Schlagwort-Archive: Gewölbekeller

Jazz im Institut

Konzertkeller_JIDIm akustisch exzellenten Gewölbekeller unter dem Jazzinstitut finden regelmäßig Konzerte statt. Freitags treten hier bekannte und noch weniger bekannte Musikerinnen und Musiker auf. Die Konzertreihe “JazzTalk” lädt regelmäßig, meist deutschsprachige Künstlerinnen und Künstler zum Gesprächskonzert. Daneben veranstaltet hier der Verein zur Förderung des zeitgenössischen Jazz  in Darmstadt e.V. eigene Konzerte sowie jeweils am letzten Freitag des Monats die Bessunger Jam Session.

Jazzerinnen und Jazzer aus der Region nutzen den Konzertraum aber auch für Veranstaltungen in eigener Regie etwa für CD-Releases oder Präsentationen neuer Programme. In der Galerie im Dachgeschoss des Jazzinstituts sowie im Treppenhaus und im Gewölbekeller präsentieren wir wechselnde Ausstellungen Bildender Künstler und Fotografen mit Jazzbezug.

Upcoming Events

Upcoming | Archive: 2018 2017 2016 2015 2014
  • Do
    22
    Feb
    2018

    Ramón Valle Trio

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    18,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets per e-mail reservieren

    Special: Kubanischer Tastenzauberer

    Ramón Valle | Klavier
    Omar Rodriguez Calvo | Kontrabass
    Jamie Peet | Schlagzeug

    Foto: Gerhard Richter ©

    Ramón Valle begann in seiner Heimat mit sieben Jahren Klavier zu spielen. Ab 1985 trat er als Solokünstler und ab 1991 mit dem Jazzquartett "Beújula" auf.  Valle bekam durch sein virtuoses Tastenspiel schnell einen guten Namen in der kubanischen und lateinamerikanischen (Jazz)Szene. Der Pianist ist jedoch kein Musiker, der ausschließlich Latin Jazz oder kubanischen Jazz spielt. Vielmehr ist er ein kubanischer Jazzpianist, der reinen, zeitgenössischen Jazz spielt.                          

    Natürlich sind seine kubanischen Wurzeln deutlich zu hören. Sie dominieren aber niemals ein Stück. Ramón Valle selbst sieht sich als globalen Troubadour. Er will Geschichten erzählen, ohne Worte zu benutzen. Daher bleibt "Emoción", neben dem herausragenden technischen Können des Meisters, das Geheimnis seines Erfolges. 

    Dies wird zum Beispiel auch in seiner Bearbeitung von "Halleluja" deutlich. Dieser Titel von Leonard Cohen ist  eine "Gefühlsbombe". Die Hymne für Beerdigungen und Hochzeiten lebt jedoch vor allem durch die Emotion der Worte. Der kubanische Musiker hat in seinem Cover nicht nur den "Gassenhauer" von seiner Tendenz zum Kitsch befreit. Es gelang ihm auch das Stück mit der emotionalen Ausdruckskraft der Musik von seiner schwülstigen Sentimentalität zu reinigen. 

    Seine eigenen Kompositionen lassen sich nur schwer in Schubladen sperren. Mal erinnert seine Spielweise an die Giganten unter den Jazzpianisten wie Oskar Peterson oder McCoy Tyner, ein andermal an Salsakönig Eddie Palmieri. Selbst die Klassiker wie Ludwig van Beethoven schimmern gelegtlich durch.

    Der Kubaner verzaubert das Publikum aber vor allem auch mit seinem Charisma und seiner authentischen Performance . Die Beziehung zu seinem Klavier ist nahezu eine körperliche. Und seine Geschichten, die er mit der Musik erzählt, ergreifen die Zuhörer vom ersten Augenblick an. Die Jazzpresse jubelt: „... Seine Technik ist makellos, sauber, kann kleinste Nuancen fein herausarbeiten.“ (Jazzpodium). Und  die Jazzthethik schwärmt: "... Valle verbindet (...) komplexe Rythmen mit melodischer Schonheit ...“.

