Jazz im Institut

Konzertkeller_JIDIm akustisch exzellenten Gewölbekeller unter dem Jazzinstitut finden regelmäßig Konzerte statt. Freitags treten hier bekannte und noch weniger bekannte Musikerinnen und Musiker auf. Die Konzertreihe “JazzTalk” lädt regelmäßig, meist deutschsprachige Künstlerinnen und Künstler zum Gesprächskonzert. Daneben veranstaltet hier der Verein zur Förderung des zeitgenössischen Jazz  in Darmstadt e.V. eigene Konzerte sowie jeweils am letzten Freitag des Monats die Bessunger Jam Session.

Jazzerinnen und Jazzer aus der Region nutzen den Konzertraum aber auch für Veranstaltungen in eigener Regie etwa für CD-Releases oder Präsentationen neuer Programme. In der Galerie im Dachgeschoss des Jazzinstituts sowie im Treppenhaus und im Gewölbekeller präsentieren wir wechselnde Ausstellungen Bildender Künstler und Fotografen mit Jazzbezug.

Upcoming Events

Upcoming | Archive: 2018 2017 2016 2015 2014
  • Fr
    26
    Okt
    2018

    LGG Jazzcombo, Ltg. U.Partheil/J.Wuchner

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    Eintritt frei

    Bessunger Jam Session

    Marie Luise Stephan | Cello
    Tobias Doch | Gitarre
    Niklas Traser | Trompete
    Henrik Jourdan | Orgel
    Johannes Zimmer | Piano
    Oskar Partheil | Schlagzeug
    Jan Möller | Bass

    Foto: Jazzinstitut Darmstadt©

    Die Schuljazzcombo des Ludwig -Georgs Gymnasiums, das übrigens in den 1950er Jahren die erste Darmstädter Schule mit einer Schülerjazzband war, eröffnet die Session mit Stücken des legendären Gitarristen Wes Montgomery. Im Anschluss dürfen dann auch Musikerinnen und Musiker jeden Alters zeigen wie sie unser Gewölbe (hohen Alters) zum Klingen bringen. Dennoch gilt für diesen Abend das Motto: "Jugendsession - Vorfahrt für Jugendliche, Erwachsene geduldet"

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • Fr
    02
    Nov
    2018

    Stephan Crump's Rhombal

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    18,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets reservieren unter jazz@jazzinstitut.de

    JazzTalk 126: Tiefgründige und bewegende Musik

    Stephan Crump | Bass
    Ellery Eskelin | Saxophon
    Adam O’Farrill | Trompete
    Kassa Overall | Schlagzeug

    Rhombal ist die wohl ambitionierteste Besetzung des New Yorker Bassisten Stephan Crump. Im Spannungsfeld zweier herausragender Bläser, einem Urgestein der New Yorker Improvisatoren-Szene, dem Tenorsaxophonisten Ellery Eskelin, und dem brillanten jungen Trompeter Adam O’Farrill, entwickeln sich Crumps musikalische Ideen mit größtmöglicher Präzision. Getragen wird das Ganze durch eine innige rhythmische Kohärenz von Bandleader Crump, seit einer Dekade auch festes Mitglied im Trio des Pianisten Vijay Iyer (und als solcher auch schon Gast im Jazzinstitut) und dem in Seattle geborenen Schlagzeuger und Sänger Kassa Overall.

    Overall war lange Jahre Schlagzeuger der Band Timelife der Pianistin Geri Allen, studierte unter anderem bei Billy Hart, Elvin Jones und Bill Higgins. Er ist nicht nur im Jazz zuhause, sondern seit einiger Zeit recht erfolgreich als Rapper und Produzent. Overall vertritt auf dieser Tour Tyshawn Sorey, der mit im Studio war als Rhombal ihre gleichnamige CD aufgenommen haben.

    Auf dieser Einspielung versammelt die Band Songs, die Bassist Crump nach dem frühen Tod seines Bruders Patrick schrieb. Tiefgründig und bewegend kommt diese Musik daher – fragile Kleinode, meisterliche Stücke von der Vergänglichkeit des Lebens und der Hoffnung der Zurückgelassenen. Zarte, fast gehauchte Bläsertöne kontrastieren mit dem drängenden aber immer klaren und transparenten Spiel der Rhythmusgruppe. Wenngleich die CD bereits Ende 2016 bei PledgeMusic in den USA erschien, kommen Rhombal jetzt erstmals mit diesem Programm auf Europatournee.

