Schlagwort-Archive: Jazzkalender

Jazzrausch Bigband

Bigband trifft Technoclub

Das Ensemble vereint den Kosmos zügelloser Kreativität mit den hohen Ansprüchen eines urbanen Nachtlebens. In München ist man besonders stolz auf den großen Erfolg der einstigen Lokalhelden: 2014 eben dort gegründet, revolutionierte die Truppe die deutsche Jazz- und Technoszene mit zuvor ungeahnten Crossover-Darbietungen, musikalischem Witz und jeder Menge Tanzbarkeit im Sound. Seither spielen sie jährlich über 120 Konzerte und waren im New Yorker Lincoln Center bereits ebenso zu Gast wie in der Berliner Philharmonie. Die Jazzrausch Bigband musiziert nicht, sie zaubert! Und lässt die Diversität eines Orchesters kurzerhand eins werden mit der sonst so strikten Klarheit eines Technosets. Das ist Kunst!

Rymden

Lustvollexperimentierfreudig zwischen Rock und Jazz

Das Debütalbum des schwedisch-norwegischen Trios fand 2019 bei Presse wie Publikum großen Anklang und erreichte auf Anhieb die Top 60 der deutschen Pop-Charts. Markierte „Reflections & Odysseys“ eine erste Expedition in die Erdumlaufbahn, katapultiert das neue Album die drei Jazz-Veteranen noch weiter. „Space Sailors“ ist nun Rymdens Trip zum Mars. Das zweite Album setzt dabei den genresprengenden Weg fort: Wesseltoft, Öström und Berglund zeigen sich lustvoll-experimentierfreudig zwischen Rock und Jazz. „Wir klingen jetzt mehr wie eine Band“, sagt Bugge Wesseltoft über das Trio, dessen Namen auf deutsch „Raum“ bedeutet, aber auch „Weltall“. Dem Debüt hörte man eine unbeschwerte Frische an, wurde es doch nach bloß drei gemeinsamen Konzerten und zwei Proben aufgenommen. 70 Konzerte später zeigt „Space Sailors“ eine eingespielte Gruppe, deren Zusammenhalt ganz neue subtile Details und große Klang-Gesten in der Musik ermöglicht.

Bugge Wesseltoft | Piano, Keys
Dan Berglund | Bass
Magnus Öström | Schlagzeug

Live!Jazz: Phillip Dornbusch Quintett »Projektor«

Der Berliner Tenorist Phillip Dornbusch – in dieser Band übrigens nicht zu verwechseln mit seinem (fast) gleichnamigen Schlagzeuger – studierte Musik an der Musikhochschule Hannover und am Jazzinstitut Berlin. Nach einem Auslandsaufenthalt in  Den Haag und dem Studium bei John Ruocco am Royal Conservatory war Phillip von 2018 bis 2020 Mitglied des Bundesjazzorchesters unter der Leitung von Jiggs Wigham und Niels Klein.

Wenn Dornbusch spielt, dann tut er dies nicht unbedingt nach Schema F. Seine Maximen lauten: experimentieren, ausprobieren, tunlichst Wiederholungen vermeiden. „Da bin ich viel zu untheoretisch. Ich schreibe lieber aus Stimmungen heraus.“ Weniger Noten. Einfach  vom Gefühl und der Tagesform treiben lassen. So kommt es vor, dass ein und dasselbe  Stück regelmäßig anders klingt, in Tonart, Rhythmus und harmonischen Variationen. Dafür braucht es offene, flexible Gleichgesinnte, die noch dazu ihr Instrument exzellent beherrschen. Deshalb dauerte es wesentlich länger als bloß einige Telefonate, um  “Projektor“ zusammenzustellen, jenes junge Forscher-Quintett mit der Pianistin Johanna Summer, dem Gitarristen Johannes Mann, dem Bassisten Roger Kintopf und dem Drummer Philip Dornbusch (der kurioserweise nicht verwandt mit dem Mann am Tenorsaxophon ist; der winzige Unterschied liegt beim L im Vornamen), das nun mit „Reflex“ (Double Moon/inakustik) ein Werk veröffentlicht, das auch für die erfolgserprobte “Jazzthing: Next Generation”-Reihe  ein neues Kapitel aufschlägt.

