Jazzforum

Tension / Spannung.
Ein Jazzforum um Albert Mangelsdorff
und seine Wirkung auf den Jazz in Deutschland

Ausstellung
vom 1. bis 3. Oktober im Literaturhaus (Kasinostraße 3)

vom 2. bis 3. Oktober 2009
im Foyer der Bessunger Knabenschule

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Programmheft






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Albert Mangelsdorff ...

... galt seit den 1950er Jahren als die überragende Persönlichkeit des deutschen Jazz. Er war ein Musiker, der stil- und genreübergreifend Anerkennung fand und an Projekten beteiligt war, die zwischen Tradition, Avantgarde und Rock/Pop wechselten. Man achtete ihn international als einen Künstler mit einem ausgewiesen eigenständigen Stil, als einen Virtuosen auf der Posaune, als einen bedeutenden Komponisten und als einen Wegbereiter des Jazz in Deutschland.
 


Ausstellung

Termin:   Donnerstag, 1. Oktober 2009 bis Samstag, 3. Oktober 2009
Veranstaltungsort:   Literaturhaus
Veranstalter:   Jazzinstitut Darmstadt

"Albert in Frankfurt"

Der Journalist, Fotograf und Ausstellungsmacher Hermann Wygoda hat Albert Mangelsdorff über Jahre begleitet. Für das Darmstädter Jazzforum bereitete er eine Ausstellung mit Fotos vor, die Albert in vertrauter Umgebund zeigen: seiner Heimatstadt Frankfurt am Main.

Zur Eröffnung der Ausstellung (und des Jazzforums) wird der Fotograf ein paar einführende Worte sprechen.

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Ausstellung

Termin:   Freitag/Samstag, 2. bis 3. Oktober 2009
Veranstaltungsort:   Foyer der Bessunger Knabenschule
Veranstalter:   Jazzinstitut Darmstadt & Albert Mangelsdorff Archiv des Instituts für Stadtgeschichte Fankfurt/Main

One Tension / Albert Mangelsdorff
Ausstellung aus Anlass des 11. Darmstädter Jazzforums

"One Tension" hieß eine Langspielplatte, die das Albert Mangelsdorff Quintett 1963 einspielte; "Tension" wegen der musikalischen Spannung; "One", weil dies das erste Album war, das der amerikanische Konzern CBS mit aktuellem deutschen Jazz vorlegte. Die Ausstellung, die aus Anlass des 11. Darmstädter Jazzforums konzipiert wurde, begleitet den Posaunisten auf zehn Tafeln durch sein Leben und beleuchtet die vielen Begegnungen, die er über die Jahre mit Kollegen aus Deutschland, Europa wie der ganzen Welt hatte. Die Tafeln befassen sich mit seiner Biographie, mit der Wahrnehmung des deutschen Jazz von 1945 bis heute, mit den technischen Besonderheiten seines Spiels, insbesondere den Multiphonics, mit dem JazzFest Berlin, das Mangelsdorff in den 1990er Jahren leitete, mit internationalen Weggefährten, dem Jazzensemble des Hessischen Rundfunks und mit Emil Mangelsdorff, dem Bruder des Posaunisten, der ein nicht minder vielseitiger Musiker ist.

Die Ausstellung "One Tension / Albert Mangelsdorff" wurde als Kooperation des Jazzinstituts Darmstadt mit dem Albert Mangelsdorff Archiv des Instituts für Stadtgeschichte in Frankfurt/Main (www.stadtgeschichte-ffm.de) konzipiert. Sie ist im Rahmen des 11. Darmstädter Jazzforums im Oktober 2009 erstmals zu sehen und danach als Wanderausstellung für kleinere oder größere Veranstalter ausleihbar.
 


GESAMTÜBERSICHT JAZZFORUM:

Konzert
FREITAG, 25. September 2009, 20:30 Uhr, Jazzinstitut Darmstadt

Emil Mangelsdorff Quartett (JazzTalk)
mit Emil Mangelsdorff (Saxophon), Thilo Wagner (Piano), Vitold Rek (Kontrabass), Janusz Stefanski (Schlagzeug)

Konzert
MITTWOCH, 30. September 2009, 20:30 Uhr, DIE FABRIK (Frankfurt/Main)

Wolfgang Schlüter & Boris Netsvetaev (JazzTalk)
mit Wolfgang Schlüter (Vibraphon), Boris Netsvetaev (Piano)

Symposium
DONNERSTAG, 1. Oktober, 14-18 Uhr

14:00 Uhr:         Eröffnung des Symposiums und der Ausstellung "Albert in Frankfurt" mit Fotos von Hermann Wygoda

14:30 Uhr:         "Die Posaune des Jazz" (Film)

15:00 Uhr:         Wolfgang Sandner: Ein Prototyp und Sonderfall: Albert Mangelsdorff, Jazzmusiker in Deutschland

16:00 Uhr:         Rüdiger Ritter: Krzysztof Komeda – der polnische Albert Mangelsdorff?