    Bei seinem Auftritt im Jazzinstitut wird Ramón Valle von dem im kubanischen Matanzas geborenen Bassisten Omar Rodriguez Calvo  und dem niederländischen Schlagzeuger Jamie Peet begleitet. Mit diesem Trio hat der Künstler gerade eine neue CD mit dem Titel "The Time is Now" eingespielt, die beim deutschen Label IN & OUT veröffentlicht wurde.

    Homepage von Ramón Valle

    Eine Veranstaltung von beyond blue - Connection / creActiv e.V. in Zusammenarbeit mit dem Jazzinstitut Darmstadt

  • Fr
    23
    Feb
    2018

    Bessunger Jam Session

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    Eintritt frei

    Opener Band: Bigband der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule unter der Leitung von Uli Partheil

    Foto: Jazzinstitut ©

    Die Bigband der Gesamtschule aus Ober-Ramstadt ist inzwischen routinierter Gast bei den Sessions im Gewölbekeller des Jazzinstituts. Und wenngleich die Besetzung der der Formation naturgemäß von Jahr zu Jahr wechselt und stets auch einige Newcomer dabei sind, treten die jungen Musikerinnen und Musiker im Alter zwischen 12 und 18 Jahren mit erstaunlicher Versiertheit und einer gehörigen Portion Gelassenheit bei ihrem Eröffnungsset der Session vor großem Publikum auf. Das ist vor allem das Verdienst ihres langjährigen musikalischen Leiters Uli Partheil, der mit großem pädagogischen Geschick, Jahr um Jahr die Talente zu Höchstleistungen motiviert. 

    Anschließend laden der Förderverein Jazz e.V. und das Jazzinstitut Darmstadt Musikerinnen und Musiker am letzten Freitag des Monats zum zwanglosen Musizieren vor Publikum bei freiem Eintritt, das diesmal unter dem Motto JUGEND JAZZT stehen soll.

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • Fr
    02
    Mrz
    2018

    KHR Trio + Thewes

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    15,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets online bei ztix (zzgl. 10% VVK Gebühr)

    Finissagekonzert der Ausstellung von Werner Mansholt

    Christof Thewes | Posaune
    Thomas Honecker | Gitarre
    Wolfgang Reimers | Saxophon
    Detlef Kraft | Schlagzeug

    Foto Wilfried Heckmann©

    Die Ausstellung "Besuch bei Detlef Kraft" in der OPENGALLERY des Jazzinstituts zeigt noch bis Ende Februar die Aufnahmen einer 2013 im Atelier des Darmstädter Bildhauers und Musikers Detlef Kraft entstandenen Fotoserie des Fotografen Werner Mansholdt. Die Finissage wird mit einem Konzert des KHR - Trios und dem Gastsolisten Christof Thewes begangen.

    Der Saarländer Thewes bezeichnet sich selbst gerne als Freund der experimentellen Sinneswahrnehmung. Dabei ist er natürlich weit mehr, denn er erzeugt gerne selbst diese Art überraschender Sinneswahrnehmung bei seinen Zuhörern. Als einer der experimentierfreudigsten und originellsten Posaunisten der deutschen Szene gehört er längst zu den gefragtesten Kooperationspartnern des zeitgenössischen Jazz, sei es in Alexander von Schlippenbachs Globe Unity Orchestra, Uwe Obergs Lacy Pool oder dem Berliner Free Jazz Quartett SQUAKK mit Rudi Mahal, Jan Roder und Michael Griener. Soweit es seine Zeit zulässt tritt er auch mit dem Darmstädter Trio KHR auf, zu dem auch der auf Mansholdt Bildern so treffend porträtierte Bildhauer und Schlagzeuger Detlef Kraft gehört.          

