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Quadro Nuevo

Die mediterrane Leichtigkeit des Seins war zweifellos immer schon prägend für die Instrumental-Kunst der temperamentvollen Vollblut-Musiker aus Bayern. MARE ist Musik gewordenes Wellenrauschen. MARE ist südliche Meeresbrise, die seit jeher die Fantasie des Mitteleuropäers beflügelt. MARE erglänzt in allen betörenden Klangfarben eines unbekannten Paradieses und duftet nach Dolce Vita, reifen Zitronen und gelben Bikinis. Die mediterrane Leichtigkeit des Seins war zweifellos immer schon prägend für die Instrumental-Kunst von Quadro Nuevo: italienische Tangos, französische Valse, ägäische Mythen-Melodien, waghalsige Fahrtenlieder entlang einer sonnenbeschienen Küstenstraße, orientalische Grooves, Brazilian Flavour und neapolitanische Gassenhauer. Sie alle dienen als vergnügliche Barke für lustvoll improvisierte Abenteuerfahrten. Die Anregungen und Inspirationen hierzu holte sich Quadro Nuevo auf ausgedehnten Reisen. Musikalische Juwelen aufgelesen auf den Plätzen und an den Gestaden des Südens. Am Samstag, dem 18. November, verschlägt es die spielsüchtigen Virtuosen in die Centralstation nach Darmstadt.

SOM DE PRATA – Samba, Bossa Nova, Forró, Choro

Das Quartett ,,Som de Prata”, bestehend aus der Sängerin Gabriela Lehr, der Flötistin Nina Groschup, der Schlagzeugerin Cris Gavazzoni und dem Gitarristen und Arrangeur Humberto Colacio, widmet sich der brasilianischen Musik und interpretiert Stücke von anerkannten Komponisten der modernen volkstümlichen brasilianischen Musik, der sogenannten Música Popular Brasileira, wie Tom Jobim, Pixinguinha und Vinícius de Moraes.

18. Darmstädter Jazzforum: Vernissage “The All Of Everything”

Das diesjährige Darmstädter Jazzforum Destination Unkown hat sich in den Kopf gesetzt, nichts weniger zu verhandeln, als die Zukunft des Jazz.

In diesem Kontext steht die Ausstellung The All Of Everything  für eine Erweiterung des Diskurses auf den gesamtgesellschaftlichen Raum.

Wie kann die Welt aussehen, in der Musik und speziell der Jazz in Zukunft existieren wird?

Wir haben fünf Expert:innen aus verschiedenen Gewerken in getrennten Interviews diese Frage gestellt und dann Künstler:innen gebeten, deren Gedanken in Bildern zu verarbeiten. Das gefilmte Interview und die Kunstwerke werden in der Ausstellung in den Zusammenhang gesetzt. Vorstellung der Tandems

Besonders wenn es um die Zukunft geht, sollten Kinder und Jugendliche zu Wort kommen können. In einer einwöchigen AG an der Montessorischule Darmstadt haben sich neun Jugendliche mit der Zukunftsforschung und der Geschichte des Jazz befasst und aus ihren Eindrücken Kunstwerke geschaffen, die ihre Sichtweise auf die Zukunft spiegeln.

Wir freuen uns über eine multimediale Ausstellung mit vielen Stimmen und Perspektiven auf die Zukunft.

Im Anschluss an die Vernissage gibt es noch die Chance auf echte Zukunftsmusik.

Im Gewölbekeller des Jazzinstituts findet von 20:00 bis 22:30 Uhr das Konzert des Trios Karja/Renard/Wandinger als Pre-Opening des 18. Darmstädter Jazzforums statt.

FEDERICO D’ATTELLIS & PATRICIO SULLIVAN – Gitarre und Charango aus Argentinien

Federico D’Attellis mit der 7-saitigen Gitarre und Patricio Sullivan mit dem Charango kommen von Berlin und Buenos Aires nach Darmstadt. Sie sind Instrumentalisten und Komponisten mit umfassender Erfahrung in akademischer und populärer Musik und genießen in Argentinien und im Ausland große Anerkennung. Ihr jüngstes Album „Final Abierto“ entstand durch Arbeiten und Komponieren zwischen Berlin und Buenos Aires und bietet ein originelles Repertoire argentinischer Musik, das diese neue Suche nach Klang mit Subtilität und Ausgewogenheit verbindet. Die Musiker traten erstmals im November 2019 während Patricio Sullivans Europatournee gemeinsam in der Schweiz auf. Aus diesem Treffen entstand zusätzlich zum Album mit Hilfe des argentinischen Außenministeriums das Hundertjahrkonzert zu Ehren von Ariel Ramírez, das im Dezember 2021 in Berlin stattfand. Im März dieses Jahres 2023 präsentierten sie ihr Album im BebopClub, einem renommierten Veranstaltungsort in Buenos Aires, mit namhaften Gästen. Das Charango ist ein andines Instrument, das Patricio Sullivan mit einem urbanen und zeitgenössischen Look spielt. Federico D’Attellis verleiht seiner Gitarre eine großartige kammermusikalische Behandlung.

