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Live!Jazz: Phillip Dornbusch Quintett »Projektor«

Der Berliner Tenorist Phillip Dornbusch – in dieser Band übrigens nicht zu verwechseln mit seinem (fast) gleichnamigen Schlagzeuger – studierte Musik an der Musikhochschule Hannover und am Jazzinstitut Berlin. Nach einem Auslandsaufenthalt in  Den Haag und dem Studium bei John Ruocco am Royal Conservatory war Phillip von 2018 bis 2020 Mitglied des Bundesjazzorchesters unter der Leitung von Jiggs Wigham und Niels Klein.

Wenn Dornbusch spielt, dann tut er dies nicht unbedingt nach Schema F. Seine Maximen lauten: experimentieren, ausprobieren, tunlichst Wiederholungen vermeiden. „Da bin ich viel zu untheoretisch. Ich schreibe lieber aus Stimmungen heraus.“ Weniger Noten. Einfach  vom Gefühl und der Tagesform treiben lassen. So kommt es vor, dass ein und dasselbe  Stück regelmäßig anders klingt, in Tonart, Rhythmus und harmonischen Variationen. Dafür braucht es offene, flexible Gleichgesinnte, die noch dazu ihr Instrument exzellent beherrschen. Deshalb dauerte es wesentlich länger als bloß einige Telefonate, um  “Projektor“ zusammenzustellen, jenes junge Forscher-Quintett mit der Pianistin Johanna Summer, dem Gitarristen Johannes Mann, dem Bassisten Roger Kintopf und dem Drummer Philip Dornbusch (der kurioserweise nicht verwandt mit dem Mann am Tenorsaxophon ist; der winzige Unterschied liegt beim L im Vornamen), das nun mit „Reflex“ (Double Moon/inakustik) ein Werk veröffentlicht, das auch für die erfolgserprobte “Jazzthing: Next Generation”-Reihe  ein neues Kapitel aufschlägt.

Phillip Dornbusch | Tenorsaxophon
Johanna Summer | Piano
Johannes Mann | Gitarre
Philip Dornbusch | Schlagzeug
Roger Kintorf | Kontrabass