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • Fr
    16
    Mrz
    2018

    Fly Magic

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    18,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets per e-mail reservieren

    YEAH!BANDS! Rockin' music with a jazzy attitude

    Timo Vollbrecht | Tenorsaxophon, Klarinette, effects
    Keisuke Matsuno | Gitarre
    Felix Henkelhausen | Kontrabass
    Sebastian Merck | Schlagzeug

    Foto: Tayla Nebesky ©

    Die Band ist neben der Improvisation das beständigste musikalische Konzept des Jazz. Die Idee der Band stand schon am Beginn seiner über 100jährigen Geschichte. Identifizierbar, in fester Besetzung, mit eigenem Sound und unverwechselbarer Klangästhetik, ohne Hierarchie, ohne Heldenverehrung, frei, emanzipiert, als Gemeinschaft von gleichwertigen Individualisten.

    Mit der neuen Reihe YEAH! BANDS! feiert das Jazzinstitut Darmstadt 2018 diese zutiefst demokratische Idee mit außergewöhnlichen Konzerten. Im März kommt nun mit der deutsch-amerikanischen Band FLY MAGIC eine der großen postiven Überraschungen des vergangenen Jahres mit neuer CD im Gepäck nach Darmstadt. 

    Fly Magic ist noch so ein Brückenprojekt der Jazzstädte New York und Berlin. Der aus Berlins pulsierender Improvisationsszene stammende Saxophonist Timo Vollbrecht hat mit seinem langjährigen, kongenialen musikalischen Partner, dem deutsch-japanischen Gitarristen Keisuke Matsuno, eine Band geformt, die ihren Brennstoff aus der kulturellen Diversität und den urbanen Sounds der Großstädte gewinnt. Dabei entsteht eine zauberhafte Mischung aus temperamentvoller Energie und emotionaler Intensität, die einen einzigartigen Sound erzeugt. Die Zuhörer erfasst dabei „ein prickelndes Gefühl, das dem des Fliegens gleichkommt“, wie das amerikanische Online-Magazin All About Jazz schwärmt.

    Die Musik des Quartetts, zu dem noch der aus Oldenburg stammende Bassist Felix Henkelhausen und der deutsche Top-Schlagzeuger Sebastian Merck gehören, ist durch ihren rhythmischen Fluss und überraschenden Wechsel so dynamisch und erregend wie ein wilder Flug durch die Häuserschluchten Manhattans. Überhaupt, New York ist zur musikalischen Heimat des Quartetts geworden, das aber auch schon auf Auftritte in Berlin, Panama, Haiti, der Dominikanischen Republik, Australien und Singapur zurückblicken kann.

    Und überall spielt das Publikum für die vier Musiker eine wichtige Rolle. „Das mag vielleicht ein bisschen esoterisch klingen, aber dem Publikum kommt eine entscheidende Bedeutung bei“, sagt Vollbrecht und erklärt: „Es ist eine wechselseitige Beziehung aus Geben und Nehmen – selbst in Momenten, in denen die Besucher passiv zu sein scheinen, es in Wahrheit aber gar nicht sind. Deswegen versuchen wir, jeden einzelnen Zuschauer mit mindestens einem Stück direkt zu erreichen. Selbst wenn es tatsächlich nur ein einziges Stück ist, bei dem es zu einer solchen unmittelbaren Verbindung kommt, ist das eine sehr wertvolle Erfahrung, die weit mehr ist, als pure Unterhaltung. Natürlich ist Unterhaltung an sich großartig, hier geht es aber vor allem um Ehrlichkeit. Wir stellen uns doch auch so auf die Bühne wie wir wirklich sind und verhalten uns entsprechend. Wer sich verstellt, fliegt schnell auf.“

    New York mit seinen zahlreichen, unterschiedlichen Facetten aber bleibt für die Band die Hauptinspiration. „Es schärft deine musikalischen Antennen und hält dich auf Trab“, erklärt der Saxofonist. In Berlin empfindet er das Grundtempo zwar als etwas langsamer, dafür schätzt er die Spree-Metropole wegen ihrer enorm kreativen und dynamischen Musik-Szene. Dieser Szene fühlen sich vor allem Vollbrecht und sein Kumpel und Gitarrist Keisuke Matsuno bis heute zugehörig, auch wenn sie sich grundsätzlich eher als Europäer denn als Deutsche sehen.