Phillip Dornbusch | Tenorsaxophon
Johanna Summer | Piano
Johannes Mann | Gitarre
Philip Dornbusch | Schlagzeug
Roger Kintorf | Kontrabass  

Omer Klein Trio

Einnehmend-packendes Wechselspiel

Omer Klein, der „zu einer kleinen Schar von Meisterpianisten gehört“ (Süddeutsche Zeitung), lädt auf seinem neuen, bislang persönlichsten Album zu einer feinsinnigen Beobachtung des Istzustands der Welt ein. Die zehn Stücke spiegeln Kleins Realität als Mensch, Pianist, Komponist, Bandleader, Vater und Künstler zwischen den Kulturen. Seine Emotionen und Erfahrungen der Momente, in denen weite Teile der Erde stillzustehen schienen, in denen viele Menschen erkrankten und schreckliche Bilder die Zeit zeichneten, verlangten nach Bündelung und Ausdruck. Den Blick abwechselnd nach innen und außen gerichtet, entstand sukzessive ein Erzählstrang von außergewöhnlicher Dynamik und Tiefe, in dem er das Kleine im Großen betrachtet. Um dem beständigen Mäandern zwischen Alleinsein und dem Wunsch nach Miteinander Ausdruckskraft zu verleihen, entschied sich der Musiker für eine spezielle Zusammensetzung der Stücke von „Personal Belongings“.

Omer Klein | Piano
Haggai Cohen-Milo | Bass
Amir Bresler | Schlagzeug

Live!Jazz: Thomas Bachmann Group

Der Tenor- , Alt- und Sopransaxophonist Thomas Bachmann leitet seine eigene Jazzformation »Thomas Bachmann Group« mit dem Bassisten Ralf Cetto und Schlagzeuger Uli Schiffelholz seit vielen Jahren (aktuelle CD »Hier und jetzt«, Unitrecords / Basel). Bachmann ist Mitglied der Frankfurt Jazz Big Band, dem Bob Degen Quartett und spielt in vielen weiteren Formationen. Als Dozent für Saxophon, Improvisation und Ensemble arbeitet Bachmann seit über 20 Jahren in der Jazz- und Popularmusikabteilung der Hochschule für Musik in Mainz. Für die Firma »Keilwerth-Saxophone« (Buffet-Crampon, Paris) arbeitet Bachmann als »Endorser« und gibt regelmäßig Workshops. Cetto begleitete unzählige Jazzgrößen am Bass (Sheila Jordan, Joan Faulkner, Ivan Lins, Adam Nussbaum, Will Calhoun, Wilson de Oliveira, Michael Sagmeister, Tony Lakatos, Emil Mangelsdorff, Joe Gallardo, Christoph Sänger). Der Schlagzeuger Uli Schiffelholz studierte Jazzschlagzeug an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Im Anschluss daran absolvierte er das Aufbaustudium zum Konzertexamen an der Musikhochschule Köln. Er spielte unter anderem mit Wilson de Oliveira, Tom Schlüter, Heinz Sauer, Peter Reiter, Christoph Sänger, Valentin Garvie, Jean-Yves Jung oder Bob Degen.

