{"id":12811,"date":"2023-05-25T13:13:30","date_gmt":"2023-05-25T11:13:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/?p=12811"},"modified":"2023-05-25T13:13:43","modified_gmt":"2023-05-25T11:13:43","slug":"musikgespraeche-archiv","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.jazzinstitut.de\/en\/musikgespraeche-archiv\/","title":{"rendered":"Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4che (Archiv)"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Sorry, but this page is only available in German.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>32. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch:<br \/>\n<\/strong><strong>Kunst kommt von &#8230; ?<\/strong><br \/>\n<strong>Ein Musikgespr\u00e4ch \u00fcber Joseph Beuys und \u00fcber Musik<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gast: Martin Faass, Direktor des Hessischen Landesmuseums Darmstadt<br \/>\n<\/strong>Termin: [urspr\u00fcnglich: Mittwoch, 27. Mai 2020, 20:00 Uhr]<br \/>\n<strong><span style=\"color: #ff0000;\">verschoben; neuer Termin wird bekanntgegeben!<\/span><\/strong><br \/>\nOrt: Museumscafe im Landesmuseum Darmstadt<\/p>\n<p>Vor 50 Jahren richtete Joseph Beuys im Darmst\u00e4dter Landesmuseum mehrere R\u00e4ume ein, die seither als &#8222;Block Beuys&#8220; Kunstgeschichte geschrieben haben. Wir nehmen die Feiern zum 50-j\u00e4hrigen zum Anlass mit dem Direktor des Landesmuseums Martin Faass \u00fcber Beuys&#8216; \u00c4sthetik zu diskutieren und dar\u00fcber, wie diese weit \u00fcber die Bildende Kunst hinaus und bis heute sp\u00fcrbar ist. Wir sprechen beispielsweise \u00fcber die Komposition des scheinbar Improvisierten, \u00fcber die Schwierigkeit, das Verg\u00e4ngliche festhalten zu wollen, \u00fcber das Schaffen und die Ver\u00e4nderung von Konnotationen \u00fcber die Jahre, \u00fcber Verst\u00e4ndnis und Missverst\u00e4ndnis im Bereich von Kunst und Musik und die Berechtigung f\u00fcr beide Reaktionen, oder dar\u00fcber, wie es mit dem Anspruch einer Demokratisierung des Kunstbetriebs heute bestellt ist.<\/p>\n<p>Das Musikgespr\u00e4ch zu Beuys wird im Museumscaf\u00e9 des Hessischen Landesmuseums Darmstadt stattfinden (Friedensplatz 1).<\/p>\n<p>Das musikalische Quartett des Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4chs besteht aus den Leitern der drei st\u00e4dtischen Darmst\u00e4dter Musikinstitute \u2013 <strong>Cord Meijering<\/strong> (<a href=\"http:\/\/www.akademie-fuer-tonkunst.de\">Akademie f\u00fcr Tonkunst<\/a>), <strong>Thomas Sch\u00e4fer<\/strong> (<a href=\"http:\/\/www.internationales-musikinstitut.de\">Internationales Musikinstitut<\/a>) und <strong>Wolfram Knauer<\/strong> (<a href=\"http:\/\/www.jazzinstitut.de\">Jazzinstitut<\/a>) \u2013 sowie einem Gast. Die Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4che sind eine Kooperation dieser drei st\u00e4dtischen Musikinstitute; der Eintritt zu den Veranstaltungen, die jeweils um 20.00 Uhr beginnen, ist frei.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>31. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch:<\/strong><br \/>\n<strong>&#8222;It really cooks!<\/strong><br \/>\n<strong>Ein Musikgespr\u00e4ch \u00fcbers Kochen und die Musik<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gast: Monika M\u00fcller<br \/>\n<\/strong>Termin: Mittwoch, 27. November 2019, 20:00 Uhr<br \/>\nOrt: Theater im P\u00e4dagog, P\u00e4dagogstra\u00dfe 5, 64283 Darmstadt<\/p>\n<p>&#8222;It really cooks&#8220; sagt man im Englischen, wenn es richtig losgeht in der Musik. Es kocht auf der B\u00fchne, wenn Musikerinnen und Musiker die Spannung gekonnt zum H\u00f6hepunkt treiben. Dieses Kochen ist allerdings meist Sache der Interpreten, nicht der Komponisten; es ist vor allem eine performative Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>\u00dcber sie wollen wir beim 32. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch mit der weit \u00fcber Darmstadt hinaus bekannten kreativen K\u00f6chin Monika M\u00fcller sprechen. Wir werden Parallelen zwischen Kochen, Komponieren oder Improvisieren diskutieren, \u00fcber kulinarische Ingredienzien und harmonische, rhythmische oder Klang-Farben sprechen, uns mit Gew\u00fcrzen, Geschmackskontrasten, disharmonischen oder (oft nur scheinbar) atonalen Passagen in der Musik befassen, nach V\u00f6llerei und unkritischem Musikgenuss fragen, und uns bewusst machen, dass es in beiden Bereichen kompromisslose Verfechter einer &#8222;reinen Lehre&#8220; gibt. Wir werden dar\u00fcber sprechen, welche Melodien man in der K\u00fcche h\u00f6rt, wie jede einzelne Pers\u00f6nlichkeit dort ihren eigenen Klang besitzt, und wie man als K\u00f6chin eine Geschmacksdramaturgie entwickeln kann, in der sich Harmonie und spannende Dissonanzen abwechseln.<\/p>\n<p>Zum Musikgespr\u00e4ch mit Monika M\u00fcller gehen wir an ihren augenblicklichen Wirkungsort, die Produktionsk\u00fcche im Theater im P\u00e4dagog. Und wir werden in einem kurzen Einf\u00fchrungsvideo zum Abend einen Eindruck der musikalischen Umgebung ihrer kulinarischen Kreativit\u00e4t erhalten.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Das musikalische Quartett des Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4chs besteht aus den Leitern der drei st\u00e4dtischen Darmst\u00e4dter Musikinstitute \u2013 <strong>Cord Meijering<\/strong> (<a href=\"http:\/\/www.akademie-fuer-tonkunst.de\">Akademie f\u00fcr Tonkunst<\/a>), <strong>Thomas Sch\u00e4fer<\/strong> (<a href=\"http:\/\/www.internationales-musikinstitut.de\">Internationales Musikinstitut<\/a>) und <strong>Wolfram Knauer<\/strong> (<a href=\"http:\/\/www.jazzinstitut.de\">Jazzinstitut<\/a>) \u2013 sowie einem Gast. Die Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4che sind eine Kooperation dieser drei st\u00e4dtischen Musikinstitute; der Eintritt zu den Veranstaltungen, die jeweils um 20.00 Uhr beginnen, ist frei.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Transformationen<\/strong><\/p>\n<p><strong>G\u00e4ste: Nikolaus Heyduck, Reinhart B\u00fcttner<\/strong><br \/>\nTermin: Mittwoch, 19. Juni 2019, 20:00 Uhr<br \/>\nOrt: Jazzinstitut Darmstadt (Bessunger Stra\u00dfe 88d, 64285 Darmstadt)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/100jahresezession_b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7832 alignnone\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/100jahresezession_b.jpg\" alt=\"\" width=\"627\" height=\"238\" srcset=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/100jahresezession_b.jpg 627w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/100jahresezession_b-300x114.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 627px) 100vw, 627px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Unter dem Titel &#8222;Transformationen&#8220; zeigen Nikolaus Heyduck, Barbara Heller, Helmut Werres und Reinhart B\u00fcttner vom 11. Juni bis zum 23. August 2019 im Jazzinstitut Installationen, Kl\u00e4nge und Bilder in einer Ausstellung im Rahmen des hundertj\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der Darmst\u00e4dter Sezession aus. Anlass \u00fcber ein Musikgespr\u00e4ch mit demselben Titel und der Frage an zwei der Ausstellenden: Wie wird Grafik zu Klang, wie wird Klang zu Skulptur? Wie klingt ein Bild? Wie t\u00f6nt eine Galerie?<\/p>\n<p>Dabei sind der K\u00fcnstler und Theoretiker Reinhart B\u00fcttner sowie der Komponist und Klangk\u00fcnstler Nikolaus Heyduck. Zusammen mit dem Komponisten Cord Meijering, dem Direktor des Internationalen Musikinstituts Thomas Sch\u00e4fer und dem Leiter des Jazzinstituts Wolfram Knauer wollen wir dabei den Verbindungslinien zwischen Visuellem, Greifbarem und Klingendem auf die Spur kommen.<\/p>\n<p>Vor dem Musikgespr\u00e4ch besteht ab 19:15 Uhr die M\u00f6glichkeit, die Ausstellung im Jazzinstitut zu betrachten.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Das musikalische Quartett besteht aus den Leitern der drei st\u00e4dtischen Darmst\u00e4dter Musikinstitute \u2013 <strong>Cord Meijering<\/strong> (<a href=\"http:\/\/www.akademie-fuer-tonkunst.de\">Akademie f\u00fcr Tonkunst<\/a>), <strong>Thomas Sch\u00e4fer<\/strong> (<a href=\"http:\/\/www.internationales-musikinstitut.de\">Internationales Musikinstitut<\/a>) und <strong>Wolfram Knauer<\/strong> (<a href=\"http:\/\/www.jazzinstitut.de\">Jazzinstitut<\/a>) \u2013 sowie einem Gast. Die Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4che sind eine Kooperation dieser drei st\u00e4dtischen Musikinstitute; der Eintritt zu den Veranstaltungen, die jeweils um 20.00 Uhr beginnen, ist frei.<\/p>\n<div class=\"entry-content\">\n<hr \/>\n<p><strong>Space is the Place!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gast: Paolo Ferri (European Space Agency)<br \/>\n<\/strong>Termin: Mittwoch, 28. November 2018, 20:00 Uhr<br \/>\nOrt: Kunstforum der TU Darmstadt, Hochschulstra\u00dfe 1, 64289 Darmstadt<\/p>\n<p>Ein Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch mit Paolo Ferri \u00fcber Utopie und Realit\u00e4t, \u00fcber Space als erfahrbaren oder errechenbaren Raum, \u00fcber Intuition und die Berechenbarkeit des Experimentellen und anderes mehr.<\/p>\n<p>Paolo Ferri ist Bereichsleiter Missionsbetrieb bei ESOC (European Space Operations Centre) in Darmstadt, verantwortlich f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von allen unbemannten Raumfahrtmissionen der Europ\u00e4ischen Raumfahrtagentur ESA (European Space Agency). Er leitet dort im Missionskontrollzentrum die Teams f\u00fcr die Missionssteuerung von Sonden zur Sonne und den Planeten, wie Mars Express, ExoMars, BepiColombo, Solar Orbiter, Juice, von Weltraumteleskopen wie XMM-Newton, Integral oder Gaia, von Erdbeobachtungssatelliten wie Cryosat, Swarm, oder die Copernicus Sentinels.<\/p>\n<p>Mit Paolo Ferri wollen wir dar\u00fcber sprechen, warum das Kontrollzentrum bei Raketenstarts mit einem Orchester vergleichbar ist, warum der Weltraum bereits f\u00fcr die Musiktheoretiker des Mittelalters (\u201eharmonia mundi\u201c) interessant war oder wie die Liebe zur Musik der Naturwissenschaft vielleicht zu neuen Erkenntnissen verhelfen kann. So wenig dem Weltenraum Grenzen gesetzt sind, so grenzenlos scheinen die M\u00f6glichkeiten der Musik zu sein und so neugierig werden wir versuchen mit unseren gegenseitigen Fragen in die unendlichen Galaxien von Planeten und T\u00f6nen vorzudringen.<\/p>\n<p>Schnallen Sie sich an und seien Sie dabei!<\/p>\n<hr \/>\n<p>Das musikalische Quartett besteht aus den Leitern der drei st\u00e4dtischen Darmst\u00e4dter Musikinstitute \u2013 <strong>Cord Meijering<\/strong> (<a href=\"http:\/\/www.akademie-fuer-tonkunst.de\">Akademie f\u00fcr Tonkunst<\/a>), <strong>Thomas Sch\u00e4fer<\/strong> (<a href=\"http:\/\/www.internationales-musikinstitut.de\">Internationales Musikinstitut<\/a>) und <strong>Wolfram Knauer<\/strong> (<a href=\"http:\/\/www.jazzinstitut.de\">Jazzinstitut<\/a>) \u2013 sowie einem Gast. Die Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4che sind eine Kooperation dieser drei st\u00e4dtischen Musikinstitute; der Eintritt zu den Veranstaltungen, die jeweils um 20.00 Uhr beginnen, ist frei.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>FR\u00dcHERE MUSIKGESPR\u00c4CHE<\/strong><strong>28. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch<br \/>\nGast: Ute Ritschel (<a href=\"https:\/\/iwz.waldkunst.com\/\">Internationales Waldkunst Zentrum<\/a>)<br \/>\n<\/strong><strong>Die Natur zum Klingen bringen&#8230;<br \/>\n<\/strong>Termin: Mittwoch, 16. Mai 2018, 20:00 Uhr<br \/>\nOrt: Main Hall, <a href=\"http:\/\/www.osthang-project.org\/\">Osthang<\/a> der Mathildenh\u00f6he<br \/>\n<span class=\"_Xbe\"><span class=\"LrzXr\">Olbrichweg 19, 64287 Darmstadt<\/span><\/span><\/p>\n<p>Ein Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch mit Ute Ritschel \u00fcber Natur und Kunst, \u00fcber Ewigkeitsanspruch und Verg\u00e4nglichkeit und dar\u00fcber, wie sich Kunst und Musik an der Natur ein Beispiel nehmen k\u00f6nnen (oder auch umgekehrt?).<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"entry-content\">\n<p>Ute Ritschel ist Kuratorin und Kulturmanagerin und in dieser Funktion seit 2002 f\u00fcr die k\u00fcnstlerische Gestaltung des Internationalen Waldkunstpfads verantwortlich. Mit ihr m\u00f6chten wir dar\u00fcber sprechen, wie sich die Natur zum Klingen bringen l\u00e4sst. Welchen &#8222;Sound&#8220; hat das Holz \u2013 etwa um den Goetheteich herum oder auf der Ludwigsh\u00f6he, dort, wo Ute Ritschel &#8222;ihre&#8220; K\u00fcnstler*innen zur Arbeit einl\u00e4dt? Wie k\u00f6nnen wir <em>in die Natur<\/em> hineinh\u00f6ren? Wie lassen sich &#8222;Wald&#8220; und &#8222;kompositorische Arbeit&#8220; in einem Kunstwerk vereinen? Und schlie\u00dflich die alles entscheidende Frage, welche <em>\u00e4sthetische Form<\/em> f\u00fcr einen Klang-Kunstk\u00f6rper gefunden werden kann?<\/p>\n<p>Wir sind gespannt auf das gemeinsame Nachdenken und freuen uns, Ute Ritschel am 16. Mai 2018, 20.00 Uhr, in der Main Hall des Osthangs begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen (<a href=\"http:\/\/www.osthang-project.org\/\">Osthang-Projekt<\/a>).<\/p>\n<p>Das Darmst\u00e4dter Echo berichtete am 18. Mai 2018:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Klangkunst im Darmst\u00e4dter Forst: Kuratorin Ute Ritschel spricht \u00fcber Toninstallationen bei den Waldkunst-Ausstellungen<br \/>\n<\/strong><em class=\"info author\">Von Susanne D\u00f6ring<\/em><\/p>\n<div class=\"text\" style=\"padding-left: 30px;\">\n<p style=\"padding-left: 30px;\">DARMSTADT &#8211; Musik aus der Natur war es schon, was beim 28. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch im Hintergrund die Main Hall am Osthang der Mathildenh\u00f6he beschallte: Durch das Gr\u00fcn wummerten B\u00e4sse von irgendwoher. Aber das war mit dem Motto \u201eDie Natur zum Klingen bringen&#8230;\u201c nicht gemeint. Die Direktoren der drei st\u00e4dtischen Darmst\u00e4dter Musikeinrichtungen, Cord Meijering, Thomas Sch\u00e4fer und Wolfram Knauer, wollten vielmehr von Ausstellungskuratorin Ute Ritschel wissen, welche Rolle Musik im Rahmen ihres Internationalen Waldkunstpfades spielt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Mehrere Werke setzten auf T\u00f6ne<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ausf\u00fchrlich erz\u00e4hlte diese mit Dias von den bislang acht Darmst\u00e4dter Waldkunstpfaden, in denen immer auch Musik einen wichtigen Raum einnahm. So komponierte Martin K\u00fcrschner ein Werk f\u00fcr die Lichtinstallation \u201eBlau Ton\u201c von Gerhard Lang im Ludwigsh\u00f6hturm. Johannes S. Sistermanns beteiligte sich mit der Klangplastik \u201eWaldrand 1\u20133\u201c, indem er mit seinen St\u00fccken die Grenze zwischen Stadt und Wald auslotete; Paul Feichter aus Italien und Ko Seung Hyun aus Korea nutzten Waldmaterialien f\u00fcr Klangerzeuger. Feichters Pfeifenbaum und Ko Seung Hyuns Saiteninstrument Kayageum, brachten fremde Kl\u00e4nge in den Forst. Laute rund um den Wald wie Baumnamen oder Wetterberichte verarbeiteten dagegen Nikolaus Heyduck und Susanne Resch in der Performance \u201eWeitere Aussichten\u201c. In Lutz Nevermanns Projekt \u201eSeegest\u00f6ber\u201c hoben \u201eSoundpoles\u201c (eine Art Klangst\u00e4be) das Pl\u00e4tschern des Wassers im Goetheteich, Wind und Insektenger\u00e4usche hervor.