    Homepage von Fly Magic

    Eine Veranstaltung des Jazzinstituts Darmstadt

  • Fr
    23
    Mrz
    2018

    Jürgen Wuchner's New Quartet

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    15,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets online bei ztix (zzgl. 10% VVK Gebühr)

    Tänzelnde Musik geht neue Wege

    Peter Feil | Posaune
    Jürgen Wuchner | Kontrabass
    Wollie Kaiser | Saxophone, Bassklarinette, Querflöte
    Uli Schiffelholz | Schlagzeug

    Foto: Ben Knabe©

    Nach dem traurigen Tod seines großartigen Freundes und Schlagzeugers, Janusz Stefanski, sucht Jürgen Wuchner neue musikalische Konstellationen sein kompositorisches Material umzusetzen. Dass er dabei wieder auf den Saxophonisten Wollie Kaiser zurückgreift, ohnehin ein vertrauter und langjähriger musikalischer Wegbegleiter Wuchners, war naheliegend. Mit dem Posaunisten der hr-Bigband, Peter Feil, hat er einen neuen tieftönenden und zudem ausgesprochen originellen Begleiter aufgetan, wie zuvor schon in seinem Projekt Deep Talking den Akkordeonisten Manfred Becker. In dem Frankfurter Schlagzeuger Uli Schiffelholz, seit 2010 Mitglied im Jazzensemble des Hessischen Rundfunks, hat Wuchner sogar einen würdigen Nachfolger Stefanskis gefunden, der zudem durch viele Kooperationen mit Wuchners tänzerischer, oft humorvoller Musik bereits bestens vertraut ist.      

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • Fr
    30
    Mrz
    2018

    Bessunger Jam Session

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    Eintritt frei

    Opener Band: Gebrüder Lux feat. Hanna Faller

    Hanna Faller | Gesang
    Pablo Bischoff | Gitarre
    Jan Philipp Kluck | Trompete
    Cristóbal Gonzales | Bass
    Enrico Bischoff | Schlagzeug


    Foto: Gebrüder Lux Promo ©

    Die Darmstädter "Gebrüder Lux" liefern eine liquide Melange aus lebendigen Melodien und Raum zur ausufernden Improvisation. Die Melodien kommen meist aus dem Bossa Nova, gepaart mit südamerikanischen und andalusischen Harmonien und Rhythmen. Die Brüder Pablo (Gitarre) und Enrico (Schlagzeug) Bischoff  haben mit dem Trompeter Jan Philipp Kluck und dem Bassisten Cristóbal Gonzalez eine recht eigenwillige Art entwickelt ihre Stücke darzubieten. Ergänzt werden sie durch die Stimme der Sängerin Hanna Faller. Mit ihr werden Eigenkompositionen sowie Standards unter anderem von Tom Jobim zu hören sein.

    Anschließend laden der Förderverein Jazz e.V. und das Jazzinstitut Darmstadt Musikerinnen und Musiker am letzten Freitag des Monats zum zwanglosen Musizieren vor Publikum bei freiem Eintritt, das diesmal unter dem vielschichtigen Motto LATINO JAZZ stehen soll.

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • Fr
    06
    Apr
    2018

    72. Frühjahrstagung des INMME

    22.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    Eintritt frei

    Nachtkonzert: Ernesto Molinari und Charlotte Hug

    Die 72. Tagung beschäftigt sich mit der Neigung vieler heutiger Komponistinnen und Komponisten, ihr Schaffen in spezifischer Weise als Forschung bzw. Erkenntnispraxis zu begreifen, um etwa neue Strategien der Klang- oder Formgestaltung, ungewöhnliche Darstellungen von Instrumenten, Körpern oder technischen Mitteln oder aber neue Möglichkeiten des künstlerischen Zusammenwirkens zu erproben.

    Foto: Alberto Venzago©

    Fast schon traditionell findet der Abschluss der Tagung mit einem Nachtkonzert im Gewölbekeller unter der Jazzinstitut statt. Zwei außergewöhnliche Künstler, die Schweizer Ernesto Molinari und Charlotte Hug – Entdeckerin der Räume zwischen dem Akustischen und Visuellen – sind diesmal in Soloperfomances und einer gemeinsamen Improvisation zum Abschluss der diesjährigen Tagung zu Gast. 

