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Jazz auf dem Heinerfest: The Swinging Tuxedos

Die Tuxedos bestehen mittlerweile seit über zwanzig Jahren. Im Laufe dieser Zeit hat sich das Quintett um die Sängerin Petra Bassus ein umfangreiches und vielfältiges Repertoire  erarbeitet, das von traditionellen Swing- und Latin-Standards über Hits der Woodstock-Ära  bis zu komplexen Kompositionen des Rock-Jazz reicht, aber auch eigene Werke beinhaltet. Dabei bleibt die Band immer ihrem typischen Sound treu, der auf dem klassischen Jazz-Quartett plus Sängerin basiert. Eine möglichst weit gefächerte Auswahl aus ihrem Repertoire werden die Tuxedos beim Heinerfest präsentieren.

Veranstalter: Förderverein Darmstädter Heiner e.V.

Live!Jazz: Roger Kintopfs Structucture

Je länger man sich mit Musik beschäftigt, desto seltener begegnet man Bands, die auf verblüffende und zugleich zwingende Weise neu und anders klingen. Das Quartett “Structucture” ist so eine Band. In Roger Kintopfs Musik ist eine Freiheit und eine Tiefe zu spüren, die fasziniert und bewegt. Die vier jungen Instrumentalisten kommunizieren auf eine Weise, die über das übliche Maß hinausgeht. Sie umgarnen sich, geraten ins Stocken, halten inne, preschen voran und scheinen dabei wie auf telepathische Weise miteinander verbunden. Sie arbeiten mit dem Vertrauen, dass sie über die Jahre aufbauen konnten. Die Musik lotet Grenzbereiche aus. Die Rollenverteilung wird scheinbar ständig auf spielerische
Weise neu austariert. Komplexe Kompositionen mit neutönerisch-kantigen Linien und
dissonanten Reibungen und häufig offener Rhythmik setzen Dialoge in Gang, in denen alles möglich scheint. Und doch wirkt das Resultat zu keinem Zeitpunkt verkopft oder gewollt konstruiert. Im Gegenteil: Diese Musik scheint immer in sich logisch, bedeutungsvoll und vor allem lässt sie einen nicht kalt. Wärme, Ehrlichkeit, Vertrauen und Freundschaft bilden die Grundlage von “Structucture”. Wer sich auf ihre Musik einlässt, versteht, was Roger Kintopf damit meint.

Asger Nissen | Altsaxophon & Altklarinette
Victor Fox | Tenorsaxophon & Bassklarinette
Roger Kintopf | Bass
Felix Ambach | Schlagzeug

Live!Jazz: Christoph Stiefel Quintett

Christoph Stiefel ist seit Jahrzehnten international unterwegs mit seinen Projekten Solo, Duo, Trio, Septett… Jetzt bringt er sein neues Quintett “Full Tree” auf die Bühne. Die neue Band  repräsentiert vieles aus Stiefels bisherigem Schaffen gleichzeitig: Die orchestrale Erweiterung der jahrelangen Konzeptarbeit mit dem Inner Language Trio, sowie das Übertragen der Erfahrungen im Septett auf die kleinstmögliche und gleichzeitig in der Reduktion maximale orchestrale Einheit – ein Quintett mit Rhythmusgruppe, Piano und zwei Bläsern. Kurz gesagt: alles ist möglich von minimal bis orchestral, und trotzdem bleibt die Band ein überschaubarer, intimer Organismus mit viel Freiheit und Interplay.

Christoph Stiefel | Piano
Domenic Landolf | Saxophon
Bastian Stein | Trompete
Raffaele Bossard | Bass
Tobias Backhaus | Drums

Lyrik & Jazz: Schauerballaden

Formal noch ganz Gedicht, erzählen Balladen episch wie ein Roman und präsentieren
vor allem eines: Drama! An diesem Abend soll das Publikum mit schaurigen Balladen, vorgetragen von dem Schauspieler Harald Schneider, davon überzeugt werden. Gänsehaut inklusive… Grundlage für die Balladenauswahl ist der Band »Die Ballade«. Mit sagenhaften, romantischen, schaurigen und tödlichen, stets ganz und gar balladesken Abenteuern wartet dieser Prachtband auf – von frühen Klassikern des Genres bis hin zum Indie-Pop der Gegenwart. Musikalisch begleitet von Anke Schimpf am Saxophon und Querflöte und Norbert Paul am Klavier, Harald Schneider liest.

Live!Jazz: Klangkraft, feat. Heinz-Dieter Sauerborn

Klangcraft verbindet hypnotische Grooves mit expressiven Kollektivimprovisationen, begeistert mit ihrer kaum zu überbietenden Spielfreude und genreübergreifendem Stilmix.  Die Aktualität der Band zeigt sich auch durch ihre Jazzinterpretation des Feine Sahne  Fischfilet Songs»Warten auf das Meer«. Mit Heinz Dieter Sauerborn, seit 1998 Leadaltist der Big Band des Hessischen Rundfunks, hat Klangcraft einen international renommierten Solisten am Alt- und Sopransax. Die Musik von Klangcraft erscheint wie aus einem Guss und verbindet post modern Jazz, Groove, Balkanbeats, und meditative Passagen zu einem höchst spannenden Flowerlebnis, bei dem es Klangcraft gelingt, die volle Bandbreite von Dynamik und Interaktion auszuloten.

