{"id":13194,"date":"2023-08-09T16:33:12","date_gmt":"2023-08-09T14:33:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/?p=13194"},"modified":"2025-09-10T14:03:55","modified_gmt":"2025-09-10T12:03:55","slug":"destination-unknown-abstracts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/en\/destination-unknown-abstracts\/","title":{"rendered":"Destination Unknown: Abstracts"},"content":{"rendered":"<p>Ablauf der Konferenz:<\/p>\n<p><strong>DONNERSTAG \u2013 Nachmittag<br \/>\n<\/strong><strong>28. September 2023<\/strong><\/p>\n<p>14:00:<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Oberb\u00fcrgermeister Hanno Benz<\/strong><\/span><br \/>\nGru\u00dfwort: Er\u00f6ffnung des 18. Darmst\u00e4dter Jazzforums<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Wolfram Knauer<\/strong><\/span><em><br \/>\nDie Zukunft des Jazz. Er\u00f6ffnung<\/em><\/p>\n<p>Organisatorische und inhaltlich einf\u00fchrende Worte zur Konferenz und zur Bedeutung des Gespr\u00e4chs \u00fcber die Zukunft des Jazz f\u00fcr die aktuellen Jazzdiskurse insbesondere in Deutschland<\/p>\n<p><strong>Thema:<br \/>\n<a name=\"Donnerstag01\"><\/a><\/strong><strong>PAST AND FUTURE<\/strong><\/p>\n<p>14:15:<br \/>\n<strong><u>Andr\u00e9 Doehring<\/u> <\/strong>(Graz)<br \/>\n<em>Blubberbumm! Wolfgang Dauners Zukunft des Jazz ins Heute gewendet<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; abstract: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Frage nach dem Entwurf einer jazzmusikalischen Zukunft ist oft von den N\u00f6ten einer Gegenwart gepr\u00e4gt, die den Blick auf historische Kontinuit\u00e4ten tr\u00fcben k\u00f6nnen. In meinem Vortrag diskutiere ich am Beispiel Wolfgang Dauners w\u00e4hrend der 1970er, wie er eine musikalische Zukunft des Jazz entwarf, die meines Erachtens einerseits unsere Jazzgegenwart zu einem guten Teil kennzeichnet.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Doch ein Aspekt von Dauners Musik scheint mir andererseits ein wenig unterbelichtet: seine ernsthafte jazzmusikalische Ansprache eines kindlichen Publikums. Vor der Einsicht, dass eine lebendige Zukunft des Jazz stets nur in der Gegenwart gestaltet werden kann, schlie\u00dft der Vortrag mit dem Pl\u00e4doyer, sich heute st\u00e4rker und anders zuk\u00fcnftigen Sympathisant*innen des Jazz zuzuwenden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; bio: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13223\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Doehring_Andre_NN-150x150.jpeg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Andr\u00e9 Doehring <\/strong>(Dr. phil.) ist Professor f\u00fcr Jazz- und Popularmusikforschung am von ihm geleiteten Institut f\u00fcr Jazzforschung der Kunstuniversit\u00e4t Graz (\u00d6sterreich). Seine Arbeitsgebiete sind Analyse und Historiographien von popul\u00e4rer Musik und Jazz sowie Musik und Medien. Er ist Mitherausgeber von <em>Jazzforschung \/ Jazz Research<\/em> and <em>Beitr\u00e4ge zur Jazzforschung \/ Studies in Jazz Research<\/em>.<\/p>\n<p>15:15:<br \/>\n<strong><u>Harald Kisiedu<\/u><\/strong> (Hamburg)<strong><br \/>\n<\/strong><em>Jazz is dead: \u00dcberlegungen zu einer gar nicht mal so neuen Idee<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; abstract: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">2022 verk\u00fcndete der Trompeter Theo Croker lapidar &#8222;JAZZ IS DEAD&#8220;. Dabei l\u00e4sst sich die Vorstellung vom Tod des Jazz bis in die sp\u00e4ten 1950er Jahre zur\u00fcckverfolgen. So steht diese Idee beispielsweise im Zentrum von Ed Blands Film <em>The Cry of Jazz<\/em>, der 1959 erschien. In diesem Beitrag wird die Idee vom Tod des Jazz in den gr\u00f6\u00dferen historischen Kontext der Zur\u00fcckweisung des Begriffs &#8222;Jazz&#8220; seitens afroamerikanischer Musiker:innen gestellt, die mit kulturell-\u00e4sthetischer Selbstbestimmung einherging. Ausgehend von der mit einem einengenden Begriff von Jazz als Genre verbundenen Beschr\u00e4nkung der Mobilit\u00e4t Schwarzer Menschen wird mit Fokus auf die 1968 in New York gegr\u00fcndete Society of Black Composers das noch immer von Schweigen umgebene Schaffen afrodiasporischer Komponist:innen beleuchtet.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; bio: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13226\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kisiedu_Harald_by_Andrea_Rothaug-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Harald Kisiedu<\/strong> ist historischer Musikwissenschaftler und Saxophonist, der an der Columbia University in historischer Musikwissenschaft promoviert wurde. Zu seinen Forschungsinteressen geh\u00f6ren afrodiasporische klassische und experimentelle Komponist:innen, Jazz als globales Ph\u00e4nomen, Improvisation, Musik und Politik sowie Wagner. Kisiedu ist Dozent am Institut f\u00fcr Musik der Hochschule Osnabr\u00fcck und hat bei den Internationalen Ferienkursen f\u00fcr Neue Musik in Darmstadt, an der Hochschule f\u00fcr Musik und Theater &#8222;Felix Mendelssohn Bartholdy&#8220; Leipzig und am British and Irish Modern Music Institute Hamburg gelehrt. Er ist u. a. mit Branford Marsalis, George Lewis, Hannibal Lokumbe und Henry Grimes aufgetreten und machte Aufnahmen mit dem von Greg Tate geleiteten New Yorker Ensemble Burnt Sugar, the Arkestra Chamber und dem Komponisten und Improvisator Jeff Morris. Kisiedu ist der Autor von <em>European Echoes: Jazz Experimentalism in Germany, 1950-1975<\/em> (Wolke Verlag) und ist Mitherausgeber (mit George E. Lewis) von <em>Composing While Black: Afrodiasporische Neue Musik Heute\/Afrodiasporic New Music Today<\/em> (ebenfalls Wolke Verlag).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>16:15:<br \/>\n<strong>Roundtable 1<br \/>\n<\/strong><em>Jazz &#8211; aber f\u00fcr wen eigentlich?<\/em><br \/>\n<strong>James Banner<\/strong> (Berlin), <strong>Evi Filippou<\/strong> (Berlin), <strong>Julia Kadel<\/strong> (Dresden), Moderation: <strong>Sophie Emilie Beha<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In unserem ersten Roundtable diskutieren wir unter der \u00dcberschrift &#8222;Jazz \u2013 aber f\u00fcr wen eigentlich?&#8220; ob der Jazz tats\u00e4chlich unsere gegenw\u00e4rtige Gesellschaft abbildet bzw. was zu tun ist, um ihn noch st\u00e4rker als eine Musik der Offenheit und des Aufeinanderh\u00f6rens zu positionieren. Wir haben daf\u00fcr den Bassisten <strong>James Banner<\/strong> eingeladen, \u00fcber seine Auseinandersetzung mit Klassismus in seinem Class-Work-Projekt zu berichten; die Vibraphonistin <strong>Evi Filippou<\/strong>, die ihre Erfahrungen mit Sch\u00fcler:innen thematisiert; sowie die Pianistin <strong>Julia Kadel<\/strong>, die sich im Projekt QueerCheer f\u00fcr sie Sichtbarkeit queerer Menschen auch in Jazz und improvisierter Musik einsetzt (Moderation: <strong>Sophie Emilie Beha<\/strong>).