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ritschel kategorisiert diese Musikprojekte in vier Gruppen. Man k\u00f6nne die Natur selbst zum Klingen bringen, Installationen dort hineinbauen, auf den Wald hin abgestimmte Kompositionen anfertigen \u2013 oder auch eine \u00e4sthetische Form f\u00fcr den Klang finden, wie es Anne Berlit mit ihrem \u201eLuftschloss\u201c machte, einem aufgeh\u00e4ngten H\u00e4uschen aus Brettern, durch die der Wind pfiff.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Wolfram Knauer stellte die Frage nach den Machtverh\u00e4ltnissen im Wald, den er mit Stille verbinde. Gleichen Respekt zollt auch Ritschel den B\u00e4umen, indem sie die Kunstprojekte auf Zeit anlegt. Maximal zehn Jahre seien die Objekte im Wald.<\/p>\n<\/div>\n<hr \/>\n<p><strong>27. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch<br \/>\nG\u00e4ste: Johanna-Leonore Dahlhoff (&#8222;Bridges &#8211; Musik verbindet&#8220;), Mustafa Kakour (Oud-Spieler aus Syrien), Arman Kamangar (Perkussionist aus Iran)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gefl\u00fcchtete Musik<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Termin: Mittwoch, 24. Januar 2018, 20:00 Uhr<br \/>\nOrt: Haus der Deutsch-Balten<br \/>\n<span class=\"_Xbe\">Herdweg 79, 64285 Darmstadt<\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr viele Menschen ist Musik einer der pers\u00f6nlichsten R\u00fcckzugsorte, die gerade in Stresssituationen ein Gef\u00fchl von Heimat und Geborgenheit zu erzeugen verm\u00f6gen. Kein Wunder also, dass musikalische Projekte in der Fl\u00fcchtlingsarbeit als wichtige Instrumente angesehen werden. Idealerweise lernt man beim Zusammen-Musizieren immer voneinander; normalerweise kommt es dabei aber auch regelm\u00e4\u00dfig zu Missverst\u00e4ndnissen.<\/p>\n<p>Von all dem soll unser 27. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch handeln, zu dem wir mit Johanna-Leonore Dahlhoff die Projektleiterin von <a href=\"http:\/\/bridges-musikverbindet.de\/\">&#8222;Bridges \u2013 Musik verbindet&#8220;<\/a> eingeladen haben, einer interkulturellen Initiative in Frankfurt, die gefl\u00fcchtete und beheimatete Profimusiker\/innen zusammenbringt. Frau Dahlhoff bringt Mustafa Kakour mit, einen aus Syrien stammenden Oud-Spieler, der bei Musical Bridges mitwirkt, sowie den jungen iranischen Perkussionisten Arman Kamangar. Uns geht es darum, zu erfahren, wie Projekte wie dieses neue Perspektiven schaffen, vielleicht auch eigene Haltungen in Frage stellen k\u00f6nnen, welche unterschiedlichen musikalischen Welten dabei tats\u00e4chlich aufeinandertreffen, welche Probleme und welche Chancen solche Projekte mit sich bringen. Uns geht es genauso darum, mit Betroffenen \u2013 also gefl\u00fcchteten Menschen genauso wie Deutschen, die an \u00e4hnlichen Projekten mitarbeiten \u2013 ins Gespr\u00e4ch zu kommen und uns \u00fcber die unterschiedlichen Erwartungen von beiden Seiten auszutauschen.<\/p>\n<p>Das 27. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch findet im gro\u00dfen Saal des Hauses der Deutsch-Balten statt, in dem die Erfahrung von Flucht aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln pr\u00e4sent ist: zum einen in der Tradition der deutsch-baltischen Br\u00fcckenarbeit, zum anderen aber auch in der Tatsache, dass sich in diesem Haus seit Jahren die Stipendiatenwohnung des Elsbeth-Wolffheim-Literaturstipendiums f\u00fcr politisch verfolgte Autor\/innen befindet.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>26. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch<br \/>\nG\u00e4ste: Kim Jin Ah, Geonyong Lee, Cord Meijering<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Eigene im Fremden<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Termin: Montag, 10. Juli 2017, 20:00 Uhr<br \/>\nOrt: Schader-Stiftung<br \/>\nGoethestra\u00dfe 2, 64285 Darmstadt<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schader-stiftung.de\">www.schader-stiftung.de<\/a><\/p>\n<p>&#8222;Reisen bildet&#8220;, hei\u00dft es, und das gilt in besonderem Ma\u00dfe auch f\u00fcr K\u00fcnstler. Die Konfrontation mit dem &#8222;Fremden&#8220; f\u00fchrt einem die Besonderheiten des &#8222;Eigenen&#8220; ja oft noch deutlicher vor Augen.<\/p>\n<p>Das haben auch der Koreaner Geonyong Lee und der Darmst\u00e4dter Cord Meijering erfahren, der eine einer der bedeutendsten koreanischen Komponisten der Gegenwart, der andere Direktor der hiesigen Akademie f\u00fcr Tonkunst und international aufgef\u00fchrter Komponist. Beide haben viel Zeit im jeweils anderen Land verbracht und sich mit dessen Musik und Kultur ausgiebig besch\u00e4ftigt \u2013 auch im eigenen Schaffen.<\/p>\n<p>Im von der koreanischen Musikwissenschaftlerin Kim Jin Ah moderierten Gespr\u00e4ch berichten sie \u00fcber die eigenen Erfahrungen, \u00fcber ganz praktische Beispiele dessen, dass man gerade im Fremden das Eigene deutlicher sieht. Daneben diskutieren sie, welche Auswirkungen die Faszination an europ\u00e4ischer Musik bei koreanischen Musikerinnen und Musikern auf ihre Haltung sowohl gegen\u00fcber dieser wie auch gegen\u00fcber den eigenen musikalischen Traditionen hat.<\/p>\n<p>In der Diskussion mit dem Publikum wird es dabei auch um den Wandel eines eurozentrisch gepr\u00e4gten Kulturbegriffs gehen, der die Realit\u00e4t des inzwischen global vernetzten kulturellen Diskurses noch nie abzubilden vermochte.<\/p>\n<p><strong>Es diskutieren:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/sejongsociety.org\/2006silkroad\/bio_geon-yong_lee.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Geonyong Lee<\/strong><\/a> gilt als einer der bekanntesten koreanischen Komponisten der Gegenwart. Er studierte vor \u00fcber 40 Jahren an der Frankfurter Musikhochschule Komposition, war sp\u00e4ter Professor f\u00fcr Komposition an der Seoul National University und an an der Korea National University of Arts. Bis Anfang diesen Jahres schlie\u00dflich wirkte er als Direktor der Seoul Metropolitan Opera. Geonyong Lee ist dabei ein gro\u00dfer Kenner beider Kulturen, und zwar sowohl auf der k\u00fcnstlerischen wie auch auf der Ausbildungsebene.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.meijering.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Cord Meijering<\/strong><\/a> ist Direktor der Akademie f\u00fcr Tonkunst auf dem Podium und Komponist. Er war in den letzten 12 Jahren insgesamt 15 Mal in Korea, hat dort zahlreiche Konzerte gegeben und geh\u00f6rt, Vorlesungen an koreanischen Universit\u00e4ten gehalten und sich intensiv mit der traditionellen koreanischen Musik befasst und diese auch in sein eigenes Schaffen integriert.<\/li>\n<li>Das Gespr\u00e4ch mit beiden moderiert <a href=\"https:\/\/www.musikundmedien.hu-berlin.de\/de\/musikwissenschaft\/trans\/mitarbeiter_soz\/pd-dr-jin-ah-kim\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Kim Jin Ah<\/strong><\/a>, die als Professorin f\u00fcr Musikwissenschaft und interdisziplin\u00e4re Studien am Minerva College of Liberal Arts an der Hankuk University of Foreign Studies in Seoul unterrichtet und sich schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit genau dieser Thematik befasst.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<div align=\"left\"><strong>25. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4che<br \/>\n<\/strong><strong>Zu Gast: Filmemacher Christian Gropper<\/strong><\/div>\n<div align=\"left\">\n<p><strong>Nachhall \u2013 das Oral-History-Projekt des Internationalen Musikinstituts Darmstadt<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div align=\"left\">Termin: Mittwoch, 22. M\u00e4rz 2017<br \/>\nProgrammkino Rex (Grafenstra\u00dfe 18-20), 20 Uhr, Eintritt frei<\/div>\n<div align=\"left\"><\/div>\n<div align=\"left\">In Darmstadt wird Musikgeschichte geschrieben \u2013 und das seit 1946. Ein Jahr nach Kriegsende gr\u00fcndete der damalige Kulturreferent der Stadt, Wolfgang Steinecke, mit tat\u00adkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung des damaligen Oberb\u00fcrgermeisters Ludwig Metzger, die \u201eFerien\u00adkurse f\u00fcr internationale Neue Musik\u201c, wie die Darmst\u00e4dter Ferienkurse in ihren Anfangs\u00adjahren noch hie\u00dfen.<\/div>\n<div align=\"left\"><\/div>\n<div align=\"left\">Im Auftrag des Inter\u00adnationalen Musikinstituts Darmstadt (IMD) haben sich seit 2010 der Dokumentarfilmer Christian Gropper, der Musikwissenschaftler und -journalist Michael Rebahn sowie der Fo\u00adtograf Lukas Einsele auf Spurensuche begeben. Sie haben Zeitzeugen der fr\u00fchen Kursjahre be\u00adsucht und sie zu ihrer ganz pers\u00f6nlichen Ferienkurs-Geschichte befragt. Aus vielen Stunden Filmmaterial, hat Christian Gropper nun einen knapp 40min\u00fctigen Film geschnitten.<\/div>\n<div align=\"left\"><\/div>\n<div align=\"left\">Beim 25. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch wird \u201eNachhall\u201c, so der Titel des 40min\u00fctigen Films, nun zum ersten Mal der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Christian Gropper wird nach der Premiere des Films \u2013 der mit gro\u00dfz\u00fcgiger Unterst\u00fctzung der Merck\u2019schen Gesellschaft f\u00fcr Kunst und Wissenschaft sowie der Strecker-Stiftung in Mainz produziert werden konnte \u2013 im Gespr\u00e4ch mit Wolfram Knauer, Cord Meijering und Thomas Sch\u00e4fer \u00fcber seine Arbeit berichten.<\/div>\n<div align=\"left\">\n<hr \/>\n<\/div>\n<p><strong>24. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch<br \/>\nGast: Philipp Gutbrod<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Museale Musik?<br \/>\nKonzerte im Museum und Musik in Ausstellungen<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Termin: Mittwoch, 5. Oktober 2016, 20:00 Uhr<br \/>\nOrt: Designhaus Darmstadt, Eugen-Bracht-Weg 6, 64287 Darmstadt<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.hessendesign.de\">www.hessendesign.de<\/a><\/p>\n<p>Ist es ein Hype unserer Eventkultur, m\u00f6glichst ungew\u00f6hnliche Locations entdeckt hat, um ein breiteres Publikum anzusprechen? Oder ergeben sich aus dem Aufbrechen gefestigter Pr\u00e4sentationsnormen vielleicht neue Diskurse?<\/p>\n<p>Die Mathildenh\u00f6he hat Musik bereits mehrfach ins Museum gebracht: 1988 mit der Ausstellung &#8222;That&#8217;s Jazz. Der Sound des 20sten Jahrhunderts&#8220; \u00fcber die Geschichte des Jazz, 1996 mit &#8222;Von Kranichstein zur Gegenwart&#8220; \u00fcber die Ferienkurse f\u00fcr Neue Musik, 2007 mit &#8222;Janet Cardiff &amp; George Bures Miller: The Killing Machine und andere Geschichten&#8220; oder 2012 mit &#8222;A House Full of Music&#8220;. Es gibt also jede Menge Ber\u00fchrungspunkte, die Thema des Musikgespr\u00e4chs \u00fcber &#8222;Museale Musik&#8220; sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Bei Ausstellungser\u00f6ffnungen ist Musik eine willkommene Umrahmung, daneben aber besch\u00e4ftigen sich Komponisten genauso wie improvisierende Musiker durchaus auch ganz direkt mit den Bildenden K\u00fcnsten. Der Fokus des 24. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4chs richtet sich auf die Tendenz, das Museum zum Konzertsaal umzufunktionieren, mit der Hoffnung sowohl der Musizierenden wie der Ausstellenden, im Zusammenbringen der Sparten Synergien zu erzeugen. Wir fragen: Macht das Sinn? Oder macht das nur \u00c4rger, weil sich selbst Konkurrenz?<\/p>\n<p>Mit Philipp Gutbrod haben wir diesmal einen Kenner beider Welten zu Gast beim Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch. Gutbrod ist seit April 2015 Direktor des Instituts Mathildenh\u00f6he, au\u00dferdem Schlagzeuger mit regelm\u00e4\u00dfigen Auftritten in Deutschland und den USA. Au\u00dferdem diskutieren Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst), Sylvia Freydank (Internationales Musikinstitut) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt).<\/p>\n<p>Kooperationspartner des Darmst\u00e4dter Musikinstituts ist diesmal Hessen Design auf der Mathildenh\u00f6he, das seit vielen Jahren sparten\u00fcbergreifende Diskurse bef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Das Darmst\u00e4dter Echo berichtete am 7. Oktober 2016:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Wie ein Ritterschlag f\u00fcr die Musik<br \/>\n<\/strong><em class=\"info author\">Von Susanne D\u00f6ring<br \/>\n<\/em><strong>DISKUSSION Darmst\u00e4dter Institutsleiter sprechen dar\u00fcber, wie Kompositionen im Museumsraum wirken<\/strong><\/p>\n<div class=\"text\" style=\"padding-left: 30px;\">\n<p style=\"padding-left: 30px;\">DARMSTADT &#8211; Unter dem Titel \u201eMuseale Musik? Konzerte im Museum und Musik in Ausstellungen\u201c fragten Vertreter der drei Darmst\u00e4dter Musik-Institute am Mittwoch nach dem Austausch zwischen den K\u00fcnsten im 20. und 21. Jahrhundert sowie der Wechselwirkung zwischen Musik und Auff\u00fchrungsort. Auf dem Podium waren Wolfram Knauer vom Jazzinstitut, Cord Meijering von der Akademie f\u00fcr Tonkunst und \u2013 in Stellvertretung von Thomas Sch\u00e4fer \u2013 Sylvia Freydank vom Internationalen Musikinstitut. Es gehe also, so Meijering, um die Frage nach dem \u201eRaum zwischen zwei Stra\u00dfenbahnen\u201c. Als solchen kann man seine Akademie f\u00fcr Tonkunst bezeichnen, die zwischen an- und abfahrenden Stra\u00dfenbahnen genau eine Viertelstunde Raum zum st\u00f6rungsfreien H\u00f6ren eines St\u00fcckes von Anton Webern bietet.