Heinz-Dieter Sauerborn | Saxophon
Manuel Seng | Piano
Herrmann Kock | Drums
Vroni Frisch | Bass

Live!Jazz: Schönecker-Sasse-Schieferdecker

Kammermusikalischer swingender, groovender Jazz, in der seit Nat King Cole berühmten Trio- Besetzung: Gitarre, Piano, Kontrabass. Dass diese Formation swingt und ihre  Inspiration durch Oscar Petersons Trios bis zu Ron Carters »Golden Striker Trio« zu einem  eigenständigen Sound weiterentwickelt hat, ist bei dieser Besetzung nicht zu viel versprochen. Spielfreude, Groove, Interaktion und Dynamik stehen im Zentrum dieser  Musik, gespielt von drei Musikern, die große Liebe zur Jazztradition und die Suche nach ihrer eigenen Stimme verbindet.

Joachim Schönecker | Gitarre
Martin Sasse | Piano
Markus Schieferdecker | Bass

Bells

Das Quintett ist die Fortführung des John Carter-Projektes der Berliner Saxophonistin Edith Steyer, welches mit Mitteln des Berliner Senates für ein Recherche-Projekt verwirklicht werden konnte. Der afro-amerikanische Klarinetten-Virtuose, Saxophonist und herausragende Komponist war ein Zeitgenosse Ornette Colemans und komponierte für verschiedene Besetzungen von Duo bis Quartett, Quintett und Oktett. In BELLS löst sich Edith Steyer etwas von der Musik Carters und schreibt eigene Kompositionen, die aber durchaus noch von seiner Klangsprache beeinflusst sind. Die weitestgehend bass-lose Formation ermöglicht es, dem typischen Jazz-Rhythmus des Swing zu entfliehen und den Rhythmus entweder offener zu gestalten (Carter hat oft mit verschiedenen Tempoangaben für seine Spieler gleichzeitig komponiert), nur mit Puls zu arbeiten, oder keinen Rhythmus zu haben und dem Schlagzeug eine andere Funktion zukommen zu lassen, d.h. eher als Klanggeber anstatt als Rhythmusgeber zu fungieren. Dementsprechend soll der Name „Bells“ (deutsch: Glocken) Assoziationen an Klänge erwecken, sowie an die konischen Enden der verschiedenen Holzblasinstrumente, die im englischen „bell“ heißen. Kompositorisch wechseln geschriebene Parts mit konzeptuellen Improvisationen ab, erweiterte Spieltechniken werden eingeführt und experimentiere mit der Tone-Clock-Theory, bzw. Zellen von 12-Ton-Reihen.

Edith Steyer | Klarinette, Altsaxophon, Komposition
Uli Kempendorff | Bassklarinette, Tenorsaxophon, Querflöte
Gerhard Gschlössl | Posaune
Rieko Okuda | Piano
Joe Hertenstein | Schlagzeug

Valentin Garvie, Bob Degen & Martín de Lassaletta

Bob Degen, seit Menschengedenken bei oder in Frankfurt ansässiger Pianist aus Pennsylvania verfügt über enormes lyrisches Talent, das sich am intensivsten in kleinen  Besetzungen entfaltet. Das Trio erschien ihm stets als Ideal, der Trompeter Valentin Garvie  ist ihm ein Geistesverwandter. Mit variabler Tongebung, lyrisch akzentuiert, aber zu  spontanen, druckvollen Phrasierungen fähig fügt er sich auch mit Martín de Lassaletta  (Bass) zu einem Gruppenklang, der einen konzentrierten Magnetismus ausstrahlt. Garvie, Ex-Mitglied beim Ensemble Modern und alter Freund der Darmstädter Szene kollaboriert alltäglich in Argentinien mit dem sehr begabten und experimentierfreudigen de Lassaletta, der seinen Kontrabass oft als schlagzeugartiges Instrumente erklingen lässt.

 

33. Darmstädter Jazzconceptions: Abschlusskonzert mit Dozentenkonzert

An diesem Abend gehen zwei weitere Workshop-Ensembles ihre Arbeitsergebnisse auf die Bühne. Zum großen Finale der Conceptions werden alle Dozent:innen der Woche dem Publikum ihr Können in einer gemeinsamen Band präsentieren. Line-Up: Christopher Dell Vibraphon | Norbert Dömling Bass | Jan Leipnitz Schlagzeug | Uli Partheil Klavier, künstlerische Leitung | Anke Lucks Posaune | Almut Schlichting Baritonsaxofon

Wie in den letzten Jahren gibt es wieder eine open-air-Bühne auf dem Hof. Bei schlechtem Wetter wird in die Halle ausgewichen.

33. Darmstädter Jazzconceptions: Abschlusskonzert

Den ersten Teil der beiden Abschlussabende der 33. Darmstädter Jazzconceptions gestalten ausschließlich die Ensembles mit Teilnehmenden am diesjährigen Sommerworkshop. Freitagabend, bei freiem Eintritt, präsentieren sich traditionell vier Bands mit jeweils 30minütigen Programmen unter Leitung der jeweiligen Dozentinnen und Dozenten, die mit den Workshopteilnehmer:innen die hohe Schule der kollektiven und solistischen Improvisation durchlaufen haben. Jedes Konzert für sich originell, kreativ und einzigartig.  Bei schönem Wetter finden die Konzerte unter freiem Himmel im Hof der Bessunger Knabenschule statt.