Schlagwort-Archive: Jazzkalender

Debus & Höhn

Live!Jazz: FrauContraBass

Kathrina Debus | Stimme
Hans Höhn | Kontrabass

Auch In Ihrem neuen Programm lenken Katharina Debus und Hanns Höhn den Blick auf´s Wesentliche: Gesang und Bass. Dieses kongeniale Duo ist dabei ausdrucksstark wie ein komplettes Orchester. Sie präsentieren die komplette Bandbreite moderner Musik: von zerbrechlich bis funky, von Randy Crawford bis zu Hildegard Knef, von Michael Jackson bis zu Esperanza Spaltung. Katharina Debus’ Repertoire reicht heute von Jazz über Pop, Funk und Soul bis hin zur Klassik. Ob bei “FrauContraBass” oder als einzige Frau des Vokalensembles SLIXS, immer erweitert sie die Grenzen des stimmlich Darstellbaren. Dabei ist sie nie verkopft, sondern besticht vor allem durch das, was man gemeinhin als “heart and soul” bezeichnet. Seit 2009 ist Katharina Debus auch als Stimmbildnerin tätig. Ihre langjährige Bühnenerfahrung kam ihr u.a. bei ihrer Tätigkeit als Stimmbildnerin des Deutschen Theaters Berlin oder “The Voice of Germany” zugute. Denn sie weiß nicht nur, wovon sie spricht, wenn es um die richtige Gesangstechnik geht, sondern auch in Fragen der Bühnenpräsenz, wenn der Atem zu stocken droht, aber dennoch fließen muss.

Analog Terzett

_Aural comfort in times of Corona Digitalism_

Durch die Kombination von akustischen und analogen elektroakustischen Instrumenten schafft Analog Terzett ein Klangbild, das vordergründig elektronisch oder digital anmuten mag, jedoch hörbar runder und organischer ist. Die Musik ist improvisiert, spontan, tonal, abstrakt, geräuschhaft, energetisch, meditativ, modern und gleichzeitig archaisch. Die Künstler setzen sich im Konzert mit den Gegebenheiten des Orts und des Raums auseinander, gestalten ihn dabei auch mit visuellen Elementen von Installation und Performance.

Ihre musikalischen  Vorlieben und höchst individuellen Spieltechniken verbinden sie zu einem gemeinsamen Klangunternehmen, das auf analoge Weise den weiten Bogen von der experimentellen Avantgarde der frühen 1950er Jahre bis hin zur aktuellen Neuen und Improvisierten Musik spannt. Ein echter analoger Augen- und Ohrentrost in Zeiten  coronabedingter Digitalisierung!!!

Claus van Bebber | präparierte Kompakt-Plattenspieler
Frank Rühl | Elektrogitarre mit Effekten und Präparationen
Joachim Zoepf | Bassklarinette, Sopransaxophon

Bitte beachten: Zum Einlass ist ein Nachweis über eine Covid-Impfung oder Genesung (G2 Regel) erforderlich. Ein PCR oder Schnelltest genügt nicht. Bitte einen Personalausweis mitbringen. Es werden max. 50 Besucher zugelassen. Wir empfehlen den Erwerb von Online Tickets.

Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

Gefördert vom Musikfonds

Jazz gegen Apartheid

Musik von Johnny Dyani und Fotografie von Jürgen Schadeberg

Claude Deppa | Trompete
Allen Jacobson | Posaune
Tobias Delius | Saxophon
Daniel Guggenheim | Saxophon
John Edwards | Bass
Christopher Dell | Vibraphon
Makaya Ntshoko | Schlagzeug
Christian Lillinger | Schlagzeug

Die Begegnung zweier großer Chronisten Südafrikas in Konzerten und Fotografie aus Anlass des 35. Todestages des Komponisten Johnny Dyani. Der Komponist Johnny Dyani (1947-1986)  porträtierte als musikalischer Chronist seine Zeitgenossen. Diese Porträts von Musikern und Befreiungskämpfern wie Steve Biko, Kippie Moeketsi, Nick Moyake werden mit der Fotografie von Jürgen Schadeberg zu einem Gesamtkunstwerk zusammengeführt. Die Musik des vor nunmehr 35 Jahren verstorbenen Komponisten, Bandleaders, Bassisten ist grandiose Kunst, zugleich Geschichte des leidenschaftlichen Kampfes gegen Apartheid, Biographie eines Lebens im Exil und lückenlose Dokumentation aus 25 Jahren Exilgeschichte.

