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Live!Jazz: Daniel Karlsson Trio

Der schwedische Pianist Daniel Karlsson, Jahrgang 1973, gilt als einer der spannendsten europäischen Jazzmusiker. In vielerlei Hinsicht erinnert er an das legendäre Trio e.s.t., nicht zuletzt durch sein Album »Fusion for Fish«, für das seine Band als »Swedish Radio Jazz Group of the Year 2014« ausgezeichnet wurde, die »Golden Disc 2015« des
schwedischen Jazz-Magazins OJ sowie den schwedischen Jazz Grammy 2015 gewann. Im November 2019 brachte Karlsson sein sechstes Album »Fuse Number Eleven« bei Playground Music Scandinavia heraus. Im August 2021 wurde Karlsson von der  Schwedischen Jazz-Föderation »Svensk Jazz« mit dem jährlich vergebenen renommierten »jazzkannan«-Preis ausgezeichnet.

Live!Jazz: David Helbocks Random/Control

Mehr als zwei Dutzend Instrumente auf der Bühne, aber nur drei Musiker: David Helbock  beschränkt sich weitgehend auf solche mit Tasten. Vogelwild die beiden unter anderem am Salzburger Mozarteum ausgebildeten Bläser. Johannes Bär ist fürs Blech zuständig, von Trompete über Bassflügelhorn bis zu hin zu Alphorn und Tuba. Andreas Broger spielt die Holzblasinstrumente: Saxophon, Klarinetten, Flöte. Für die aktuelle CD, die beim renommierten Label ACT Music erschienen ist, hat sich David Helbock bei seinen Lieblingsjazzpianisten bedient und immer deren bekanntestes Stück arrangiert. So  erklingen spannende, groovige neue Versionen, aber auch ruhige, die Seele ansprechende Stücke. Über die Jahre hat sich ein ganz eigenständiger Bandsound entwickelt und egal,  was David Helbock als Ausgangsmaterial wählt – ob wie in der Vergangenheit  österreichische Volksmusik oder auch viele Eigenkompositionen und jetzt eben diese »Pianoplayer´s Hits« – Die Band klingt immer wie Random/Control – eine Achterbahnfahrt der Gefühle – Musik fürs Ohr und Spannendes fürs Auge.

Live!Jazz: Bluff

Bluff nennt sich ein Quartett um den Jazztrompeter und Komponisten Christian Höhn, geboren 1999 in Eutin, der mittlerweile in Hamburg lebt. Höhn begann seine musikalische Ausbildung an der Trompete im Alter von zehn Jahren und trat schon während der Schulzeit den Landesjugendjazzorchestern in Schleswig-Holstein und Hamburg sowie im Anschluss dem renommierten Bundesjazzorchester bei.

2021 wurde er mit dem IB.SH-JazzAward ausgezeichnet. Geprägt von Meistern seines Instruments, wie Freddie Hubbard und Kenny Wheeler, finden sich zunehmend Einflüsse von zeitgenössischen Größen wie Ambrose Akinmusire in seiner Klanggestaltung und seinen Kompositionen wieder.

Christian Höhn | Trompete
Tim Scherer | Piano
Christian Müller | Kontrabass
Jan Bernhard Zeimetz | Schlagzeug

Live!Jazz-Jam-Session

Immer wieder veranstaltet die Stadtkirche auf ihrer Jazz-Bühne im Rahmen ihrer »Live!Jazz«-Konzertreihen Jam-Sessions von und für junge Jazz-Musiker*innen aus der Region. Der Eintritt ist frei, für die Musiker*innen stehen Gitarrenamp, Bassamp, Drumset sowie eine PA für Gesang bereit. Einlass für neugieriges und zahlreiches Publikum ist ab 19.00 Uhr.

Live!Jazz: Nathan Ott Quartett

Im Quartett des jungen Wahl-Berliners und dessen langjährigem Mentor und musikalischem Wegbegleiter Dave Liebman sorgte der junge Bandleader, Schlagzeuger und Komponist mit seiner eigenen Vision 2016 erstmals für Aufsehen, indem er den Geist der legendären Lighthouse-Edition der Elvin-Jones-Band der frühen 70er Jahre ins 21. Jahrhundert brachte und damit eindrucksvoll zeigte, wie fruchtbar eine solch generationsüberschreitend interkontinentale Jazz-Begegnung sein kann. Seitdem hat er sich längst über die Stadtgrenzen Hamburgs und Berlins hinaus als ein überaus wacher und vitaler Impulsgeber bewährt, der es versteht, seine Dynamik im Dienst des jeweiligen musikalischen Zusammenhangs zu dosieren. Mit den Ausnahmetenoristen Lauer und Gille sowie dem dänischen Bassisten Jonas Westergaard bildet er ein mit allen Wassern gewaschenes Quartett.

Nathan Ott | Schlagzeug
Christof Lauer | Tenorsaxophon
Sebastian Gille | Tenorsaxophon
Jonas Westergaard | Kontrabass

Live!Jazz: Carl Wittigs Aurora Oktett

Inspiriert durch die Faszination der klassischen Moderne und der Jazz- sowie der aktuellen Popmusik gründete Carl Wittig 2016 das Aurora Oktett, um eben diese beiden Musikrichtungen auf eine blühende Art und Weise zusammen zu bringen. Das 8-köpfige Ensemble verbindet die Emotion der klassischen Klänge und die schillernde Vielfalt der improvisierten Musik miteinander. Durch die Fusion eines Jazzquartetts mit einem klassischen Streichensemble wird eine spannungsreiche Besetzung gebildet. Mit Kompositionen des Bandleaders Carl Christian Wittig und des Saxophonisten Matti Oehl versehen, entwickelt sich das Aurora Oktett zu einem farbenreichen Klangkörper, der unter dem Titel »kammermusikalischer Jazz« zusammengefasst werden kann.