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Auftritt im MoMa ist wie ein Adelstitel<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Meijering, der sich 1990 f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit im Beuys-Block des Darmst\u00e4dter Landesmuseums aufhielt, um eine Komposition mit Bezug auf dieses Kunstwerk anzufertigen, legt gro\u00dfen Wert darauf, dass die Kommunikation zwischen aufgef\u00fchrter Musik und umgebenden Raum stimmig sein muss. Sinn ergebe die Auslagerung von Musik in einen zun\u00e4chst musikfremden Raum nur, wenn sich Musik und Raum gleichzeitig erh\u00f6hen w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Als Beispiel f\u00fcr eine gelungene Kooperation erinnerte sich der Gast des Gespr\u00e4chs, der Direktor der Mathildenh\u00f6he Philipp Gutbrod, an einen Auftritt der Band \u201eKraftwerk\u201c im New Yorker Museum of Modern Arts, der eine Welle der Begeisterung ausgel\u00f6st habe. F\u00fcr \u201eKraftwerk\u201c sei es sozusagen die Verleihung des Adelstitels gewesen, in diesem Museum zu spielen. Als weitere gelungene Kombinationen von Museum und Musik nannte Gutbrod verschiedene Ausstellungen \u00fcber Musik auf der Mathildenh\u00f6he selbst \u2013 von \u201eJazz\u201c zu \u201eA House full of Music\u201c. Schlie\u00dflich verwies er auf eine Performance zur 25-Jahr-Feier des Museums K\u00fcnstlerkolonie, die mit Tanz, Videoprojektionen und E-Gitarrenmusik des Musikers Schneider TM versucht habe, an das gesamtheitliche Konzept der Mathildenh\u00f6he anzukn\u00fcpfen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von Beginn an habe dieser Ausstellungsort enge Beziehungen zur Musik gehabt, wie bei der Er\u00f6ffnung der Ausstellung 1901 mit der Auff\u00fchrung eines musikalischen Weihespiels oder t\u00e4glichen Konzerten. Entsprechend dieser Entstehungsgeschichte wolle man mit der jetzigen Restaurierung auch versuchen, die Akustik der Ausstellungshallen zu verbessern. Gutbrod ist ein versierter Schlagzeuger, der seinerseits einen Jazz-Auftritt im Wiesbadener Museum sch\u00e4tzte, weil man dort im Gegensatz zu den Clubs einmal konzentriert der Musik zugeh\u00f6rt habe.<\/p>\n<\/div>\n<hr \/>\n<p><strong>23. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch<br \/>\nGast: Prof. Sabine Breitsameter<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8222;Wie klingt eigentlich das Dschungelbuch?&#8220;<br \/>\n3D-H\u00f6ren als Klang der Zukunft<\/strong><\/p>\n<p>Termin: Dienstag, 24. Mai 2016, 19:30 Uhr<br \/>\nOrt: Soundscape-Lab der Hochschule Darmstadt, Campus Dieburg<br \/>\nRaum: Geb\u00e4ude F16, Raum 020 (kurz: F16-020)<\/p>\n<p>Musikh\u00f6ren \u2013 klingt einfacher als es ist: Im Konzert sitzen wir meist vor einer B\u00fchne mit Musikern, zu Hause vor zwei Lautsprechern, im Kaufhaus werden wir ungefragt von allen Seiten beschallt, im Kino dr\u00f6nt uns ein Surround-Sound lautstark in den Ohren. Den vollkommenen Klang aber haben wir nur im Kopf, oder? Diese Frage stellen sich Sabine Breitsameter und ihr Team am Soundscape-Lab der Hochschule Darmstadt auf dem Campus Dieburg. Sie basteln am Klang der Zukunft \u2013 wie k\u00f6nnte das Dschungelbuch klingen, wenn die Zuh\u00f6rer in einen dreidimensionalen Klang eintauchen?<\/p>\n<p>In einer Art Gespr\u00e4chskonzert gibt Sabine Breitsameter, seit 2006 Professorin f\u00fcr Sound und Medienkultur an der h_da und eine der profiliertesten Spezialistinnen auf dem Gebiet der Soundkultur, Einblick in die aktuelle Klangforschung. Gemeinsam mit dem Publikum und ihren Gespr\u00e4chspartnern Wolfram Knauer (Jazzinstitut), Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst) und Thomas Sch\u00e4fer (Internationales Musikinstitut) wird die experimentelle Klanggestalterin bei der 22. Ausgabe des Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4chs \u00fcber gleichsam entr\u00e4umlichtes H\u00f6ren diskutieren. F\u00fcr dieses Musikgespr\u00e4chs-Special werden wir Darmstadt in Richtung Campus Dieburg verlassen, um das Soundscape-Lab am eigenen Leibe erleben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Darmst\u00e4dter Echo berichtete am 27. Mai 2016:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Fu\u00dfgetrappel auf Schulterh\u00f6he<br \/>\n<\/strong><em class=\"info author\">Von Johannes Breckner<br \/>\n<\/em><strong>HOCHSCHULE Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch sucht nach dem dreidimensionalen Klang <\/strong><\/p>\n<div class=\"text\" style=\"padding-left: 30px;\">\n<p style=\"padding-left: 30px;\">DIEBURG &#8211; Das Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch er\u00f6rtert neue M\u00f6glichkeiten der Klanggestaltung und -wiedergabe: Im Sound-Labor auf dem Dieburger Mediencampus geht es eher um technische als um \u00e4sthetische Fragen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Es rauscht und knackt, es zirpt und wispert. Hier h\u00f6rt man F\u00fc\u00dfe trappeln, dort ein Tier atmen. Und wenn der Regen f\u00e4llt, ist man eingeh\u00fcllt in seinen Klang und bleibt doch trocken. Denn die Imagination der Wildnis kommt in Natascha Rehbergs H\u00f6rst\u00fcck \u201eRata-Schaan\u201c, von Rudyard Kiplings \u201eDschungelbuch\u201c inspiriert, aus Lautsprechern.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Das ist f\u00fcr den erfahrenen Kinog\u00e4nger erst einmal kein gro\u00dfes Wunder, gute Surround-Anlagen zaubern verbl\u00fcffende Effekte. Im \u201eSoundscape- &amp; Enviromental Media Lab\u201c der Hochschule Darmstadt steckt aber mehr dahinter. Klangprofessorin Sabine Breitsameter erforscht mit ihren Studenten auf dem Dieburger Mediencampus ein Aufnahme- und Wiedergabeverfahren, das vom Fraunhofer-Institut Ilmenau entwickelt wurde. Dabei werden Lautsprecher von einem Rechner so angesteuert, dass die \u00dcberlagerung ihrer Signale virtuelle Schallquellen im Raum erzeugt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Das System erlaubt es, Kl\u00e4nge wie Skulpturen an einen bestimmten Punkt zu positionieren. So erkl\u00e4rte es Sabine Breitsameter beim Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch, das am Dienstagabend in Dieburg zu Gast war. Je mehr Lautsprecher, desto h\u00f6her ist die Aufl\u00f6sung der Klangprojektion, und desto gr\u00f6\u00dfer kann der Raum kalkuliert werden, in dem das Ereignis wahrgenommen werden kann. Aber weil ein Lieferant die Hochschule im Stich gelassen hat, waren statt der geplanten 32 nur 17 Lautsprecher im Einsatz. Im Kreis, den sie bildeten, dr\u00e4ngte sich das Publikum auf der Suche nach dem \u00fcberraschenden Schallereignis. Unter diesen Bedingungen klang es freilich auch nicht viel anders als bei einer guten Surround-Anlage. Und weil f\u00fcr die Bodenposition keine Lautsprecher \u00fcbrig waren, h\u00f6rte man das Fu\u00dfgetrappel im Dschungel auf Schulterh\u00f6he.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Immerhin vermittelte das Gespr\u00e4ch eine Ahnung, und Sabine Breitsameter kann das System so anschaulich erkl\u00e4ren, dass man seinen M\u00f6glichkeiten gerne glaubt. Es geht ihr ja auch gar nicht darum, mit raffinierter Technik bestehende Kunstformen aufzuwerten. Das Interesse ihrer Forschungen gilt eher neuen \u00e4sthetischen M\u00f6glichkeiten und der Ver\u00e4nderung des H\u00f6rens. Medien, sagt sie, sind \u201eUmwelten und Umgebungen, die man bewohnt und erst in zweiter Linie liest\u201c. Das h\u00e4tte ein spannendes Thema f\u00fcrs Musikgespr\u00e4ch sein k\u00f6nnen, auch die Folgen, die diese Sichtweise f\u00fcrs Komponieren bringen k\u00f6nnte. Im Gespr\u00e4ch mit Wolfram Knauer (Jazz-Institut) und Thomas Sch\u00e4fer (Internationales Musikinstitut) stand freilich das Interesse an der Technik im Vordergrund, Er\u00f6rterungen zu \u00c4sthetik und Rezeption blieben weitgehend ausgespart.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Daf\u00fcr aber lieferte das Musikgespr\u00e4ch einen Impuls, sie weiter zu verfolgen.<\/p>\n<\/div>\n<hr \/>\n<p><strong>22. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch<br \/>\nGast: Tilman Hoppstock<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8222;Der achtarmige Gitarrist&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Termin: Mittwoch, 13. April 2016, 20:00 Uhr<br \/>\nOrt: Galerie Netuschil, Schleiermacherstra\u00dfe 8, 64283 Darmstadt<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.galerie-netuschil.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.galerie-netuschil.net<\/a><\/p>\n<p>Der Musiker des 21sten Jahrhunderts ist mehr denn je eine Ich-AG, braucht jede Menge au\u00dfermusikalischer Kompetenzen, um die Musik an sein Publikum zu bringen. Zum 22. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch haben wir mit Tilman Hoppstock einen Musiker eingeladen, der besonders viele dieser Kompetenzen in sich vereint. Zuallererst ist er ein international gefragter Virtuose auf seinem Instrument, der klassischen Gitarre, daneben aber auch Komponist und Musikwissenschaftler, Herausgeber von \u00fcber 80 Noteneditionen, Lehrer an der Akademie f\u00fcr Tonkunst und vielen anderen internationalen Schulen, Veranstalter, unter anderem der Darmst\u00e4dter Gitarrentage, und vieles mehr (<a href=\"http:\/\/www.t-hoppstock.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.t-hoppstock.de<\/a>).<\/p>\n<p>Mit Tilman Hoppstock unterhalten sich Cord Meijering, Komponist und Direktor der Akademie f\u00fcr Tonkunst, Thomas Sch\u00e4fer, Musikwissenschaftler und Direktor des Internationalen Musikinstituts, und Wolfram Knauer, Jazzforscher und Direktor des Jazzinstituts Darmstadt, \u00fcber die fast \u00fcbermenschlichen Qualifikationen, die ein Musiker heutzutage besitzen muss, um sich auf dem Musikmarkt zu behaupten. Insbesondere aber freuen wir uns auch darauf, dass Sie, die Besucher des Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4chs, sich ins Gespr\u00e4ch einmischen.<\/p>\n<p>Das Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch ist diesmal zu Gast in der <a href=\"http:\/\/www.galerie-netuschil.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Galerie Netuschil<\/a>, die seit dem 3. April ihre Ausstellung &#8222;Landschaftsraum und Weltgestaltung&#8220; zeigt.<\/p>\n<p>Das Darmst\u00e4dter Echo berichtete am 15. April 2016:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Achtarmig in die Zukunft<br \/>\n<\/strong><em class=\"info author\">Von Bettina Bergstedt<br \/>\n<\/em><strong>MUSIKGESPR\u00c4CH Tilman Hoppstock zu Gast bei Sch\u00e4fer, Meijering und Knauer<\/strong><\/p>\n<div class=\"text\" style=\"padding-left: 30px;\">\n<p style=\"padding-left: 30px;\">DARMSTADT &#8211; Der Gitarrist Tilman Hoppstock war der Gast beim Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch. In der Galerie Netuschil diskutierte er mit den Leitern der Darmst\u00e4dter Musikinstitute.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Mit dem Titel \u201eDer achtarmige Gitarrist\u201c war die Runde \u00fcberschrieben, die in der Galerie Netuschil zu Gast war. Teilnehmer waren neben Hoppstock Cord Meijering von der Akademie f\u00fcr Tonkunst, Thomas Sch\u00e4fer vom Internationalen Musikinstitut und Wolfram Knauer vom Jazzinstitut Darmstadt. Thema war das materielle \u00dcberleben als K\u00fcnstler.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Wer virtuos seine Kunst beherrscht, hat noch lange nicht ausgesorgt: Heutzutage bedarf es mehr, um sein t\u00e4glich Brot zu verdienen. Ein K\u00fcnstler ist zugleich Manager, Netzwerker und Lehrer, er muss sich auf der B\u00fchne \u00fcberzeugend pr\u00e4sentieren, dazu kreativ sein, um Neues zu schaffen. Und zwischendurch, vielleicht nach einem Auftritt bei einem Benefizkonzert \u2013 das er bevorzugt unentgeltlich gibt, schlie\u00dflich erh\u00e4lt er ja die Chance, sich der \u00d6ffentlichkeit vorzustellen \u2013 wird er wunderbarerweise dann doch noch entdeckt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Tilman Hoppstock ist von der Art der \u201eachtarmigen Gitarristen\u201c: Seit siebzehn Jahren veranstaltet er die Darmst\u00e4dter Gitarrentage, findet Sponsoren, wirbt, organisiert und verlegt, schreibt B\u00fccher, promoviert, gibt dazu nat\u00fcrlich auch Konzerte und unterrichtet gern.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Hoppstock hat dabei Gl\u00fcck \u2013 ihm liegen die unterschiedlichen T\u00e4tigkeiten, er ist in Darmstadt und in der Musikwelt gut verankert. Dass es nicht bei allen Musikern so ist, darauf verwies Knauer. Er belegte es mit Zahlen. Laut einer vom Jazzinstitut in Auftrag gegeben Studie verdient ein Jazzmusiker hierzulande mit rein kreativer Arbeit durchschnittlich nur 12 500 Euro im Jahr \u2013 bei Investitionen von 5000 Euro f\u00fcr Instrumente, Produktionskosten und \u00c4hnlichem.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Aus diesen Ergebnissen h\u00e4tten sich Forderungen ergeben, so Knauer: nach mehr Spielst\u00e4tten f\u00fcr Musiker mit Gagen und nach mehr \u201ekreativen Freir\u00e4umen\u201c (Knauer), die \u00fcber Stiftungen und Kommunen geschaffen werden m\u00fcssten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Vorbildliche Strukturen in Deutschland?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Das Kulturf\u00f6rdersystem, sagte Sch\u00e4fer, funktioniere in Deutschland durchaus vorbildlich. Meijering verwies aber auf die Freiwilligkeit der Unterst\u00fctzung von Kultur, die in keinem deutschen Gesetz verankert sei. Deshalb m\u00fcsse man mehr Lobbyarbeit betreiben und es bed\u00fcrfe klarer Entscheidungen von Politikern. Mit \u00fcber sieben Prozent Kulturausgaben st\u00fcnde Darmstadt hier im deutschen Vergleich sehr gut da, betonte Kulturreferent Ludger H\u00fcnnekens aus dem Publikum.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Von unsicheren Verh\u00e4ltnissen sind eigentlich alle betroffen, die als Freie arbeiten, erkl\u00e4rten weitere Stimmen aus dem Publikum. Die Freiheit bedeute aber auch: mehr Eigenbestimmung in einer T\u00e4tigkeit, die Spa\u00df macht. Die \u201eUnion deutscher Jazzmusiker\u201c habe zur Verbesserung der Situation alle Veranstalter zu einer \u201eWillenserkl\u00e4rung\u201c aufgefordert, jedem Musiker stets 250 Euro pro Auftritt zu zahlen. Knauer sagte dazu: \u201eSeitdem geistert die Zahl durch die K\u00f6pfe der Beteiligten\u201c.<\/p>\n<\/div>\n<hr \/>\n<p><strong>21. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch<br \/>\nGast: Christiane von Wahlert (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin, FSK Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft GmbH)<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8222;Musik + Zensur&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Termin: Mittwoch, 14. Oktober 2015, 20:00 Uhr<br \/>\nOrt: Atelierhaus, Riedeselstra\u00dfe 15, Darmstadt<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.atelierhaus-darmstadt.de\">www.atelierhaus-darmstadt.de<\/a><\/p>\n<p>Die Kunst ist frei und ihr schlimmster Feind die Zensur&#8230; Auch Musik hat allerorten und immer wieder mit Einschr\u00e4nkungen zu leben, die ihr mal von au\u00dfen auferlegt wird (die klassische &#8222;Zensur&#8220; also), daneben aber auch von innen kommen kann, durch starre \u00e4sthetische Vorgaben oder Regeln etwa, die festlegen zu k\u00f6nnen meinen, welchen Weg Musik einschlagen m\u00fcsse, um wertgesch\u00e4tzt zu werden. Das Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch will die verschiedenen Aspekte in den vielf\u00e4ltigen Regelwerken um Musik ausleuchten und hat sich daf\u00fcr einmal mehr eine Spezialistin aus einem ganz anderen Fach eingeladen, der Filmwirtschaft n\u00e4mlich. Wir unterhalten uns dar\u00fcber, welche Kriterien im Filmbereich f\u00fcr jene Selbstkontrolle eine Rolle spielen und wo es Parallelen in der Musik gibt. Implizit fragen wir dabei auch ganz allgemein nach Harmlosigkeit oder Verf\u00fchrungsgefahr von Kunst.