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19. Darmstädter Jazzforum: Kathrin Pechlof Trio

24. September 2025 | 20:00 bis 23:00
€15 – €20

Wenn es um Spiritualität in der Musik geht, wird der ätherische Klang der Harfe neben dem repetitiven Groove der Perkussion wahrscheinlich am häufigsten assoziiert. Nicht umsonst folgt der Titel des 19. Darmstädter Jazzforums, „Universal Consciousness“, Alice Coltranes wegweisenden Album von 1971.

Als Harfinistin blieb Coltrane, die vor allem Pianistin war, viele Jahre ein Solitär – trotz der Hochachtung, die sie insbesondere für dieses Werk in der Jazzszene erfuhr. Deborah Henson-Conant und in jüngerer Zeit der Kolumbianer Edmar Castañeda sowie die US-Musikerin Brandee Younger gehören heute zu den wenigen international bekannten Harfinist*innen im Jazz – und eben zwei Europäerinnen, die Schweizerin Julie Campiche und Kathrin Pechlof.

Die Wahl-Berlinerin Pechlof, klassisch bei Gudrun Haag in München ausgebildet, begeisterte sich früh für die Improvisation und erweiterte Spieltechniken, wechselte zum Jazz, studierte bei Frank Gratkowski und Joachim Ulrich in Köln und gilt heute als eine der herausragenden Komponistinnen und Improvisatorinnen auf ihrem Instrument in Deutschland. 2023 wurde sie mit dem renommierten SWR-Jazzpreis ausgezeichnet.

Für ihre Musik verwendet sie nicht nur ein breites Spektrum erweiterter Spieltechniken, um ungewöhnliche Klänge und Farben auf der Harfe zu erzeugen, sie erforscht vielmehr die spezifischen Grenzen der Harfe, um ihre einzigartige instrumentale Ausdrucksform weiterzuentwickeln. Kein Wunder, dass sie darüber eine besondere Faszination für die Musik Alice Coltranes entwickelte. 2024 schrieb sie einen äußerst fundierten, aber auch von großer Bewunderung geprägten Artikel über Coltrane in der Zeitschrift Jazzpodium.

Das Repertoire ihrer langjährigen Working Band mit dem Altsaxofonisten Christian Weidner und dem Kontrabassisten Robert Landfermann, das sie zum Auftakt des 19. Darmstädter Jazzforums im Gewölbekeller des Jazzinstituts präsentiert, atmet eine ganz eigene Spiritualität. Wie Alice Coltrane betrachtet es Musik nicht nur als Kunst des Klanges, sondern als spirituelle Kraft, die Menschen transformieren und verbinden kann – ganz im Sinne Albert Ayler: „music is the healing force of the Universe“.

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