Jazz im Institut

Konzertkeller_JIDIm akustisch exzellenten Gewölbekeller unter dem Jazzinstitut finden regelmäßig Konzerte statt. Freitags treten hier bekannte und noch weniger bekannte Musikerinnen und Musiker auf. Die Konzertreihe “JazzTalk” lädt regelmäßig, meist deutschsprachige Künstlerinnen und Künstler zum Gesprächskonzert. Daneben veranstaltet hier der Verein zur Förderung des zeitgenössischen Jazz  in Darmstadt e.V. eigene Konzerte sowie jeweils am letzten Freitag des Monats die Bessunger Jam Session.

Jazzerinnen und Jazzer aus der Region nutzen den Konzertraum aber auch für Veranstaltungen in eigener Regie etwa für CD-Releases oder Präsentationen neuer Programme. In der Galerie im Dachgeschoss des Jazzinstituts sowie im Treppenhaus und im Gewölbekeller präsentieren wir wechselnde Ausstellungen Bildender Künstler und Fotografen mit Jazzbezug.

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Event Information

  • Fr
    22
    Mrz
    2019

    Vertigo Trombone Quartet

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    18,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets reservieren unter jazz@jazzinstitut.de

    JazzTalk 130: Das gute Leben hinausposaunen

    Nils Wogram | Posaune, Melodika, Obertongesang
    Andreas Tschopp | Posaune, Perkussion
    Bernhard Bamert | Posaune
    Jan Schreiner | Bassposaune, Tuba

    ©Corinne Hächler

    Es ist diese unglaubliche Leichtigkeit auf diesem so schwer zu beherrschenden, meist etwas sperrigen, ja im wahrsten Sinne des Wortes "raumgreifenden" Instrument, die Nils Wogram zu einem der außergwöhnlichsten Jazzmusiker der Gegenwart macht. Den Albert-Mangelsdorff-Preis (Deutscher Jazzpreis) erhielt Wogram mit Sicherheit nicht auf Grund seiner, dem großen Vorbild in nichts nachstehenden Virtuosität auf der Posaune, sondern vor allem für seine unvergleichliche kompositorische wie improvisatorische Originalität und Variabilität. Wie könnte er das besser zur Schau stellen als in seinem Vertigo Quartet – einem reinen Posaunisten-Ensemble?

    Wogram lebt und unterrichtet seit Jahren in der Schweiz. Dort fand er mit Andreas Tschopp und Bernhard Bamert zwei Posaunisten, die seine Begeisterung für das Ausloten von Grenzen des Instruments teilen. Sein ehemaliger Schüler an der Hochschule in Luzern, der Kölner Bassposaunist und Tubist Jan Schreiner, ergänzt das Quartett.  Zu viert definieren sie seit 2014 ihren eigenen blech-musikalischen Raum und bewegen sich mit der denkbar größten Freiheit innerhalb des nach allen Seiten offenen Rahmens, den sie sich selbst genuin geschaffen haben.

    Dennoch weiß Wogram: „Eine Posaune ist eine Posaune. Es bringt nichts, anderen Instrumenten nachzueifern. Die Posaune hat ihre Grenzen. Diese gilt es zu akzeptieren. Wir wollen uns vor allem auf die Stärken des Instruments konzentrieren.“  Kein anderes Instrument sei der menschlichen Stimme so ähnlich wie die Posaune. Daraus könne man schließlich etwas machen. Und so ergeben sich im Chor der vier Blasrohre ungeahnte Zwischen- und Obertöne. Manches auf ihrer zweiten CD "The Good Life" (nwog records, 2018) erinnert an Streicher, anderes an Keyboards oder Perkussion, zumal auch Tuba, Melodica und dezente Perkussion zum Einsatz kommen. In einigen Momenten glaubt man gar, eine volle Big Band zu hören. Das alles geschieht auf humorvolle Weise und mit dieser unglaublichen Leichtigkeit, die das Vertigo Quartet zu einem echten Hörvergnügen machen.

    Eine Veranstaltung des Jazzinstituts Darmstadt