Internationale Projekte
International Activities


22. bis 25. April 2010: Das Jazzinstitut zu Gast bei der 5. Auflage der jazzahead! in Bremen

Seit inzwischen fünf Jahren verlagert sich das Gedächtnis des Jazz für einige (meist sonnige) Frühlingstage aus Darmstadt in Richtung Nordsee. In Bremen findet alljährlich die einzige internationale Jazzmusikmesse Europas statt. Sie ist Anlaufpunkt für Musiker, Forscher, Journalisten, Veranstalter, Plattenfirmen, Instrumentenherstellern und Musikexportbüros aus der ganzen Welt.

Auch das Jazzinstitut Darmstadt hat diesen Marktplatz der Kontakte und Informationen in diesem Jahr wieder rege genutzt, nicht nur um an einem ekigenen Messestand über aktuelle Aktivitäten des Forschungs- und Dokumentationszentrums im 20 Jahre seines Bestehens zu berichten, sondern vor allem um Informationen über das Befinden und Befindlichkeiten der Jazzszene, über neue musikalische Entwicklungen und Projekte im Jazzbereich zu sammeln, aber auch um bestehende Kontakte zu pflegen und neue Maßnahmen der Zusammenarbeit zu verabreden.

Darüber hinaus war das Darmstädter Kulturinstitut in einige Projekte direkt eingebunden, die sich während der Messe präsentierten, wie dem 3. German Jazz Meeing am 23. und 24. April 2010, oder pflegten die direkte Netzwerkarbeit bei einem Treffen der Bundeskonferenz Jazz am 24. April. Dr. Wolfram Knauer hielt einen Vortrag zur aktuellen Entwicklung deutscher Jazzmusik vor den internationalen Repräsentanten einer in Bremen stattfindenden Fortbildung für MitarbeiterInnen des Musikbereichs des Gothe-Instituts. Dazwischen blieb genug Zeit zum Besuch von Empfängen, Panels, Diskussionsrunden und vor allem Konzerten deutscher, europäischer und amerikanischer Bands innerhalb des umfangreichen Programms.

For the fifth time now, and just for a few days in spring, the memory of jazz moves from Darmstadt to the North Sea coast. Then, the internationally acclaimed jazz music fair takes place in Bremen. jazzahead! is the annual meeting place for musicians, researchers, journalists, record companies, labels, instrument manufacturers and the music export offices of almost every country.

Together with with the Klaus-Kuhnke-Archiv fuer populaere Musik, located at the Bremen University, the Jazzinstitut Darmstadt provided information about its wide range of activities, from scholarly publications, jazz research services to exhibitions, conferences, workshops and jazz concerts. Jazzinstitut hosted its own booth in the Congress Center Bremen.

A major project of the Jazzinstitut Darmstadt had been presented to the public at jazzahead!: The German Jazz Meeting, a bi-annual showcase festival presented the richness and variety of the contemporary German jazz and improvisation scene to an international and national audience. Also, Dr. Wolfram Knauer, director of the Jazzinstitut Darmstadt, held a lecture on contemporary developments in German jazz music to an international assembly of Goethe-Institut staff. In between, there was left enough time to take the opportunity to visit one of many receptions, panels and discussions during the fair. Most of all, excellent music from almost every country could be heard during an accompanying concert series.


28. März 2007: Schwäbisch-Hall

Als Auftakt des im April erstmalig stattfindenden Festivals JazzArt Festivals in Schwäbisch-Hall zeigt das Goethe-Institut Schwäbisch-Hall eine Ausstellung mit Fotografien von Hans Kumpf, der seit den 60er Jahren die Szene zwischen Jazz und Neuer Musik als Journalist und Fotograf begleitet. Zur Ausstellungseröffnung hielt Wolfram Knauer am 28. März 2007 einen Vortrag, in dem er Antworten auf die Frage suchte, was wohl so deutsch am deutschen Jazz sei. Die Antwort sei nicht so eindeutig wie die Frage vermuten lässt, resümmierte er in seinem Vortrag, versuchte dennoch anhand verschiedener Beispiele den kulturellen Erfahrungen und musikalischen Einflüssen auf die Spur zu kommen, die deutsche Musikern einen durchaus erkennbaren eigenen Weg gehen ließen.

