Tag Archives: Darmstadt

Future Backup, Foto: Lukas Diller

Live!Jazz: Volker Heuken Trio

In einer Welt des „Höher – Schneller – Weiter“ mag es an der Zeit sein, einen Gang runterzuschalten und im Moment zu sein. Future Backup wagt genau das, mit sanften, ausgereiften Melodien am Vibraphon, atmosphärischen Synth-Klängen und gleichzeitig entspannt, jedoch präzisen Drumgrooves. Radikal softer Indie-Jazz mit einem elektronischen Twist – reduziert, aber reich an Wärme, Reife und Tiefe. Diese Eigenschaften spiegeln eindrucksvoll auf ihrem Debut-Album ‘Golden’ wider.

Future Backup verbindet das mühelose Modellieren des Tons einer Nala Sinephro mit der sorgfältigen Produktion einer Band wie Air. Mit ihrem Gefühl für Pop, Indie und Jazz schafft Future Backup das, wonach alle suchen: einen Vibe.

Oli Bott, Foto: David Beecroft

Live!Jazz: Oli Bott Trio

Chronicles of Jazz: Phantasiegeschichten, in denen Kompositions-Giganten aus Klassik, Jazz und mehr in einer Jazzsession aufeinander treffen. Das Trio verbindet Ravels Boléro mit Ellingtons Caravan, Bachs Allemande mit Metallicas Nothing Else Matters oder Saties Gnossienne mit Jacksons Bags‘ Groove. Vibraphonist Oli Bott, klassisch ausgebildet und bei Gary Burton am Berklee College studiert, spielt konsequent seine eigene Musik – zwischen Epochen, Stilen und Kulturen, während er auf den Metallplatten wie ein Bildhauer eindrucksvolle Stimmungen herausschlägt.

Besetzung: Oli Bott  (Vibraphon), Arnulf Ballhorn (Bass), Kay Lübke (Schlagzeug)

Lucaciu&Filippou, Fto: Leon Maria Plecity

Live!Jazz: Filippou & Lucaciu

Die Zusammenarbeit der griechischen Vibraphonistin und des deutsch-rumänischen Kontrabassisten entzieht sich starren Genres. Ihre Musik schöpft aus klassischer Musik des 20./21. Jahrhunderts, den Rhythmen des Jazz und den Geschichten der Folklore. Die Verflechtung ihrer Hintergründe ergibt einen Klangteppich, in dem die Lebendigkeit des Balkan mit dem Kosmopolitismus zeitgenössischer europäischer Musik zusammenfließt. Wie ein Faden freier Improvisation entfalten sich ihre Auftritte in einem ungeschriebenen Tanz – Momente der Trauer, der Freude und der undefinierbaren Räume dazwischen.
Ein Hörerlebnis, zugleich zeitlos und zeitgenössisch. Das Debüt-Album „Love At Last Sight“ erschien im März 2026 bei BMC Records.

Nathan Ott Quartett, Foto: Norbert Guthier

Live!Jazz: Nathan Ott Quartett

Nathan Ott ist ein Drummer, der Räume schafft und klangmalerisch fein schattierte Szenerien kreiert – eine feste Größe der europäischen Jazzszene. In seinem Quartett trifft er auf Christof Lauer, prägende Stimme der NDR Bigband und Klangforscher jenseits stilistischer Grenzen. Im Dialog mit der argentinischen Saxophonistin Camila Nebbia und dem dänischen Bassisten Jonas Westergaard entsteht eine eng kommunizierende, atmosphärisch dichte Musik, fähig zu allen Steigerungen, ohne je die Bodenhaftung zu verlieren – ein hochintensives Live-Erlebnis.

Besetzung:  Christof Lauer (Tenorsaxophon, Sopransaxophon), Camila Nebbia (Tenorsaxophon), Jonas Westergaard (Bass), Nathan Ott (Drums)

Live!Jazz: Azolia

Mit klanglicher Sensibilität und unverwechselbarem Ensemblegeist vertont das internationale Quartett AZOLIA Lyrik, die bewegt und Hoffnung schenkt. Nach dem Programm zu Wilfred Owen widmet sich die Band nun Rainer Maria Rilke: Zum 100. Todesjahr 2026 präsentiert AZOLIA ausgewählte Gedichte in kammermusikalisch feiner, tief empfundener Musik. Sophie Tassignon (Gesang/Komposition), Susanne Folk (Alt-Sax, Klarinette, Gesang), Lothar Ohlmeier (Bassklarinette, Sopransax) und Andreas Waelti (Kontrabass) schöpfen aus einer gemeinsamen Sprache jenseits gängiger Jazzklischees. AZOLIA steht für kluge Arrangements, transparente Texturen und ein tiefes Gespür für Poesie. Ohne Schlagzeug, dafür mit Raum für feinsinnige Interaktionen, wird Rilkes Sprache neu hörbar – fragil, leuchtend und voller Resonanz.

