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31. Darmstädter Jazz Conceptions – Sommerworkshop für Musiker:innen

Die Darmstädter Jazz Conceptions wurden 1992 von dem Darmstädter Bassisten Jürgen Wuchner (1948-2020) ins Leben gerufen und finden bis heute in nahezu unveränderter Form statt. Seinem Nachfolger als künstlerischem Leiter, dem Pianisten Uli Partheil, baut weiterhin auf die Einzigartigkeit des Formats als reinem Ensemble-Workshop mit einem hohen Maß an Eigenverantwortlichkeit der Teilnehmenden und auch der Dozent:innen. Es geht darum individuelle musikalische Konzepte, die in der Welt des zeitgenössischen Jazz in großer Vielfalt existieren, den Teilnehmer:innen näher zu bringen und ihnen einen Einblick in die Werkstatt des Musik-Schaffens zu geben.

Abendliche Sessions laden bei freiem Eintritt zu musikalischen Begegnungen an unterschiedlichen Darmstädter Veranstaltungsorten ein.

#1 Session: Montag, 25.7., 19.30 Uhr, HoffART-Theater
#2 Session: Mittwoch, 27.7., 19.30 Uhr, Schlossgarten (bei Regen in der Goldenen Krone)
#3 Session: Donnerstag, 28.7., 19.30 Uhr, Klause am Fürstenbahnhof 1 / Hbf (bei Regen im Jazzinstitut)

Dozent:innen 2022

Rabie Azar (arabische Violine und Viola) | Ensemble
Heidi Bayer (Trompete) | Ensemble
Christopher Dell (Vibraphon) | Ensemble
Angela Frontera (Perkussion und Schlagzeug) | Ensemble
Uli Partheil (Piano, künstlerischer Leiter) | Ensemble
Christian Ramond (Kontrabass) | Ensemble

HIER GEHT’S zu weiteren INFORMATIONEN für die Darmstädter Jazz Conceptions 2022 

“Ein tiefgreifender musikalischer Plan. Am Ende der Woche fühlt man ein Leuchten.” (Teilnehmer:in 2021)

Die Darmstädter Jazz Conceptions sind eine Gemeinschaftsveranstaltung des Kulturzentrums Bessunger Knabenschule und des städtischen Jazzinstituts Darmstadt.

Mit freundlicher Unterstützung der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

Jam Session mit Johnny’s Jazz Collection

Der Jazzclub Darmstadt e.V. veranstaltet monatlich eine Jam-Session im Achteckigen Haus in der Mauerstraße – unter dem Aspekt der Förderung talentierter Musiker, und um Künstlern einen Zugang zu Jazz und Improvisation zu ermöglichen. Beginn ist jeweils ab 20.00 Uhr und Ende ca. 22.30 Uhr. Johnny’s Jazz Collection startet als Quartett und gibt dann die Bühne frei für talentierte Musiker der Jazz-Genres Swing, Bebop, Funk, Latin und Blues. Sowohl Instrumentalisten als auch Sänger/innen haben die Gelegenheit musikalisch einzusteigen, zu improvisieren und sich in der gegebenen Gruppe einzufinden. Interessenten kommen einfach vorbei – Gäste und Zuhörer sind ebenfalls willkommen.

Marie Takahashi Trio feat. Don Malfon

Für spontane Musik haben der Gießener Bassist Georg Wolf und der Darmstädter Schlagzeuger Detlef Kraft bereits zum dritten Mal die in Berlin lebende und im japanischen Olympia-Ort Sapporo geborene Ausnahme-Bratschistin Marie Takahashi an den Woog eingeladen, deren künstlerische Neugier sie immer wieder zu Kooperationen in ganz unterschiedliche Genrebereiche treibt. Von Video-Art, Film, Animation, Theater , Breakdance, Butoh-Tanz, Literatur und Prosa bis hin zur Tätowierkunst ist Takahashi nichts fremd. In die HoffArt bringt sie auch gleich noch einen weiteren weltgereisten, improvisierenden Musiker mit – den katalanischen Bariton- und Altsaxofonisten Alfonso Muñoz, alias Don Malfon.

Marie Takahashi | Viola
Georg Wolf | Kontrabass
Detlef Kraft | Percussion
special guest: Don Malfon | Alt- und Baritonsaxofon

Jagdhof Openair 1: Tiefenrausch Klangkombinat

Sommer, Sonne, schattige Platanen, kühle Getränke und die einmalige Kulisse des Bessunger Jagdhofs mit dem Jazzinstitut Darmstadt im Hintergrund und dazu entspannt vorgetragene Musik – besser kann man ein Wochenende im  Juli eigentlich gar nicht ausklingen lassen. Die Jagdhof Openairs in den Ferienmonaten sind eine liebgewordene Tradition im Darmstädter Süden.

