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Mateusz Smoczyński Quartet feat. Leszek Żądło – Tribute to Zbigniew Seifert

Der Höhepunkt der Reihe „Jazz First – Tribute to Zbigniew Seifert“ bringt am 31. Oktober das Mateusz Smoczyński Quartet mit dem Saxophonisten Leszek Żądło als special guest in die Darmstädter Orangerie.

Mateusz Smoczyński zählt zu den profiliertesten Jazzgeigern Europas. Gemeinsam mit Dominik Wania (Piano), Sławomir Kurkiewicz (Kontrabass) und Michał Miśkiewicz (Schlagzeug) nähert er sich dem musikalischen Erbe Zbigniew Seiferts aus heutiger Perspektive: nicht als Rekonstruktion, sondern als lebendiger Dialog zwischen Komposition, Improvisation und zeitgenössischer musikalischer Sprache. Neben Werken mit Bezug zu Seifert präsentiert das Quartett auch eigene Kompositionen von Mateusz Smoczyński. Eine besondere Verbindung zu Seifert schafft der in München lebende Saxophonist Leszek Żądło, der ihn persönlich kannte und mit ihm musizierte.

Der Abend verbindet Generationen und musikalische Welten und erinnert an einen der bedeutendsten europäischen Jazzmusiker des 20. Jahrhunderts.

Schader-Festival 2026: Listening Session

Einen Tag lang greifen wir gemeinsam nach den Sternen: Das Schader-Festival beginnt um 11 Uhr und geht in Kooperation mit der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 die zweite Runde! Das Jazzinstitut Darmstadt trägt mit einer Listening-Session zum Festival bei.

Jazz ist vor allem Live-Musik. Doch viele prägende Künstler*innen sind heute nur noch auf Aufnahmen zu erleben. Sie gemeinsam anzuhören und über Musik, Entstehungskontext und ihre gesellschaftliche Bedeutung ins Gespräch zu kommen, schafft ein Gemeinschaftserlebnis, das weit über das bloße Abspielen einer Platte hinausgeht. Ausgehend von der Ausstellung „Voices of Change – Politische Ausdrucksformen im Jazz“, die kürzlich im Jazzinstitut Darmstadt gezeigt wurde, werden ausgewählte Beispiele aus der Jazzgeschichte gehört und diskutiert – über Musik als Ausdruck, Haltung und Resonanzraum ihrer Zeit.

Filmvorführung & Gespräch: Dream Baby Dream

60 Berliner Akteur:innen, darunter Kinder, Jugendliche, Erwachsene sowie Künstler:innen aus unterschiedlichen Disziplinen erkunden im experimentellen Kurzfilm DREAM BABY DREAM durch Musik, Bewegung und Poesie zentrale Fragen unserer Gegenwart: die Suche nach Heimat und Zugehörigkeit, das Spannungsfeld zwischen Traum und Utopie, und die Spuren von Traumata in Berlins migrantischen Gemeinschaften.

Das Projekt wurde im Herbst 2025 von einem zehnköpfigen Creative Team entwickelt und während der Jazzfest Community Week in Berlin gedreht. Der preisgekrönte Film (Länge ca. 21 Minuten) feierte im April 2026 seine Premiere in Washington D.C. und wurde seitdem bei Screenings auf Musik- und Filmfestivals im In- und Ausland gezeigt, nun im WDC-Pavillon in Darmstadt. Die künstlerische Leiterin des Jazzfests Berlin ist anwesend und stellt den Film und das Projekt im Gespräch mit der Direktorin des Jazzinstituts Darmstadt, Dr. Bettina Bohle, vor.

Hessisches Jazzpodium/Darmstädter Jazzherbst 2026: Verleihung des Hessischen Jazzpreises

Der mit 10.000 Euro dotierte Hessische Jazzpreis 2026 geht an den langjährigen Musikchef und Jazzkritiker der F.A.Z. sowie Autoren vielzähliger Biographien und Herausgeber diverser Sammelbände zur Jazzgeschichte, Wolfgang Sandner. Aus der Begründung des Hessischen Ministers für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Timon Gremmels: „Wolfgang Sandner hat mit seinem feinen Gespür für Klang und seinem kritischen Blick den Diskurs insbesondere zum Jazz über viele Jahrzehnte geprägt. Es ist seinem Schreiben zu verdanken, dass die Gattung Jazz auch hierzulande als eine der wichtigen zeitgenössischen Musikgenres betrachtet wird. Sein Engagement sorgte dafür, dass die Traditionslinien des Jazz als wissenschaftlich relevant und die Arbeit der Musikerinnen und Musiker als innovationsfördernd wahrgenommen werden. Ich freue mich, Wolfgang Sandner als Ausnahmeerscheinung des Qualitätsjournalismus für seine besonderen Verdienste um den Jazz mit dem Hessischen Jazzpreis 2026 auszuzeichnen.“

Die Verleihung des Preises mit kurzer Lesung des Preisträgers und der Laudatio findet im Vorlauf zum Doppelkonzert von Müller + Mahall Moden und Fulsome X im Rahmen des Darmstädter Jazzherbstes 2026 in der Bessunger Knabenschule statt.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Hessischen Jazzpodiums 2026. Die Veranstaltung wird gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur

Sigrid Borchert Quartett

Das Sigrid Borchert Quartett präsentiert vertonte Gedichte der Lyrikerin Mascha Kaléko. Die ausgewählten Gedichte erzählen vom Zusammenleben von Menschen und ihren Gefühle, beschreiben bissig Alltagsgeschichten und erzählen auf berührende Weise von Situationen aus Mascha Kalékos Leben. Aus dieser besonderen Mischung entwickelte sich ein sehr abwechslungsreiches Programm als Spiegelbild eines bewegten Lebens.

