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Jazz!Live: Wogram | Graupe | Sieverts

Blues! Nothing but the blues! – das ist das aktuelle Album von Henning Sieverts “Symmethree”. Seit 2011 und auf bisher drei Alben beschäftigt sich das Virtuosen-Triumvirat mit den schillernden Schönheiten der Symmetrie. Diesmal, bei Album Nr.4,  dreht sich alles um die Kraft der drei Akkorde und zwölf Takte. Metrische, melodische und harmonische Spielereien gewinnen den vertrauten Blues-Klängen neue, aparte

Schönheiten ab, ohne dass die archaische Kraft des Blues je verloren geht. Henning Sieverts gehört mit über 150 CD Veröffentlichungen und Konzerten in aller Welt zu den gefragtesten Bassisten und Cellisten Europas. Nils Wogram zählt zu den weltbesten Posaunisten und ist – wie Sieverts – vielfach preisgekrönt, u.a. Deutscher Jazzpreis und Albert-Mangelsdorff-Preis. Ronny Graupes meisterhaft-unkonventionelles Spiel auf der 7-seitigen Gitarre wird von so unterschiedlichen Musikern geschätzt wie Wanja Slavin, Christian Lillinger oder Rolf Kühn. Die ungewöhnliche Instrumentierung mit Posaune, Gitarre und Bass/Cello erlaubt reizvolle, klangliche Verschmelzungen und ständig  wechselnde Aufgabenverteilungen.

Jazz!Live: Arne Jansen | Anders Jormin | Uwe Steinmetz

Man muss es als eine glückliche Fügung des Himmels bezeichnen, dass diese drei Musiker zusammengefunden haben: Am Kontrabass der Schwede Anders Jormin, einer der  wichtigsten Tieftöner der europäischen Jazz-Szene mit acht Alben als Bandleader für ECM und einer prallvollen künstlerischen Vita mit Touren und Aufnahmen an der Seite von  Legenden wie Elvin Jones, Albert Mangelsdorff, Lee Konitz oder Kenny Wheeler. An der Gitarre Arne Jansen, der vielfach ausgezeichnete Berliner, der mit dem senegalesischen Orchestra Baobab, dem Cellisten Stephan Braun oder Jazzanova spielte und dessen Duo-Aufnahme mit Nils Wülker unlängst sogar auf Platz 15 der deutschen Pop-Charts kletterte. Am Saxofon der ebenfalls in Berlin lebende Uwe Steinmetz, der sich neben seiner Zusammenarbeit mit u.a. Joe Maneri oder Tord Gustavsen einen Namen als Komponist für die NDR Bigband machen konnte. Erstmals trat das deutsch-schwedische Trio 2016 im Rahmen eines nordischen Kirchenmusikfestivals auf. Sofort war klar, dass es eine spezielle Verbindung zwischen den drei Musikern gibt. Eine in dieser Form nicht oft zu beobachtende Gleichgestimmtheit. Nicht umsonst trägt das 2022 entstandene Album nun den Titel “The Pilgrimage”. “Pilgerfahrten sind Bestandteil aller großen Religionen in der Welt”, sagt Bassist Jormin. “Ich denke, als Musiker ist es dein Ziel, Kontakt zu diesem tieferen Sinn herzustellen. Im besten Fall ist man ein Gefäß dafür, ein Resonanzboden, der mit dem Publikum und den anderen Musikern schwingt”, ergänzt Gitarrist Jansen.

Jazz!Live: Axel Schlosser Double Trio

Ein gänzlich neues Projekt präsentiert Trompeter Axel Schlosser an diesem Sonntagabend
in der Stadtkirche: Musik für ein »Doppel-Trio«. Das eine Trio ist ein reines Blechbläser-Trio, bestehend aus Trompete, Posaune und Tuba, das andere ein “klassisches” Jazz-Trio mit Piano, Kontrabass und Schlagzeug. Inspiriert durch den Klang von Blechbläserensembles, Marching Bands, swingendem Jazz, geistlicher Chormusik und venezianischer  Doppelchörigkeit werden die beiden Trios miteinander in Wechselwirkung treten. Dabei werden sie unabhängig voneinander agieren, aber auch gemeinsam als Sextett musizieren. Die einzelnen Musikerpersönlichkeiten werden in diversen kammermusikalischen Kombinationen als Solisten in Erscheinung treten: Visitations in Brass/Visitations in Jazz. Die gesamte Musik wird speziell für dieses Konzert eingerichtet und komponiert werden,  so dass die Besucherinnen und Besucher sich auf eine erfrischende Erstaufführung freuen dürfen.

Jazz!Live: Kristīne Cīrule & Michael Bohn

Die lettische Sängerin Kristine Cirule und der deutsche Kontrabassist Michael Bohn haben sich 2018 während des Studiums an der renommierten Sibelius Akademie in Helsinki  kennengelernt. Sie spielten im Ensemble der Jazz-Trompeten-Größe Verneri Pohjola und  merkten schnell, dass sie nicht nur musikalisch auf derselben Wellenlänge unterwegs waren. Noch in Helsinki traten sie als Duo Kontrabass – Stimme auf, wurden von der Szene gefeiert und ließen sich von der fnnischen Natur und den eigentümlichen skandinavischen Lichtstimmungen zu ihren ersten gemeinsamen Kompositionen inspirieren. Als  gleichberechtigte Protagonisten treten Kontrabass und Stimme in Dialog und Diskussion, überraschen, verdichten, klingen erdig und leicht, kraftvoll und zart, als würde die Welt  durch ein Prisma der Naturerfahrung betrachtet, das seine Spektralfarben in schillernde Musik verwandelt. Dazu die passende Würze aus Folk, zeitgenössischer Klassik und Singer Songwriter.