17:00 Uhr:         René Grohnert: Bilder zur Musik. Jazzplakate zwischen Ankündigung und Erinnerung

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Symposium
FREITAG, 2. Oktober, 10-18 Uhr

10:00 Uhr:         Wolfram Knauer: Es sungen drei Engel. Zum Umgang von Jazzmusikern mit deutscher Musiktradition

11:00 Uhr:         Martin Pfleiderer: Singin' the Blues. Vokale Expressivität im instrumentalen Jazz

12:00 Uhr:         Kai Stefan Lothwesen: Emanzipation, Jazz-Dissidenten und Paradigmenwechsel. Anmerkungen zur Diversität des europäischen Jazz

12-15 Uhr:         Mittagspause

15:00 Uhr:         Harald Kisiedu: European Freedom: Zum Verhältnis zwischen Musik und Politik bei Peter Brötzmann

16:00 Uhr:         William Bares: From "Blue Eyed Soul" to "Blaue Augen": Problems and Possibilities in "Young German Jazz"

17:00 Uhr:         Silvana K. Figueroa-Dreher: Was kann die Soziologie vom Jazz lernen? Die Erzeugung von sozialer Ordnung im Free Jazz-Improvisieren

Konzert
FREITAG, 2. Oktober 2009, 20:00 Uhr, Bessunger Knabenschule (Ludwigshöhstraße 42, Darmstadt)

Roswell Rudd & Lafayette Harris
mit Roswell Rudd (Posaune), Lafayette Harris (Piano)

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Symposium
SAMSTAG, 3. Oktober, 10-18 Uhr

10:00 Uhr:         Harald Justin: Albert Mangelsdorff: Autobiographisches Erzählen im Kontext

11:00 Uhr          Michael Rieth: Goethe und der Blues, Albert und die Anarchie, Kropotkin und die Krone. Zum Gesellschaftsentwurf von Herrschaftsfreiheit und dem Sprengen festgefügter Formen im Jazz

12-14:30 Uhr:    Mittagspause

14:30 Uhr:         Nils Wogram: Albert, die Posaune und ich

15:30 Uhr:         Jürgen Schwab: "50 Jahre Institutionalisierte Subkultur". Das hr-Jazzensemble, eine Bestandsaufnahme

16:30 Uhr:         Michael Rüsenberg: The Making Of "Die Albert Mangelsdorff Rolle” – Anmerkungen zur Visualität Albert Mangelsdorffs

Konzert
SAMSTAG, 3. Oktober 2009, 20:00 Uhr, Bessunger Knabenschule (Ludwigshöhstraße 42, Darmstadt)

Nils Wogram & Nostalgia Trio
mit Nils Wogram (Posaune), Florian Ross (Piano, Orgel), Dejan Terzic (Schlagzeug)

Joe Sachse & Uwe Kropinski
mit Joe Sachse (Gitarre), Uwe Kropinski (Gitarre)

Film
SONNTAG, 4. Oktober 2009, 11:00 bis 16:00 Uhr, Kunsthalle Darmstadt (Steubenplatz)

"Die Albert Mangelsdorff Rolle"
Ein Film von Michael Rüsenberg und Christian Wagner 


Das Darmstädter Jazzforum findet seit 1989 alle zwei Jahre statt und widmet sich dabei jedes Mal einem anderen Oberthema. Es ist eine weltweit einmalige Mischung aus Fachkongress, Konzertreihe, Workshop und Ausstellung und wird von Anfang an in Buchform dokumentiert. Die daraus resultierende Buchreihe "Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung" ist mit bislang zehn Bänden die einzige in Deutschland erscheinende regelmäßige Buchreihe, die sich zwischen Wissenschaft und Dokumentation mit dem Jazz auseinandersetzt.

Das ausrichtende Jazzinstitut Darmstadt ist eine städtische Kultureinrichtung der Wissenschaftsstadt Darmstadt und das größte öffentliche Informations- und Dokumentationszentrum zum Jazz in Europa.
 

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