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Darmstädter Bigband plays Rob McConnell

Das diesjährige Programm der Damstädter Bigband unter der Leitung des Saxophonisten Peter Linhart ist dem Posaunisten und Arrangeur Rob McConnell gewidmet. Der Kanadier galt bis zu seinem Tod im Jahr 2010 als einflussreiche Persönlichkeit im Bereich des  Bigband Jazz und gewann seinerzeit mehrere Grammys.

Als Gast wird der Lead-Posaunist der hr-Bigband, Günter Bollmann, zur Band stoßen. Bollmann ist bereits seit 1998 Mitglied der Bigband des Hessischen Rundfunks und hat  dabei bis dato Jazzstars wie Michael Brecker, John Scofield, Billy Cobham oder Chris Potter begleitet. Daneben war er als gefragter Solist bereits bei Paul Kuhn, Udo Jürgens, Thomas Quasthoff oder Peter Herbolzheimer im Einsatz und auch an einer CD Aufnahme der SWR Bigband mit Rob McConnell im Jahr 2003 beteiligt.

Die Darmstädter Bigband besteht seit über 35 Jahren und hat sich durch Konzerte und Workshops mit Jazzstars wie Eric Marienthal, Ernie Watts, Ack van Rooyen, George Gruntz, Peter Herbolzheimer, Tony Lakatos, Andy Haderer oder Bob Reynolds einen hervorragenden Ruf erspielt. Weitere Highlights in ihrer Bandgeschichte waren die Produktionen der beiden CDs „Red Beans and Rice“ feat. Bob Mintzer und „Kentomania“ mit Herb Geller als Gastsolisten, sowie diverse Aufführungen des „Sacred Concert“ von Duke Ellington (mit dem Kammerchor der Darmstädter Kantorei). Für ihre „kontinuierliche Arbeit auf höchstem Niveau und ihrem Beitrag zum überregionalen Ansehen der Stadt Darmstadt als Jazzstadt“ (Begründung der Jury) wurde der Bigband 2017 der Darmstädter Musikpreis verliehen.

DER BLAUE BEREICH

„Der blaue Bereich“ spielt Modern Jazz mit folkloristischen Anklängen. Neben  Eigenkompositionen gehören Stücke von europäischen und amerikanischen Jazzmusikern wie z.B. Louis Sclavis und Charles Mingus zum Repertoire. Bülent Ates, der gerade seinen  80. Geburtstag feiern konnte, ist eine lebende Legende der Frankfurter Musiklandschaft.  Der in Ankara geborene Schlagzeuger erlebte vor vielen Jahren Albert Mangelsdorff bei einem Auftritt in Istanbul und beschloss daraufhin, nach Deutschland zu kommen. Er tourte zuvor schon durch Europa und spielte bereits 1968 mit Don Cherry in Schweden bei  den „Summer House Sessions“, die im letzten Jahr endlich auf CD dokumentiert wurden.

In Frankfurt wurde er zu einem wichtigen Eckpfeiler der Szene und arbeitete u.a. mit Heinz Sauer, Christoph Lauer, Bob Degen, Harry Petersen und Alfred Harth zusammen. Mit Jürgen Wuchner verband ihn eine langjährige musikalische Partnerschaft in vielen  Projekten. Gitarrist Michael Bernschneider ist seit vielen Jahren in der Frankfurter  Jazzszene aktiv und spielte u.a. mit Jürgen Wuchner, Natalya Karmazin und Thomas  Langer. Er wird auch bei einigen Stücken die chromatische Mundharmonika zu Gehör bringen. Chris Rücker ist ein stilistisch vielseitiger Kontra- und E-Bassist. Er spielt bei  Nachttierhaus und der Karma Jazz Group, mit der er auch das Jazz Arbeitsstipendium der Stadt Frankfurt erhielt. Konzertiert hat er beim Deutschen Jazzfestival Frankfurt und in der Alten Oper.

Michael Bernschneider: Gitarre, Harmonica | Chris Rücker: Kontrabass | Bülent Ates: Schlagzeug

HLADEK / YANCHEV / HLADEK

Pat Methenys „Heat of the day“ ist – in der spanischen Übersetzung – das Titelstück dieses Crossover-Programms mit Gitarrenmusik aus verschiedenen (Musik-)Kulturen. Es Konzert kombiniert in einer temperamentvollen und „heißen“ Mischung klassische Gitarrenmusik aus Spanien, Südamerika und Südosteuropa u.a. von Murcia, Sanz, Barrios, Bartok, de Falla mit Jazzstücken von Pat Metheny und Tigran Hamasyan sowie Eigenkompositionen  und Improvisationen des Trios Hladek/Yanchev/Hladek. Dabei treffen in originellen und klangfarblich abwechslungsreichen Arrangements nicht nur unterschiedliche  Stilrichtungen und Besetzungen von Solo bis Trio aufeinander, sondern auch eine große Vielfalt unterschiedlicher Gitarren- und  Percussionsounds.

