Schlagwort-Archive: Gedenkkonzert

Bokani Dyer Trio

Bokani Dyer, der mehrfach preisgekrönte südafrikanischer Pianist, Komponist und Produzent wurde 1986 in Gaborone, Botswana, geboren. Dort lebten während der Apartheid viele südafrikanischen Künstler im Exil, so auch sein Vater, der Musiker Steve Dyer. Bereits 1990 zog die Familie zurück nach Südafrika.

Dyers Musik wird besonders für ihre Kreativität und emotionale Tiefe geschätzt, mit „gefühlvollen Noten, spirituellen Klängen, anspruchsvollen Konzepten und einfach dargestellten Ideen“. Er schöpft aus einem Reichtum von Einflüssen wie seinem südafrikanischen kulturellen Erbe. So erschafft er ein Repertoire, das sich auf musikalischen Egalitarismus stützt – „eine Zelebrierung der Musik, die keine Grenzen kennt“.

Sein neues Album „Neo Native“ setzt sich mit der Suche nach der eigenen Identität auseinander. Im Trio mit der Bassistin Romy Brauteseth und dem Schlagzeuger Sphelelo Mazibuko bewegt er sich auf weites Terrain hinaus und lässt viele Einflüsse zu. Natürlich spielen auch die Klänge der Heimat in seine Kompositionen mit hinein – aber Bokani Dyers innige, spirituelle, beseelte Musik weist ihn als Weltbürger aus.

Bokani Dyer | Piano
Romy Brauteseth | Bass
Sphelelo Mazibuko | Schlagzeug

Remembering Jürgen Wuchner

Am 1. Mai 2020 verstarb der unvergessene Darmstädter Bassist und Komponist Jürgen Wuchner im Alter von 72 Jahren. Er war Mittelpunkt der Darmstädter Jazzszene, Initiator zahlloser Band- und Musikprojekte, Preisträger, Gründer von Workshops und der Jazz- und Popschool, Lehrer, Vermittler, Netzwerker, Weltbürger und Menschenfreund. Wuchner war zeitlebens durch sein künstlerisches und musikpädagogisches Wirken Inspirationsquelle und Mentor vieler junger Musiker:innen aus Darmstadt. Zugleich war er eine Institution am Kontrabass im deutschen Jazz. Er spielte mit unzähligen legendären Jazzmusikern seiner Zeit, etwa Hans Koller, Heinz Sauer, Herbert Joos, Günter Klatt, dem Vienna Art Ensemble und zahlreichen anderen Künstlern.
 
Zwei Jahre nach seinem Tod verneigen und verabschieden sich unzählige musikalische Weggefährten bei einem großen Gedenkkonzert von einem guten Freund. “Remebering Jügen Wuchner” findet am Pfingstmontag, 6. Juni, in Halle und im Hof der Bessunger Knabenschule unter freiem Himmel statt, wo Wuchner 29 Jahre lang im Sommer einen der erfolgreichsten Workshops Deutschlands, die Darmstädter Jazz Conceptions, leitete.

Mit dabei: Bülent Ates [drums] | Manfred Becker [accordeon] | Udo Brenner [bass] | Thomas Cremer [drums] | Bob Degen [piano] | Norbert Dömling [bass] | Jörg Fischer [drums] | Ole Heiland [tuba] | Jürgen Hippler [perc] | Ulli Jünemann [altosax] | Wollie Kaiser [saxes/flute] | Rainer Lind [guitar] | Rudi Mahall [bassclarinet]| Uli Partheil [piano] | Wolfgang Puschnig [sax/flute] | Wolfgang Reisinger [drums] | Bertram Ritter [drums] | Daniel Schmitz [trumpet] | Matthias Schubert [tenorsax] | Norbert Stein [tenorsax] | Christof Thewes [trombone] | Felix Wahnschaffe [altosax] und viele weiter Musikerinnen und Musiker aus dem Umfeld des von Wuchner mitgegründeten Verein zur Förderung des zeitgenössischen Jazz in Darmstadt e.V.

R.I.P. Jürgen Wuchner

Eine Session für Papa Jürgen

Am 11. Mai 2007, also vor fast 15 Jahren, erblickte „Papa Legba’s Blues Lounge“ das Licht der Welt. Unter dem noch reichlich uninspirierten Namen „The Acoustic Blues Trio“ traten Jürgen Queissner – Gitarre und Gesang, Reiner Lenz – Bluesharp und Thomas Heldmann –  Bass zum ersten mal im Darmstädter Schlosskeller auf. Nach dem Konzert haben die Musiker noch weit in die Nacht hinein gefeiert, denn am 12. Mai hatte der Sänger und Gitarrist der Band Jürgen Queissner Geburtstag.

Seit dem hat die Band weit mehr als 500 öffentliche Auftritte absolviert, in Kneipen, Bars und Clubs, bei Festen und auf Festivals.

Im Jahr 2022 wäre Jürgen Queissner 66. Jahre alt geworden. Aber diesen Geburtstag wird er nicht mehr erleben. Am 7. Januar verstarb er völlig unerwartet.

Dennoch wollen seine Kolleginnen und Kollegen anlässlich seines Geburtstags am Donnerstag, den 12. Mai, ab 18 Uhr ihm zu Ehren ein Fest mit einer großen Jam-Session feiern. Namhafte Vertreter der regionalen und überregionalen Blues-Szene haben ihre Mitwirkung zugesagt – man darf gespannt sein.