2007 mit dem Thema “The World Meets Jazz”. Dabei ging es weniger um das Thema Weltmusik als vielmehr um die Tatsache, dass der Jazz von Anfang an eine produktive Musik war und Musiker in aller Welt, die sich ihm zuwandten, seine Wurzeln als afro-amerikanische Musik genauso kennen und respektieren mussten wie sie ihre eigene Traditionen mit einbrachten. Es ging um die produktive Auseinandersetzung mit den Traditionen, um die Tatsache, dass der Jazz mittlerweile jede Menge Impulse aus anderen Ecken der Welt erhält, die ihn als ihre ganz eigene Musik begreifen. Wir wollten diesen unterschiedlichen Annäherungen, Adaptionen oder Adoptionen näher kommen und uns mit Ideen befassen, die zwar aus ethnischen Musikrichtungen kommen, aber mit der Spielhaltung des Jazz so hervorragend harmonieren, dass es schwer fällt, die musikalischen Ergebnisse noch unter gängigen Genrebegriffen abzulegen. Weder handelt es sich dabei nämlich wirklich um “Weltmusik”, noch ist es Mainstream-Jazz im herkömmlichen Sinne. Es ist ein kreativer Austausch, der den Jazz verändert.

Hier: Das komplette Programmheft des 10. Darmstädter Jazzforums als pdf-Dokument.

2009: Albert Mangelsdorff – Spannung

Programmheft Jazzforum 2009 als pdfBeim 11. Darmstädter Jazzforum vom 25. September bis 4. Oktober 2009 stand Albert Mangelsdorff im Zentrum, die wichtigste Jazzpersönlichkeit des Rhein-Main-Gebiets und zugleich eine Integrationsfigur des deutschen und europäischen Jazz. Doch drehte sich nicht alles nur um ihn. Mangelsdorff ist für uns Ideengeber für eine Veranstaltung, in der es um die Geschichte des Jazz in Deutschland genauso ging wie um Instrumentaltechnik, um Free Jazz, um die Frankfurter Szene, um die Auseinandersetzung des Jazz mit Rockelementen, um ein wachsendes Selbstbewusstsein europäischer Jazzmusiker, um musikalische Kommunikation, um ästhetische Probleme und Chancen des Jazz heute. Unser Jazzforum sollte sich also nicht im Zurückschauen begnügen, sondern durchaus auch einen Blick auf die Welt des heutigen Jazz werfen, an der Albert Mangelsdorff sein musikalisches Leben lang mitgearbeitet hat. Der rote Faden ist letztlich die musikalische Offenheit, die Albert Mangelsdorff uns allen vorgelebt hat.

Das Darmstädter Jazzforum umfasste fünf inhaltlich eng miteinander verbundene Programmteile: (1) ein dreitägiges internationales Fachsymposium, (2) eine Konzertreihe, die sich über mehr als eine Woche erstreckt, (3) eine thematische Ausstellung, (4) eine Filmdokumentation über Albert Mangelsdorff, sowie (5) eine Buchdokumentation.

Zum Symposium vom 1. bis 3. Oktober 2009 wurden Musikwissenschaftler, Historiker, Journalisten, Kollegen aus angrenzenden Fachgebieten, vor allem aber auch Musiker eingeladen. Referenten waren der Musikwissenschaftler William Bares (Cambridge, USA, Harvard University) mit einem Beitrag über das Selbstbewusstsein des europäischen Jazz und die Probleme, die sich daraus ergeben; die Soziologin Silvana Figueroa-Dreher (Konstanz) mit einem Beitrag über soziale Ordnung in Free-Jazz-Improvisation; der Kunsthistoriker René Grohnert (Essen) über Plakatkunst, Günter Kieser und den Jazz; der Journalist Harald Justin (Wien) mit einem Beitrag über Biographien und Autobiographien von Jazzmusikern (mit Bezug auf Bruno Paulots Albert-Mangelsdorff-Biographie); der Musikwissenschaftler Harald Kisiedu (New York, Columbia University) mit einem Beitrag über die transatlantischen Bezüge des Free Jazz in den 60er und 70er Jahren; der Musikwissenschaftler Wolfram Knauer (Darmstadt) mit einem Beitrag über Probleme und Projekte deutscher Jazzmusiker mit deutschen Volksmusikweisen; der Musikwissenschaftler Kai Lothwesen (Frankfurt) mit einem Beitrag zur Diversität des europäischen Jazz heute; der Musikwissenschaftler Martin Pfleiderer (Weimar) mit einem Beitrag über die vokale Expressivität im instrumentalen Jazz; der Journalist Michael Rieth mit einem Beitrag über Jazzkritik; der Osteuropa-Forscher Rüdiger Ritter (Berlin) mit einem Beitrag über den polnischen Pianisten Krzysztof Komeda; der Journalist Michael Rüsenberg (Köln) mit einem Beitrag über “The Making Of” der Albert-Mangelsdorff-Rolle, einer Filmdokumentation über Mangelsdorff; der Journalist, Musikwissenschaftler und langjährige Freund des Posaunisten Wolfgang Sandner (Frankfurt) mit einem Grundsatzreferat über Albert Mangelsdorff; der Musiker und Musikwissenschaftler Jürgen Schwab (Hanau) mit einem Beitrag über das Jazzensemble des Hessischen Rundfunks; sowie der Posaunist Nils Wogram (Zürich) in einem Gespräch über Posaunentechnik und den Einfluss Albert Mangelsdorffs.

