Entstanden aus der Zusammenarbeit zwischen dem italienischen Saxophonisten Leonardo Radicchi und den beiden deutschen Musikern Markus Wach und Moritz Weissinger, erkundet dieses pianolose Trio die Beziehung zwischen Melodie und Rhythmus.
Mit Wach und Weissinger hat sich Radicchi eine eingespielte Rhythmusgruppe an die Seite gestellt, die mit dem Ensemble „Mala Isbuschka“ seit über zehn Jahren im Bereich der orientalischen und osteuropäischen Musik aktiv ist.
Das Repertoire des Trios umfasst Eigenkompositionen, die fest in der zeitgenössischen europäischen Jazzszene verankert sind. Mit einem starken Fokus auf den rhythmischen Puls und einem fesselnden Klang greifen sie darüber hinaus auf orientalische Klänge und Instrumente außerhalb des Jazz zurück, um ein äußerst mitreißendes Musikerlebnis zu schaffen: Ein Zusammenfluss verschiedener Stilistiken, Musikkulturen und Spielweisen. Wie immer wird das sicher ein erlebnisreicher Abend mit Markus Wach, der schon mit verschiedensten Musiker*innen im Duo oder Trio bei Agora gespielt hat.
Die Sängerin Elsa Johanna Mohr aus dem Rheinland und der Gitarrist Flávio Nunes aus São Paulo spielen seit sieben Jahren zusammen. Sie verbindet eine gemeinsame musikalische Sprache, mit der sie die brasilianische Lebenslust und die altbekannte Sehnsucht der Brasilianer:innen zum Ausdruck bringen.
Mit ihrem neuen Album „Em Julho“ nehmen sie ihr Publikum erneut mit auf eine musikalische Reise nach Brasilien. Die Aufnahmen entstanden im August 2025 und versammeln eine lebendige Mischung aus Klassikern der brasilianischen Musik und eigenen Kompositionen.
Stücke wie „Água de Coco“ von Marcos Valle oder „Tico-Tico no Fubá“ von Zequinha de Abreu treffen auf Songs von Künstler:innen wie Milton Nascimento oder Djavan. Darunter mischen sich Eigenkompositionen der Sängerin, etwa das Stück „Beijo da Lua“ (dt. Kuss vom Mond), in dem von der besonderen Magie und Energie Brasiliens die Rede ist oder „Jaguar“ in dem Mohr filigran auch die deutsche Sprache einarbeitet und das Erinnerungen an ihre Brasilienaufenthalte metaphorisch einfließen lässt.
Nach ihrem Debütalbum „Passadinha“, das 2023 im Rahmen der Reihe „Jazz Thing Next Generation“ erschien, führen sie diese Zusammenarbeit auf „Em Julho“ (erschienen im Juli 2026) konsequent weiter – intim, warm und voller Lebensfreude. Der Titel steht dabei für ein Lebensgefühl: ein musikalischer Sommer, den man jederzeit hören kann und der Alltagsprobleme für einen Moment in den Hintergrund treten lässt – leicht, sonnig und voller Sehnsucht nach Meer, Wärme und Ferne.
Der archaische Charakter traditioneller Musik, die Raffinesse klassischer Kompositionen, die Energie des Rock und die Reinheit von Bartóks Denken prägen die ungarische Band Söndörgő. So ist sie eine der aufregendsten, innovativsten und erfolgreichsten Bands der internationalen Weltmusikszene.
Als Söndörgő vor mehr als einem Vierteljahrhundert gegründet wurde, waren die Mitglieder noch Kinder und wuchsen praktisch gemeinsam mit der Band auf. Vier der fünf Mitglieder entstammen derselben Musikerfamilie: drei Brüder (Áron, Benjamin und Salamon Eredics) und ein Cousin (Dávid Eredics), dazu Ábel Dénes am Bass. Ihr spirituelles Rückgrat bildet das legendäre Vujicsics Ensemble, das seit fast fünfzig Jahren authentische südslawische Volksmusik spielt. Väter und Onkel sowie weitere Musiker der Familie Eredics. So begann, ganz im Sinne von Zoltán Kodálys Idealen, die musikalische Erziehung der Söndörgő-Mitglieder neun Monate vor ihrer Geburt.
Das Jahr 2024 markierte einen entscheidenden Wendepunkt in Söndörgős künstlerischem Schaffen. Die Band veröffentlichte das wegweisende Album „Gyezz“ mit dem international gefeierten Jazzsaxophonisten Chris Potter. 2025 veröffentlichte die Band das zweite Album „XXX“ und tourte ausgiebig durch Europa und Japan, unter anderem mit einem Auftritt bei der Weltausstellung in Osaka.
Das vergangene Jahr endete mit einem ausverkauften Konzert in Budapest, als Teil einer dreiteiligen, kuratierten Residenz, die Söndörgős musikalische Kernidentitäten widerspiegelt: Folk, Klassik und Jazz. Die Reihe umfasste Zusammenarbeiten mit herausragenden Gastkünstlern, darunter Márta Sebestyén, dem Balanescu Quartett sowie Michael League, Chris Bullock und Jay Jennings von Snarky Puppy – ein Ausdruck der genreübergreifenden musikalischen Vision der Band. Im Herbst 2026 wird Söndörgő eine Auswahl an Aufnahmen aus dieser Residenz als Live-Album „In Residence at Müpa“ veröffentlichen.
Nach bald drei Jahrzehnten definiert Söndörgő südslawische und balkanische Musiktraditionen weiterhin neu. Nicht als unveränderliches Erbe, sondern als lebendige, sich stetig weiterentwickelnde Inspirationsquelle.