Förderverein Jazz und Resto Belleville laden gemeinsam ein, wenn Thore Benz und sein Tiefenrausch Klangkombinat zum Auftakt der Konzertreihe spielen. Die Musik – entstanden aus den Kompositionen von Thore Benz – ist urban, tanzbar, melodisch und voller Leidenschaft. Rhythmus und Sound verschmelzen zu einer pulsierenden organischen Einheit. Mit einer Symbiose unterschiedlicher Elemente aus Funk, Jazz, Pop und Worldmusic ist Tiefenrausch sowohl Jazz-als auch Danceclub kompatibel.

Thore Benz | Bass
Uta Wagner | Schlagzeug
Peter Back | Saxophon
Georg Göb | Klavier

 

 

Vagabondoj

Vagabondoj (Esperanto für Reisende) sind ein Weltmusik-Ensemble aus Deutschland, das Einflüsse aus verschiedenen musikalischen Sprachen zusammen führt und ihre Gemeinsamkeiten sucht. Sie verbinden traditionelle Melodien und Tänze aus verschiedenen Kulturen mit maßgeschneiderten Kompositionen aus eigener Feder. Klezmer-Klarinette, swingende Gitarre und die Klangfülle einer klassischen Tuba werden angetrieben durch Perkussion und Schlagzeug. Diese besondere Besetzung prägt den unverwechselbaren Klang von Vagabondoj.

In ihrem Programm “Traumtänzer” führt sie die Reise durch die jiddischen Shtetl des alten Europas, durch die wilden Schluchten und Landschaften des Balkans, über den Bosporus nach Kleinasien und über den Großen Teich in die neue Welt mit ihrem Jazz und Blues. So trifft ein Standard aus dem Klezmer-Repertoire auf seine türkischen Wurzeln. Ein treibender Gypsy-Swing verwandelt sich in eine radiotaugliche Hymne und eine ungarische Melodie wird mit dem Schiff auf Reisen geschickt.

Vagabondoj wurde 2013 gegründet und schon bald folgten die ersten Konzerte, Festivals und Rundfunkbeiträge. 2017 wurde das erste Album “unterwegs” veröffentlicht und das gleichnamige Programm auf unzähligen Bühnen präsentiert. 2020 folgte die Erweiterung zum Quartett. Das neue Album”Traumtänzer” erscheint 2022.

Bodo Scheer | Klarinette
Ralph Hanl | Gitarre
Matthias Schütz | Tuba
Matthias Lang | Schlagzeug

Promenadenkonzerte: Jazz Hats Duo

Das “Jazz Hats Duo” begeistert mit deutschen Texten amerikanischer Evergreens. Kleinstbands im Duoformat sind derzeit wieder groß in Mode. Der Saxofonist Bernhard Gehrke und Sänger Ronald Geist kennen sich schon länger aus diversen Projekten innerhalb der Darmstädter Jazzszene. Da wird schon einmal “Gestern liefs” aus “Autumn Leaves”, oder “The Girl from Ipanema” verwandelt sich in “Das Mädchen von der GEMA” und lässt die Zuhörer schmunzeln.

Die Dauer des Konzerts beträgt eine Stunde.

Witterungsbedingt oder durch andere Umstände notwendig werdende Änderungen bitten wir, den Tageszeitungen zu entnehmen.

Bokani Dyer Trio

Bokani Dyer, der mehrfach preisgekrönte südafrikanischer Pianist, Komponist und Produzent wurde 1986 in Gaborone, Botswana, geboren. Dort lebten während der Apartheid viele südafrikanischen Künstler im Exil, so auch sein Vater, der Musiker Steve Dyer. Bereits 1990 zog die Familie zurück nach Südafrika.

Dyers Musik wird besonders für ihre Kreativität und emotionale Tiefe geschätzt, mit „gefühlvollen Noten, spirituellen Klängen, anspruchsvollen Konzepten und einfach dargestellten Ideen“. Er schöpft aus einem Reichtum von Einflüssen wie seinem südafrikanischen kulturellen Erbe. So erschafft er ein Repertoire, das sich auf musikalischen Egalitarismus stützt – „eine Zelebrierung der Musik, die keine Grenzen kennt“.

