Brandee Younger nur eine Jazz-Harfenistin zu nennen, wird ihr nicht gerecht, denn sie entzieht sich nicht nur musikalischen Genre-Grenzen, sie ist derzeit DIE Jazz-Harfenistin. 2022 wurde sie als erste schwarze Frau für eine Instrumental-Komposition für den Grammy nominiert. Ihr Spiel verbindet Arpeggios mit Grooves und entführt in eine wahrhaft träumerische Klangwelt, ohne auch nur im Geringsten verträumt zu sein.
Die Künstlerin erweitert das musikalische Feld für ihr Instrument drastisch. Ihre Arbeit revolutioniert die Harfe, dehnt Grenzen aus und öffnet althergebrachte Beschränkungen für neue Generationen von Harfenist*innen. Neben ihrer Bühnenkarriere lehrt sie an der New York University und dem New School College of Performing Arts. “Keiner anderen Harfenistin war bisher fähiger, alle modernen Harfen-Traditionen mit solcher Kraft, Anmut und Hingabe zu verbinden – von Salzedo über Dorothy Ashby bis hin zu Alice Coltrane”, schrieb die New York Times über Brandee Younger.
David Helbock, Aushängeschild des österreichischen Jazz, begeistert sein Publikum weltweit mit diversen Kollaborationen und immer neuen Ideen. Seine Virtuosität und unbändige Kreativität brachten ihm zahlreiche Auszeichnungen ein – und das nicht zu Unrecht. Für sein neuestes Projekt konnte Helbock die vielseitige E-Bassistin und Cellistin Julia Hofer aus Wien als Duopartnerin gewinnen, die sich bisher insbesondere im Popbusiness einen Namen gemacht hatte, sei es durch Tourneen mit den No Angels oder Auftritte in deutschen TV-Shows. Gemeinsam widmen sie sich nun dem Jazz in geradezu überwältigender Form, getragen von Emotionen und Innovationen.
Unverwechselbaren Sound mit kreativer Tiefe, Multi-Instrumentalismus und einen mitreißenden Groove bringt Studnitzky an Klavier und Trompete mit seinem neuen Projekt EUPHORIA auf die Bühne – zusammen mit seinen musikalischen Partnern Claudio Puntin (Woodwinds), Tim Sarhan (Drums), Paul Kleber (Bass) und Bodek Janke (Tabla & Percussions). Studnitzky gilt als einer der vielseitigsten Musiker Deutschlands und ist der einzige Künstler, der sowohl mit dem ECHO Jazz als auch mit dem OPUS Klassik Award ausgezeichnet wurde. EUPHORIA ist der Höhepunkt seiner langjährigen innovativen Arbeit als Komponist und Interpret, in der er neoklassische, Jazz- und Filmmusikelemente zu einer einzigartigen künstlerischen Vision verschmilzt.
Er ist ein Drummer, der Räume schafft, klangmalerisch fein schattierte Szenerien für seine Mitspieler kreiert und der es versteht, die Musik mit einer eleganten Subtilität zu lenken. Nathan Ott demonstriert eindrucksvoll wie fruchtbar eine generationsüberschreitende, interkontinentale Jazz-Begegnung sein kann. Zunächst war es die Zusammenarbeit mit Miles Davis-Veteran Dave Liebman mit der das Quartett ein offenes Format für improvisatorischen Dialog auf Augenhöhe entwickelte. Als Liebman sich später aus gesundheitlichen Gründen vom Tourleben zurückziehen musste, kam mit Christof Lauer eine der prägendsten Stimmen des europäischen Jazz hinzu und verwandelte den Klang und das Innenleben des Ensembles.
Zusammen mit dem kommunikativen Scharfsinn der phänomenalen aus Buenos Aires stammenden Saxophonistin Camila Nebbia verschmilzt Lauers Spiel zu einer unverwechselbaren Textur und wird durch die elegante Elastizität des dänischen Bassisten Jonas Westergaard vervollständigt, weltweit einer der bemerkenswertestes Individualisten seines Instruments. Als Bandleader versteht es der Drummer Nathan Ott, die Musik mit einer eleganten Subtilität zu lenken: Dabei schöpft er aus einem umfassendenVerständnis für Jazz – ein feinsinniger Architekt der musikalischen Szenerie, der mit Sensibilität und Leidenschaft den Sound des Ensembles prägt.
Eingeladen sind neben Musikliebhabern insbesondere Musiker, die sich aktiv an der weiteren Gestaltung des Abends beteiligen möchten. Piano, Schlagzeug sowie Bass- und Gitarrenamps befinden sich vor Ort. Blasinstrumente sollten natürlich selbst mitgebracht werden, Realbooks dürfen gerne zu Hause bleiben.
Aus Evergreens, Swing, Latin, Jazzstandards und Eigenkompositionen mischen die Tuxedos mit den vier Instrumentalisten und der Darmstädter Sängerin Petra Bassus ihr unverwechselbares Programm.
Petra Bassus | Gesang
Horst Bittlinger | Piano
Rüdiger Schwenk | Saxophon
Thomas Heldmann | Bass
Thomas Hoffmann | Schlagzeug
4onJazz ist ein Jazz-Quartett aus dem Raum Darmstadt. Spielfreude, Musikalität und Impulsivität stehen im Vordergrund und sollen die interpretatorische Vielseitigkeit des Jazz neu vermitteln.
Anke Schimpf | Saxofon und Flöte
Christoph Kühnel | Klavier
Udo Brenner | Bass
Thea Florea | Schlagzeug
Eine Band, die klingt wie keine andere: cool, modern und mit viel Humor. Originell, vertrackt, und zugleich lässig und funky sind die Kompositionen des Bandleaders und Bassisten Florian Werther.
Heiko Hubmann | Trompete, Flügelhorn
Stefan Kowollik | Gitarre
Florian Werther | Kontrabass, Komposition
Jens Biehl Schlagzeug | Percussion
Die Darmstädter Jazzlegende, das Urgestein mit Kultstatus päsentiert Dixieland, Blues, Swing, karibische Rhythmen und vieles mehr.
Ein musikalischer Zirkus zwischen Punk, Jazz und totalem Chaos: Man stelle sich einen Wildwest-Saloon vor, der von Partygeistern besessen ist, eine Straßenparade in New Orleans, die völlig aus dem Ruder läuft, und dazu eine Prise durchgeknallten Zirkuswahnsinn. Das ist Cockaphonix: laut, bunt und völlig ungefiltert. Seit 2017 machen Rayko Stanislav und Holiday Dan Lärm auf einem 100 Jahre alten Klavier und einem Schlagzeug, das vermutlich schon die eine oder andere Kneipenschlägerei überlebt hat. Was als teuflische Jam-Session begann, wuchs zu einer ausgewachsenen Live-Show heran, die man nicht einfach nur ansieht – man muss sie überleben. Mittlerweile wird das Duo von einem kompletten Bläsersatz verstärkt: mit Ventilposaune, Trompete und einer Tuba, die klingt wie eine Herde koffeingeladener Elefanten.