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; bios: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13227\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Banner_James_2016_10_09_Dovile_Sermokas-e1692020027162-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Banner_James_2016_10_09_Dovile_Sermokas-e1692020027162-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Banner_James_2016_10_09_Dovile_Sermokas-e1692020027162-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Banner_James_2016_10_09_Dovile_Sermokas-e1692020027162-768x771.jpg 768w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Banner_James_2016_10_09_Dovile_Sermokas-e1692020027162-12x12.jpg 12w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Banner_James_2016_10_09_Dovile_Sermokas-e1692020027162.jpg 936w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>James Banner <\/strong>ist ein in Berlin lebender Improvisator\/Komponist. Er kreiert (elektro-)akustische Kompositionen, oftmals auf Basis von Improvisation. Er kuratiert kollaborative improvisierte Musikprojekte und tritt mit zeitgen\u00f6ssischer Kammermusik und Soloprogrammen auf. Seine Werke sind von der aktuellen &#8211; vor allem britischen &#8211; gesellschaftspolitischen Lage beeinflusst.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13229\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Filippou_Evi_Fabio_Dondero_2-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Evi Filippou <\/strong>studierte Schlagzeug in ihrer Heimatstadt Volos (Griechenland) und in Berlin. Nebenbei nahm sie Vibraphonunterricht und sammelte bald Berufserfahrungen in Orchestern und Kammermusikensembles sowie mit Solo- und Duoauftritten im Bereich klassischer und improvisierter Musik. Als Sidewoman spielte Filippou unter anderem mit Chris Dahlgren, Arne Braun, Elias Stemeseder, Uli Kempendorff und Angelika Niescier, ist au\u00dferdem Teil der N<em>\u00ef<\/em>m Dance Company. Ihre eigene Musik spielt sie mit ihrem Projekt <em>inEvitable<\/em>. Seit 2019 setzt sich Filippou als Kuratorin f\u00fcr Diversit\u00e4t im Jazz und in der Improvisationsszene Berlins ein, organisierte etwa <em>Balance for Better <\/em>(Werkstatt der Kulturen, 2019), <em>Das ist nicht eine Frauen-Konzertreihe<\/em> (ZigZag Jazzclub, 2021) sowie zusammen mit Jacobien Vlasman dem <em>Bitches Brew Festival <\/em>(House of Music 2021, Gretchen 2022). Sie wirkt bei zahlreichen Musiktheaterproduktionen mit und ist Gr\u00fcndungsmitglied des <em>Opera Lab Berlin<\/em> Ensembles. Seit 2016 ist Evi zudem als Dozentin in Berliner Grundschulen in einem Projekt, das Berliner Kinder durch Kultur st\u00e4rken will aktiv. St\u00e4ndig besch\u00e4ftigt mit der Koexistenz von Komposition und Improvisation, Pr\u00e4zision und authentischem pers\u00f6nlichen Ausdruck, wohnt und \u00fcbt Evi Filippou in Berlin.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13243\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kadel_Julia_MPS_DavidDollman_Full_8-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Julia Kadel <\/strong>ist europaweit in\u00a0 zahlreichen Projekten als Pianist:in und Komponist:in aktiv und spielte Konzerte in Philharmonien sowie bei internationalen Festivals. 2019 z\u00e4hlte das Magazin <em>Jazzthing<\/em> sie zu den deutschen &#8222;Top Ten Key Players&#8220;. Sie erforscht die M\u00f6glichkeiten des Ausdrucks durch Spiel und eine konzeptionelle Anlage der eigenen Kompositionen und Improvisationen, um die Themen des Alltags mit dem Publikum zu teilen. Als Solistin ist Kadel auch in Projekten wie &#8222;How to Fail (Together)&#8220; mit dem australischen Konzeptk\u00fcnstler Julian Day oder &#8222;Systemrelativismus &#8211; Was ist richtiger?&#8220; mit dem Darmst\u00e4dter Installationsk\u00fcnstler Stefan Mayer-Twiehaus aktiv. Politisch engagiert sich Kadel unter anderem in der 2021 von ihr mitgegr\u00fcndeten <em>Queer Cheer Community for &#8222;Jazz&#8220; and Improvised Music in Germany<\/em>, die 2022 ihr erstes Event im Donau115 in Berlin veranstaltete und 2023 mit dem Sonderpreis der Jury des Deutschen Jazzpreises ausgezeichnet wurde.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/00_Sophie_Emilie_Beha_by_Judith_Wiesrecker.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-10043 alignleft\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/00_Sophie_Emilie_Beha_by_Judith_Wiesrecker-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Sophie Emilie Beha <\/strong>ist multimediale Musikjournalistin. Sie ist Autorin und Moderatorin f\u00fcr die verschiedenen \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender. Daneben schreibt sie regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr die <em>taz<\/em> und Fachmagazine wie <em>Jazz thing<\/em>, <em>JazzZeitung<\/em> or <em>Jazz\u2019n\u2019More<\/em>. Auf B\u00fchnen sowie vor der Kamera moderiert sie Festivals (<em>Leipziger Jazztage<\/em>), Konzerteinf\u00fchrungen, Podcasts (<em>domicil Dortmund<\/em>) und Podiumsdiskussionen (<em>Stadtgarten K\u00f6ln<\/em>). Au\u00dferdem steht sie immer wieder auch hinter der Kamera, beziehungsweise f\u00fchrt Regie f\u00fcr Videoprojekte (<em>domicil Dortmund, WDR<\/em>). In K\u00f6ln kuratiert Beha Konzerte und Festivals im Stadtgarten und hat das interdisziplin\u00e4re Festival <em>guterstoff<\/em> mitgegr\u00fcndet. Au\u00dferdem ist sie Dramaturgin des S\u00e4nger*innenkollektivs <em>PH\u00d8NIX16<\/em> in Berlin und Mitglied des experimentellen Vokalensembles <em>\u0393\u03bb\u03c9\u03c3\u03c3\u03b1<\/em> (Glossa), mit dem sie 2022 das <em>Karl-Sczuka-Recherchestipendium<\/em> gewonnen hat. Im Jahr 2021 wurde sie f\u00fcr den <em>Preis f\u00fcr deutschen Jazzjournalismus<\/em> nominiert und seit 2022 wird ihre kuratorische T\u00e4tigkeit von <em>NICA artist development<\/em> gef\u00f6rdert. In K\u00f6ln und Budapest hat sie Musikjournalismus studiert.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>FREITAG \u2013 Vormittag<br \/>\n<\/strong><strong>29. September 2023<\/strong><\/p>\n<p><strong>Thema:<br \/>\n<a name=\"Freitag01\"><\/a><\/strong><strong>ANCIENT TO THE FUTURE<\/strong><\/p>\n<p>9:30:<br \/>\n<strong><u>Richard Herzog<\/u> <\/strong>(Gie\u00dfen)<br \/>\n<em>Ancient to the Future.<\/em><br \/>\n<em>Free Jazz ersteht aus seiner Vergangenheit auf, <\/em><em>bei Matana Roberts und Moor Mother<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; abstract: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Musiker:innen, die Free Jazz spielten, betonten bereits in den fr\u00fchen 60er Jahren ihre Verwurzelung in zahlreichen Traditionen der afrikanischen Diaspora. Neben Blues-Licks bei Ornette Coleman entwickelten unter anderem Milford Graves oder Andrew Cyrille innovative Schlagzeug-Rhythmen, die aus karibischer und afrikanischer Perkussion entstammten. Diese Entwicklungen werden im Vortrag historisch nachgezeichnet, wie auch anhand zweier aktueller US-amerikanischer Musikerinnen: Matana Roberts und Moor Mother (Camae Ayewa). Beide setzen sich in ihren Werken mit den fortw\u00e4hrenden Traumata der Plantagen-Sklaverei auseinander; beide verbinden auf unterschiedliche Weise Free Jazz mit vorangegangenen und neueren Musikformen, von Spoken Word \u00fcber Oper bis hin zu Noise.