<\/p>\n<p>Das Musikgespr\u00e4ch ist eingebunden in ein Ausstellungsprojekts der Atelierhauses unter dem Titel &#8222;<b>Eine Zensur findet nicht statt&#8220;, das vom 9. bis 25. Oktober in er Riedelstra\u00dfe zu sehen ist.<\/b><\/p>\n<p><strong>Das 21. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch beginnt mit einem musikalischen Quartett mit der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Frau Christiane von Wahlert, Thomas Sch\u00e4fer (Internationales Musikinstitut), Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt). Tats\u00e4chlich aber erhoffen wir uns auch mit Ihnen, den Besuchern des Musikgespr\u00e4chs in Kontakt zu kommen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>20. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch<br \/>\nGast: Kerstin Schultz (liquid &amp; fay architekten)<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8222;Musik und Architektur&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Termin: Mittwoch, 17. Juni 2015, 20:00 Uhr<br \/>\nOrt: Main Hall am Osthang der Mathildenh\u00f6he, Olbrichweg, Darmstadt<\/p>\n<p>Musik und Architektur, Klang und Raum, Klangskulptur, Tonarchitektur \u2013 die Beziehungen zwischen beiden Sph\u00e4ren sind ebenso vielf\u00e4ltig wie mitlerweile fliessend. Architektur wird sp\u00e4testens seit Fluxus, Happening und Performance in den 1960er Jahren zeitlich, Musik immer st\u00e4rker r\u00e4umlich definiert \u2013 der Raum damit h\u00f6rbar, die Musik begehbar gemacht. Aber dar\u00fcber hinaus stellen sich heute auch aus st\u00e4dtebaulicher Perspektive dr\u00e4ngende Fragen nach einer Verortung von Kunst und Kultur im Stadtraum.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber m\u00f6chten wir im 20. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch mehr von Kerstin Schultz erfahren. Die Professorin f\u00fcr Architektur an der Hochschule Darmstadt (h_da) ist nicht nur in verschiedenen Gestaltungsbeir\u00e4ten aktiv, sondern hat mit Aufsehen erregenden Projekten im Rahmen des Darmst\u00e4dter Archtiktursommers \u2013 darunter zuletzt das \u201eOsthang Projekt\u201c (2014) \u2013 immer wieder Themen an der Grenze von Kunst, Architektur und Stadtraum in den Mittelpunkt des Interesses ger\u00fcckt. Welche R\u00e4ume braucht die Kunst heute? Und wie stark sollte sich die Kunst auf den (Stadt-)Raum einlassen?<\/p>\n<p><strong>Das 20. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch beginnt mit einem musikalischen Quartett mit der Architektin Kerstin Schultz, Thomas Sch\u00e4fer (Internationales Musikinstitut), Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt). Tats\u00e4chlich aber erhoffen wir uns auch mit Ihnen, den Besuchern des Musikgespr\u00e4chs in Kontakt zu kommen.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>19. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch<br \/>\nGast: Le\u00f3n Krempel (Kunsthalle Darmstadt)<br \/>\n&#8222;Kultur auf die Stra\u00dfe&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Termin: Donnerstag, 12. M\u00e4rz 2015, 20:00 Uhr<br \/>\nOrt: <a href=\"http:\/\/kunsthalle-darmstadt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kunsthalle Darmstadt<\/a><\/p>\n<p>Musik findet meist im Konzertsaal statt, die Bildende Kunst im Museum \u2013 beides Orte, die Publikum anziehen, zugleich aber auch Schwellen bilden und den Zugang zur Kultur erschweren k\u00f6nnen. Auf der einen Seite braucht man solche Orte der Reflexion und Konzentration, um sich auf das einzulassen, was hier ideal pr\u00e4sentiert werden kann. Auf der anderen Seite wollen alle Kulturschaffenden Z\u00e4une niederrei\u00dfen, Zug\u00e4nge erleichtern, die Kunst vielleicht nicht unbedingt auf die Stra\u00dfe bringen, sie der Stra\u00dfe aber wieder n\u00e4herbringen.<\/p>\n<p>Le\u00f3n Krempel, seit letztem Jahr der neue Direktor der Kunsthalle Darmstadt, ist der Gespr\u00e4chspartner des 19ten Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4chs, bei dem wir uns \u00fcber das gemeinsame Bed\u00fcrfnis, aber auch \u00fcber die Probleme unterhalten wollen, die entstehen k\u00f6nnen, wenn man Kultur aller Art nicht verstecken, sondern m\u00f6glichst ins st\u00e4dtische Leben einbinden will. Und wo besser k\u00f6nnte man ein solches Thema diskutieren als in dem Kulturort, der wie kein anderer von seiner Stra\u00dfenlage profitiert, der Darmst\u00e4dter Kunsthalle.<\/p>\n<p><strong>Ein musikalisches Quartett mit Le\u00f3n Krempel (Direktor, Kunsthalle Darmstadt), Thomas Sch\u00e4fer (Internationales Musikinstitut), Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt).<\/strong><\/p>\n<p>Das Darmst\u00e4dter Echo berichtete am 14. M\u00e4rz 2015:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Kunst im Vor\u00fcbergehen<br \/>\n<\/strong><strong>Diskussion \u2013 Darmstadts Kulturschaffende suchen nach Wegen auf \u201edie Stra\u00dfe\u201c<\/strong><\/p>\n<div class=\"unterzeile\" style=\"padding-left: 30px;\">\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Schadet es der Kunst, wenn sie statt im Museum oder Konzerthaus drau\u00dfen vor der T\u00fcr dargeboten wird? Und was w\u00e4re dann der richtige Ort daf\u00fcr? Das besprach eine kleine Runde beim \u201eDarmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch\u201c in der Kunsthalle.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"text\" style=\"padding-left: 30px;\">\n<div id=\"artikeltext\" class=\"artikeltext\" style=\"padding-left: 30px;\"><span class=\"ortsmarke\">DARMSTADT.<\/span><\/div>\n<div class=\"artikeltext\" style=\"padding-left: 30px;\">Orchestermusiker sto\u00dfen im Luisencenter ins Horn, Experimentalk\u00fcnstler blasen auf dem B\u00fcchnerplatz Hei\u00dfluftballone zu Musik auf \u2013 immer wieder dr\u00e4ngt es die \u201eKunst auf die Stra\u00dfe\u201c. Unter diesem auffordernden Titel diskutierten heimische Kulturschaffende und Vertreter der gro\u00dfen Institutionen beim \u201eDarmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch\u201c am Donnerstagabend in der Kunsthalle die Chancen und Risiken.<\/div>\n<div class=\"artikeltext\" style=\"padding-left: 30px;\"><\/div>\n<div class=\"artikeltext\" style=\"padding-left: 30px;\">Gern h\u00e4tte man es ja, wenn mehr Menschen auf Musik, Kunst, Tanz und all die anderen Kulturproduktionen in der Stadt aufmerksam w\u00fcrden. Also \u2013 einfach raus auf die Gasse mit den Instrumenten und Kunstwerken? Nein, sagt Cord Meijering, Direktor der Akademie f\u00fcr Tonkunst. Man m\u00fcsse schon fragen: \u201eWelche Kunst auf welche Stra\u00dfe?\u201c<\/div>\n<div class=\"artikeltext\" style=\"padding-left: 30px;\"><\/div>\n<div class=\"artikeltext\" style=\"padding-left: 30px;\">Und \u2013 wem schadet\u2019s, wollte der Rainer Bauer wissen: \u201eWertet es die Kunst ab, wenn man nicht so richtig hinh\u00f6rt?\u201c F\u00fcr den freien Theatermann ist die \u201eHauptsache, die Leute zusammenzubringen\u201c.<\/div>\n<div class=\"artikeltext\" style=\"padding-left: 30px;\"><\/div>\n<div class=\"artikeltext\" style=\"padding-left: 30px;\">Le\u00f3n Krempel, Chef der Kunsthalle, kann sich eher \u201ekleine, punktgenaue Aktionen\u201c vorstellen, mit denen bildende K\u00fcnstler auf \u00f6ffentlichen Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen auftauchten. Noch lieber s\u00e4he er es, wenn die Leute von der Stra\u00dfe verst\u00e4rkt ins Haus k\u00e4me. Aber nicht \u201eeinfach mit den vollen Einkaufstaschen reinspazieren\u201c, wie das in der Hypo-Kunsthalle in der M\u00fcnchner Fu\u00dfg\u00e4ngerzone geschehe. Um die Schwellenangst zu \u00fcberwinden, k\u00f6nne man ja \u201e\u00dcbergangszonen zwischen Innen und Au\u00dfen\u201c gestalten, die h\u00e4lt der Kunstexperte \u00fcberhaupt f\u00fcr \u201edas Spannendste\u201c. Den hohen Zaun um das Kunstgehege an der Rheinstra\u00dfe will er ja ohnedies beseitigt wissen; eine Hecke ist schon mal weg, womit die Kunst zumindest optisch n\u00e4her an die Stra\u00dfe r\u00fcckt.<\/div>\n<div class=\"artikeltext\" style=\"padding-left: 30px;\"><\/div>\n<div class=\"artikeltext\" style=\"padding-left: 30px;\"><b class=\"zw\">Ein Herz und Raum f\u00fcr kreative \u201eCommunities\u201c<\/b><\/div>\n<div class=\"artikeltext\" style=\"padding-left: 30px;\">Den Blick auf die Stra\u00dfe kann man aber auch ganz anders verstehen. Wolfram Knauer vom Jazzinstitut sieht die Institute in der Pflicht, den Draht zu den kreativen \u201eCommunities\u201c in Stadt und Land zu halten. \u201eWir m\u00fcssen erkennen, was gerade spannend ist\u201c \u2013 und dem Neuen Raum geben, unabh\u00e4ngig davon, was da genau entstehen k\u00f6nnte. Knauer versteht sein Haus jedenfalls nicht als Archiv vergangener Kultur. Schlimm die Vormittage, wenn die Menschen von da drau\u00dfen im Institut anrufen und fragen: \u201eIst da das Jazzmuseum?\u201c Knauers Standard-Antwort: \u201eIch hoffe nein.\u201c<\/div>\n<div class=\"artikeltext\" style=\"padding-left: 30px;\"><\/div>\n<div class=\"artikeltext\" style=\"padding-left: 30px;\">Gibt es denn Konzepte, wie die gro\u00dfen H\u00e4user k\u00fcnftig nach drau\u00dfen gehen wollen, wollte Rainer Bauer noch wissen. Nein, gibt\u2019s nicht. Man hat das gute Gef\u00fchl, in dieser Richtung eigentlich genug zu tun. Neben den Institutsleitern nahmen zw\u00f6lf Interessierte an der Runde teil, ganz hinten im Erdgeschoss der Kunsthalle, zwischen kalkwei\u00dfen W\u00e4nden und schwarzwei\u00dfen Bildern, sehr weit weg von der Stra\u00dfe. (Thomas Wolff)<\/div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<hr \/>\n<p><strong>9. Juli 2014, 20:00 Uhr<\/strong><\/p>\n<p><strong>K\u00fcnstlerkolonie 21 &#8230; oder: Die Utopie der Kunst<\/strong><\/p>\n<p>Termin: 9. Juli 2014, 20:00 Uhr<br \/>\nEnde: 21:30 Uhr, rechtzeitig vor WM-Halbfinale!<br \/>\n(Monitore f\u00fcr eine Live-\u00dcbertragung des Spiels befinden sich vor Ort.)<br \/>\nOrt: Halle, <a href=\"http:\/\/www.osthang-project.org\/\">Osthang Mathildenh\u00f6he<\/a> (Olbrichweg)<\/p>\n<p>Der Dialog der Kunst ist immer nach au\u00dfen genauso gerichtet wie nach innen. K\u00fcnstler sprechen zuallererst mit ihrem Publikum, aber sie brauchen eben auch den internen Dialog, den kritischen Austausch mit Kreativen der eigenen oder anderer Kunstsparten. In der Vergangenheit hat man versucht, solche Kreativinseln in K\u00fcnstlerkolonien zu schaffen. Im Gespr\u00e4ch mit der Kunsthistorikerin Julia Bulk, die sich in ihrer Arbeit ausf\u00fchrlich mit &#8222;Neuen Orten der Utopie&#8220; besch\u00e4ftigt hat, fragt das 19. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch danach, wie solche k\u00fcnstlerischen Dialoge im 21sten Jahrhundert aussehen k\u00f6nnen, welche Perspektiven sie f\u00fcr eine bessere Gesellschaft bieten bzw. inwiefern K\u00fcnstlerkolonien in unserer vernetzten globalen Welt \u00fcberhaupt noch m\u00f6glich sind (sofern sie nicht auf dem Mars liegen).<\/p>\n<p><strong>Ein musikalisches Quartett mit Julia Bulk (Wissenschaftliche Leiterin, Wilhelm Wagenfeld Stiftung), Thomas Sch\u00e4fer (Internationales Musikinstitut), Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt)<\/strong><\/p>\n<p>Das Darmst\u00e4dter Echo berichtete am 11. Juli 2014:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Brote backen und den G\u00f6ttern gefallen<\/strong><br \/>\n<strong> Wie kann man im 21. Jahrhundert der Utopie einen Raum geben? Eine Diskussion am Osthang<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">DARMSTADT. \u00dcber Utopien und wie man ihnen Raum geben kann \u2013 realen oder virtuellen \u2013 diskutierten Kulturfachleute beim \u201eDarmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch\u201c. Der Ort war passend gew\u00e4hlt: Auf der Mathildenh\u00f6he w\u00e4chst ja gerade das \u201eOsthang Project\u201c als Ort der K\u00fcnste und Ideen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Der Raum, in dem die Tr\u00e4ume wohnen, ist der Nichtraum: das Utopia. Der Osthang auf der Mathildenh\u00f6he aber lebt, seit er vom Architektursommer bespielt wird. F\u00fcr sechs Wochen ist er Begegnungsst\u00e4tte f\u00fcr Kunst, Architektur und Handwerk. Ist das Osthangprojekt die Wiederbelebung der Utopie einer K\u00fcnstlerkolonie im 21. Jahrhundert?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Um 1900 stellte Gro\u00dfherzog Ernst Ludwig Jugendstilk\u00fcnstlern auf der Mathildenh\u00f6he Raum zur Verf\u00fcgung, in dem sie das Leben zeitgem\u00e4\u00df gestalten sollten. Er wollte dar\u00fcber hinaus auch den wirtschaftlichen Erfolg f\u00fcr Darmstadt. Genau daran haperte es am Ende. Die Fertigung des \u00fcberbordenden Jugendstils war nicht rentabel.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">\u201eUnser Osthang Project 2014 verstehe ich nicht als Utopie\u201c sagte Publikumsgast Kerstin Schultz, Mitorganisatorin des Architektursommers. Es sei eine \u201eForm der Kooperation\u201c, die sich im Besiedeln, Bepflanzen, Bebauen \u00e4u\u00dfere und in ihrer direkten und gesamtheitlichen Umsetzung \u201eetwas Archaisches\u201c habe.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Dar\u00fcber, was eine Utopie im Kern ausmacht, diskutierten am Mittwochabend auf der Mathildenh\u00f6he Thomas Sch\u00e4fer (Internationales Musikinstitut), Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt) mit der Kunsthistorikerin Julia Bulk (Wilhelm Wagenfeld Stiftung).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">In bew\u00e4hrter Manier warf jeder Podiumsdiskutant ein subjektives Schlaglicht auf das Thema. Julia Bulk verwies auf die bewusste Wahrnehmung in der Kunst als Voraussetzung f\u00fcr ein Aussch\u00f6pfen positiven Potentials. Eine Idealvorstellung vor Augen, k\u00f6nne man versuchen, diese in \u201e\u00fcberindividuellen Arbeitsformen\u201c zu verwirklichen, die auf Vielfalt setzten \u2013 unerl\u00e4sslich in unserer spezialisierten Welt. Die Realisierung von Projekten funktioniere spielerisch, auf doppeltem Boden: Praktische Nutzung und Ideal bedingen sich dank steter Ver\u00e4nderung. Die st\u00e4ndige Transformation legt ein Projekt auf Dauer an, womit in der Kunst des 21. Jahrhunderts der Prozess, nicht das Ergebnis im Vordergrund steht.