As a prelude to the first jazzArt Festival in Schwäbisch Hall which will take place in April the Goethe-Institut Schwäbisch Hall presents an exhibition with photographs by Hans Kumpf who as a journalist and photographer documents the scene between jazz and contemporary music since the 60s. For the opening of the exhibition on March 28th, 2007, Wolfram Knauer gave a lecture trying to answer the question what is so German in German jazz. The answer, he said, is not quite as simple as the question might seem to imply. Yet, in several examples he tried to analyze those cultural experiences and musical influences which prompted German musicians go their own, clearly recognizable way.

8. - 11. März 2007: Bremen: <jazzahead!> 07

Vom 8. bis 11. März 2007 präsentierte sich das Jazzinstitut Darmstadt bei der zweiten Ausgabe der <jazzahead!> in Bremen. Die Fachmesse für Musiker, Veranstalter, Agenturen, Labels, Pädagogen und jeden sonst, der etwas mit Jazz zu tun hat, hatte in diesem Jahr einen europäischen Schwerpunkt. Dabei präsentierten sich Bands, Hochschulen, aber auch Musikinformationszentren aus Norwegen, Dänemark, den Niederlanden, Frankreich, Österreich und anderen europäischen Ländern. Die Messe war Umschlagplatz für musikalische Informationen, vor allem aber eine hervorragende Möglichkeit zum Networking, zur Kontaktpflege mit Kollegen aus anderen Bereichen. Das Jazzinstitut Darmstadt hatte einen eigenen Stand zusammen mit dem Klaus-Kuhnke-Archiv für Populäre Musik (Bremen), der Union Deutscher Jazzmusiker und der Bundeskonferenz Jazz. Anlässlich der Messe stellte das Jazzinstitut den Stand seines Buchprojekts "The History of Jazz in Europe" in einer Paneldiskussion (siehe Foto unten) mit den Herausgebern James Lincoln Collier (USA), Walter Turkenburg (Niederlande) und Wolfram Knauer (Deutschland) sowie den beiden Autoren Francesco Martinelli (Italien) und Virgil Mihaiu (Rumänien) vor. Daneben wurden erste Vorbereitungen fürs 2.German Jazz Meeting getroffen, eines Showcase-Festivals mit dem Ziel der Bekanntmachung deutscher Jazzprojekte im Ausland, das im nächsten Jahr anlässlich der <jazzahead!> wieder in Bremen stattfinden soll. Vorsitzender des ausrichtenden Vereins German Jazz Meeting ist Arndt Weidler vom Jazzinstitut Darmstadt.

From March 8th to 11th the Jazzinstitut Darmstadt.was present at the second <jazzahead!> in Bremen. This trade fair for musicians, concert organizers, agents, record labels, educators and anybody else working in the jazz field had a European focus this year. Part of this focus was the presentation of bands, music academies and music information centers from Norway, Denmark, the Netherlands, France, Austria and other European countries. The fair allows for the exchange of musical information, offers possibilities for networking and meeting with colleagues from other fields of the music business. The Jazzinstitut Darmstadt shared its stall with the Klaus-Kuhnke-Archiv für Populäre Musik (Bremen), the Union Deutscher Jazzmusiker and the Bundeskonferenz Jazz. During the fair the Jazzinstitut presented its book project "The History of Jazz in Europe" with a panel discussion (see photo) involving the editors James Lincoln Collier (USA), Walter Turkenburg (the Netherlands) and Wolfram Knauer (Germany) as well as two of its authors, Franesco Martinelli (Italy) and Virgil Mihaiu (Romania). Also, the organizers of the German Jazz Meeting used the opportunity to prepare for its 2nd edition during the <jazzahead!> fair in Bremen next year. The German Jazz Meeting is a showcase festival aiming at the promotion of German jazz in other countries. Arndt Weidler of the Jazzinstitut ist chairman of the association organizing this event.


Februar/März 2007: Darmstadt / New York

Anfang März war das Jazzinstitut Darmstadt in New York zu Gast. Wolfram Knauer nutzte die Gelegenheit eines Meetings eines Beratergremiums an der Columbia University, um verschiedene Jazzeinrichtungen der Metropole zu erkunden, Vorträge zu halten und Kollegen zu treffen. Er traf sich mit Repräsentanten von Jazz at Lincoln Center, dem Konzert- und Education-Space an der Südwestecke des Central Park, bersuchte unser "Schwester"-Institut, das Institute of Jazz Studies an der Rutgers University in Newark, New Jersey, hielt Vorträge an der Juilliard School of Music und in der Metropolitan Community United Methodist Church in Harlem. Gespräche mit Kollegen und Institutsleitern eruierten die Möglichkeiten einer weiterführenden Zusammenarbeit. Das Jazzinstitut Darmstadt besitzt schon heute einen enorm guten Ruf in den Vereinigten Staaten. Dazu tragen unsere Veröffentlichungen genauso bei wie Serviceleistungen, die wir vor allem gegenüber Forschern erbringen, etwa unseren "Jazz-Index", die computerbasierte bibliographische Datenbank, die täglich aus aller Welt abgefragt wird. Wir waren zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder in New York präsent, doch die Herzlichkeit und das große Interesse an unserer Arbeit machten klar, dass der nächste Besuch sicherlich nicht so lange auf sich warten lassen wird.

