Tag Archives: Konzert

Nathalie Schäfer – Les Trois Amis

Kontrabass, Gitarre, Gesang. Zuhören, Genießen, Tanzen – ein richtig guter Konzertabend mit drei Freunden. Matthias Debus am Kontrabass, Gitarrist Stefan Kowollik und Sängerin Nathalie Schäfer stöbern quer durch die Jahrzehnte und kramen ihre Lieblingslieder hervor – bekannte Schätze, vergessene Perlen und alles was sie musikalisch nicht mehr loslässt. Dabei werden die Stücke etwas umgebaut und mit dem bandtypischen eigenen kleinen Wahnsinn zusammengesetzt. „Hach, das kenn ich doch!“ Mal elegant, mal schräg, mal überraschend nah am Original und manchmal ganz woanders. Alors, mesdames et messieurs: laissez-vous surprendre!!

Split Moods

Das Trio mit Paula Carreira (Gesang), Nils Ehlert (Cello) und Norbert Paul (Klavier) spielt mit sich ändernden Stimmungen, Klangfarben, Rhythmen und verbindet Bossa Nova, Jazz, Pop und Klassik mit Eigenkompositionen und freier Improvisation. Das Konzerte findet statt in der gemütlichen, coolen Location „Il Salone“, dem Kaminzimmer im ehemaligen Fachwerkhaus der Architekten Rittmannsberger. Der Veranstalter Claudio Pezzatini bietet italienische Kleinigkeiten zu essen und leckeren italienischen Wein an.

Tony Lakatos Organization

Tony Lakatos ist ein international hoch geschätzter Musiker, Komponist und Interpret von Jazz-Klassikern. Er gilt als europäischer Superlativ am Tenorsaxophon. Das Trio „Tony Lakatos Organization“ mit Organist Jean-Yves Jung und Drummer Jean-Marc Robin spielt sowohl Jazzstandards als auch eigene Kompositionen von Lakatos.

Nujakasha

Die dreiköpfige Band Nujakasha erschafft sphärische Klangwelten und treibende Beats – rein instrumental. Schlagzeug, Bass, Piano, Synthesizer und Violine verschmelzen zu einem Sound, der von HipHop, Jazz und Soul inspiriert ist. Ein Sound, der Brücken schlägt: zwischen Jazzclub und Clubnacht.

Com Felipe Quartet

Das neue Quartett um den Saxophonisten Felipe Oliveira de Sousa spielt treibenden Straight-Ahead-Jazz, erdige Hard-Bop-Grooves, energiereichen Latin Jazz, melancholische Jazz-Balladen – Eigenkompositionen, Bearbeitungen bekannter Standards und brasilianischer Folklore.

Zwei Frauen an Instrumenten

Koto Oto | 箏の音

Koto Oto entstand aus dem Duo von Naoko Kikuchi (Koto/Japanische Harfe) und Taiko Saito (Vibraphon), das 2024 beim Moers Fesival seinen Anfang nahm. Aus dieser Zusammenarbeit entwickelte sich ein neues Quartett mit Rieko Okuda (Klavier) und Yuko Oshima (Schlagzeug, Nagauta-Gesang). Das Programm verbindet traditionelle japanische Musik mit eigenen Kompositionen und freier Improvisation. Koto- und Nagauta-Stücke treffen auf Vibraphon, Klavier, Schlagzeug und die koreanische Buk-Trommel. Die traditionellen musikalischen  Formen und Melodien dienen dabei als Ausgangspunkt für einen offenen Dialog und neue Klangräume zwischen Komposition, Tradition und freier Improvisation.

Naoko Kikuchi | Koto
Taiko Saito | Vibraphon, Buk
Rieko Okuda | Klavier
Yuko Oshima | Schlagzeug, Gesang

40 Jahre Jazz gegen Apartheid

Das Projekt versucht, das verlorene kulturelle Gedächtnis Südafrikas von europäischer Seite zu beleben. Über Jahrzehnte haben südafrikanische Exilmusiker in Europa und Deutschland – neben Johnny Dyani, Louis Moholo und Chris McGregor – ihre tiefen Spuren im europäischen improvisierten Jazz hinterlassen – dies immer in Verbindung mit dem Kampf gegen das Apartheidregime.

