Jazz at the institute

OLYMPUS DIGITAL CAMERAThe Jazzinstitut established its own venue in its intimate and acoustically outstanding concert space underneath its current residence. Every Friday the venue hosts more or less known artists. An ongoing series entiteled “JazzTalk” invites musicians for a regular concert followed by a public interview onstage. Aditionally Darmstadt’s jazz initiative (Verein zur Förderung des zeitgenössischen Jazz in Darmstadt e.V.) presents its own concert series at the club as well as a jam session (last Friday every month).

Also, the room is let to jazz musicians from around for their own purposes like rehearsals, cd releases or band presentations i.e.. In the attic of the building, the jazz gallery presents alternating exhibitions of visual artists with regard to jazz.

Event Information

  • Fri
    13
    Apr
    2018

    Quiet Fire

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    18,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets per e-mail reservieren

    YEAH!BANDS! Die Liebe zum Sturm und der Ruhe davor

    James Wylie | Altsaxophon
    Benjamin Schäfer | Klavier
    Kathrin Pechlof | Harfe
    Igor Spallati | Kontrabass
    Max Andrzejewski | Schlagzeug

    Foto: Lutz Voigtländer ©

    Die Band ist neben der Improvisation das beständigste musikalische Konzept des Jazz. Die Idee der Band stand schon am Beginn seiner über 100jährigen Geschichte. Identifizierbar, in fester Besetzung, mit eigenem Sound und unverwechselbarer Klangästhetik, ohne Hierarchie, ohne Heldenverehrung, frei, emanzipiert, als Gemeinschaft von gleichwertigen Individualisten.

    Mit der neuen Reihe YEAH! BANDS! feiert das Jazzinstitut Darmstadt 2018 diese zutiefst demokratische Idee mit außergewöhnlichen Konzerten. Im April hinterlässt mit QUIET FIRE ein All-European Quintett mit der deutschen Harfenistin Kathrin Pechlof und Wurzeln in Deutschland, Polen, Italien und Griechenland seine besondere klangliche Visitenkarte im Jazzinstitut. 

    Quiet Fire vereint fünf der spannendsten Stimmen der jungen europäischen Jazzszene. Von quiet bis fire – lotet das hochkarätig besetzte Quintett Spannungs- und Gemütszustände aus. Die Band liebt den Sturm ebenso wie die Ruhe davor, umarmt Gewissheiten und wirft sie dann freudig über Bord, entwirft zeitlose Schönheiten für den verklingenden Moment. Ihr Ziel ist es, Musik zu schaffen, die ebenso musikalisch gehaltvoll wie emotional zugänglich ist.

    Mit Quiet Fire versuchen die fünf so unterschiedlichen Musiker also scheinbar Gegensätzliches zu verbinden. Komponierte Anteile der Musik treffen auf Phasen freier Improvisation. Für sie entspricht die Interaktion innerhalb der Band einer mal gelenkten, mal ungesteuerten Konversation mit offenem Ausgang, in der alle Musiker mit eigener Stimme und eigenen Inhalten beitragen. Dabei entsteht eine Musik, die Genregrenzen überwindet und in der unterschiedlichste musikalische Ausdrucksweisen quasi organisch verschmelzen.

    Das Repertoire stammt größtenteils aus der Feder des Pianisten Benjamin Schaefer und verbindet dessen Liebe zur Komposition mit der Lust an Experimenten und spontaner Interaktion. Der mehrfach ausgezeichnete Pianist schätzt das gemeinsame Musikmachen als Gesprächssituation in einer abstrakten Sprache. Für seine neueste Unterhaltung öffnet er musikalische Räume, in denen fünf faszinierende Persönlichkeiten sich entfalten, einander herausfordern und unterstützen können. Einen besonderen Reiz bietet die Integration der Harfe in den Jazzkontext – ein Instrument mit ganz eigenem Klang, das wie das Klavier sowohl Melodie- als auch Harmoniefunktionen übernehmen oder ein rhythmisches Fundament liefern kann.

    Beinahe hätte es diese wundervolle Band nicht mehr gegeben, denn entstanden ist sie während der gemeinsamen Zeit in Berlin. Doch dann zog es den Neuseeländer James Wylie ins Ferne Thessaloniki, Pianist Benjamin Schäfer verschlug es erst nach Köln und schließlich der Liebe wegen nach Hamburg. Schlagzeuger Max Andrzejewski feiert indes mit seiner eigenen Band HÜTTE international große Erfolge, während Kathrin Pechlofs Harfe im eigenen Trio (Kontrabass Robert Landfermann, Saxophon Christian Weidner), aber auch im Bereich der Klassik oder dem Techno-Projekt Brandt-Bauer-Frick, heiß begehrt ist. Der italienische Kontrabassist Igor Spallati studierte wie Pechlof am Jazz-Institut Berlin und

    Darmstadt kann sich freuen, dass es diese Band immer noch gibt. Eine begeisterte Konzertbesucherin brachte es folgendermaßen auf den Punkt: „Das einzige, was schade ist, sind die Pausen zwischen den Stücken – man möchte einfach immer weiter zuhören.“

    Homepage von Quiet Fire  

    Eine Veranstaltung des Jazzinstituts Darmstadt