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Jazzrausch Bigband

Bigband trifft Technoclub

Das Ensemble vereint den Kosmos zügelloser Kreativität mit den hohen Ansprüchen eines urbanen Nachtlebens. In München ist man besonders stolz auf den großen Erfolg der einstigen Lokalhelden: 2014 eben dort gegründet, revolutionierte die Truppe die deutsche Jazz- und Technoszene mit zuvor ungeahnten Crossover-Darbietungen, musikalischem Witz und jeder Menge Tanzbarkeit im Sound. Seither spielen sie jährlich über 120 Konzerte und waren im New Yorker Lincoln Center bereits ebenso zu Gast wie in der Berliner Philharmonie. Die Jazzrausch Bigband musiziert nicht, sie zaubert! Und lässt die Diversität eines Orchesters kurzerhand eins werden mit der sonst so strikten Klarheit eines Technosets. Das ist Kunst!

Live!Jazz: Phillip Dornbusch Quintett »Projektor«

Der Berliner Tenorist Phillip Dornbusch – in dieser Band übrigens nicht zu verwechseln mit seinem (fast) gleichnamigen Schlagzeuger – studierte Musik an der Musikhochschule Hannover und am Jazzinstitut Berlin. Nach einem Auslandsaufenthalt in  Den Haag und dem Studium bei John Ruocco am Royal Conservatory war Phillip von 2018 bis 2020 Mitglied des Bundesjazzorchesters unter der Leitung von Jiggs Wigham und Niels Klein.

Wenn Dornbusch spielt, dann tut er dies nicht unbedingt nach Schema F. Seine Maximen lauten: experimentieren, ausprobieren, tunlichst Wiederholungen vermeiden. „Da bin ich viel zu untheoretisch. Ich schreibe lieber aus Stimmungen heraus.“ Weniger Noten. Einfach  vom Gefühl und der Tagesform treiben lassen. So kommt es vor, dass ein und dasselbe  Stück regelmäßig anders klingt, in Tonart, Rhythmus und harmonischen Variationen. Dafür braucht es offene, flexible Gleichgesinnte, die noch dazu ihr Instrument exzellent beherrschen. Deshalb dauerte es wesentlich länger als bloß einige Telefonate, um  “Projektor“ zusammenzustellen, jenes junge Forscher-Quintett mit der Pianistin Johanna Summer, dem Gitarristen Johannes Mann, dem Bassisten Roger Kintopf und dem Drummer Philip Dornbusch (der kurioserweise nicht verwandt mit dem Mann am Tenorsaxophon ist; der winzige Unterschied liegt beim L im Vornamen), das nun mit „Reflex“ (Double Moon/inakustik) ein Werk veröffentlicht, das auch für die erfolgserprobte “Jazzthing: Next Generation”-Reihe  ein neues Kapitel aufschlägt.

Phillip Dornbusch | Tenorsaxophon
Johanna Summer | Piano
Johannes Mann | Gitarre
Philip Dornbusch | Schlagzeug
Roger Kintorf | Kontrabass  

Omer Klein Trio

Einnehmend-packendes Wechselspiel

Omer Klein, der „zu einer kleinen Schar von Meisterpianisten gehört“ (Süddeutsche Zeitung), lädt auf seinem neuen, bislang persönlichsten Album zu einer feinsinnigen Beobachtung des Istzustands der Welt ein. Die zehn Stücke spiegeln Kleins Realität als Mensch, Pianist, Komponist, Bandleader, Vater und Künstler zwischen den Kulturen. Seine Emotionen und Erfahrungen der Momente, in denen weite Teile der Erde stillzustehen schienen, in denen viele Menschen erkrankten und schreckliche Bilder die Zeit zeichneten, verlangten nach Bündelung und Ausdruck. Den Blick abwechselnd nach innen und außen gerichtet, entstand sukzessive ein Erzählstrang von außergewöhnlicher Dynamik und Tiefe, in dem er das Kleine im Großen betrachtet. Um dem beständigen Mäandern zwischen Alleinsein und dem Wunsch nach Miteinander Ausdruckskraft zu verleihen, entschied sich der Musiker für eine spezielle Zusammensetzung der Stücke von „Personal Belongings“.