Eine Konzertreihe vom 25. September bis 3. Oktober 2009 stellte Mangelsdorff zumindest in einem Programmpunkt in den Mittelpunkt; bei den anderen Programmpunkten ging es um die heutige Auseinandersetzung mit der Sprache des Jazz, an der Mangelsdorff sein Leben lang gearbeitet hat. Die Konzerte fanden bereits vorbereitend ab etwa einer Woche vor dem Darmstädter Jazzforum statt und wurden in Zusammenarbeit mit örtlichen Veranstaltern aus dem Rhein-Main-Gebiet durchgeführt.

Konzertprogramm bestand in einem JazzTalk mit dem Emil Mangelsdorff Quartet (am 25. September im Jazzinstitut Darmstadt), einen JazzTalk mit dem Wolfgang Schlüter / Boris Netsvetaev Duo (am 30. September in der Fabrik Frankfurt), ein Konzert mit Roswell Rudd und Lafayette Harris (am 2. Oktober in der Bessunger Knabenschule, Darmstadt), sowie ein Doppelkonzert mit dem Trio Nils Wogram / Florian Ross / Dejan Terzic und dem Duo der beiden Gitarristen Joe Sachse & Uwe Kropinski (am 3. Oktober in der Bessunger Knabenschule, Darmstadt). Das Konzert am 3. Oktober wurde vom Hessischen Rundfunk mitgeschnitten.

Eine Ausstellung beleuchtete Mangelsdorff schließlich als Musiker und Persönlichkeit des öffentlichen Lebens und wurde sowohl in Darmstadt wie auch in Frankfurt gezeigt. Sioe steht nach dem Jazzforum als Wanderausstellung zur Verfügung.

In einer speziellen Filmvorführung wurde die “Albert Mangelsdorff Rolle” in voller Länge vorgeführt, eine viereinhalbstündige Filmdokumentation von Michael Rüsenberg und Christian Wagner.

Das 11. Darmstädter Jazzforum feierte damit das Wirken eines der bedeutendsten deutschen Jazzmusiker mit einer facettenreichen Veranstaltung, die sich vor dem großen Frankfurter verneigt, um dann genau das tat, was er getan hätte: in die Gegenwart und in die Zukunft zu blicken.

Hier können Sie sich das Programmheft des 11. Darmstädter Jazzforums runterladen.

Darmstädter Jazzforum

Das Darmstädter Jazzforum findet seit 1989 alle zwei Jahre statt und widmet sich dabei jedes Mal einem anderen Oberthema. Es ist eine weltweit einmalige Mischung aus Fachkongress, Konzertreihe, Workshop und Ausstellung und wird von Anfang an in Buchform dokumentiert. Die daraus resultierende Buchreihe “Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung” ist mit bislang elf Bänden die einzige in Deutschland erscheinende regelmäßige Buchreihe, die sich zwischen Wissenschaft und Dokumentation mit dem Jazz auseinandersetzt.

Das ausrichtende Jazzinstitut Darmstadt ist eine städtische Kultureinrichtung der Wissenschaftsstadt Darmstadt und das größte öffentliche Informations- und Dokumentationszentrum zum Jazz in Europa.

Kooperationspartner und Förderer

Das 11. Darmstädter Jazzforum ist eine Veranstaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Es wurde ermöglicht durch Unterstützung durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie das Generalkonsulat der Vereinigten Staaten von Amerika in Frankfurt/Main. Unsere Kooperationspartner waren das Institut für Stadtgeschichte Frankfurt/Main und das Kulturzentrum Bessunger Knabenschule e.V.

Darmstädter Jazzkalender

Alle zwei Monate erstellen wir eine Übersicht über alle Jazzveranstaltungen in Darmstadt. Der “Darmstädter Jazzkalender” liegt an über 100 öffentlichen Orten im Darmstädter Stadtgebiet und im Rhein-Main-Gebiet kostenlos aus. Die aktuelle Ausgabe kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Oktober und November 2018-Übersicht als pdf.

