Klappernde Biergläser, grölende kartenspielende Studenten – ein normaler Dienstag-Abend im Krönchen. Doch plötzlich wird es ganz still, es wird geraunt und gemurmelt, wenn die Bühne sich langsam mit dem Krone-Oldstars-Orchestra füllt, so unwirklich und aus der Zeit gefallen ist dieser Anblick in einer Studentenkneipe. Gefühlte 1000 Jahre Musikerfahrung bringen die grauen Herren mit, die sich seit Jahren Woche für Woche unter der Orchesterleitung von Horst Wittich einfinden, um Swing, Jazz und Evergreens der letzten Jahrzehnte auf die Bühne zu bringen und sich inzwischen eine riesige Fangemeinde unter den Darmstädter Studenten erspielt haben.
Das Gramm Art Project ist an diesem Abend mit dem Programm “Same same but different” in der Goldenen Krone zu Gast. Das Jazztrio mit Julian Gramm (Gitarre), Thomas Bugert (Kontrabass) und Nic Schmidt (Drums) interpretiert bekannte Songs aus Pop und Rock, Evergreens, Traditionals und Charthits. Eben “Same same but different”.
Aufgewachsen in Greifswald nahm Tobias Altripp früh Klavierunterricht und befasste sich in seiner Freizeit intensiv mit Musik, arrangierte und komponierte. 2016 verschlug es den Musiker für ein Studium an der dortigen Musikhochschule nach Mannheim. Mittlerweile hat er die einstige Freizeitbeschäftigung längst zum Beruf gemacht, wurde unter anderem mit dem Förderpreis der Schweriner Jazznacht ausgezeichnet und teilte die Bühne mit Musikern wie Tony Lakatos, Ian Shaw und Klaus Graf. 2019 gründete er sein eigenes Trio, 2020 folgte das Debut-Album Experimental Blues, auf dem sechs Eigenkompositionen zu hören sind – z.T. neue Arrangements von Kompositionen, die noch aus der Schulzeit stammen.
Eine Veranstaltung im Rahmen von dazz – Jazz Winter Darmstadt 2024
Zur Preisverleihung des Darmstädter Musikpreises stellte Norbert Dömling spontan eine neue Band zusammen. Das Konzert lief ohne Proben hervorragend. Grund genug, weiterzumachen. Das Quintett, ein musikalisches Lust-Projekt, mit Spaß am Variieren, Interpretieren und Improvisieren mit professioneller Herzenslust. Die Kompositionen Dömlings sind meist melodisch, teilweise gibt es auch sperrige Themen. Das wichtigste ist aber die Interpretation der Bandmitglieder. Sie hören einander intensiv zu, kommunizieren und erwecken durch ihren persönlichen Stil das musikalische Ausgangsmaterial zum Leben.
Tony Lakatos | Saxophon
Stephanie Wagner | Querflöte
Manuel Seng | Piano
Norbert Dömling | Bass
Andreas Neubauer | Schlagzeug
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Frisch, abwechslungsreich, dynamisch: So kocht Yücel Öz, der Küchenchef der Centralstation – so kann aber auch Jazz klingen! Bestes Beispiel dafür sind Midnight Blue. Das Trio (Gitarrist Deniz Alatas, Bassist Christian Spohn und Schlagzeuger Max Sonnabend) sorgt, auch über die Stadtgrenzen hinaus, für jazzige Abende. Im Rahmen des dazz-Festivals verbindet sich nun Jazzkonzert und gutes Essen! Als Jazz-Happen serviert Yücel kreolische Spezialitäten aus New Orleans garniert mit Livemusik von Midnight Blue.
Um eine Vorab-Anmeldung wird gebeten:
reservierung@central-darmstadt.de
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KINOFILM UND GESPRÄCH
(D 2023 | R: Tilman Urbach | 106 min. | dt. Originalfassung)
Alexander von Schlippenbach spielt Klavier, komponiert, leitet Bands. Das Porträt zeigt biografische Brüche, aber auch Aufbrüche und rekonstruiert Schlippenbachs Weg ins Kollektiv der „Free Music Production“ (FMP), für die Free Jazz Entgrenzung bedeutete – vom musikalischen und vom politischen Establishment. Free Jazz – ein klingendes Demokratiemodel. Wolfram Knauer (Leiter des Jazzinsituts Darmstadt) geht nach dem Film mit Regisseur Tilman Urbach ins Gespräch.