    Ernesto Molinari spielt ein Solostück auf der CLEX, bei der eine mechatroniosche Steuerung für die Öffnung und Schließung der Klappen einer Klarinette betätigt wird. Diese Steuerung ermöglicht mit dem elektronischen Erfassen von Spielpositionen auch das Ansteuern von e-music-Geräten und damit neue multimediale Anwendungen. Auf diese Weise erhält das Instrument eine interaktive Dimension, die klassischen Musikinstrumenten bislang unbekannt ist. Die CLEX bietet Möglichkeiten instrumentalen Handelns an, die weit über ihre Bedeutung für Klarinettisten hinausgeht und sicher in naher Zukunft auch auf andere Instrumente übertragen wird.

    Charlotte Hug spielt aus ihrer Performance "Navigating the Unknown in Between" ein Solo für Viola, Stimme und Son-Icons in Raumpartitur.  Dabei entdeckt sie die Zonen im Dazwischen – zwischen Komposition und Improvisation, zwischen Ohr und Auge. Räume im Dazwischen bergen Neuland für Kreation und Begegnungen. Im Kern von Hugs künstlerisch-musikalischer Arbeit sind die Son-Icons (Visual music). Diese, oft grossformatigen Graphit- und Tuschzeichnungen sind einerseits autonome Kunstwerke, andererseits hat die Künstlerin mit ihnen auch eine Kompositionsmethode entwickelt.

    Durch die szenische Musikperformance in der beweglichen Raumpartitur werden auch für das Publikum immer neue „Sonic-Views“  erlebbar. Jede Performance ist einmalig. Das musikalische Resultat wird jedoch immer von der inneren Stringenz oder dem sinnlichen Magnet der Formensprache der Son-Icons geprägt und inspiriert.

    Eine Veranstaltung des Instituts für Neue Musik uns Musikerziehung e.V.

  • Fr
    13
    Apr
    2018

    Quiet Fire

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    18,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets per e-mail reservieren

    YEAH!BANDS! Die Liebe zum Sturm und der Ruhe davor

    James Wylie | Altsaxophon
    Benjamin Schäfer | Klavier
    Kathrin Pechlof | Harfe
    Igor Spallati | Kontrabass
    Max Andrzejewski | Schlagzeug

    Foto: Lutz Voigtländer ©

    Die Band ist neben der Improvisation das beständigste musikalische Konzept des Jazz. Die Idee der Band stand schon am Beginn seiner über 100jährigen Geschichte. Identifizierbar, in fester Besetzung, mit eigenem Sound und unverwechselbarer Klangästhetik, ohne Hierarchie, ohne Heldenverehrung, frei, emanzipiert, als Gemeinschaft von gleichwertigen Individualisten.

    Mit der neuen Reihe YEAH! BANDS! feiert das Jazzinstitut Darmstadt 2018 diese zutiefst demokratische Idee mit außergewöhnlichen Konzerten. Im April hinterlässt mit QUIET FIRE ein All-European Quintett mit der deutschen Harfenistin Kathrin Pechlof und Wurzeln in Deutschland, Polen, Italien und Griechenland seine besondere klangliche Visitenkarte im Jazzinstitut. 

    Quiet Fire vereint fünf der spannendsten Stimmen der jungen europäischen Jazzszene. Von quiet bis fire – lotet das hochkarätig besetzte Quintett Spannungs- und Gemütszustände aus. Die Band liebt den Sturm ebenso wie die Ruhe davor, umarmt Gewissheiten und wirft sie dann freudig über Bord, entwirft zeitlose Schönheiten für den verklingenden Moment. Ihr Ziel ist es, Musik zu schaffen, die ebenso musikalisch gehaltvoll wie emotional zugänglich ist.

