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33. Darmstädter Jazzconceptions: Abschlusskonzert mit Dozentenkonzert

An diesem Abend gehen zwei weitere Workshop-Ensembles ihre Arbeitsergebnisse auf die Bühne. Zum großen Finale der Conceptions werden alle Dozent:innen der Woche dem Publikum ihr Können in einer gemeinsamen Band präsentieren. Line-Up: Christopher Dell Vibraphon | Norbert Dömling Bass | Jan Leipnitz Schlagzeug | Uli Partheil Klavier, künstlerische Leitung | Anke Lucks Posaune | Almut Schlichting Baritonsaxofon

Wie in den letzten Jahren gibt es wieder eine open-air-Bühne auf dem Hof. Bei schlechtem Wetter wird in die Halle ausgewichen.

33. Darmstädter Jazzconceptions: Abschlusskonzert

Den ersten Teil der beiden Abschlussabende der 33. Darmstädter Jazzconceptions gestalten ausschließlich die Ensembles mit Teilnehmenden am diesjährigen Sommerworkshop. Freitagabend, bei freiem Eintritt, präsentieren sich traditionell vier Bands mit jeweils 30minütigen Programmen unter Leitung der jeweiligen Dozentinnen und Dozenten, die mit den Workshopteilnehmer:innen die hohe Schule der kollektiven und solistischen Improvisation durchlaufen haben. Jedes Konzert für sich originell, kreativ und einzigartig.  Bei schönem Wetter finden die Konzerte unter freiem Himmel im Hof der Bessunger Knabenschule statt.

Swing Size Orchestra meets Ludovic from Paris

SWING SIZE ORCHESTRA featuring Ludovic Beier (Akkordeon) und Jeanine du Plessis (Vocals) spielen Musik von Count Basie, Duke Ellington, Louis Jordan & Ray Charles.

Elf gutaussehende, elegant gekleidete Herren mit blankpolierten Instrumenten, der Pariser Akkordeonist Ludovic Beier und die südafrikanische Sängerin Jeanine du Plessis spielen ein mitreißendes Programm mit Stücken von Count Basie, Duke Ellington, Louis Jordan und Ray Charles.

Darmstädter Bigband plays Rob McConnell

Das diesjährige Programm der Damstädter Bigband unter der Leitung des Saxophonisten Peter Linhart ist dem Posaunisten und Arrangeur Rob McConnell gewidmet. Der Kanadier galt bis zu seinem Tod im Jahr 2010 als einflussreiche Persönlichkeit im Bereich des  Bigband Jazz und gewann seinerzeit mehrere Grammys.

Als Gast wird der Lead-Posaunist der hr-Bigband, Günter Bollmann, zur Band stoßen. Bollmann ist bereits seit 1998 Mitglied der Bigband des Hessischen Rundfunks und hat  dabei bis dato Jazzstars wie Michael Brecker, John Scofield, Billy Cobham oder Chris Potter begleitet. Daneben war er als gefragter Solist bereits bei Paul Kuhn, Udo Jürgens, Thomas Quasthoff oder Peter Herbolzheimer im Einsatz und auch an einer CD Aufnahme der SWR Bigband mit Rob McConnell im Jahr 2003 beteiligt.

Die Darmstädter Bigband besteht seit über 35 Jahren und hat sich durch Konzerte und Workshops mit Jazzstars wie Eric Marienthal, Ernie Watts, Ack van Rooyen, George Gruntz, Peter Herbolzheimer, Tony Lakatos, Andy Haderer oder Bob Reynolds einen hervorragenden Ruf erspielt. Weitere Highlights in ihrer Bandgeschichte waren die Produktionen der beiden CDs „Red Beans and Rice“ feat. Bob Mintzer und „Kentomania“ mit Herb Geller als Gastsolisten, sowie diverse Aufführungen des „Sacred Concert“ von Duke Ellington (mit dem Kammerchor der Darmstädter Kantorei). Für ihre „kontinuierliche Arbeit auf höchstem Niveau und ihrem Beitrag zum überregionalen Ansehen der Stadt Darmstadt als Jazzstadt“ (Begründung der Jury) wurde der Bigband 2017 der Darmstädter Musikpreis verliehen.

DER BLAUE BEREICH

„Der blaue Bereich“ spielt Modern Jazz mit folkloristischen Anklängen. Neben  Eigenkompositionen gehören Stücke von europäischen und amerikanischen Jazzmusikern wie z.B. Louis Sclavis und Charles Mingus zum Repertoire. Bülent Ates, der gerade seinen  80. Geburtstag feiern konnte, ist eine lebende Legende der Frankfurter Musiklandschaft.  Der in Ankara geborene Schlagzeuger erlebte vor vielen Jahren Albert Mangelsdorff bei einem Auftritt in Istanbul und beschloss daraufhin, nach Deutschland zu kommen. Er tourte zuvor schon durch Europa und spielte bereits 1968 mit Don Cherry in Schweden bei  den „Summer House Sessions“, die im letzten Jahr endlich auf CD dokumentiert wurden.

In Frankfurt wurde er zu einem wichtigen Eckpfeiler der Szene und arbeitete u.a. mit Heinz Sauer, Christoph Lauer, Bob Degen, Harry Petersen und Alfred Harth zusammen. Mit Jürgen Wuchner verband ihn eine langjährige musikalische Partnerschaft in vielen  Projekten. Gitarrist Michael Bernschneider ist seit vielen Jahren in der Frankfurter  Jazzszene aktiv und spielte u.a. mit Jürgen Wuchner, Natalya Karmazin und Thomas  Langer. Er wird auch bei einigen Stücken die chromatische Mundharmonika zu Gehör bringen. Chris Rücker ist ein stilistisch vielseitiger Kontra- und E-Bassist. Er spielt bei  Nachttierhaus und der Karma Jazz Group, mit der er auch das Jazz Arbeitsstipendium der Stadt Frankfurt erhielt. Konzertiert hat er beim Deutschen Jazzfestival Frankfurt und in der Alten Oper.