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Das Geheimnis, derart unterschiedliche Bestandteile zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen, liegt in der Tat in der richtigen “Connection”, also der musikalisch-menschlichen Verbindung von vier ganz unterschiedlichen Bandmitgliedern, die Cordula Hamacher mit sicherem Gespür um sich geschart hat. Die Bandleaderin verkörpert in diesem Quartett die wohl stärkste Verbindung zur Hard-Bop-Tradition. Ihr sonorer, warmer, bluesgetränkter Sound, der mal schroff, mal samtig klingt, hört sich an, als sei sie bei Clifford Jordan in die Schule der rauen Herzlichkeit gegangen.
Das Konzertprogramm beinhaltetet ausgewählte Titel aus den Alben „Connected“ und „Abstract Truth“, sowie neue aus den letzten vier Jahren. Die Kompositionen bewegen sich zwischen Tradition und Moderne. Sie reichen vom Herkömmlichen bis zu ausgetüftelt komplexen Strukturen und verwenden eine Vielfalt kompositorischer Mittel.
Cordula Hamacher | Saxophone, comp
Jan Leipnitz | Schlagzeug
Zoran Terzic | Piano
Thomas Stabenow | Kontrabass
Seit dem fünften Lebensjahr klassisch bei Irina Goldstein ausgebildet, entdeckte Julian Blumenthaler rasch seine Leidenschaft für improvisierte Musik, getrieben vom Wunsch, den Sound der Violine mit Jazz, HipHop und Soul zu verbinden. Der Bundespreisträger von Jugend musiziert studierte an der Hochschule für Musik und Theater München sowie der Gustav-Mahler Privat-universität Klagenfurt bei Professor Maximilian Grosch. Als Teil des Jazz-HipHop Kollektivs FergexFisherman & Nujakasha spielt er Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 2020 gründete er das Julian Blumenthaler Quartett, wofür er das Stipendium des Freistaats Bayern Junge Kunst und neue Wege und das Popstipendium des Bundesverbandes Popularmusik erhielt.
Eine Veranstaltung im Rahmen des dazz – Jazz Winter Darmstadt 2024b
Junodori ist ein Musikprojekt aus Köln bestehend aus Judith Nordbrock und einem beachtlichen Kreis von internationalen Musiker*innen in unterschiedlichen Besetzungen. Ihre Songs entspringen der Singer-Songwriter-Tradition und verbinden unterschiedliche Genres mit Jazz; dabei spannen sie den Bogen von stimmungsvolle Balladen über humorvolle Chansons bis hin zu funk-groovigen Stücken und vereinen Harmonien und Rhythmen, die weder zu einfach noch zu komplex sind. Jeder Song folgt seiner ganz eigenen Stilistik und Geschichte und spiegelt den großen Facettenreichtum der Musikerin wider.
Eine Veranstaltung im Rahmen von dazz – Jazz Winter Darmstadt 2024
Mit ihrem Programm „It’s the most wonderful time of the year – The swinging Christmas session” präsentiert das Gentlemen’s Jazztett ein typisch swingendes Weihnachtsprogramm, das viele gern gehörte Christmas-Hits aus den USA beinhaltet. Von „Let it snow“ bis „Winter Wonderland“ und von „Santa Claus is coming to town” bis “Have yourself a merry little Christmas” ist hier fast alles drin, was der amerikanische Swing der 30er bis 70er Jahre der Welt an bekannten Weihnachtssongs geschenkt hat.
Programmatisch startet das im Trio auftretende Gentlemen’s Jazztett den Abend mit weihnachtlichen Wintersongs und nähert sich in zwei Sets stetig den musikalisch verarbeiteten Weihnachtsfeiertagen an. Lassen auch Sie sich von den Musikern in vorweihnachtliche Stimmung versetzen und genießen Sie einen unbeschwerten, swingenden Abend.
Mirko Meurer – Gesang | Manuel Seng – Piano | Niklas Schumacher – Bass