Matti Oehl | Altsaxophon, Klarinette
Pascal Klewer | Trompete
Carl Wittig | Kontrabass
Tom Friedrich | Schlagzeug
Ada Schwengebecher | Violine
Anna Prysiaznik | Violine
Marie Schutrak | Viola
Franziska-Maria Ludwig | Violoncello

Live!Jazz: Karl Ivar Refseth Trio

Mit seinem unverkennbar persönlichen Sound ist Karl Ivar Refseth als Solist, Bandleader und Sideman bekannt geworden. Seit 2009 ist der Vibraphonist bei Deutschlands innovativsten Indierockern »The Notwist«, aktuell brilliert er auch an der Seite von  Songschreiber Gisbert zu Knyphausen. Im unkonventionellen »Tied & Tickled Trio« mit Drum-Legende Billy Hart setzen Refseths harmonische und rhythmische Kaskaden ebenso Akzente wie in den ersten Produktionen des »Andromeda Mega Express Orchestras«. 2015 veröffentlichte der in Berlin lebende Norweger sein zweites eigenes Album »Praying«, aufgenommen mit Saxophonist Christian Weidner und Kontrabassist Matthias Pichler. Die von Refseth geschriebenen Stücke fesseln mit einer individuellen Ästhetik, die zwischen melodiöser Kontemplation und subtilem Kammer-Jazz changieren.

Karl Ivan Refseth | Vibraphon
Christian Weidner | Altsaxophon
Matthias Pichler | Kontrabass

Live!Jazz: Juliana da Silvas Brasilian Jazz Projekt feat. Tony Lakatos

Mit geschlossenen Augen die Verbindung zum Publikum finden – das gelingt nicht jeder Sängerin so bemerkenswert wie Juliana da Silva. Alles eine Frage der Ausdrucksstärke, ist die Brasilianerin überzeugt. Und nicht nur sie: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung  bezeichnete ihre Auftritte als »musikalische Ganzkörpersinnlichkeit«. »Es ist alles: Ausdruck, Gefühl, Verarbeitung von Emotionen«, sagt die Sängerin über ihre Musik. Ihre Musik zeigt mehr als die faszinierende Ausdrucksstärke der Bandleaderin: Kein Song, der nicht die Soli des Instrumentaltrios in den Vordergrund stellt. Mal individuell und vereinzelt mit scheppernden Drums, wogendem Bass und virtuosem Klavier, dann wieder als Team, quirlig wippend oder sachte verebbend – das Gemeinschaftsgefühl gewinnt. Dass ihre Songs immer auf Portugiesisch sind, vermindert nicht ihre Magie.

Juliana da Silva | Gesang
Tony Lakatos | Tenorsaxophon
Henrique Gomide | Piano
André de Cayres | Kontrabass
Pablo Saez | Schlagzeug

Live!Jazz: Fabian Dudek Quartett

Fabian Dudek ist ein in Berlin lebender Saxophonist und Komponist. Dudek studierte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, war Mitglied im Bundesjazzorchester und Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Momentan arbeitet er an der Umsetzung komplexer rhythmisch-harmonischer Konzepte, bei denen eine Genrebetitelung überflüssig ist. Dudek sucht nach neuen Wegen, die über Intellekt und
Emotion führen. Dies passiert hauptsächlich in eigenen Projekten, wie dem »Fabian Dudek Quartett« oder dem Quintett »Brain Code«. Vor allem bei seinem Quartett versucht er eine der wohl traditionellsten Besetzungen auf neue Wege zu führen, die vorherrschenden Vorurteile zu überwinden und den Zuhörern Nährboden zum Nachdenken zu geben. Das erste Album »Creating Meaning« wurde im Dezember 2019 auf Fixcel Records veröffentlicht. Das zweite Album »Isolated Flowers« wird Anfang 2022 auf Traumton Records veröffentlicht.

Fabian Dudek | Altsaxophon
Felix Hauptmann | Piano
David Helm | Kontrabass
Fabian Arends | Schlagzeug

Live!Jazz: Jean-Philippe Bordier Quartett

In der Besetzung mit Orgel, Vibraphon und Schlagzeug präsentiert der Pariser Gitarrist Jean-Philippe Bordier auf seinem neuen Album »Four is more« ausnahmslos Eigenkompositionen, die sich stilistisch aus der Tradition eines Wes Montgomery über George Benson bis zu Rare-Grooves speisen und so einen frischen Mix aus Swing, Funk und Latin enthalten. Jean-Philippe Bordier, dessen Karriere sich bereits über dreißig Jahre erstreckt, ist fester Bestandteil der Pariser Jazz-Szene, in der er sich als sehr erfahrener Sideman mit George Brown, Butch Warren, Alain Jean-Marie u.v.a. einen Namen gemacht hat.

Jean-Philippe Bordier  | Gitarre
Guillaume Naud | Hammond
Pascal Bivalski | Vibraphon
Andreas Neubauer | Schlagzeug