Omer Klein | Piano
Haggai Cohen-Milo | Bass
Amir Bresler | Schlagzeug

Live!Jazz: Thomas Langer Trio

Thomas Langer stammt aus Rodgau bei Frankfurt und ist seit 1992 professioneller Gitarrist, Komponist und Dozent für Gitarre und Ensemblespiel. Bis heute inspiriert ihn die Verbindung von Songs, Grooves und guten Melodien, ergänzt durch Improvisation, Interaktion und dem energetischen Austausch mit Musikern. Auf der aktuellen Produktion “20/21” kombiniert er eingängige Melodien mit Ohrwurm-Charakter, mitreißende Grooves im Motown-Style, Stimmungen und Erzählungen von Reisen und die Energie des Rock ‘n’ Roll. Thomas Langer wurde mit Kulturpreisen in Deutschland und den USA ausgezeichnet, u. a. durch das Guitar Institute of Technology, Los Angeles sowie durch seine Heimatstadt Rodgau (Kulturpreisträger, 2014). In Deutschland und im europäischen Ausland bekannt wurde er durch die Zusammenarbeit mit Barbara Dennerlein und ihrer Band “Bebab” sowie inspirierenden Bandprojekten wie dem Orgeltrio FLUX oder dem Jazzrocktrio LANGER, SCHMID, MESSINA mit dem Bassisten Wolfgang Schmid (Passport).

Thomas Langer | Gitarre
Ralf Cetto | Bass
Jean-Marc Robin | Schlagzeug

4onJazz

Hinweis: Bei dieser Veranstaltung gilt coronabedingt das 2G-Optionsmodell, d.h. nur nachweislich geimpfte und genesene Personen erhalten Einlass. Nach Hessischer Verordnung sind die Veranstalter zudem aufgefordert die Personalausweise zu kontrollieren. Es gilt Maskenpflicht am Platz.

4onJazz ist ein junges Jazz-Quartett aus Darmstadt mit nicht mehr ganz so jungen Musikern. Spielspaß, Musikalität und Spontanität stehen im Vordergrund und sollen die interpretatorische Vielseitigkeit des Jazz neu vermitteln. Basierend auf diversen Jazz-Klassikern werden neue Linien gezeichnet und Spielräume ausgelotet. Um die Saxophonistin Anke Schimpf gesellen sich Bülent Artes als Schlagzeug-Urgestein, Udo Brenner als Meister des Kontra-Bass und Christoph Kühnel als erfahrener Mann an den Tasten.

Anke Schimpf | Saxofon
Anke Schimpf ist seit vielen Jahren in der Darmstädter Musikszene in unterschiedlichsten Formationen aktiv. Als “Sister City Delegate” war sie stellvertretend für Darmstadt in San Antonio Texas und in Graz für dortige Konzerte eingeladen. Viele Jahre war sie mir der “Black & White Coop” und “Phunk m.o.b.” auf Konzerttour. Seit einigen Jahren leitet sie “Outline”, die Band des Jazz Fördervereins.

Bülent Ates | Schlagzeug
Bülent Ates erlebte Anfang der 70er Jahre Albert Mangelsdorff bei einem Auftritt in Istanbul und beschloss daraufhin nach Deutschland zu kommen. Seitdem ist Bülent eine feste Größe der Frankfurter Szene. Er hat unter anderem mit Heinz Sauer, Christof Lauer, Bob Degen, Harry Petersen und Alfred Harth zusammengearbeitet.

