Die Musiker kultivieren gekonnt ein besonders sensibles Zusammenspiel, entwickeln spontane Ideen immer wieder gemeinsam weiter, ohne dabei die mitreißende Rhythmik und Form typischer Jazz- und Latin-Rhythmen zu sehr zu verlassen. Die kleine Triobesetzung ermöglicht dabei eine besonders große Transparenz.
Das Saxophonspiel des gebürtigen Brasilianers João Gomes ist herausragend virtuos, ideenreich, mit angenehm weichen Sound, und natürlich sehr geprägt von der traditionellen Musik seines Heimatlands. Schlagzeuger Jasper Hanel bewegt sich absolut stilsicher und einfühlsam zwischen traditionellen Karibischen Rhythmen, offener Klangmalerei und groovigen Backbeat-Grooves. Bassist Joey Becker begleitet auf seinen 6saitigen Instrumenten sehr groovig, und spielt dabei mit komplexen Akkorden und einfach gehaltenen, geschickt arrangierten Basslinien. Darüber hinaus glänzt er immer wieder mit sehr lyrischen und melodischen Soloimprovisationen, welche insbesondere auf seinem Fretless-Bass bestens zur Geltung kommen.
Saxophonist und Komponist Amit Friedman gehört zu den herausragenden Musikern der israelischen Jazzszene. Seine Musik ist fest in der amerikanischen Jazztradition verwurzelt, beinhaltet aber ebenso Elemente der Musik des Nahen Ostens. Dabei erreichen Friedmans eingängige Kompositionen durch ihre besondere Eleganz und Klarheit ein breites Publikum.
Sein Debutalbum “Sunrise” (Origin Records) landete auf einer Liste der BEST ISRAELI JAZZ OF THE DECADE im Columbus Magazine. 2016 erschien dann sein zweites Album “Long Way To Go”. Darauf stellte Friedman die drei Gastsängerinnen Claudia Acuna, Ravid Kahalani und Tamar Eisenman in den Mittelpunkt.
In den Liner Notes zu seinem aktuellen Album, “Unconditional Love,” verweist Friedman auf neue Einflüsse, wenn er sich an eine Reise nach New York mit seinem Vater und einem Besuch des berühmten Blue Note-Club erinnert. Entsprechend ist hier der musikalische Einfluss der großen Aufnahmen des gleichnamigen Labels nicht zu überhören. Seine Mitmusiker gehören zur ersten Garde der zeitgenössischen israelischen Jazzmusiker.
Vier improvisierende Musiker – sie gehören zu den Besten ihres Fachs. Der Gewinner des deutschen Jazzpreises für Blechblasinstrumente 2021 Markus Stockhausen präsentiert für sein Quartett eine neue Besetzung mit dem Pianisten Jeroen van Vliet, Jörg Brinkmann am Cello und Christian Thomé, Drums.
Spielfreude und meisterliches Können – farbenreiche Kompositionen, inspirierte Improvisationen und intuitives Spiel fügen sich zu einem harmonischen Ganzen, den Instrumenten werden ungeahnte Klänge entlockt. Alle Musiker benutzen auch elektronische Erweiterungen ihrer Instrumente. Sie sind sowohl im klassischen Fach wie auch im Jazz virtuos zuhause und stellen einen hohen Anspruch an ihre Tonkultur, immer auf der Suche nach dem ‚magischen Augenblick‘ auf der Bühne. Durch ihr intuitives Zusammenspiel bringen sie mit musikalischem Feingefühl innere Welten zum Klingen. Sie werfen sich die Themen wie Bälle zu, mitunter komplexe, virtuose Ton- oder Akkordfolgen, lebhaft und jazzig, dann wieder harmonisch-melodiös, ruhig und innerlich. Ein fesselndes musikalisches Erlebnis.
Gemeinsam mit dem Schlagzeuger Bernd Settelmeyer sowie dem Saxophonisten, Klarinettisten und Flötisten Carsten Netz hat der Cellist Friedemann ‚Fried‘ Dähn ein Ensemble geschaffen, das sich souverän im Spannungsfeld von zeitgenössischem Jazz, freier Improvisation und polyphoner Klangskulptur bewegt und dabei stets neue Ausdrucksmöglichkeiten auslotet.
Die Musik ist intensiv und energetisch, zugleich groovig und von feinem, oft überraschendem Humor durchzogen. Komposition und Improvisation greifen organisch ineinander, so entstehen lebendige Klangräume, die sich im Moment entfalten.
Eine zentrale Rolle spielt dabei das Cello, das weit über seine traditionelle Funktion hinaus eingesetzt wird. Es erklingt gestrichen, gezupft, geschlagen oder gerieben und übernimmt wechselnde Rollen als Melodie-, Bass- oder Rhythmusinstrument. In Kombination mit dem farbenreichen Holzbläserspektrum und dem vielschichtigen, oft überraschenden Schlagzeugspiel entsteht eine außergewöhnliche Klanglandschaft, die gleichermaßen experimentell wie zugänglich ist.
Tony Lakatos ist ein international hoch geschätzter Musiker, Komponist und Interpret von Jazz-Klassikern. Er gilt als europäischer Superlativ am Tenorsaxophon. Das Trio „Tony Lakatos Organization“ mit Organist Jean-Yves Jung und Drummer Jean-Marc Robin spielt sowohl Jazzstandards als auch eigene Kompositionen von Lakatos.
Die dreiköpfige Band Nujakasha erschafft sphärische Klangwelten und treibende Beats – rein instrumental. Schlagzeug, Bass, Piano, Synthesizer und Violine verschmelzen zu einem Sound, der von HipHop, Jazz und Soul inspiriert ist. Ein Sound, der Brücken schlägt: zwischen Jazzclub und Clubnacht.
Das neue Quartett um den Saxophonisten Felipe Oliveira de Sousa spielt treibenden Straight-Ahead-Jazz, erdige Hard-Bop-Grooves, energiereichen Latin Jazz, melancholische Jazz-Balladen – Eigenkompositionen, Bearbeitungen bekannter Standards und brasilianischer Folklore.
Jam Session irgendwo zwischen Jazzrock und Funk. Eingeladen sind neben Musikliebhabern Musiker, die sich aktiv an der weiteren Gestaltung des Abends beteiligen möchten. Eröffnungsband: Fresh Freddy’s Hop. Fresh Freddy’s Hop ist ein Gitarrentrio aus Frankfurt (E-Gitarre, Sampler, Kontrabass, Schlagzeug). Die Band verbindet modernen Jazz mit groove-orientierten Strukturen, improvisatorischer Offenheit und subtilen Hip-Hop-Einflüssen.
Der Jazzclub Darmstadt e.V. veranstaltet monatlich im „Achteckigen Haus“ eine Jam-Session. Die Sessions werden von „Johnny’s Jazz Collection“ eröffnet und moderiert.
Interessierte Instrumentalist*innen und Sänger*innen sind danach eingeladen, in lockererer Atmosphäre Jazzstandards zu spielen und dazu zu improvisieren. Der Spaß am gemeinsamen Musizieren, sich Kennenlernen und Ausprobieren, steht dabei im Vordergrund. Gäste sind herzlich willkommen.
Nino Wenger ist ein Saxophonist und Komponist aus Zürich, der sich als vielseitiger und kreativer Musiker etabliert hat. Bekannt durch seine Zusammenarbeit mit renommierten Künstlern wie Chris Cheek, Rich Perry, Alan Ferber, Jorge Rossy, Guillermo Klein und Dave Pietro, tritt er regelmäßig im Swiss Jazz Orchestra und im Zurich Jazz Orchestra auf.