Die wichtigsten Spielorte für Live-Jazz in Darmstadt sind die Centralstation, das Kulturzentrum Bessunger Knabenschule, die ev. Stadtkirche Darmstadt, der Jazzclub im Achteckigen Haus und der Gewölbekeller unter dem Jazzinstitut. Daneben gibt es einige Veranstalter, die sporadisch Jazzkonzerte anbieten wie das vinocentral am Hauptbahnhof, das HoffArt Theater oder der Jagdhofkeller.

Jazz im Institut

Konzertkeller_JIDIm akustisch exzellenten Gewölbekeller unter dem Jazzinstitut finden regelmäßig Konzerte statt. Freitags treten hier bekannte und noch weniger bekannte Musikerinnen und Musiker auf. Die Konzertreihe “JazzTalk” lädt regelmäßig, meist deutschsprachige Künstlerinnen und Künstler zum Gesprächskonzert. Daneben veranstaltet hier der Verein zur Förderung des zeitgenössischen Jazz  in Darmstadt e.V. eigene Konzerte sowie jeweils am letzten Freitag des Monats die Bessunger Jam Session.

Jazzerinnen und Jazzer aus der Region nutzen den Konzertraum aber auch für Veranstaltungen in eigener Regie etwa für CD-Releases oder Präsentationen neuer Programme. In der Galerie im Dachgeschoss des Jazzinstituts sowie im Treppenhaus und im Gewölbekeller präsentieren wir wechselnde Ausstellungen Bildender Künstler und Fotografen mit Jazzbezug.

Upcoming Events

Upcoming | Archive: 2018 2017 2016 2015 2014
  • Fr
    26
    Okt
    2018

    LGG Jazzcombo, Ltg. U.Partheil/J.Wuchner

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    Eintritt frei

    Bessunger Jam Session

    Marie Luise Stephan | Cello
    Tobias Doch | Gitarre
    Niklas Traser | Trompete
    Henrik Jourdan | Orgel
    Johannes Zimmer | Piano
    Oskar Partheil | Schlagzeug
    Jan Möller | Bass

    Foto: Jazzinstitut Darmstadt©

    Die Schuljazzcombo des Ludwig -Georgs Gymnasiums, das übrigens in den 1950er Jahren die erste Darmstädter Schule mit einer Schülerjazzband war, eröffnet die Session mit Stücken des legendären Gitarristen Wes Montgomery. Im Anschluss dürfen dann auch Musikerinnen und Musiker jeden Alters zeigen wie sie unser Gewölbe (hohen Alters) zum Klingen bringen. Dennoch gilt für diesen Abend das Motto: "Jugendsession - Vorfahrt für Jugendliche, Erwachsene geduldet"

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • Fr
    02
    Nov
    2018

    Stephan Crump's Rhombal

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    18,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets reservieren unter jazz@jazzinstitut.de

    JazzTalk 126: Tiefgründige und bewegende Musik

    Stephan Crump | Bass
    Ellery Eskelin | Saxophon
    Adam O’Farrill | Trompete
    Kassa Overall | Schlagzeug

    Rhombal ist die wohl ambitionierteste Besetzung des New Yorker Bassisten Stephan Crump. Im Spannungsfeld zweier herausragender Bläser, einem Urgestein der New Yorker Improvisatoren-Szene, dem Tenorsaxophonisten Ellery Eskelin, und dem brillanten jungen Trompeter Adam O’Farrill, entwickeln sich Crumps musikalische Ideen mit größtmöglicher Präzision. Getragen wird das Ganze durch eine innige rhythmische Kohärenz von Bandleader Crump, seit einer Dekade auch festes Mitglied im Trio des Pianisten Vijay Iyer (und als solcher auch schon Gast im Jazzinstitut) und dem in Seattle geborenen Schlagzeuger und Sänger Kassa Overall.

    Overall war lange Jahre Schlagzeuger der Band Timelife der Pianistin Geri Allen, studierte unter anderem bei Billy Hart, Elvin Jones und Bill Higgins. Er ist nicht nur im Jazz zuhause, sondern seit einiger Zeit recht erfolgreich als Rapper und Produzent. Overall vertritt auf dieser Tour Tyshawn Sorey, der mit im Studio war als Rhombal ihre gleichnamige CD aufgenommen haben.

    Auf dieser Einspielung versammelt die Band Songs, die Bassist Crump nach dem frühen Tod seines Bruders Patrick schrieb. Tiefgründig und bewegend kommt diese Musik daher – fragile Kleinode, meisterliche Stücke von der Vergänglichkeit des Lebens und der Hoffnung der Zurückgelassenen. Zarte, fast gehauchte Bläsertöne kontrastieren mit dem drängenden aber immer klaren und transparenten Spiel der Rhythmusgruppe. Wenngleich die CD bereits Ende 2016 bei PledgeMusic in den USA erschien, kommen Rhombal jetzt erstmals mit diesem Programm auf Europatournee.

