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Zydeco Annie & The Swamp Cats

Ein musikalischen Leckerbissen in der von Thomas Waldherr kuratierten Americana-Reihe. „Zydeco Annie & Swamp Cats“ sind eine der erfolgreichsten europäischen Cajun- und  Zydeco-Formationen.

„Wir sind sehr stolz, Zydeco Annie in Darmstadt präsentieren zu können“, freut sich Waldherr. „Zydeco Annie und ihre Band stehen für rasante, mitreißende Zydeco-Musik. Sie  entfachen ein Feuerwerk an farbenfroher Lebenslust. Damit sind sie einem Aushängeschild für die Cajun- und Zydeco-Musik in Deutschland geworden und haben europaweit begeisternde Konzerte vorzuweisen.“

Der US-Südstaat Louisiana ist geprägt von großen Sümpfen und Bayous, bekannt durch den Mississippi und natürlich die Metropole New Orleans, geliebt für die Küche und die Musik – dorthin entführen „Zydeco Annie + Swamp Cats“ ihr Publikum und lädt zu einem ganz besonderen Rendezvous. Anja Baldauf a.k.a. Zydeco Annie stammt aus einer Akkordeon-Familie, seit frühester Kindheit ist dieses Instrument ihr täglicher Begleiter. Ihr Spiel ist so facettenreich wie das Leben selbst. Es verbinden sich darin Ernsthaftigkeit, Sehnsucht und Lebensfreude zu einem grandiosen Ganzen.

Unter ihren Mitmusikern ist Helt Oncale hervorzuheben, den Freunden der Darmstädter Americana-Reihe bestens bekannt, denn mehrmals schon war er zu Gast. Geboren und aufgewachsen in New Orleans, erlernt Helt sein Handwerk in den Künstlerkneipen des French Quarter und spielt mit den Besten der Besten in den Clubs der Bourbon Street. Als meisterhafter Könner an Fiddle, Gitarre, Mandoline, Banjo und seinem unverwechselbaren Gesang, bereichert er fröhliche Fiddle-Tunes genauso wie stampfenden Blues auf eine Weise, die den Herzschlag Louisianas spürbar machen und ein unnachahmliches Gefühl des „Big Easy“ erleben lassen.

Tenors of Kalma

„Tenors of Kalma“ ist eine Band dreier Finnen, die Jazz mit elektronischer Popmusik verbindet. Jimi Tenor und Kalle Kalima machen seit rund 25 Jahren zusammen Musik und spielen seit 2015 mit Joonas Riippa am Schlagzeug in einem diesem Trio-Format. Die Musik ist düster und jazzig, aber tanzbar und plötzlich hört man eine jagende Ballade. Augenblicke später könnte es von Sun Ra und Kraftwerk inspiriert sein.

Jimi Tenor hat sich nie mit der traditionellen Rolle eines Popkünstlers zufrieden gegeben. Er ist als Musiker bekannt, dessen Arbeit jenseits aktueller Trends liegt, obwohl er große Hits wie „Take me Baby“ geschrieben hat. Er steht zu Hause vor der ausgelassenen Menge,  trägt ein glitzerndes, selbst entworfenes Kostüm und einen wallenden Umhang, hält einen  Geräuscherzeuger in der Hand, dessen Hauptbestandteile ein in Hongkong hergestellter Walkman und ein ostdeutscher Fahrraddynamo sind.

Kalle Kalima ist Botschafter des finnischen Jazz und der Avantgarde-Musik in Berlin. Er mischt Elemente aus Jazz und Rock auf einzigartige Weise. Er spielte u.a. mit Jazzanova, Jason Moran, Jim Black, Greg Cohen, Anthony Braxton, Tony Allen, Leo Wadada Smith, Greg Cohen und Marc Ducret. Kalima ist auch als Leiter seiner eigenen hochgelobten Ensembles bekannt: Klima Kalima (Der Gewinner des Neuen Deutschen Jazzpreises 2008) und seine Soloperformance Pentasonic. Mit der Gruppe „K-18“ gewann er 2012 den finnischen „Grammy“ für das beste Jazz-Album. Sein Album „High Noon“ erschien 2016 bei ACT Music.

Joonas Riippa ist heute einer der wichtigsten Schlagzeuger Finnlands und arbeitet mit vielen renommierten Musikern wie Mikko Innanen, Verneri Pohjola, Teemu Viinikainen, Seppo Kantonen und Joonatan Rautio zusammen.