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">So setzte Knauer auf den Jazz, die freie Improvisation. Im Sinne von kreativer Kommunikation werde im Augenblick des Musizierens zwischen Vertrauen und<br \/>\nneuem Denken \u201ealles riskiert\u201c. In diese Richtung sprach sich auch Thomas Sch\u00e4fer aus, indem er ein Tondokument von 1961 abspielte, auf dem Theodor Adorno sich auf der Mathildenh\u00f6he \u00fcber die informelle Musik als \u201eAntizipation der Freiheit\u201c auslie\u00df \u2013 auch hier der Doppelcharakter: die konkrete Musik kann den Traum der Musik nicht erf\u00fcllen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Cord Meijering schloss sich ideal an seine Vorredner an, indem er am Orpheus-Mythos zeigte, dass der \u201eGegenstand der Kunst die Sehnsucht nach einem unerreichbaren Nicht-Ort\u201c ist: \u201eM\u00e4nnliche Kunstproduktion produziert am Ende des Orpheus-Mythos den sch\u00f6nsten Sehnsuchtsgesang, um den G\u00f6ttern zu gefallen. Die angebetete Eurydike ist damit f\u00fcr immer in einen Nicht-Raum verbannt.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Private R\u00e4ume frei zur Verf\u00fcgung stellen<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">\u201eUtopie bleibt ein Spiel mit der Realisierung\u201c, sagt Julia Bulk. Der virtuelle Raum kann dabei als Datenbank f\u00fcr Ideen taugen. Viele Menschen k\u00f6nnen daran teilnehmen, das erweitert den Blick und kann Projekte wachsen lassen. Etwa ein Raumprojekt, in dem via Internetplattform private R\u00e4ume f\u00fcr gewisse Zeit frei zur Verf\u00fcgung gestellt wurden \u2013 mit dem Ziel, die Idee von Privatbesitz zu hinterfragen, wenn nicht aufzul\u00f6sen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Bulk berichtet weiter von einem niederl\u00e4ndischen Projekt, das mit dem Begriff \u201eSolvism\u201c verbunden ist. Schnelles, unb\u00fcrokratisches Handeln ist damit gemeint. Dabei ging es auch um ganzheitliches Zusammenleben gegen Entfremdung, um die R\u00fcckbesinnung auf Kunst und Handwerk. Thomas Sch\u00e4fer findet diese Elemente im \u201eOsthang Project\u201c wieder: \u201eWir gestalten dort eine Art Zusammenleben vom Gem\u00fcseanbau zum Brotbacken bis zur Kl\u00e4ranlage\u201c.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Eine relativ unb\u00fcrokratische Umsetzung von Ideen im Freiraum Kunst durch kreative Zusammenarbeit \u2013 sie scheint f\u00fcr Knauer m\u00f6glich, \u201eund am Ende wird etwas vom Osthang Project bleiben\u201c, prognostiziert Sch\u00e4fer. Osthang, Utopie oder nicht, noch ein Transformation begriffen, work in progress.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Mittwoch, 7. Mai 2014, 20:00 Uhr<br \/>\nDie Kunst des Geschichtenerz\u00e4hlens<\/strong><br \/>\n<strong>Ort: West Side Theatre<br \/>\n(Landwehrstra\u00dfe 58, 64293 Darmstadt)<\/strong><\/p>\n<p>Dramaturgie ist einer der Schl\u00fcsselbegriffe jeder Kunst, insbesondere aber derjenigen Kunstsparten, die in der Zeit ablaufen, ob Theater oder Musik. Geschichten sind dabei nicht nur die Themen einer Theaterinszenierung, sondern auch die Beziehungsabl\u00e4ufe von Melodik, Harmonik, Rhythmik, Form in Oper, Symphonie, Kammermusik, Jazzimprovisation und vielem mehr. Im Gespr\u00e4ch mit Karsten Wiegand, dem neuen Intendanten des Staatstheaters Darmstadt will das 18. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch sich der Kunst des Geschichtenerz\u00e4hlens n\u00e4hern und ihrer Bedeutung f\u00fcr den Bezug zwischen Kunstschaffenden und ihrem Publikum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein musikalisches Quartett mit Karsten Wiegand (designierter Intendant, Staatstheater Darmstadt), Thomas Sch\u00e4fer (Internationales Musikinstitut), Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt)<\/strong><\/p>\n<p>Das Darmst\u00e4dter Echo berichtete am 9. Mai 2014:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Wege durch das Labyrinth.Diskussion \u2013 Musik- und Theaterleute wollen Geschichten erz\u00e4hlen<\/strong><\/p>\n<div class=\"artikelteaser \" style=\"padding-left: 30px;\">\u201eDie Kunst des Geschichtenerz\u00e4hlens\u201c lautete das Thema der neusten Ausgabe des \u201eDarmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4chs\u201c. Als Fachmann f\u00fcr dieses Thema war der zuk\u00fcnftige Intendant des Staatstheaters, Karsten Wiegand, aufgefordert, Einblick in sein Schaffen als Regisseur zu geben.<\/div>\n<p class=\"articletextstart\" style=\"padding-left: 30px;\"><span class=\"ortsmarke\">DARMSTADT. <\/span>Es ist ein Geheimnis, und es wird eines bleiben: Warum lassen sich die Menschen so gerne Geschichten erz\u00e4hlen? Und was passiert mit Geschichten in den K\u00f6pfen der Menschen? Wie erz\u00e4hlt man eigentlich eine gute Geschichte? Diese Fragen bewegten am Mittwoch die Teilnehmer des neuesten \u201eDarmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4chs\u201c. Cord Meijering, Leiter der Akademie f\u00fcr Tonkunst, Thomas Sch\u00e4fer vom Internationalen Musikinstitut und Wolfram Knauer vom Darmst\u00e4dter Jazz-Institut hatten sich dieses Mal den designierten Intendanten des Darmst\u00e4dter Staatstheaters, Karsten Wiegand, eingeladen, um Antworten auf diese und andere Fragen zu bekommen.<\/p>\n<p class=\"zp\" style=\"padding-left: 30px;\">Im West Side Theatre in der Landwehrstra\u00dfe brachte sich der 1972 in M\u00fcnchen geborene Theatermann erst einmal mit einem Lob an Darmstadt ins Gespr\u00e4ch: Ihn freue der ausgesprochen gute Dialog unter den Vertretern Darmst\u00e4dter Institutionen, das sei nicht \u00fcberall so. F\u00fcr Wiegand ist die Welt des Kommerzes einer der auff\u00e4lligsten Orte, an denen Geschichten erz\u00e4hlt werden: Sei es die Geschichte von den Banken, die zu gro\u00df zum Scheitern seien (\u201etoo big to fail\u201c), sei es der Mythos, den eine gro\u00dfe Computerfirma umgebe oder die Namensgebung beim gr\u00f6\u00dften Internet-Buchh\u00e4ndler.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><b class=\"zw\">Die Storys nicht dem Kommerz \u00fcberlassen<\/b><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">So genial seien solche Geschichten, dass sie nicht mehr hinterfragt w\u00fcrden. \u201eStory-Telling\u201c sei die \u201eK\u00f6nigsklasse\u201c des Marketing. Aber: \u201eWir k\u00f6nnen die Geschichten nicht dem Kommerz \u00fcberlassen!\u201c<\/p>\n<p class=\"zp\" style=\"padding-left: 30px;\">Das Theater sei der Ort, Geschichten zu erz\u00e4hlen, ohne Interessen durchsetzen zu wollen, glaubt der Intendant. Anhand von Beispielen von Petrarca und Dante sowie Lessing und Corneille lotete Wiegand die Zukunft des Theaters aus. Wird die Welt aus einer Perspektive betrachtet, in der das Ich im Mittelpunkt steht, oder wird sie als Labyrinth wahrgenommen? Will der Zuschauer sich durch Vertrautheit oder Fremde von den Charakteren auf der B\u00fchne bewegen lassen? Wiegand ist sich sicher: Die Zukunft der Welt und mit ihr die des Theaters ist labyrinthisch und von Fremdheit bestimmt.<\/p>\n<p class=\"zp\" style=\"padding-left: 30px;\">Ihre Erfahrungen mit Geschichten brachten auch die drei Institutsleiter ins Gespr\u00e4ch. Dabei wurde deutlich, dass ein wesentlicher Aspekt von Geschichten ist, die Fantasie anzuregen. So erz\u00e4hlte Thomas Sch\u00e4fer vom Internationalen Musikinstitut, wie ihn als Teenager die Sinfonien Gustav Mahlers beeindruckt h\u00e4tten. Der Komponist beherrsche die Kunst, in neunzig Minuten ein Leben zu erz\u00e4hlen, das mit Worten nicht zu fassen sei.<\/p>\n<p class=\"zp\" style=\"padding-left: 30px;\">Wolfram Knauer vom Jazzinstitut findet die gro\u00dfen Geschichtenerz\u00e4hler in Jazzmusikern wie Duke Ellington oder Charles Mingus. F\u00fcr Cord Meijering von der Akademie f\u00fcr Tonkunst waren es vor allem drei seiner Onkel, durch deren Geschichten aus dem Leben er seine Vorliebe f\u00fcr die Oper entdeckt habe.<\/p>\n<p class=\"zp\" style=\"padding-left: 30px;\">Gegenseitig fragten sich die Teilnehmer, wie sie denn Geschichten erz\u00e4hlen w\u00fcrden. Meijering sagt, er mache beim Komponieren die T\u00fcren ganz weit auf und lasse die Welt herein. Knauer sieht sich als Veranstalter in der Pflicht, einen Konzertabend mittels der Dramaturgie zum Teil des Spannungsbogens einer Geschichte zu machen.<\/p>\n<p class=\"zp\" style=\"padding-left: 30px;\">Und Karsten Wiegand als Regisseur sieht sich vor allem als Zuschauer, der interessiert werden und in die Geschichte hineingezogen werden m\u00f6chte: Er will Geschichten von anderen Zeiten und Menschen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Mittwoch, 26. Februar 2014, 20:00 Uhr<\/strong><br \/>\n<strong>Musik + Eigentum<br \/>\nOrt: Deutsche Akademie f\u00fcr Sprache und <\/strong><strong>Dichtung<br \/>\n(Gl\u00fcckert-Haus, Alexandraweg 23, 64287 Darmstadt)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Wem geh\u00f6rt Musik? Und wie ist mit ihren Eigentumsrechten umzugehen in einer Zeit, in der alles frei verf\u00fcgbar scheint? Diese sehr aktuelle Thematik wird in einer neuen Ausgabe des Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4chs in den R\u00e4umen der Deutschen Akademie f\u00fcr Sprache und Dichtung auf der Mathildenh\u00f6he verhandelt.<\/p>\n<p>Die Leiter der drei st\u00e4dtischen Darmst\u00e4dter Musikinstitute treffen diesmal auf Brigitte Zypries, ehemalige Bundesjustizministerin und heute als Parlamentarische Staatssekret\u00e4rin beim Bundesminister f\u00fcr Wirtschaft und Energie zust\u00e4ndig f\u00fcr Informationstechnologie und Au\u00dfenhandel. In der Diskussion werden \u00e4sthetische Gesichtspunkte zur Sprache kommen, ob als \u201cNeues\u201d \u00fcberhaupt noch m\u00f6glich ist in der Kunst bzw. wann Zitat zum Diebstahl wird; ethische Aspekte wie etwa die Problematik, dass Komponisten unterschiedlichster Genres auf die Musik von Naturv\u00f6lkern zur\u00fcckgreifen; oder juristische Fragen, wenn es um Urheberrechtsgesetze, Downloads, GEMA, YouTube geht.<\/p>\n<p><strong>Ein musikalisches Quartett mit Brigitte Zypries (MdB<\/strong><strong>), Thomas Sch\u00e4fer (Internationales Musikinstitut), Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt)<\/strong><\/p>\n<p>Das Darmst\u00e4dter Echo berichtete am 28. Februar 2014<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Wer zahlt f\u00fcr die Kunst?<\/strong><br \/>\n<strong> Diskussion \u2013 Gespr\u00e4ch \u00fcber \u201eMusik und Eigentum\u201c mit Brigitte Zypries<\/strong><b><br \/>\n<\/b>Von BETTINA BERGSTEDT<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Thomas Sch\u00e4fer, Cord Meijering und Wolfram Knauer, die Leiter der st\u00e4dtischen Musikinstitute, sprachen am Mittwoch mit der fr\u00fcheren Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) im Darmst\u00e4dter Gl\u00fcckert-Haus \u00fcber geistiges Eigentum \u2013 und wie es gerecht entlohnt werden kann.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Gema und Youtube sind nur zwei Schlagw\u00f6rter im Streit darum, wie die Verwertung der Arbeit von K\u00fcnstlern gerecht zu bezahlen ist. Welche Kriterien taugen dazu, Kunst zu bewerten? Wie weit das Thema gefasst werden muss, zeigten die Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4che am Mittwoch.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Brigitte Zypries, von Haus aus Juristin, benannte rechtliche Fragen, die sich stellen, seit es das World Wide Web und die technischen Voraussetzungen f\u00fcr eine rasche und qualitativ hochwertige Vervielf\u00e4ltigung gibt. Wie kommt ein K\u00fcnstler zu seinem Recht, wenn das Internet als freier Markt (miss-)verstanden wird? Die Verwertungsgesellschaften f\u00fcr K\u00fcnstler m\u00fcssten auf neue F\u00fc\u00dfe gestellt werden, sagte Zypries, und forderte mehr Transparenz sowie eine \u201esachgerechte\u201c Verteilung der Gelder. Derzeit bek\u00e4men nur die viel, die bereits viel h\u00e4tten, w\u00e4hrend sich unbekannte K\u00fcnstler und kleine Veranstaltungszentren kaum \u00fcber Wasser halten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Auch Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst) beklagte die g\u00e4ngigen Bewertungskriterien als unzureichend. Nicht das Produkt und die H\u00e4ufigkeit seiner Auff\u00fchrung d\u00fcrfe im Fokus stehen, sondern das Prozessuale, in dem sich Kreativit\u00e4t offenbare. Die Schwierigkeit der Verein-nahmung von Ideen sprach Jazzinstituts-Leiter Wolfram Knauer an. Er berichtete vom Trompeter Nicholas Payton, der 2011 die Verschiebung des Jazz ins Elit\u00e4re und die zunehmende Kategorisierung durch die (von Wei\u00dfen beherrschte) Vermarktungsindustrie beklagte. Payton setzte dem die Freiheit musikalischer Entfaltung unter dem Begriff der Black American Music (BAM) entgegen. Was aber, fragte Knauer, wenn man bedenkt, dass sich aktuell in Europa eine sehr lebendige, eigenst\u00e4ndige Jazzszene entwickelt? Wer k\u00f6nnte da noch wem etwas \u201eschuldig\u201c sein?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Auch Thomas Sch\u00e4fer vom Internationalen Musikinstitut versuchte, den Begriff der Originalit\u00e4t n\u00e4her zu fassen. Kann man Neues schaffen, wenn ein weltweites Archiv auf Knopfdruck beinahe alles zur Verf\u00fcgung stellt? Wie absurd es heute sein kann, jedes kleine Zitat \u201egewissenhaft\u201c abzurechnen, habe der Komponist Johannes Kreidler mit der Aktion \u201eProduct Placements\u201c gezeigt, bei der er in einer Collage aus 70200 Zitaten ebenso viele Gema-Antr\u00e4ge ausf\u00fcllte und diese auf Lastwagen 2008 in die Gema-Generaldirektion nach Berlin brachte. In Zeiten, in denen Kopieren l\u00e4ngst zur Kulturtechnik herangereift sei, bed\u00fcrfe es neuer Ideen, so Sch\u00e4fer: Vielleicht w\u00e4re eine \u201eKulturflatrate\u201c sinnvoll oder eine Bezahlung \u00fcber Auftraggeber, die dann nat\u00fcrlich verst\u00e4rkt wieder im Musikgesch\u00e4ft auftreten m\u00fcssten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Dabei scheint f\u00fcr junge Musiker die Netz-Vielfalt l\u00e4ngst Alltag, wie ein Veranstaltungsbesucher sagte: Beim Surfen h\u00f6re er auch Neues: \u201eDas inspiriert!\u201c:<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><a name=\"ornithology\"><\/a>19. Juni 2013, 20:00 Uhr<\/strong><br \/>\n<strong>Musik + Gesang<br \/>\nOrt: Zooschule, Vivarium Darmstadt<br \/>\n(Schnampelweg 5, 64287 Darmstadt)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Im Rahmen der von der Kulturregion FrankfurtRheinMain veranstalteten Reihe &#8222;Freies im Gesang&#8220; aus Anlass des Jubil\u00e4ums des Ersten Allgemeinen Deutschen S\u00e4ngerfestes widmet sich das Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch dem Thema der Stimme als Ursprung aller Musik. Als Gast ist mit Prof. Dr. Meertinus P.D. Meijering ein renommierter Zoologe mit dabei, mit dem das Gespr\u00e4ch \u00fcber sangliche Freiheit einen noch ganz anderen, n\u00e4mlich ornithologischen Einschlag erhalten wird.