Jazz im Institut

Konzertkeller_JIDIm akustisch exzellenten Gewölbekeller unter dem Jazzinstitut finden regelmäßig Konzerte statt. Freitags treten hier bekannte und noch weniger bekannte Musikerinnen und Musiker auf. Die Konzertreihe “JazzTalk” lädt regelmäßig, meist deutschsprachige Künstlerinnen und Künstler zum Gesprächskonzert. Daneben veranstaltet hier der Verein zur Förderung des zeitgenössischen Jazz  in Darmstadt e.V. eigene Konzerte sowie jeweils am letzten Freitag des Monats die Bessunger Jam Session.

Jazzerinnen und Jazzer aus der Region nutzen den Konzertraum aber auch für Veranstaltungen in eigener Regie etwa für CD-Releases oder Präsentationen neuer Programme. In der Galerie im Dachgeschoss des Jazzinstituts sowie im Treppenhaus und im Gewölbekeller präsentieren wir wechselnde Ausstellungen Bildender Künstler und Fotografen mit Jazzbezug.

Upcoming Events

Upcoming | Archive: 2018 2017 2016 2015 2014
  • Fr
    31
    Aug
    2018

    Jünemann/Ismaeel/Partheil/Wuchner/Ates-Quintett

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    Eintritt frei

    Bessunger Jam Session

    Ulli Jünnemann | Saxophon
    Nabeel Ismaeel | Oud
    Uli Partheil | Piano
    Jürgen Wuchner | Bass
    Bülent Ates | Schlagzeug

    Foto: Ulli Jünnemann Promo©

    Seit vielen Jahren leiten Uli Partheil und Jürgen Wuchner sehr erfolgreich die Darmstädter Jazz & Popschool, die ihr Kursangebot zumeist in der Bessunger Knabenschule offeriert. Zum neuen "Schuljahr" begrüßen die beiden Darmstädter Jazzmusiker zwei neue Dozenten, die sich bei einem gemeinsamen Auftritt zum Auftakt der Bessunger Jam Session musikalisch vorstellen. Anschließend gehört die Bühne im Gewölbekeller unter dem Jazzinstitut allen engagiert-improvisierenden Gästen bei der traditionellen Jam Session.

    Den Mainzer Saxophonisten Ulli Jünemann kennen viele Darmstädter bereits als versierten Solisten etwa aus Jürgen Wuchners United Colors of Bessungen. Mit seinem eigenen internationalen Quartett Boo Hoo (u.a. mit dem Gitarristen Jeanfrançois Prins) spielt er auf allen Kontinenten mit illustren Kollegen wie Adam Nussbaum, Jasper Van't Hof, John Ruocco oder Ingrid Jensen. 

    Nabeel Ismaeel kam erst vor wenigen Jahren als Flüchtling aus Syrien nach Deutschland. Der Neu-Hesse ist ein hochversierter Virtuose auf der arabischen Laute, der Oud.  Bereits in seiner Heimat unterrichtete er Musik an der Universität in Homs. Inzwischen arbeitet er in Deutschland als Oud-Lehrer sowie als Lehrer für orientalische Musiktheorie. Ein besonderer Schwerpunkt bildet sein Engagement für den Dialog zwischen orientalischer und westlicher Musikkultur. 

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • Fr
    07
    Sep
    2018

    Quartetto Pazzo

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    15,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets online bei ztix (zzgl. 10% VVK Gebühr)

    Weder Kammerensemble noch italienische Filmkomödie

    Christof Thewes | Posaune
    Rudi Mahall | Bassklarinette
    Karl-Ludwig Hübsch | Tuba
    Martial Frenzel | Schlagzeug

    Foto: Wilfried Heckmann©

    Die Besetzung klingt fast nach Kammerensemble (oder nach einer italienischen Filmkomödie von Guido Salvini), der Sound der Band jedoch eher nach Garage. Trashig und ungeschliffen liefert Quartetto Pazzo musikalische Rohdiamanten, bedient sich stilistisch wahlweise im Rock oder der Neuen Musik und schmeißt dabei die Jazztradition über Bord, um sie dann unerwartet wieder aufzunehmen. Posaunist Christof Thewes ist ein Meister der Collage, in seinen unorthodoxen Kompositionen verknüpft er beinahe-tanzbare Grooves mit verästelten Melodielinien, als Instrumentalist ist er ohnehin umwerfend. Mit dem fantastischen Rudi Mahall, dem Kölner Freigeist Karl-Ludwig Hübsch an der Tuba und Power-Drummer Martial Frenzel hat er kongenial(-verrückt)e Ausführungsgehilfen für sein Klanguniversum gefunden.