    Beim JazzTalk unterhalten sich Stephan Crump und Wolfram Knauer über die Ästhetik des Schmerzes und die kollektiven Umsetzung tiefer Gefühle wie Liebe, Verlust und Trauer in der improvisierten Musik. Das Gespräch findet nach der Pause zwischen den beiden Konzertteilen auf Englisch statt.

    Eine Veranstaltung des Jazzinstituts Darmstadt

  • Fr
    09
    Nov
    2018

    Hund & Hybris

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    15,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets reservieren per E-Mail an

    Mit großer Leidenschaft für das Unernste im Sein

    Malte Bogner | Klavier
    Malte Schiller | Saxophone
    Alistair Duncan | Posaune
    Sidney Werner | Kontrabass
    Alexander Schildhauer | Schlagzueug

    Foto: Thomas Rauch©

    Da glauben fünf Berliner Jungs mal noch ganz feste an das Gute im Jazz, entfernen sich dabei mit großen Schritten von jeder ernsthaften Attitüde der Altvorderen und stehen doch trotzdem mit beiden Beinen fest in der Jazztradition. Das mag dann vielleicht manchmal recht konventionell klingen und entwickelt sich dennoch in vielerlei Hinsicht musikalisch äußerst mitreissend. "Hund und Hybris" erzählen mit großer Leidenschaft von der Unernsthaftigkeit des Seins. Von den schönen kleinen Dingen im Leben. Die Stücke ihrer aktuellen CD "Ein Sonntag in den Pilzen" erinnern mit von nostalgischer Verklärung getrübtem Blick vom ersten gemeinsam gestohlenen Pferd,  vom Spielen am Teich, mit dem dicken Nachbarsjungen oder von der heuristischen Evolution. Aber auch von Clowns und Firlefanz und ekstatischem Affengetanz. Von nebulösen Gestalten und Zeit zum Innehalten. Und davon, dass die guten Tage noch lange nicht gezählt sind.

    Nach dem überaus erfolgeichen Veranstaltung mit dem kubanischen Pianisten Ramón Valle und seinem Trio im Februar diesen Jahres ist dies das zweite Konzert, welches die neugegründete Beyond Blue Connection im Gewölbekeller des Jazzinstituts Darmstadt präsentiert.

    Eine Veranstaltung der Beyond Blue Connection in Zusammenarbeit mit dem Jazzinstitut Darmstadt

  • Fr
    16
    Nov
    2018

    Jan Klare 1000

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    15,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets online bei ztix (zzgl. 10% VVK Gebühr)

    Chamberimpclash als telepathisch unterlegte Klangsprache

    Jan Klare | Saxophon
    Bart Maris | Trompete
    Elisabeth Coudoux | Cello
    Wilbert de Joode | Kontrabass

    Foto: Jan Klare_Essex©

    Als Bart Maris, Jan Klare, Wilbert de Joode und Michael Vatcher 2004 die Band 1000 gründeten, war ihre Besetzung noch klar an das legendäre Ornette Coleman Quartett angelehnt. 1000 spielte aber von Beginn an Kompositionen, die eigentlich für Improvisationsmusik ungeeignet waren – z.B. Stücke von Wagner, Bach, Bennett oder Monteverdi. So etablierten sie durch spektakuläre Interpretationen dieses Materials schon früh einen unverkennbaren eigenen Gruppenstil.

    Die Art und Weise wie 1000 improvisierend und adhoc Form gestaltete, beeindruckte von Anfang an das Publikum und die Kritiker gleichermaßen. Im Laufe eines Jahrzehnts erlernte diese Formation einen beinah telepathischen Umgang miteinander – eine intuitive Sprache, die fließend Textur mit Energie und Subtilität balanciert.

    Als Michael Vatcher 2017 nach NYC ging war die Band erschüttert. Nach so vielen Jahren der Vertiefung war die Möglichkeit ihn zu ersetzen und nahtlos weiter zu machen nicht gegeben. Andererseits wollten die verbleibenden drei Musiker nicht aufhören und holten sich anstelle des Schlagzeugers die Cellistin Elisabeth Coudoux ins Quartett. Der neue Sound überzeugte alle Beteiligten und das Umfeld sofort, so dass 1000 zuletzt, mit etwas erweitertem Setting, beim moers festival 2018 einen gefeierten Auftritt hinlegten.