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; bio: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Richard Herzog <\/strong>ist Historiker an der Philipps-Universit\u00e4t Marburg und am DFG-Sonderforschungsbereich &#8222;Dynamiken der Sicherheit&#8220;. Er promovierte zum Thema &#8222;Nahua-Stimmen aus dem kolonialen Zentralmexiko: zum \u00dcberleben ihrer gesellschaftlichen \u00dcberzeugungen&#8220;. Richards Forschungsinteressen umfassen Iberoamerika, Food Studies, sowie Emotionsgeschichte. Er forscht zudem zu Jazz, afrikanischer Musik und Improvisationsmusik.<\/p>\n<p>10:30:<br \/>\n<strong><u>Magdalena F\u00fcrnkranz<\/u><\/strong> (Wien<strong>)<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><em>Jazz und Afrofuturismus.<br \/>\nStellen Sie sich vor, Sun Ra h\u00e4tte Janelle Mon\u00e1e getroffen<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; abstract: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Mit Akteuren wie Sun Ra und George Clinton etablierte sich der Afrofuturismus in den 1960er und 70er Jahren zu einem popkulturellen Ph\u00e4nomen. Lange Zeit war es ruhig um die Bewegung, wiewohl sie in den letzten Jahren eine Renaissance in der Popkultur erlebte. Vor allem eine Reihe von Jazz- und Popmusikerinnen wie Janelle Mon\u00e1e integrieren afrofuturistische Ideen und Ans\u00e4tze in ihr Repertoire und definieren Aspekte afroamerikanischer Weiblichkeit durch die Verwendung verschiedener \u00e4sthetischer Elemente neu. F\u00fcr Mon\u00e1e und Sun Ra verk\u00f6rpert Musik, insbesondere der Jazz, eine Form der \u00dcberschreitung sowie einen Bewusstseinszustand, in dem die Zuh\u00f6rer:innen die Instabilit\u00e4t der k\u00fcnstlerisch gew\u00e4hlten Narrative vergegenw\u00e4rtigen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">In diesem Vortrag diskutiere ich die einzigartigen Charakteristika von Janelle Mon\u00e1e und Sun Ra in Bezug auf Afrofuturismus und Jazz und stelle erste Verbindungen zwischen den beiden K\u00fcnstler:innen her. Anschlie\u00dfend m\u00f6chte ich mich mit der Frage einer m\u00f6glichen Kooperation auseinandersetzen und versuche die Entstehung eines gemeinsamen Albums zu skizzieren. Ich beabsichtige, eine klangliche, lyrische und visuelle Reise von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart zu entwerfen, um eine theoretische Grundlage f\u00fcr eine imagin\u00e4re Zusammenarbeit zu schaffen und eine m\u00f6gliche Richtung f\u00fcr die Zukunft des Jazz zu diskutieren.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; bio: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13230\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Fuernkranz_Magdalena_2019_by_Daniel_Willinger-e1692020266366-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Fuernkranz_Magdalena_2019_by_Daniel_Willinger-e1692020266366-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Fuernkranz_Magdalena_2019_by_Daniel_Willinger-e1692020266366-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Fuernkranz_Magdalena_2019_by_Daniel_Willinger-e1692020266366-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Fuernkranz_Magdalena_2019_by_Daniel_Willinger-e1692020266366-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Fuernkranz_Magdalena_2019_by_Daniel_Willinger-e1692020266366-12x12.jpg 12w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Fuernkranz_Magdalena_2019_by_Daniel_Willinger-e1692020266366.jpg 1366w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Magdalena F\u00fcrnkranz<\/strong> ist Senior Scientist am Institut f\u00fcr Popularmusik der Universit\u00e4t f\u00fcr Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) und als Mitinitiatorin des PopNet Austria Organisation des seit 2014 stattfindenden interdisziplin\u00e4ren Symposions zur Popularmusikforschung in \u00d6sterreich an der mdw. Sie ist au\u00dferdem Co-Leiterin des k\u00fcnstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsprojekts &#8222;Instrumentalistinnen und Komponistinnen im Jazz&#8220; gemeinsam mit der Bassistin Gina Schwarz. Zu den weiteren Forschungsschwerpunkten z\u00e4hlen unter anderem: Performativit\u00e4t und Inszenierung in popul\u00e4ren Musikformen, intersektionale, queere und postkoloniale Perspektiven auf musikkulturelle Felder, Musikszenen in \u00d6sterreich und New Jazz Studies.<\/p>\n<p>11:30:<br \/>\n<strong><u>Bettina Bohle<\/u><\/strong> (Berlin)<strong><br \/>\n<\/strong><em>Genre no Genre<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; abstract: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Genrefrage scheint gerade in Bezug auf Jazz eine hochkomplexe Angelegenheit. Als Hilfsma\u00dfnahme wird Jazz h\u00e4ufig nicht als Genre, sondern als Musikpraxis beschrieben. Damit wird die Frage nach einer tragf\u00e4higen Definition jedoch nur verschoben, nicht beantwortet. An den verschiedensten Stellen tauchen Abgrenzungs- und Zugeh\u00f6rigkeitsfragen dann wieder auf, mit mehr oder weniger starken Konsequenzen. Die Schwierigkeiten scheinen jedoch weniger im Jazz selbst, sondern in einem zu starren Genrebegriff zu liegen. Ausgehend von einer Arbeitsdefinition sollen verschiedene Bereiche der unter dem Begriff \u201eJazz\u201c in Deutschland laufenden Praxen beleuchtet werden. Denn: \u00dcber die Zukunft des &#8222;Jazz&#8220; nachzudenken braucht ein solides Verst\u00e4ndnis davon, wor\u00fcber eigentlich gesprochen wird.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; bio: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13231\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Bohle_Bettina_Lena_Ganssmann-e1692020355973-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Bohle_Bettina_Lena_Ganssmann-e1692020355973-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Bohle_Bettina_Lena_Ganssmann-e1692020355973-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Bohle_Bettina_Lena_Ganssmann-e1692020355973-12x12.jpg 12w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Bohle_Bettina_Lena_Ganssmann-e1692020355973.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Bettina Bohle <\/strong>leitet das Projekt &#8222;House of Jazz &#8211; Zentrum f\u00fcr Jazz und Improvisierte Musik&#8220; (AT). Seit 2013 ist sie f\u00fcr verschiedene Jazz-Verb\u00e4nde aktiv (IG Jazz Berlin, BK Jazz, Deutsche Jazzunion). Zum Jazz kam die studierte Gr\u00e4zistin, Musikwissenschaftlerin und Philosophin \u00fcber selbst organisierte Hauskonzerte. Mehrere Jahre betrieb sie den Blog JAZZAffine samt zugeh\u00f6rigem Newsletter. Als freie Projektmanagerin hat sie die Initiative Musik beim Aufbau des Deutschen Jazzpreises unterst\u00fctzt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>FREITAG \u2013 Nachmittag<br \/>\n<\/strong><strong>29. September 2023<\/strong><\/p>\n<p><strong>Thema:<br \/>\n<a name=\"Freitag02\"><\/a>WAS W\u00c4RE WENN?