Bei diesem Konzert wird die brandneue Produktion „Sounds of Salo“ vorgestellt.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Förderverein Jazz

Joscho Stephan Trio

Wie kein anderer prägt Joscho Stephan mit seinem Spiel den modernen Gypsy Swing: Durch seinen authentischen Ton, mit harmonischer Raffinesse und rhythmischem Gespür,  vor allem aber mit atemberaubender Solotechnik hat sich Stephan in der internationalen  Gitarrenszene einen herausragenden Ruf erspielt. Er versteht es wie kein Zweiter, aus der  Vielzahl aktueller Gypsy Swing Adaptionen heraus zu ragen, indem er neben den vielen Interpretationen der bekannten Klassiker des Genres den Gypsy Swing mit Latin, Klassik und Rock liiert. Hier zeigt sich Stephans Stärke als kreativer Visionär. Und das begeistert das junge und alte Konzertpublikum gleichermaßen. Joschos Youtube-Version von „Hey Joe“ hat mittlerweile die 2 Millionen Marke geknackt.

Schon sein Debüt „Swinging Strings“ wurde 1999 vom amerikanischen Fachmagazin „Guitar Player“ zur CD des Monats gekürt. Das renommierte „Acoustic Guitar Magazine“  feierte Joscho Stephan 2004 als Garanten für die Zukunft der Gypsy Jazzgitarre. Für die CD „Guitar Heroes“ konnte er 2015 Gitarrengrößen wie Bireli Lagrène, Stochelo Rosenberg und Tommy Emmanuel als Gäste gewinnen. Insgesamt vier von Joschos Alben wurden für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert.

Die Trio-Produktion „Paris – Berlin“ (2018) wurde als Direct to Disc Schallplattenproduktion in den Hansa Studios Berlin aufgenommen, wo u.a. viele Aufnahmen von David Bowie entstanden sind. Auf der Produktion von Daniel Hope „America“ ist Joscho Stephan als Gast zu hören.

Auch in der Knabenschule war Joscho seit 2013 immer wieder zu Gast – es waren stets fulminante und höchst unterhaltsame Konzertabende.

Joscho Stephan | Solo-Gitarre
Sven Jungbeck | Rhythmusgitarre
Volker Kamp | Kontrabass

En Haufe Leit zum Swingtanzen!

Swing-Party mit Live-Band
Musiker und Tänzer sind wie zwei Seiten einer Münze. Thomas Heldmann, Bassist der  9-köpfigen Darmstädter Band „En Haufe Leit“ und Betina Fischer vom „Sunny Side Swing Studio“ hatten eine gemeinsame Idee: Swingtanzen zu Live-Musik – zusammen bringen, was zusammen gehört. Die Musiker genießen es, für Tänzer zu spielen und umgekehrt lieben es die Tänzer, zu handgemachter Echtzeit-Musik herumzuwirbeln.

„En Haufe Leit“ sind eine seit 45 Jahren(!) aktive Darmstädter Musikertruppe, die tanzbare „Jatz Mussigg“ spielt. Das umfangreiche Repertoire erstreckt sich von gediegenen Stücken bis zu rasanteren Kreationen. Let’s swing.

Bereits ab 19.15 Uhr gibt es für alle Interessierten einen 45-Minuten-Swingtanz-Schnupperkurs.

Vladyslav Sendecki & Jürgen Spiegel

Der polnische Pianist Vladyslav Sendecki, ein Schwergewicht der europäischen Jazzszene  und sein Pendant am Drumset, der Hamburger Jürgen Spiegel, bekannt als Mitglied des  Tingvall Trios, haben bereits mit ihrem ersten Album „Two In The Mirror“ äußerst positive Resonanzen eingeheimst. Konzerte und Festivalauftritte u.a. in Deutschland, Polen, Schweiz und Asien zeugen von der begeisterten Aufnahme im Jazzcircuit. Mit dem neuen Album „SOLACE“ wurde das Duo-Konzept noch weiter verfeinert: wuchtig und intim, minimalistisch, gelegentlich sogar psychedelisch. Das „Kleinste Orchester der Welt“ nimmt das Publikum auf eine einzigartige Reise voller Vitalität, Phantasie und Kraft.