<\/p>\n<p><strong>Ein musikalisches Quartett mit Meertinus P.D. Meijering (Zoologe), Thomas Sch\u00e4fer (Internationales Musikinstitut), Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt)<\/strong><\/p>\n<p>Das Darmst\u00e4dter Echo berichtete am 21. Juni 2013:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Die Amsel singt den Blues.<\/strong><br \/>\n<strong>Musikgespr\u00e4ch. Lauscht der Vogel dem Jazz was ab oder umgekehrt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">DARMSTADT. Hat die Amsel den Blues? Weint oder frohlockt der Trauerschn\u00e4pper? Imitiert der Vogel den Mensch oder umgekehrt beziehungsweise beides? Um derlei Fragen kreiste das j\u00fcngste &#8222;Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch&#8220; im Vivarium. G\u00e4ste und V\u00f6gel taten munter mit.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Im Garten von Wolfram Knauer lebt eine Amsel. seit vier Jahren schon. Dass Knauer Direktor des Darmst\u00e4dter Jazzinstituts ist. f\u00e4rbt auf das Repertoire des Vogels ab &#8211; so scheint es zumindest. Seit dieser Saison &#8222;singt die Amsel den Blues&#8220;. behauptet der Fachmann; eine entsprechende Kadenz hat er herausgeh\u00f6rt. Die in leichten Variationen erklinge. Woher hat der Vogel das nur? Vor allem: Wer ahmt hier wen nach? Kann ja gut sein. dass der Vogel aufgeschnappt hat. wie Knauer bei offenem Fenster Charlie (&#8222;Bird&#8220;) Parkers sch\u00f6nen Standard &#8222;Ornithology&#8220; abspielte &#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Aus scheinbar beil\u00e4ufigen Beobachtungen und Bemerkungen wie dieser ins Zentrum der Musikphilosophie zu sto\u00dfen. das ist eine der Qualit\u00e4ten der &#8222;Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4che&#8220;. Kluge. anregende Fragen gibt es hier stets mehr als einfache Antworten. Das war auch beim j\u00fcngsten Treffen im Vivarium so. Ein nur scheinbar ungew\u00f6hnlicher Ort f\u00fcr die drei Leiter der heimischen Musikinstitute und ihren Gast. den Zoologen und Vogelkundler P.D. Meijering: &#8222;Musik und Stimme&#8220; war das Generalthema. Und da hat die Tierwelt nat\u00fcrlich ein paar Takte mitzureden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Wer in Garten. Feld und Flur ein&#8220; Vogelkonzert&#8220; h\u00f6rt. den &#8222;Erfindungsreichtum&#8220; der &#8222;Singv\u00f6gel&#8220; bewundert und Motive herheraush\u00f6rt. die er wahlweise f\u00fcr Barock. Beatles oder Blues h\u00e4lt \u2013 der kommt einem offenbar typisch menschlichen Grundbed\u00fcrfnis nach: Er fasst \u00c4u\u00dferungen der Natur in menschengemachte \u00e4sthetische Kategorien. F\u00fcr den Vogel aber ist das alles eigentlich Sprache. ist Kommunikation. Erkl\u00e4rt der Ornithologe P.D. Meijering (Vater des hiesigen Komponisten Cord Meijering). Der Trauerschn\u00e4pper will nicht Trauergesang \u00fcben, er will blo\u00df ein oder mehrere Weibchen in seine Bruth\u00f6hle locken. Typisch Mensch, dass man da mehr raush\u00f6ren m\u00f6chte. Meijering junior wei\u00df zu berichten. dass beispielsweise der Koreaner dabei <i>gar <\/i>nicht von Gesang redet: &#8222;Die Amsel weint&#8220; hei\u00dfe es dort. Wor\u00fcber &#8211; das ist wieder so eine typische Frage von allzu gr\u00fcblerischen S\u00e4ugern.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Zoologe Meijering deutet sogar an, dass der Mensch dem Ruf der Natur deshalb so gebannt folgt und diesen zu interpretieren sucht, weil da etwas Uraltes zu ihm spricht. Schlie\u00dflich sind wir um ein paar Ecken rum ja alle miteinander verwandt, Reptil, Vogel und S\u00e4uger. P.D. Meijerings These: &#8222;Man wartet auf den Ton. der aus der Natur kommt und der einen anspricht.&#8220;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Umgekehrt f\u00fchlen sich auch die V\u00f6gel durchaus von uns angesprochen. Der Tierkundler erkl\u00e4rt. dass sich Amsel-Populationen entwickelt h\u00e4tten, die sich &#8222;so eng an den Menschen gebunden haben, dass die nicht in den urspr\u00fcnglichen Wald zur\u00fcckgekehrt sind&#8220;. Offenbar hat man sich was zu sagen. Aus den Reihen der Besucher wie der Gastgeber werden munter Beispiele vorgebracht: Wie der fast taube Beethoven in seine sechste Sinfonie drei vogel\u00e4hnliche Motive eingewoben hat; wie die Kiebitze als &#8222;gro\u00dfartige Nachmacher&#8220; das menschliche Ohr und Herz erfreuen. Und wie der Komponist Olivier Messiaen seinen gefiederten Freunden Melodien ablauschte und auf Notenpapier festhielt, um diese weiter zu variieren, das wei\u00df Thomas Sch\u00e4fer vom Internationalen Musikinstitut zu berichten. Natur und Kultur, so scheint&#8217;s, sind in einen h\u00fcbschen Kreislauf eingespannt und drehen das Ding immer noch ein St\u00fcckchen weiter.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Gibt es Spa\u00dfv\u00f6gel, die nur aus Freude singen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Es geht dann auch noch um die Frage, wie frei Mensch und Vogel seien. Singt der Vogel auch mal nur zum Spa\u00df? Hat der Mensch in fr\u00fchester Kindheit ein offeneres Ohr f\u00fcr Ges\u00e4nge aller Art? Restlos kl\u00e4ren l\u00e4sst sich das in gut anderthalb stickigen Stunden im Vivarium nicht. &#8222;Am Anfang&#8220;, glaubt jedenfalls Wolfram Knauer, &#8222;ist die Freiheit eigentlich da&#8220; &#8211; die Freiheit. zu singen. wie einem der Schnabel gewachsen ist. Nur: &#8222;Sie wird uns durch die Kulturbindung ausgetrieben.&#8220;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Aufgabe des K\u00fcnstlers sei es daher. &#8222;f\u00fcr uns den Kontakt zu dieser Freiheit wieder herzustellen&#8220;. glaubt Cord Meijering. Von drau\u00dfen h\u00f6rt man, wie der Vivariumspfau seinen Ruf in die schw\u00fcle Nacht schickt. Es klingt sehr traurig.\u00a0 (Thomas Wolff)<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>19. Dezember 2012<\/strong><br \/>\n<strong>Musik + Bewegung<\/strong><br \/>\n(14. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch)<\/p>\n<p><strong>Ein musikalisches Quartett mit Mei-Hong Lin (Choreographin am Staatstheater Darmstadt), J\u00fcrgen Krebber (Internationales Musikinstitut), Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt)<\/strong><\/p>\n<p>Die Musik und der Tanz sind von jeher eng miteinander verbunden. Die Motorik des Rhythmus, die Spannung der Harmonik, die Sanglichkeit der Melodie, die Erkennbarkeit von Form \u2013 alle Elemente, die in der Musik eine Rolle spielen, stehen in urs\u00e4chlichem Zusammenhang mit der Bewegung des Tanzes. Grund genug f\u00fcr das musikalische Quartett der Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4che, sich Gedanken zu diesem Bereich zu machen und dabei den Begriff &#8222;Bewegung&#8220; durchaus auch etwas weiter zu fassen.<\/p>\n<p>Der Tanz aber wird allein schon angesichts des Ortes und des Gastes dieses Musikgespr\u00e4chs eine wichtige Rolle spielen beim Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch: Die Leiter der drei st\u00e4dtischen Musikinstitute, Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst), J\u00fcrgen Krebber (Internationales Musikinstitut) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut) haben diesmal die international gefeierte Choreographin Choreographin Mei Hong Lin als Gast zum musikalischen Quartett eingeladen, das sich auch im Gespr\u00e4ch mit dem Publikum dem Thema \u201cMusik + Bewegung\u201d n\u00e4hern will.<\/p>\n<p><strong>Termin: Mittwoch, 19. Dezember 2012, 20:00 Uhr<\/strong><br \/>\n<strong>Ort: Staatstheater Darmstadt, Ballettsaal<br \/>\nin Kooperation mit dem Staatstheater Darmstadt<br \/>\nEintritt frei<\/strong><\/p>\n<p><em>ACHTUNG: Die Zahl der Teilnehmer ist auf insgesamt 40 beschr\u00e4nkt. Treffpunkt: 19:30 Uhr am Verwaltungseingang (zwischen H\u00fcgel- und Sandstra\u00dfe). Bitte Socken mitbringen, da im Ballettsaal keine Schuhe erlaubt sind.<\/em><\/p>\n<p>Das Darmst\u00e4dter Echo berichtete am 21. Dezember 2012:<\/p>\n<div>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Hirne im Gleichklang<\/strong><br \/>\n<strong>Diskussion \u2013 Kulturfachleute fragen nach dem Verh\u00e4ltnis von Musik und Bewegung<\/strong><br \/>\n<strong>DARMSTADT.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">&#8222;Musik und Bewegung sind f\u00fcr mich wie ein altes Ehepaar, manchmal streiten sie sich, meist ertragen und lieben sie sich&#8220;, erkl\u00e4rt Mei Hong Lin. Die Darmst\u00e4dter Tanztheater-Chefin ist beim j\u00fcngsten &#8222;Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch&#8220; nicht nur Gast, sondern auch Gastgeberin: Die Runde hockt diesmal im Ballettsaal des Staatstheaters beisammen. Wie eng Musik und Bewegung verbunden sind, zeigt sie am Beispiel: 15 T\u00e4nzer ihrer Truppe pr\u00e4sentieren eine der Traumszenen aus ihrem neuen St\u00fcck &#8222;Lala auf der Couch&#8220;.<br \/>\nDarin wird die Geschichte der Modemagazin-Chefin Lala erz\u00e4hlt, die nach ihrem Zusammenbruch mithilfe eines Psychiaters wieder zu sich selbst findet. Die Musik von Serge Weber wurde extra f\u00fcr das St\u00fcck komponiert, nachdem er die Bewegungen der T\u00e4nzer gesehen hatte. Was war nun zuerst da, die Musik oder die Bewegung?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Diese Frage wird an diesem Abend immer wieder gestellt. Im Fall von &#8222;Lala&#8220; waren es zuerst die Gef\u00fchle, die in Bewegung ausgedr\u00fcckt werden sollten. &#8222;Jede Bewegung hat einen Grund und muss Emotionalit\u00e4t haben&#8220; steht f\u00fcr die Choreografin fest.<br \/>\nJ\u00fcrgen Krebber vom Internationalen Musikinstitut f\u00e4llt es schwer, nach dieser dynamischen und stilistisch wechselhaften Tanzszene, mit Worten weiterzumachen. Musik bewegt, ist sein Fazit. Und das in jedem Sinn: ob als Weg-Leitsystem in Leipzig, wo Hinweistafeln zu verschiedenen Orten f\u00fchren, die mit Musik zu tun haben, oder ob es die kleinen neuronalen Netzwerke sind, die im Gehirn entstehen, wenn zusammen musiziert oder getanzt wird. Sogar Gehirne beginnen einen Gleichklang zu entwickeln, wie die Forschung zeige.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Jazz-Experte Wolfram Knauer erz\u00e4hlt Pers\u00f6nliches. Immer schon habe er unwillk\u00fcrlich mit dem Fu\u00df gewippt. Soll es dann wirklich ans Tanzen gehen, l\u00f6se sich diese Einheit von K\u00f6rper und Musik aber auf \u2013 steigt in den Kopf, &#8222;um dann unkoordiniert wieder in den K\u00f6rper zur\u00fcckzugehen.&#8220; wie er lachend erz\u00e4hlt. F\u00fcr den Leiter des Jazzinstituts lebt auch der Jazz ganz klar vom Swing, von seiner rhythmischen Qualit\u00e4t. Knauer fragt sich allerdings, wann und warum die neuere Musik dieses t\u00e4nzerische Moment verloren hat.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Cord Meijering, Direktor der Akademie f\u00fcr Tonkunst, kritisiert dabei jene zeitgen\u00f6ssische Musik, die allzu sph\u00e4risch pseudo-religi\u00f6se Kl\u00e4nge produziert und dabei den \u201ePuls\u201c verloren habe. F\u00fcr ihn sind die Begriffe &#8222;Bewegung&#8220; und &#8222;Tanz&#8220; weiter gefasst und spielen sich irgendwo zwischen Himmel und Erde, Sprungkraft und Schwungkraft ab, wie er gestisch illustriert.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Die Publikumsfrage, ob sie Musik als Bewegung h\u00f6rt, bejaht Mei Hong Lin: &#8222;Deshalb gehe ich auch ungern in Restaurants mit Hintergrundmusik.&#8220; Sie sieht sofort Bilder, Bewegungen und Farben \u2013 dagegen ist sie machtlos. Sie erz\u00e4hlt, dass sie deswegen auch zu Hause nie Musik h\u00f6rt, einfach weil sie sonst nicht entspannen kann. Sonst erginge es ihr vielleicht wie &#8222;Lala auf der Couch&#8220;. (Julia Reichelt)<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>7. November 2012<br \/>\nMusik + Langeweile<\/strong><br \/>\n(13. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch)<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ein musikalisches Quartett mit Hans-Klaus Jungheinrich, Thomas Sch\u00e4fer (Internationales Musikinstitut), Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst) und Arndt Weidler (Jazzinstitut Darmstadt)<\/strong><\/p>\n<p>Es mag ja eine \u00fcberhebliche Haltung derer, die sich professionell mit Musik besch\u00e4ftigen, sein, dass Musik alles sein d\u00fcrfe, nur nicht langweilig. Ist Langeweile etwas, was in der Musik selbst begr\u00fcndet liegt? Oder wird Langeweile auch durch die Umst\u00e4nde, also beispielsweise die Repertoirewahl, bestimmt? Oder ist Langeweile vielleicht einfach falsche Erwartungshaltung des H\u00f6rers? Und warum \u00fcberhaupt verlangen wir Kurzweiligkeit, vielleicht weil wir in unserer kurzlebigen Zeit einfach nicht mehr die Geduld f\u00fcr lange Weile aufbringen?<\/p>\n<p>All solche Fragen und andere mehr stellt sich das musikalische Quartett der Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4che am 7. November und l\u00e4dt dar\u00fcber hinaus auch sein Publikum zum Gespr\u00e4ch ein. Neben den Leitern der drei st\u00e4dtischen Musikinstitute, Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst), Thomas Sch\u00e4fer (Internationales Musikinstitut) und Arndt Weidler (Jazzinstitut) ist zum Musikgespr\u00e4ch in der Darmst\u00e4dter Kunsthalle der renommierte Musikkritiker und -autor Hans-Klaus Jungheinrich eingeladen, sich Gedanken \u00fcber &#8222;Musik und Langeweile&#8220; zu machen.<\/p>\n<p><strong>Termin: Mittwoch, 7. November 2012, 20:00 Uhr<\/strong><br \/>\n<strong>Ort: Kunsthalle Darmstadt<br \/>\nEintritt frei<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>23. August 2012<br \/>\nMusik ausstellen<\/strong><br \/>\n(12. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch)<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ein musikalisches Quartett mit Hans Drewanz, Thomas Sch\u00e4fer (Internationales Musikinstitut), Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt)<\/strong><\/p>\n<p>Am 5. September 2012 j\u00e4hrt sich der 100. Geburtstag von John Cage, einem der wichtigsten Komponisten und Musikdenker des 20. Jahrhunderts. Wie kaum jemand vor ihm hat Cage die Frage nach den Grenzen der Musik und ihren Verbindungen zu anderen Kunstfeldern und der Alltagswelt immer wieder neu gestellt. Gemeinsam mit Satie, Duchamp und Beuys geh\u00f6rt er zu den gro\u00dfen Strategen der Musik und Kunst im 20. Jahrhundert. Ausgehend von diesen Jahrhundertgestalten wird die Ausstellung &#8222;<a title=\"A House Full of Music\" href=\"http:\/\/www.mathildenhoehe.info\/www\/ausstellungen.html#music\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">A House Full of Music<\/a>&#8220; auf der Mathildenh\u00f6he Darmstadt mit ebenso faszinierenden wie erhellenden Klangr\u00e4umen, Projektionen, Objekten, Gem\u00e4lden und Installationen die parallelen Strategien von Musik und Kunst in Geschichte und Gegenwart erfahrbar machen.