Tag Archives: Darmstadt

Marianne et Les Garçons

Wenn die frühere Chefin des Darmstädter Restaurants „Belleville“ einmal im Monat den Kochlöffel gegen das Mikrofon vertauschte, brodelte es auf der Bühne so heftig wie zuvor auf dem Herd. Dabei ist das Repertoire der Französin mindestens so abwechslungsreich wie ihre Speisekarte. Mit Pariser Charme und dem Feuer ihrer berberischen Vorfahren begeistert sie ihr Publikum mit Chansons von Juliette Greco bis Jacques Dutronc und Jazz von Serge Gainsbourg oder Claude Nougaro, sowie mit vielen Geschichten um die Musik und ihre Interpretinnen und Interpreten.

Die „Singende Köchin“ so laut einem Artikel der FAZ über sie, begann schon früher aus lauter Lust und Freude am Singen ihre Gäste nach einem gelungenen Abend im Restaurant mit Chansons zu unterhalten. Langsam entwickelte sich aus Musikerfreunden eine Liveband für ihre Auftritte.

Marianne et les Garçons sind bekannt geworden durch viele Auftritte u.a. in Paris, Frankfurt, den Weinfesten an der Mosel, dem Heinerfest und selbstverständlich den allmonatlichen Auftritten im Restaurant Belleville und im Bessunger Jagdhofkeller. Auch am 14.Juli, dem großen Open Air zum französischen Nationalfeiertag im Jagdhof durften sie nicht auf der großen Bühne fehlen. Wir bei Agora freuen uns sehr, dass wir ihnen unsere Bühne anbieten können.

Guarda Che Luna

Guarda Che Luna ist ein Quintett aus Deutschland, Italien und Brasilien mit der Sängerin Diana Didi Russo, der Bassistin Henriette Thorun, dem Trompeter Carsten Röderer, dem Schlagzeuger Pietro Giovaninetti und dem Gitarristen Humberto Colacio. Sie verbinden Musik aus Italien, Brasilien und Jazzstandards zu einem mitreissenden und coolen Crossover-Mix.

Die Gruppe betont den rhythmischen, melodischen, harmonischen, improvisatorischen und poetischen Reichtum von Jazz, Bossa Nova, Boleros und Balladen von Komponisten wie Tom Jobim, Bruno Martino und Joseph Kosma. Lassen sie sich von einer charismatischen Band voller Temperament, Schwung und Sensibilität mit den schönsten Liedern aller Zeiten verzaubern.

Navani

Die Frauenband Navani entführt ihr Publikum in die farbenreiche Welt der brasilianischen Musik. Mit einem besonderen Fokus auf Werke von Komponistinnen, die bislang in Deutschland kaum bekannt sind. Brasilianische Musik ist universell: Sie ist ein Spiegel kultureller Vielfalt, entstanden aus dem Miteinander vieler Völker, die ihre Einflüsse in einen großen, reich gewürzten Klangtopf gegeben haben. So entstand ein unverwechselbarer musikalischer Charakter, der sich bis heute ständig weiterentwickelt und durch neue Einflüsse bereichert wird.

Aus diesem Geist heraus entstand das Projekt Navani. Es verfolgt das Ziel, den Reichtum der brasilianischen Musik einem deutschen Publikum näherzubringen und eine Brücke zwischen Generationen, Stilen und Kulturen zu schlagen. Brasilianische und deutsche Musikerinnen arbeiten hier zusammen, um die beiden Seiten des Ozeans musikalisch miteinander zu verbinden. Ergänzt wird das Repertoire durch neue Interpretationen klassisch geprägter Lieder sowie Werke etablierter Künstlerinnen der Música Popular Brasileira (MPB) und Eigenkompositionen der Band.

Bessunger Jam Session: Trio 75

Auch im Mai laden der Förderverein Jazz e.V. und das Jazzinstitut Musikerinnen und Musiker zum zwanglosen musizieren vor Publikum bei freiem Eintritt. Diesmal allerdings bereits schon am vorletzten Freitag im Monat. Das Trio 75 mit Markus Krämer – Gitarre, Philipp Gutbrod – Drums and Chris Ries – Bass fungiert als Rhythm Section. Nach einem kurzen Eröffnungsset des Trios können alle anwesenden Musikerinnen und Musiker in einer spontan inszenierten Session auf offener Bühne einsteigen.

Split Moods

Ungewöhnliche Besetzung. Unerwartete Musik. Das Trio mit Paula Carreira (Gesang), Nils Ehlert (Cello) und Norbert Paul (Klavier) spielt mit sich ständig ändernden Stimmungen, Klangfarben, Rhythmen und kombiniert Bossa Nova, Jazz und Pop mit Eigenkompositionen und freier Improvisation.

Die Konzerte in den stilvoll renovierten und hellen Räumen des Darmstädter Designhauses auf der Mathildenhöhe sind ein besonders atmosphärisches Highlight im Rahmen des Photo Art Salons Darmstadt. Anspruchsvoller Jazz bietet eine ideale Atmosphäre für eine Foto-Kunstausstellung der besonderen Art. Inspiriert von den legendären Salons der 1920er Jahre – etwa denen von Gertrude Stein – schaffen sie eine Umgebung, in der Kunst nicht nur betrachtet, sondern diskutiert und erlebt wird. Hier treffen sich Künstler*innen und Sammler*innen zu einem offenen Austausch in einer persönlichen und stilvollen Umgebung. bei guten Gesprächen, Speisen und Getränken entsteht so ein lebendiger Dialog, der die Kunstszene bereichert und neue Impulse setzt.