Thomas Bachmann | Saxophon
Ralf Cetto | Kontrabass
Uli Schiffelholz | Schlagzeug

Live!Jazz: Thomas Langer Trio

Thomas Langer stammt aus Rodgau bei Frankfurt und ist seit 1992 professioneller Gitarrist, Komponist und Dozent für Gitarre und Ensemblespiel. Bis heute inspiriert ihn die Verbindung von Songs, Grooves und guten Melodien, ergänzt durch Improvisation, Interaktion und dem energetischen Austausch mit Musikern. Auf der aktuellen Produktion “20/21” kombiniert er eingängige Melodien mit Ohrwurm-Charakter, mitreißende Grooves im Motown-Style, Stimmungen und Erzählungen von Reisen und die Energie des Rock ‘n’ Roll. Thomas Langer wurde mit Kulturpreisen in Deutschland und den USA ausgezeichnet, u. a. durch das Guitar Institute of Technology, Los Angeles sowie durch seine Heimatstadt Rodgau (Kulturpreisträger, 2014). In Deutschland und im europäischen Ausland bekannt wurde er durch die Zusammenarbeit mit Barbara Dennerlein und ihrer Band “Bebab” sowie inspirierenden Bandprojekten wie dem Orgeltrio FLUX oder dem Jazzrocktrio LANGER, SCHMID, MESSINA mit dem Bassisten Wolfgang Schmid (Passport).

Thomas Langer | Gitarre
Ralf Cetto | Bass
Jean-Marc Robin | Schlagzeug

4onJazz

Hinweis: Bei dieser Veranstaltung gilt coronabedingt das 2G-Optionsmodell, d.h. nur nachweislich geimpfte und genesene Personen erhalten Einlass. Nach Hessischer Verordnung sind die Veranstalter zudem aufgefordert die Personalausweise zu kontrollieren. Es gilt Maskenpflicht am Platz.

4onJazz ist ein junges Jazz-Quartett aus Darmstadt mit nicht mehr ganz so jungen Musikern. Spielspaß, Musikalität und Spontanität stehen im Vordergrund und sollen die interpretatorische Vielseitigkeit des Jazz neu vermitteln. Basierend auf diversen Jazz-Klassikern werden neue Linien gezeichnet und Spielräume ausgelotet. Um die Saxophonistin Anke Schimpf gesellen sich Bülent Artes als Schlagzeug-Urgestein, Udo Brenner als Meister des Kontra-Bass und Christoph Kühnel als erfahrener Mann an den Tasten.

Anke Schimpf | Saxofon
Anke Schimpf ist seit vielen Jahren in der Darmstädter Musikszene in unterschiedlichsten Formationen aktiv. Als “Sister City Delegate” war sie stellvertretend für Darmstadt in San Antonio Texas und in Graz für dortige Konzerte eingeladen. Viele Jahre war sie mir der “Black & White Coop” und “Phunk m.o.b.” auf Konzerttour. Seit einigen Jahren leitet sie “Outline”, die Band des Jazz Fördervereins.

Bülent Ates | Schlagzeug
Bülent Ates erlebte Anfang der 70er Jahre Albert Mangelsdorff bei einem Auftritt in Istanbul und beschloss daraufhin nach Deutschland zu kommen. Seitdem ist Bülent eine feste Größe der Frankfurter Szene. Er hat unter anderem mit Heinz Sauer, Christof Lauer, Bob Degen, Harry Petersen und Alfred Harth zusammengearbeitet.

Udo Brenner | Bass
Fester Bestandteil der Darmstädter Musikszene. Langjährige Konzerttätigkeit in unterschiedlichsten musikalischen Formationen. Unter anderem Bassist der Darmstädter Bigband, bei Stephanie Wagners „Quinsch“, Theater und CD Produktionen. Seine Erfahrung und Musikalität machen ihn zu einem Juwel in jeder Formation.

Christoph Kühnel | Klavier
Christoph Kühnel spielt seit seinem 8. Lebensjahr Klavier. Verschiedene Formationen führten ihn durch diverse Stilrichtungen. Unter anderem spielte er bei Tommy in Offenbach, im Tigerpalast, im Varieté Pegasus, bei zwei „Tatorts“, mit Konrad Beikircher, in diversen Staatstheaterproduktionen und eigenen Bands. Seit vielen Jahren aktiv in der Darmstädter Musikszene insbesondere im Bereich Jazz.