Sein neues Album „Neo Native“ setzt sich mit der Suche nach der eigenen Identität auseinander. Im Trio mit der Bassistin Romy Brauteseth und dem Schlagzeuger Sphelelo Mazibuko bewegt er sich auf weites Terrain hinaus und lässt viele Einflüsse zu. Natürlich spielen auch die Klänge der Heimat in seine Kompositionen mit hinein – aber Bokani Dyers innige, spirituelle, beseelte Musik weist ihn als Weltbürger aus.

Bokani Dyer | Piano
Romy Brauteseth | Bass
Sphelelo Mazibuko | Schlagzeug

Promenadenkonzerte: La Source Bleue

La Source Bleue sucht die volkstümlichen Wurzeln des modernen Jazz in einer Traditionslinie, die von Musikern wie Ornette Coleman, Eric Dolphy, Don Cherry, begründet wurde und die Persönlichkeiten wie Louis Sclavis oder Steve Lacy weitergeschrieben haben. Offen für andere Kulturen, für die europäische Tradition, abseits von Jazz-Selbstverständlichkeiten und getragen von einem starken Gefühl für die Tradition des Swing. Drummer Bülent Ates kam vor vielen Jahren auf Einladung Albert Mangelsdorffs aus Istanbul und ist eine feste Größe der Frankfurter Szene. Er hat unter anderem mit Heinz Sauer, Bob Degen, Harry Petersen und Alfred Harth zusammengearbeitet. Thomas Honecker hält sich in allen Bereichen zeitgenössischen Gitarrenspiels auf. Zahlreiche Projekte unter anderem mit Posaunist Christof Thewes. Bassist Michael Distelmann tourte mit Barockorchestern durch Europa und Amerika, bevor er seine Liebe zum Jazz entdeckte. Er studierte bei Vitold Rek und ist eine verlässliche Größe in zahlreichen Bands im Rhein-Main-Gebiet.

Die Dauer des Konzerts beträgt eine Stunde.

Witterungsbedingt oder durch andere Umstände notwendig werdende Umdispositionen bitten wir, den Tageszeitungen zu entnehmen.

Balla Balla

Afro Beat – High Life – Music

Afrobeat, der Jazz zuzwinkert, eine Weltmusik jenseits von sprachlichen Barrieren und nationalen Grenzen, schweißtreibend und beglückend:

Die sechs Musiker von BallaBalla haben sich in Südfrankreich kennengelernt, stammen aber von der Elfenbeinküste und aus Deutschland.

Im Zentrum ihrer energiegeladenen Eigenkompositionen steht das Balafon, ein westafrikanisches Instrument, das dem Xylofon ähnelt; sein charakteristischer Klang resultiert jedoch aus Kalebassen, die als Resonanzkörper dienen. Das Balafon ist das traditionelle Begleitinstrument der Griot-Dichter, hat aber auch in der modernen afrikanischen Musik Verwendung gefunden – und genau hier hohlen BallaBalla seinen vollen und perlenden Klang ab, um mit ihm auf ebenso rasante wie gewitzte Weise zu spielen.

BallaBalla präsentiert dies in einer unkonventionellen Besetzung: sie stellen dem Balafon eine zweiköpfige Bläsersection gegenüber, deren Sound von Bass und Schlagzeug getragen wird. Gekrönt wird dieses Feuerwerk mit virtuosen Percussion Sounds, die für das lateinamerikanische Flair sorgen.

Zu den Besonderheiten der Gruppe gehört dabei, dass dieses Spiel zugleich die einzige Sprache ist, in der alle Mitglieder kommunizieren können, denn die sechs Musiker sprechen Französisch, Deutsch und Spanisch, aber keiner von ihnen spricht alle drei Sprachen; die gemeinsame Musik überwindet die babylonische Verwirrung.

Brahima Diabate gilt als einer der besten Balafonisten weltweit. In seiner ivorischen Familie wird die Spiel- und Bauweise des außergewöhnlichen Instruments seit Generationen weitergegeben. Seinem unermüdlich virtuosen Spielfluss sind keine Grenzen gesetzt. Mit seinen Kompositionen legt er den Grundstein für die treibenden Melodien und Harmonien der Band.

Brahima Diabaté | Balafon
Janis Hug | Trompete
Florian Garrelt Sieben | Posaune
Constantin E. Herzog | Bass
Schlechtriemen | Drums
Jonas Herpichböhm | Perkussion