    Mit Quiet Fire versuchen die fünf so unterschiedlichen Musiker also scheinbar Gegensätzliches zu verbinden. Komponierte Anteile der Musik treffen auf Phasen freier Improvisation. Für sie entspricht die Interaktion innerhalb der Band einer mal gelenkten, mal ungesteuerten Konversation mit offenem Ausgang, in der alle Musiker mit eigener Stimme und eigenen Inhalten beitragen. Dabei entsteht eine Musik, die Genregrenzen überwindet und in der unterschiedlichste musikalische Ausdrucksweisen quasi organisch verschmelzen.

    Das Repertoire stammt größtenteils aus der Feder des Pianisten Benjamin Schaefer und verbindet dessen Liebe zur Komposition mit der Lust an Experimenten und spontaner Interaktion. Der mehrfach ausgezeichnete Pianist schätzt das gemeinsame Musikmachen als Gesprächssituation in einer abstrakten Sprache. Für seine neueste Unterhaltung öffnet er musikalische Räume, in denen fünf faszinierende Persönlichkeiten sich entfalten, einander herausfordern und unterstützen können. Einen besonderen Reiz bietet die Integration der Harfe in den Jazzkontext – ein Instrument mit ganz eigenem Klang, das wie das Klavier sowohl Melodie- als auch Harmoniefunktionen übernehmen oder ein rhythmisches Fundament liefern kann.

    Beinahe hätte es diese wundervolle Band nicht mehr gegeben, denn entstanden ist sie während der gemeinsamen Zeit in Berlin. Doch dann zog es den Neuseeländer James Wylie ins Ferne Thessaloniki, Pianist Benjamin Schäfer verschlug es erst nach Köln und schließlich der Liebe wegen nach Hamburg. Schlagzeuger Max Andrzejewski feiert indes mit seiner eigenen Band HÜTTE international große Erfolge, während Kathrin Pechlofs Harfe im eigenen Trio (Kontrabass Robert Landfermann, Saxophon Christian Weidner), aber auch im Bereich der Klassik oder dem Techno-Projekt Brandt-Bauer-Frick, heiß begehrt ist. Der italienische Kontrabassist Igor Spallati studierte wie Pechlof am Jazz-Institut Berlin und

    Darmstadt kann sich freuen, dass es diese Band immer noch gibt. Eine begeisterte Konzertbesucherin brachte es folgendermaßen auf den Punkt: „Das einzige, was schade ist, sind die Pausen zwischen den Stücken – man möchte einfach immer weiter zuhören.“

    Homepage von Quiet Fire  

    Eine Veranstaltung des Jazzinstituts Darmstadt

  • Sa
    28
    Apr
    2018

    Bessunger Frühlingserwachen

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    Eintritt frei

    Opener Band: Outline 18

    Anke Schimpf | Altsaxophon, Querflöte
    Frauke Kühner | Tenorsaxophon
    Michael Bossong | Sopransaxophon
    Christian Ries | Gitarre
    Uli Partheil | Klavier
    Michael Distelmann | Bass
    Max Appel | Schlagzeug

    Foto:  Peter Gerhard©

    Das "Frühlingserwachen" gehört mittlerweile beinahe schon zu den historischen Volks- und Straßenfesten in Darmstadt südlichem Stadtteil Bessungen. Ein Ereignis, bei dem eine Nacht lang die Livemusik dieses ohnhin kulturell so lebendige Quartier rund um Orangerie und Bessunger Jagdhof regiert. Neben Jazzinstitut, Jagdhofkeller und Knabenschule spielt in vielen Kneipen handgemachte Musik bei freiem Eintritt.    

    Outline ist die sich ständig wandelnde Allstar-Besetzung des Vereins zur Förderung des zeitgenössischen Jazz in Darmstadt e.V., denn hier greifen die Veranstalter noch selbst zu den Instrumenten. Förderverein und das Jazzinstitut Darmstadt laden heute im Gewölbekeller eine Darmstädter zum Konzert. Dafür entfällt im April die bei Musikerinnen und Musiker der Rhein-Main-Region so beliebte Bessunger Jam Session.