<\/strong><\/p>\n<p>14:00:<br \/>\n<strong><u>Niels Klein + Jorik Bergman<\/u><\/strong> (K\u00f6ln)<br \/>\n<em>Zukunftsmusik<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; abstract: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das BuJazzO hatte 2022 einen Kompositionswettbewerb unter der \u00dcberschrift &#8222;Zukunftsmusik&#8220; ausgerichtet, damit allerdings vor allem auf das Alter der teilnehmenden Komponist:innen angespielt. Der Saxophonist <strong>Niels Klein<\/strong>, der den Wettbewerb leitete, und die Fl\u00f6tistin <strong>Jorik Bergmann<\/strong>, die zu den Preistr\u00e4ger:innen geh\u00f6rte, machen sich dennoch gemeinsam Gedanken dar\u00fcber, was Zukunft f\u00fcr sie und f\u00fcr ihre jeweilige Musik bedeuten mag, ganz konkret, k\u00fcnstlerisch oder f\u00fcr ihre jeweilige Lebensplanung.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; bios: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13232\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Klein_Niels_Florian_Fries-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Niels Klein <\/strong>ist Saxophonist, Klarinettist, Komponist, Arrangeur und Dirigent und lebt in K\u00f6ln. Seine zahlreichen Ver\u00f6ffentlichungen als Bandleader umfassen Alben von Trio-, und Quartettformaten \u00fcber Large Ensembles verschiedener Gr\u00f6ssen bis hin zu Bigband und Orchesterbesetzungen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen wie den WDR Jazzpreis Komposition, ECHO Jazz, u.v.a. Als Komponist, Arrangeur und Dirigent arbeitet er regelm\u00e4ssig mit den Bigbands des\u00a0 NDR und WDR sowie vielen anderen Bigbands und Orchestern der freien Szene in Deutschland und Europa. Er ist seit 2011 Teil des festen k\u00fcnstlerischen Leitungsteams des Bundesjazzorchesters (BuJazzO) und ist seit 2016 als Professor f\u00fcr Jazz-Saxophon und Ensemble an der Hochschule f\u00fcr Musik und Tanz K\u00f6ln t\u00e4tig.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13233\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Bergman_Jorik_NN-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Jorik Bergman<\/strong> is a professional jazz flutist, composer, arranger and bandleader living in Cologne, Germany. She works with her own jazz trio, called the &#8222;Jorik Bergman Trio&#8220;, and various large ensemble projects. These include an upcoming EP with her own big band, a tour with her octet, the &#8222;Julius Eastman Project&#8220; and her &#8222;Mingus Project. In the course of the last few years she has written arrangements for multiple big band constellations such as the Jazzorchestra of the Concertgebouw Amsterdam and the the JugendJazzOrchester (JJO) among others. She has also been in charge of the &#8222;Julius Eastman Project&#8220; at the 10th edition, and the &#8222;Mingus Project&#8220; at the 11th edition of the Weekend Festival. She has won 1st prize at the 2022 Composition Competition, from the JJO NRW, the 2021 Composition Competition from the Subway Jazz Orchestra, the 2022 Composition Competition from the BundesJazzOrchester and the ACAD\u00c9MIE DE COMPOSITION JAZZ 2023 by the ONJ (Orchestre National de Jazz) in Paris. As a flute player she has played at well-known festivals such as the aforementioned Weekend Festival, the Nijmegen International Music Meeting Festival and the renowned North Sea Jazz festival.<\/p>\n<p>15:00:<br \/>\n<strong><u>Frank Gratkowski<\/u><\/strong> (Berlin)<strong><br \/>\n<\/strong><em>Was ist Jazz? Oder: Was k\u00f6nnte Jazz heute sein <\/em><em>bzw. aus ihm werden?<br \/>\n<\/em><em>Eine pers\u00f6nliche Sichtweise<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; abstract: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Es ist nahezu unm\u00f6glich, heute genau zu definieren, was Jazz ist bzw. was der Begriff bedeutet \u2013 bleiben also die Fragen danach, was er sein und was daraus werden k\u00f6nnte. Ist Jazz ein Stil oder eher eine Haltung? Was zeichnet Musik aus, die auch heute als Jazz bezeichnet wird? Gibt es Merkmale, die Jazz deutlich von anderen Musikstilen unterscheiden? Ich pers\u00f6nlich frage mich oft, ob ich \u00fcberhaupt noch ein Jazzmusiker bin. Die Wurzeln sind da, da bin ich mir sicher, bei manch anderem oft nicht mehr. In dem Vortrag will ich versuchen, eine Art kubistische Betrachtung des Begriffs Jazz vorzunehmen. Wo sind die Grenzen der Musik, um nicht mehr oder noch Jazz zu sein? Gibt es diese Grenzen \u00fcberhaupt? Ich werde versuchen, diese und andere Fragen anhand meiner Einfl\u00fcsse und meiner musikalischen T\u00e4tigkeiten zu untersuchen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; bio: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13244\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Gratkowski_Frank_c_Heinrich_Brinkmoeller_Becker-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Frank Gratkowski <\/strong>ist ein in Berlin lebender freischaffender Saxophonist, Klarinettist, Flo\u0308tist, Improvisator und Komponist. Er studierte an der Hochschule fu\u0308r Musik und Tanz Ko\u0308ln, wo er seit u\u0308ber 30 Jahren unterrichtet. Frank Gratkowski vero\u0308ffentlichte u\u0308ber 50 CDs unter seinem Namen und ist auf vielen weiteren als &#8222;Sideman&#8220; zu ho\u0308ren.<br \/>\nSeine musikalische Spannbreite umfasst u.A. experimentelle Musik, Jazz, improvisierte Musik, Neue Musik, Rock und Elektronische Musik. Er konzertiert weltweit solo, in Bands sowie Orchestern und komponiert fu\u0308r Ensembles (u.A. Ensemble MusikFabrik und Ensemble Modern), in letzter Zeit mit einem Fokus auf Mikrotonalita\u0308t.<\/p>\n<p>16:00:<br \/>\n<strong>Roundtable 2<br \/>\n<\/strong><em>Macht Platz!<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><strong><u>Esther Weickel<\/u><\/strong> (K\u00f6ln)<\/li>\n<li><strong><u>Camille Buscot <\/u><\/strong> (Berlin)<strong><u><br \/>\n<\/u><\/strong><\/li>\n<li><strong><u>Jonas Pirzer<\/u><\/strong> (Stuttgart)<\/li>\n<li>Moderation: <strong><u>Sophie Emilie Beha<\/u><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; abstract: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Im zweiten Panel des Jazzforums fragen wir unter der \u00dcberschrift &#8222;Macht Platz!&#8220; danach, wo sich die Zukunft der Musik gestalten l\u00e4sst. Kreativit\u00e4t ben\u00f6tigt schlie\u00dflich R\u00e4ume, im w\u00f6rtlichen Sinn genauso wie metaphorisch. Eingeladen haben wir daf\u00fcr <strong>Esther Weickel<\/strong>, die als Projektleiterin des NICA artist development am Europ\u00e4ischen Zentrum f\u00fcr Jazz und aktuelle Musik des Stadtgarten K\u00f6ln arbeitet, das sie vorstellt; <strong>Camille Buscot<\/strong>, Projektleiterin bei der Deutschen Jazzunion und Co-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der IG Jazz Berlin, die Einblick in regionale genauso wie nationale Strukturdiskurse hat; sowie <strong>Jonas Pirzer<\/strong>, Referent im Kunstministerium Baden-W\u00fcrttemberg, der erkl\u00e4ren kann, was es von \u00f6ffentlicher Seite braucht, um R\u00e4ume zur Verf\u00fcgung zu stellen (Moderation: <strong>Sophie Emilie Beha<\/strong>).