Eine Begegnung der besonderen Art. Beide haben schon solo und mit anderen Musikern bei Agora gespielt. Und beide wollen immer wieder Neues entdecken. Das ermöglicht das Agora am Ostbahnhof ihnen gerne. Also eine Premiere am 24. April – es wird sich lohnen neugierig zu sein. Der indische Sitar-Virtuose Debasish Ganguly trifft auf den international agierenden Ausnahme-Gitarristen Claus Boesser-Ferrari. Zu erwarten ist eine East-West-Session im Wechselspiel von lyrischen Klangflächen und impulsiven Grooves. Indische Ragas treffen auf lebendige Improvisationen – ein spannender Austausch zweier Welten.
Sie sind poetisch, intensiv, experimentierfreudig, lebensfroh. Live entwickelt das Trio einen faszinierenden energetischen World-Mix mit treibenden Grooves und tranceartigen Melodien. Scheinbar bekannte Quetschensounds werden mit Slidegitarre in andere Dimensionen katapultiert und durch komplexe Drumgrooves wieder auf den Boden geholt. Ein Feuerwerk moderner, äußerst dynamischer Instrumentalmusik, die gespickt ist mit überraschenden Wechseln und Wendungen. Vorsicht Sogwirkung!
Das Trio spielt intuitive Kompositionen, die knifflig und komplex durchdacht sind und zugleich groovy und mitreißend. Exotisch und doch eingängig und seltsam vertraut. Wer auf Tom Waits, Zirkus und düsteren Tango steht, ist hier richtig. Für Herz ebenso wie für Kopf und Beine. Hier wird keine Rücksicht auf Hörgewohnheiten genommen. Eine abenteuerfreudige Reise ohne Grenzen und Limitierungen.
Cathrin Pfeifer | accordeon, comp
Takashi Peterson | guitars
Andi Bühler | drums, percussion
Das Thea Florea Jazz Collective ist ein von der Schlagzeugerin Thea Florea gegründetes Ensemble, das eigene Kompositionen sowie Werke der Bandmitglieder und ausgewählte Jazz-Standards interpretiert. In wechselnden Besetzungen erarbeitet das international besetzte Kollektiv originelles Repertoire. Floreas Stil – inspiriert von Wayne Shorter und Jack DeJohnette – verbindet frei fließende Rhythmusimprovisation mit kontrollierten Ausbrüchen und meditativen Momenten. Der einflussreiche amerikanische Schlagzeuger und Lehrer Dom Famularo nannte ihre Musik „a fine balance between great feel and high intelligence“.
Der irische Ausnahmegitarrist Tommy Halferty ist in seiner Heimat eine Institution. Als Musiker, Lehrer und Mentor hat er Generationen irischer Jazzer beeinflusst. Mit dem deutschen Gitarristen und Sänger Jürgen Schwab verbindet ihn neben der Liebe zur Musik auch die Liebe zu Frankreich, wo beide einen Teil des Jahres zubringen. Ihre Konzerte sind ideen- und funkensprühende Dialoge voll begeisternder Spielfreude. Dabei überraschen sich die beiden und ihr Publikum immer wieder aufs Erfreulichste.
Zwei Ausnahmemusiker*innen, die Sängerin Jutta Glaser und der Gitarrist Claus Boesser-Ferrari, treffen sich, um das musikalische Gespräch, die Erzählkunst, die spontane Improvisation für sich neu zu erfahren. In den Klanglandschaften, die sie mit halsbrecherischer Virtuosität durchstreifen, treffen sie auf Charles Mingus und Fleetwood Mac, auf afrikanische Rhythmik und selbst vertonte Lyrik.
Besetzung: Jutta Glaser (voc), Claus Boesser-Ferrari (g)
Eine Veranstaltung im Rahmen des dazz – Jazz Winter Darmstadt 2026

SVM3 ist das Trio der Pianistin Svetlana Marinchenko, beim DAZZ spielt sie mit Jonathan Boudevin am Schlagzeug und Natasha Zaychenko am Bass. Es erwartet uns eine Verschmelzung verschiedener musikalischer Strömungen, die sich unter dem Begriff „Zeitgenössischer Jazz“ zusammenfassen lassen: russische Dramatik, elektronische Effekte, Groove und rockige Energie mit einem Hauch von experimenteller Musik.
Besetzung: Svetlana Marinchenko (p), Jonathan Boudevin (dr), Natasha Zaychenko (b)
Eine Veranstaltung im Rahmen des dazz – Jazz Winter Darmstadt 2026

Esquinas de Nuez („Nussecken“) verbindet Tango- und Jazzästhetik mit Einflüssen aus Klezmer und Balkanmusik. Andrii Fesenko (Akkordeon), Axel Schmitt (Klarinette/Saxofon) und Jeremy Fast (Gitarre) vereinen spielerische Energie mit feiner Klangkunst. Mit „Viajando – vom Reisen“ lädt das Trio zu einer musikalischen Entdeckungsreise von Buenos Aires über mediterrane Häfen bis in entlegene Winkel Europas ein.
Eine Veranstaltung im Rahmen von dazz – Jazz Winter Darmstadt 2026