    Beim JazzTalk unterhalten sich Stephan Crump und Wolfram Knauer über die Ästhetik des Schmerzes und die kollektiven Umsetzung tiefer Gefühle wie Liebe, Verlust und Trauer in der improvisierten Musik. Das Gespräch findet nach der Pause zwischen den beiden Konzertteilen auf Englisch statt.

    Eine Veranstaltung des Jazzinstituts Darmstadt

  • Fr
    09
    Nov
    2018

    Hund & Hybris

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    15,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets reservieren per E-Mail an

    Mit großer Leidenschaft für das Unernste im Sein

    Malte Bogner | Klavier
    Malte Schiller | Saxophone
    Alistair Duncan | Posaune
    Sidney Werner | Kontrabass
    Alexander Schildhauer | Schlagzueug

    Foto: Thomas Rauch©

    Da glauben fünf Berliner Jungs mal noch ganz feste an das Gute im Jazz, entfernen sich dabei mit großen Schritten von jeder ernsthaften Attitüde der Altvorderen und stehen doch trotzdem mit beiden Beinen fest in der Jazztradition. Das mag dann vielleicht manchmal recht konventionell klingen und entwickelt sich dennoch in vielerlei Hinsicht musikalisch äußerst mitreissend. "Hund und Hybris" erzählen mit großer Leidenschaft von der Unernsthaftigkeit des Seins. Von den schönen kleinen Dingen im Leben. Die Stücke ihrer aktuellen CD "Ein Sonntag in den Pilzen" erinnern mit von nostalgischer Verklärung getrübtem Blick vom ersten gemeinsam gestohlenen Pferd,  vom Spielen am Teich, mit dem dicken Nachbarsjungen oder von der heuristischen Evolution. Aber auch von Clowns und Firlefanz und ekstatischem Affengetanz. Von nebulösen Gestalten und Zeit zum Innehalten. Und davon, dass die guten Tage noch lange nicht gezählt sind.

    Nach dem überaus erfolgeichen Veranstaltung mit dem kubanischen Pianisten Ramón Valle und seinem Trio im Februar diesen Jahres ist dies das zweite Konzert, welches die neugegründete Beyond Blue Connection im Gewölbekeller des Jazzinstituts Darmstadt präsentiert.

    Eine Veranstaltung der Beyond Blue Connection in Zusammenarbeit mit dem Jazzinstitut Darmstadt

  • Fr
    16
    Nov
    2018

    Jan Klare 1000

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    15,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets online bei ztix (zzgl. 10% VVK Gebühr)

    Chamberimpclash als telepathisch unterlegte Klangsprache

    Jan Klare | Saxophon
    Bart Maris | Trompete
    Elisabeth Coudoux | Cello
    Wilbert de Joode | Kontrabass

    Foto: Jan Klare_Essex©

    Als Bart Maris, Jan Klare, Wilbert de Joode und Michael Vatcher 2004 die Band 1000 gründeten, war ihre Besetzung noch klar an das legendäre Ornette Coleman Quartett angelehnt. 1000 spielte aber von Beginn an Kompositionen, die eigentlich für Improvisationsmusik ungeeignet waren – z.B. Stücke von Wagner, Bach, Bennett oder Monteverdi. So etablierten sie durch spektakuläre Interpretationen dieses Materials schon früh einen unverkennbaren eigenen Gruppenstil.

    Die Art und Weise wie 1000 improvisierend und adhoc Form gestaltete, beeindruckte von Anfang an das Publikum und die Kritiker gleichermaßen. Im Laufe eines Jahrzehnts erlernte diese Formation einen beinah telepathischen Umgang miteinander – eine intuitive Sprache, die fließend Textur mit Energie und Subtilität balanciert.

    Als Michael Vatcher 2017 nach NYC ging war die Band erschüttert. Nach so vielen Jahren der Vertiefung war die Möglichkeit ihn zu ersetzen und nahtlos weiter zu machen nicht gegeben. Andererseits wollten die verbleibenden drei Musiker nicht aufhören und holten sich anstelle des Schlagzeugers die Cellistin Elisabeth Coudoux ins Quartett. Der neue Sound überzeugte alle Beteiligten und das Umfeld sofort, so dass 1000 zuletzt, mit etwas erweitertem Setting, beim moers festival 2018 einen gefeierten Auftritt hinlegten.