Musikalische Lesung: HEINZ SAUER – Aus dem Leben eines Jazzmusikers

mit Bob Degen, Rainer Wieczorek & Daniella Baumeister.

Als der Gewölbekeller des Jazz-Instituts eingeweiht werden sollte, bat man Heinz Sauer den ersten Ton in diesen Mauern zu spielen. Man wollte damit einen Musiker ehren, dessen Ton so expressiv und wiedererkennbar war, wie nur wenige andere.

Heinz Sauer begann mit dem Jazz in den frühen Fünfzigern, spielte eineinhalb Jahrzehnte mit Albert Mangelsdorff, weitere eineinhalb Jahrzehnte mit Bob Degen und weitere mit Michael Wollny. In seinen Neunzigern angekommen, zog er sich von der Bühne zurück.

Rainer Wieczorek hat den Tenorsaxofonisten mit literarischen Mitteln portraitiert und wird aus seinem Buch »Im Gegenlicht: Heinz Sauer« vorlesen, an dessen Entstehen Sauer mitarbeitete. Daniella Baumeister, die Jazzexpertin des Hessischen Rundfunks, wird mit Wieczorek ein Gespräch über Sauers Leben führen. Am Flügel wird Bob Degen Kompositionen Heinz Sauers spielen. »Ein Abend – gut für die Seele«, wie Detlef Kinsler im Frankfurter Journal schrieb.

Insomnia Brass Band

Lucks, Schlichting und Marien sind die Miniatur-Ausgabe einer Brass Band: Ihre kompakte Größe transzendieren sie mit einem rauen, überschäumenden Sound, den man von einem viel größeren Ensemble erwarten würde. Sie jonglieren mit wechselnden Rollen zwischen Rhythmus und Melodie und durchqueren so eine betörende Landschaft aus Free Jazz, Funk, Punkrock und New Orleans Brass Band. Gemeinsam öffnen sie ihre eigenen Stücke in alle Richtungen, angetrieben von einer Mischung aus improvisatorischem Schwung und bestens verzahnten Grooves.

Seit 2017 ist das Trio mit zahlreichen Konzerten in Jazzclubs und auf Festivals unterwegs, hat mehrere Stipendien des Musikfonds und Berliner Senats erhalten und drei CDs bei Tiger Moon Records veröffentlicht. 2023 wurde die Insomnia Brass Band mit dem Deutschen Jazzpreis als „Band des Jahres“ ausgezeichnet.

Bessunger Jam Session mit Trio 75

Nach der Sommerpause geht es weiter mit der Bessunger Jam Session. Der Förderverein Jazz e.V. und das Jazzinstitut Musikerinnen und Musiker zum zwanglosen musizieren vor Publikum bei freiem Eintritt. Das Trio 75 mit Markus Krämer – Gitarre, Philipp Gutbrod – Drums and Chris Ries – Bass fungiert als Rhythm Section. Nach einem kurzen Eröffnungsset des Trios können alle anwesenden Musikerinnen und Musiker in einer spontan inszenierten Session auf offener Bühne einsteigen.

Rudi Fischerlehner & Xenofox

Dieses Konzert besteht aus zwei Teilen. Den ersten Teil bestreitet der Schlagzeuger Rudi Fischerlehner solo. Fischerlehner ist vielen Darmstädter*innen noch in guter lebendiger Erinnerung als Dozent bei den letztjährigen Jazz Conceptions. Nach der Pause präsentiert er gemeinsam mit dem Gitarristen Olaf Rupp sein Duo-Projekt Xenofox.

Eigentlich ist es nur Gitarre und Schlagzeug, aber es klingt wie eine ganze Welt. Das liegt vor allem an der komplexen Mehrstimmigkeit, mit der sich die beiden, ohne viel Elektronik ständig auf mehreren Ebenen gleichzeitig bewegen. Man muss nicht jeden Weg zu Ende gehen und dennoch verbinden sich hier neue Synapsen. Diese Vielschichtigkeit fügt auch die einfachsten Gebilde zu einem hypnotischen Gesamtklang zusammen.

Xenofox besteht seit 2014 und ist auf zahlreichen Veröffentlichungen dokumentiert, zuletzt auf dem Album „The Garden Was Empty“. Konzerteinladungen führten die Band unter anderem zum A L’Arme Festival Berlin, Kaleidophon Ulrichsberg, Lydfestival Aarhus und zum Free Music Forum in Wien.

Punto Jazz: Jan Jansohn Quartett

„Up N’Down“ heißt das aktuelle Album des Jan Jansohn Quartetts – ein jazziger Trip durch mittlerweile mehr als 15 Jahre Bandgeschichte. In dieser Zeit waren die Musiker viel in der  weiten Welt der Musik unterwegs. Ihre Songs setzen auf einen leichten, dynamischen,  einfühlsamen und warmen Bandsound – mit viel Groove, Swing und stilistischer Flexibilität. Dazu gibt es erstklassige Weine und kleine Speisen – der Eintritt ist frei. Perfekt für einen sommerlichen Jazzabend auf der vinocentral-Terrasse.