Nutzung des Archivs

Hotclub-OrdnerWir freuen uns auf Ihren Besuch im Jazzinstitut Darmstadt im Rahmen Ihrer Studienarbeit oder Ihres Forschungsprojektes. Um diesen so wirkungsvoll wie möglich zu gestalten, möchten wir Ihnen hier schon einmal einige Informationen darüber geben, wie unsere Sammlungsbestände genutzt werden können.

Das Jazzinstitut beherbergt ein Archiv mit Büchern, Zeitschriften, Dokumenten, persönlichen Briefwechseln, Fotografien, Filmen, aller Arten von Tonaufnahmen und vielen Dingen mehr, die die Geschichte des Jazz von den Anfängen bis in die Gegenwart dokumentieren. Obwohl wir all das Material so gut wie möglich für Sie erschlossen haben, macht es natürlich Sinn, sich auf einen Besuch gut vorzubereiten.

Unsere Öffnungszeiten sind Montag, Dienstag und Donnerstag 10 bis 17 Uhr sowie freitags von 10 bis 14 Uhr. Normalerweise sind wir auch mittwochs anwesend, wenngleich das der Tag ist, den wir gelegentlich für externe Termine nutzen. Daher lohnt es sich vorab auf jeden Fall nachzufragen, ob ein Besuch und zu welchen Zeiten möglich ist.

Die beste Vorbereitung für einen Besuch im Jazzinstitut zu Recherchezwecken besteht darin, vorab unseren Jazz Index zum spezifischen Forschungsinteresse abzufragen. Unser Jazzindex ist eine bibliografische Datenbank insbesondere unserer Zeitschriften- und Buchbestände. Schicken Sie uns ruhig eine E-Mail vor Ihrem Besuch, in der Sie uns (Musiker)Namen oder Gegenstand Ihrer Anfrage benennen. Wir senden den entsprechenden Jazz-Index in Form einer E-Mail an Sie zurück. Dieser Service ist kostenlos. Ein Hinweis: Es macht Sinn einen Ausdruck oder eine digitale Version Ihres Jazz-Indexes für Ihre Recherche in unserer Bibliothek mitzubringen.

Mäntel, Jacken, Taschen dürfen nicht in die Archivräume mitgenommen werden. Wir erlauben Stifte und Schreibpapier, aber auch Computer und/oder Digitalkameras. Es gibt einen überwachten Garderobenbereich, in dem persönliche Dinge deponiert werden können.

Nutzer/innen des Archivs (also Vor-Ort-Nutzer) können sich von uns Fotokopien der ausgewählten Literatur anfertigen lassen. Pro Kopie berechnen wir den kommunalen Tarif von 25 €ct. Die meisten Bücher können kurzzeitig ausgeliehen werden, falls längere Passagen kopiert werden müssen. Ganz in der Nähe gibt es einen Copy-Shop, in dem man günstig eigene Kopien anfertigen kann. Bestände aus der Zeitschriftensammlung werden aber grundsätzlich nicht ausgeliehen. Eine Alternative kann hier eine eigene Digitalkamera sein. Für diese „digitalen“ Notizen aus Recherchegründen berechnen wir eine Pauschale von 5 Euro pro Recherchetag. Die Nutzung ist einer Kamera ist zu Beginn des Aufenthaltes anzumelden und die Pauschale zu entrichten. (Bitte beachten Sie, dass wir für eine Fern-Bestellung von Scans oder Kopien einen höheren Tarif berechnen. Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte.)

Viele unserer Materialien sind nur als digitale Bestände verfügbar. Wir weisen die Nutzer/innen des Jazzinstituts gerne in die Nutzung des digitalen Archivs ein, damit man auf diese Weise Einsicht in die Quellen erhalten kann. Das Kopieren dieser Archiv-Dateien auf Datenträger ist nicht erlaubt; ein Abfotografieren des Computer-Screens aber möglich.

Das Jazzinstitut verfügt über eine große Sammlung an Tonträgern. Sie können sich bei einem Besuch gerne alles anhören. Der Zugang erfolgt weitestgehend selbständig. Sowohl von Vinyl als auch von CD sind Überspielungen ins mp3-Format möglich. Unsere Anlage verfügt über einen USB-Port. USB-Sticks müssen selbst mitgebracht werden. Kopien sind nur in „Echtzeit“ möglich. Aus Gründen des Urheberschutzes sind Überspielungen auf CD oder auf den Computer nicht erlaubt. Zur Vorbereitung finden Sie hier eine Datenbank der bereits erfassten Tonträger.

Unsere Fotosammlung enthält annähernd 50.000 Abzüge. Dieses Material ist weitestgehend urheberrechtlich beschützt. Falls Sie Fotografien aus dem Bestand des Jazzinstituts etwa für eine Veröffentlichung nutzen möchten, helfen wir Ihnen gerne bei der Recherche und Abklärung der Rechte. Für die Bestellung und Verwendung von hochaufgelösten und druckfähigen Bildern aus dem Archiv des Jazzinstituts berechnen wir in jedem Fall eine pauschale Archivgebühr.

Raritäten unserer Sammlung wie ältere Manuskripte, Korrespondenz, Programmhefte und dergleichen werden bislang noch nicht in unserem Jazz-Index aufgeführt. Die meisten der Kisten mit Sammlungsnachlässen wurden von uns aber bereits vorsortiert und erfasst, dadurch können wir Hilfestellung bei der Suche nach bestimmtem Material geben. Diese Sammlungsbestände sind Ihnen in einem eigenen Raum zugänglich. Wir stehen gerne zur Verfügung, wenn es um Fragen der Einordnung dieser Unterlagen geht.

Das gleiche gilt, wenn Sie weitergehenden fachlichen Rat hinsichtlich Ihres Forschungsgegenstandes suchen. Wenn möglich, nehmen wir uns gerne Zeit Ihr Thema mit Ihnen zu besprechen. Manchmal kann ein Blick von „außen“ ja ganz hilfreich bei der Erschließung sein.

Falls Sie während Ihres Besuchs in Darmstadt eine Unterkunft benötigen, empfehlen wir gerne das Hotel Donnersberg oder das Hotel Regina – beide ganz in der Nähe des Jazzinstituts. Natürlich gibt es noch viele andere Möglichkeiten in der Stadt – und mit dem ÖPNV sind wir gut zu erreichen.

Und nicht vergessen: Darmstadt hat auch ansonsten kulturell viel zu bieten: Das Staatstheater ist ein Drei-Sparten-Haus, es gibt das Landesmuseum, natürlich die Darmstädter Mathildenhöhe als Zentrum des Jugendstils – und eine durchaus lebendige Musikszene. Wenn Sie über das Wochenende Darmstadt besuchen, ist das eine gute Gelegenheit, ein Konzert im Jazzinstitut Darmstadt mitzuerleben. Ein Überblick über alle aktuellen Veranstaltungen im Jazzbereich gibt Ihnen der Darmstädter Jazzkalender. Ansonsten sind auch die Städte Frankfurt, Mainz, Heidelberg oder Mannheim nicht weit.

Sollten Sie noch Fragen haben, rufen Sie uns gerne an. Wir möchten, dass Ihr Aufenthalt so produktiv und nachhaltig wie möglich ausfällt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Jazzinstitut Darmstadt.

Wolfram Knauer, Doris Schröder, Arndt Weidler