Patricio Sullivan:
Als Spezialist für lateinamerikanische Saiteninstrumente und Komponist mit einer umfassenden akademischen und populären Ausbildung ist er derzeit eine der wichtigsten Referenzen für das Charango in Argentinien und weltweit.

Er absolvierte seine akademischen Studien am Konservatorium „Manuel de Falla“ in Buenos Aires und ist derzeit Professor.

Er hat an den wichtigsten CharangoFestivals in Lateinamerika teilgenommen in
Sucre, Potosí und Aiquile (Bolivien), Arequipa und Puno (Peru), Mexiko DF und Cuenca (Ecuador) teil. Im Jahr 2010 wurde er auf der XXVII. CharangoMesse und Festival (2010) in Aiquile, Bolivien, mit dem Goldenen Charango in der internationalen Kategorie ausgezeichnet. Er wurde eingeladen, als Solist mit Symphonie und Streichorchestern aufzutreten. Er arrangierte und komponierte auch Werke für Charango und Orchester. Er ist Schöpfer und künstlerischer Leiter des Projekts „Noche de Charanguistas“, das seit 2011 in verschiedenen Städten auf der ganzen Welt und jährlich im KirchnerKulturzentrum in Buenos Aires stattfindet.
2018 wurde er eingeladen, an dem renommierten Programm „Encuentro en la Cúpula“ mit seiner Quartettformation teilzunehmen und sich damit als einer der renommiertesten CharangoMusiker der Gegenwart zu profilieren.
2019 hat er drei Werke für Charango und Orchester arrangiert, die beim
Festival de Charanguistas im CCK Buenos Aires (September 2019) uraufgeführt wurden, mit der Camerata Argentina, einem Orchester unter der Leitung des renommierten Geigers Pablo Agri.
Ende 2019 unternahm er seine vierte Tournee mit mehr als 20 Konzerten und Workshops in verschiedenen Ländern Europas (Italien, Schweiz, Frankreich und Belgien) und nahm am renommierten Festival „Kaleidoscope de la Guitare“ in Rixensart, Belgien, teil.
Seine mit dem Ronroco gespielte Version von „Adiós Nonino“ wurde am 11. März letzten Jahres vom argentinischen Außenministerium ausgewählt, um im Rahmen der Piazzolla100Feierlichkeiten in 159 Botschaften auf der ganzen Welt für das Werk Astor Piazzollas zu
werben.

Federico D’Attellis:
Federico D’Attellis ist Gitarrist, Komponist, Musikarrangeur und Produzent.
Er wurde in Buenos Aires geboren. Er studierte klassische Gitarre am Konservatorium für Musik „Manuel de Falla“ in Buenos Aires und parallel dazu Tango und Folklore an der „Escuela de Música Popular de Avellaneda“. Er verbesserte seine Gitarrenkenntnisse bei dem renommierten Víctor Villadangos und belegte Kurse in Komposition, Arrangement und Improvisation bei Größen der argentinischen Musik wie Lilián Saba, Ernesto Snajer, Diego Schissi und Gustavo „Popi“ Spatocco. Als Komponist und Arrangeur von Tango und argentinischer Folklore verschmilzt er die Elemente der populären Musik mit der klassischen Musik und dem Jazz, mit einer konzeptionellen Behandlung der Rhythmik, der Melodik und der Harmonik. Im akademischen Bereich unterrichtete er an der Musikhochschule „Manuel de Falla“ unter anderem in den Fächern „Rhythmen und Formen der Folklore und Bürgermusik“ und „Musiksprache“.
In seiner Tätigkeit als Produzent hat er kulturelle Veranstaltungen wie die Projekte „Clases Maestras“ und „Nuevos y Buenos Aires del Folklore“ ins Leben gerufen, die in Buenos Aires unter Beteiligung großer Vertreter der argentinischen und internationalen Musik stattfanden.

Seit 20 Jahren entwickelt er Aktivitäten als Solist und Instrumentalist in verschiedenen musikalischen Formationen, sowohl in Argentinien als auch bei verschiedenen Gitarrenfestivals in Europa und Lateinamerika.

Derzeit lebt er in Berlin, wo er sich als Interpret und Komponist argentinischer und anderer lateinamerikanischer Musik weiterentwickelt.

https://federicodattellis.com/    https://patriciosullivan.com.ar/

GIOVANNI PALOMBO & PASQUALE LAINO – World-Jazz aus Italien

Giovanni Palombo und Pasquale Laino, Gitarrist bzw. Saxophonist aus Rom, zieht es als „Jazz Nomaden“ auch nach Darmstadt. Beide sind nicht nur im italienischen Jazz zuhause, auch in der Klassik, in zeitgenössischer Musik, in Musik für Film und Theater tummeln sie sich.