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • Fr
    23
    Nov
    2018

    Playground 4

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    15,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets online bei ztix (zzgl. 10% VVK Gebühr)

    Musik zwischen Freiraum und Verdichtung, Puls und Atem

     Esther Bächlin | Klavier
    Stephanie Wagner | Querflöte
    Gina Schwarz | Kontrabass
    Ingrid Oberkanins  | Perkussion

    Foto: Playground©

    Diese neue internationale Womenband vereint Virtuosität, Spielfreude und Spontaneität. Abwechslungsreiche, farbige Eigenkompositionen und ein ausgesprochen dynamisches Zusammenspiel prägen den Bandsound. Die Stücke der vier Musikerinnen ergänzen sich hierbei aufs Beste: eine impressionistische, farbenreiche Harmonik mit Tendenz zu dunkleren Schattierungen, verschlungene filigrane Melodien, luftige ungerade Rhythmen und sperrige Grooves, mal ästhetisch, mal quirlig.

    Der reichhaltige musikalische Spielplatz wird von der Band lustvoll ausgelotet, die Spielideen in grossen Spannungsbögen weiter gesponnen. Jenseits von Klischees entsteht so ein intelligentes kollektives Interplay mit Raum für kontrastreiche Solopassagen- eine Musik, die den Zuhörenden in den Sog des kreativen Augenblicks hineinzieht.

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

    Mit finanzieller Unterstützung durch die FONDATION SUISA

  • Fr
    30
    Nov
    2018

    Jan Jansohn Quartett

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    Eintritt frei

    Bessunger Jam Session

    Jan Jansohn | Gitarre
    Christian Hamm | Saxophon
    Michael Frassine | Schlagzeug
    Ralf Witte | Kontrabass

    Foto: Jan Jansohn©

    Das Jan Jansohn Quartett wickelt sein Publikum mit leisem Charme um den Finger. Entspannte Gitarrenklänge des Bandnamensgebers Jan Jansohn werden gekonnt ergänzt durch dynamische Saxophoneinlagen von Christian Hamm. Ralf Witte und Michael Frassine runden den Klangraum des Quartetts mit den tiefen Tönen des Kontrabasses und perkussiven Finessen ab. Die vier Musiker lernten sich beim Studium kennen – sie zaubern seitdem Stücke aus eigener Feder und interpretieren Jazz-Größen wie z.B. Biréli Lagrène oder Joshua Redman. Jüngst wurde das neue Album “Takes N’Breaks“ mit ausschließlich eigenen Stücken fertiggestellt.

    Im Snschluss ist die Bühne offen für die monatliche Bessunger Jam Session.

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • Fr
    07
    Dez
    2018

    Anke Helfrich Trio

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    18,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets reservieren unter jazz@jazzinstitut.de

    JazzTalk 127:Down Home Blues

    Anke Helfrich | Klavier
    Dietmar Fuhr | Kontrabass
    Jens Düppe | Schlagzeug

    Erstaunlich genug, dass die Wahlfrankfurterin und Hessische Jazzpreisträgerin 2017 noch nie zu einem JazzTalk ins Jazzinstitut Darmstadt eingeladen war. Zuletzt erhielt sie doch noch genau dort den Blue Bird-Award der Beyond Blue Connection aus ihrer Heimatstadt Weinheim und freundete sich bei zwei mitreißenden Solostücken mit dem wunderbaren Steinway im Gewölbekeller an.

    Damals im Februar deutete sich zumindest an, dass die Zeit für ein ausführliches Kennenlernen mit unserem Flügel längst gekommen war, denn Anke Helfrichs kraftvolles und erdiges Virtuosentum findet in ihm einen wahrhaft dankbaren Mitspieler. Helfrichs Spiel ist grundiert mit amerikanischer Jazztradition, aufgeladen mit großer Erzählkunst und vollendet mit einer ordentlichen Portion bluesiger Kantigkeit, die niemals Langeweile oder Beliebigkeit aufkommen lässt.

    Zum 127sten Gesprächkonzert bringt sie ihr aktuelles Trio mit dem Speyerer Bassisten Dietmar Fuhr und dem Kölner Schlagzeuger Jens Düppe mit ... und möglicherweise geht es im JazzTalk mit Wolfram Knauer vom Jazzinstitut dann um Heimat und Erdung - und den Blues, der in uns allen steckt ... nicht nur kurz vor Weihnachten. 

    Eine Veranstaltung des Jazzinstituts Darmstadt

2011: Jazz. Schule. Medien.

Forum_2011_quadrat_72_webDas 12. Darmstädter Jazzforum widmete sich vom 28. September bis 1. Oktober 2011 unter dem Titel JAZZ. SCHULE. MEDIEN. den Wegen, auf denen der Jazz sein Publikum erreicht – in pädagogischen Maßnahmen, durch die Medien oder direkt im Club oder Konzertsaal.