<\/p>\n<p>Auch das Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch, das diesmal auf der Mathildenh\u00f6he zu Gast ist, befasst sich mit dem Thema &#8222;Musik ausstellen&#8220;. Die drei Leiter der Darmst\u00e4dter Musikinstitute haben sich dazu als Gast den Dirigenten und langj\u00e4hrigen Generalmusikdirektor des Staatstheaters Darmstadt Hans Drewanz eingeladen.<\/p>\n<p>Beim offenen Gespr\u00e4ch untereinander und mit dem Publikum wird es um ganz unterschiedliche Aspekte des &#8222;Musik Ausstellens&#8220; gehen. L\u00e4sst sich etwas so aufs Ohr gerichtetes wie Musik \u00fcberhaupt ausstellen? Wo verschwimmen die Grenzen zwischen Skulptur, Klangskulptur, Musik oder zwischen musikalischer Skizze, Partitur, Zeichnung Malerei? Und wie geht, nicht zuletzt, der Musiker mit der Tatsache um, dass er seine Musik auf eine ganz andere Art und Weise t\u00e4glich &#8222;ausstellen&#8220; muss, in der Inszenierung des Konzerts, das in allen Formalien und Ritualen oder auch in der Durchbrechung derselben durchaus Parallelen zu dem aufweist, was &#8222;A House Full of Music&#8220; in diesem Sommer auf der Mathildenh\u00f6he thematisiert.<\/p>\n<p><strong>Termin: Donnerstag, 23. August 2012, 20:00 Uhr<\/strong><br \/>\n<strong>Ort: Institut Mathildenh\u00f6he, Museum K\u00fcnstlerkolonie<br \/>\nEintritt frei<\/strong><\/p>\n<p>Das Darmst\u00e4dter Echo schrieb am 25. August 2012:<\/p>\n<div>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Wege zur Gl\u00fcckseligkeit<br \/>\nDiskussion \u2013 Das \u201eDarmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch\u201c drehte sich diesmal um das Thema \u201eMusik ausstellen\u201c<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\">DARMSTADT.<\/div>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">\u201eMusik ausstellen\u201c: Dieses Thema hatten sich die Initiatoren der \u201eDarmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4che\u201c gesetzt und das Ganze auf die Mathildenh\u00f6he verlegt. Dort l\u00e4uft zurzeit noch die Schau \u201eA House Full of Music\u201c, in der Wechselwirkungen von Kunst, Musik und anderen Disziplinen aufgezeigt werden. So bot sich ein konkreter Aufh\u00e4nger f\u00fcr die Diskussion \u2013 eigentlich. Doch es ging nebenher und zwischendurch auch darum, was man noch so alles unter \u201eMusik ausstellen\u201c verstehen k\u00f6nnte. Das war allerhand.<br \/>\nAls Gast hatte man sich Hans Drewanz aufs Podium geladen. Der war genau der Richtige f\u00fcr diesen Abend. Der Idee, Musik auf welche Art auch immer zu inszenieren, kann der Dirigent und langj\u00e4hrige Generalmusikdirektor des Staatstheaters Darmstadt so gar nichts abgewinnen und gab seinen Gastgebern damit von Anfang an h\u00fcbsch Kontra.<br \/>\nEr empfindet die Mathildenh\u00f6he-Schau als \u201eintellektuelles Vergn\u00fcgen\u201c und \u201emusikwissenschaftliches Seminar\u201c, sieht aber generell keine Notwendigkeit, der \u00fcberbordenden \u201eBefrachtung mit Bildern\u201c in der heutigen Kultur weiteren Vorschub zu leisten. Musik ist f\u00fcr Drewanz \u201enur auf das Ohr gerichtet, demnach nicht zeigbar, sondern nur h\u00f6rbar\u201c \u2013 eine \u201eEntgrenzung\u201c, keine Einschr\u00e4nkung. Er habe eher das Gef\u00fchl, \u201edass etwas verloren geht, wenn sie bebildert und betextet wird\u201c. Suspekt sind ihm schon die Obertitel in der Oper.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Als eine \u201eEntzauberung der Musik\u201c sieht auch Wolfram Knauer vom Jazzinstitut das Ausstellen von Musik. Allerdings: Im ver\u00e4nderten Kontext erschlie\u00dfen sich f\u00fcr ihn neue Ebenen. Wenn das Museum das Video eines w\u00fctenden Jimi-Hendrix-Auftritts mit anderen Formen der \u00e4sthetischen Destruktion zeigt, wird f\u00fcr Knauer sichtbar, \u201ewie Zerst\u00f6ren und Neuschaffen miteinander zusammenh\u00e4ngen\u201c. R\u00fcckkopplungen unterschiedlicher Art w\u00fcrden erlebbar.<br \/>\nAuch aus dem Publikum wurde der Ruf nach \u201eErkenntnisgewinn\u201c durchs Ausstellen laut. F\u00fcr Drewanz alles nicht n\u00f6tig.<br \/>\nOb es ihm als Dirigent nicht auch darum gehe, \u201eMusik zu formen, zu skulpturalen Objekten werden zu lassen\u201c, wollte Thomas Sch\u00e4fer vom Internationalen Musikinstitut wissen. Keineswegs, so die Antwort: \u201eIch sehe mich als Musiker im Dienste des Komponisten\u201c, dessen Intentionen er \u201ezum Klingen bringen\u201c m\u00fcsse. Ohne jeden bildnerischen Anspruch. Auch dass man beispielsweise in Mahlers dritter Sinfonie einen neuen Begriff von \u201eDimension\u201c bekommen k\u00f6nnte, wie Cord Meijering von der Akademie f\u00fcr Tonkunst meinte, h\u00e4lt Drewanz \u201enicht f\u00fcr schl\u00fcssig\u201c. Andere Besucher k\u00f6nnten ja ganz was anderes heraush\u00f6ren.<br \/>\nMit so starkem Widerstand gegen alles Bildhafte hatte Thomas Sch\u00e4fer offenbar nicht gerechnet. Leicht provozierend fragte er den Gast, ob er bei der Arbeit an Opern im Staatstheater denn sehr gelitten habe? \u201eMan liebt die Oper f\u00fcr alles, was sie sein k\u00f6nnte\u201c, so Drewanz, \u201eund man hasst sie f\u00fcr das, was sie ist.\u201c Eines jedenfalls nicht: illustrierte Musik. Dass die Oper ihrem Wesen nach auf den vielschichtigen Wechselwirkungen von Text, Musik, Schauspiel, B\u00fchnenbildnerei und vielem mehr basiert, war der Runde zwischenzeitlich etwas aus dem Blick geraten.<br \/>\nDen st\u00e4rksten Beifall gab es zuletzt f\u00fcr jene Besucherin, die ihre \u201eunglaubliche Gl\u00fcckseligkeit\u201c beim Genie\u00dfen der Mathildenh\u00f6he-Schau schilderte. Froh sei sie vor allem, dass niemand sie belehrt habe. Komponist Meijering stie\u00df ins gleiche Horn. \u201eIch hab\u2019 nie versucht, Musik zu verstehen\u201c, erkl\u00e4rte er gegen Ende, \u201eich m\u00f6chte fasziniert bleiben.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">(Thomas Wolff)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>21. M\u00e4rz 2012<\/strong><br \/>\n<strong>Jazzwerkstatt Berlin<\/strong><br \/>\n<strong>Ein Musikgespr\u00e4ch mit Ulli Blobel<br \/>\n<\/strong>(11. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch)<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Ohne Ulli Blobel m\u00fcsste die Geschichte des Jazz in Deutschland sicherlich umgeschrieben werden. Das St\u00e4dtchen Peitz am Rande des Spreewalds, w\u00e4re nichts weiter als eine kleine Gemeinde in der N\u00e4he Berlins, regional bekannt f\u00fcr seine Karpfenteiche. Jazzfans weltweit kennen Peitz stattdessen daf\u00fcr, \u00fcber Jahre hinweg mit seinem Festival das Mekka des West-Ostdeutschen Free-Jazz gewesen zu sein. Zu einer Zeit Ende der 1970er Jahre, als der Eiserne Vorhang f\u00fcr den kulturellen Austausch zwischen BRD und DDR ein klein wenig ge\u00f6ffnet wurde, um Musik von Weltrang in den &#8222;Arbeiter- und Bauernstaat&#8220; zu locken. Als Konzertveranstalter machte Blobel in der DDR eine steile Karriere.<\/p>\n<p>1984 aber kehrte er ihr den R\u00fccken, siedelte in Wuppertal im Umfeld der dortigen Heroen Peter Br\u00f6tzmann und Peter Kowald, gr\u00fcndete Labels und einen Vertrieb, verlie\u00df dann f\u00fcr eine Weile die Jazzwelt, um erst 2006 wieder zum jazz zur\u00fcckzukehren, als er in Berlin die &#8222;jazzwerkstatt Berlin-Brandenburg&#8220; gr\u00fcndete. Zur &#8222;Werkstatt&#8220; geh\u00f6rt ein gleichnamiges Label, das in den vergangenen f\u00fcnf Jahren zur auff\u00e4lligsten und r\u00fchrigsten Pr\u00e4sentationsfl\u00e4che der jungen Berliner Jazzszene geworden ist.<\/p>\n<p>Wo w\u00e4re in Darmstadt ein besserer Ort f\u00fcr ein Musikgespr\u00e4ch mit Ulli Blobel als in der Werkstatt des Berliner-Darmst\u00e4dter K\u00fcnstlers, Bildhauers und Improvisations-Schlagzeugers Detlef Kraft. Dessen Skulpturen, darunter auch das 2003 geschaffene Standbild des Bluesmusiker &#8222;Little (Marion) Walter&#8220; vor dem Jazzinstitut Darmstadt, entstehen in seinem Atelier auf dem ehemaligen Werkstattgel\u00e4nde der Darmst\u00e4dter Firma Goebel gegen\u00fcber dem Hauptbahnhof. Eingang zum Atelier \u00fcber Bismarckstra\u00dfe (Eingang gegen\u00fcber Kirschenallee).\u00a0\u00a0 <strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Termin: Mittwoch, 21. M\u00e4rz 2012, 20:00 Uhr; ab 19:30 Uhr M\u00f6glichkeit eines Atelierrundgangs; Ort:\u00a0Atelier von Detlef Kraft, Goebelstra\u00dfe 21 (ehemaliges Weksgel\u00e4nde der Fa. Goebel, gegen\u00fcber Hauptbahnhof Darmstadt); Eintritt frei<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>8. Februar 2012<\/strong><br \/>\n<strong>Musik + Verpackung<\/strong><br \/>\n(10. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch)<\/p>\n<p><strong>Ein musikalisches Quartett mit Michael Schneider (INTEF), Thomas Sch\u00e4fer (Internationales Musikinstitut),Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt)<\/strong><\/p>\n<p>Musik ist \u00e4sthetisches Statement und Genuss, und dennoch ist sie zugleich immer auch eine Ware gewesen. Dieses Thema greift das &#8222;musikalische Quartett&#8220; im Rahmen der Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4che auf. Im lebendigen Diskurs miteinander geht es dabei etwa um den Warencharakter von\u00a0 Musik, aber auch um deren tats\u00e4chliche Verpackung, beispielsweise als LP oder CD. Es geht um Musik, die als Hintergrund schon mal selbst zur Verpackung werden kann. Es geht um Labels, die der Musik gern aufgepfropft werden. Es geht um kulturelle Profile von Rundfunksendern, um die Rechthaberei ideologischer Musikfundamentalisten, um die Macht von Wort und Bild. Und es geht um die Auswirkungen, die all die verschiedenen Vorstellungen von &#8222;Verpackung&#8220; auf die Musik selbst haben, die sich ihres Zwitterstatus&#8216; zwischen Kunst und Ware ja durchaus bewusst ist.<\/p>\n<p>Beim Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch setzen sich die Leiter der drei Darmst\u00e4dter Musikinstitute, Cord Meijering (Akademie f\u00fcr Tonkunst), Thomas Sch\u00e4fer (Internationales Musikinstitut) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut) mit einem Gast zu einem &#8222;musikalischen Quartett&#8220; zusammen, das ganz unterschiedliche Aspekte des Themas diskutiert. Der Gast des Musikgespr\u00e4chs &#8222;Musik + Verpackung&#8220; ist zugleich Gastgeber, Michael Schneider n\u00e4mlich, der das Institut f\u00fcr Neue Technische Form (INTEF) leitet, das in diesem Jahr sein 60j\u00e4hriges Jubil\u00e4um feiern kann.<\/p>\n<p>Termin: Mittwoch, 8. Februar 2012, 20:00 Uhr<br \/>\nOrt: Institut f\u00fcr Neue Technische Form (INTEF), Friedensplatz 10, Darmstadt Eintritt frei<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>14. Dezember 2011<\/strong><br \/>\n<strong>Die Musikschule in der Darmst\u00e4dter Kulturlandschaft<\/strong> <strong>Stefan Hakenberg im Gespr\u00e4ch mit Cord Meijering, Wolfram Knauer, Thomas Sch\u00e4fer<br \/>\n<\/strong>(9. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch)<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Darmstadt hat eine Musikschule wie andere St\u00e4dte auch. Aber Darmstadts Musikschule ist anders. In dieser Stadt gibt es mit dem Internationale Musikinstitut, dem Jazzinstitut und der Akademie f\u00fcr Tonkunst Einrichtungen, die internationale Ausstrahlung besitzen, aber nat\u00fcrlich auch die Welt nach Darmstadt holen. Die Leiter dieser drei Einrichtungen werden sich im Gespr\u00e4ch mit Stefan Hakenberg, dem Leiter der St\u00e4dtischen Musikschule, dar\u00fcber unterhalten, welchen Einfluss das besondere Darmst\u00e4dter Klima auf seine Arbeit hat, wie die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler von der einzigartigen musikalischen Situation dieser Stadt profitieren und was die Musikschule in die Stadtgesellschaft zur\u00fcckgeben kann.<\/p>\n<p>Literaturhaus (Kasinostra\u00dfe 3), 20:00 Uhr<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>21. September 2011<\/strong><br \/>\n<strong>Darmstadt &#8211; L. A. (Hollywood)<\/strong> <strong>Der Filmemacher und Komponist Henning Lohner<br \/>\n<\/strong>(8. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch)<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Das 8. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch stellt den Filmemacher und Komponisten Henning Lohner in den Mittelpunkt und zeichnet damit den Weg einer besonderen Karriere nach. Lohner war 1984 erstmalig Teilnehmer der Internationalen Ferienkurse f\u00fcr Neue Musik in Darmstadt und ist heute einer der renommiertesten deutschen Filmkomponisten. Bekannt wurde er durch seine langj\u00e4hrige Arbeit bei der Oscar pr\u00e4mierten Musikschmiede Remote Control Productions von Hans Zimmer in Los Angeles, mit dem er zum sogenannten German Hollywood z\u00e4hlt, sowie durch das 1988 angefangene raw material-Medienkunstprojekt. Bei den Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4chen, erstmalig zu gast im INTEF, wird Lohner \u00fcber seine Arbeit mit Karlheinz Stockhausen und Franz Zappa berichten, \u00fcber Filmmusiken f\u00fcr Bernd Eichinger, Till Schweiger, Dennis Hopper, aber auch \u00fcber eigene Filmprojekte etwa \u00fcber Stockhausen, Hopper, Zappa, Karl Lagerfeld, Gerhard Richter, John Cage, Brian Eno und Yoko Ono.<\/p>\n<p>Institut f\u00fcr Neue Technische Form (Friedensplatz 10, Darmstadt), 20:00 Uhr<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>8. Juni 2011<\/strong><br \/>\n<strong>Manfred Br\u00fcndl:<\/strong> <strong>&#8222;Sincerely P.T.&#8220; Der legend\u00e4re Jazzbassist Peter Trunk<br \/>\n<\/strong>(7. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch)<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Manfred Br\u00fcndl ist einer der herausragenden Kontrabassisten und Komponisten des europ\u00e4ischen Jazz. Der in Regensburg geborene Musiker studierte in Graz, geh\u00f6rte lange Zeit zur Frankfurter Szene und unterrichtet heute als Professor an der Musikhochschule in Weimar. Br\u00fcndl, der Musiker wie Charles Mingus, Scott LaFaro oder Jaco Pastorius genauso zu seinen Einfl\u00fcssen z\u00e4hlt wie die Tradition der europ\u00e4ischen klassischen Musik, hat sich in den letzten Jahren auf Spurensuche eines deutschen Jazzbassisten begeben, der bereits zu Lebzeiten weit \u00fcber sein Heimatland hinweg Anerkennung erhielt. Der 1973 bei einem Verkehrsunfall get\u00f6tete Peter Trunk z\u00e4hlte zu den \u00fcberzeugendsten europ\u00e4ischen Jazzbassisten der Nachkriegszeit. Michael Naura stellte ihn gar in eine Riege mit den gro\u00dfen amerikanischen Kollegen, wenn er beschreibt: &#8222;Die gro\u00dfen Bassisten &#8211; ich denke da an Jimmy Blanton, Ray Brown, Scott LaFaro und Peter Trunk &#8211; waren und sind in erster Linie weniger Solisten, als integrierende Figuren, die Gef\u00fchle der Geborgenheit vermitteln.