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; bios: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-13433 size-thumbnail alignleft\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Esther-Weickel-@-Niclas-Weber-e1695727447628-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Esther-Weickel-@-Niclas-Weber-e1695727447628-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Esther-Weickel-@-Niclas-Weber-e1695727447628-13x12.jpg 13w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Aufgewachsen in den 90ern auf einem Pferdehof in S\u00fcddeutschland, konnte <strong>Esther Weickel<\/strong> Pferde am Klang ihres Wieherns unterscheiden, Musik war meistens nur als flirrendes Hintergrundger\u00e4usch aus dem Radio pr\u00e4sent. W\u00e4hrend ihres Philosophiestudiums landete sie zuf\u00e4llig auf einer Jazz-Session und ihre Neugierde wurde geweckt. In der Folge begann Esther aufmerksam Musik zu h\u00f6ren und f\u00fcr sie \u00f6ffnete sich eine neue Welt. Ab 2018 arbeitete sie f\u00fcr den Jazzclub Leipzig e. V., leitete zun\u00e4chst hauptverantwortlich dessen Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit, zu der auch die Redaktion einer monatlichen Veranstaltungsbrosch\u00fcre f\u00fcr &#8222;Jazz und andere Musik&#8220; f\u00fcr Leipzig und Umgebung geh\u00f6rte. Sp\u00e4ter hinzukam die mitverantwortliche Planung und Umsetzung der Leipziger Jazztage 2020 und 2021. Im vergangenen Jahr ist Esther mit dem Bestreben, Neues zu Lernen und so der weiter wachsenden Neugierde nachzukommen f\u00fcr die \u00dcbernahme der Projektleitung von NICA artist development nach K\u00f6ln gezogen. NICA artist development ist ein vom Ministerium f\u00fcr Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen getragenes F\u00f6rderprogramm f\u00fcr herausragende Musiker:innen aus NRW, angesiedelt am Stadtgarten K\u00f6ln.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Camille Buscot: <\/strong>Nach ihrem Masterabschluss 2020 hat die Kulturwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin ihre im Studium angefangene T\u00e4tigkeit bei der Deutschen Jazzunion als Referentin intensiviert. Mittlerweile ist sie als Leiterin Kommunikation und Netzwerke f\u00fcr den Verband t\u00e4tig. Seit 2022 ist sie zudem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der IG Jazz Berlin. Durch diese T\u00e4tigkeiten kennt sie sich sehr gut mit den aktuellen politischen Herausforderungen der Szene sowohl auf regionaler als auch der Bundesebene aus.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13247\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Pirzer_Jonas_c_Nils_Brederlow-e1692022538607-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Pirzer_Jonas_c_Nils_Brederlow-e1692022538607-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Pirzer_Jonas_c_Nils_Brederlow-e1692022538607-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Pirzer_Jonas_c_Nils_Brederlow-e1692022538607-12x12.jpg 12w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Pirzer_Jonas_c_Nils_Brederlow-e1692022538607.jpg 454w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Jonas Pirzer <\/strong>ist Jazzmusiker (Schlagzeug, Komposition) und Kulturmanager. Seine Band <em>Trilith<\/em> and <em>Jonas Pirzers Konfrontationen<\/em> spielten ausschlie\u00dflich seine Eigenkompositionen. Er war Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Deutschen Jazzunion, arbeitete als Referent f\u00fcr Kunst und Kultur bei der BASF, in den Kultur\u00e4mtern der St\u00e4dte Esslingen und Leonberg (in letzterem als Amtsleiter) und ist seit 2023 als Referent im Ministerium f\u00fcr Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-W\u00fcrttemberg besch\u00e4ftigt und dort unter anderem f\u00fcr die Landesjazzf\u00f6rderung zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/00_Sophie_Emilie_Beha_by_Judith_Wiesrecker.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-10043\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/00_Sophie_Emilie_Beha_by_Judith_Wiesrecker-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Sophie Emilie Beha <\/strong>ist multimediale Musikjournalistin. Sie ist Autorin und Moderatorin f\u00fcr die verschiedenen \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender. Daneben schreibt sie regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr die <em>taz<\/em> und Fachmagazine wie <em>Jazz thing<\/em>, <em>JazzZeitung<\/em> or <em>Jazz\u2019n\u2019More<\/em>. Auf B\u00fchnen sowie vor der Kamera moderiert sie Festivals (<em>Leipziger Jazztage<\/em>), Konzerteinf\u00fchrungen, Podcasts (<em>domicil Dortmund<\/em>) und Podiumsdiskussionen (<em>Stadtgarten K\u00f6ln<\/em>). Au\u00dferdem steht sie immer wieder auch hinter der Kamera, beziehungsweise f\u00fchrt Regie f\u00fcr Videoprojekte (<em>domicil Dortmund, WDR<\/em>). In K\u00f6ln kuratiert Beha Konzerte und Festivals im Stadtgarten und hat das interdisziplin\u00e4re Festival <em>guterstoff<\/em> mitgegr\u00fcndet. Au\u00dferdem ist sie Dramaturgin des S\u00e4nger:innenkollektivs <em>PH\u00d8NIX16<\/em> in Berlin und Mitglied des experimentellen Vokalensembles <em>\u0393\u03bb\u03c9\u03c3\u03c3\u03b1<\/em> (Glossa), mit dem sie 2022 das <em>Karl-Sczuka-Recherchestipendium<\/em> gewonnen hat. Im Jahr 2021 wurde sie f\u00fcr den <em>Preis f\u00fcr deutschen Jazzjournalismus<\/em> nominiert und seit 2022 wird ihre kuratorische T\u00e4tigkeit von <em>NICA artist development<\/em> gef\u00f6rdert. In K\u00f6ln und Budapest hat sie Musikjournalismus studiert.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>SAMSTAG \u2013 Vormittag<br \/>\n30. September 2023<\/strong><\/p>\n<p><strong>Thema:<br \/>\n<a name=\"Samstag01\"><\/a><\/strong><strong>AM WANDEL MITWIRKEN<\/strong><\/p>\n<p>9:30:<br \/>\n<strong><u>Teresa Becker<\/u><\/strong> (Hannover)<br \/>\n<em>Musiker:innen als Key Change Agents in Sustainability.<\/em><br \/>\n<em>Zur Rolle und Funktion von Musiker:innen in der Nachhaltigkeitskommunikation<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; abstract: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">1713 sprach Hans Carl von Carlowitz das Thema nachhaltige Entwicklung zum ersten Mal an, mit dem Industriezeitalter im 20. Jahrhundert waren die Emissionen auf dem europ\u00e4ischen Kontinent hoch wie noch nie, 1972 beschloss der Club of Rome international, dass etwas getan werden muss, um der t\u00e4glich zunehmenden Umweltverschmutzung und der Ausbeutung unseres Planeten entgegenzuwirken. Seitdem wird viel \u00fcber nachhaltige Entwicklung geredet und (ein bisschen) gehandelt, doch die Transformation unserer auf Kosten des Planeten lebenden Gesellschaft hin zu einer nachhaltig handelnden bleibt aus.