Schlagwort-Archive: Berlin

Christian Marien Quartett

Musik hat die Kraft, im Kleinen zu finden, wonach wir auch im Großen suchen: frei zu sein, den Moment so zu nehmen wie er ist und zu wissen, nur gemeinsam kommen wir an diesen ersehnten anderen Ort. Frei nach Ornette Coleman: Beauty is a rare thing.

Im neu gegründeten Christian Marien Quartett stehen mit Tobias Delius, Jasper Stadhouders und Antonio Borghini beseelte Meister ihres Faches auf der Bühne, die genau in diesem Geiste spielen. Es ist das erste Ensemble, das der Berliner Schlagzeuger unter eigenem Namen an den Start bringt. Es wird natürlich improvisiert, und auch Christian Mariens Kompositionen sind vor allem dazu da, immer wieder neu erfunden zu werden.

Tobias Delius | Tenorsaxophon, Klarinette
Jasper Stadhouders | Gitarre
Antonio Borghini | Kontrabass
Christian Marien | Schlagzeug

Die Hochstapler

Seit 2011 hat das französisch-italienisch-deutsche Quartett “Die Hochstapler” seinen ganz eigenen Stil entwickelt, der auf kollektiver Improvisation, radikalem Individualismus und verbaler Kommunikation basiert. Die Musik wird gemeinsam in ausführlichen Proben entwickelt, das Repertoire wächst und erneuert sich ständig. Poesie, musikalischer Wortschatz und Spielstrukturen dienen als gemeinsames Reservoir, aus dem die vier Musiker in jedem Konzert auf neue und unvorhersehbare Weise schöpfen.
Pierre Borel | Altsaxofon
Louis Laurin | Trompete
Antonio Borghini | Kontrabass
Hannes Lingends | Schlagzeug

Schapitzki

Die vier improvisationserprobten Kreaturen haben sich im Laufe der Zeit gefunden, um „Schapitzki“ zu werden. Das Wesen des „Schapitzki“ war lange Zeit, vor allem bei unseren Nachbarn, ein wenig reflektiertes Thema. Erst in jüngerer Zeit mit dem Aufblühen der Wissenschaften und der Aufklärung traute man sich über ihn zu reden. Wahnschaffe–Schmolling–Baumgärtner–Pichler sind gewissermaßen die vier Extremitäten des „Schapitzki“. Mit ihnen handelt und denkt er, trägt seine absurden Gedanken zusammen, die er uns mit umständlich ungehobelter Höflichkeit vor die Füße wirft. Nun kommt „Schapitzki“ nach Nischny Nowgorod, einer kleinen Stadt in Russland, er ist natürlich skeptisch und verunsichert, kennt er doch sein Lebtag nur Berlin, immer nur Berlin…Seine Reaktion? Man weiß nie…
Felix Wahnschaffe | Altsaxofon
Marc Schmolling | Piano
Matthias Pichler | Kontrabass
Moritz Baumgärtner | Schlagzeug

The Killing Popes | Ego Kill$

Beim zweiten Album der Band „Killing Popes“ von Schlagzeuger Oli Steidle handelt es sich um eine bemerkenswerte und doch logische Weiterentwicklung ihres Debuts namens „Ego Pills“ (2019). Grundlage hierfür sind die ausgefeilten, eigenwilligen und stimmungsgeladenen Kompositionen von Oliver Steidle und Dan Nicholls, die für dieses Album ihren kreativen Input als Komponisten-Duo gebündelt haben. Die Killing Popes sind „more killing than ever“. Sie haben mit Dan Nicholls als visionärem Produzenten ein ultramodernes musikalisches Manifest geschaffen.

Das deutsch-britische Quintett bewegt sich in kongenialer Weise durch die Tracks ihres futuristischen Sounds. Der Formation gelingt die Einbindung verschiedener Elemente aus der elektronischen Musik und deren gezielte improvisatorische Weiterentwicklung. Die verwendeten rhythmischen Strukturen sind oft multidimensional – niemals aber Rettung in die Komplexität als reiner Selbstzweck, sondern vielmehr Resultat einer kreativen  Verarbeitung bisher bekannter rhythmischer Strukturen und damit zur Verdichtung eines Groovefaktors im Kontext der jeweiligen musikalisch-künstlerischen Aussage.

Oli Steidle | Schlagzeug
Dan Nicholls | Piano
Frank Möbus | Gitarre
Philipp Gropper | Tenorsaxophon
Phil Donkin | Kontrabass