Der Fotograf Jürgen Schadeberg (1931-2020) gilt als Chronist Südafrikas und hat auf die politischen Veränderungen des Landes eingewirkt. Sein kritischer Blick garantierte ihm die Verfolgung durch die alten Herrscher und die Wut der neuen Unterdrücker. Schadeberg zog 1950 nach Johannisburg und arbeitete für das Magazin „Drum“, das vor allem von der schwarzen Bevölkerungsmehrheit gelesen wurde. Er porträtierte zahlreiche bekannte schwarze Südafrikaner und stellte das Leben in den Townships dar. Zu seinen berühmtesten Fotografien zählt ein Portrait von Nelson Mandela, das Schadeberg 1994 in dessen ehemaliger Gefängniszelle auf Robben Island aufnahm.

Das Konzert wird begleitet durch eine Präsentation von Schadeberg-Fotos per Beamer.

Roger Kintopf Quartett

Live!Jazz: Structucture

Roger Kintopf | Kontrabass
Victor Fox | Tenorsaxophon
Asger Nissen | Altsaxophon
Felix Ambach | Schlagzeug

So klingt der Jazz der Generation 2020: jung, herausfordernd und zugänglich sowie trotz seiner intellektuellen Aspekte emotional. Structucture vereint vier Individuen, welche bei ihrer ersten gemeinsamen Begegnung unmittelbar ihre übereinstimmenden Ideen einer musikalischen Spielhaltung entdeckten. In ihrer Musik geht es um Energie, um das Erschaffen eines kollektiven Ausdrucks von Kreativität. Das konzentrierte Zusammenspiel bewegt sich zwischen schnellen Impulsen und Ruhephasen, welche von allen vier Musikern gleichermaßen gesteuert und verarbeitet werden. In Roger Kintopfs Kompositionen werden die Möglichkeiten des interaktiven Zusammenspiels innerhalb des Quartetts ohne Harmonieinstrument bis in die Tiefe ausgelotet. Die Kompositionen gründen auf starken Strukturen, Rhythmen und Harmonien, welche die beiden Saxophonisten Victor Fox und Asger Nissen auf vielfältigste Weise miteinander agieren lassen. Seit einigen Jahren ist er ein aktiver Teil der Deutschen Jazzszene. Er spielte mit Musikern wie Achim Kaufmann, Loren Stillman, Travis Reuter, Christian Lillinger, Frank Gratkowski, Billy Test, Sebastian Gille, Jonas Burgwinkel, Niels Klein etc.

jazzed:up

Gemeinsam nimmt das Quartett um den Saxophonisten Stephan Völker  als Solisten und Teamplayer Fahrt auf. Ihr Treibstoff: Jazz! Stilistisch bewegen sich die vier Ausnahmemusiker im Modern Jazz mit viel Raum für spannende Improvisationen. Melodische Klangwelten, offen gehaltene Kompositionen und einfühlsame Interaktionen der Bandmitglieder garantieren Hochspannung sowohl beim Zuhörer als auch bei den Musikern selbst. Neben eigenen Titeln der Bandmitglieder stehen Kompositionen von
Herbie Hancock, John Coltrane und Horace Silver.

Stephan Völker | Saxophon
Florian Schwappacher | Schlagzeug
Christian Spohn | Kontrabass
Ulrich Bareis | Piano

Ronny Graupes Spoom

Spoom LiveQ

Ronny Graupe | Gitarre
Christian Weidner | Altsaxophon
Jonas Westergaard | Kontrabass
Daniel Schröteler | Schlagzeug

“Ronny Graupe gehört zu den großen Berliner Gitarristen der jüngeren Generation. … Das Trio übt sich in virtuoser Zurückhaltung, baut dezente Verschiebungen und kaum merkliche rhythmische Stolpersteine ins Gesamtbild ein, ohne die Verschachtelungen allzu demonstrativ auszustellen” taz