Das 12. Darmstädter Jazzforum war auch für uns als Veranstalter ein Jazzforum Superlative – an vier Tagen ballten sich 19 Referate und Panels, 22 Jazzmusiker/innen agierten als Musiker, Pädagogen und Diskutanten an acht verschiedenen Veranstaltungsorten im Rhein-Main-Gebiet, zwölf Kooperationspartner stemmten sechs Konzerte, zwei Lehrerfortbildungen mit insgesamt 43 Teilnehmern aus ganz Hessen, einen zweitägigen Workshop für Musiker, ein Schülerkonzert vor knapp 300 Mittelstufenschülern aus Darmstadt und Umgebung, eine Preisverleihung und natürlich eine dreitägige Konferenz mit Referenten und Besuchern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.

All das hat der Darmstädter Filmemacher Paul Gimbel für uns filmisch begleitet und dokumentiert. In fünf kurzen Videobeiträgen kann man sich hier noch mal einen Eindruck von dem holen, was das 12. Darmstädter Jazzforum zu bieten hatte. Wir wünschen dabei viel Vergnügen.

Wie gewohnt werden alle Beiträge des Symposiums zum Thema „JAZZ.SCHULE.MEDIEN.“ während des 12. Darmstädter Jazzforums im Frühjahr des kommenden Jahres als Buch beim Hofheimer Wolke-Verlag in der Reihe Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung erscheinen.

Informationen über die bisherigen Bände der Darmstädter Beiträge finden Sie hier.

Wir danken allen Besuchern, Referenten, Musikern, Kooperationspartnern und sonst wie Beteiligten für ihren Beitrag zum Gelingen des 12. Darmstädter Jazzforums 2011 – herzlichen Dank.

Hier findet sich das Programmheft zum 12. Darmstädter Jazzforum 2011 als pdf

jazz:konferenz

Im Rahmen des Darmstädter Jazzforum wollten wir Experten zusammenbringen und aus dem Gespräch, aus den Diskussionen und Workshops lernen, wie die Vermittlung dieser so überaus lebendigen Musik unterstützt werden kann, wie dem Missverständnis, der Jazz sei schwer zugängig, entgegenzusteuern ist. In einem dreitägigen Symposium setzten sich Forscher, Pädagogen, Journalisten und Musiker mit dem Thema auseinander.

Symposium: Roundtable Jazzjournalismus from Jazzinstitut Darmstadt on Vimeo.

Roundtable Jazzjournalismus während des Symposiums zum Darmstädter Jazzforum am 1.10.2011 mit Dr. Christian Broecking, Georg Spindler und Ralf Dombrowski, Moderation Dr. Wolfram Knauer. Das Gespräch mit Vielschreibern der Branche hinterfragt den Ethos des Jazzjournalisten, fragt nach seinem Handwerkszeug, der Verankerung in der Szene und nach dem genrespezifischen Selbstverständnis.

Symposium: Roundtable Jazzmusiker/innen from Jazzinstitut Darmstadt on Vimeo.

Im Gespräch während des Symposiums zum Darmstädter Jazzforum am 1.10. mit den Musiker/innen Nils Wülker, Julia Hülsmann, Daniel Mattar, Florian Ross und Angelika Niescier versucht Michael Rüsenberg auszuloten, welche Strategien Musiker entwickeln, um mit ihrer Musik in einer schnelllebigen und medienorientierten Welt ihr Publikum zu erreichen, ohne sich in ihrer künstlerischen Integrität allzu sehr verbiegen zu müssen.

jazz:schule

Jazzvermittlung also hieß das große Thema, und die Unterthemen befassten sich etwa mit der Musikerziehung, welchen Nutzen also Musik- (oder sonstiger) Unterricht von Jazzschwerpunkten an Schulen haben kann und wie sich Jazzprojekte an Schulen realisieren lassen, die ganz genre-unabhängig Lust auf kreative Selbstverwirklichung machen.

Bei jazz:schule vermittelte die Saxophonistin Angelika Niescier Lehrern an Allgemeinbildenden Schulen Fertigkeiten, Jazz als eine musikalische Form von Kommunikation in den Musikunterricht einzubauen und gab bei einem Konzert für Darmstädter Schüler gemeinsam mit ihrer Band sublim Einblick in ihre Gedanken- und Arbeitswelt als Jazzmusiker.

Workshop Lehrerfortbildung from Jazzinstitut Darmstadt on Vimeo.