\u00a0Musiker:innen haben durch ihre Aktivit\u00e4ten und ihre Reichweite das Potential, als Kommunikator*innen und Multiplikator:innen nachhaltiger Entwicklung zu agieren. Immer mehr Musiker:innen nutzen ihre Pr\u00e4senz auf \u00f6ffentlichen B\u00fchnen und ihre Reichweite, um das Thema nachhaltige Entwicklung vor ihrem Publikum anzusprechen. Doch viele stellen sich auch die Frage, wie schaffe ich es, mein Publikum zu erreichen und ihnen mein Ziel einer lebenswerten Zukunft f\u00fcr Alle n\u00e4her zu bringen? Bin ich als Musiker:in daf\u00fcr geeignet, diese Rolle zu \u00fcbernehmen? Nicht zuletzt qu\u00e4lt jede:n auch mal die Frage nach dem Sinn ihres Engagements.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Bisher wurde der Rolle von Musiker:innen f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung noch nicht viel Aufmerksamkeit in der Forschung gewidmet. Doch f\u00fcr die Zukunft des Jazz und unserer Gesellschaft k\u00f6nnen Musiker:innen eine wichtige Rolle in der Nachhaltigkeitskommunikation einnehmen. Sie weisen unter anderem viele Eigenschaften auf, mit denen sie kreativ und flexibel auf den komplexen Diskurs reagieren k\u00f6nnen und sind mit ihren Aktivit\u00e4ten und ihrer Nachhaltigkeitskommunikation unter anderem dazu in der Lage, ihr Publikum niedrigschwellig zu inspirieren, sich im Alltag nachhaltiger zu verhalten. In meinem Vortrag m\u00f6chte ich die Ergebnisse meiner Forschung zur Rolle und Funktion von Musiker:innen in der Nachhaltigkeitskommunikation pr\u00e4sentieren und Musiker:innen sowie Akteur:innen der Musikindustrie dazu aufrufen, sich mit ihrer Funktion und ihren M\u00f6glichkeiten zur Vermittlung von Nachhaltigkeitswerten auseinander zu setzen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; bio: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-13274 size-full alignleft\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Becker_Teresa.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Becker_Teresa.jpg 150w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Becker_Teresa-12x12.jpg 12w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/strong><\/p>\n<p><strong>Teresa Becker<\/strong> (M.A.) ist Kulturmanagerin und unter anderem im Artist- und Projektmanagement t\u00e4tig. Zudem forscht sie zur Rolle und Funktion von Musiker:innen in der Nachhaltigkeitskommunikation. Sie ist Mitglied bei Music Declares Emergency und engagiert sich f\u00fcr \u00f6kologische Nachhaltigkeit in der Musikbranche. Angetrieben von dem Wunsch einer nachhaltigen Entwicklung und Klimagerechtigkeit ist Nachhaltigkeit ein zentrales Thema ihrer beruflichen T\u00e4tigkeiten und die Reduktion von Emissionen sowie ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen stehen neben den Projektzielen im Vordergrund.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>10:30:<br \/>\n<strong><u>Monika Herzig<\/u><\/strong> (Wien)<strong><br \/>\n<\/strong><em>New Standards: 101 Action Items<br \/>\nEin praktischer Leitfaden zur Geschlechterparit\u00e4t<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; abstract: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Dieser Vortrag bezieht sich auf Erkenntnisse und pers\u00f6nliche Erfahrungen mit mehreren Projekten: Berklee`s New Standards: 101 Lead Sheets by Women Composers, the Routledge Companion to Jazz and Gender, Sheroes, Jazz Girls Days, und die 2022 Jazzstudie der Deutschen Jazzunion. Das Ziel ist klare Richtlinien zur Geschlechtsparit\u00e4t im Jazz zu erarbeiten die in den kommenden zwei Jahrzehnten den Ausgleich bewirken k\u00f6nnen. Der praktische Ansatz beruht auf der pers\u00f6nlichen Perspektive als Teilnehmer, Musiker, und Forscher.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; bio: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13236\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Herzig_Monika_NN-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Professor of Artistic Research an der Jam Music Lab University, <strong>Monika Herzig<\/strong> ist Autor und Co-Editor von &#8222;David Baker: A Legacy in Music&#8220;, &#8222;Experiencing Chick Corea: A Listener&#8217;s Companion&#8220; und des &#8222;Routledge Companion to Jazz and Gender&#8220; sowie weiteren Forschungsartikeln. Sie leitet das Research Committee des Jazz Education Network. Als Jazzpianistin und Leiterin von Sheroes erscheint sie regelm\u00e4\u00dfig auf den gr\u00f6\u00dften Weltb\u00fchnen. Info: <a href=\"https:\/\/monikaherzig.com\">www.monikaherzig.com<\/a><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>11:30:<br \/>\n<strong><u>Kaspar von Gr\u00fcningen (Basel)<\/u><\/strong><br \/>\n<em>Die Basler &#8222;Volksinitiative f\u00fcr mehr Musikvielfalt&#8220; und ihr kultur- und gesellschaftspolitisches Potential<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; abstract: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Aktuell gehen 95% der \u00f6ffentlichen F\u00f6rdergelder in Basel an Institutionen, davon \u00fcber 90% an klassische Orchester. Die &#8222;Volksinitiative f\u00fcr mehr Musikvielfalt&#8220; wurde im Sommer 2022 eingereicht und verlangt, dass k\u00fcnftig ein Drittel der \u00f6ffentlichen F\u00f6rdergelder f\u00fcr Musik an das freie Musikschaffen aller Genres gehen soll. Zudem soll die kantonale Verwaltung ihre F\u00f6rderstrukturen und Vergaberichtlinien anpassen. Wann es zur Abstimmung kommt, ist noch offen. Ich berichte zum politischen Prozess, zu Reaktionen aus Musikszene, Politik und Bev\u00f6lkerung.<br \/>\nIm Kern geht es um kulturelle Demokratie. Soll steuerfinanzierte Kultur das Produkt von Interessenspolitik sein oder sich nach den Bed\u00fcrfnissen der Bev\u00f6lkerung richten?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; bio: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13237\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Von_Grueningen_Kaspar_2021_Emil_Schwind-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Kaspar von Gr\u00fcningen<\/strong> (*1982) wuchs in den Schweizer Voralpen auf. Er studierte Theaterwissenschaft und Germanistik in Bern und Jazz-Kontrabass und Komposition in Basel. Er ist seit 20 Jahren aktiver Musiker, Veranstalter, Organisator, vielfaches Vorstandsmitglied. Seit 2016 leitet er die Musikschule Jazz Basel und gr\u00fcndete 2019 die IG Musik Basel mit. www.kasparvongruenigen.com<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>SAMSTAG \u2013 Nachmittag<br \/>\n<\/strong><strong>30. September 2023<\/strong><\/p>\n<p><strong>Thema<\/strong><br \/>\n<a name=\"Samstag02\"><\/a><strong>ES GEHT UMS GANZE!