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19. Darmstädter Jazzforum: Jazz is the Place-Filmreihe

Was verbindet Jazz und das Leben? Diesen feinen Linien spürt das programmkinorex Darmstadt im Rahmen des 19. Darmstädter Jazzforums in einer eigens kuratierten Filmreihe nach. Patrick Holzapfel – Autor, Kritiker und Kurator – hat vier Filme ausgewählt, die Jazz nicht nur porträtieren, sondern auch als Lebensform, als Haltung zur Welt sichtbar machen.

Zum Abschluss des diesjährigen Jazzforums werden zwei zwei außergewöhnliche Künstlerporträts über Ornette Coleman und Sun Ra gezeigt, die die musikalische wie philosophische Radikalität dieser Jazzlegenden auch filmisch erfahrbar machen. Denn in Ornette: Made in America von der US-Filemacherin Shirley Clarke (USA, 1985) und Robert Mugges Film Sun Ra: A Joyful Noise (USA, 1980) werden zwei berühmte Musiker porträtiert, gleichzeitig aber geht es um deren Übersetzung von Musik in eine Lebensphilosophie. Dabei suchen die jeweiligen Filme nach formalen und stilistischen Entsprechungen zur Musik, die offenbaren, was es bedeutet, sein Leben der Musik zu widmen.

In einem Gespräch zwischen den beiden Filmen versuchen Arndt Weidler vom Jazzinstitut Darmstadt und der Mainzer Filmemacher und Regisseur Teoman Yüzer zu ergründen, wie die experimentellen Musikansätze der Protagonisten mit der experimentellen Bildsprache der Filmemacher korrelieren und welche weiteren Parallelen es zwischen beiden Kunstformen möglicherweise gibt.   

19. Darmstädter Jazzforum: Jazz is the Place-Filmreihe

Was verbindet Jazz und das Leben? Diesen feinen Linien spürt das programmkinorex Darmstadt im Rahmen des 19. Darmstädter Jazzforums in einer eigens kuratierten Filmreihe nach. Patrick Holzapfel – Autor, Kritiker und Kurator – hat vier Filme ausgewählt, die Jazz nicht nur porträtieren, sondern auch als Lebensform, als Haltung zur Welt sichtbar machen.

Den Auftakt machen zwei Filme, die Fragen nach Alltag, Zugehörigkeit und gesellschaftlichem Ort des Jazz stellen – mit sehr unterschiedlichen Blickwinkeln: einmal im Großbritannien der 1950er Jahre, einmal im Schweden der 1970er. Dazwischen führt Holzapfel ein Gespräch mit der Musikerin Kathrin Pechlof über Bezüge zum Heute und die filmische Umsetzung des Themas im Gestern.

Mit Momma Don’t Allow (GB, 1956) von Karel Reisz und Tony Richardson und Sven Klangs kvintett (SWE, 1976) des Regisseurs Stellan Olssen lässt der Kurator zwei Filme in einen Dialog treten, in denen Jazz für gesellschaftliche Umwälzungen sorgt. Dabei wird die Musik Ventil eines individuellen und spirituellen Ausdrucks, der für manche bedrohlich, für andere befreiend wirkt.