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • Fr
    04
    Mai
    2018

    Urs Leimgruber & Andreas Willers

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    15,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets online bei ztix (zzgl. 10% VVK Gebühr)

    Annäherung an die Lauschgrenze

    Urs Leimgruber | Sopran- und Tenorsaxophon
    Andreas Willers | Gitarre,  Electronics

    Foto: Promo©

    "Ein sanfter Sog von Geräuschen, die Klang werden. (...) Manchmal nehmen die Töne Fahrt auf, ballen ihre Energie. Und dann wieder: Annäherung an die Lauschgrenze." So beschreibt Roland Spiegel vom Bayrischen Rundfunk die Musik des Duos. Der Sopran- und Tenorsaxophonist Urs Leimgruber und der Berliner Gitarrist Andreas Willers leben von Interaktion und Abstraktion, Intuition und Struktur. Hier wird nicht auf der Bühne experimentiert, sondern es entfaltet sich ein offener Schaffensprozess, dessen Konzentration auf das Wesentliche die Vermeidung jeglicher Redundanz erlaubt.

    Willers, der nach Anfängen als Blues- und Avantgarde-Rock-Gitarrist sein Solo-Debut 1981 auf dem Freejazz-Label FMP gab, gilt als Ausnahmeerscheinung mit einem enormen stilistischen Background und weiten technischen und klanglichen Möglichkeiten, die von sicherem Formgefühl und emotionaler Kraft getragen sind. Wie auch der Saxophonist Urs Leimgruber zählt er zum Nukleus der zeitgenössischen, improvisierten Musik in Europa. Der Schweizer, Dozent an der Hochschule Luzern, hat durch neue Spieltechniken und seinen erweiterten Saxophonklang Bedeutendes zur Entwicklung seines Instruments beigetragen.

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • Fr
    18
    Mai
    2018

    States of Play

    20.30 h

    Bessunger Knabenschule, Halle,
    18,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets per e-mail reservieren

    YEAH!BANDS! Die Band in einer Band in einer Band

    Valentin Garvie | Trompete, Rudi Mahall | Bassklarinette, Pierre Borel | Saxophon, Nicola Hein | Gitarre, Philip Zoubek | Klavier, Christian Ramond | Kontrabass, Dominik Mahnig | Schlagzeug, Sebastian Gramss | Kontrabass, Etienne Niellesen | Schlagzeug, Ludwig Kuckartz | Lichtkonzept, Jörn Nettingsmeier  |  Klangregie

    Foto: Frank Schindelbeck ©

    Ein exorbitantes Projekt, das viele Dimensionen sprengt. Zunächst einmal die räumlichen Beschränkungen unseres akustisch so brillanten Gewölbekellers unter dem Jazzinstitut. Deswegen weichen wir zum Finale unserer Kurzreihe YEAH!BANDS! in die Halle des Kulturzentrums Bessunger Knabenschule aus.

    STATES OF PLAY ist eigentlich mehr als eine Band. Sie ist mehrere Bands in einer. Im Grunde ein von außen beeinflusstes Ensemble, eine Inszenierung, eine gelungene Symbiose aus spontaner Freiheit und choreografierter Fremdbestimmtheit.

    Kontrabassist Sebastian Gramss widmet sich mit States of Play einer „radikalen Manipulation der essentiellen Architektur von Musik“, wie er es nennt. Melodien, Rhythmen und Grooves, die diese Big Band mit ihren superben Solisten im Übermaß zu bieten hat, werden in Echtzeit zerlegt und immer wieder neu zusammengesetzt, verwandelt sich quasi schon im Entstehen fortwährend, erschafft immer neue Klangsituationen und erweitert damit vertraute Strukturen polyrhythmisch. Es erklingt eine Musik, die in jeder Sekunde neue Gestalt annehmen kann. Hier wird nicht das existierende Ausgangsmaterial schnöde dekonstruiert, sondern die dabei entstehenden Fragmente auch gleich wieder spielerisch in eine neue Klangordnung gebracht.  

    „Wir können mit den vielen Übergängen, die wir schaffen, viele Dinge übereinander schichten oder ineinander verzahnen, was uns unendliche spielerische Möglichkeiten eröffnet“, sagt Sebastian Gramss.  