Ewwerscht swings: Bartones Collective

Der Eberstädter Bürgerverein und Pauls Kultur(t)raum laden zu einem lauen und launigen Sommerabend in die Geibelsche Schmiede ein. Auf dem Programm stehen Jazz-Standards, Balladen sowie bekannte Songs aus Pop und Soul.

Das BARTONE Collective mit Andreas Schlossarek (Gesang), Norbert Paul (Klavier), Nicky Madden (Saxophon), Wolfgang Ritter (Bass) und Christoph Gräbener (Drums) präsentiert zeitlose Jazz-Standards im Stil von Frank Sinatra, einfühlsame Balladen bis hin zu groovigen Songs von Sting oder Joe Cocker.

„Ewwerscht swings“ – der Titel ist Programm und verspricht einen beschwingten Sommerabend mit viel guter Laune. Das Konzert findet im Garten / Hof der Geibelschen Schmiede statt. Bei Regen wird die Veranstaltung in den Innenraum verlegt. Die Bewirtung übernimmt der Eberstädter Bürgerverein.

Confluences

Entstanden aus der Zusammenarbeit zwischen dem italienischen Saxophonisten Leonardo Radicchi und den beiden deutschen Musikern Markus Wach und Moritz Weissinger, erkundet dieses pianolose Trio die Beziehung zwischen Melodie und Rhythmus.

Mit Wach und Weissinger hat sich Radicchi eine eingespielte Rhythmusgruppe an die Seite gestellt, die mit dem Ensemble „Mala Isbuschka“ seit über zehn Jahren im Bereich der orientalischen und osteuropäischen Musik aktiv ist.

Das Repertoire des Trios umfasst Eigenkompositionen, die fest in der zeitgenössischen europäischen Jazzszene verankert sind. Mit einem starken Fokus auf den rhythmischen Puls und einem fesselnden Klang greifen sie darüber hinaus auf orientalische Klänge und Instrumente außerhalb des Jazz zurück, um ein äußerst mitreißendes Musikerlebnis zu schaffen: Ein Zusammenfluss verschiedener Stilistiken, Musikkulturen und Spielweisen. Wie immer wird das sicher ein erlebnisreicher Abend mit Markus Wach, der schon mit verschiedensten Musiker*innen im Duo oder Trio bei Agora gespielt hat.

Foto by Ferry

Elsa & Flávio Quzartett

Die Sängerin Elsa Johanna Mohr aus dem Rheinland und der Gitarrist Flávio Nunes aus São Paulo spielen seit sieben Jahren zusammen. Sie verbindet eine gemeinsame musikalische Sprache, mit der sie die brasilianische Lebenslust und die altbekannte Sehnsucht der Brasilianer:innen zum Ausdruck bringen.

Mit ihrem neuen Album „Em Julho“ nehmen sie ihr Publikum erneut mit auf eine musikalische Reise nach Brasilien. Die Aufnahmen entstanden im August 2025 und versammeln eine lebendige Mischung aus Klassikern der brasilianischen Musik und eigenen Kompositionen.

Stücke wie „Água de Coco“ von Marcos Valle oder „Tico-Tico no Fubá“ von Zequinha de Abreu treffen auf Songs von Künstler:innen wie Milton Nascimento oder Djavan. Darunter mischen sich Eigenkompositionen der Sängerin, etwa das Stück „Beijo da Lua“ (dt. Kuss vom Mond), in dem von der besonderen Magie und Energie Brasiliens die Rede ist oder „Jaguar“ in dem Mohr filigran auch die deutsche Sprache einarbeitet und das Erinnerungen an ihre Brasilienaufenthalte metaphorisch einfließen lässt.

Nach ihrem Debütalbum „Passadinha“, das 2023 im Rahmen der Reihe „Jazz Thing Next Generation“ erschien, führen sie diese Zusammenarbeit auf „Em Julho“ (erschienen im Juli 2026) konsequent weiter – intim, warm und voller Lebensfreude. Der Titel steht dabei für ein Lebensgefühl: ein musikalischer Sommer, den man jederzeit hören kann und der Alltagsprobleme für einen Moment in den Hintergrund treten lässt – leicht, sonnig und voller Sehnsucht nach Meer, Wärme und Ferne.

KHR Trio

Freies, wildes, mildes, geräuschiges, gewaltiges und sanftmütiges Improvisationstrio um die beiden Darmstädter Thomas Honecker an der Gitarre und Schlagzeuger Detlef Kraft, ergänzt um den Sopransaxophonisten  Wolfgang Reimers, zugleich Philosoph und ehemaliger Taxifahrer, bekannt aus den allerersten FIM-Tagen der 1990er Jahre. Reimers ist an diversen Improvisationsprojekten der Region beteiligt, insbesondere im Umfeld der Darmstädter Szene mit Detlef Kraft, Christoph Thewes sowie der ARTist Kooperative New Jazz Wiesbaden.

Jazz-Summernight mit Johnny’s Jazz Collection

Eine neue Location in Darmstadts Westen macht Furore! THE BUS nennt sich dieses außergewöhnliche Arrangement mit Antiquitäten im Saal, einem Bus auf dem Glasdach und tausend Besonderheiten und Überraschungen im Inneren.

Johnny‘s Jazz Collektion spielt beswingten und mitreißenden Jazz, Bossa, Blues – vom Feinsten. Die Besetzung verspricht einen fulminanten Abend mit Christoph Kühnel am Piano, Hsin Nieh mit ihrer außergewöhnlichen Stimme und ihrem weichen Timbre, Stefan Kammer am Kontrabass, Giovanni Gulino an den Drums und Hans Gantner am Tenor-Sax.