A Great Jazz Day in Harlem 1958 und 2007

In early March the Jazzinstitut Darmstadt connected again with New York, the world capitol of jazz. Wolfram Knauer took the opportunity of an advisory board meeting at Columbia University to visit several jazz institutions in New York City, to give lectures and to meet with colleagues. He met with representatives of Jazz at Lincoln Center, the concert and education space on the South West corner of Central Park; he visited the Institute of Jazz Studies at Rutgers University in Newark, New Jersey; and he gave lectures at the Juilliard School of Music and at the Metropolitan Community United Methodist Church in Harlem. He met with colleages and institute directors to talk about possible collaborations. The Jazzinstitut Darmstadt has a good reputation in the United States, based on its publications as well as on the Jazz-Index, our computer based bibliographical database which is accessed daily from all around the world. The visit was the first since 14 years; the warm welcolme and the great interest in our work made it clear that the next visit will take place a lot sooner.

New York Visit, Jazz at Lincoln Center's Allen Room (left), Village Vanguard (right)


1. bis 2. Februar 2007, Siena, Italien

Bei einem Treffen in Siena, Italien, haben Francesco Martinelli und Franco Caroni (Fondazione Siena Jazz) sowie Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt) Anfang Februar eine engere Zusammenarbeit der beiden Archive verabredet, in die künftig auch weitere europäische Jazzarchive einbezogen werden sollen. Ziel ist die Vernetzung der europäischen Jazzarchive, so dass Nutzer relativ schnell darüber informiert werden, was sie wo am besten recherchieren können. Ziel ist auch die Vernetzung der Datenbanken unterschiedlicher Archive, so dass per Mausklick Bestände in mehreren Archiven abgefragt werden können. Siena Jazz und das Jazzinstitut Darmstadt wollen mit ihrer Zusammenarbeit Primär- und Sekundärquellen zur europäischen Jazzgeschichte dokumentieren, um Forschern, Studenten, aber auch Musikern und Jazzfans Informationen über die Entwicklung und die Rezeption des europäischen Jazz an die Hand zu geben. Geplant sind schließlich weitere gemeinsame Projekte, von Publikationen über Konferenzen bis zu Workshops und Konzerten. Erstes Resultat der neuen Kooperation ist eine gemeinsame Website, die unter dem Link <www.jazzarchive.eu> an den Start ging und künftig über gemeinsame Projekte berichten, aber auch Zugang zu diversen Datenbanken ermöglichen soll.

During a meeting in early February in Siena, Italy, Francesco Martinelli and Franco Caroli (Fondazione Siena Jazz) as well as Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt) have agreed upon a close cooperation of the two archives which might soon by joined by other European jazz archives. The objective of this cooperation is to establish a Europe-wide network of jazz archives which helps users to find out easily where they might be able to research what. The objective is also to make some of the archives' databases available for online research, enable and facilitate research, information exchange and a public discourse. By collaborating on this project, Siena Jazz and the Jazzinstitut Darmstadt hope to make available the sources and resources documenting the European jazz history, to provide researchers, students as well as musicians and jazz fans with information about the development and the reception of jazz in Europe. Finally the collaboration aims at an exchange in musical activities, workshops, conferences and concerts. The first result of the new cooperation is a collective website <www.jazzarchive.eu> which will report about projects and soon enable users to access selected databases.

