Neue Bücher 2001

Giorgio Lombardi:
Eddie Condon on Record 1927-1972
Genova 2/2001 (Italian Jazz Institute)
118 pages, 15 Euro (packaging and shipping included)
available from:
Italian Jazz Institute, via Tommaso Reggio 34 R, Genova, Italy, Tel./Fax 0039 (10) 585241,
e-mail: info@italianjazzinstitute.com, Internet: http://www.italianjazzinstitute.com

Giorgio Lombardi published the first edition of his Condon discography in 1987. His second edition includes new editions of Condon’s music on CD but also adds to the hitherto known discography of the guitarist live sessions on records on tapes, un-issued radio broadcasts which have been documented sufficiently to help placing them within the chronology of the listing. Lombardi gives matrix numbers, LP and CD releases. Only if no reissues have been certified does Lombardi give data on 78-rpm-releases. The discography is concluded with a musicians’, a titles’ and a label index which makes it easy to browse. The two page biographical sketch provided by the author is a little clumsy, but the main part of his book offers a good reference for anybody interested in the early Chicago jazz as well as the Condon-kind of Dixieland revival after 1938.

(Wolfram Knauer)


 

Val Wilmer:
Coltrane und die jungen Wilden. Die Entstehung des New Jazz
aus dem Englischen überseitzt von Rüdiger Hipp
mit einem Nachwort von Harald Justin
Höfen/Österreich 2001 (Hannibal Verlag)
333 Seiten, 25,90 Euro
ISBN: 3-85445-193-8

“As Serious As Your Life” hieß das Original dieses Buchs von 1977, das den Umbruch des Jazz in den 1960er und 70er Jahren schildert. Die Autorin ist keine Wissenschaftlerin, sondern eine Journalistin, die sich selbst in der Szene bewegt, über die sie berichtet: Sie lebte bei den Musikern, lebte mit ihnen, war Freundin und Beraterin, wohlwollende begleitete wohlwollend die Wegbereiter des Free Jazz. Ihr Buch ist eine sehr persönliche Darstellung der Jahre zwischen 1960 und 1976, schildert die Entwicklung des “New Jazz” und hat dabei auch das gesamtgesellschaftliche Klima im Amerika der Zeit im Auge. Neben den Heroen der Avantgarde, also Musikern wie Albert Ayler, Ornette Coleman, John Coltrane, Pharoah Sanders, Sun Ra und Cecil Taylor finden sich in diesem Buch auch Berichte über weniger im Zentrum stehende kreative Köpfe des Jazz wie Rashied Ali, Milford Graves, Ed Blackwell, Alan Silva, Frank Wright und all die anderen Streiter um neue Wege in der improvisierten Musik Afro-Amerikas. Es geht in der Hauptsache um schwarze Musik, denn Wilmer ist eine Verfechterin des Jazz als afro-amerikanische Kultur. Ihr Buch ist ein Standardwerk zum Verständnis der Zeit und der musikalischen Entwicklungen und seine Übersetzung ins Deutsche war lange überfällig.

(Wolfram Knauer)