Schlagwort-Archive: Darmstadt

Live!Jazz: Arne Jansen Trio

Für die Süddeutsche Zeitung ist er einer der vielseitigsten Gitarristen Deutschlands. Und in der Tat findet sich sein Name sowohl in den Ensembles von Nils Wülker oder Sebastian Studnitzky wie in den Bands von Katja Riemann oder Matthias Schweighöfer bei deren gelegentlichen Ausflügen ins musikalische Metier. Das Trio des vielfach ausgezeichneten Musikers mit Schlagzeuger Eric Schaefer und dem Leipziger Bassisten Robert Lucaciu ist dagegen hochenergetischer Powerjazz, allerhöchster Qualität.

Arne Jansen | Gitarre
Robert Lucaciu | Kontrabass
Eric Schaefer | Schlagzeug

Live!Jazz: Soulcrane feat. Matthew Halpin

Mit Soulcrane präsentiert Matthias Schwengler einen Klangkörper, der es glänzend versteht, Retro-Feeling und neue Ansätze unter einen Hut zu bringen. Bei ihrem zweiten Album »Another Step We Take« arbeiten die Musiker abermals gemeinsam kompositorisch an einem klanglichen Werk und bleiben mit dem warmen Charakter dieser Musik stets auf
einem kammermusikalischen Niveau. Geschafft wird eine Atmosphäre, die einer Unterhaltung unter Freunden gleicht. Als Gast ist Matthew Halpin zu hören. Er schafft es mit seinem enormen Klangspektrum, mal atmosphärisch dicht, mal gefühlvoll balladesk, dem Trio eine besondere Note hinzuzufügen. Soulcrane überzeugt mit einer fast familiären Persönlichkeit und verdeutlicht, wie eindringlich insbesondere die leisen Töne wirken können. Jedes Instrument ist gleichberechtigt und die vier Kölner Musiker verstehen es, den großen Spielraum stets musikalisch wertvoll zu füllen.

Matthias Schwengler | Trompete
Philipp Brämswig | Gitarre
Matthew Halpin | Tenorsaxophon
Reza Askari | Kontrabass

Jazzrausch Bigband

Bigband trifft Technoclub

Das Ensemble vereint den Kosmos zügelloser Kreativität mit den hohen Ansprüchen eines urbanen Nachtlebens. In München ist man besonders stolz auf den großen Erfolg der einstigen Lokalhelden: 2014 eben dort gegründet, revolutionierte die Truppe die deutsche Jazz- und Technoszene mit zuvor ungeahnten Crossover-Darbietungen, musikalischem Witz und jeder Menge Tanzbarkeit im Sound. Seither spielen sie jährlich über 120 Konzerte und waren im New Yorker Lincoln Center bereits ebenso zu Gast wie in der Berliner Philharmonie. Die Jazzrausch Bigband musiziert nicht, sie zaubert! Und lässt die Diversität eines Orchesters kurzerhand eins werden mit der sonst so strikten Klarheit eines Technosets. Das ist Kunst!

Live!Jazz: STAX-Quartett

STAX ist das Quartett um Schlagzeuger und Komponist Max Stadtfeld. Seit 2013 lebt er in Leipzig, zunächst als Studierender unter Heinrich Köbberling, Michael Wollny und  Johannes Lauer und seit einigen Jahren als freischaffender Musiker. 2019 erschien das  Debüt Album von STAX auf ACT Music. Ebenfalls 2019 hatte Max Stadtfeld die Möglichkeit in Michael Wollny’s »Bau.Haus.Klang« das Bauhaus-Festival in Berlin zu eröffnen. 2018 und 2019 konnte er mit dem »Philipp Rumsch Ensemble« und Heuken/Stadtfeld/Heigenhuber den Leipziger Jazzpreis gewinnen. Stadtfeld hat in seinem Quartett eine stattliche Riege junger Musker aus Berlin und der Kölner Szene um sich versammelt.

Max Stadtfeld | Schlagzeug
Matthew Halpin | Tenorsaxofon
Bertram Burkert | Gitarre
Reza Askari | Kontrabass

Rymden

Lustvollexperimentierfreudig zwischen Rock und Jazz

Das Debütalbum des schwedisch-norwegischen Trios fand 2019 bei Presse wie Publikum großen Anklang und erreichte auf Anhieb die Top 60 der deutschen Pop-Charts. Markierte „Reflections & Odysseys“ eine erste Expedition in die Erdumlaufbahn, katapultiert das neue Album die drei Jazz-Veteranen noch weiter. „Space Sailors“ ist nun Rymdens Trip zum Mars. Das zweite Album setzt dabei den genresprengenden Weg fort: Wesseltoft, Öström und Berglund zeigen sich lustvoll-experimentierfreudig zwischen Rock und Jazz. „Wir klingen jetzt mehr wie eine Band“, sagt Bugge Wesseltoft über das Trio, dessen Namen auf deutsch „Raum“ bedeutet, aber auch „Weltall“. Dem Debüt hörte man eine unbeschwerte Frische an, wurde es doch nach bloß drei gemeinsamen Konzerten und zwei Proben aufgenommen. 70 Konzerte später zeigt „Space Sailors“ eine eingespielte Gruppe, deren Zusammenhalt ganz neue subtile Details und große Klang-Gesten in der Musik ermöglicht.

