Nach dem gefeierten Dire-Straits-Tribut „Going Home“ – „zum Heulen schön“ (Kulturnews), „What fun this album is!“ (Stereophile) – schlagen Arne Jansen, laut SZ „einer der besten und vielseitigsten deutschen Gitarristen“, und sein kongenialer Partner Stephan Braun (Cello, Kontrabass) eine neue Seite auf: Auf „Short Stories“ erzählen sie ihre eigenen Geschichten.
„Mit dem Dire-Straits-Programm sind wir oft aufgetreten“, erzählt Jansen, „dabei haben wir auch eigenes Material eingestreut. Nach den Konzerten kamen immer wieder Leute zu uns, die diese Stücke besonders toll fanden.“ Die beiden vielbeschäftigten Musiker waren u.a. an der Seite von Melody Gardot, Nils Landgren, Till Brönner, Nils Wülker, Anders Jormin und dem Orchestra Baobab zu hören.
Das Hamburger Quartett verbindet eigene Kompositionen mit starken US-Einflüssen und hat einen Signature Sound geschmiedet: von Rubatoballaden à la Keith Jarrett bis zu Wuchtstücken Immanuel Wilkins‘scher Prägung. Die vier Musiker verstehen sich blind, fordern sich heraus und strahlen eine Spielfreude aus, die aufs Publikum überspringt. In fünf Jahren tourte BLUFF mehrfach bundesweit, mit Höhepunkten bei ELBJAZZ und JazzBaltica, dazu Ausflüge nach Österreich und in die Schweiz. Nach dem Debüt „Sleight of Hand“ (BERTHOLD records, 2023) schlägt das Quartett – inzwischen mit einem Fuß in Berlin – eine neue Seite auf: melodische, konturierte Kompositionen, auf denen die Band in Improvisationen ganz neue Wege findet.
Besetzung: Christian Höhn (Trompete), Tim Scherer (Piano), Lucas Kolbe (Bass), Matteo Stefani (Drums)
In einer Welt des „Höher – Schneller – Weiter“ mag es an der Zeit sein, einen Gang runterzuschalten und im Moment zu sein. Future Backup wagt genau das, mit sanften, ausgereiften Melodien am Vibraphon, atmosphärischen Synth-Klängen und gleichzeitig entspannt, jedoch präzisen Drumgrooves. Radikal softer Indie-Jazz mit einem elektronischen Twist – reduziert, aber reich an Wärme, Reife und Tiefe. Diese Eigenschaften spiegeln eindrucksvoll auf ihrem Debut-Album ‘Golden’ wider.
Future Backup verbindet das mühelose Modellieren des Tons einer Nala Sinephro mit der sorgfältigen Produktion einer Band wie Air. Mit ihrem Gefühl für Pop, Indie und Jazz schafft Future Backup das, wonach alle suchen: einen Vibe.
„ELEMENTS“ – Jazz trifft Natur Zweites Soloalbum von Olivier Chavet. Neun soul-orientierte Jazzkompositionen, entstanden in Zurückgezogenheit und Naturverbundenheit. Wie schon der Vorgänger „RACINES“ strahlt „ELEMENTS“ eine Gelassenheit gegenüber der Hektik des Alltags aus – eine Botschaft, die der belgische Komponist Olivier Chavet vermitteln möchte. Inspiration schöpft er aus den Elementen Luft, Feuer, Wasser, Erde und aus seinem Wohnort in der rauen, wunderschönen Eifel. Die Besetzung reicht vom Trio bis zum Quartett: Werner Lauscher (Bass) und Daniel Chavet (Gitarre) sind wie auf dem Debüt dabei, am Piano der belgische Jazzstar Igor Gehenot. Ergänzt wird das Quartett vom Kölner Trompeter Matthias Schwengler. Aufgenommen im Studio „Fattoria Musica“ bei Osnabrück unter der Regie des Amsterdamer Toningenieurs Chris Weeda.
Chronicles of Jazz: Phantasiegeschichten, in denen Kompositions-Giganten aus Klassik, Jazz und mehr in einer Jazzsession aufeinander treffen. Das Trio verbindet Ravels Boléro mit Ellingtons Caravan, Bachs Allemande mit Metallicas Nothing Else Matters oder Saties Gnossienne mit Jacksons Bags‘ Groove. Vibraphonist Oli Bott, klassisch ausgebildet und bei Gary Burton am Berklee College studiert, spielt konsequent seine eigene Musik – zwischen Epochen, Stilen und Kulturen, während er auf den Metallplatten wie ein Bildhauer eindrucksvolle Stimmungen herausschlägt.