Oktober 2006, Berlin

Auf Einladung des Deutschen Bundestages traf sich Ende Oktober erstmals eine Delegation der Bundeskonferenz Jazz (BKJazz) zu einem Informationsaustausch mit Vertretern des Kulturausschusses, darunter der Vorsitzende Hans-Joachim Otto (FDP) und dessen Stellvertreter Siegmund Ehrmann von der SPD. Die Jazzvertreter waren der Vorstand des Vereins "German Jazz Meeting" mit Arndt Weidler (Jazzinstitut Darmstadt), Peter Schulze (JazzFest Berlin), Reiner Michalke (Stadtgarten Köln, Moers Festival) sowie Dominik Wagner (Union Deutscher Jazzmusiker) und Kornelia Vossebein (Bunker Ulmenwall, Bielefeld). Im Mittelpunkt der Gespräche stand eine Standortbeschreibung des deutschen Jazz ebenso wie der gemeinsame Ausblick auf zukünftige Maßnahmen einer bundesweiten Förderung der Jazzaktivitäten in Deutschland. Als erfolgreiches Beispiel konnten die Vertreter der BKJazz den Abgeordneten eine durchweg positive Bilanz des im März 2006 erstmalig durchgeführten Projekts "German Jazz Meeting" in Bremen als ein Förderinstrument des Musikexports präsentieren. Das "German Jazz Meeting" war unter anderem durch Mittel der Kulturstiftung des Bundes und des Goethe-Instituts unterstützt worden. Den Vertretern der Jazzszene wurde dabei ein deutliches Interesse auf Seiten der Politik an der Lage des Jazz in der Bundesrepublik signalisiert, insbesondere auch an notwendigen Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Jazzmusiker und den Spielstätten des Jazz. Die BKJazz wurde gebeten, eine aktuelle Situationsbeschreibung des Jazz in Deutschland zu erstellen, mit dem Ziel, diese Evaluierung rechtzeitig in den Bericht der Enquete-Kommission des Bundestages zur "Kultur in Deutschland" einzubringen. Auch in einem anschließenden Gespräch im Bundeskanzleramt mit Kulturabteilungsleiter Prof. Dr. Hermann Schäfer wurde ausdrücklich die Initiative der BKJazz für eine Jazzförderung auf Bundesebene begrüßt. Hermann Schäfer verwies darauf, dass Jazz Bestandteil der kommenden Ausschreibung des Projektes "Netzwerk Neue Musik" der Kulturstiftung des Bundes ist. "Der Jazz finde bei der jetzigen Bundesregierung jederzeit ein offenes Ohr." Die Bundeskonferenz Jazz zeigte sich insgesamt zufrieden über die positive Resonanz zum Thema "Jazz in Deutschland" im Bundestag und Kanzleramt. Man sei nun zuversichtlich, dass durch die Unterstützung des Bundes eine Stabilisierung bestehender Projekte, wie dem German Jazz Meeting, möglich werde und freue sich über die grundsätzlich zustimmende Reaktion der Berliner Politik auf die Vorschläge der Szene für ein eigenes Konzept der Spielstättenförderung.
Foto: v.l.n.r.: Arndt Weidler, Peter Schulze, Reiner Michalke, Dominik Wagner, Korneila Vossebein, Siegmund Ehrmann

Invited by the German Parliament, a delegation of the Bundeskonferenz Jazz (BKJazz) met in October with representatives of the cultural commission led by chairman Hans-Joachim Otto (FDP) and vice chairman Siegmund Ehrmann (SPD).  Die Jazz representatives were the board of the "German Jazz Meeting" association with Arndt Weidler (Jazzinstitut Darmstadt), Peter Schulze (JazzFest Berlin), Reiner Michalke (Stadtgarten Köln, Moers Festival) as well as Dominik Wagner (Union Deutscher Jazzmusiker) and Kornelia Vossebein (Bunker Ulmenwall, Bielefeld). They talked about the situation of German jazz today and discussed future initiatives to boost jazz activities on a national level in Germany. A very successful example for such activities is the "German Jazz Meeting" first conducted in March 2006 as a means to help music export activities. The "German Jazz Meeting" had been financed through the Kulturstiftung des Bundes (a national fund) and the Goethe-Institut. The politicians in Berlin gave a signal of support to the representatives from the jazz scene for an advancement of the general conditions for jazz musicians and venues for jazz. The BKJazz was asked to provide a report upon the situation of the current jazz scene in Germany in order to add this to the report of the enquette commission of the German parliament on "Culture in Germany". A second meeting brought the BKJazz representatives together with Prof. Dr. Hermann Schäfer, the head of the cultural department at the Office of the Federal Chancellor who welcomed the BKJazz's initiative for a national advancement of jazz in Germany. Hermann Schäfer pointed out that jazz is part of a future project "Netzwerk Neue Musik" planned by the Kulturstiftung des Bundes. "This government has an open ear for jazz". The Bundeskonferenz Jazz was pleased with the positive reactions at the Bundestag as well as the Chancellery. They are confident that the federal government will support and thus stabilize existing projects such as the German Jazz Meeting and are pleased about the positive reactions on suggestions from the jazz scene such as a new concept of advancing support for jazz venues.
Foto: Arndt Weidler