Jazz!Live: Caro Trischler Trio

North e Sul –Caro Trischlers Debutalbum beschreitet einen musikalischen Trip vom Soul, Folk & Jazz aus Nordamerika bis nach Südamerika, zur brasilianischen Musik. Wer ihre Stimme einmal gehört hat, vergisst sie so schnell nicht wieder. Ihre Spezialität sind die  leisen, eindringlichen Töne, die ganz gelassen auf Englisch und Portugiesisch klingen. Dabei singt sie brasilianische Musik von João Gilberto & Elis Regina mit der gleichen Überzeugung und Leidenschaft wie Folk & Jazz im Stile einer Joni Mitchell.

Die englischen und portugiesischen Gesangsparts wechseln sich ab mit den Instrumental- und Solo-Passagen von Max Jentzen am Schlagzeug sowie dem markanten Klang des Fender Rhodes von Ulf. Der stimmige Genre-Mix aus Country, Folk-Jazz und brasilianischer Musik lässt mit warmem, tiefen Sound und weiten Spannungsbögen die einzigartige Stimme von Caro Trischler unaufdringlich und doch prägnant glänzen.

Darmstädter Jazzherbst: Outline 24

Es ist schon fast eine Tradition, dass der Darmstädter Jazzherbst von Outline, unserer Vereinsband eröffnet wird. 2024 hat die Jazzflötistin Stephanie Wagner die Leitung übernommen und Outline 24 in komplett neuer Besetzung zusammengestellt – wie in jedem Jahr mit Mitgliedern des Fördervereins. Outline, was so viel wie Skizze oder Übersicht bedeutet, zeigt wie bunt und vielfältig die Szene in Darmstadt ist. Die Bandmitglieder präsentieren ihre Eigenkompositionen sowie Lieblingsstücke und Bekanntes in eigenem Arrangement. Eine furiose Eröffnung des Festivals mit bekannten Vertreter:innen der Darmstädter Jazzszene.

Stephanie Wagner | Querflöte, Leitung
Deniz Alatas | Gitarre
Christoph Schöpsdau | Klavier
Udo Brenner | Bass
Max Sonnabend | Schlagzeug 

Diese Veranstaltung wird unterstützt durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Jazz auf dem Heinerfest: En Haufe Leit

Seit ihrer Gründung 1975 sind En Haufe Leit in wechselnder Besetzungsgröße erfolgreich in der Region und international unterwegs. Quicklebendig und mit zum Teil neuen Musikern versteht es das Darmstädter “Jazzurgestein”, sein Publikum immer wieder zu begeistern. Auch beim diesjährigen Heinerfest ist ihr Motto „die Mussigg muss unner die Leit“ wieder mehr als angebracht.  Kommt alle!

Jazz auf dem Heinerfest: Lasido

Lasido spielen, was sie wollen. Es gibt nur eine Prämisse: es sollte grooven und zum Mitklopfen, -tanzen und -singen animieren. Und so werden Jazz, Funk, Soul, Rock und Blues vermischt, was das Zeug hält. Vom Jazzklassiker über Dusty Springfield bis zum zeitgenössischen Pop fügen sich bei Lasido abwechslungsreiche Stilrichtungen in ein harmonisches Ganzes.

Jazz auf dem Heinerfest: Trio 75

Trio 75 versteht sich als ein kollektives Projekt, in dem die drei Musiker ihre musikalischen Ideen und Erfahrungen zu einem eigenen Bandsound verschmelzen. Das aktuelle Programm besteht aus eigenen Kompositionen, ergänzt durch Stücke von u. a. John  Scofield, Pat Metheny, Nicholas Payton, Ben Allison und Kenny Garrett. Bei jedem Konzert von Trio 75 steht hierbei die Balance zwischen ausgefeiltem Arrangement und interaktiver Improvisation im Mittelpunkt der Musik.

Jazz auf dem Heinerfest: Session

im Wesen der Musik liegt es, Freude zu bereiten – das wusste schon Aristoteles. Und wenn sich Jazzmusiker ungezwungen, ohne Proben, ohne nähere Absprachen auf der Bühne  treffen, dann nennt man das in Jazzkreisen „Session“! Und das bereitet stets große Freude auf beiden Seiten. Natürlich setzt das bei den Musikern voraus, dass sie ihr Instrument trefflich beherrschen und sie es verstehen, über die vorgegebenen Harmonien der entsprechenden Stücke zu improvisieren. Man ruft sich den Titel und die Tonart zu und los geht’s!

In der Darmstädter Jazzszene kennt man sich und weiß genau, wer für diese hohe Kunst eingeladen wird, um mit zu jazzen.