<\/strong><\/p>\n<p>14:00:<br \/>\n<strong><u>Thomas Meinecke <\/u><\/strong><u>im Gespr\u00e4ch <\/u><u>mit<\/u><strong><u> Peter Kemper<\/u><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; abstract: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Samstagnachmittag fassen wir zusammen. Daf\u00fcr ist ein Blick von au\u00dfen vielleicht nicht ganz falsch. <strong>Thomas Meinecke<\/strong> besch\u00e4ftigt sich als Autor, DJ und Musiker mit Fragen der \u00c4sthetik, der Geschlechtertheorie, mit Authentizit\u00e4t und k\u00fcnstlerischer Utopie. Im Gespr\u00e4ch mit <strong>Peter Kemper<\/strong> wird er \u00fcber die Zukunft und die Grenzen des Jazz als Genre nachdenken und uns vielleicht das Bild eines Jazz vor Augen f\u00fchren, den wir uns noch gar nicht vorstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8211;bios:&#8211;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13238\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Meinecke_3-e1692020829606-150x150.jpeg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Meinecke_3-e1692020829606-150x150.jpeg 150w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Meinecke_3-e1692020829606-300x300.jpeg 300w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Meinecke_3-e1692020829606-12x12.jpeg 12w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Meinecke_3-e1692020829606.jpeg 380w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Thomas Meinecke, <\/strong>*1955 in Hamburg, lebt bei M\u00fcnchen und in Marseille und ver\u00f6ffentlicht seit 1986 B\u00fccher im Suhrkamp Verlag. Seit 1980 ist er Mitglied der Band F.S.K. und hat seit 1998 gemeinsame Projekte mit Move D., zwei davon mit Karl Berger. Als Radio-DJ im BR hatte er sein erstes Interview 1983 mit Sun Ra und 1985-2021 eine eigene Show und ist auch als DJ in Techno Clubs t\u00e4tig. Im Berliner HAU lud er zwischen 2007 und 2020 in der Reihe &#8222;Plattenspieler&#8220; verschiedenste G\u00e4ste von Schlippenbach bis Moor Mother ein. Seit 2022 wird das Programm an der Berliner Volksb\u00fchne fortgesetzt wird, mit Baby Sommer als erstem Gast.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13239\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kemper_Peter_NN-e1692020931474-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kemper_Peter_NN-e1692020931474-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kemper_Peter_NN-e1692020931474-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kemper_Peter_NN-e1692020931474-1024x1021.jpg 1024w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kemper_Peter_NN-e1692020931474-768x766.jpg 768w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kemper_Peter_NN-e1692020931474-12x12.jpg 12w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kemper_Peter_NN-e1692020931474.jpg 1534w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Peter Kemper,\u00a0<\/strong>Jahrgang 1950, ist langj\u00e4hriger Kulturredakteur im Hessischen Rundfunk (hr) und war von 1981 bis 2015 einer der Programmverantwortlichen f\u00fcr das <em>Deutsche Jazzfestival Frankfurt.<\/em> Seit 1981 ist er Musikkritiker im Feuilleton der <em>Frankfurter Allgemeinen Zeitung<\/em>. Er kann zahlreiche Ver\u00f6ffentlichungen unter seinem Namen verbuchen, wie zuletzt <em>John Coltrane\u00a0 &#8211; Eine Biographie <\/em>and <em>Eric Clapton \u2013 Ein Leben f\u00fcr den Blu<\/em>es. Im Oktober 2023 erscheint mit <em>The Sound of Rebellion<\/em> sein Buch zur politischen \u00c4sthetik des Jazz (alle Reclam-Verlag).<\/p>\n<p>15:00:<br \/>\n<strong><u>Uli Kempendorff<\/u><\/strong> (Berlin)<br \/>\n<em>Exit from the Nineties.<br \/>\nFehlstellen im Diskurs an Hochschulen<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; abstract: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Uli Kempendorff<\/strong> denkt \u00fcber Fehlstellen im Diskurs an Hochschulen nach, gibt einen Streikbericht und schaut auf interessante L\u00f6sungswege aus unseren Nachbarl\u00e4ndern. F\u00fcr die meisten aktiven Musiker:innen sind die Hochschulen ein selbstverst\u00e4ndlich gewordenes Nadel\u00f6hr auf dem Weg in die Professionalit\u00e4t &#8211; was sollten man heute von einer k\u00fcnstlerischen Ausbildung erwarten k\u00f6nnen?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; bio: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13258\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kempendorff_Uli_Peter_Tuemmers-e1692087579830-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kempendorff_Uli_Peter_Tuemmers-e1692087579830-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kempendorff_Uli_Peter_Tuemmers-e1692087579830-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kempendorff_Uli_Peter_Tuemmers-e1692087579830-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kempendorff_Uli_Peter_Tuemmers-e1692087579830-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kempendorff_Uli_Peter_Tuemmers-e1692087579830-12x12.jpg 12w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Kempendorff_Uli_Peter_Tuemmers-e1692087579830.jpg 1439w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Uli Kempendorff<\/strong>, (*1981 in Berlin) ist als Saxophonist dokumentiert auf Labels wie ECM, Enja, Enja\/Yellowbird, WhyPlayJazz, oder Four Music, worunter f\u00fcnf eigene Produktionen mit seinem Projekt \u00bbField\u00ab. Er spielt und spielte u.a. mit Christopher Dell, Benjamin Weidekamp, Julia H\u00fclsmann, Felix Henkelhausen, Tobias Delius, Kalle Kalima, Rudi Mahall, Wanja Slavin, Lina Allemano, Janning Trumann, Pablo Held, SEEED, Rolf K\u00fchn, Jimi Tenor und &#8218;Little&#8216; Jimmy Scott. Er ist bei Konzertreihen-und Festivalkuration in Berlin und Polen t\u00e4tig und in der kulturpolitischen Arbeit in der IG Jazz Berlin und DJU seit 2012.<\/p>\n<p>16:00:<br \/>\n<strong>Roundtable 3<br \/>\n<\/strong><em>Es geht ums Ganze! <\/em><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Jan Klare<\/strong> (M\u00fcnster)<\/li>\n<li><strong><u>Mariana Bondarenko<\/u><\/strong> (Kyiv)<\/li>\n<li><strong><u>Akiko Ahrendt <\/u><\/strong> (K\u00f6ln)<strong><u><br \/>\n<\/u><\/strong><\/li>\n<li>Moderation: <strong><u>Sophie Emilie Beha<\/u><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; abstract: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Beim Abschlusspanel unter der \u00dcberschrift &#8222;Es geht ums Ganze!&#8220; diskutieren wir Jazz als Teil eines aktuellen gesellschaftlichen Diskurses, fragen, welche Aspekte der Praxis improvisierter Musik dazu beitragen k\u00f6nnen, uns f\u00fcr Gegenwart und Zukunft zu engagieren? Saxophonist <strong>Jan Klare<\/strong> erl\u00e4utert die inneren Strukturen und die Arbeitsweise seiner Band Das Dorf, reflektiert Rollenverst\u00e4ndnisse im Ensemble und erkl\u00e4rt, wie sich politische \u00dcberzeugung und Musikmachen miteinander vereinen lassen. Die Geigerin <strong>Akiko Ahrendt <\/strong>berichtet \u00fcber die \u00dcberschneidungen von Musik und politischem Aktivismus; und die ukrainische Kulturmanagerin <strong>Mariana Bondarenko <\/strong>reflektiert, welche Rolle Jazz, Musik, Kultur in Zeiten des Kriegs spielt, spricht aber auch \u00fcber die ganz direkten Auswirkungen des Kriegs, in dem ja zahlreiche Musiker als Soldaten aktiv sind (Moderation: <strong>Sophie Emilie Beha<\/strong>).