23. bis 26. März 2006, Bremen

Die Messe Bremen führt zum ersten Mal eine Jazzmesse unter dem Titel "jazzahead!" durch. Mehr als 80 Aussteller und weit über 3.500 Besucher machten diese erste deutsche Messe zur Jazzmusik zu einem großen Erfolg. Zu den Ausstellern gehören Plattenlabels, Agenturen, Jazzzeitschriften, Instrumentenbauer, Hochschulen, Verbände und andere. Auch das Jazzinstitut Darmstadt präsentiert sich mit einem eigenen Stand. Zugleich sind die Mitarbeiter in verschiedenen Funktionen in die Messe eingebunden. Arndt Weidler, zugleich Vorsitzender des Vereins German Jazz Meeting, ist mitverantwortlich für die Ausrichtung des ersten German Jazz Meeting. Bei diesem zweitägigen Showcase während der jazzahead! werden in kurzen Programmblöcken 14 aktuelle Jazzprojekte aus Deutschland einem internationalem Fachpublikum aus Festivalpromotoren, Fachjournalisten und Programmverantwortlichen diverser Goethe-Institute vorgestellt. Das German Jazz Meeting ist eine Veranstaltung des Vereins German Jazz Meeting in Zusammenarbeit mit der Messe Bremen und mit Unterstützung durch das Goethe-Institut und die Kulturstiftung des Bundes. Die vierzehn Programmpunkte des Festivals wurden von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Das Programm 2006 umfasste die folgenden Bands: Julia Hülsmann Trio with Roger Cicero, Erdmann 3000, Der Rote Bereich, jazzIndeed with Michael Schiefel, Aki Takase Projekt plays Fats Waller, Lisa Bassenge & Band, Lychee Lassi, Thärichens Tentett, [em] Wollny/Kruse/Schaefer, Angelika Niesciers sublim, Christopher Dells DRA, Florian Ross Trio, Nils Wogram & Root 70, Turbo Pascale. In einem anderen Saal der Jazzmesse wurde während dieser Tage erstmals die Ausstellung "Deutscher Jazz / German Jazz" vorgestellt, die Doris Schröder vom Jazzinstitut Darmstadt für das Goethe-Institut kuratierte und die ab Sommer 2006 für fünf Jahre durch die Welt reisen soll.

With "jazzahead!" the Messe Bremen (Bremen Fair) for the first time organizes a trade fair directed at the jazz scene. More than 80 stands by record labels, jazz magazines, instrument makers, conservatories, associations and others help in making the fair a big success. The Jazzinstitut Darmstadt was present as well. Its staff participated in the organization of the fair in divverent functions. Arndt Weidler, who is chair of the German Jazz meeting Association, was co-organizer of the first German Jazz Meeting. This two-day showcase festival during jazzahead! presented 14 current jazz projects from Germany to an audience of festival promoters, journalists and program makers from several Goethe-Institutes. The German Jazz Meeting is organized by the German Jazz Meeting Association in cooperation with the Messe Bremen and supported by the Goethe-Institut as well as the Kulturstiftung des Bundes. The program featured the following bands: Julia Hülsmann Trio with Roger Cicero, Erdmann 3000, Der Rote Bereich, jazzIndeed with Michael Schiefel, Aki Takase Projekt plays Fats Waller, Lisa Bassenge & Band, Lychee Lassi, Thärichens Tentett, [em] Wollny/Kruse/Schaefer, Angelika Niesciers sublim, Christopher Dells DRA, Florian Ross Trio, Nils Wogram & Root 70, Turbo Pascale. Another hall featured the exhibition "Deutscher Jazz / German Jazz" curated by Doruis Schröder from the Jazzinstitut Darmstadt for the Goethe-Institut which will travel around the world for five years starting in summer 2006.