dazz 2022: Younee

Live auf klassischem Fundament improvisieren

Von den Medien bundesweit als Star-Pianistin gefeiert, hat sich die junge Südkoreanerin jedoch nicht nur mit ihrem einmaligen und virtuosen Klavierspiel einen Namen gemacht. Mit überwältigender Improvisationskraft und der außergewöhnlichen Gabe, auch live auf einem klassischen Fundament frei zu komponieren, definiert Younee ihre ganz eigene Stilart: Free Classic Jazz. Insbesondere die spontanen Improvisationen während ihrer Live-Auftritte rauben einem schier den Atem und lösen regelmäßig wahre Begeisterungsstürme beim Publikum aus. Bereits in frühester Kindheit saß Younee am Klavier und erfand eigene Melodien. Ihr großes Talent konnte sie später mit einem Studium als Konzertpianistin an der Yonsei University in Seoul ausbauen und ihre Technik perfektionieren. Nach erfolgreichem Abschluss gewann sie Wettbewerbe und Festivals doch die Improvisation blieb ihre Leidenschaft.

Hinweis: Bei dieser Veranstaltung gilt coronabedingt das 2G-Optionsmodell, d.h. nur nachweislich geimpfte und genesene Personen erhalten Einlass. Nach Hessischer Verordnung sind die Veranstalter zudem aufgefordert die Personalausweise zu kontrollieren. Es gilt Maskenpflicht am Platz.

Natto

Hinweis: Bei dieser Veranstaltung gilt coronabedingt das 2G-Optionsmodell, d.h. nur nachweislich geimpfte und genesene Personen erhalten Einlass. Nach Hessischer Verordnung sind die Veranstalter zudem aufgefordert die Personalausweise zu kontrollieren. Es gilt Maskenpflicht am Platz.

Natto vereinigt drei Musiker, die untereinander auf eine lange Zusammenarbeit zurückblicken können, jedoch bis 2018 in dieser besonderen Konstellation noch nie gemeinsam auf einer Bühne standen. Bassist Constantin Herzog und Schlagzeuger Daniel Prätzlich kennen sich bereits aus der Zeit ihres Studiums in Würzburg. Seitdem musizieren sie zusammen in Bands wie Art Zentral oder dem Polychrome Orchestra. Gitarrist Johannes Schmitz wirkte mit Herzog in unterschiedlichen musikalischen Kontexten der Kölner Szene. Prätzlich und Schmitz wiederum können es als Saarbrücker nicht vermeiden, sich das ein oder andere Mal über den Weg zu laufen. Auf dem ini-Art-Festival 2018 überzeugte Natto mit einer kraftvollen Premiere.

Der Sound des Trios speist sich aus unterschiedlichen Einflüssen wie Jazz, experimenteller Rockmusik, Funk, Noise, Avant-Punk oder der klassischen Musik des 20./21. Jahrhunderts. Die, mal brachial mal lyrisch, mal komplex mal simpel gestalteten Kompositionen lassen dabei den drei Musikern in Jazzmanier viel Freiraum zu Improvisation und spontaner Umgestaltung.

Johannes Schmitz | Gitarre, Komposition
Constantin Herzog | Bass
Daniel Prätzlich | Schlagzeug

Finkology

Wohliges Kammerflimmern

… verursacht eine neue inventive Zusammenstellung von vier individuell-kreativen Jazz-Musikern, die zu einer bemerkenswerten Produktion von interaktivem Jazz führt. Dieses Spiel kann den Zuhörer, verstärkt durch den melodischen Erkennungswert der Eigenkompositionen, nicht unberührt lassen. Die wunderschöne kammermusikalische Konstellation mit Klavier, Cello, Bass und Drums führt zu einer formidablen Aufführung eines unvergesslichen Klangerlebnisses!

Johannes Fink | 5-String-Cello
Lennart Smidt |
Piano
Ben Lehmann |
Bass
Martial Frenzel | Schlagzeug

Hinweis: Bei dieser Veranstaltung gilt coronabedingt das 2G-Optionsmodell, d.h. nur nachweislich geimpfte und genesene Personen erhalten Einlass. Nach Hessischer Verordnung sind die Veranstalter zudem aufgefordert die Personalausweise zu kontrollieren. Es gilt Maskenpflicht am Platz.