Als Nils Landgren 1994 mit seiner Funk Unit an den Start ging, war von vielen die Frage zu hören: Wer braucht schon Funk aus Schweden? Heute, mehr als 30 Jahre, 13 Alben und unzählbare Konzerten später, fragt das niemand mehr. Weil die Antwort klar ist: Wer die heißeste europäische Version dieser unauflösbar mit Soul, Rhythm and Blues und Jazz verbundenen Musik hören will, der kommt an dieser Band nicht vorbei. Selbst die Pioniere, Godfathers und Granden der Szene ließen sich überzeugen: Ob James Browns musikalische Masterminds Maceo Parker und Fred Wesley, ob Ray Parker jr. und Joe Sample von den Crusaders, sie alle machten schon bei der Funk Unit mit. Und die Mission ist auch nach mehr als 30 Jahren nicht zu Ende. Ihren Esprit, ihren Einfalls- und Temporeichtum sowie ihre unbändige Spielfreude stellt die Combo rund um „Mr. Redhorn“ auch heute noch unter Beweis.
Vier Schulbands geben einen Einblick in die Vielfalt der Darmstädter Schul-Jazz-Szene. Nach der Eröffnung durch Oberbürgermeister Hanno Benz werden sie ihr Können der Öffentlichkeit präsentieren.
Der Jazz lebt von der Lebendigkeit und Spielfreude, das zeigen die vier teilnehmenden Darmstädter Schulen auf der Bühne der Centralstation. So kommen auch einige der Bandleiter aus dem stetig sprudelnden Pool Darmstädter Jazztalente; Christoph Schöpsdau, der selbst 1. Preisträger beim Nachwuchskomponisten-Wettbewerb der hr Big Band und mehrmals Preisträger bei „Jugend jazzt“ war, leitet die Band der Justus-Liebig-Schule, der Pianist und Komponist Uli Partheil, der auch als Dozent für den Workshop Darmstädter Jazz-Conceptions tätig ist, unterrichtet die Band des Ludwig-Georgs-Gymnasiums, Eduard Kraft musiziert mit der Band der Viktoriaschule und Oliver Nickel leitet die Jazz-Combo der Edith-Stein-Schule. Der einstudierte Vorrat der zwischen 10 und 20 Jahre alten Nachwuchsmusiker beinhaltet den Swing, den Groove, Filmmusiken und All-Time-Klassiker. Aber auch lateinamerikanische Songs sowie Rock- und Popstücke werden an diesem Abend zu hören sein.
Eine Zweitplatzierung in den Deutschen Jazz-Charts fällt nicht vom Himmel und auch über 50 Millionen Streams kommen nicht von ungefähr, insbesondere im Genre des Instrumental-Jazz. Nun wagt das Emil Brandqvist Trio neue Wege: Im Frühjahr 2025 erschien das aktuelle Album „Poems for Travellers“, dessen Songs mal berührend, mal geradezu packend dynamisch, häufig solistisch und stets eingängig klingen. Die Skandinavier begeben sich damit auf große Tour durch Norwegen, Schweden, Österreich, die Schweiz und Deutschland.
Keine Frage: Das Emil Brandqvist Trio spielt in der Top-Liga europäischer Piano-Jazz-Formationen – ein Muss (nicht nur) für Jazz-Fans!
… nur noch Restkarten vorhanden.
Mit ihrer unnachahmlichen Stimme, welche die New York Times als „eine weiche, dunkle Altstimme mit Qualitäten, die man mit in Fässern gereiftem Bourbon oder butterweichem Leder assoziieren könnte“ bezeichnet, singt Wright mit einer erhabenen Reflexion des kulturellen Gefüges von Amerika. Sie überwindet soziale Gräben mit einem Angebot der Liebe und einem tiefen Sinn für Menschlichkeit. Ihre Musik akzeptiert die Schönheit der Realität und eine kollektive Erfahrung der Zugehörigkeit. Für die Zuhörer*innen verkörpern Wrights Lieder eine Tradition, die es ihnen ermöglicht, sich immer zu Hause zu fühlen.
Trinity – das sind der finnische Pianist Iiro Rantala, die in New York lebende Bassistin Kaisa Mäensivu und der dänische Schlagzeuger Morten Lund. Drei Musiker, die zum ersten Mal gemeinsam im Studio standen – und gerade darin liegt der Reiz. Ohne lange Vorbereitung, dafür mit umso größerer Offenheit und Neugier entstand ein intimes Album voller Jazzstandards, aufgenommen in einem lichtdurchfluteten Salon des Château Palmer in Bordeaux. Rantalas Ansatz: keine ausgefeilten Arrangements, kein Experimentieren um des Experimentierens willen – sondern ein radikal ehrlicher Blick auf das, was diese Stücke im Kern ausmacht. Klassiker wie Smile, In a Sentimental Mood oder The Days of Wine and Roses werden zu kleinen Erzählungen voller Wärme, Klarheit und musikalischer Reife.„Trinity“ ist ein Trio, das nicht glänzen will, sondern leuchten – aus dem Moment heraus, mit einem tiefen Gespür füreinander und für die Musik.
Nils Petter Molvær gehört zu den prominentesten Vertretern inmitten eines elektroakustischen Jazz-Hybriden, der seit den 1990ern zu einem eigenen Genre gewachsen ist. Innerhalb dieses Feldes, das zuweilen auch als „Future Jazz“ oder „Nu Jazz“ bezeichnet wird, ist der norwegische Komponist sowohl Pionier als auch Veteran, war er doch einer der ersten Jazzmusiker, der die aufkommenden digitalen und elektronischen Tendenzen um das Jahr 2000 herum in sein Schaffen einbezog. Mit seinem signifikanten Sound, der melancholische Trompetenklänge mit dynamischen elektronischen Geräuschkulissen zusammenbringt, hat Molvær Schwergewichtsstatus erreicht, dem Genre einen Weg vorwärts in ein neues Zeitalter zu ebnen – wobei der Weg seiner Jazz-Vergangenheit verbunden bleibt.
Sein jüngstes Release Stitches steht dem in nichts nach. Durch seine Unerschrockenheit im Erkunden neuer Sounds und Emotionen zeigt Molvær einmal mehr, dass der Jazz nicht nur eine Zukunft hat, sondern dazu noch eine, die sowohl strahlend als auch aufregend ist.
Für Stitches hat der Trompeter mit Drummer Erland Dahlen, Bassist Jo Berger Myhre und Gitarrist Johan Lindstrøm zusammengearbeitet. In die Centralstation kommt er 2026 mit Jo Berger Myhre und Erland Dahlen im Trio.