Stefan Hladek, Gitarren | Kalin Yanchev, Gitarren | Alexander Hladek, Vibraphon & Percussion

SCHMACKES

Der Name der Band ist zugleich Programm: Ihre Musik reißt mit, ist voller Energie und erreicht schnell die Gefühle und Tanzbeine der Zuhörer:innen. Ihre Spielweise changiert manchmal zwischen Wehmut und tastender Sehnsucht, mündet aber meistens in wilder  und tanzender Lebensfreude. Das Repertoire umfasst traditionelle Stücke aus der jiddischen Musik, der Romakultur und aus dem Balkan, präsentiert in eigenen Arrangements, sowie eigene Stücke; gewürzt mit virtuosen Improvisationen und viel expressivem Gesang.

Ralf Engel, Gitarre | Andrii Fesenko, Akkordeon | Andre Voran, Flöte, Saxofon | Matthias Zeylmans, Kontrabass, Gesang

LA SOURCE BLEUE feat. Tom Wolff und Daniel Schmitz

New Jazz Originals, imaginäre Folklore und das Songbook von Steve Lacy sind die Markenzeichen dieser entspannt interagierenden Band um den Sopransaxophonisten  Michael Bossong. Das Darmstädter Echo nannte sie „perfekte Kenner der Materie“ und ein  “eingespieltes Team, das bestens aufeinander reagiert“. Sprachkünstler und Vokalist Tom  Wolff fügt dem Bandsound seine expressiven und poetischen Lyrics hinzu und hat sich längst als essentieller Bestandteil der Band etabliert. Daniel Schmitz setzt mit seinem kraftvollen und lässigen Trompetensound eigene Impulse, erweitert die Klangfarben des  Quintetts und fügt sich perfekt in die offene und freisinnige Spielhaltung dieser Band.

Michael Bossong, Soprano Sax | Thomas Honecker, Gitarre | Michael Distelmann, Bass | Bülent Ates, Drums | Tom Wolff, Vocals | Daniel Schmitz, Trompete

Mainouche – Gypsy Jazz & More

Standards der 20er und 30er Jahre, Schöpfungen von Django Reinhardt sowie allerlei artverwandte Stile und Songs im Gypsy Jazz Gewand. Der Name “Mainouche” setzt sich aus dem Fluss Main sowie dem französischen Begriff “Manouche” zusammen, der sowohl für in Frankreich lebende Sinti als auch für Gypsy Jazz im Allgemeinen steht.

Mainouche begibt sich als Quartett mit 20 Saiten, bestehend aus zwei Gitarren, Kontrabass und Violine sowie zwei Gesangsstimmen, auf die Reise. Vier professionelle Musiker aus 3 Bundesländern präsentieren Klassiker sowie Neuinterpretationen bekannter Titel als auch Eigenkompositionen. Energetische Leidenschaft und sichtliche Spielfreude sowie eine gute Portion Humor sind hier Programm. Mainouche spielt im akustischen Kontext, je nach Gelegenheit verstärkt oder unverstärkt virtuos und mit viel Spontanität, so dass wenn es sich ergibt, auch schon mal das Instrumentarium erweitert wird.

Rymden

Berge und Täler sind nicht bloß das Resultat geologischer Prozesse. Seit jeher sind sie den Menschen Sinnbilder für gute und schlechte Zeiten. Bugge Wesseltoft, Magnus Öström und  Dan Berglund haben in den letzten 30 Jahren einige davon erlebt – aber in jüngster Zeit  führt der Pfad vor allem bergauf. Seit 2019 hat die schwedisch-norwegische Band Rymden (zu Deutsch „Raum“ oder „Weltraum“) zwei Studioalben und eine Liveplatte veröffentlicht.  Von Publikum wie Presse wurde der Mix aus akustischen und elektronischen Klängen begeistert aufgenommen.

„Valleys & Mountains“ ist das dritte Werk der Skandinavier. Es zelebriert erneut die Liebe der drei für virtuos gespielte Musik im Stile der Siebziger Jahre, für Fusion-Jazz, Prog-Rock und sogar Klassik. Es gibt überraschende Taktwechsel, abgrundtief tosende Bassläufe und flirrende Synthesizer-Flächen. Dabei ist eines deutlich erkennbar: so ausgeruht klangen Rymden noch nie.

