Schlagwort-Archive: Latin Jazz

dazz-Festival 2026: Viento Terral

Viento Terral ist ein Quintett international renommierter Musiker, die alle tief in der aktuellen, globalen Latin- und Jazz-Szene verwurzelt sind. Ursprünglich ist „Viento Terral“ ein Begriff aus der Seefahrt. Bei dieser ungewöhnlichen, überraschenden und innovativen Band aber steht er für die erdigen Farben der Percussion- Instrumente, die sprühende Gischt der Rhythm-Section und, natürlich: für die Seele der Posaune – echte Windkraft!

Eine Veranstaltung im Rahmen von dazz – Jazz Winter Darmstadt 2026

Piraí Vaca

Piraí Vaca ist einer der anerkanntesten Musiker Boliviens sowohl national als auch international. Durch sein Charisma auf der Bühne, seine Technik und seinen Glauben an die belebende Kraft der Musik wurde er zu einem der am meisten bewunderten Gitarristen Lateinamerikas. Konzertreisen führten ihn nach Nord- und Südamerika, Europa und Asien.

In Anerkennung seiner internationalen Karriere wurde Piraí Vaca als einer von wenigen lateinamerikanischen Künstlern mit dem Preis „Fellowship of the Americas“ ausgezeichnet, der vom renommierten John F. Kennedy Center for Performing Arts in Washington verliehen wird.

Piraí Vaca wurde in Santa Cruz geboren. Er studierte mit Jesús Ortega am Instituto Superior de Arte in Havanna, wo er seinen Abschluss mit dem Musikdiplom im Hauptfach Gitarre machte. Gleichzeitig erhielt er den Preis für den besten Studienabgänger des Jahres. Dort legte er auch ein Zusatzstudium über Musik aus der Renaissance ab. Mit Manuel Barrueco in den USA und Hubert Käppel an der Musikhochschule Köln führte Piraí Vaca seine künstlerische Ausbildung fort. Mit ihm, Sotiris Malasiotis und Luciano Marziali bildete er das „Fénix International Guitar Quartet“.Vaca wurde als brillanter Musiker gefeiert, der „musikalische Reife und Kühnheit in seinem exzeptionellen Spiel verbindet“. Piraí Vaca hat eine ganz eigene künstlerische Handschrift entwickelt. Die intensive Beschäftigung mit verschiedenartiger Musik ist für ihn selbstverständlich, zurück ins 19. Jahrhundert und vorwärts ins 21. Jahrhundert.

Bei seinen Auftritten nimmt er die Zuhörenden mit auf eine Reise durch Klassik, Folk, Jazz, Pop und Rock. Wie David Garrett ist er ein Meister der Crossover-Performance.

NANAUM mit Nana Pastorello

Die in Deutschland lebende brasilianischen Sängerin Nana Pastorello bietet mit ihrer deutsch-brasilianischen Band dezente Balladen mit jazzigen Arrangements. Die brasilianische Musik lebt von einer unglaublichen Menge an kulturellen Einflüssen und Klängen unterschiedlicher Völker, die jeweils ihre Elemente in einem großen Topf gemischt haben. Und diese Mischung wird stets mit außerbrasilianischen Zutaten gewürzt. Das Projekt NANAUM entstand aus dem Wunsch heraus, diesen Reichtum dem deutschen Publikum näher zu bringen. Es will eine Brücke zwischen den Generationen, Stilen und Kulturen schlagen, indem es die gemeinsame Arbeit brasilianischer und deutscher Musiker fördert und anregt.

Zu den Musikern und Musikerinnen ihrer aktuellen Band gehören Ralf Cetto (Bass), Ulli Jünemann (Saxophon), Uli Partheil (Piano), Angela Frontera (Schlagzeug). Mit ihnen hat Nana Pastorello das Album “Nanaum” aufgenommen, das im August erschienen ist.

 

Jazz Dessert: Maite Hontelé & Ramón Valle

Die Soziokultur-Initiative creActiv / Beyond Blue Connection feiert ihr 25jähriges Jubiläum. Wichtig: „Sich nicht auf den kulturellen Geschmacks-Autobahnen bewegen!“. Ein ideales Beispiel für diese Haltung ist der kubanische Pianist Ramón Valle, der gemeinsam mit der holländischen Trompeterin Maite Hontelé seine neu erschienene CD „HAVANNA“ (IN+OUT Records) in Darmstadt vorstellt.