Im Ensemble vereinigen sich Musiker aus Europa, Kanada und Südafrika wie Claude Deppa trp | Allen Jacobson tb | Tobias Delius sax | Christopher Dell vib | Daniel Guggenheim sax | John Edwards bass  | Bülent Ates dr

Die Musik des vor 40 Jahren verstorbenen Komponisten, Bandleaders, Bassisten Johnny Dyani ist grandiose Kunst, zugleich Zeugnis des leidenschaftlichen Kampfes gegen Apartheid, Biographie eines Lebens im Exil und lückenlose Dokumentation aus 25 Jahren Exilgeschichte. Nach dem frühen Tod Dyanis wurde die Arbeit, auch nach der Wende am Kap, in weit über 100 Konzerten und Workshops fortgesetzt. Mit seiner kraftvollen und farbenfrohen Musik porträtiert er seine Zeitgenossen, Politiker wie Steve Biko, Lady Lilian Ngoyi oder Nelson Mandela und Musiker wie Kippie Moeketsi, Dudu Pukwana oder Makaya Ntshoko. Dyani spiegelt zugleich die politischen Ereignisse seiner Epoche und konfrontiert uns mit seinen Erinnerungen an Südafrika. Seine Musik ist monumental, heiter, verspielt und ironisch.

Darmstädter Bigband plays Peter Herbolzheimer

Das diesjährige Programm der Damstädter Bigband unter der Leitung des Saxophonisten Peter Linhart ist dem Komponisten und Arrangeur Peter Herbolzheimer gewidmet. Er galt bis zu seinem Tod 2010 sowohl als Arrangeur, als auch als Leiter seiner „Rhythm Combination and Brass“ als eine der einflussreichen Persönlichkeiten des europäischen Bigband Jazz. Bekannt wurde er auch durch seine musikalische Mitwirkung in der TV-Sendung „Bios Bahnhof“ mit Alfred Biolek.

Für dieses Konzert hat sich die Formation mit dem Trompeter Andy Haderer verstärkt, der seit 1986 bis zu Herbolzheimers Tod in dessen Band spielte. Andy Haderer ist seit 1988 Mitglied der WDR-Bigband und hat im Laufe seiner Karriere mit Künstlern wie Joe Zawinul, Mel Lewis, Bob Mintzer, Phil Collins, Barbra Streisand oder den Brecker Brothers zusammengearbeitet. Zusammen mit der WDR Bigband ist er mehrfacher Grammy-Preisträger.

Die Darmstädter Bigband gibt es nun seit fast 40 Jahren und sie hat sich durch Konzerte und Workshops mit vielen Jazzstars einen hervorragenden Ruf erspielt. 2017 erhielt die Bigband dafür den Darmstädter Musikpreis.

JMO: I Nia Yelle

Die Musik des Trios JMO lässt die Kunst des Geschichtenerzählens wieder aufleben. Der perlend klare Klang der Kora (traditionelle afrikanische Stegharfe mit 22 Saiten) trifft auf die sonoren, rauchigen Töne der Bassklarinette und wird unterstützt von den verschiedenen Perkussionsinstrumenten. Moussa Cissokho, Jan Galega Brönnimann und Omri Hason überschreiten Grenzen zwischen traditionellen und modernen Klängen aus Afrika, Europa und dem Orient. Das Repertoire stammt von allen drei Musikern und zeigt ihre unterschiedlichen kulturellen Einflüsse. Beeinflusst vom kulturellen Erbe der westafrikanischen Griot-Gesänge singt Cissokho vom heutigen Leben in Afrika und Europa. In seinen Texten geht es um Sehnsucht, um geheimnisvolle Flüsse oder Erfahrungen bei Grenzkontrollen in Europa. Er gehört zur 42. Generation einer großen Kora-Dynastie und Griot-Familie, welche seit über 1000 Jahren die Tradition der westafrikanischen Musik prägt.

Jüdische Kulturwochen 2026: Klezmer Schwing Band & Aliie Khadzhabadinova

Musikalische Begegnung: jüdische, ukrainische und krimtatarische Traditionen. Ein außergewöhnliches Konzert, das der jüdischen Musiktradition und ihrem Austausch mit  benachbarten Kulturen gewidmet ist. Im Mittelpunkt steht die jüdische Musik mit ihrer ausdrucksstarken Melodik, improvisatorischen Freiheit und charakteristischen Rhythmik des Swing. Ergänzt wird der Abend durch traditionelle ukrainische und krimtatarische Lieder sowie instrumentale Werke aus der jüdischen und krimtatarischen Musiktradition. Die Klezmer Schwing Band wird vom ukrainischen Klarinettisten Mitja Gerasimov geleitet. Als besonderer Gast tritt die Sängerin Aliie Khadzhabadinova auf, die durch ihre Teilnahme an „Holos Krainy“ („The Voice Ukraine“) bekannt wurde. Dieses Konzert ist ein außergewöhnliches und exklusives Ereignis: In dieser künstlerischen Konstellation und Form wurde es bislang noch nie in Deutschland präsentiert.