Als “Meeresbrandung trifft auf kreativen Urknall“ erklärt der gebürtige Chemnitzer den lautmalerischen Namen seiner Band. SPOOM besteht seit 2005. Zunächst konzentrierte sich die Arbeit des Trios auf die Interpretation von Jazzstandards aus dem Great American Songbook. Nach mehreren Jahren des Erforschens dieser Musik, traten ausschließlich Eigenkompositionen Graupes in den Vordergrund des Schaffens des Trios. Mit den in Europa und den USA geschätzten, preisgekrönten und vielbeschäftigten Musikern Christian Lillinger am Schlagzeug und Jonas Westergaard am Kontrabass wurden seit dem drei Veröffentlichungen eingespielt: “As They Are” Vinyl, (2012), “Spoom”(2013), “The White Belt”(2016).

Im August 2018 wurde das Trio durch den renommierten Improvisator Christian Weidner am Altsaxophon zum Quartett erweitert. 2020 erschien mit “Bridge Ices Before Road” die erste Veröffentlichung von SPOOM in Quartettbesetzung, wofür Ronny Graupe auch jüngst erst mit dem Deutschen Jazzpreis in der Kategorie “Gitarrist des Jahres” ausgezeichnet wurde.

Viento Terral

Internationales Quintett aus Köln

Andy Hunter | Posaune
Thomas Böttcher | Piano
Juan Camilo Villa | Bass
Sebastian Nickoll | Kongas
Daniel Hahnfeld | Timbales

Das aufregende Kölner Latin Jazz Quintet, das früher unter den Namen der Mitglieder oder dem Titel ihres ersten Albums „Eh ‘Neeky“ bekannt war, hat sich letztes Jahr einen Bandnamen gegeben. Willkommen in der Welt, „Viento Terral“! Viento Terral war eine eher zufällige  musikalische Formation, innerhalb weniger Wochen wurde das Debütalbum erarbeitet, einstudiert und aufgenommen. Was dabei herauskam, übertraf alle ihre Erwartungen und wurde schon 2017 und 2019 mit großem Erfolg in der Knabenschule präsentiert.

Viento Terral: Ein nautischer Begriff, der sich auf eine Art Küstenwind bezieht. Hier deutet er auf die Erdigkeit der Drums, die virtuose Vitalität der Percussion sowie auf die „Windkraft“ der Posaune hin. Die Band überrascht durch die souveräne Verbindung energetischer Latin-Rhythmen mit anspruchsvollen Jazz-Harmonien. Viento Terral präsentieren feinsten instrumentalen Latin-Jazz und bringt dabei fünf international anerkannte Musiker zusammen, die alle tief in der aktuellen Jazz- und Latin-Szene verwurzelt sind.

Fuchsthone Orchestra

Exquisites Großensemble aus Köln

Christina Fuchs | Leitung, Komposition, Dirigat
Caroline Thon | Leitung, Komposition, Dirigat
Roger Hanschel, Martin Gasser, Jens Böckamp, Susanne Weidinger | Saxophone
Matthias Schwengler, Matthias Knoop, Matthias Bergmann | Trompeten
Els Verbruggen, Philipp Schittek,  Matthias Muche | Posaunen
Zuzana Leharovà | Geige
Filippa Gojo | Gesang
Laia Genc | Piano
Andreas Wahl | Gitarre
Alex Morsey | Bass
Fabian Arends  | Schlagzeug
Eva Pöpplein | Elektronik, Live Samples

Das FUCHSTHONE ORCHESTRA, vor kurzem nominiert für den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie „Grosses Ensemble des Jahres“, präsentiert durch seine regelmäßige Konzertreihe im Kölner Stadtgarten ständig neue Kompositionen und wächst durch seine stetige Konzerttätigkeit immer mehr zusammen. Experimentierfreudig entwickeln die beiden Komponistinnen und Leiterinnen des FUCHSTHONE ORCHESTRA, Christina Fuchs und Caroline Thon,  gemeinsam mit dem Ensemble ihr Repertoire in konstantem Prozess weiter, modulieren mit und durch Elektronik und fordern die fantastischen Musiker:innen stets aufs Neue heraus. Reloaded #1 und #2 folgten bereits  seit der gefeierten Premiere des FUCHSTHONE ORCHESTRA 2019.