„HAVANNA“ ist eine Ode an die musikalische Freundschaft, die Freiheit der Improvisation und die gemeinsame Liebe zur kubanischen Musik. Das Konzert der beiden Bandleader verspricht ein Feuerwerk der Improvisation zu werden. „Unsere Musik sind lebendige musikalische Dialoge, bei denen wir einander mit Respekt zuhören, einander vollkommen vertrauen und unsere jeweilige Meinung zum Ausdruck bringen“ sagt Ramón Valle.  „Das können ernste Gespräche sein, die in musikalischem Gelächter enden. Plaudereien, die spielerisch beginnen, sich aber zu tiefen Dialogen entwickeln. Wir spielen wie zwei Kinder“, ergänzt Maite Hontelé, die viee Jahre in Südamerika lebte und dort mit Stars wie Rubén Blades, Gilberto Santa Rosa, Oscar D’León, Orquesta Aragón oder Vicente García im Studio stand.

So unterschiedlich die Flügelhornspielerin aus den Niederlanden und der Tastenflitzer aus der Karibik auf den ersten Blick scheinen: Sie haben viele Gemeinsamkeiten. Beide sind international ausgezeichnete Instrumentalisten, Komponisten und Bandleader. Maite ist in Kolumbien und den Niederlanden ein gefeierter Star. Die studierte Blechbläserin wurde bereits zweimal für den Grammy nominiert. Seit 2023 leitet sie das renommierte Nationaal Jeugd Jazz Orkest (NJJO) in den Niederlanden – vergleichbar dem deutschen BuJazzO.

Der Pianist Ramón Valle stammt aus einer kubanischen Musiker-Familie. Mit sieben Jahren begann er seine klassischen Piano-Studien. Mit 20 Jahren schloss er das Studium mit Auszeichnung am Konservatorium in Havanna ab. Neben seiner Leidenschaft für die Klassische Musik war der Jazz für Valle schon recht früh die „zweite Liebe“. Aus der  Begegnung von Klassik, kubanischer Musik und Jazz entwickelte der Künstler eine einzigartige Spielweise. Bisher legen 14 Alben Zeugnis ab von der genialen Kreativität des „Little Giants“. 2018 gewann der „Official Steinway Artist“ den “Cubadisco Award” – den wichtigsten Preis für Cuban Music. 2019 wurde Valle mit dem Ehrenpreis als „bester Kubanischer Jazz Pianist“ ausgezeichnet. Best to the Best also.

Am Sonntagabend sind die beiden Ausnahme-Künstler im Jazzinstitut Darmstadt zu Gast. Die Veranstaltung kommt dort mit Unterstützung durch den Darmstädter Förderverein Jazz zu Stande.

Tickets zur Veranstaltung gibt es über die Initiative Beyond Blue Connection

Watzemussiggnacht: HUEPA!

Zur Martinskerb heißt es beim Jazzclub Darmstadt mal wieder: „Noche latina“ mit HUEPA im Achteckhaus. „HUEPA – jazz latino“ ist eine internationale Musikformation im Rhein-Main-Gebiet, die sich dem Formenreichtum lateinamerikanischer Musik aus der Jazz- Perspektive nähert. Manche werden sich an frühere intensive Abend von HUEPA erinnern: Latino-Rhythmen zaubern beim Publikum ein Strahlen in die Gesichter und wie viel Bewegung in Beine und Hüften – bei HUEPA-Auftritten die übliche Erfahrung.

HUEPA steht für die großartige Vielfalt der Latino-Musik von Mexiko über die Karibik bis Argentinien. Ob Salsa, Chachacha, Mambo, Bolero, Merengue, Guaracha, Conga, Samba, Cumbia, Bossa Nova, Son – alles gehört zum vielfältigen Repertoire von HUEPA und strahlt ansteckende Begeisterung von der Bühne. HUEPA, das sind die mitreißende Frontfrau Maray Montalvo aus Kuba, Horst Bittlinger (Piano), Stewart Lawrence (Trompete), Richard Schmitt-Güngerich (Bass) sowie Daniel Menge und Katja Braun (beide Perkussion). Exotisches Ambiente, Lebenslust und Tanzfreude breiten sich aus, wenn HUEPA Klassiker der Musica latina, aber auch eigene Kreationen auf unverwechselbare Art interpretiert.