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Klangcraft feat. Heinz-Dieter Sauerborn

Live!Jazz: Dynamik und Einfühlsamkeit

Drummer Hermann Kock rief die Band Klangcraft vor einigen Jahren ins Leben, um seinen Vorstellungen von dynamischen Rhythmiken und einfühlsamen Melodien Raum zu geben. Klangcraft steht daher auch eher der Handwerkskunst näher als der bloßen Kraft von Lautstärke und Tempo. Mit dem Lead-Altisten der HR-Bigband, Heinz-Dieter Sauerborn, hat sich das Trio einen ebenso technisch-versierten wie improvisatorisch-fantasievollen Musiker voran gestellt.

Heinz-Dieter Sauerborn | Altsaxophon
Manuel Seng | Piano
Moritz Grenzmann | Kontrabass
Hermann Kock | Schlagzeug

Ulf Kleiner & Sebastian Merk

Live!Jazz: Pianoskop

Zwei Tage und eine Nacht schloss sich Jazzpianist Ulf Kleiner zusammen mit einem schönen Flügel, einigen Ideen und einer Hand voll guter Mikrofone ein – ursprünglich um Musik für die Bibliothek des Filmmusikstudios ‚Klangraum‘ aufzunehmen. In absoluter Ruhe entstand tief im Inneren des Instruments eine Auswahl von Skizzen, Collagen und Grooves, nah und nahbar wie unter einem Mikroskop. Kleiner experimentierte mit allen Arten von kleinen Gegenständen auf den Saiten, um feine Klangveränderungen zu erreichen, sammelte ausgefallene Sounds und Rhythmen und bald wurde klar, dass die Aufnahmen ein Album ergeben würden: »Pianoskop«.

Sebastian Merk, geboren in Frankfurt/Main, gehört in Deutschland zu den renommiertesten und vielseitigsten Schlagzeugern der Jazzszene. Im Jahr 2000 wurde ihm das Arbeitsstipendium Jazz der Stadt Frankfurt verliehen. Seither arbeitet er in vielfältigen Projekten und Bands der deutschen und internationalen Szene und spielte mit Musikern wie Lee Konitz, Ack van Rooyen, Till Brönner, Kurt Rosenwinkel, Eddie Henderson, Mark Murphy, Ernie Watts, u.v.a.

Sebastian Sternal

Live!Jazz: Sternal solo

Sebastian Sternal ist einer der herausragenden Jazz-Pianisten und -Komponisten seiner Generation. Er hat mit Jazzgrößen wie Dee Dee Bridgewater, David Binney oder John Riley zusammengearbeitet und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: er ist u.a. dreifacher ECHO Jazzpreisträger (2018, 2016, 2013), erhielt den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2015, den Neuen Deutschern Jazzpreis 2014 sowie den WDR Jazzpreis 2007 (Köln). Nach den Erfolgen seiner »Sternal Symphonic Society« konzentrierte Sebastian Sternal sich wieder aufs kleine Format und sorgte im Trio mit Larry Grenadier (Bass) und Jonas Burgwinkel (Drums) für Furore – das Album »Home« wurde von Publikum und Fachwelt gleichermaßen gefeiert. Nun geht er noch einen Schritt weiter: Soeben hat er im Rahmen einer Deutschlandfunk-Produktion sein erstes SOLO-Album eingespielt. Beim Konzert in der Stadtkirche präsentiert er dieses neue Programm erstmals im Rhein-Main-Gebiet!

Tobias Weindorf Trio

Live!Jazz: European Style

Der Kölner Pianist und Komponist Tobias Weindorf spielt modernen Jazz, der sich unschwer als »europäisch« erkennen lässt. Seine filigrane Spielweise ebenso wie seine Kompositionen zeichnen sich durch eine eindrucksvolle harmonische Komplexität aus, die sich auf zwei Haupteinflüsse stützt: zum einen auf seine zunächst klassische Klavierausbildung und die intensive Auseinandersetzung mit Komponisten wie Satie, Debussy und Schönberg und zum anderen auf die starken Einflüsse seiner Lehrer John Taylor und Hubert Nuss, beide bemerkenswerte Vertreter des »europäischen Jazz«. Er wurde in das Bundesjugendjazzorchester unter der Leitung von Peter Herbolzheimer aufgenommen und schließlich zum Jazzklavierstudium an der Kölner Musikhochschule. Seither spielt Tobias Weindorf in einer Vielzahl von Formationen. Hervorzuheben sind hierbei das seit 2008 bestehende Brodersen-Weindorf Quartett mit seiner Frau Kristina Brodersen (Alben »You´n´Me« Mons, 2009, »Traffic« Ajazz, 2016), das Brodersen-Weindorf Duo (Album »Rabaneo« Ajazz, 2015) sowie das Klavier Trio mit dem Bassisten Gunnar Plümer und dem Schlagzeuger Peter Weiss (Album »Stories to be told« Jazzsick, 2017).

Tobias Weindorf | Piano
Gunnar Plümmer | Bass
Peter Weiss | Schlagzeug

Markus Stockhausen Quartett

Live!Jazz: Quadrivium

Als Trompeter und Komponist zählt Markus Stockhausen international zu den vielseitigsten Musikern unserer Zeit und ist bekannt als musikalischer Grenzgänger. Von 1975 bis 2001 arbeitete er intensiv zusammen mit seinem Vater, dem Komponisten Karlheinz Stockhausen, der zahlreiche Werke für ihn schrieb. Als Solist stand er u.a. in dessen großen musikdramatischen Werken aus »Licht« auf den Bühnen der Mailänder Scala, der Londener Oper Covent Garden und vielen Bühnen weltweit. Mit eigenen Musikprojekten wie »Inside Out«, »Quadrivium«, »Moving Sounds«, »Eternal Voyage«, «Wild Life» u.a. konzertiert Markus Stockhausen international. Als Komponist realisierte er Auftragswerke u.a. für die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, die London Sinfonietta, das Metropole Orkest, die Hamburger Symphoniker, das WDR Funkhausorchester. 2005 wurde er mit dem WDR-Jazzpreis als bester Improvisator ausgezeichnet, in 2017 mit der „Silbernen Stimmgabel“ des Landesmusikrates NRW sowie dem JTI Jazz Award, 2018 erhielt er den renommierten Echo Jazz Preis und 2021 den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie “Blechblasinstrumente”. Mehr als 90 CDs veröffentlichte er in über 40 Jahren musikalischen Schaffens.

Markus Stockhausen | Trompete
Angelo Comisso | Piano
Jörg Brinkmann | Cello
Christian Thomé | Schlagzeug