Bugge Wesseltoft | Piano, Keys
Dan Berglund | Bass
Magnus Öström | Schlagzeug

Live!Jazz: Phillip Dornbusch Quintett »Projektor«

Der Berliner Tenorist Phillip Dornbusch – in dieser Band übrigens nicht zu verwechseln mit seinem (fast) gleichnamigen Schlagzeuger – studierte Musik an der Musikhochschule Hannover und am Jazzinstitut Berlin. Nach einem Auslandsaufenthalt in  Den Haag und dem Studium bei John Ruocco am Royal Conservatory war Phillip von 2018 bis 2020 Mitglied des Bundesjazzorchesters unter der Leitung von Jiggs Wigham und Niels Klein.

Wenn Dornbusch spielt, dann tut er dies nicht unbedingt nach Schema F. Seine Maximen lauten: experimentieren, ausprobieren, tunlichst Wiederholungen vermeiden. „Da bin ich viel zu untheoretisch. Ich schreibe lieber aus Stimmungen heraus.“ Weniger Noten. Einfach  vom Gefühl und der Tagesform treiben lassen. So kommt es vor, dass ein und dasselbe  Stück regelmäßig anders klingt, in Tonart, Rhythmus und harmonischen Variationen. Dafür braucht es offene, flexible Gleichgesinnte, die noch dazu ihr Instrument exzellent beherrschen. Deshalb dauerte es wesentlich länger als bloß einige Telefonate, um  “Projektor“ zusammenzustellen, jenes junge Forscher-Quintett mit der Pianistin Johanna Summer, dem Gitarristen Johannes Mann, dem Bassisten Roger Kintopf und dem Drummer Philip Dornbusch (der kurioserweise nicht verwandt mit dem Mann am Tenorsaxophon ist; der winzige Unterschied liegt beim L im Vornamen), das nun mit „Reflex“ (Double Moon/inakustik) ein Werk veröffentlicht, das auch für die erfolgserprobte “Jazzthing: Next Generation”-Reihe  ein neues Kapitel aufschlägt.

Phillip Dornbusch | Tenorsaxophon
Johanna Summer | Piano
Johannes Mann | Gitarre
Philip Dornbusch | Schlagzeug
Roger Kintorf | Kontrabass  

Omer Klein Trio

Einnehmend-packendes Wechselspiel

Omer Klein, der „zu einer kleinen Schar von Meisterpianisten gehört“ (Süddeutsche Zeitung), lädt auf seinem neuen, bislang persönlichsten Album zu einer feinsinnigen Beobachtung des Istzustands der Welt ein. Die zehn Stücke spiegeln Kleins Realität als Mensch, Pianist, Komponist, Bandleader, Vater und Künstler zwischen den Kulturen. Seine Emotionen und Erfahrungen der Momente, in denen weite Teile der Erde stillzustehen schienen, in denen viele Menschen erkrankten und schreckliche Bilder die Zeit zeichneten, verlangten nach Bündelung und Ausdruck. Den Blick abwechselnd nach innen und außen gerichtet, entstand sukzessive ein Erzählstrang von außergewöhnlicher Dynamik und Tiefe, in dem er das Kleine im Großen betrachtet. Um dem beständigen Mäandern zwischen Alleinsein und dem Wunsch nach Miteinander Ausdruckskraft zu verleihen, entschied sich der Musiker für eine spezielle Zusammensetzung der Stücke von „Personal Belongings“.

Omer Klein | Piano
Haggai Cohen-Milo | Bass
Amir Bresler | Schlagzeug

Live!Jazz: Thomas Bachmann Group

Der Tenor- , Alt- und Sopransaxophonist Thomas Bachmann leitet seine eigene Jazzformation »Thomas Bachmann Group« mit dem Bassisten Ralf Cetto und Schlagzeuger Uli Schiffelholz seit vielen Jahren (aktuelle CD »Hier und jetzt«, Unitrecords / Basel). Bachmann ist Mitglied der Frankfurt Jazz Big Band, dem Bob Degen Quartett und spielt in vielen weiteren Formationen. Als Dozent für Saxophon, Improvisation und Ensemble arbeitet Bachmann seit über 20 Jahren in der Jazz- und Popularmusikabteilung der Hochschule für Musik in Mainz. Für die Firma »Keilwerth-Saxophone« (Buffet-Crampon, Paris) arbeitet Bachmann als »Endorser« und gibt regelmäßig Workshops. Cetto begleitete unzählige Jazzgrößen am Bass (Sheila Jordan, Joan Faulkner, Ivan Lins, Adam Nussbaum, Will Calhoun, Wilson de Oliveira, Michael Sagmeister, Tony Lakatos, Emil Mangelsdorff, Joe Gallardo, Christoph Sänger). Der Schlagzeuger Uli Schiffelholz studierte Jazzschlagzeug an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Im Anschluss daran absolvierte er das Aufbaustudium zum Konzertexamen an der Musikhochschule Köln. Er spielte unter anderem mit Wilson de Oliveira, Tom Schlüter, Heinz Sauer, Peter Reiter, Christoph Sänger, Valentin Garvie, Jean-Yves Jung oder Bob Degen.

