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Merck-Sommerperlen: Ladysmith Black Mambazo

Traditioneller südafrikanischer Vokalgesang, komplexe Rhythmen und Harmonien haben seinerzeit Paul Simon begeistert – und nehmen die Zuhörer auch heute ein.

Die südafrikanische Vocal-Band Ladysmith Black Mambazo (LBM) kann auf über 50 Jahre Bandgeschichte zurückblicken. In den 1960er Jahren von Joseph Shabalala gegründet, trat die traditionelle A-cappella-Gruppe zunächst auf lokalen Hochzeitsfesten zwischen Durban und Johannesburg auf, machte sich mit ihren komplexen Rhythmen und Harmonien jedoch rasend schnell einen Namen und veröffentlichte 1973 ihr erstes Album – das als erste afrikanische LP überhaupt die Goldenen Schallplatte erhielt.

Der internationale Durchbruch gelang LBM durch ihr Mitwirken auf Paul Simons Erfolgsalbum „Graceland“ 1986. Es folgten drei weitere von Paul Simon produzierte Alben für den amerikanischen Markt, ein Auftritt in Michael Jacksons Moonwalker, Kollaborationen mit Künstler*innen wie Melissa Ethergidge und Hugh Masekela sowie mehrere Grammyauszeichnungen.

Das Album „Long Way to Freedom“ von 2006 markierte das 45-jährige Bestehen der Band, die seit ihrer Gründung 30 verschiedene Mitglieder zählte. 2020 starb Joseph Shabalala, der Gründer der Gruppe. Doch seine Musik, seine künstlerische Idee von der ursprünglichen Seele afrikanischen Kontinents, die Verbreitung der traditionellen Musik der Zulu, wirkt weiter.

Live!Jazz: Peter Evans feat. Lichtenberger Ensemble

Peter Evans ist Trompeter und Komponist und lebt seit 2003 in New York City. Evans ist Teil einer spannenden Scene mit einer Vorliebe für musikalisches Experiment und seine Werke vereinen eine große Bandbreite zeitgenössischer Techniken und Traditionen. Peter beschäftigt sich zudem mit Improvisation in vielen Facetten als Element und Werkzeug von Komposition und als gemeinschaftlicher Prozess, Neue Musik entstehen zu lassen. Er hat eine ganze Reihe von Aufnahmen vorgelegt und ist sowohl solistisch als auch als Mitglied und Frontman unterschiedlicher Formationen wie “Pulverize the Sound“ oder „Rocket Science“ tätig.

Im heutigen Konzert ist Evans als Solist zu erleben, aber auch das musikalische Experiment bekommt Raum, wenn die Sängerinnen und Sänger des Lichtenberger Ensembles als  musikalische Partner hinzutreten. Das Ensemble besteht aus Lehrer*innen und Schüler*innen des Lichtenberger Instituts und widmet sich der Suche nach der Erweiterung des vokalen  Ausdrucks und des Experimentierens mit Stimme und Klang – auch in der Verbindung mit dem Instrumentalen. Dazu gehört immer auch die vokale und instrumentale Improvisation um neue musikalische Zugänge abseits ausgetretener Pfade  zu erleben.