Giovanni Palombo ist ein Gitarrist und Komponist, der als akustischer Fingerpicking-Gitarrist auch in Deutschland bekannt wurde. Mehrere Platten hat er im Label von Peter Finger aufgenommen. Genauso selbstverständlich wie als Sologitarrist agiert er als Mitglied verschiedener Ensembles zwischen World-Jazz, folkloristischer und akustischer Musik mit improvisatorischem Einschlag. Mediterraner Swing und großartige melodische Phrasen werden zu stimmungsvollen und berührenden Stücken verwoben, die uns auf eine außergewöhnliche künstlerische Reise mit poetischen Nuancen mitnehmen. Anrührende und verspielte Melodien verknüpfen sich in Palombos Musik mit impressionistischen Harmonien zu einem dichten Klang-Gewebe, auf dem sich die Improvisationen seiner musikalischen Partner gelassen ausbreiten können. Seine besondere Stärke ist das versierte und einfühlsame Begleiten.

Pasquale Laino ist ein herausragendes Mitglied der italienischen Saxofonszene. Er ist einer der Gründer der Gruppe Klezroym und des Saxophonquartetts Arundo Donax. Sein Ton ist butterweich, sein Spiel äußerst facettenreich und farbenfroh. Sein dezenter Einsatz elektronischer Klänge klingt einfühlsam und geschmackvoll. Laino hat mit vielen Größen der italienischen Jazzszene gespielt und schafft einen wunderbaren Kontrast zum Gitarrenspiel von Giovanni Palombo.

https://www.giovannipalombo.com/

JULIANA BLUMENSCHEIN & FLORIN KÜPPERS – Brasil Jazz

Ein Konzert im Duo lässt die Zuhörerschaft immer besonders nah an die Musik und die Musiker*innen heranrücken. Zwischen der deutsch-brasilianischen Sängerin Juliana Blumenschein und dem Gitarristen Florin Küppers entstehen Verspieltheit, Intimität und Witz, die ansteckend sind. Mit der Veröffentlichung ihres neuen Albums „In Between“ interpretieren sie ein abwechslungsreiches Programm aus Jazz des Great American Songbooks, sowie großer brasilianischer Komponisten.

Die facettenreiche Stimme Juliana Blumenscheins schenkt jedem Song, ob englisch oder portugiesisch, eine lebendige Tiefe, während sie auf vielseitige und mehrstimmige Weise von Florin Küppers auf der Gitarre begleitet wird. Es entsteht eine ehrliche und zeitlose Musik, die den spontanen Moment der Improvisation genauso zelebriert wie fein arrangierte und detailverliebte Arrangements.

Was das Duo aber besonders ausmacht,  ist die Freude und Leidenschaft, mit der sie zusammen musizieren. Man hört es nicht nur, man sieht es, wie sie auf der Bühne stehen und fühlt es im ganzen Raum, man ist mittendrin und Teil davon, wie diese zeitlosen Lieder zum Leben erweckt werden.

https://julianablumenschein.de/

https://florinkueppers.de/

LUIS GALLO & MAX CLOUTH

Den Madrider Luis Gallo und den Frankfurter Max Clouth verbindet die Liebe zur Gitarre und zum guten Essen: “Musik machen ist wie Kochen, es geht um gute Zutaten, gutes Timing und guten Geschmack.” sagt Max Clouth. “Und darum, manchmal frische Rezepte auszuprobieren!” ergänzt Luis Gallo.

Die Lust an frischen musikalischen Rezepten hat beide angetrieben, in verschiedensten Konstellationen zu arbeiten: Luis mit Hans Zimmer, Ara Malikian und Jorge Pardo, Max mit Varijashree Venugopal, Arto Tuncboyaciyan und seinem Max Clouth Clan, der die Klangsprache indischer Ragas in den Jazz überträgt. Jetzt also ein Duo dieser beiden Grenzgänger. “Die Gitarre lässt sich in jede Kultur übertragen. Für mich ist sie wie eine Brücke!” meint Luis. Max dazu: “Luis spricht Englisch mit spanischem, ich mit deutschem Akzent, aber am Ende sprechen wir beide Musik, wir sprechen Gitarre!”

Youn Sun Nah

Wer Youn Sun Nah einmal live gesehen hat, vergisst sie so schnell nicht wieder. Ihre Stimme fesselt, die Lieder entfalten hypnotische Intensität.

 

dazz-Festival 2024: Jazzanova

Das Berliner DJ- und Produzentenkollektiv bestehend aus Alex Barck, Claas Brieler, Axel Reinemer, Jürgen von Knoblauch und Stefan Leisering ist allen voran bekannt für geniale Remixe, doch auch die Eigenproduktionen können sich durchaus hören lassen!

Als Jazzanova 1995 zum ersten Mal zusammenfanden, gab es keine konkrete Idee, was genau die Band werden sollte. Seitdem haben sie konstant ihre eigenen Regeln erfunden und sich nie auf ein Format oder eine Szene festgelegt.  Immer waren sie mit einem Fuß in der Clubkultur und mit dem anderen in der Live-Arena: dem Ort, an dem sie in den vergangenen zehn Jahren am meisten aktiv waren. All die kreativen Ströme münden nun in ihrem neuesten Album “The Pool”.

Eine Veranstaltung im Rahmen von dazz – Jazz Wnter Darmstadt 2024