Jazzinstitut: Arndt Weidler, Charlotte Schick, Doris Schröder, Wolfram Knauer


"Deutscher Jazz / German Jazz" (Ausstellung / exhibition)


German Jazz Meeting: organizers Arndt Weidler, Peter Schulze, Reiner Michalke


15.-19. März 2006, Chicago, Illinois

Das Center for Black Music Research führte seine "Conference on Black Music Research" in diesem Jahr als gemeinsame Tagung mit der Society for American Music durch. Bei der fünftägigen Veranstaltung im Westin River North Conference Hotel in Chicago waren namhafte Musikwissenschaftler vor allem aus den Vereinigten Staaten zu allen möglichen Themenbereichen amerikanischer Musikforschung zu hören. Von frühen Hymnenbüchern über die Musik Charles Ives, Gospel- und Spirutualtraditionen bis hin zu John Coltrane, der Rezeption schwarzer Musik in Italien und transnationalen Einflüssen ging es in Paneldiskussionen, Vortragsrunden mit weit über 150 Vortragenden und Diskussionsteilnehmern. Das Jazzinstitut Darmstadt war auf Einaldung des Center for Black Music Research vertreten, Wolfram Knauer hielt im Rahmen des von George Lewis geleiteten Panels zu "International Scholarship and Black Music" einen Vortrag über "Jazz as Productive Music: Jazz Research as International Discourse". Neben vielen Kontakten während der Konferenz hatte Knauer auch Gelegenheit, die Sammlung des Chicago Jazz Archive an der University of Chicago kennenzulernen, die von der Kuratorin Deborah Gillaspie betreut wird, sowie das Archiv des Center for Black Music Research am Columbia College zu besuchen, durch das ihn die Archivarin Suzanne Flandreau führte. Er traf sich mit Rüdiger van den Boom, dem Leiter des Chicagoer Goethe-Instituts zum Gedankenaustausch, und besuchte natürlich etliche der Jazzclubs und historischen Musikstätten Chicagos.

This year's "Conference on Black Music Research" was organized by the Center for Black Musick Research as a cooperative conference with the Society for American Music. The five day event at the Westin River North Conference Hotel in Chicago, Illinois, was a forum of illustrous musicologists and music historians mainly from the United States, discussing many different subjects with American undertones. Early hymnal books, the music of Charles Ives, gospel and spiritual traditions, John Coltrane, the reception of Black music in Italy and transnational influences were discussed in panels and presentations by more than 150 lecturers and panel participants. The Jazzinstitut Darmstadt had been invited to participate by the Center for Black Music Research; Wolfram Knauer gave a lecture on "Jazz as Productive Music: Jazz Research as International Discourse" during the panel on "International Scholarship and Black Music", moderated by George Lewis. Among many contacts during the conference, Knauer had the chance to be led through the Chicago Jazz Archive at the University of Chicago by its curator Deborah Gillaspie, as well as through the Ctner for Black Music Research's archive by its archivist Suzanne Flandreau. He met with Rüdiger van den Boom, director of the Chicago branch of the Goethe-Institut, and, of course, he visited many of the Chicago jazz clubs and historical sites for Chicago music.


Wolfram Knauer at the "Velvet Lounge", a club owned by legendary tenor saxophonist Fred Anderson


3.-5. November 2005, Siena, Italien

Das Buchprojekt "A History of Jazz in Europe" kommt voran. In Siena treffen sich auf Einladung von Siena Jazz (vertreten durch Francesco Martinelli) und der International Association of Schools of Jazz (vertreten durch Walter Turkenburg) die Herausgeber sowie eine Anzahl von Autoren des Buchprojekts, das eine umfassende Veröffentlichung über die Geschichte des Jazz in Europa plant. Viele der einzelnen nationalen Beiträge sind bereits fertig, in Siena ging es um inhaltliche Fragen, um die Darstellung von parallelen Entwicklungen genauso wie um die Koordination und die Klärung des weiteren Vorgehens. Initiatoren und Herausgeber des Buchprojekts sind Walter Turkenburg vom Royal Conservatory in Den Haag (zugleich Vorsitzender der International Association of Schools of Jazz), der amerikanische Jazzbuchautor James Lincoln Collier sowie Wolfram Knauer, Direktor des Jazzinstituts Darmstadt.

The book project "A History of Jazz in Europe" is progressing. Invited by Siena Jazz (represented by Francesco Martinelli) and the International Association of Schools of Jazz (represented by Walter Turkenburg) the editors as well as a good number of the authors of the book project on a documentation on jazz history in Europe met in Siena. Many of the national essays have been handed in already. The Siena meeting discussed national approaches, how to deal with parallel developments, coordination and administrative questions regarding the future of the project. The book project was initiated and will be edited by Walter Turkenburg of the Royal Conservatory in The Hague (also executive Director of the International Association of Schools of Jazz), by the american jazz critic James Lincoln Collier as well as by Wolfram Knauer, director of the Jazzinstitut Darmstadt.