Besetzung: Oli Bott (Vibraphon), Arnulf Ballhorn (Bass), Kay Lübke (Schlagzeug)
Die Zusammenarbeit der griechischen Vibraphonistin und des deutsch-rumänischen Kontrabassisten entzieht sich starren Genres. Ihre Musik schöpft aus klassischer Musik des 20./21. Jahrhunderts, den Rhythmen des Jazz und den Geschichten der Folklore. Die Verflechtung ihrer Hintergründe ergibt einen Klangteppich, in dem die Lebendigkeit des Balkan mit dem Kosmopolitismus zeitgenössischer europäischer Musik zusammenfließt. Wie ein Faden freier Improvisation entfalten sich ihre Auftritte in einem ungeschriebenen Tanz – Momente der Trauer, der Freude und der undefinierbaren Räume dazwischen.
Ein Hörerlebnis, zugleich zeitlos und zeitgenössisch. Das Debüt-Album „Love At Last Sight“ erschien im März 2026 bei BMC Records.
Mit klanglicher Sensibilität und unverwechselbarem Ensemblegeist vertont das internationale Quartett AZOLIA Lyrik, die bewegt und Hoffnung schenkt. Nach dem Programm zu Wilfred Owen widmet sich die Band nun Rainer Maria Rilke: Zum 100. Todesjahr 2026 präsentiert AZOLIA ausgewählte Gedichte in kammermusikalisch feiner, tief empfundener Musik. Sophie Tassignon (Gesang/Komposition), Susanne Folk (Alt-Sax, Klarinette, Gesang), Lothar Ohlmeier (Bassklarinette, Sopransax) und Andreas Waelti (Kontrabass) schöpfen aus einer gemeinsamen Sprache jenseits gängiger Jazzklischees. AZOLIA steht für kluge Arrangements, transparente Texturen und ein tiefes Gespür für Poesie. Ohne Schlagzeug, dafür mit Raum für feinsinnige Interaktionen, wird Rilkes Sprache neu hörbar – fragil, leuchtend und voller Resonanz.
Free for change ist ein crossover Projekt mit Stücken des Darmstädter Gitarristen Stefan Hladek, Absolvent der Akademie für Tonkunst Darmstadt und der Royal Academy of Music, London. Er war 18 Jahre lang der kreative Kopf des renommierten Barrios Guitar Quartet und präsentiert nun in der Stadtkirche Darmstadt gemeinsam mit Cathrin Ambach (Querflöte), Kalin Yanchev (Gitarre & Quintbass) und seinem Bruder Alexander Hladek (Drums, Percussion & Vibraphon) eigene Kompositionen aus dem Debüt-Album „free for change“ sowie jazzige Adaptionen klassischer Stücke von J.S. Bach bis Manuel de Falla, gewürzt mit farbig-temperamentvollen Arrangements bulgarischer Volksmusik von Kalin Yanchev. Ergänzt wird das Programm mit Stücken von Roger Eno und Tigran Hamasyan. Gemeinsam inszenieren die Musiker mit akustisch-kammermusikalischer Finesse in wechselnden Besetzungen von Duo bis Quartett eine weit gefächerte klangliche Variationsbreite, die sich stilistisch zwischen europäischer Klassik, Weltmusik und zeitgenössischem Jazz bewegt. Eine Vorliebe für schräge Taktarten, druckvolle Rhythmik, fantasievolle Improvisationen und subtile Dynamik zeichnen das Ensemble aus.
Glücksmusik für wache Hörer… kaum zu glauben, aber diese Musik, raffiniert in den Arrangements, elegant, beiläufig und beseelt gespielt, hat das Zeug dazu, den Fan des Jazz von gestern genauso glücklich zu machen wie den des Jazz von morgen.‘ Chris Hopkins – international aktiver Jazz-Pianist, Alt-Saxophonist, Komponist, Arrangeur, Bandleader, Workshop- und Universitäts-Dozent – wurde 1972 in Princeton (New Jersey) geboren. Gleichermaßen versiert an Piano und Alt-Saxophon, zählt er zu den meistbeschäftigten Künstlern der internationalen Jazzszene

Am 26. Mai wäre Miles Davis 100 Jahre alt geworden. In seiner gerade im Reclam-Verlag erschienenen Biographie »Miles Davis – Sound eines Lebens« fächert Stefan Hentz das künstlerische und politische Selbstverständnis des Trompeters auf, stellt Fragen nach seiner Persönlichkeit – und nach den Mythen, die den Prince of Darkness bis heute umgeben. In der Darmstädter Stadtkirche liest der im Jahr 2019 mit dem Preis für deutschen Jazzjournalismus ausgezeichnete Hamburger Autor aus seinem Buch und entwirft ein Kaleidoskop erzählerischer Perspektiven, das im Wechselspiel mit der subtilen Improvisationskunst der Saxofonistin und Flötistin Anna-Lena Schnabel und des Pianisten Florian Weber, zweierherausragender IndividualistInnen des aktuellen deutschen Jazz, vielschichtige neue Perspektiven auf das Weren und Schaffen eines der größten Musiker des 20. Jahrhunderts eröffnet.