„Der blaue Bereich“ spielt Modern Jazz mit folkloristischen Anklängen. Neben Eigenkompositionen gehören Stücke von europäischen und amerikanischen Jazzmusikern wie z.B. Louis Sclavis und Charles Mingus zum Repertoire.
Bülent Ates, der schon über 80 Mal die Sonne umrundet hat, ist eine lebende Legende der Frankfurter Musiklandschaft und weiterhin voller Energie. Der in Ankara geborene Schlagzeuger erlebte vor vielen Jahren Albert Mangelsdorff bei einem Auftritt in Istanbul und beschloss daraufhin, nach Deutschland zu kommen. Er tourte zuvor schon durch Europa und spielte bereits 1968 mit Don Cherry in Schweden bei den „Summer House Sessions“, die 2023 endlich auf CD dokumentiert wurden. In Frankfurt wurde er zu einem wichtigen Eckpfeiler der Szene und arbeitete u.a. mit Heinz Sauer, Christoph Lauer, Bob Degen, Harry Petersen und Alfred Harth zusammen. Mit Jürgen Wuchner verband ihn eine langjährige musikalische Partnerschaft in vielen Projekten.
Gitarrist Michael Bernschneider ist seit vielen Jahren in der Frankfurter Jazzszene aktiv und spielte u.a. mit Jürgen Wuchner, Natalya Karmazin und Thomas Langer. Er wird auch bei einigen Stücken die chromatische Mundharmonika zu Gehör bringen.
Chris Rücker ist ein stilistisch vielseitiger Kontra- und E-Bassist. Er spielt bei Nachttierhaus und der Karma Jazz Group, mit der er auch das Jazz Arbeitsstipendium der Stadt Frankfurt erhielt. Konzertiert hat er beim Deutschen Jazzfestival Frankfurt und in der Alten Oper.
Seit ihrem Debut 2005 lebt das brasilianische Musikduo in Portugal und leistet einen wichtigen Beitrag zur Welt der Musik. In ihrem vielseitigen Werk verbinden sich Jazz und Bossa Nova mit populären portugiesischen und brasilianischen Musikstilen, seien es Fado oder Chorinho. Luanda Cozettis einzigartige tropische Stimme und Norton Daiellos grooviger Bass sorgen für einen raffinierten Klang.
In den 20 Jahren ihrer Karriere haben sie 6 Alben veröffentlicht und haben mit vielen Künstler*innen der portugiesisch sprachigen Welt zusammengearbeitet. Mit Ivan Lins, António Zambujo, Tito Paris, Roberto Menescal, Viviane, Mafalda Arnauth, Pedro Jóia und vielen anderen. Hunderte von Auftritte in Clubs und auf Festivals in Europa und in Nord- und Südamerika haben Begeisterung bei Zuschauern und Medien entfacht.
Ihr erstes Album „Puro“ ist in Brasilien aufgenommen und enthält besondere Interpretationen von u.a. Noel Rosa, Caetano Veloso, João Bosco, Tom Jobim. Die beiden nächsten sind Hommagen an Zeca Afonso bzw. dem Bossa Nova. Ab dem vierten Album erscheinen sie auch als Autoren der Stücke.
Die Darmstädter Singer-Songwriterin Mira Cohan singt sowohl eigene, hauptsächlich biografische Songs als auch sorgfältig ausgewählte, internationale Klassiker aus dem Jazz, Latin & Chanson. Begleitet wird sie dabei von Jeremy Fast an der Gitarre. Die beiden Musiker haben ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, das Emotionen weckt, gute Laune bereitet und perfekt zu einem Sommerabend passt. Es lohnt sich!
20 Saiten, 2 Stimmen und viel Charme prägt die sympathische Truppe aus dem Rhein-Main-Gebiet. Genretypisch bringt die Gypsy Jazz Combo zwei Gitarren, einen Kontrabass und eine Violine mit.
MAINOUCHE interpretiert Standards der 20er und 30er Jahre, Schöpfungen von Django Reinhardt sowie allerlei artverwandte Songs und Stile im Gypsy Jazz Gewand. Der Name „Mainouche“ setzt sich aus dem Fluss Main sowie dem französischen Begriff „Manouche“ zusammen, der sowohl für in Frankreich lebende Sinti als auch für Gypsy Jazz steht.
Vier professionelle Musiker aus 3 Bundesländern präsentieren Klassiker sowie Neuinterpretationen bekannter Titel als auch Eigenkompositionen. Energetische Leidenschaft und sichtliche Spielfreude sowie eine gute Portion Humor sind hier Programm. Mainouche spielt im akustischen Kontext virtuos und mit viel Spontaneität, so dass, wenn es sich ergibt, auch schon mal das Instrumentarium erweitert wird.
Nelson Latif und Mariano González sind Vertreter der reichhaltigen Instrumentalmusik Brasiliens. Die aus São Paulo stammenden Musiker vereinen in ihrem Zusammenspiel jahrzehntelange internationale Konzert- und Forschungserfahrung mit tiefer künstlerischer und kultureller Hingabe. Gemeinsam erschaffen sie einen vielschichtigen musikalischen Dialog, der traditionelle brasilianische Klangwelten mit afrikanischen Einflüssen, improvisatorischer Freiheit und Experimentierfreude verbindet. Ihr Zusammenspiel zeichnet sich durch rhythmische Präsenz, virtuose Interaktion und eine besondere Sensibilität für kulturelle Vielfalt aus. Bei einigen Stücken wird die brasilianische Sängerin Nana Pastorello dabei sein.