Michael Bernschneider: Gitarre, Harmonica | Chris Rücker: Kontrabass | Bülent Ates: Schlagzeug

HLADEK / YANCHEV / HLADEK

Pat Methenys „Heat of the day“ ist – in der spanischen Übersetzung – das Titelstück dieses Crossover-Programms mit Gitarrenmusik aus verschiedenen (Musik-)Kulturen. Es Konzert kombiniert in einer temperamentvollen und „heißen“ Mischung klassische Gitarrenmusik aus Spanien, Südamerika und Südosteuropa u.a. von Murcia, Sanz, Barrios, Bartok, de Falla mit Jazzstücken von Pat Metheny und Tigran Hamasyan sowie Eigenkompositionen  und Improvisationen des Trios Hladek/Yanchev/Hladek. Dabei treffen in originellen und klangfarblich abwechslungsreichen Arrangements nicht nur unterschiedliche  Stilrichtungen und Besetzungen von Solo bis Trio aufeinander, sondern auch eine große Vielfalt unterschiedlicher Gitarren- und  Percussionsounds.

Stefan Hladek, Gitarren | Kalin Yanchev, Gitarren | Alexander Hladek, Vibraphon & Percussion

SCHMACKES

Der Name der Band ist zugleich Programm: Ihre Musik reißt mit, ist voller Energie und erreicht schnell die Gefühle und Tanzbeine der Zuhörer:innen. Ihre Spielweise changiert manchmal zwischen Wehmut und tastender Sehnsucht, mündet aber meistens in wilder  und tanzender Lebensfreude. Das Repertoire umfasst traditionelle Stücke aus der jiddischen Musik, der Romakultur und aus dem Balkan, präsentiert in eigenen Arrangements, sowie eigene Stücke; gewürzt mit virtuosen Improvisationen und viel expressivem Gesang.

Ralf Engel, Gitarre | Andrii Fesenko, Akkordeon | Andre Voran, Flöte, Saxofon | Matthias Zeylmans, Kontrabass, Gesang

LA SOURCE BLEUE feat. Tom Wolff und Daniel Schmitz

New Jazz Originals, imaginäre Folklore und das Songbook von Steve Lacy sind die Markenzeichen dieser entspannt interagierenden Band um den Sopransaxophonisten  Michael Bossong. Das Darmstädter Echo nannte sie „perfekte Kenner der Materie“ und ein  “eingespieltes Team, das bestens aufeinander reagiert“. Sprachkünstler und Vokalist Tom  Wolff fügt dem Bandsound seine expressiven und poetischen Lyrics hinzu und hat sich längst als essentieller Bestandteil der Band etabliert. Daniel Schmitz setzt mit seinem kraftvollen und lässigen Trompetensound eigene Impulse, erweitert die Klangfarben des  Quintetts und fügt sich perfekt in die offene und freisinnige Spielhaltung dieser Band.

Michael Bossong, Soprano Sax | Thomas Honecker, Gitarre | Michael Distelmann, Bass | Bülent Ates, Drums | Tom Wolff, Vocals | Daniel Schmitz, Trompete

Mainouche – Gypsy Jazz & More

Standards der 20er und 30er Jahre, Schöpfungen von Django Reinhardt sowie allerlei artverwandte Stile und Songs im Gypsy Jazz Gewand. Der Name “Mainouche” setzt sich aus dem Fluss Main sowie dem französischen Begriff “Manouche” zusammen, der sowohl für in Frankreich lebende Sinti als auch für Gypsy Jazz im Allgemeinen steht.

Mainouche begibt sich als Quartett mit 20 Saiten, bestehend aus zwei Gitarren, Kontrabass und Violine sowie zwei Gesangsstimmen, auf die Reise. Vier professionelle Musiker aus 3 Bundesländern präsentieren Klassiker sowie Neuinterpretationen bekannter Titel als auch Eigenkompositionen. Energetische Leidenschaft und sichtliche Spielfreude sowie eine gute Portion Humor sind hier Programm. Mainouche spielt im akustischen Kontext, je nach Gelegenheit verstärkt oder unverstärkt virtuos und mit viel Spontanität, so dass wenn es sich ergibt, auch schon mal das Instrumentarium erweitert wird.

Rymden

Berge und Täler sind nicht bloß das Resultat geologischer Prozesse. Seit jeher sind sie den Menschen Sinnbilder für gute und schlechte Zeiten. Bugge Wesseltoft, Magnus Öström und  Dan Berglund haben in den letzten 30 Jahren einige davon erlebt – aber in jüngster Zeit  führt der Pfad vor allem bergauf. Seit 2019 hat die schwedisch-norwegische Band Rymden (zu Deutsch „Raum“ oder „Weltraum“) zwei Studioalben und eine Liveplatte veröffentlicht.  Von Publikum wie Presse wurde der Mix aus akustischen und elektronischen Klängen begeistert aufgenommen.

„Valleys & Mountains“ ist das dritte Werk der Skandinavier. Es zelebriert erneut die Liebe der drei für virtuos gespielte Musik im Stile der Siebziger Jahre, für Fusion-Jazz, Prog-Rock und sogar Klassik. Es gibt überraschende Taktwechsel, abgrundtief tosende Bassläufe und flirrende Synthesizer-Flächen. Dabei ist eines deutlich erkennbar: so ausgeruht klangen Rymden noch nie.