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Clickin’ with Clax

William Claxton – Fotografien

“Clickin’ with Clax” ist eine Hommage an einen der bekanntesten Jazzfotografen Amerikas: William Claxton. Viele seiner Bilder haben Kultstatus erlangt und sind zum Inbegriff von Jazzfotografie geworden. Zudem verbindet William Claxton und das Jazzinstitut Darmstadt eine besondere Geschichte.

Mit dieser Ausstellung nimmt uns der amerikanische Starfotograf William Claxton mit auf eine imaginäre Reise zu den Originalschauplätzen und Protagonisten des Jazz in den USA. Zugleich katapultieren uns diese Fotografien aber auch in die historische Zeit Anfang der 1960er Jahre mit ihrer Begeisterung am authentischen Jazz, der kulturellen Entdeckung der “Neuen Welt”, aber auch den offenen Rassendiskriminierungen und ungebrochenen Deutungshoheiten.

Einige der Aufnahmen auf dieser “Journey to Jazz”, die William Claxton zusammen mit Joachim E. Berendt 1960- 1961 unternahm, fanden Verwendung in dem 1961 erschienen Buchklassiker “Jazz Life – Auf den Spuren des Jazz”. Aber darüber hinaus zeigt diese Schau zahlreiche “unseen pictures”, die heute umso mehr faszinieren.

William Claxton, Jazz-, Mode-, Werbe und Celebraty-Fotograf aus Kalifornien hat mit seiner Art Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker abzubilden, einen neuen Typus dieser Genrefotografie entwickelt. Der vorherrschende Mode verschwitzter Gesichter im rauchgeschwängertem Halbdunkel der Bühne, setzte Claxton den “Westcoast” Flair entgegen mit der Sonne Kaliforniens und ungewöhnlichen Kulissen und Orten.
Wie Ikonen haben sich Claxtons Schwarz-Weiß-Bilder in das visuelle Gedächtnis ganzer Generationen eingegraben. Und genau darum geht es in dieser Ausstellung!

Ausstellung in der Galerie des Jazzinstituts Darmstadt, Bessunger Straße 88d, 64285 Darmstadt noch bis 31.7.2021
Anmeldung: jazz@jazzinstitut.de oder unter 06151 963700
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 10- 17 Uhr, Fr 10-14 Uhr

Neu: MySmartGuide Führung – powered by R.A.u.M. 103

Zum ersten Mal wird eine Ausstellung im Jazzinstitut mit einem Audioguide begleitet. In entspannter Atmosphäre kann man so mit dem eigenen Smartphone sich die passende Musik und viele zusätzliche Hintergrundinformationen zu den einzelnen Fotografien abspielen lassen.

Jazzgeschichten in Rot und Blau

Niklaus Troxler / Grafische Kunst

Willisau ist ein kleines Schweizer Städtchen im Zentrum von Europa. Hier trifft sich seit Mitte der 1960er Jahre die wegweisende Internationale Jazz Avantgarde.

Der Schweizer Grafiker Niklaus Troxler ist der Name hinter den Konzerten und dem  legendären Willisau Jazz Festival. Über die Programmgestaltung hinaus hat er insbesondere mit seinen weltbekannten Plakatentwürfen dem Jazz in Willisau sein einzigartiges  künstlerisches Gesicht gegeben. Es ist ein weltumspannendes /kulturübergreifendes  geprägtes Gesamtkunstwerk aus Musik, Kunst und Performing, das Niklaus Troxler seit Mitte der 1960er Jahre in Willisau entwickelt hat.

Die Ausstellung “Jazzgeschichten in Rot und Blau” nähert sich anhand von grafischen Werken dem ästhetischen Verständnis von Niklaus Troxlers, der den Jazz als Anregung für innovative grafische Ansätze nutzt. Für diese Ausstellung hat er dem Jazzinstitut  viele noch wenig gezeigte Plakate auch in kleinerem Format zur Verfügung gestellt.

Niklaus Troxlers Plakate stehen für Gebrauchskunst mit Kultcharakter. Er übersetzt den Jazz und die Begegnungen mit den Musiker:innen  in seine eigene Bildwelt, die durch Farben, Formen und Typografie geprägt ist. In unzähligen Variationen seiner sehr variantenreichen Bildsprache versucht er das für ihn Typische in der Musik einzufangen. So werden Instrumente zu Symbolen, Buchstaben zu Umrissen, Formen und Farben zu Bewegungsmustern. Denn alles was Niklaus Troxler am Jazz spannend findet, fasziniert ihn auch am Bild: die Mischung aus Komposition und Offenheit und damit auch die Improvisation und der Zufall.

Gerade sein enger persönlicher Kontakt zu den Musiker:innen und der Musik inspirieren ihn immer wieder zu den unterschiedlichsten Stilistiken.  Es gibt nicht den typischen “Troxler-Stil”. Genau das macht seine Kunst zeitlos und besonders.

Und so bilden in seinem Œuvre auch das kleine Heimatdorf “Willisau” ganz natürlich mit der New Yorker Free Music Szene eine künstlerische Einheit.


Ausstellung

30. September bis 2. Oktober 2021 während des Symposiums im Konferenzraum.

4. Oktober bis 31. Dezember 2021 in der Galerie des Jazzinstituts Darmstadt
geöffnet Mo, Di, Do 10 -17 Uhr, Fr 10 -14 Uhr


Konferenz:
Von Donnerstag, 30. September, bis Samstag, 2. Oktober 2021, diskutieren wir über “Roots | Heimat: Wie offen ist der Jazz?” (mehr…)


Konzert:
Am Freitagabend, 1. Oktober 2021, wird Luise Volkmann mit LEONE sauvage im Saal der Bessunger Knabenschule zu hören sein. (mehr…)


Weitere Fragen bitte an jazz@jazzinstitut.de


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