“Musik als Kommunikationsform im Unterricht”, lautete der Untertitel dieser Lehrerfortbildung mit der Saxophonistin Angelika Niescier im Rahmen des 12. Darmstädter Jazzforums. Der Workshop vermittelte Jazz als lebendiges Konzept. Der jeweils eintägige Kurs fand am 28.9. in Dr. Hoch’s Konservatorium Musikakademie Frankfurt und am 30.9. in der Main-Taunus-Schule in Hofheim statt. Er richtete sich an Lehrer aller Schulformen und sollte ihnen helfen Jazz als musikalische Kommunikationsform so in den Musikunterricht einzubauen, dass Schüler dabei sowohl den Spaß an der eigenen Kreativität wie an der Rezeption kreativer Prozesse entdecken können.

Jazzkonzert für Darmstädter Schulen from Jazzinstitut Darmstadt on Vimeo.

Angelika Niesciers sublim am 29.9. bei einem Konzert in der Darmstädter Centralstation für Schülerinnen und Schüler aus Darmstadt und Umgebung. Gleichzeitig war das Konzert die offizielle Eröffnungsveranstaltung des 12. Darmstädter Jazzforums vom 28. September bis 1. Oktober 2011.

jazz:kritik

Das neu eingerichtete Portal jazz:kritik, richtete sich an freie Journalisten für Tageszeitungen oder Onlinemedien und fand als Online-Workshop und -Wettbewerb bereits im Juli und bis Mitte September statt.

Preisverleihung jazz:kritik-Award 2011 from Jazzinstitut Darmstadt on Vimeo.

Im Rahmen eines Konzertes der Nils Wülker Group am 1.10.2011, während des 12. Darmstädter Jazzforums JAZZ.SCHULE.MEDIEN., wurde der Stuttgarter Journalist Markus Klohr mit dem jazz:kritik-Award 2011 ausgezeichnet. Sein Beitrag “Zwischen dem Groove und dem Nichts” wurde von einer fünfköpfigen Fachjury unter den online-eingereichten Rezensionen als bester Beitrag ausgewählt.

song:writing

… schließlich war ein Workshop für Musikerinnen und Musiker, in dem die Pianistin Julia Hülsmann und der Sänger Daniel Mattar sich mit der Umsetzung von Texten und mit Bühnenpräsentation beschäftigten.

Konzerte

… gab es während des Jazzforums mit Angelika Niescier sublim, Julia Hülsmann & Daniel Mattar, der Schweizer Formation Keller’s 10 und dem Trompeter Nils Wülker mit seiner Group.

Darmstädter Jazzforum

Das Darmstädter Jazzforum findet seit 1989 alle zwei Jahre statt und widmet sich dabei jedes Mal einem anderen Oberthema. Es ist eine weltweit einmalige Mischung aus Fachkongress, Konzertreihe, Workshop und Ausstellung und wird von Anfang an in Buchform dokumentiert. Die daraus resultierende Buchreihe “Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung” ist mit bislang elf Bänden die einzige in Deutschland erscheinende regelmäßige Buchreihe, die sich zwischen Wissenschaft und Dokumentation mit dem Jazz auseinandersetzt.

Das ausrichtende Jazzinstitut Darmstadt ist eine städtische Kultureinrichtung der Wissenschaftsstadt Darmstadt und das größte öffentliche Informations- und Dokumentationszentrum zum Jazz in Europa.

Kooperationspartner und Förderer

Das 12. Darmstädter Jazzforum ist eine Veranstaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Es wird ermöglicht durch Mittel des Kulturfonds Frankfurt RheinMain sowie durch Unterstützung durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Unsere Kooperationspartner sind der Verein zur Förderung des Zeitgenössischen Jazz in Darmstadt e.V., das Kulturzentrum Bessunger Knabenschule e.V., die Centralstation Darmstadt, die evangelische Stadtkirche Darmstadt, die Jazzfreunde Hofheim e.V., die Jazzinitiative Frankfurt e.V., die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Frankfurt/Main, sowie Dr. Hoch’s Konservatorium, Frankfurt/Main.wird von der Jazz Journalists Association unterstützt.

2013: Debatten und Analysen

Jazzforum_Programm_2013-Click to open program folderDie Auseinandersetzung mit dem Jazz hat sich über die Jahre von Fans und Privatforschern über Journalisten in die Musik- und Kulturwissenschaft verschoben. Der wissenschaftliche Diskurs ermöglicht es, den Jazz als künstlerischen Ausdruck zu erfassen, der das 20ste Jahrhundert entscheidend mitprägte und auch im 21sten Jahrhundert einiges zu sagen hat.

Unser Symposium “Jazzdebatten / Jazzanalysen” befasste sich zwischen dem 26. und 28. September 2013 in zwei Tagungssträngen mit ästhetischen wie analytischen Herangehensweisen an diese Musik. Wir wollten mit der gemeinsamen Veranstaltung der beiden wichtigsten deutschsprachigen Einrichtungen im Bereich der Jazzforschung auf Facetten der aktuellen Forschung aufmerksam machen. Das Darmstädter Jazzforum öffnet sich seit 1989 mit seinen Vorträgen bewusst einem breiten Publikum; Studierenden, Jazzfans und Musikliebhabern. Dafür sorgen nicht nur spannende Vorträge und informative Panels während des Symposiums, sondern ebenso abendliche Konzerte in der Darmstädter Centralstation und in der Bessunger Knabenschule, die sich musikalisch in das Thema des Jazzforums einbetten.

