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dazz 2022: Sudden Orchestra

Schräg. Shreef. Post-Punk. Neulich (November 2021) war Sudden Orchestra der Aufwärmer von shreefpunk. Dynamische Wirtschaftsvorlage ausm Rhein-Main-Gebiet. Ihre Verzichtsspezialisierung mit abstrahierter Versorgungsauslastung bringt normativen dazz mit durchaus genialer Großverbraucher-Anomalie, Warn-Sinn, Zukunftsredundanz und virtuelle Gewinnkorruption mit bahnbrechender Erfolgsblamage. Dies alles steht garantiert für permanente Beziehungsakzeleration und qualifizierte Motivationspräferenz. Darüber hinaus dazzt es zu überemanzipatorischer Aktionstendenz.

Schikane

Trompete, Gitarre, Drums – Oben, Mitte, Unten?

Vielleicht … Möglicherweise aber auch anders herum … Jedenfalls drei Klangkollaborateure im gegenseitigen Austausch der Ideen und Verhandeln des Materials aus der Neuköllner Vielfalt.

Nikolaus Neuser: Neben eigenen Projekten wie dem kollaborativen Trio I Am Three, ist er aktuell aktiv in Gruppen mit u.a. Silke Eberhard, Kevin Shea, Andreas Willers, Maggie Nicols, Hannes Zerbe, Gebhard Ullmann, er spielte u.a. mit Ernst-Ludwig Petrowsky, Joe Morris, Nate Wooley, Tyshawn Sorey und tourte u.a. im Auftrag des Goethe-Instituts . Er ist auf gut 70 CDs und Schallplatten sowie zahlreichen Rundfunkproduktionen zu hören und erhielt Förderungen des Berliner Senats, des Musikfonds und war artist in residence im Zico House Beirut, Libanon – und zuletzt artist in residence der Stadt München, Villa Waldberta, Starnberger See, (2021).

Jörg Schippa spielte mit Kenny Wheeler, Ernst Reisjeger, Uwe Kropinski, Carlos Bica, Hannes Zerbe. 1988 erhielt er den Neuköllner Kulturpreis. Kompositionsauftrag der Klangwerkstatt Berlin “Rattle the Cage”, ein weiterer zur Realisation einer zeitgenössische Variante der Kaffeekantate von J.S.Bach. Zuletzt veröffentlichte Schippa eine CD mit dem Gitarrentrio “Kiosk”.

Denis Stilke ist ein Grenzgänger zwischen Jazz, Neuer Musik und Weltmusik. Sein vielseitiges und kreatives Spiel hat auf rund 30 Alben Eingang gefunden, u.a. mit dem eigenen Quartett (CD „in pieces“), Joachim Gies („Sound/ Body/Cells“), Bayon („Tanz der Apsara“), Hub Hildenbrand Trio ( „News from afar“), Paul Schwingenschlögel („Plejaden Suite“) Trio Rosenrot (“Lenz“), Six of a perfect Pair(„a question of balance“). Er konzertierte u.a. Transvokale Frankfurt, Flok Baltica, Festival Berlin-Istambul, Bardentreffen Nürnberg, Rudolstatt, Jazzmeile Thüringen, Jazzfest Potsdam, Jazz am Kaisersteg u.a.. 2021 erhielt er ein Stipendium für die Realisierung des Projekts „Klang/Kammer/Spiele“ von der Deutschen Orchester-Stiftung.

EPONJ + KHR

Doppelkonzert im freien Spiel

der Berliner Band Eponj mit der Viola-Spielerin Marie Takahashi, dem Bassisten Antonio Borghini und Anil Eraslan am Cello sowie der Darmstädter Formation KHR, die sich aus dem Trio Detlef Kraft am Schlagzeug und den Perkussionsinstrumenten, Thomas Honecker an der Gitarre und dem Sopransaxophonisten Wolfgang Reimers zusammensetzt.

Sudden Orchestra

Interactive Free Jazz & Performance Kollektiv Rhein-Main

Schon mittags, kurz nach High Noon, erscheint das vielköpfige Sudden Orchestra plötzlich auf der Open Air Bühne von Agora.

Wer sie kennt, weiß dass sie sich unberechenbaren und elektrisierenden Kreationen widmen. Geboren aus dem tiefen Wunsch heraus, ekstatischen & mehrdimensionalen Sound/Musik/Improvisation/Erfahrung/Reise und Abenteuer zu generieren. Geerdet in der explosiven Vielfalt elektrischer Extreme. Unersättlich hungrig nach der freiheitsmotivierten Interaktion untereinander und mit dem Publikum. Erforschen, experimentieren und ausdrücken in, mit und durch eine bewusste, wache und lebendige Kommunikation mit einem sich ständig verändernden Tanz der Lebensenergie. Die Freiheit des Unendlichen in dieser endlichen Realität verkörpern, manifestieren und materialisieren. Mit jedem Atemzug, mit jeder Bewegung, mit jedem Laut, was zur Erweiterung des kollektiven Bewusstseins beiträgt. Orchestrierung der unendlichen Sehnsucht nach der plötzlichen Verbindung.

Das wird ein spannender Mittsommermittag, übrigens mit Annick Moerman und Wenzel Heldens, die den Musiksommer 2021 bei Agora mit französischen Liebesliedern begonnen haben. Wie toll, dass es Musiker:innen gibt, die in allen Ecken des musikalischen Universums, ob Jazz, oder Klassik, ob Chanson, oder Performance, zuhause sind.