Thomas Bachmann | Saxophon
Ralf Cetto | Kontrabass
Uli Schiffelholz | Schlagzeug

Live!Jazz: Thomas Langer Trio

Thomas Langer stammt aus Rodgau bei Frankfurt und ist seit 1992 professioneller Gitarrist, Komponist und Dozent für Gitarre und Ensemblespiel. Bis heute inspiriert ihn die Verbindung von Songs, Grooves und guten Melodien, ergänzt durch Improvisation, Interaktion und dem energetischen Austausch mit Musikern. Auf der aktuellen Produktion “20/21” kombiniert er eingängige Melodien mit Ohrwurm-Charakter, mitreißende Grooves im Motown-Style, Stimmungen und Erzählungen von Reisen und die Energie des Rock ‘n’ Roll. Thomas Langer wurde mit Kulturpreisen in Deutschland und den USA ausgezeichnet, u. a. durch das Guitar Institute of Technology, Los Angeles sowie durch seine Heimatstadt Rodgau (Kulturpreisträger, 2014). In Deutschland und im europäischen Ausland bekannt wurde er durch die Zusammenarbeit mit Barbara Dennerlein und ihrer Band “Bebab” sowie inspirierenden Bandprojekten wie dem Orgeltrio FLUX oder dem Jazzrocktrio LANGER, SCHMID, MESSINA mit dem Bassisten Wolfgang Schmid (Passport).

Thomas Langer | Gitarre
Ralf Cetto | Bass
Jean-Marc Robin | Schlagzeug

4onJazz

Hinweis: Bei dieser Veranstaltung gilt coronabedingt das 2G-Optionsmodell, d.h. nur nachweislich geimpfte und genesene Personen erhalten Einlass. Nach Hessischer Verordnung sind die Veranstalter zudem aufgefordert die Personalausweise zu kontrollieren. Es gilt Maskenpflicht am Platz.

4onJazz ist ein junges Jazz-Quartett aus Darmstadt mit nicht mehr ganz so jungen Musikern. Spielspaß, Musikalität und Spontanität stehen im Vordergrund und sollen die interpretatorische Vielseitigkeit des Jazz neu vermitteln. Basierend auf diversen Jazz-Klassikern werden neue Linien gezeichnet und Spielräume ausgelotet. Um die Saxophonistin Anke Schimpf gesellen sich Bülent Artes als Schlagzeug-Urgestein, Udo Brenner als Meister des Kontra-Bass und Christoph Kühnel als erfahrener Mann an den Tasten.

Anke Schimpf | Saxofon
Anke Schimpf ist seit vielen Jahren in der Darmstädter Musikszene in unterschiedlichsten Formationen aktiv. Als “Sister City Delegate” war sie stellvertretend für Darmstadt in San Antonio Texas und in Graz für dortige Konzerte eingeladen. Viele Jahre war sie mir der “Black & White Coop” und “Phunk m.o.b.” auf Konzerttour. Seit einigen Jahren leitet sie “Outline”, die Band des Jazz Fördervereins.

Bülent Ates | Schlagzeug
Bülent Ates erlebte Anfang der 70er Jahre Albert Mangelsdorff bei einem Auftritt in Istanbul und beschloss daraufhin nach Deutschland zu kommen. Seitdem ist Bülent eine feste Größe der Frankfurter Szene. Er hat unter anderem mit Heinz Sauer, Christof Lauer, Bob Degen, Harry Petersen und Alfred Harth zusammengearbeitet.

Udo Brenner | Bass
Fester Bestandteil der Darmstädter Musikszene. Langjährige Konzerttätigkeit in unterschiedlichsten musikalischen Formationen. Unter anderem Bassist der Darmstädter Bigband, bei Stephanie Wagners „Quinsch“, Theater und CD Produktionen. Seine Erfahrung und Musikalität machen ihn zu einem Juwel in jeder Formation.

Christoph Kühnel | Klavier
Christoph Kühnel spielt seit seinem 8. Lebensjahr Klavier. Verschiedene Formationen führten ihn durch diverse Stilrichtungen. Unter anderem spielte er bei Tommy in Offenbach, im Tigerpalast, im Varieté Pegasus, bei zwei „Tatorts“, mit Konrad Beikircher, in diversen Staatstheaterproduktionen und eigenen Bands. Seit vielen Jahren aktiv in der Darmstädter Musikszene insbesondere im Bereich Jazz.