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • Fr
    28
    Sep
    2018

    Holger Henning Group

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    Eintritt frei

    Bessunger Jam Session

    Holger Henning | Gitarre, Komposition
    NN | Gesang
    Stephan Loew | Bass
    Thomas Hoffmann | Schlagzeug
    Enrico Bischoff | Schlagzeug

    Foto: Wilfried Heckmann©

    Wenn heute in der Galerie und im Gewölbekeller des Jazzinstituts die Ausstellung mit Bildern und Skulpturen von Hardy Zech und Holger Henning zu Ende geht, gibt es Anlass genug – zumal bei einer musischen Doppelbegabung eines der ausstellenden Künstler – die Ausstellung auch einmal zum Klingen zu bringen. Holger Henning Gitarrist, Komponist, Zeichner, Maler und Architekt eröffnet daher mit seiner Band den Konzertabend im Gewölbekeller unter dem Jazzinstitut. Gemeinsam mit seinem Trio, verstärkt um eine Sängerin, legt er einige Stücke vor, bevor sich im Anschluss daran die Bühne für alle anderen talentierten, willigen und mutigen Musikerinnen und Musiker zur traditionsreichen Bessunger Jam Session öffnet.

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • Fr
    05
    Okt
    2018

    Holly Schlott 2 Spirits

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    18,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets reservieren unter jazz@jazzinstitut.de

    JazzTalk 125: Zwischen den Welten, zwischen den Geschlechtern

    Holly Schlott | C-Melody Saxophon
    Simon Anke | Fender Rhodes & Piano
    Christian Tschuggnall | Schlagzeug
    Thomas Stieger | Bass
    Benjamin Geyer | Synthesizer & programming

    Foto: Holly Schlott Promo©

    Mit 2 Spirits erfüllte sich Volker Schlott anlässlich seines 60. Geburtstages einen lang ersehnten Wunsch zur Vervollkommnung seines persönlichen Lebensweges als Musiker und Mensch. Der vom dualen Dogmatismus geprägten Geschlechternorm begegnet Schlott substanziell. Als erster deutscher Jazzmusiker überhaupt erklärt er öffentlich, was er selbst schon seit seinem 15. Lebensjahr mehr oder weniger bewusst mit sich herumträgt. Künftig versöhnen sich (mindestens) zwei Seelen bei Schlott in der neuen Transgender-Identität Holly.

    Die Geschichte dreht sich eigentlich zunächst aber auch um ein ganz spezielles Saxophon, das C-Melody-Tenor, denn mit ihm hat der Berliner Saxophonist, Dozent und Komponist entdeckt, dass genau dieses Instrument seinen inneren Seelenzustand als nun offen lebende Transgender Person exakt verkörpert. So fügen sich die Dinge zusammen.

    Alle Aufnahmen auf der demnächst erscheinenden neuen CD "2 Spirts" (NRW Jazz) entstanden in den letzten fünf Jahren in nächtlichen, intuitiven Kompositions-Sessions zunächst am Keyboard. Später kamen dann alle anderen Instrumente hinzu, die Schlott selbst eingespielte. Nun wurde das ursprünglich als Soloprojekt im eigenen Studio produzierte Album auf die Bühne geholt. Für die jetzt anstehende Release-Tour engagierte Holly schließlich Lieblingsmusiker, allesamt aus der Berliner Musikszene und mindestens eine Generation jünger als Holly Schlott.

    Transgender und Geschlechteridentitäten und deren Bedeutung für den eigenen künstlerischen und ästhetischen Musikansatz werden ein Thema des Gesprächs sein, das Holly Schlott mit Wolfram Knauer nach der Pause zwischen den beiden Konzertteilen führen wird. Ein außergewöhnlich spannender JazzTalk erwartet das Publikum.

    Eine Veranstaltung des Jazzinstituts Darmstadt

  • Fr
    12
    Okt
    2018

    P-Trio feat. John Stowell

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    15,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets online bei ztix (zzgl. 10% VVK Gebühr)

    All the Things You Are

    John Stowell | Gitarre
    Michael Distelmann | Kontrabass
    Eberhard Petri | Gitarre
    Ralf Keidel | Querflöte

    Foto: John Stowell Promo©

    Der legendäre amerikanische Jazzgitarrist John Stowell ist einer der besten Jazzgitarristen weltweit, besonders anerkannt und bewundert in der Community der Jazzgitarristen.  Stowell hat einen eigenen Stil entwickelt, der lineares und akkordisches Spiel verschmilzt. Dies ist nur durch seine spezielle „stowellsche“ Spieltechnik möglich, die gleichermaßen von Pianisten, Bläsern und Gitarristen beeinflusst wurde. Er begann seine Karriere in den frühen 70er Jahren und traf den Bassisten David Friesen, mit dem er auch noch nach über 30 Jahren regelmäßig aufnimmt und weltweit tourt.