Swinging Tuxedos feat. Petra Bassus

Ein Tag für die Musik – Hessen in Concert – heißt es im ganzen Musikland Hessen am 5. Mai. Auf Initiative des Hessischen Rundfunks finden eine Vielzahl Veranstaltungen statt. 

“Swinging Tuxedos“ haben sich bei den Jazz Conceptions vor mehr als zwanzig Jahren kennengelernt. Seitdem ist die Formation zu einer festen Größe in der Darmstädter Jazz Szene geworden. In ihrem abwechslungsreichen Repertoire finden sich neben den Evergreens des Great American Songbook französische Chansons, Standards des Modern Jazz, die großen Hits der Beat Ära sowie eigene Komposition. Bei der Eröffnung der Session im Jazzinstitut wird die Band durch Michael Erhard am Flügel erweitert.

Petra Bassus | Gesang
Rüdiger Schwenk | Saxophone
Horst Bittlinger | Piano
Thomas Heldmann | Bass
Thomas Hoffmann | Schlagzeug

 

Naamu feat. Voix du Mali

Der holländische Bassist und Komponist Teun Creemers ist bekannt für seine innovativen Bandprojekte – schon mit “De Raad van Toezicht”, “Berlin-Rotterdam-Connection” oder “Zavamasi” arbeitete er mit afrikanischen Musikern zusammen. Zum Beispiel mit dem Balafonisten Mamadou Diabaté. Durch diese Begegnungen entdeckte der Arnheimer seine Liebe zur westafrikanischen Musik. Seine Passion ist es, diese Wurzeln von Blues und Jazz mit jazzigem Groove zu verbinden. “Malinke Groove Jazz” nennt Creemers seine Musik. Malinke ist die Sprache der Malinka, einer Volksgruppe, die in weiten Teilen Westafrikas beheimatet ist.

Für Naamu haben, basierend auf Basskompositionen von Creemers, Musikerinnen und Musiker in Mali Songs kreiert. Diese wurden dann von befreundeten Musikern in Europa vervollständigt. Als Ergebnis dieser kulturellen Verschmelzung entstand 2023 die CD “NAAMU”. Der Titel bedeutet “Ja!- Ich hör Dich!”, die in den Niederlanden zuletzt für den “Edison Price” nominiert wurde.

Dank der Unterstützung des “Niederländischen Fonds der Podium-Kunst” kann das Programm “Voix du Mali” nun auf Tournee durch die Niederlande, Belgien und Deutschland gehen.  Wobei der einzige deutsche Auftritt im HoffART-Theater Darmstadt stattfindet. Bei der neunköpfigen Band sind alle Akteure aus Mali dabei. Darunter die in Europa bekannten Sängerinnen Kankou Koujaté und Aminata Danté (u.a. Salif Keita Band) sowie der Gitarrist/Sänger Yacouba Sagara a.k.a. Bloffou. Auch die restliche Band entspricht der Originalbesetzung der CD-Produktion: sechs Musiker:innen aus der jungen Garde der sehr lebendigen holländischen Jazzszene.

Das Konzert kommt in Zusammenarbeit mit der “Beyond Blue Connection” zu Stande.

Max Clouth & Paul Janoschka

Paul Janoschka und Max Clouth erforschen Klangtexturen zwischen kammermusikalischem Jazz, freier Improvisation und außereuropäischer Musik.
Paul Janoschka ist als Jazz-Pianist und Komponist in vielen verschiedenen Bands und Ensembles tätig. 2019 absolvierte er sein Jazzpiano-Studium bei Prof. Rainer Böhm und Prof. Joerg Reiter an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Anschließend ist er nach New York City gezogen, wo er als Stipendiat des DAAD am City College of New York bei Kevin Hays und Fred Hersch kürzlich sein Master-Studium mit Bestnote abschloss. Als Pianist war er in New York in verschiedenen Bands Teil der dortigen Musik-Szene. Mittlerweile ist er in Frankfurt am Main wohnhaft.
Max Clouth, geboren 1985 in Frankfurt, studierte ab 2015 Jazzgitarre an der Hochschule für Musik Mainz bei Marc-Oliver Klenk und Norbert Scholly und von 2008 bis 2009 an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden bei Ralf Beutler und Stephan Bormann. Anschließend nahm er von 2009 bis 2012 Unterricht bei Pandit Nayan Ghosh an der Sangit Mahabharati Music School Mumbai und bei Guitar Prasanna an der Swarnabhoomi Academy of Music. Zusammen mit dem Frankfurter Elektro-Künstler Dan Bay veröffentlichte Max 2020 die EP “Voodoo Guitar”. Im April 2021 erschien die LP “Lucifer Drowning in a Sea of Light”, auf dem Max mit der Cellistin Sophie-Justine Herr und Kabuki am Modular-Synthesizer zu hören ist.