Auch die Corona-Pandemie konnte das Orchester nicht stoppen: mit angepasster Ensemblegröße, Open Air, Livestream oder über Videoproduktion arbeiteten die Musiker:innen und Leiterinnen kreativ mit den gegebenen Möglichkeiten weiter.
Das FUCHSTHONE ORCHESTRA vereint 19 herausragende und vielfach ausgezeichnete Kölner Musiker*innen und steht für einen neuen, orchestralen Sound, der genrespezifisch über bisherige Grenzen hinauswächst und den Zuhörer auf eine spektakuläre Klangreise mitnimmt. Die beiden Komponistinnen Christina Fuchs und Caroline Thon sind führende Vertreterinnen für den aktuellen, großformatigen Jazz und verfügen über zwei Jahrzehnte Erfahrung mit der Leitung großer Klangkörper (United Women’s Orchestra, Thoneline Orchestra, Soundscapes Orchestra).

Überraschend frisch sind ihre Ideen für ein neues, gemeinsames Ensemble, das mit Elektronik als tragendem Element weit über die Begriffe Big Band und zeitgenössischen Jazz hinaus geht.

Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der NRW-Kunststiftung

MATS-UP feat. Mbuso Khoza

Live!Jazz: Ivovo

Mbuso Khoza | Stimme
Matthias Spielmann | Trompete
Marc Meán | Piano
Reto Suhner | Altsaxophon
Raffaele Bossard | Bass
Dominic Egli | Schlagzeug

“Ivovo” ist das brandneue Album der Band MATS-UP. Matthias Spillmann und seine Mitmusiker bewegen sich Richtung Südafrika und erforschen gemeinsam mit dem Sänger Mbuso Khoza die Welt der afrikanischen Klänge: “Die Musik Südafrikas hat mich schon immer fasziniert. Konzerte, die ich dort spielte, sowie Projekte mit verschiedenen südafrikanischen Musiker:innen haben mich, wie kaum etwas anderes musikalisch und spirituell geprägt. Jazz hat in der südafrikanischen Gesellschaft einen herausragenden Stellenwert als einer der wenigen Bereiche, in denen Angehörige verschiedener Volksgruppen und mit unterschiedlichen Hautfarben gleichberechtigt zusammenarbeiten”. Mbusos Stimme ist absolut einzigartig und unglaublich vielseitig. Seine melodische Erfindungsgabe, seine Fähigkeit, musikalisch Geschichten zu erzählen, ist unendlich. Seine Virtuosität ist jedoch nie Selbstzweck. Alles, was er singt, wirkt, als ob er es eben erfunden hätte und vollkommen natürlich. Gleichzeitig kennt er die Musik seiner Heimat Kwa-Zulu-Natal wie kein Zweiter.

Jarry Singla Trio

Live!Jazz: Eastern Flowers

Jarry Singla | Piano
Christian Ramond | Kontrabass
Ramesh Shotham | Perkussion

Hört man den Pianisten Jarry Singla, den Kontrabassisten Christian Ramond und den Perkussionisten Ramesh Shotham, dann kommt einem eine musikbezogene Kernaussage des Komponisten Karlheinz Stockhausen in den Sinn: “Jeder Mensch trägt die ganze Menschheit in sich”. Bei Eastern Flowers bedeutet dies konkret eine nicht zu ahnende Verflechtung von indischer Kunst und Tempelmusik mit europäischem Jazz, aber auch mit Elementen des barocken Kontrapunkts oder mit den speziellen Oktavaufteilungen des Franzosen Olivier Messiaen. Das 2009 von Jarry Singla gegründete Ensemble spielt vorwiegend Kompositionen des deutsch-indischen Pianisten und konzertiert national und international – bislang u.a. bei herausragenden Festivals und Konzertreihen wie “Buenos Aires Jazz”, “Jazz Utsav New Delhi”, “Bolivia Festijazz”, “Acht Brücken – Musik für Köln” und “Musik in Donaueschingen”. Seine beiden hoch renommierten musikalischen Begleiter haben ebenfalls indische Wurzeln. Nach “Minerale” (2013) veröffentlichte das Trio mit “Tendu” im November 2020 seine zweite CD, die von der Presse erneut begeistert aufgenommen wurde.