Die Teilnehmer des Treffens in Siena
The participants of the Siena meeting

vorne (von links nach rechts) / front (left to right):
Walter Turkenburg (NL), Thorbjorn Sjogren (DK), James Lincoln Collier (USA), Pawel Brodowski (PL), Francesco Martinelli (I), Peter Martin (GB)
hinten (von links nach rechts) / back (left to right):
Steinar Kristensen (N), Bert Vuijsje (NL), Bruno Spoerri (verdeckt) (CH), Virgil Mihaiu (RO), Wolfram Knauer (D), Laurent Cugny (F)


29. September bis 2. Oktober 2005, Darmstadt:

Beim 9. Darmstädter Jazzforum ging es in diesem Jjahr um "Verrat!!! ... oder Chance? Der Jazz und sein gespaltenes Verhältnis zur populären Musik". Neben Referaten und lebhaften Diskussionen gab es auch viel Musik -- ein lebhaftes Treffen internationaler Forscher, Musiker, Journalisten.

The title of the 9th Darmstadt Jazzforum was "Treason !!! ... or Chance? Jazz and its ambivalent relationship(s) with popular music". Lectures and discussions as well as concerts and many talks in between made it a lively meeting of international scholars, musicians,and journalists.

Teilnehmer des 9. Darmstädter Jazzforums beim abendlichen Empfang im Gewölbekeller des Jazzinstituts
Participants of the 9th Darmstadt Jazzforum at dinner in the cave underneath the Jazzinstitut

Henry Grimes & Little Walter


13.-14. Juli 2005, Milano, Italien:

Im Rahmen des Festivals Iseo Jazz 2005 fand an der Universitá Bocconi eine Konferenz zum Thema "Charlie Parker e la nascita della tradizione moderna nel jazz" statt. Organisiert von Maurizio Franco und Enrico Intra beschäftigte sich die Tagung mit Fragen um die Bedeutung der Musik Charlie Parkers für die Jazzgeschichte und die aktuelle Musik. Die Referenten waren: Scott De Veaux (University of Virginia, USA), Gabriele Comeglio (Civici Corsi di Jazz, Milano), Maurizio Franco (Musica Oggi, Italien), Henry Martin (Rutgers University, New Jersey, USA), Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt), Gianni Gualberto (Università Bocconi, Milano), Vincenzo Caporaletti (Università di Macerata, Italien). Wolfram Knauers Beitrag befasste sich mit "Parker's Mood. Genesis of a Blues Improvisation". Die Beiträge in italienischer und englischer Sprache werden Anfang 2006 im Jahrbuch "Musica Oggi" publiziert.

Part of the festival Iseo Jazz 2005 the Universitá Bocconi organized a conference on the subject "Charlie Parker e la nascita della tradizione moderna nel jazz". Organized by Maurizio Franco and Enrico Intra the conference asked for the importance and the meaning of Parker's music in jazz history and the present music scene. Speakers were: Scott De Veaux (University of Virginia, USA), Gabriele Comeglio (Civici Corsi di Jazz, Milano), Maurizio Franco (Musica Oggi, Italy), Henry Martin (Rutgers University, New Jersey, USA), Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt), Gianni Gualberto (Università Bocconi, Milano), Vincenzo Caporaletti (Università di Macerata, Italien). Wolfram Knauer's paper dealt with "Parker's Mood. Genesis of a Blues Improvisation". All papers in Italian and English will be published early in 2006 in the yearbook "Musica Oggi".

Das englischsprachige Panel / The English speaking panel:
Scott DeVeaux, Lewis Porter, Wolfram Knauer, Henry Martin


29. Juni 2005, Darmstadt:

Die Bundeskonferenz Jazz, ein loser Zusammenschluss aus Interessenvertretern verschieder Jazzszenen trifft sich im Jazzinstitut Darmstadt, um den Verein German Jazz Meeting zu gründen, der im März 2006 in Bremen das German Jazz Meeting ausrichten soll, ein Festival, das aktuelle Projekte aus Deutschland einem internationalen Publikum aus Journalisten, Jazzpromotern, Festivalveranstaltern und anderen Multiplikatoren vorstellen soll. Das German Jazz Meeting wird in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut und der Messe Bremen organisiert und durch die Kulturstiftung des Bundes unterstützt. Der Vorstand des Vereins German Jazz Meeting besteht aus Arndt Weidler vom Jazzinstitut Darmstadt (1. Vorsitzender), Peter Schulze (Beisitzer) und Reiner Michalke (Beisitzer).