Bei der gemeinsamen Tagung des Instituts für Jazzforschung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz und des Jazzinstituts Darmstadt wurden beide Aspekte des Tagungstitels thematisiert und in Vorträgen und Panels miteinander verbunden. Für das Jazzinstitut Darmstadt stellte die Tagung zugleich die 13. Ausgabe seines Darmstädter Jazzforums dar, während das Grazer Institut mit diesem Symposium seine 11. wissenschaftliche Tagung für Jazzforschung organisierte.

Eine solche gemeinsame Veranstaltung hatten wir uns schon seit langem gewünscht, nicht nur, weil die beiden Organisatoren die wichtigsten europäischen Archive und Forschungszentren zum Jazz sind, sondern auch, weil Graz und Darmstadt seit 1968 Schwesterstädte sind.

Hier finden sich alle Abstracts und Biographien in einer ausdruckbaren PDF-Datei.

Hier können Sie sich das offizielle Programmheft des Darmstädter Jazzforums runterladen.

Konzerte

… gab es während des Jazzforums mit der Jazz Bigband Graz, Uli Partheils Playtime feat. Peter Back und dem Trio des New Yorker Pianisten Manuel Varela.

Darmstädter Jazzforum

Das Darmstädter Jazzforum findet seit 1989 alle zwei Jahre statt und widmet sich dabei jedes Mal einem anderen Oberthema. Es ist eine weltweit einmalige Mischung aus Fachkongress, Konzertreihe, Workshop und Ausstellung und wird von Anfang an in Buchform dokumentiert. Die daraus resultierende Buchreihe “Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung” ist mit bislang elf Bänden die einzige in Deutschland erscheinende regelmäßige Buchreihe, die sich zwischen Wissenschaft und Dokumentation mit dem Jazz auseinandersetzt.

Das ausrichtende Jazzinstitut Darmstadt ist eine städtische Kultureinrichtung der Wissenschaftsstadt Darmstadt und das größte öffentliche Informations- und Dokumentationszentrum zum Jazz in Europa.

Kooperationspartner und Förderer

Das 13. Darmstädter Jazzforum war eine Veranstaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Es wurde ermöglicht durch Mittel der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie durch Unterstützung durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und das Land Steiermark. Unsere Kooperationspartner waren die Kunstuni Graz, die TU Darmstadt,  der Verein zur Förderung des Zeitgenössischen Jazz in Darmstadt e.V., das Kulturzentrum Bessunger Knabenschule e.V. und die Centralstation Darmstadt.

Darmstädter Jazzforum

Ruesenberg, Leur, Whyton, Gennari, Kahr - 13. Darmstädter JazzfDas Darmstädter Jazzforum findet seit 1989 alle zwei Jahre statt und widmet sich dabei jedes Mal einem anderen Oberthema. Es ist eine weltweit einmalige Mischung aus Fachkongress, Konzertreihe, Workshop und Ausstellung und wird von Anfang an in Buchform dokumentiert. Die daraus resultierende Buchreihe “Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung” (erschienen beim Wolke-Verlag Hofheim) ist mit bislang fünfzehn Bänden die einzige in Deutschland erscheinende regelmäßige Buchreihe, die sich zwischen Wissenschaft und Dokumentation mit dem Jazz auseinandersetzt.

Das 15. Darmstädter Jazzforum wird vom 28. bis 30. September 2017 stattfinden. Der Arbeitstitel der Konferenz lautet “Jazz @ 100 | Keine Heldengeschichte”. Hier sind weitere Details.

Die bisherigen Darmstädter Jazzforen befassten sich mit den Themen “Darmstädter Jazzforum 89” (1989), “Jazz und Komposition” (1991), “Jazz in Europa” (1993), “Jazz in Deutschland” (1995), “Jazz und Sprache” (1997), “Duke Ellington und die Folgen” (1999), “Jazz und Gesellschaft” (2001), “Improvisieren…” (2003), “Verrat!!… oder Chance. Der Jazz und sein gespaltenes Verhälnis zur Popmusik” (2005), “Begegnungen… The World meets Jazz” (2007), “Spannung | Tension. Albert Mangelsdorff” (2009), “Jazz.Schule.Medien.” (2011), “Jazzdebatten / jazz debates” (2013), “Gender and Identity in Jazz” (2015), “Jazz@100” (2017)

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