Foto: privat

Live!Jazz: Hladek / Ambach / Hladek / Yanchev

Free for change ist ein crossover Projekt mit Stücken des Darmstädter Gitarristen Stefan Hladek, Absolvent der Akademie für Tonkunst Darmstadt und der Royal Academy of Music, London. Er war 18 Jahre lang der kreative Kopf des renommierten Barrios Guitar Quartet und präsentiert nun in der Stadtkirche Darmstadt gemeinsam mit Cathrin Ambach (Querflöte), Kalin Yanchev (Gitarre & Quintbass) und seinem Bruder Alexander Hladek (Drums, Percussion & Vibraphon) eigene Kompositionen aus dem Debüt-Album „free for change“ sowie jazzige Adaptionen klassischer Stücke von J.S. Bach bis Manuel de Falla, gewürzt mit farbig-temperamentvollen Arrangements bulgarischer Volksmusik von Kalin Yanchev. Ergänzt wird das Programm mit Stücken von Roger Eno und Tigran Hamasyan. Gemeinsam inszenieren die Musiker mit akustisch-kammermusikalischer Finesse in wechselnden Besetzungen von Duo bis Quartett eine weit gefächerte klangliche Variationsbreite, die sich stilistisch zwischen europäischer Klassik, Weltmusik und zeitgenössischem Jazz bewegt. Eine Vorliebe für schräge Taktarten, druckvolle Rhythmik, fantasievolle Improvisationen und subtile Dynamik zeichnen das Ensemble aus.

Chris Hopkins, Foto: Sascha Kletzsch

Live!Jazz: Chris Hopkins

Glücksmusik für wache Hörer… kaum zu glauben, aber diese Musik, raffiniert in den Arrangements, elegant, beiläufig und beseelt gespielt, hat das Zeug dazu, den Fan des Jazz von gestern genauso glücklich zu machen wie den des Jazz von morgen.‘ Chris Hopkins – international aktiver Jazz-Pianist, Alt-Saxophonist, Komponist, Arrangeur, Bandleader, Workshop- und Universitäts-Dozent – wurde 1972 in Princeton (New Jersey) geboren. Gleichermaßen versiert an Piano und Alt-Saxophon, zählt er zu den meistbeschäftigten Künstlern der internationalen Jazzszene

Couple Coffee

Seit ihrem Debut 2005 lebt das brasilianische Musikduo in Portugal und leistet einen wichtigen Beitrag zur Welt der Musik. In ihrem vielseitigen Werk verbinden sich Jazz und Bossa Nova mit populären portugiesischen und brasilianischen Musikstilen, seien es Fado oder Chorinho. Luanda Cozettis einzigartige tropische Stimme und Norton Daiellos grooviger Bass sorgen für einen raffinierten Klang.

In den 20 Jahren ihrer Karriere haben sie 6 Alben veröffentlicht und haben mit vielen Künstler*innen der portugiesisch sprachigen Welt zusammengearbeitet. Mit Ivan Lins, António Zambujo, Tito Paris, Roberto Menescal, Viviane, Mafalda Arnauth, Pedro Jóia und vielen anderen. Hunderte von Auftritte in Clubs und auf Festivals in Europa und in Nord- und Südamerika haben Begeisterung bei Zuschauern und Medien entfacht.

Ihr erstes Album „Puro“ ist in Brasilien aufgenommen und enthält besondere Interpretationen von u.a. Noel Rosa, Caetano Veloso, João Bosco, Tom Jobim. Die beiden nächsten sind Hommagen an Zeca Afonso bzw. dem Bossa Nova. Ab dem vierten Album erscheinen sie auch als Autoren der Stücke.

sfsd

Mira Cohan & Jeremy Fast

Die Darmstädter Singer-Songwriterin Mira Cohan singt sowohl eigene, hauptsächlich biografische Songs als auch sorgfältig ausgewählte, internationale Klassiker aus dem Jazz, Latin & Chanson. Begleitet wird sie dabei von Jeremy Fast an der Gitarre. Die beiden Musiker haben ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, das Emotionen weckt, gute Laune bereitet und perfekt zu einem Sommerabend passt. Es lohnt sich!

Mainouche

20 Saiten, 2 Stimmen und viel Charme prägt die sympathische Truppe aus dem Rhein-Main-Gebiet. Genretypisch bringt die Gypsy Jazz Combo zwei Gitarren, einen Kontrabass und eine Violine mit.

MAINOUCHE interpretiert Standards der 20er und 30er Jahre, Schöpfungen von Django Reinhardt sowie allerlei artverwandte Songs und Stile im Gypsy Jazz Gewand. Der Name „Mainouche“ setzt sich aus dem Fluss Main sowie dem französischen Begriff „Manouche“ zusammen, der sowohl für in Frankreich lebende Sinti als auch für Gypsy Jazz steht.

Vier professionelle Musiker aus 3 Bundesländern präsentieren Klassiker sowie Neuinterpretationen bekannter Titel als auch Eigenkompositionen. Energetische Leidenschaft und sichtliche Spielfreude sowie eine gute Portion Humor sind hier Programm. Mainouche spielt im akustischen Kontext virtuos und mit viel Spontaneität, so dass, wenn es sich ergibt, auch schon mal das Instrumentarium erweitert wird.