The Bundeskonferenz Jazz, a loose cooperative of lobbyists from all fields of jazz met in Darmstadt to form a new association "German Jazz Meeting". This new assosication was founded to organize the German Jazz Meeting to take place in Bremen in March 2006. The festival will present current jazz projects from Germany to an audience of international journalists, jazz promoters, festival promoters and others important in jazz cativities around the world. The German Jazz Meeting is organized in cooperation with Goethe Institut and Messe Bremen and is supported by Kulturstiftung des Bundes. The board of the new association German Jazz Meeting consists of Arndt Weidler of the Jazzinstitut Darmstadt (chairman), Peter Schulze and Reiner Michalke.

Vereinsgründung in Darmstadt / Founding a new association in Darmstadt:
von links nach rechts / left to right:
Peter Schulze (Jazzfest Berlin, Berlin), Reiner Michalke (Stadtgarten, Köln), Dominik Wagner (Union Deutscher Jazzmusiker, Bonn), Arndt Weidler (Jazzinstitut Darmstadt), Ursula Gaisa (Jazzzeitung, Regensburg), Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt), Volker Dueck (Jazz & Worldpartners e.V., Köln), Peter Ortmann (Deutscher Musikrat, Bonn)


2. bis 4. Juni 2005, Charleston, South Carolina:

Die Charleston Jazz Initiative wird förmlich gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern der CJI gehören neben vielen anderen Dan Morgenstern vom Institute of Jazz Studies, der Klarinettist Alvin Batiste, der Bassist und Pädagoge Larry Ridley, der Dichter A.B. Spellman, der Forscher Jeffrey Green und Wolfram Knauer vom Jazzinstitut Darmstadt. Die Charleston Jazz Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, die Geschichte schwarzer Musik in Charleston näher zu beleuchten, die Erinnerungen hochzuhalten beispielsweise ans Jenkins Orphanage, eines der ersten afro-amerikanischen Waisenhäuser in den USA, in dem etliche namhafte Jazzmusiker an die Musik herangeführt wurden. Im Rahmen der Konferenz vom 2. bis 4. Juni 2005 gab es ein Jazz Picnic mit viel Musik im Park vor dem heute noch stehenden Gebäude des originalen Jenkins Orphanage, Zeitzeugengespräche und Diskussionen im Avery Research Center, abendliche Konzerte und jede Menge anregender Gespräche. Die Charleston Jazz Initiative bezeugt mit ihrer Arbeit, dass die Aufarbeitung lokaler und regionaler Jazzgeschichte wichtig ist -- für die eigene Community genauso wie für ein breiteres Verständnis des Jazz als einer Musik, die sich nicht einfach nur in einer einzelnen Stadt entwickelt hat, sondern die immer auf die Kommunikation, den Austausch angewiesen war. Bilder vom Jazz Picnic der Charleston Jazz Initiative finden sich auf deren Website (http://www.charlestonjazz.net).

The Charleston Jazz Initiative is formally launched. Among the circle of colleagues present during the launch of the new initiative are Dan Morgenstern, director of the Institute of Jazz Studies in Newark, New Jerseyn, clarinettist Alvin Batiste from New Orleans, bass placer and jazz educator Larry Ridley, poet A.B. Spellmann, Jenkins' Orphanage expert Jeffrey Green as well as Wolfram Knauer from the Jazzinstitut Darmstadt. Aim of the Charleston jazz Initiative is to shed light on the history of African American music in Charleston and the surrounding country, to keep the memories alive of the Jenkins' Orphanage, one of the first African American orphanages in the United States out of which came many highly respected jazz musicians. The conference was started with an outdoor jazz picnic in front of the original site of the Jenkins Orphanage (featuring lots of music). Talks with ear and eye witnesses, discussions and short presentations at the Avery Research Center focused on the range of topics important for the future work of the Charleston Jazz Initiative. The documentation of local and regional jazz history is important the own community as well as for a broader understanding of jazz as a music which did not just come out of one city but always needed communication and cultural exchange for its growth and development. Pictures from thhe jazz picnic can be found on the website of the Charleston Jazz Initiative (http://www.charlestonjazz.net).

von links nach rechts / left to right:

Jack McCray (jazz journalist; co-founder of the Charleston Jazz Initiative), Larry Ridley (double bass player; executive director, African American Jazz Caucus of the International Association for Jazz Education); Dan Morgenstern (director, Institute of Jazz Studies, Newark, New Jersey), Wolfram Knauer (director, Jazzinstitut Darmstadt), Karen A. Chandler (Associate Professor of Arts Management, College of Charleston; co-founder of the Charleston jazz Initiative)