&#8220; In seinem j\u00fcngsten Projekt &#8222;Silent Bass&#8220; n\u00e4hert Br\u00fcndl sich der Musik Peter Trunks, dessen Spiel auf dem Kontrabass sich durch einen sonoren, vollen, runden Ton, melodische und rhythmische Pr\u00e4zision und eine Vielfalt an Ideen auszeichnete. Daf\u00fcr recherchierte er in Archiven, traf Kollegen und Zeitzeugen und entwickelte im Laufe der Recherche seine eigene &#8211; auch musikalische &#8211; Sicht auf den Kollegen.<\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit Wolfram Knauer wird Br\u00fcndl \u00fcber seine Ann\u00e4herung an Leben und Werk Trunks berichten und dar\u00fcber, wie diese seine eigene Arbeit beeinflusste. Der kurzweilige Forschungsbericht wird zudem mit seltenen Klangbeispielen aus der Arbeit Peter Trunks und solchen der aktuellen auf seinen Recherchen basierenden Arbeit von Manfred Br\u00fcndl beleuchtet.<\/p>\n<p>Literaturhaus Darmstadt (Kasinostra\u00dfe 3)<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>6. April 2011<\/strong><br \/>\n<strong>Imke Misch &amp; Simon Stockhausen:<\/strong> <strong>Stockhausen, Darmstadt, elektronische Musik<br \/>\n<\/strong>(6. Darmst\u00e4dter M;usikgespr\u00e4ch)<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Die elektronische Musik war vielleicht die umfassendste klangliche Neuerung im musikalischen Geschehen des 20sten Jahrhunderts. Der Einfluss des Komponisten Karlheinz Stockhausen betraf dabei nicht nur die Welt der Neuen Musik, sondern war auch in anderen Genres zu sp\u00fcren, dem Jazz etwa oder der elektronischen Popmusik. Frank Zappa, Miles Davis, Anthony Braxton, Charles Mingus, Peter Townshend, Bj\u00f6rk, Paul McCartney und viele andere sind in ihrer musikalischen Arbeit wesentlich von Stockhausen inspiriert worden.<\/p>\n<p>Die K\u00f6lner Musikwissenschaftlerin und Stockhausen-Expertin Imke Misch wird bei den 6. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4chen Stockhausens Aktivit\u00e4ten bei den Internationalen Ferienkursen in Darmstadt vorstellen und dabei insbesondere auch einen Blick auf seine elektronische Musik werfen. Im Gespr\u00e4ch mit Stockhausens Sohn, dem Komponisten, Multiinstrumentalisten und Elektroniker Simon Stockhausen, der viele der sp\u00e4ten Werke seines Vaters programmierte, unterh\u00e4lt sie sich anschlie\u00dfend \u00fcber die gegenseitigen Einfl\u00fcsse dieser Zusammenarbeit. Im letzten Teil des Abends schlie\u00dflich wird Simon Stockhausen \u00fcber seine eigene Arbeit in den letzten Jahren berichten.<\/p>\n<p>Literaturhaus Darmstadt (Kasinostra\u00dfe 3)<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>16. Februar 2011<\/strong><br \/>\n<strong>Friederike Richter<\/strong> <strong>Wieviel Wurzeln braucht Musik?<br \/>\n<\/strong>(5. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch)<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Die Studienabteilung der Akademie f\u00fcr Tonkunst Darmstadt im Spannungsfeld zwischen regionaler Heimatverbundenheit, europ\u00e4ischer Musiktradition und der Begegnung mit Fernost<\/p>\n<p>Unter diesem Titel h\u00e4lt die Darmst\u00e4dter Pianistin und Klavierdozentin Friederike Richter am Mittwoch, den 16. Februar 2011 um 20.00 Uhr im Kennedyhaus einen Vortrag \u00fcber die Arbeit der Studienabteilung der Akademie f\u00fcr Tonkunst Darmstadt.<\/p>\n<p>Die Akademie f\u00fcr Tonkunst, jahrelang Ausbildungsst\u00e4tte f\u00fcr junge werdende Musiker aus der Region, erfreut sich seit einiger Zeit eines hohen Zulaufs an Musikstudierenden auch aus \u00dcbersee wie Lateinamerika, vor allem aber Fernost.<\/p>\n<p>Dies bedeutet einerseits einen Gewinn an Informationen und Erkenntnissen \u00fcber andere Gesellschaften und Kulturen f\u00fcr einheimische Studierende. Andererseits m\u00fcssen ausl\u00e4ndische Studentinnen und Studenten enorme H\u00fcrden \u00fcberspringen, um das Empfinden abendl\u00e4ndischer Musik nachf\u00fchlen zu k\u00f6nnen. In diesem Vermittlungsproze\u00df steht die Lehrerin, der Lehrer an zentraler Stelle in einer Funktion als &#8222;\u00dcbersetzer\/in&#8220;.<\/p>\n<p>Dass allerdings nicht nur ausl\u00e4ndische Studierende manchmal \u00dcbersetzungshilfen im Umgang mit traditioneller Musik brauchen sondern auch hiesige, will der Vortrag aufzeigen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zur Person der Vortragenden: www.friederike-richter.de<\/p>\n<p>Friederike Richter ist Klavier-Dozentin an der Studienabteilung der Akademie f\u00fcr Tonkunst<\/p>\n<p>Literaturhaus Darmstadt (Kasinostra\u00dfe 3)<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Mittwoch, 26. Januar 2011<\/strong><br \/>\n<strong>Stephan Schulz &amp; Wolfram Knauer<\/strong> <strong>Louis Armstrong. Grenzen \u00fcberwinden durch Musik<br \/>\n<\/strong>(4. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch)<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Zwei 2010 frisch erschienene B\u00fccher befassen sich mit Louis Armstrong. Wolfram Knauer, der 2008 als Louis Armstrong Professor of Jazz Studies an der Columbia University in New York unterrichtete, schrieb eine Biographie, die die Lebensgeschichte des Trompeters entlang seiner Musik erz\u00e4hlt. Der Journalist Stephan Schulz sammelte Erinnerungen und Erinnerungsst\u00fccke an Armstrongs Tournee, bei der er 1965 17 Konzerte in der DDR gab. In einer gemeinsamen Veranstaltung berichten die beiden Autoren von ihren Recherchen und von Armstrong, dem system-\u00fcberschreitenden Musiker, der mit seiner scheinbar unpolitischen Musik wichtige diplomatische T\u00fcren \u00f6ffnete. Zu h\u00f6ren und zu sehen sein werden dabei auch seltene Tonaufzeichnungen Armstrongs, Stasi-Dokumente und Schmalfilmaufnahmen von Hobbyfilmern.<\/p>\n<p><strong>Stephan Schulz<\/strong> ist Journalist f\u00fcr den Mitteldeutschen Rundfunk und Autor des Buchs &#8222;What a Wonderful World. Als Louis Armstrong durch den Osten tourte&#8220; (Berlin 2010, Verlag Neues Leben). <strong>Wolfram Knauer<\/strong> ist Direktor des Jazzinstituts Darmstadt und Autor des Buchs &#8222;Louis Armstrong (Stuttgart 2010, Reclam Verlag: Universal-Bibliothek)<\/p>\n<p>Literaturhaus Darmstadt (Kasinostra\u00dfe 3)<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Mittwoch, 27. Oktober 2010<\/strong><br \/>\n<strong>Cord Meijering:<\/strong> <strong>Kinder und Jugendliche komponieren<br \/>\n<\/strong>(3. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch)<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Es war Mitte der 80iger Jahre des 20. Jahrhunderts in Halle, DDR: Dort gab es ein Konzert der von Hans-J\u00fcrgen Wenzel gegr\u00fcndeten und von ihm geleiteten Kompositionsklasse f\u00fcr Kinder und Jugendliche Halle-Dresden. Diese Klasse existierte damals bereits seit 17 Jahren. Was es in diesem Konzert zu h\u00f6ren gab, setzte h\u00f6chste Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr alles, was von nun an auf dem Gebiet der sogenannten &#8222;Kinderkomposition&#8220; folgen sollte. Seit 1976 produzierte Hans Werner Henze in Italien und \u00d6sterreich Projekte, bei denen Kinder und Jugendliche komponierten. Die so entstandene Kommunal-Oper &#8222;Robert, der Teufel&#8220; nach einem Libretto von Elfriede Jelinek katapultierte das Thema &#8222;Kinder und Jugendliche komponieren&#8220; ins internationale Bewusstsein. An diesen Pionier-Projekten teilnehmend, sie erlebend, begann Cord Meijering das Experiment einer Integration dieser gro\u00dfen jugendlich-innovativen Kraft in eine Institution der Musikausbildung: die Akademie f\u00fcr Tonkunst in Darmstadt. Er gr\u00fcndete dort 1991 die Kompositionsklasse f\u00fcr Kinder und Jugendliche. Aus diesem Experiment entstand Deutschlands \u00e4lteste (heute noch existierende) und produktivste Kompositionsklasse f\u00fcr Kinder und Jugendliche, die seit ihrer Gr\u00fcndung etwa 150 Werke &#8211; von Kammermusik bis hin zu Oper &#8211; hervorbrachte.<\/p>\n<p>Cord Meijering, Komponist, Sch\u00fcler von Johannes Fritsch, Dietrich Boekle, Hans Werner Henze und Hans J\u00fcrgen Wenzel, ist Direktor der Akademie f\u00fcr Tonkunst in Darmstadt. N\u00e4here Informationen unter www.meijering.de und www.akademie-fuer-tonkunst.de<\/p>\n<p>Literaturhaus Darmstadt (Kasinostra\u00dfe 3)<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Donnerstag, 15. April 2010<\/strong><br \/>\n<strong>R\u00fcdiger Ritter<\/strong> <strong>Jazz im Ostblock \u2013 Musik zwischen Widerst\u00e4ndigkeit und k\u00fcnstlerischer Autonomie<br \/>\n<\/strong>(2. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch)<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Dass es auch im sowjetischen Machtbereich Jazz gab, und zwar richtig guten Jazz, ist immer noch recht unbekannt. Wer wei\u00df schon, dass die Musik zu vielen Filmen von Roman Pola\u0144ski von niemand anderem stammt als von Krzysztof Komeda, dem Begr\u00fcnder des modernen polnischen Jazz. Allen Verboten zum Trotz etablierte und behauptete sich Jazz auch in den Ostblockl\u00e4ndern und erhielt dort eine widerst\u00e4ndige Funktion als Symbol f\u00fcr eine kulturelle Alternative. Vielleicht war es gerade dieser politische Druck, der dem Jazz zu hoher, auch internationaler Qualit\u00e4t verhalf? In Polen jedenfalls hat Jazz bis heute einen beachtlichen gesellschaftlichen Stellenwert. Das liegt unter anderem auch an den gro\u00dfen Festivals am Ende der 1950er Jahre wie etwa dem Warschauer Jazz Jamboree oder dem Jazz nad Odr\u0105 in Wroc\u0142aw, die sowohl k\u00fcnstlerische Meilensteine als auch Manifeste des Freiheitswillens waren.<\/p>\n<p>R\u00fcdiger Ritter ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FU Berlin, stellt in seinem Vortrag die Ergebnisse eines Forschungsprojekts zum Jazz im Ostblock vor, das dort seit 2007 bearbeitet wird und f\u00fcr das er uns seine Kollegen regelm\u00e4\u00dfig auch im Jazzinstitut geforscht hatten.<\/p>\n<p>Der Vortrag von R\u00fcdiger Ritter ist teil eines Polen-Schwerpunkts des Jazzinstituts, das am 16. April in seiner Galerie eine Ausstellung mit Bildern von Mira und Alex Fleischer er\u00f6ffnet (Fleischer war einer der Mitbegr\u00fcnder des Festivals Jazz nad Odr\u0105) und am selben Abend im Gew\u00f6lbekeller unter dem Jazzinstitut ein JazzTalk-Konzert mit dem Adam Pieronczyk Trio veranstaltet.<\/p>\n<p>Literaturhaus Darmstadt (Kasinostra\u00dfe 3)<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Mittwoch, 17. Februar 2010<\/strong><br \/>\n<strong>Michael Custodis<\/strong> <strong>Wolfgang Steinecke &#8211; Netzwerker der Musikmoderne<br \/>\n<\/strong>(1. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch)<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>2010 h\u00e4tte Wolfgang Steinecke, Nestor des Wiederaufbaus der Darmst\u00e4dter Kulturpolitik nach dem 2. Weltkrieg und Gr\u00fcnder der Internationalen Ferienkurse f\u00fcr Neue Musik Darmstadt, seinen 100. Geburtstag gefeiert. Anlass genug, diesen kongenialen Netzwerker der Moderne als Ausgangspunkt f\u00fcr die neu initiierten &#8222;Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4che&#8220; zu nehmen. Moderne ist bei Michael Custodis&#8216; Vortrag \u00fcber Steinecke im doppelten Sinne gedacht, als &#8222;moderne&#8220; Form des Festivalmanagements, viele untereinander zerstrittene Protagonisten f\u00fcr (s)eine Vision von Sommerkursen f\u00fcr die musikalische Moderne zusammenzubringen. Durch diese Fokussierung auf Steineckes Organisationstalent l\u00e4sst sich auch zeigen, wie es ihm gelingen konnte, alte Vorkriegs-Kontakte (z. B. zu seinem Lehrer Friedrich Blume) zu pflegen und f\u00fcr Kontexte einzuspannen, die diesem eigentlich nicht lagen und dennoch eine konsequente Suche nach musikalischem Neuland unterst\u00fctzen lie\u00dfen. Zugleich wird der Vortrag aber auch die Grundz\u00fcge von Steineckes Darmst\u00e4dter Arbeit nachzeichnen.<\/p>\n<p>Michael Custodis ist Musikwissenschaftler und Soziologe aus Berlin. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar f\u00fcr Musikwissenschaft der Freien Universit\u00e4t Berlin im DFG-Sonderforschungsbereich &#8222;\u00c4sthetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der K\u00fcnste&#8220;. F\u00fcr die 45. Internationalen Ferienkurse f\u00fcr Neue Darmstadt (17.-31. Juli 2010) arbeitet er derzeit an einer Ausstellung zu Wolfgang Steineckes 100.Geburtstag.<\/p>\n<p>Literaturhaus Darmstadt (Kasinostra\u00dfe 3)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, but this page is only available in German. 32. Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4ch: Kunst kommt von &#8230; ? Ein Musikgespr\u00e4ch \u00fcber Joseph Beuys und \u00fcber Musik Gast: Martin Faass, Direktor des &hellip; <a href=\"http:\/\/www.jazzinstitut.de\/en\/musikgespraeche-archiv\/\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Darmst\u00e4dter Musikgespr\u00e4che (Archiv)<\/span> <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-12811","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.jazzinstitut.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12811","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.jazzinstitut.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.jazzinstitut.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jazzinstitut.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jazzinstitut.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12811"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.jazzinstitut.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12811\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12812,"href":"http:\/\/www.jazzinstitut.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12811\/revisions\/12812"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.jazzinstitut.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12811"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jazzinstitut.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12811"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.jazzinstitut.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12811"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}