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • Fr
    23
    Nov
    2018

    Playground 4

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    15,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets online bei ztix (zzgl. 10% VVK Gebühr)

    Musik zwischen Freiraum und Verdichtung, Puls und Atem

     Esther Bächlin | Klavier
    Stephanie Wagner | Querflöte
    Gina Schwarz | Kontrabass
    Ingrid Oberkanins  | Perkussion

    Foto: Playground©

    Diese neue internationale Womenband vereint Virtuosität, Spielfreude und Spontaneität. Abwechslungsreiche, farbige Eigenkompositionen und ein ausgesprochen dynamisches Zusammenspiel prägen den Bandsound. Die Stücke der vier Musikerinnen ergänzen sich hierbei aufs Beste: eine impressionistische, farbenreiche Harmonik mit Tendenz zu dunkleren Schattierungen, verschlungene filigrane Melodien, luftige ungerade Rhythmen und sperrige Grooves, mal ästhetisch, mal quirlig.

    Der reichhaltige musikalische Spielplatz wird von der Band lustvoll ausgelotet, die Spielideen in grossen Spannungsbögen weiter gesponnen. Jenseits von Klischees entsteht so ein intelligentes kollektives Interplay mit Raum für kontrastreiche Solopassagen- eine Musik, die den Zuhörenden in den Sog des kreativen Augenblicks hineinzieht.

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

    Mit finanzieller Unterstützung durch die FONDATION SUISA

  • Fr
    30
    Nov
    2018

    Jan Jansohn Quartett

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    Eintritt frei

    Bessunger Jam Session

    Jan Jansohn | Gitarre
    Christian Hamm | Saxophon
    Michael Frassine | Schlagzeug
    Ralf Witte | Kontrabass

    Foto: Jan Jansohn©

    Das Jan Jansohn Quartett wickelt sein Publikum mit leisem Charme um den Finger. Entspannte Gitarrenklänge des Bandnamensgebers Jan Jansohn werden gekonnt ergänzt durch dynamische Saxophoneinlagen von Christian Hamm. Ralf Witte und Michael Frassine runden den Klangraum des Quartetts mit den tiefen Tönen des Kontrabasses und perkussiven Finessen ab. Die vier Musiker lernten sich beim Studium kennen – sie zaubern seitdem Stücke aus eigener Feder und interpretieren Jazz-Größen wie z.B. Biréli Lagrène oder Joshua Redman. Jüngst wurde das neue Album “Takes N’Breaks“ mit ausschließlich eigenen Stücken fertiggestellt.

    Im Snschluss ist die Bühne offen für die monatliche Bessunger Jam Session.

    Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

  • Fr
    07
    Dez
    2018

    Anke Helfrich Trio

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    18,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets reservieren unter jazz@jazzinstitut.de

    JazzTalk 127:Down Home Blues

    Anke Helfrich | Klavier
    Dietmar Fuhr | Kontrabass
    Jens Düppe | Schlagzeug

    Erstaunlich genug, dass die Wahlfrankfurterin und Hessische Jazzpreisträgerin 2017 noch nie zu einem JazzTalk ins Jazzinstitut Darmstadt eingeladen war. Zuletzt erhielt sie doch noch genau dort den Blue Bird-Award der Beyond Blue Connection aus ihrer Heimatstadt Weinheim und freundete sich bei zwei mitreißenden Solostücken mit dem wunderbaren Steinway im Gewölbekeller an.

    Damals im Februar deutete sich zumindest an, dass die Zeit für ein ausführliches Kennenlernen mit unserem Flügel längst gekommen war, denn Anke Helfrichs kraftvolles und erdiges Virtuosentum findet in ihm einen wahrhaft dankbaren Mitspieler. Helfrichs Spiel ist grundiert mit amerikanischer Jazztradition, aufgeladen mit großer Erzählkunst und vollendet mit einer ordentlichen Portion bluesiger Kantigkeit, die niemals Langeweile oder Beliebigkeit aufkommen lässt.

    Zum 127sten Gesprächkonzert bringt sie ihr aktuelles Trio mit dem Speyerer Bassisten Dietmar Fuhr und dem Kölner Schlagzeuger Jens Düppe mit ... und möglicherweise geht es im JazzTalk mit Wolfram Knauer vom Jazzinstitut dann um Heimat und Erdung - und den Blues, der in uns allen steckt ... nicht nur kurz vor Weihnachten. 

    Eine Veranstaltung des Jazzinstituts Darmstadt