Eine Veranstaltung der Bessunger Knabenschule im Rahmen von dazz – Jazz Winter Darmstadt 2023

Christof Sänger Trio feat. Peter Weniger

„Diese Musik fängt einem mit dem ersten Ton ein und lässt nicht mehr los“ so Ulrich Olshausen in der FAZ über Christof Sängers Album „Willow weep for me“. In diesem Sinne spielt auch das Trio um den Pianisten mit dem Bassisten Rudi Engel und dem Schlagzeuger Tobias Schirmer. Swing, Tempo und Virtuosität prägen die Interpretationen von Christof Sängers Kompositionen, der für sein musikalisches Wirken 2021 den hessischen Jazzpreis  erhielt. Ergänzt wird das Trio an diesem Abend durch den renommierten Saxophonisten Peter Weniger, u.a. Professor an der Universität der Künste Berlin.

Eine Veranstaltung der Bessunger Knabenschule im Rahmen von dazz – jazz Winter Darmstadt 2023

Christoph Stiefel Inner Language Trio

Im aktuellen Jazz gibt es nur wenige Formationen, die den Spagat zwischen konzeptioneller Feinarbeit und improvisatorischer Entfesselung so souverän hinkriegen wie das Inner Language Trio von Christoph Stiefel.

Zum 60. Geburtstag des Pianisten erschien die neue Trio-CD „Chutes and Ladders“ mit Bassist Lukas Traxel und dem aus Darmstadt stammenden Drummer Tobias Backhaus. Beide sind wesentlich jünger als der 60-jährige Pianist und schon ein paar Jahre im Trio mit dabei. Mit Traxel und Backhaus kann er die Intensität des Momentums immer auf Augenhöhe zelebrieren. Zusammen bringen sie die Energie und Risikobereitschaft ein, mit der das Trio rhythmische Energie in pure Lebensfreude übersetzen kann.

Im neuen Repertoire und auf der neuen CD rückt nebst den Isorhythmen auch das Bekenntnis zur Jazztradition stärker in den Fokus, indem das Trio verschiedene Aggregatzustände der Jazztradition für Ihr eigenes Vokabular auslotet. Die neue Trio-CD „Chutes and Ladders“ ist im September 21 auf Nils Wograms Label nWog Records international veröffentlicht worden.

Christoph Stiefel | Piano/Komposition
Lukas Traxel | Bass
Tobias Backhaus | Schlagzeug

Sebastian Gramss’ MasBass

Zentnerweise geflammtes Holz, Stahl, Darm und 300 Kilo Lebendgewicht: Es kommt einiges zusammen, wenn sich 4 Meister der aktuellen Kontrabass Szene zur BASSMASSE versammeln um gemeinsam das gesamte Spektrum des Kontrabass auszuloten …

Neben den beiden Kölner Kontrabassisten Dieter Manderscheid und Sebastian Gramss sind mit Javad Javadzade (Aserbaidjan) und David Sanchez (Mexiko) zwei hochkarätige internationale Meister-Bassisten mit beteiligt.

„Zwischen orchestraler Wucht intimer Interaktion: Großvolumige Bässe und prägnante Obertöne, quer laufende Rhythmen und fein abgestimmte Klangmodulationen, lebendige Grooves und orchestrale Tonschichtungen wurden im Frequenzband der Bässe die verschiedensten Facetten hörbar….” (Neue Züricher Zeitung)
  
Dieter Manderscheid | Kontrabass
Sebastian Gramss | Kontrabass
Javad Javadzade | Kontrabass
David Sanchez | Kontrabass

Eine Veranstaltung des Fördervereins Jazz e.V.

[:de]Sisters in Jazz[:]

[:de]Der deutsch-polnische Freundschaftsverein “Die Brücke Darmstadt” plant eine sehr besondere Veranstaltung. Er möchte einen Austausch über Frauenthemen ermöglichen, Inspiration für die Entwicklung eigener Kreativität fördern, Workshops und Treffen mit geladenen Gästen anbieten und zum Schluss ein kleines Konzert unter dem Motto „Sisters in Jazz“.

Idee ist es Vernetzung, Inspiration und Austausch für Frauen zu ermöglichen, unabhängig von Alter, Herkunft, Glauben, sexueller Orientierung, Hautfarbe, körperlichen- und geistigen Fähigkeiten.

Eingeladen wurden fünf Musikerinnen, die nicht nur Musikerinnen sind, sondern als Frauen ein ganz normales Familienleben mit kreativer Arbeit verbinden, neue Ideen entwickeln und künstlerisch in vielen Bereichen tätig sind. Der Verein möchte zeigen und dazu ermutigen, sich immer weiter zu entwickeln und auch unter schwierigen Bedingungen am Ball bleiben kann.