Piraí Vaca ist einer der anerkanntesten Musiker Boliviens sowohl national als auch international. Durch sein Charisma auf der Bühne, seine Technik und seinen Glauben an die belebende Kraft der Musik wurde er zu einem der am meisten bewunderten Gitarristen Lateinamerikas. Konzertreisen führten ihn nach Nord- und Südamerika, Europa und Asien.
In Anerkennung seiner internationalen Karriere wurde Piraí Vaca als einer von wenigen lateinamerikanischen Künstlern mit dem Preis „Fellowship of the Americas“ ausgezeichnet, der vom renommierten John F. Kennedy Center for Performing Arts in Washington verliehen wird.
Piraí Vaca wurde in Santa Cruz geboren. Er studierte mit Jesús Ortega am Instituto Superior de Arte in Havanna, wo er seinen Abschluss mit dem Musikdiplom im Hauptfach Gitarre machte. Gleichzeitig erhielt er den Preis für den besten Studienabgänger des Jahres. Dort legte er auch ein Zusatzstudium über Musik aus der Renaissance ab. Mit Manuel Barrueco in den USA und Hubert Käppel an der Musikhochschule Köln führte Piraí Vaca seine künstlerische Ausbildung fort. Mit ihm, Sotiris Malasiotis und Luciano Marziali bildete er das „Fénix International Guitar Quartet“.Vaca wurde als brillanter Musiker gefeiert, der „musikalische Reife und Kühnheit in seinem exzeptionellen Spiel verbindet“. Piraí Vaca hat eine ganz eigene künstlerische Handschrift entwickelt. Die intensive Beschäftigung mit verschiedenartiger Musik ist für ihn selbstverständlich, zurück ins 19. Jahrhundert und vorwärts ins 21. Jahrhundert.
Bei seinen Auftritten nimmt er die Zuhörenden mit auf eine Reise durch Klassik, Folk, Jazz, Pop und Rock. Wie David Garrett ist er ein Meister der Crossover-Performance.
Luis Gallo und Max Clouth verbindet die Liebe zur Gitarre: “Musik machen ist wie Kochen, es geht um gute Zutaten, gutes Timing und guten Geschmack.” sagt Max Clouth. “Und darum, manchmal frische Rezepte auszuprobieren!” ergänzt Luis Gallo.
Luis Gallo ist ein spanischer Gitarrist und Komponist, der die Grenze zwischen Flamenco und Jazz überschreitet. Er hat seine Musik in die ganze Welt getragen und mit Persönlichkeiten wie Ara Malikian, dem Covent Garden Soloist Orchestra, Hans Zimmer und kürzlich mit der Jazzgitarrenlegende John Stowell zusammengearbeitet. Max Clouth, der eindeutig in der Tradition von Virtuosen wie dem großen John McLaughlin steht, teilt dessen Faible für die indische Musik. Zudem spielt er eine besondere Gitarre mit einem doppelten Hals (Lotus-Gitarre getauft), auf der er sowohl den „klassischen“ Sound einer Gitarre produzieren kann, als auch Sitar- bzw. Oud-ähnliche Klänge produzieren kann. Jetzt also ein Duo dieser beiden Grenzgänger. “Die Gitarre lässt sich in jede Kultur übertragen. Für mich ist sie wie eine Brücke!” meint Luis. Max dazu: “Luis spricht Englisch mit spanischem, ich mit deutschem Akzent, aber am Ende sprechen wir beide Musik, wir sprechen Gitarre!”
Der in New York geborene, jetzt in Portland lebende Musiker John Stowell ist jedes Jahr auch in Europa unterwegs. 2022 fand ein durch den Veranstalter Eberhard Petri initiiertes Treffen mit dem Seeheimer Bassisten Norbert Dömling statt, welches gleich in ein Konzert mündete – ohne Probe, dafür auf sehr individuelle Art außergewöhnlich.
Einzige Absprache, außer der Auswahl der Stücke, war eine Bemerkung von Stowell, dass er nichts gegen Walking Bass Linien habe, es aber liebe, rhythmisch und harmonisch, mit offener Auffassung zu spielen, eher wie ein gemeinsames Gespräch und nicht so sehr fixiert in einer Verteilung der Rollen in Begleiter und Solist. Mit dieser Spielauffassung fand er in Norbert Dömling den idealen Begleiter. Das Ergebnis ist ein melodischer Jazz, fein nuanciert, mit federleichtem Rhythmus und harmonischen Überraschungen, in denen die verzweigten Melodien der Improvisationen von den ausgetretenen Pfaden dieses Genres weg führen.