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">&#8212; bios: &#8212;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13242\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Ahrend_Akiko_Frederike_Wetzels-e1692021191729-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Ahrend_Akiko_Frederike_Wetzels-e1692021191729-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Ahrend_Akiko_Frederike_Wetzels-e1692021191729-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Ahrend_Akiko_Frederike_Wetzels-e1692021191729-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Ahrend_Akiko_Frederike_Wetzels-e1692021191729-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Ahrend_Akiko_Frederike_Wetzels-e1692021191729-12x12.jpg 12w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Ahrend_Akiko_Frederike_Wetzels-e1692021191729.jpg 1365w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Akiko Ahrendt <\/strong>arbeitet im Kollektiv und alleine. Der Fokus liegt auf ungew\u00f6hnlichen live Settings mit Sound. Sie ist daran interessiert, verschiedene bubbles aneinander sto\u00dfen und miteinander agieren zu lassen und fragt sich, ob z.B. Kunst und Politik in einen produktiven Widerspruch zueinander geraten k\u00f6nnen. Akiko spielt\/e als Performerin und Geigerin in den Gruppen radikaltranslation, orange gruppe, Rundfunk-Tanz-Orchester Ehrenfeld, ensemble Garage, Contrechamps u.a. Sie ist au\u00dferdem in verschiedenen Kontexten politisch aktiv, so z.B. bei radionordpol.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-13264\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Bondarenko_2-e1692092786779-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Bondarenko_2-e1692092786779-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Bondarenko_2-e1692092786779-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Bondarenko_2-e1692092786779-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Bondarenko_2-e1692092786779-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Bondarenko_2-e1692092786779-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Bondarenko_2-e1692092786779-12x12.jpg 12w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Bondarenko_2-e1692092786779.jpg 1706w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Mariana Bondarenko <\/strong>(Kyjiw, Ukraine) arbeitet als Kulturmittlerin seit ihrer Studentenzeit an der Nationalen Taras Schewtschenko Universit\u00e4t in Kyjiw. Als OeAD Stipendiatin hatte sie drei Semester an der Uni Wien an der Dissertation im Bereich Germanistik und Linguokulturologie gearbeitet. Sp\u00e4ter war sie in den internationalen diplomatischen Institutionen t\u00e4tig, unter denen das Goethe Institut und das \u00d6sterreichische Kulturforum, sowie auch bei german films in M\u00fcnchen. Zurzeit arbeitet sie als Jazzmusik Managerin f\u00fcr das Ukrainische Institut, eine staatliche Institution, die seit 2018 als Struktur des Au\u00dfenministeriums der Ukraine Auslandskulturpolitik aus\u00fcbt. In ihrem T\u00e4tigkeitsbereich liegen Pr\u00e4sentation der ukrainischen Jazz B\u00fchne im Ausland, Initiierung der Kooperationen mit Festivals, Musikinstitutionen, Musikmedien sowie Musikakademien.\u00a0<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-13376 alignleft\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Klare_Jan-150x150.jpeg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong>Jan Klare<\/strong> ist seit Mitte der 80er Jahre als Saxofonist, Bandleader und Komponist unterwegs und hat wenig ausgelassen. Seine Biographie verweist auf Konzerte in vielen L\u00e4ndern, dutzende CD-\/ Radio\/ TV- Produktionen und Kooperationen mit namhaften Kollegen.\u00a0Verschiedene Preise belegen die Qualit\u00e4t seiner Arbeit \u2013 als Begr\u00fcnder des Orchesters &#8222;The Dorf&#8220; hat er in den letzten Jahren Spuren hinterlassen, eine Masterclass am New England Conservatory in Boston, die Fu\u00dfballoper &#8222;Duell D\/NL 74&#8220;, die Mitbegr\u00fcndung des Labels &#8222;Umland Records&#8220;, Kompositionen f\u00fcr &#8222;Neue Musik&#8220; Ensembles sowie die WDR BigBand, ein St\u00fcck f\u00fcr zwei Blasorchester\/ Gospelchor\/ Rockband\/ Kirchenglocken und Pyrotechnik und vieles mehr l\u00e4sst sich aufz\u00e4hlen.\u00a0Klare versteht seine Arbeit als &#8222;soziologische Feldforschung&#8220; \u00fcber H\u00f6rgewohnheiten, H\u00f6rerwartungen und deren Manipulation.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/00_Sophie_Emilie_Beha_by_Judith_Wiesrecker.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-10043\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/00_Sophie_Emilie_Beha_by_Judith_Wiesrecker-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Sophie Emilie Beha <\/strong>ist multimediale Musikjournalistin. Sie ist Autorin und Moderatorin f\u00fcr die verschiedenen \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender. Daneben schreibt sie regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr die <em>taz<\/em> und Fachmagazine wie <em>Jazz thing<\/em>, <em>JazzZeitung<\/em> or <em>Jazz\u2019n\u2019More<\/em>. Auf B\u00fchnen sowie vor der Kamera moderiert sie Festivals (<em>Leipziger Jazztage<\/em>), Konzerteinf\u00fchrungen, Podcasts (<em>domicil Dortmund<\/em>) und Podiumsdiskussionen (<em>Stadtgarten K\u00f6ln<\/em>). Au\u00dferdem steht sie immer wieder auch hinter der Kamera, beziehungsweise f\u00fchrt Regie f\u00fcr Videoprojekte (<em>domicil Dortmund, WDR<\/em>). In K\u00f6ln kuratiert Beha Konzerte und Festivals im Stadtgarten und hat das interdisziplin\u00e4re Festival <em>guterstoff<\/em> mitgegr\u00fcndet. Au\u00dferdem ist sie Dramaturgin des S\u00e4nger*innenkollektivs <em>PH\u00d8NIX16<\/em> in Berlin und Mitglied des experimentellen Vokalensembles <em>\u0393\u03bb\u03c9\u03c3\u03c3\u03b1<\/em> (Glossa), mit dem sie 2022 das <em>Karl-Sczuka-Recherchestipendium<\/em> gewonnen hat. Im Jahr 2021 wurde sie f\u00fcr den <em>Preis f\u00fcr deutschen Jazzjournalismus<\/em> nominiert und seit 2022 wird ihre kuratorische T\u00e4tigkeit von <em>NICA artist development<\/em> gef\u00f6rdert. In K\u00f6ln und Budapest hat sie Musikjournalismus studiert.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Das 17. Darmst\u00e4dter Jazzforum wird gef\u00f6rdert von\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Logoblock_Sponsoren2021.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-10114 size-full\" src=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Logoblock_Sponsoren2021.jpg\" alt=\"\" width=\"673\" height=\"97\" srcset=\"https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Logoblock_Sponsoren2021.jpg 673w, https:\/\/www.jazzinstitut.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Logoblock_Sponsoren2021-300x43.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 673px) 100vw, 673px\" \/><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ablauf der Konferenz: DONNERSTAG \u2013 Nachmittag 28. September 2023 14:00: Oberb\u00fcrgermeister Hanno Benz Gru\u00dfwort: Er\u00f6ffnung des 18. Darmst\u00e4dter Jazzforums Wolfram Knauer Die Zukunft des Jazz. 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