Geplanter Ablauf:

18 Uhr Podiumsgespräch und kleine Workshops integriert ins Gespräch.

„Lebens Improvisation“ : Isabelle Bodenseh (Beruf/ Mutter sein/selbst für sich da sein“); Christin Neddens – Rhythmus für Alle, Ingrid Hagel – Singen als ein Weg zur Freiheit, Lucyna Simon –  Vernetzung von Frauen in Darmstadt

20 – 21.15 Uhr Konzert „Sisters in Jazz“ mit Ingrid Hagel, Roz MacDonald  Christin Neddens, Izabella Effenberg und Isabelle Bodenseh

Ab 21.15. – 22 Uhr Zeit für Netzwerk Austausch

Die Gruppe “Sisters in Jazz” ist ein Ableger der Gruppe Sisters in Jazz International. Sisters in Jazz wurde zuerst als ein Bildungsprogramm für Musikerinnen in den USA gegründet. In Deutschland bildet „Sisters in Jazz“ International als ein Netzwerk von Musikerinnen aus verschiedenen Ländern. Die Gruppe hat verschiedene Besetzungen und Projekte. Heute Abend treten vor allem Musikerinnen auf, die in Deutschland wohnen.

Ingrid Hagel | Violine, Gesang
Roz MacDonald |
Kontrabass
Christin Neddens |
Schlagzeug
Izabella Effenberg |
Vibraphon
Isabelle Bodenseh |
Querflöte[:]

[:de]Darmstädter Jazzherbst 2022: Matsch & Schnee und Jörgensmann/Dell/Ramond/Kugel[:]

[:de]Alle zwei Jahre veranstaltet der Darmstädter Verein zu Förderung des zeitgenössischen Jazz e.V. ein dreitägiges Festival, das sowohl Protagonist:innen der heimischen Jazzszene als auch große internationale Namen des zeitgenössischen Jazz präsentiert.

Matsch und Schnee

‚Matsch & Schnee‘ tauchen in der Regel dann auf, wenn es um die kalten Jahreszeiten geht. Sie verfügen über eine nahezu kristalline Mischung, die auch bei niedrigen Temperaturen ausreichend elastisch ist, um eine hinreichende Kraftübertragung (mittels  improvisatorischer Verzahnung mit dem kompositorischen Untergrund) zu erreichen. M&S spielen ihre Vorteile tatsächlich erst dann aus, wenn die Temperatur unter den Nullpunkt  sinkt bzw. Langeweile und Glätte die Traktion gefährden. Ihre 7-Ton-Regel sowie die  Aussage „Von Oktober bis Ostern“ dienen hier allerhöchstens als Richtwerte, da es in diesen Zeit- und Frequenzbereichen häufig zu Ausbrüchen und Chaos kommen kann.

Maike Hilbig | Kontrabass
Silke Eberhard | Altsaxofon

At the field’s edge

‚Ein neuer Meilenstein deutscher Improvisationsartistik‘ betitelte Sven Thielmann seine  Kritik zum 2021 erschienen Album „At The Field’s Edge“, dem ersten Tonträger des Quartetts seit über fünfzehn Jahren. Ursprünglich 1996 als Theo Jörgensmann Quartet formiert spielte die Gruppe bis 2003 weltweit erfolgreich Konzerte und diverse Tonträger ein. Nach über einer Dekade Pause sind sie seit einigen Jahren wieder in Originalbesetzung
zu hören.

Vier Musiker mit unverwechselbaren Personalstilen vereinen sich zu diesem Quartett und finden hier zu einer unverwechselbar heiter-poetisch und dennoch kraftstrotzenden  Klangsprache. Zusammen spielen sie mit vibrierender und umwerfender Kommunikation auf höchstem technischen Niveau. Ihre Musik ist gegen das Reinheitsgebot, dafür aber für  tänzerische Eleganz, humorvolle Intelligenz, sensible Poesie. Hochgradig interaktiv,  einfach grandios, ihre kollektive Bewegung ist elektrisch, aufgeladen von allen Seiten.

Theo Jörgensmann | Klarinette
Christopher Dell | Vibraphon
Christian Ramond | Kontrabass
Klaus Kugel | Schlagzeug[:]