Udo Brenner | Bass
Fester Bestandteil der Darmstädter Musikszene. Langjährige Konzerttätigkeit in unterschiedlichsten musikalischen Formationen. Unter anderem Bassist der Darmstädter Bigband, bei Stephanie Wagners „Quinsch“, Theater und CD Produktionen. Seine Erfahrung und Musikalität machen ihn zu einem Juwel in jeder Formation.

Christoph Kühnel | Klavier
Christoph Kühnel spielt seit seinem 8. Lebensjahr Klavier. Verschiedene Formationen führten ihn durch diverse Stilrichtungen. Unter anderem spielte er bei Tommy in Offenbach, im Tigerpalast, im Varieté Pegasus, bei zwei „Tatorts“, mit Konrad Beikircher, in diversen Staatstheaterproduktionen und eigenen Bands. Seit vielen Jahren aktiv in der Darmstädter Musikszene insbesondere im Bereich Jazz.

Frank Wingold Entangled Music

„Entangled Music“ hat der Kölner Gitarrist Frank Wingold sein Trio genannt und nimmt damit Bezug auf den Begriff aus der Quantenmechanik, wie er selber erläutert: „Auf die Musik bezogen steht der Begriff für die Idee, dass zwei oder mehr Partikel andere beeinflussen und sogar ohne direkte Kommunikation ein verflochtenes System werden.“ Das Resultat: hochkomplexe Improvisationsmusik. Wingold bevorzugt dabei eine halbakustische, siebensaitige Gitarre und setzt auf die Technik des „Fingerpicking“, was ihm erlaubt, den melodischen und harmonischen Prozess auf seinem Instrument gleichzeitig zu gestalten, in dem er zugleich das Thema zupft, während die übrigen vier Finger akkordisch grundieren. Das eingespielte Duo Robert Landfermann (Bass) und Jonas Burgwinkel (Schlagzeug) beschränkt sich natürlich nicht auf die begleitende Funktion. Vielmehr agieren die beiden antizipierend, so als wüssten sie was gleich passiert und wären auf die Impulse von Wingolds Gitarre vorbereitet, die sie eigentlich gar nicht kennen können. Die drei Kölner teilen den unbedingten Willen, ihrer Imagination freien Lauf zu lassen, ihre Musik im freien Spiel ihrer improvisatorischen Kräfte in jedem Moment neu zu formen, sie zu zerlegen und immer wieder neu zusammenzusetzen.

Frank Wingold | Gitarre
Robert Landfermann | Kontrabass
Jonas Burgwinkel | Schlagzeug

Bei dieser Veranstaltung gilt 2G-Plus. Entsprechend der aktuellen Coronavirus-Schutzverordnung des Landes Hessen (CoSchuV) heißt 2G-Plus, dass zusätzlich zu Geimpft- oder Genesenennachweis auch noch ein aktueller Test oder der Nachweis einer so genannten Booster-Impfung nötig ist (CoSchuV §3, Absatz 2). Die Veranstalter sind zudem aufgefordert die Personalausweise zu kontrollieren. Es gilt Maskenpflicht am Platz.

dazz 2022: Younee

Live auf klassischem Fundament improvisieren

Von den Medien bundesweit als Star-Pianistin gefeiert, hat sich die junge Südkoreanerin jedoch nicht nur mit ihrem einmaligen und virtuosen Klavierspiel einen Namen gemacht. Mit überwältigender Improvisationskraft und der außergewöhnlichen Gabe, auch live auf einem klassischen Fundament frei zu komponieren, definiert Younee ihre ganz eigene Stilart: Free Classic Jazz. Insbesondere die spontanen Improvisationen während ihrer Live-Auftritte rauben einem schier den Atem und lösen regelmäßig wahre Begeisterungsstürme beim Publikum aus. Bereits in frühester Kindheit saß Younee am Klavier und erfand eigene Melodien. Ihr großes Talent konnte sie später mit einem Studium als Konzertpianistin an der Yonsei University in Seoul ausbauen und ihre Technik perfektionieren. Nach erfolgreichem Abschluss gewann sie Wettbewerbe und Festivals doch die Improvisation blieb ihre Leidenschaft.