     

    Neben vielen Konzert-Auftritten mit Musikern wie Milt Jackson, Lionel Hampton, Art  Farmer, Herb Ellis, Paul Horn, Mundell Lowe, Billy Higgins, Billy Hart, Tom Harrrell, Don Thompson und Dave Liebman ist John Stowell ein gefragter Dozent und gibt Workshops auf der ganzen Welt.

    John Stowell ist Endorser des Gitarrenherstellers Höfner, der ihm eine Thinline-Jazzgitarre auf den Leib geschneidert hat.

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • Fr
    26
    Okt
    2018

    LGG Jazzcombo, Ltg. U.Partheil/J.Wuchner

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    Eintritt frei

    Bessunger Jam Session

    Marie Luise Stephan | Cello
    Niklas Traser | Trompete
    Henrik Jourdan | Orgel
    Johannes Zimmer | Piano
    Oskar Partheil | Schlagzeug
    Jan Möller | Bass

    Foto: Jazzinstitut Darmstadt©

    Die Schuljazzcombo des Ludwig -Georgs Gymnasiums, das übrigens in den 1950er Jahren die erste Darmstädter Schule mit einer Schülerjazzband war, eröffnet die Session mit Stücken des legendären Gitarristen Wes Montgomery. Im Anschluss dürfen dann auch Musikerinnen und Musiker jeden Alters zeigen wie sie unser Gewölbe (hohen Alters) zum Klingen bringen.

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • Fr
    02
    Nov
    2018

    Stephan Crump's Rhombal

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    18,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets reservieren unter jazz@jazzinstitut.de

    JazzTalk 126: Tiefgründige und bewegende Musik

    Stephan Crump | Bass
    Ellery Eskelin | Saxophon
    Adam O’Farrill | Trompete
    Kassa Overall | Schlagzeug

    Rhombal ist die wohl ambitionierteste Besetzung des New Yorker Bassisten Stephan Crump. Im Spannungsfeld zweier herausragender Bläser, einem Urgestein der New Yorker Improvisatoren-Szene, dem Tenorsaxophonisten Ellery Eskelin, und dem brillanten jungen Trompeter Adam O’Farrill, entwickeln sich Crumps musikalische Ideen mit größtmöglicher Präzision. Getragen wird das Ganze durch eine innige rhythmische Kohärenz von Bandleader Crump, seit einer Dekade auch festes Mitglied im Trio des Pianisten Vijay Iyer (und als solcher auch schon Gast im Jazzinstitut) und dem in Seattle geborenen Schlagzeuger und Sänger Kassa Overall.

    Overall war lange Jahre Schlagzeuger der Band Timelife der Pianistin Geri Allen, studierte unter anderem bei Billy Hart, Elvin Jones und Bill Higgins. Er ist nicht nur im Jazz zuhause, sondern seit einiger Zeit recht erfolgreich als Rapper und Produzent. Overall vertritt auf dieser Tour Tyshawn Sorey, der mit im Studio war als Rhombal ihre gleichnamige CD aufgenommen haben.

    Auf dieser Einspielung versammelt die Band Songs, die Bassist Crump nach dem frühen Tod seines Bruders Patrick schrieb. Tiefgründig und bewegend kommt diese Musik daher – fragile Kleinode, meisterliche Stücke von der Vergänglichkeit des Lebens und der Hoffnung der Zurückgelassenen. Zarte, fast gehauchte Bläsertöne kontrastieren mit dem drängenden aber immer klaren und transparenten Spiel der Rhythmusgruppe. Wenngleich die CD bereits Ende 2016 bei PledgeMusic in den USA erschien, kommen Rhombal jetzt erstmals mit diesem Programm auf Europatournee.

    Beim JazzTalk unterhalten sich Stephan Crump und Wolfram Knauer über die Ästhetik des Schmerzes und die kollektiven Umsetzung tiefer Gefühle wie Liebe, Verlust und Trauer in der improvisierten Musik. Das Gespräch findet nach der Pause zwischen den beiden Konzertteilen auf Englisch statt.

    Eine Veranstaltung des Jazzinstituts Darmstadt