    Das komponierte Ausgangsmaterial wiederum bildet das ordnende Gegengewicht zu den sich ständig verschiebenden Ebenen, auf denen sich die beiden Rhythmus-Gruppen und die drei Bläser der Band fortwährend bewegen. Gleichzeitig interagieren das Lichtkonzept und die Videosequenzen des Licht-Art Künstlers Ludwig Kukartz mit den auf der Bühne agierenden Künstlern. Das Lichtkonzept selbst ist als unaufdringliches visuelle Pendant zur Musik zu verstehen. Mit raumfüllenden (Projektion von oben auf Boden und Hinterbühne), sich langsam verändernden Struktur- und Farbverläufen folgt und kontrastiert es den Verlauf der Musik.

    Man darf also äußerst gespannt sein auf diese ungewöhnliche Spieleanordnung mit ihrem unendlichen Möglichkeitsreichtum und ihren einfallsreichen Improvisatoren, die am Vorabend ihres Auftritts beim Moers Festival 2018 Station in Darmstadt machen.  

    Homepage von States of Play

    Eine Veranstaltung des Jazzinstituts Darmstadt in Kooperation mit der Bessunger Knabenschule

  • Fr
    25
    Mai
    2018

    Bessunger Jam Session

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    Eintritt frei

    Opener Band: Jürgen Wuchners Mingus Workshop Band

    Foto: Jazzinstitut Darmstadt ©

    Seit vielen Jahren schon arbeitet Bassist Jürgen Wuchner mit diesem vielköpfigen Ensemble, das sich aus Amateurmusiker/innen aus dem Rhein-Man-Gebiet zusammensetzt. Was ursprünglich als musikalische Reminiszenz an Kontrabass-Legende Charles Mingus und dessen agile Mingus-Bigband gedacht war, ist nach vielen Jahren des Zusammenspiels inzwischen weit mehr als eine reine Repertoire-Band. Viele Stücke aus Wuchners Feder, aber auch anderer großer Komponisten der Jazzgeschichte gehören zu ihrem Programm. 

    Anschließend laden der Förderverein Jazz e.V. und das Jazzinstitut Darmstadt Musikerinnen und Musiker am letzten Freitag des Monats zum zwanglosen Musizieren vor Publikum bei freiem Eintritt, das diesmal unter dem weit gefassten Motto ALL MUSIC  stehen soll.

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • So
    27
    Mai
    2018

    Pietro Ballestrero & Achille Succi

    19 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    15,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets online bei ztix (zzgl. 10% VVK Gebühr)

    Workshop und Konzert: Mediterranian Roots

    Achille Succi | Bassklarinette
    Pietro Ballestrero | Gitarre

    Foto: ECK Festival Lodz ©

    Der italienische Gitarrist Pietro Ballestrero stellt bei seiner Rückkehr ins Jazzinstitut Darmstadt sein neuestes Album mit dem Titel "ROOTS" vor, welches sein Duo mit dem Holzbläser Achille Succi dokumentiert. Succi selbst gehört zu den interessanten italienischen Musikern der dortigen Jazz Szene. Der überaus intensive Dialog zwischen der tiefen Stimme der Bassklarinette und den rein klingenden Nylonsaiten von Ballestreros Akustikgitarre flutet durch die Originalkompositionen der beiden Musiker. Loops, vertraute Riffs, bekannte Melodien und selbst Coverversionen bestens vertrauter Rocksongs erhalten dadurch einen sehr speziellen Charakter. Die vertraute Sprache und der Gestus des zeitgenössischen Jazz verbindet sich dann auf einzigartige Weise mit dem typischen Sound mediterraner Musik. Dies zeichnet den besonderen Charakter dieses Projekts aus und steht gleichermaßen in einem kontinuierlichen Bezug zu Ballestreros früheren Arbeiten.

    Die beiden Musiker bieten am Sonntagmittag (11 bis 17 Uhr) im Keller des Jazzinstituts einen Workshop für Musikerinnen und Musiker aller Instrumente an. Informationen und Anmeldungen unter Tel. 0160 9825-3538.

    Webseite von Pietro Ballestrero

    Webseite von Achille Succi

    Eine Veranstaltung des ESOC Italian Culture Club