Hinweis: Bei dieser Veranstaltung gilt coronabedingt das 2G-Optionsmodell, d.h. nur nachweislich geimpfte und genesene Personen erhalten Einlass. Nach Hessischer Verordnung sind die Veranstalter zudem aufgefordert die Personalausweise zu kontrollieren. Es gilt Maskenpflicht am Platz.

dazz 2022: Billie – Legende des Jazz

Ihre ungewöhnliche Stimme und ihre Lieder voll emotionaler Strahlkraft machten sie weltberühmt, sie lieferte den Soundtrack für die amerikanische Bürgerrechtsbewegung der People of Colour. Der Film verknüpft restauriertes Archivmaterial, bisher ungehörte Interviewaufnahmen ihrer Wegbegleiter und Aufzeichnungen ihrer wichtigsten  Bühnenauftritte. Die Journalistin Linda Lipnack Kuehl führte die Gespräche in den späten 60ern. Die ganze Wahrheit konnte sie nie veröffentlichen: Sie starb in den 70ern unter ebenso tragischen Umständen, wie Billie Holiday im Jahre 1959.

GB 2019; 98 Minuten; R: James Erskine

Hinweis: Bei dieser Veranstaltung gilt coronabedingt das 2G-Optionsmodell, d.h. nur nachweislich geimpfte und genesene Personen erhalten Einlass. Nach Hessischer Verordnung sind die Veranstalter zudem aufgefordert die Personalausweise zu kontrollieren. Es gilt Maskenpflicht am Platz.

dazz 2022: Bees Denäwe und Johnny Jazz

Jazz meets Comedy

Das Leeheimer Kultduo wird im Wechsel mit der Jazzformation Johnny’s Jazz Collection in einem Parforceritt durch alle möglichen Musikstile aberwitzige Themen aufgreifen und den  täglichen Wahnsinn mit allen Mitteln geraderücken. Die beiden Mundartmusiker Klaus  Lohr und Franz Offenbecher, machen dabei vor keiner noch so banalen Begebenheit  kalt, geben Antworten auf Fragen, die keiner stellt, und sind sich zu keinem Blödsinn zu  schade. Dabei bleiben sie stets heimatverbunden und pflegen die südhessische Mundart.

Hinweis: Bei dieser Veranstaltung gilt coronabedingt das 2G-Optionsmodell, d.h. nur nachweislich geimpfte und genesene Personen erhalten Einlass. Nach Hessischer Verordnung sind die Veranstalter zudem aufgefordert die Personalausweise zu kontrollieren. Es gilt Maskenpflicht am Platz.

dazz 2022: Eddy Sonnenschein Quartett

Zwei Jahre ist das letzte Konzert im Zucker schon her und auch das war ein intimer Jazzabend, u.a. mit Bassist Grégoire Pignede (bekannt durch die Darmstädter Band Triorität) und Drummer Eddy Sonnenschein. Da passt es doch wunderbar, die Pandemie-Pause auch mit diesen beiden zu beenden! Sonnenschein stellt an diesem Abend sein neues Quartett mit Pignede, Saxofonist Victor Fox und Pianist Fe Fritschi vor. Ihr Jazz ist lyrisch, atmosphärisch, europäisch. Oder wie die Band es schreibt: „Mal suchend, mal findend, oft leise, aber immer aufmerksam“.

Hinweis: Bei dieser Veranstaltung gilt coronabedingt das 2G-Optionsmodell, d.h. nur nachweislich geimpfte und genesene Personen erhalten Einlass. Nach Hessischer Verordnung sind die Veranstalter zudem aufgefordert die Personalausweise zu kontrollieren. Es gilt Maskenpflicht am Platz.