Jazz im Institut

Konzertkeller_JIDIm akustisch exzellenten Gewölbekeller unter dem Jazzinstitut finden regelmäßig Konzerte statt. Freitags treten hier bekannte und noch weniger bekannte Musikerinnen und Musiker auf. Die Konzertreihe “JazzTalk” lädt regelmäßig, meist deutschsprachige Künstlerinnen und Künstler zum Gesprächskonzert. Daneben veranstaltet hier der Verein zur Förderung des zeitgenössischen Jazz  in Darmstadt e.V. eigene Konzerte sowie jeweils am letzten Freitag des Monats die Bessunger Jam Session. Das Programm des Vereins wurde übrigens 2016 und 2018 mit dem Spielstättenprogrammpreis »APPLAUS – Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten« der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien prämiert.

Jazzerinnen und Jazzer aus der Region nutzen den Konzertraum aber auch für Veranstaltungen in eigener Regie etwa für CD-Releases oder Präsentationen neuer Programme. In der Galerie im Dachgeschoss des Jazzinstituts sowie im Treppenhaus und im Gewölbekeller präsentieren wir wechselnde Ausstellungen Bildender Künstler und Fotografen mit Jazzbezug.

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Event Information

  • Fr
    20
    Sep
    2019

    Rolf Kühn & Sebastian Sternal

    20.30 h

    Gewölbekeller unterm Jazzinstitut,
    18,- Euro / erm. 12,- Euro [U21 und Teilhabecard: 3,- Euro]
    Tickets reservieren unter jazz@jazzinstitut.de

    JazzTalk 133: Deutsche Jazzlegende (Ausrufezeichen, Ausrufezeichen)

    Rolf Kühn | Klarinette
    Sebastian Sternal | Piano

    Foto: Stephan Lamby/ZDF©

    Am 29. September 2019 wird Rolf Kühn 90 Jahre alt. Am 27. September erscheint beim Label MPS eine exklusive Box mit sieben LPs mit dem vielversprechenden Titel "The Best Is Yet To Come". Am 21. September zeigt 3SAT um 20.15 Uhr die 90minütige Filmdokumentation „Brüder Kühn – Zwei Musiker spielen sich frei“. Einer deutschen Jazzlegende wird viel Ehre zuteil.

    In seiner Karriere, die Mitte der 1940er Jahre in Leipzig begann, hat er fast alle Stilrichtungen des Jazz ausprobiert, in Swing-Bigbands gespielt, sich vom Bebop beeinflussen lassen, im Bereich der freien Improvisation experimentiert und auch die Fusion nicht ausgelassen. Er lebte in den 1950er Jahren in New York, spielte mit den Größen des amerikanischen Jazz, allen voran Benny Goodman, der sonst kaum einen Klarinettisten neben sich duldete. Der Blick zurück ist aber zumindest musikalisch nicht die Sache Rolf Kühns, der lieber mit seinem Bruder, dem Pianisten Joachim Kühn, oder mit jungen Musikern der Berliner Szene zusammenspielt oder aber, wie heute Abend, mit einem erfahrenen aber ebenfalls zwei Generationen jüngerne Begleiter wie dem hochsensiblen Mainzer Pianisten, Sebastian Sternal.

    Rolf Kühn jedenfalls ist gelebte deutsche Jazzgeschichte, und so passt es gut, dass sein Konzert im Jazzinstitut zugleich eine Art Book-Release-Konzert ist für Wolfram Knauers neues Buch "Play yourself, man! Die Geschichte des Jazz in Deutschland", das im September beim Reclam-Verlag erscheint. Im Gesprächsteil des JazzTalks wird es allerdings vor allem um Rolf Kühn gehen, um seine Begegnungen mit Jazzlegenden und um seine Sicht auf den Jazz heute. Auch mit fast 90 Jahren wäre Rolf Kühn nämlich sicher der erste, der dem Jazz nicht nur eine faszinierende Vergangenheit, sondern auch eine blühende Zukunft bescheinigt. Was für ein wunderbares Pre-Opening unseres diesjährigen 16. Darmstädter Jazzforums "Positionen: Jazz und Politik", das am 3. Oktober beginnt.

    Eine Veranstaltung des Jazzinstituts Darmstadt mit freundlicher Unterstützung des Maritim Hotels Darmstadt

     

    Das 16. Darmstädter Jazzforum wird gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, den Kulturfonds Frankfurt RheinMain und der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Wir danken für die freundliche Unterstützung durch die Sparkasse Darmstadt.